Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Katharina Grassmugg:
Ein tolles Buch
Als Großmutter im Regen tanzte von Trude Teige
Ich habe mich mit dem Nationalsozialismus in Norwegen bisher nicht wirklich beschäftigt was ich nun mit diesem wunderbar geschriebenen Roman der eine Art Spurensuche erzählt nachholen konnte.
Nach dem Tod ihrer Großmutter findet Juni in deren Haus ein Foto ihrer Großmutter als junge Frau mit einem deutschen Soldaten.
Wer war dieser Soldat an dessen Seite ihre Großmutter so unwahrscheinlich glücklich aussieht? Was ist mit ihm geschehen? Sie beginnt Nachforschungen anzustellen die sie letztendlich nach Demmin im Osten Deutschlands führen und zu einem schrecklichen Ereignis von dem sie bisher nichts wusste. Wie hängt dieses Unglück mit ihrer Familiengeschichte zusammen?
Nach und Nach entrollt sich vor Juni eine Geschichte mit der sie so niemals gerechnet hätte.
Dieser Roman ist in seiner unaufgeregten, ernsten Art etwas ganz besonderes. Die Geschichte hat mich tief berührt und mir einen teil der Geschichte eröffnet von dem ich bisher nichts wusste. Trude Teige hat es geschafft mir einen wichtigen Teil der Geschichte näherzubringen und mich tief zu berühren. Für mich ein großartiges Stück Literatur
Ein berührender, schockierender Roman
Morgen und für immer von Ermal Meta
Dieser Roman hat mich sofort in seinen Bann gezogen und berührt. Stellenweise war er unglaublich heftig, brutal und schwer zu ertragen. Ich habe mich ehrlich gesagt bisher nicht mir der Geschichte Albaniens und dem herrschenden Regime zu der Zeit in der der Roman spielt beschäftigt und war tief betroffen von der Brutalität.
Ermal Meta hat hier einen Teil der albanischen Geschichte beleuchtet von der ich bisher nichts wusste(ich kenne mich mit der Geschichte Albaniens überhaupt nicht aus) die aber sicherlich eine große Wunde im Herzen des albanischen Volkes zurückgelassen hat.
Die Geschichte war ebenso berührend wie spannend und der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen so das ich das Buch sehr schnell beendet habe, auch wenn ich emotional noch lange nicht damit fertig sein werde.
Toll
Das Ende der Ehe von Emilia Roig
Nachdem mich "Why we matter" total geflashed hat als ich es gelesen habe war ich wirklich gespannt auf Emilia Roigs Gedanken zur Ehe.
Was sich in diesem Buch finden lässt ist eine äußerst scharfsinnige Betrachtung zum Thema Ehe, Patriachat und Heteronornativität und wie man sie durch bewusstseinsbildung und diskurs möglicherweise abschwächen kann was laut der Autorin etwas wäre wovon wir alle profitieren würden.
Sie geht sowohl auf den Wandel der Ehe in den letzten Jahren und Jahrzehnten ein als auch auf die Frage wie man sie den Anforderungen der heutigen Zeit anpassen könnte. Ein Ende der traditionellen Ehe und ein Weg hin zu mehr Verbundenheit, sowie ein Weg hin zu weniger Konvention um mehr Freiheit und Zufriedenheit zu erlangen könnte nach Sicht der Autorin patriachale Strukturen aufbrechen und zu mehr Liebe und Verbundenheit führen. Sie plädiert für eine Öffnung der festgefahren Strukturen und Normen, für mehr Diversität und weniger Heteronormativität, beschäftigt sich sowohl mit Gleichgeschlechtlichen Beziehungen als auch mit frühen Prägungen und Erziehungsmustern die die Sicht auf Beziehungen und Ehe schon früh prägen.
Wie beeinflussen Machtstrukturen und Patriachat unser Denken über Beziehungen und die Ehe und ist diese wirklich die beste Form des Zusammenlebens oder nur die die Gesellschaftlich anerkannt wird um Machtstrukturen zu erhalten und zu reproduzieren?
Wie schon mit "Why we matter" hat mich Emilie Roig auch mit diesem Buch total begeistert, zum nach - sowie umdenken animiert und neue Sichtweisen aufgezeigt. Ein absolut tolles, interessantes Sachbuch das durch das einfließen lassen von persönlichen Erfahrungen der Autorin niemals trocken oder zu theoretisch wirkt. Für mich eine absolut bereichernde Lektüre. Absolut wichtig, teilweise provokant und extrem interessant. Absolute Leseempfehlung meinerseits
Vielen Dank an Emilia Roig für das Schreiben dieses wichtigen Buches und die emotional sicherlich immer wieder fordernde Zeit die es braucht um ein solches Buch zu schreiben.
Bewegend und spannend
Die Bibliothek der Hoffnung von Kate Thompson
[unbezahlte Werbung / Rezensionsexemplar]
Der Roman von Kate Thomson dreht sich um eine kleine Bibliothek in einer stillgelegten U Bahn Station und spielt im Jahr 1944.
Die unterschiedlichsten Menschen finden in der unterirdischen Bibliothek nicht nur Schutz vor den Fliegerbomben sondern auch Freundschaft, Zusammenhalt, Hoffnung, Liebe und den Mut weiterzumachen.
Nach und nach erfährt man immer mehr über die Menschen in der Station. Allen voran Ruby und Clara die unaufhörlich Bücher sammeln um den Menschen in der dunklen Zeit zumindest etwas positives geben. Durch die Bibliothek können die Menschen zumindest für kurze Zeit das Leid vergessen oder sich an einen anderen Ort träumen und haben so etwas von dem zurückbekommen was sie am meisten brauchen... Hoffnung.
Die Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen und ich finde es immer sehr interessant wenn man Bücher in den Mittlepunkt einer Erzählung stellt und diese als Mittel zu Rebellion und als Hoffnungsräger betrachtet.
Clara und Ruby die beiden Protagonistinnen haben mir einzeln als auch in Kombination unglaublich gut gefallen. Als Clara in einer Gefahrensituation Billy kennenlernt kommt nochmal eine neue Komponente in den Roman.
Für mich ein unglaublich toller, vielschichtiger Roman der tief bewegt und gleichzeitig Zeigt das man die Hoffnung niemals aufgeben sollte und das Zusammenhalt und Menschlichlichkeit größte Bedeutung haben und Leben verändern kann.
Der Schreibstil war ausgesprochen toll, es war flüssig zu lesen und schon nach kurzer Zeit fühlte man sich in die Handlung hineinversetzt und wünschte allen Menschen in der U Bahn Station das sie ihren Weg finden und ihre Hoffnung nicht aufgeben.
Für mich ein absolutes Highlight
Die spürst du nicht von Daniel Glattauer
Ich bin ein riesen Fan von Daniel Glattauer und auch mit diesem Buch konnte er mich total überzeugen.
Die Geschichte ist ebenso spannend wie bewegend. Mit großem Fingerspitzengefühl entwirft Glattauer hier die Karikatur einer von Foyerismus geprägten, sensationslüsternen Gesellschaft die sich ohne Rücksicht auf Verluste ins immer extremere steigert.
Nach einem tragischen Badeunfall bei dem ein junges Mädchen das ursprünglich aus Somalia stammte ertrunken ist bleiben die Angehörigen, sowie die Familien die das Mädchen mitgenommen hatten vor einem trümmerhaufen zurück.
Sophie Luise, die Tochter der einen Familie, die angeregt hatte Ayana ihre Schulkollegin mitzunehmen flüchtet sich in einen zwielichtigen Chat mit jemandem den sie eigentlich gar nicht kennt, die Erwachsenen versuchen sich außergerichtlich zu einigen, was allerdings nicht klappt. Was sich daraus entwickelt ist eine Katastrophe die so wohl niemand vorhersehen konnte.
Dieses Buch hat mich gleich auf mehreren Ebenen verblüfft und begeistert. Schon nach den ersten Sätzen war ich total in den Bann dieses Buches gezogen. Es werden verschiedene Arten von Traumaverarbeitung ebenso in die Handlung miteingeflochten als auch der Mediale Hype um "bewegende Schicksale" und die Doppelmoral wenn es darum geht das Menschenrecht auf Gleichheit zu beachten.
Sehr interessant fand ich das Glattauer hier ein Mittel wählt das wirklich sehr wirksam ist. Immer wieder wird die Handlung durch Posts in Social Media Foren von außenstehenden Kommentiert und durch diskusionen von am vorfall unbeteiligten, jedoch ihre eigene Meinung und Absicht zum Vorfall verbreiteten Menschen, erweitert. Das hat mir gut gefallen da es damit noch eine andere Ebene gab und dem Buch ein sehr interessanter Handlungsstrang mit ordentlichem Potential für Kritik an der Sensationssucht der Mendien und der öffentlichen Wahrnehmung von anderen hinzugefügt wurde.
Als großer Daniel Glattauer Fan war ich wieder einmal begeistert von seinem Scharfsinn, seiner Fähigkeit gesellschaftliche Probleme zu sezieren ohne zu moralisieren und den Leser sowohl durch sein großes Fingerspitzengefühl als auch durch seinen Scharfsinn in die Handlung hineinzusaugen und nicht mehr loszulassen.
Interessant
Ruhm und Verbrechen des Hoodie Rosen von Isaac Blum
Hoodie Rosen, Sohn einer jüdisch Ortodoxen Familie der zutiefst gläubig ist kommt durch die bekanntschaft mit Anna - Marie der Tochter der Antisemitischen Bürgermeisterin in ziemliche Schwierigkeiten.
Immer wieder merkt man während des Lesens in welcher moralischen Zwickmühle sich Hoodie befindet.
Wird er seiner Erziehung und den Regeln der Religion folgen und seiner Familie Ehre machen oder soll er seinem Herzen folgen und damit alles aufs Spiel setzten. Hoddie ist wirklich zerrissen und muss seinen Weg finden zwischen jahrhundertealten Traditionen und seinen eigenen Vorstellungen davon wie er leben möchte.
Ich fand das Buch wirklich sehr interessant, man konnte einiges über jüdisch orthodoxe Gepflogenheiten lernen und gleichzeitig einer sehr spannenden Story folgen die sich sowohl mit den Themen Erwachsenwerden, seinen eigenen Weg gehen, sich gegen Konventionen auflehnen auseinandersetzt sowie auch mit politischen Fragen wie Antisemitismus beschäftigt.
Für mich insgesamt ein gutes, lehrreiches und unterhaltendes aber nie seichtes Buch das sich sicherlich auch dazu eigent auch als Schullektüre verwendet zu werden.
Ein tolles Buch
Gärtnern für Ahnungslose von Carolin Engwert; Véro (Veronika) Mischitz
Dieses Buch ist wirklich etwas für totale Garten Anfänger wie mich. Man lernt die wichtigsten Dinge step by step und wird so langsam aber sicher an den eigenen Heimgaten herangeführt. Mit diesem Buch kann wahrscheinlich auch der größte Pflanzentod schon in absehbarer Zeit in seinem eigenen Biotop an wunderschönen selbstgezogenen Pflanzen seine Freizeit verbringen und so etwas für den Arten, Umwelt und Klimasxhutz beitragen da es unbedingt nötig ist mehr Grünflächen zu schaffen um den vielen Nützlingen einen guten, angemessenen Lebensraum zu bieten der sowenig Beeinflussung durch Menschen erfahren muss wie es irgendwie möglich ist.
Dafür ist dieses Buch meiner Ansicht nach hervorragend geeignet und das ohne zu belehren oder von oben herab zu behandeln und den Lehrer mit dem erhobenen Zeigefinger raushängen zu lassen
Ein tolles Buch über einen inspirierenden Menschen
Jede*r kann die Welt verändern! - Ich bin Martin Luther King Jr. von Brad Meltzer; Christopher Eliopoulos
Martin Luther King ist ein Mensch den ich selbst seit meiner Kindheit bewundere. Umso toller finde ich es das es nun ein Kinderbuch gibt indem er als erzähler auftritt und aus seinem Leben berichtet. Die Geschichte ist Kindergerecht aufbereitet und toll in Comicform illustriert was es gerade für kleiner Kinder einfacher macht.
Das Buch ist wirklich wunderbar und ich hoffe wirklich sehr das es in vielen Kinderzimmern landet da Martin Luther King wirklich ein Mensch ist den man sich wahrlich zum Vorbild nehmen kann. Seine Art des Gewaltlosen Woderstandes war und ist wirklich inspirierend und ich bin immer wieder fasziniert von der stillen Größe und der ruhigen Stärke die dieser Mensch vor seinem leider viel zu frühen Tod ausgestrahlt hat. Daher finde ich das dieser Mensch ein wahrlich gutes Vorbild abgibt und jemand ist dem Kinder nacheifern können
Ein tolles Buch
Die Wilden Rüben 1: Das Geheimnis von Garten Nr. 8 von Dorthe Voss
Mich erinnert dieses Buch an die Reihe "die wilden Hühner" die ich als Kind heißgeliebt habe. Ich habe alle Romane der Serie gelesen und ich glaube hätte es das vorliegende Buch damals gegeben hätte ich es voller Freude mehrere Male verschlungen und auch immer wieder gerne an Freundinnen verschenkt und an andere Lesebegeisterte Kinder verschenkt.
Ich kann mir auch gut vorstellen das sich das Buch gut als Klassenlektüre für Volksschulklassen oder unterstufenklassen eigenen könnte um die Lesenwgeistwrung der jungen Menschen hervorragend zu fördern. Die Geschichte ist Spannend und man möchte einfach unbedingt weiterlesen und die stammenden Abenteuer der wilden Rüben ganz genau mitverfolgen um keine spannende Wenudng und kein wichtiges Detail der Habdlung zu verpassen da alles von Bedeutung zu sein scheint und wichtig sein könnte
Toll
Young Mungo von Douglas Stuart
[Werbung/Rezensionsexemplar]
(CN: Gewalt, Vergewaltigung, Alkoholismus, Kindesmissbrauch, Homophobie, Rassismus )
Puh, das war ein wirklich heftiges Buch.
Douglas Stuart erzählt hier die Geschichte von Mungo der in einer zerrütteten Familie aufwächst. Seine Mutter ist dem Alkohol verfallen, sein Bruder versucht Mungo seine Sanftheit mit allen Mitteln auszutreiben und ihn "zum Mann" zu machen und seine Schwester versucht ihn zu beschützen und sich um ihn zu kümmern, vergisst dabei aber oftmals ihre eigenen Bedürfnisse und hegt einen tiefsitzenden Hass auf ihre Mutter.
So recht scheint es keinem der Figuren in diesem Roman zu gelingen sich in der Welt zurechtzufinden die ihnen so vieles entgegenzusetzen versucht und seinen eigenen Weg zu gehen.
Als Mungo jedoch James kennenlernt spürt er das erste Mal was es heißt geliebt zu werden. Er erfährt das seine Zartheit keine Schwäche ist sondern beginnt sie als Stärke zu sehen und entwickelt ein Selbstvertrauen und lernt seine Stärken kennen. Er beginnt zu sich zu stehen und sich nicht mehr zu verstecken.
Doch wie soll ihre Liebe bestand haben, bringt sie sie doch in ihrem Homophoben und von Hass und Gewalt geprägten Umfeld in Lebensgefahr.
Dieses Buch hat mir einiges abverlangt. Es war roh, teilweise brutal und heftig. Immer wieder musste ich schlucken bei bestimmten Szenen die geschildert wurden.
Der Leser hofft einfach auf jeder Seite das Mungo einen Weg findet all der Gewalt zu entkommen von der er ungeben ist und seinen Weg im Leben zu finden.
Für Zartbeseitete ist dieses Buch glaube ich nicht zu empfehlen mir hat es dennoch gut gefallen und mich auf eine Weise tief berührt.











