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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Katharina Grassmugg:

Ein wunderbarer, außergewöhnlicher Roman

Die Stimme meiner Schwester von Itamar Vieira Junior

Itamar Vieira Junior hat hier einen Debutroman vorgelegt der sich sehen lassen kann.

Teilweise mythisch anmutend, teilweise messerscharf analysierend  erzählt er von zwei Schwestern die sich nicht in die patriachalen Machtstrukturen Brasiliens einfügen wollen. Als Kind hat eine der Schwestern beim Spielen mit einem Messer ein Stück ihrer Zunge verloren was sie zu einer Stimmlosen Frau verdammt hat.

Das verstehe ich als Metapher für die Unterdrückung durch das Patriarchat und die alten Machtstrukturen die Frauen keine Stimme verleiht. So kann die andere Schwester zwar sprechen, Stimme jedoch hat auch sie keine.
Nach einer Gewaltsamen Ehe und einem Leben ohne Rechte ist sie nicht mehr gewillt das einfach so hinzunehmen.

Stück für Stück wird die Geschichte der Schwestern erzählt. Auch die Geschichte der Gemeinschaft von Nachfahren früherer Sklaven, ihrem andauernden Kampf um Würde,  Freiheit und Unabhängigkeit von Großgrundbesitzern sowie gegen die Gier nach Gold und Reichtum wird gekonnt thematisiert. 

Für mich war dieser Roman ein absolutes Highlight da ich bisher wenig Brasilianische Literatur gelesen habe und man durch die erzählten Geschichten immer auch einen Einblick in die Kultur bekommt.  Der Autor ist ein gekonnte Erzähler und weiß es den Leser für sich einzunehmen und einen tollen Spannungsbogen zu erschaffen. So geht es nicht nur um die Stimme einer Schwester sondern um die Stimme aller Schwestern, also aller Frauen. 

Wirklich ein tolles Buch.
Besonders interessant fand ich auch das der Autor, als Geograf und Ethnologe, im Rahmen seiner Doktorarbeit selbst eine Zeit lang unter ehemaligen Sklaven gelebt hat.

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Ein toller Roman über Liebe, macht und Identität

Jahre mit Martha von Martin Kordic

Martin Kordic erzählt in "Jahre mit Martha" eine Geschichte von Jugend, Identitätsfindung, Liebe in seinen verschiedenen Erscheinungsformen, Abhängigkeiten, Zugehörigkeit und Anpassung.

Als Zeljko auf Martha trifft könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Sie Professorin in Heidelberg, er 15 jähriges Einwandererkind das mit seiner Familie in einer winzigen Wohnung lebt.

Doch Martha hat alles was Zeljko sich immer gewünscht hat. Sie ist Gebildet, Kultiviert und scheint fest im Leben zu stehen. Martha eröffnet Zeljko, der von allen Jimmy gerufen wird eine neue Welt. Doch ist es wirklich einfach und gut eine Welt gegen eine andere einzutauschen oder verliert man sich dadurch zwangsläufig selbst und welchen Preis zahlt man dafür? Wie rettet man sich selbst und geht das überhaupt? Das und noch einiges mehr versucht Martin Kordic mit seinem Roman zu beantworten.

Besonders interessant fand ich Zeljko der immer irgendwie dazugehören möchte und sich dadurch immer wieder in Abhängigkeitsverhältnisse begibt, sein Gegenüber auf ein Podest stellt und sich seiner toxischen Beziehungen nicht bewusst zu sein scheint sondern über lange Zeit hinweg vielmehr in seiner Rolle als unterlegener aufgeht. Auch Martha ist eine komplexe Figur die mir nicht gerade sympathisch war. Sie wirkt irgendwie immer etwas unnahbar und scheint es zu genießen das Zeljko für sie alles aufzugeben bereit ist, sogar seine eigene Identität. Doch Martha ist nicht die einzige Toxische Beziehung in die sich Zeljko, der sich irgendwann Jimmy nennt,  auf der Suche nach Zugehörigkeit und Liebe begibt

Trotz des doch ernsten Inhalts hatte dieses Buch immer einen leicht zu lesenden Ton und wirkte fast nie bedrückend. Vielmehr war es ein tolles vielschichtiges  Buch das mit Tiefgang und psychologischer Genauigkeit machtmechanismen aufzeigt und verschiedene Erscheinungsformen von Liebe, Verzweiflung und Identität sehr feinfühlig und berührend beleuchtet.

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Ein wunderbarer Roman

Violeta von Isabel Allende

Mein erster Roman von Isabel Allende aber bestimmt nicht mein letzter.....

Violeta ist die Geschichte einer außerordentlichen Frau die ihrem Enkel ihre Lebensgeschichte erzählt.

Violeta del Valle wächst behütet und zufrieden auf.... Doch die Welt um sie herum ändert sich ständig. In einem turbulenten Jahrhundert auf das sie zurückblickt durchlebt sie die Zeit der Spanischen Grippe, der Weltwirtschaftskrise, hat einige Liebschaften, erfährt herbe Verluste, muss sich von vielen Menschen verabschieden und um vieles Kämpfen.

Sie kämpft für die Rechte der Frauen, gegen ihre eigene Unterdrückung und die anderer, gegen eine Diktatur und wünscht sich sehnlichst Freiheit und Geborgenheit.

Violeta beweist in ihren Erzählungen sowohl scharfsinn, als auch ironie, einen wachen, kämpferischen und intelligenten Geist. Sie spricht von all den Vorkommnissen die sie miterlebt hat und all ihren Wünschen, Sehnsüchten und Ängsten. Im Grunde hat man das Gefühl das man jemandem auf dem Sterbebett lauscht der aus seinem Leben erzählt, was eventuell auch die Intention gewesen ist. Man durchlebt an Violetas Seite schwere und fröhliche Zeiten, spürt ihren Schmerz und ihre Enttäuschung sowie ihren Wunsch anzukommen und zu lieben sowie geliebt zu werden.

Das Gelesene wirkt fast wie eine Autobiografie und man vergisst zwischenzeitlich das es sich hier um Fiktion handelt. Gekonnt werden sehr viele Aspekte der südamerikanischen Geschichte in die Handlung eingearbeitet und man bekommt damit ein interessantes Portrait der Gegend, der Gesellschaft und dessen Geschichte gewürzt mit Gesellschaftskritischen Kommentaren Violetas. Für mich ein wirklich toller Roman der mit einer interessanten Protagonistin und einer extrem spannenden Handlung voll und ganz überzeugt.

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Emotional und Berührend

Findelmädchen von Lilly Bernstein

(TW: Gewalt, Sexualisierte Gewalt, Kindesmisshandlung)

Lilly Bernstein hat mit "Findelmädchen" einen Roman geschrieben der sowohl einige Triggerwarnungen verdient hat als auch eine beim Kauf inkudierte Packung Taschentücher rechtfertigen würde.

Die Geschichte dreht sich um Helga, die Kurz nach dem Krieg in einem Waisenhaus ein Praktikum beginnt obwohl sie nur einen Traum hat.

Sie möchte schrieben. Ihr Vater der ihr fremd geworden ist nachdem er sie nach Jahren in denen er sich in Kriegsgefangenschaft befand wiederfindet ist strickt dagegen, weshalb versteht Helga nicht. Was sie dort mitbekommt kann sie nicht einfach hinnehmen und so beschließt sie zum Schutzengel eines Kindes zu werden das immer wieder sowohl körperlich als auch emotional misshandelt wird. Worauf sie sich da einlässt und was durch dieses Kind dem sie sich so verbunden fühlt alles ans Tageslicht befördert wird ahnt sie anfangs nicht denn die Demonen der Vergangenheit schlafen nicht und auch ihre eigene traumatische Kindheit lässt sie nicht mehr los. Als sie Opfer einer Vergewaltigung wird muss sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen, im schnelltempo Erwachsenwerden und einen Weg finden ihre Zukunft zu meistern.

Ich fand diesen Roman wirklich unheimlich berührend, toll geschrieben und konnte ihn nach den ersten Seiten schon nicht mehr weglegen. Für mich ist es immer ganz besonders schwer wenn ich Bücher lese in denen Kinder traumatische Erfahrungen machen müssen oder schlecht behandelt werden (ist vielleicht eine Berufskrankheit von Menschen die beruflich mit Kindern arbeiten). Dennoch habe ich diesen Roman förmlich weggeatmet und fand ihn wahnsinnig berührend und absolut lesenswert und man sollte sich von der Seitenanzahl auf keinen Fall abschrecken lassen. Das Buch gibt anfangs immer wieder einige Rätsel auf die sich aber am Ende alle auflösen. So wird ein unglaublicher Spannungsbogen kreiert. Ich kann versprechen das man bald nicht mehr aufhören kann zu lesen und das Buch in Null komma nix gelesen hat.

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Eine Pastorin auf der Suche nach Gott

Die Ewigkeit ist ein guter Ort von Tamar Noort

Was macht man wenn man sein ganzes Leben lang versucht Gott zu Dienen und dann von einer Sekunde auf die andere kein einziges Gebet, das Wort Gott und geschweige denn ein Amen über die Lippen bringt?

Das versucht die Protagonistin in Tamar Noorts Roman herauszufinden. Von einem Tag auf den anderen vergisst die Pastorin Elke sämtliche Gebete, stottert sich durch predigten und bringt das Wort Gott nicht mehr heraus.

Was folgt ist eine lange Suche.. Eine Suche nach Gott, einem Weg mit einem Trauma und großem Schmerz umzugehen und letztendlich eine Suche nach sich selbst.

Ich bin nicht wirklich religiös und kann daher diese tiefe Verbundenheit zu Gott die manche Menschen fühlen und in der sie wirklich aufgehen nicht immer ganz nachvollziehen. Allerdings denke ich das es im Endeffekt um Hingabe geht. Widmet man seine Liebe einem bestimmten Gott, einer Aufgabe oder einem bestimmten oder generell den Menschen. Das alles ist etwas das das Göttliche sichtbar macht und ich denke das in diesem Roman sehr gut gezeigt wird das man, um anzukommen sich selbst sehr gut kennen muss und ich interpretiere die "Gottesdemenz" wie die Protagonistin es nennt als eine Art Abwehrmechabismus der sie dazu zwingt über ihren eigenen Tellerrand zu schauen und letztendlich dazu führt das wie findet was sie sucht. Nicht Gott, oder das was er zu sein scheint sondern ihre Aufgabe als menschliches Wesen das anderen menschlichen Wesen beistehen, für sich selbst einstehen, liebe annehmen und auch geben kann.

Mir hat dieser Roman wirklich gut gefallen. Er war tiefgründig, vielschichtig und stellt wichtige Fragen. Für mich eine absolute Empfehlung, auch für Menschen die nicht unbedingt sehr religiös sind.

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Ein spannendes Buch von der ersten bis zur letzten Seite

Die versteckte Apotheke von Sarah Penner

Die versteckte Apotheke erzählt auf zwei Zeitebenen eine bewegende Geschichte von Frauen die versuchen ihrer Vergangenheit und ihrer Gegenwart zu entfliehen.

Die Geschichte spielt einerseits im 18 Jahrhundert in dem eine Apothekerin Frauen aus ihren lieblosen und gewaltätigen Ehen rettet. Wie sie das anstellt? Mit Gift, je nach Wunsch der Kundin variierend.

Die persönliche Geschichte von Nella, der Apothekerin erfährt man anfangs nicht. Was bringt sie dazu solch drastische Mittel zu wählen? Als ein Kind durch Zufall in ihr Leben tritt und sie es als Gehilfin aufnimmt scheint ihr Leben eine positive Wendung zu nehmen. Leider geschieht durch eine Verwechslung etwas das das Leben von Nella gefährdet.

Jahrzehnte später fliegt die junge Historikerin Caroline nach London um die Affäre ihres Mannes zu verarbeiten. Dort findet sie im Schlamm der Themse eine kleine Flasche in die ein Bär eingeritzt ist. Was hat es mit der Flasche auf sich? Caroline begibt sich auf Spurensuche doch muss sie nicht nur die in der vergangenheit liegenden Rätsel lösen sondern sich auch ihrer Zukunft stellen die ebenso wie die Geschichte des Fläschchens noch ungewiss ist. Als sie dann auch noch auf eine verschlossene Tür stößt und durch diese Tür in einen Raum gelangt der voller Medizinfläschchen steht und in dem sie ein Buch findet das ein misteriöses Verzeichnis enthält ist ihr Entdeckergeist entgültig geweckt. Was ist das für ein Fläschchen?

Dieser Roman hat mich wirklich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Die Protagonistinnen waren toll und vielschichtig, sowie authentisch und die Geschichte war unglaublich spannend.
Ich muss leider zugeben das ich mir nur anhand des Covers etwas anderes erwartet hätte da die Farben irgendwie etwas nach Kitschroman aussahen was aber doch durch den Klappentext schon etwas relativiert und von der Realität nicht weiter entfernt sein könnte und im Endeffekt habe ich dann bemerkt das das Cover eigentlich doch passend war auch wenn ich es auf den ersten Blick falsch interpretiert habe. Daher.... Never Judge a book by it's cover. You might miss something good ????

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Gelungener Auftakt

Die Liebenden von Bloomsbury - Virginia und die neue Zeit von Stefanie H. Martin

Stefanie H. Martin widmet sich im ersten Band ihrer Bloomsbury Saga Virginia Woolf die zu einer der bedeutendsten SchriftstellerInnen der Moderne werden wird.

Die Geschichte dreht sich um Virginia und ihre Schwestern die nach dem Tod des Vaters und mehrere schwerer Verluste nach Bloomsbury ziehen müssen.

Die Schwestern wollen nur eines, dem übergriffigen Stiefbruder entkommen. Besonders Virginia leidet sehr an seinen unangebracht en Avancen und gerät so immer wieder in psychische Kreisen und manische Phasen. Aus der Not heraus gründen sie mit den anderen Brüdern zusammen die Wohngemeinschaft Bloomsbury die bald zum Treffpunkt der Künstler und Boheme avanciert.

Virginia will sich auf keinen Fall den Gesellschaftlichen Gepflogenheiten unterordnen und denkt nicht einmal daran zu heiraten und das Heimchen am Herd zu geben. Sie will nur eines. Schreiben, koste es was es wolle.

Besonders interessant fand ich wie authentisch Virginia dargestellt wurde mit all ihrem Temperament, ihrer Instabilität aber auch ihrer Entschlossenheit und ihrer Bestimmtheit sich von niemandem ihre Freiheit nehmen zu lassen und sich ihren Weg als Schriftstellerin zu erkämpfen. Auch die Gesellschaftlichen Gepflogenheiten und die Tagespolitik der Zeit in der der Roman spielt kamen nicht zu kurz wodurch eine Art sittenbild entstand das wirklich interessant war und das deutlich machte wogegen sich Virginia beschlossen hat aufzubegehren.
Ich fand den Roman wirklich sehr toll und auch wenn schwere Schicksalsschläge geschildert wurden gut zu lesen.

Nun bin ich gespannt und freue mich darauf mich mit dem Werk von Virginia Woolf näher zu beschäftigen.

Ich bedanke mich herzlich bei @aufbau_verlage für dieses tolle, berührende und interessante Rezensionsexemplar

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Interessante Zeitreise

Susanna von Alex Capus

"Die Lichterketten waren hübsch anzuschauen und die gotisch himmelwärts sterbenden Brückentürme ein eindrücklicher Anblick, das musste sie zugeben. Aber die Glühbirnen waren doch nur Glitterkram und Firlefanz. Sie machten die Nacht nicht wirklich zum Tag und würden Dr Menschheit keine Erleuchtung bringen, sondern verlängerten Arbeitstage bis tief in die Nacht hinein.

Und auch die Brücke war keine Straße in eine lichtere Zukunft. Ihr einziger Daseinszweck bestand darin, möglichst viele Arbeitssklaven frühmorgens in ihre Hamsterräder und abends zurück in ihre Schlafhölen zu verfrachten." S 198 f

Alex Capus hat hier einen Roman über eine Frau und gleichzeitig über eine Zeit des Umbruchs geschrieben. Die Industrialisierung, das elektrische Licht und etliche Erfindungen verändern das Leben der Menschen enorm. Es wird komfortabler, allerdings nur für jene die es sich leisten können und die Armutsschäre scheint weiter auseinanderzuklaffen als jemals zuvor.

Die einen Leben im Luxus während die Ureinwohner in den Shows von Buffalo Bill präsentiert werden wie Zirkusatraktionen.
Susanna beginnt immer mehr Szenen aus dem Leben der Arbeiter zu malen und auf bitte ihres Sohnes malt sie auch ein Bild von Sitting Bull. Im Laufe der Handlung erfährt man immer mehr über das Schicksal der First Nations und wie sie missioniert und ins Reservat vertrieben wurden was in meinen Augen eine der größten Verbrechen der amerikanischen Geschichte darstellt. Missionare verwirren die Ureinwohner, nehmen ihnen ihre Würde und ihre Rechte. Susanna beschließt Sitting Bull vor der drohenden Katastrophe zu warnen und reist mit ihrem Sohn ins Land der Dakota.

Mir hat der Roman gut gefallen und ich habe ihn fast in einem Zug durchgelesen. Der hauptkritikpunkt war für mich das Ende. Das kam für mich zu plötzlich und ich hätte mir einen runderen Abschluss gewünscht. Auch hatte ich gedacht das die Protagonistin früher in der Handlung schon auf Sitting Bull treffen wird. Die Begegnung der beiden war mir etwas zu wenig ausgeführt und zu kurz beschrieben. Ansonsten gefiel mir die Geschichte und auch der Schreibstil sehr gut.

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Ein tolles Buch

Freundin bleibst du immer von Tomi Obaro

Ich finde das Cover des Romans wunderschön und war als ich es gesehen habe schwer begeistert. Auch der Klappentext war vielversprechend und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Mir hat sowohl die Handlung als auch der Schreibstil sehr gut gefallen.

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Ein tolles Buch

Queergestreift von Kathrin Köller; Irmela Schautz

"Wenn dein Sohn mit Puppen spielt, hast du dann keine Angst er könnte Homosexuell werden. Natürlich geh ich mit auf die CSD Parade. Die Menschen können ja nichts dafür das sie krank sind."
Das und noch vieles andere habe ich schon gehört und es macht mich wütend, traurig und betroffen.

Ich denke das das oftmals auch aus Unwissenheit resultiert und teilweise leider auch Kulturell bedingt sein kann. Kathrin Möller und Irmela Schautz haben mit "Queergestreift - alles über LGBTIQA+" ein Buch geschrieben das sowohl unterhaltend als auch lehrreich ist und von dem ich mir wirklich wünsche das es so viele Menschen wie möglich lesen werden. Nach und nach gehen die Autorinnen auf alle Buchstaben von LGBTIQA+ genau ein, erklären ohne zu Werten, lassen viele Menschen zu Wort kommen und geben ihnen damit den Raum der ihnen in unserer Gesellschaft aufgrund von Feindlichkeiten und Intoleranz oftmals verwehrt bleibt.

Die Queere Community ist wohl eine die immer wieder stark marginalisiert und angefeindet wird. Diskriminierung durch diverse Gesetze und eingestaubte Dogmen stehen auf der Tagesordnung. In diesem Buch kommen Menschen zu Wort die ein Teil von LGBTIQA+ sind. Ganz nach dem #representationmatters werden dem Leser oder der Leserin wichtige Aspekte Queeren Lebens näher gebracht.

Ich finde es sehr wichtig Geschlechterstereotype aufzubrechen, aufzuklären und einen safe space für alle zu kreieren. Mit diesem Buch hat man dazu ein tolles Werkzeug in der Hand von dem ich mir gut vorstellen kann das man es auch gut für den Unterricht einsetzen kann auch wenn ich das Gefühl habe das sich die jüngeren Generationen (und das finde ich wirklich wunderbar) mit diesem Thema oftmals besser auskennt als die älteren.
Durch zahlreiche wunderbare Illustrationen, viele Checklisten, wichtige Hardfacts zum Thema und Einblicke in die Geschichte der LGBTIQA+ Bewegung wird dieses Buch in meinen Augen zu einem absoluten must read.

Vielen Dank an @vorablesen und den @hanserliteratur Verlag für dieses tolle, wertvolle und lehrreiche Rezensionsexemplar

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