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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von SalMar:

Romantische Komödie par excellence

Das Beste kommt zum Kuss von Molly James

Amy hat eine ganz besondere Fähigkeit, die in ihrer Familie weitervererbt wird: Schon beim ersten Kuss kann sie sehen, wo das Ganze endet. Entsprechend sind ihre Erfahrungen mit Männern eher bescheiden. Doch dann trinkt sie bei einer Hochzeit ein paar Gläser zuviel und küsst unversehens den Richtigen – nur leider kann sie sich nicht mehr daran erinnern, wer das war…
Ab und zu muss es einfach mal eine romantische Komödie sein – und hier fand ich die Grundidee einfach klasse.

Amy hat so ein bisschen was von Bridget Jones, was mich gleich für die Geschichte begeistern konnte.
Es ist also eine sehr typische romantische Komödie und ein bisschen ging es mir wie Amy mit dem ersten Kuss: Ich hatte schon so eine Ahnung, wie es ausgehen wird. Aber das hat mich tatsächlich in keinster Weise gestört, denn Molly James schreibt Amys Geschichte so charmant und lustig, dass es einfach Spaß gemacht hat, ihr zu folgen. Es gibt ein ganzes Ensemble sympathischer Figuren und viele Handlungsdetails, die das Ganze wunderschön abrunden.
Alles in allem ist „Das Beste kommt zum Kuss“ richtig schöne Wohlfühllektüre, aus der man gar nicht mehr auftauchen möchte. Wer romantische Komödien mag, der bekommt hier ein perfektes Exemplar – daher gibt es eine klare Leseempfehlung meinerseits.

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Tolles Team, weniger überzeugender Fall

Wenn Worte töten. Hawthorne ermittelt [Band 3] Hawthorne ermittelt von Anthony Horowitz

Im neuen Fall für Hawthorne und Horowitz verschlägt es die beiden, dank der Einladung zu einem Literaturfestival, auf die Insel Alderney. Statt beschaulicher Lesungen und Kultur sind sie jedoch bald in einen Mord verwickelt – und irgendwie scheint jeder auf der Insel in ein enges Netz verstrickt zu sein.

Die Dynamik zwischen Hawthorne und Horowitz ist einfach eine ganz besondere und bringt mich regelmäßig zum Schmunzeln oder Lachen – das war auch hier ganz oft der Fall. Auch die Hintergründe ins Verlagswesen gefallen mir richtig gut.
Der Fall, den die beiden in dieser Geschichte zu lösen versuchen, konnte mich allerdings nicht so sehr wie beiden vorherigen begeistern. Es zog sich etwas und die gewohnte Spannung wollte nicht recht aufkommen. Uve Teschner liest die Geschichte aber brillant und konnte mich definitiv wieder voll und ganz überzeugen.
Alles in allem habe ich mich gefreut, wieder ein paar Stunden mit Hawthorne und Horowitz verbringen zu können. Da mich der Fall selbst nicht ganz überzeugen konnte, gibt es nur eine eingeschränkte Leseempfehlung. Trotz allem würde ich auf jeden Fall auch einen nächsten Band lesen.

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Mitreißend und meisterhaft geschrieben

22 Bahnen von Caroline Wahl

Tildas Leben dreht sich auf der einen Seite um Zahlen, um ihr Mathestudium – auf der anderen Seite um ihre alkoholkranke Mutter und ihre kleine Schwester, wegen denen sie in jederlei Hinsicht zurücksteckt und ein eigenes, unabhängiges Leben bislang auf Eis gelegt hat. Nun aber winkt eine Promotion im weit entfernten Berlin und Tilda muss sich fragen, ob es doch möglich wäre, ihren Traum zu leben.

Was für ein kurzer, aber doch so soghafter Roman! Als Leser ist man unheimlich schnell in Tildas Alltag und die damit verbundenen Probleme, ihre Familie und ihr eigenes Leben, ihre eigenen Träume unter einen Hut zu bekommen, abgetaucht. Das liegt zum einen an der schlichten, aber in ihrer Schlichtheit geradezu poetischen Sprache, zum anderen aber auch an der Protagonistin, denn es ist einfach unmöglich, dass einen ihr innerer Kampf kalt lässt.
Da ist natürlich auch noch Viktor, der ohne Zweifel auch eine interessante Figur ist. Aber ganz besonders spannend fand ich Tildas Beziehung zu ihrer Schwester und deren Entwicklung im Laufe des Buches. Es gab so viele besondere Momente, kleine Details, die sie zusammen erlebt hatten, kleine Angewohnheiten oder Rituale, die das Ganze unheimlich real wirken ließen.
Insgesamt war „22 Bahnen“ für mich eine überraschend mitreißende und meisterhaft geschriebene Geschichte und definitiv ein Lesehighlight in diesem Jahr.

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Spannender Wettkampf unter Halbgöttern

SOL. Das Spiel der Zehn von Aiden Thomas

Der siebzehnjährige Teo gehört nicht zu den Golds, sondern ist als Jade-Halbgott eher ein Außenseiter, der deshalb völlig unerwartet als Teilnehmer für die Spiele zu Ehren von Sol ausgewählt wird. Es ist ein Spiel auf Leben und Tod, auf das er nicht vorbereitet ist.
Bisher habe ich alle Bücher von Aiden Thomas gelesen und ich bin wirklich jedes Mal begeistert, was die Ideen, den Handlungsaufbau und die Figuren angeht.

Und das ist definitiv auch bei diesem Buch der Fall.
Man wird in eine andere Welt mit unzähligen Göttern und Halbgöttern geworfen, in der man sich erst einmal zurechtfinden muss. Wenn man aber erst einmal den Überblick hat, kann man sich voll und ganz auf Teo und die anderen Teilnehmer des Wettkampfes einlassen. Jeder Wettbewerb birgt neue Gefahren, bringt aber auch immer wieder eine veränderte Dynamik zwischen den Figuren mit sich, was unheimlich viel Spannung schafft. Teo ist ein sehr sympathischer Charakter, der im Verlauf der Geschichte eine große Entwicklung durchmacht, was mir sehr gefallen hat.
Leider hat die sprachliche Umsetzung den Lesegenuss um einiges geschmälert. Ich bin mir bewusst, dass die Übersetzung dieses Werks sicherlich nicht einfach war, aber als Leser waren manche Lösungen für mich stellenweise einfach störend, obwohl ich beispielsweise des Spanischen durchaus mächtig bin.
Abgesehen davon ist es eine unheimlich spannende Geschichte mit toll gezeichneten Figuren und der von Aiden Thomas gewohnten Diversität, die wieder wunderbar einzigartig ist.

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Absolut packendes Highlight

Fourth Wing - Flammengeküsst von Rebecca Yarros

Eigentlich war Violets ganzes Leben darauf ausgerichtet, dass sie einmal Schriftgelehrte wird. Als ihre Mutter dann jedoch veranlasst, dass sie die Ausbildung als Drachenreiter durchläuft, wird sie praktisch ins kalte Wasser geworfen, denn nur die wenigsten überleben diese überhaupt. Dass sie dabei auch noch dem Geschwader von Xaden unterstellt wird, der aufgrund ihrer Familie allen Grund zur Feindseligkeit hat, macht ihre Aufgabe nicht leichter.

Vorab hatte ich bereits nur Gutes über das Buch gehört, entsprechend hoch waren auch meine Erwartungen, aber tatsächlich wurden diese noch übertroffen, denn die Geschichte war einfach nur wahnsinnig packend geschrieben.
Violet ist eine wirklich sympathische und auch besondere Protagonistin, die eigentlich alles andere als für den Job als Drachenreiter geeignet ist. Ihr fällt nichts einfach zu und sie muss sich alles hart erkämpfen, und das in einem fast ausnahmslos feindseligen und ziemlich brutalen Umfeld. Xaden als Gegenspieler ist ebenfalls eine sehr interessante Figur und hat definitiv zusätzlich zur Spannung beigetragen. Besonders toll und spannend fand ich aber auch die Drachen, die eine ziemlich wichtige Rolle innehaben und wirklich sehr individuell sind.
Für mich war der erste Band der Geschichte um Violet auf jeden Fall ein großes Lesehighlight. Besonders toll fand ich, dass die Drachen und die militärische Ausbildung (bzw. das Überleben) so im Vordergrund standen und dass es eben nicht nur eine weitere Liebesgeschichte mit Fantasyhintergrund war. Das Buch ist aber außerdem einfach überzeugend geschrieben (und übersetzt) und packend ab der ersten Seite. Absolute Leseempfehlung!

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Kurzweiliges Abenteuer unter der Erde

Im Bann der Elemente (Bd. 1) von Anna Herzog

Was mit einer singenden Dusche anfängt wird bald zum größten Abenteuer seines Lebens, denn Jacob muss nicht weniger als zur Mitte der Erde reisen und die Welt retten. Glücklicherweise hat er dabei aber seine Freunde und seine kleine Schwester an der Seite, die ihn bei dieser gefährlichen Reise unterstützen.

Wir hatten uns sehr auf diese Geschichte gefreut – ich allein schon deswegen, weil es mich im Klappentext ein wenig an Kleiner König Kalle Wirsch erinnert hat. Und eine spannende Reise unter die Erde war es allemal: Die Gruppe begegnet den unterschiedlichsten Gefahren und es kommt definitiv keine Langeweile auf.
Der witzige Schreibstil hat uns am Anfang richtig gut gefallen. Allerdings muss ich sagen, dass ich ihn mit der Zeit etwas anstrengend fand. Dazu kamen noch diverse Sprachfehler bei Figuren, die zwar grundsätzlich eine nette Idee sind, aber auf die Dauer doch den Lesefluss gestört haben – beim Selber- und Vorlesen.
Insgesamt war es ein aufregendes Abenteuer mit einigen wirklich interessanten kreativen Ideen, das wir schnell gelesen hatten. Komplett begeistern konnte es uns jedoch nicht, so dass wir wohl nicht im nächsten Band weiterlesen werden.

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Für Buch- und Japanliebhaber

Die Tage in der Buchhandlung Morisaki - Roman (Bücherliebe in Tokio 1) von Satoshi Yagisawa

Für Takako wird das Antiquariat ihres Onkels ein Rückzugsort, als ihr Leben gerade gefühlt den Bach runtergeht. Was ihr zunächst alles andere als ein idealer Wohnort vorkommt, entpuppt sich nach einer gewissen Zeit als großes Glück, denn mit dem Lesen der Bücher findet die junge Frau allmählich zurück ins Leben.

Es ist eine sehr leise Geschichte, die hier erzählt wird, und vor allem in Verbindung mit dem zweiten Abschnitt des Buches ist sie eher episodenhaft anstatt als durchgehende Geschichte geschrieben. Das mag nicht jedem gefallen, aber gerade wenn man Liebhaber japanischer Literatur ist, wird man sich hier sicher wohlfühlen.
Ich habe Takakos Geschichte gerne gelesen, auch wenn sie jetzt kein absolutes Highlight war. Tatsächlich gab es so einige Momente in der Geschichte, die bei mir selbst jetzt, einige Wochen später, noch sehr präsent sind und an die ich gerne zurückdenke.
Insgesamt ein kleines, aber feines Buch, das insbesondere Buch- und Japanliebhabern gefallen dürfte.

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Emotionales Young-Adult-Buch

Vor uns die Dämmerung von B. Celeste

Als es ihrer Mutter nach dem Tod ihrer Zwillingsschwester nicht gelingt, wieder zur Normalität zurückzukehren, entschließt sich Emery schweren Herzens, zu ihrem Vater und dessen neuer Familie zu ziehen. Sich an ihr neues Leben zu gewöhnen ist aber alles andere als leicht, was an Emerys Krankheit, aber auch an ihrem viel zu interessanten, wenn auch abweisenden Stiefbruder Kaiden liegt.

Das Thema der heimlichen Liebe zum Stiefbruder – mit dem Emery in diesem Fall auch nicht aufgewachsen ist – ist definitiv nicht neu. Mit ihrer schweren Krankheit, Lupus, ist Emery aber eine außergewöhnliche Protagonistin, deren Perspektive aufgrund ihres gesundheitlichen Hintergrunds automatisch eine andere ist, und das hat mir persönlich sehr gut gefallen.
Die Geschichte ist auf jeden Fall sehr emotional und nimmt den Leser auf eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle mit, bei der wohl so mancher Taschentücher benötigen wird. Kaiden ist dabei stellenweise ein wenig übertrieben gezeichnet, was ihn so einige Sympathiepunkte meinerseits gekostet hat. Auch wenn die Liebesgeschichte mit ihm des Öfteren im Vordergrund steht, fand ich insbesondere die schwierigen Beziehungen innerhalb der Familie sehr berührend.
Alles in allem war „Vor uns die Dämmerung“ eine wirklich emotionale Geschichte, die mich gut unterhalten hat und auch hält, was sie verspricht.

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Märchenhafte Fantasy voller kreativer Ideen und Überraschungen

Wie man einen Prinzen tötet von T. Kingfisher

Marra ist Prinzessin, hat jedoch wenig Interesse am höfischen Dasein. Als jedoch nach dem Tod der ältesten Schwester auch die nächste mit dem düsteren Prinz Vorling verheiratet wird, beschließt sie, dem Ganzen ein Ende zu bereiten.
Hinter dem geheimnisvollen Titel versteckt sich ein märchenhaftes Fantasybuch, das sämtliche Erwartungen sprengt und an sämtlichen Ecken mit Überraschungen aufwartet.

Tatsächlich ist es praktisch unmöglich, die Entwicklungen vorherzusagen, und es macht unheimlich viel Spaß, die kreativen Ideen zu entdecken, die die Autorin nach und nach einbringt.
Marra ist eine rundum sympathische und wunderbar „normale“ Protagonistin. Obwohl sie eine Prinzessin ist, merkt man ihr das kaum an und sie ist, aufgrund ihrer Vergangenheit, wirklich bodenständig geblieben und verfügt, mal abgesehen von ihrer Beharrlichkeit, über keine außergewöhnliche Fähigkeit, die ihr das Leben oder diese Aufgabe praktischerweise erleichtert.
Mindestens genauso wunderbar sind aber auch Marras Weggefährten: Bei dieser kunterbunt gemischten Truppe ist jede Figur einzigartig und richtig interessant. Auch die Dynamik innerhalb der Gruppe ist klasse entwickelt und geschrieben, die Dialoge reichen dabei von tiefgehend bis urkomisch und konnten mich sehr begeistern.
Mir hat diese Geschichte unglaublich viel Spaß bereitet und ich war richtig traurig, am Ende die Truppe verlassen zu müssen. Wer Lust auf kreative Fantasy mit einzigartigen Charakteren und eine völlig unvorhersehbare Geschichte hat, der ist hier goldrichtig. Erfrischenderweise handelt es sich bei dem Buch auch nicht um den Anfang einer Reihe. Sollte sich die Autorin allerdings entschließen, noch einmal in diese Welt zurückzukehren, wäre ich auf jeden Fall dabei.

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Über Freundschaften und zweite Chancen

Happy Place von Emily Henry

Harriet und ihre langjährigen Freunde fahren schon seit gefühlten Ewigkeiten jedes Jahr im Sommer zusammen nach Maine, ihrem „Happy Place“. Aber dieses Jahr wird das letzte Mal sein und alle versuchen, einen perfekten letzten Urlaub miteinander zu verbringen – einschließlich Harriets „heimlichem“ Ex, denn ihre Freunde wissen noch nichts von der Trennung.

Was dieses Buch auf jeden Fall ist: Lektüre für den Sommer, denn das Urlaubsfeeling ist zur Genüge vorhanden. Was das Buch jedoch nicht ist: reine Wohlfühllektüre. Letzteres könnte man nämlich meinen, wenn man Titel und Cover anschaut. Das schadet dem Buch aber gar nicht: Statt viel RomCom erwartet den Leser nämlich ein Roman, der sich eindringlich mit Freundschaften (und wie sie sich im Laufe des Lebens weiterentwickeln) und zweiten Chancen in der Liebe beschäftigt.
Diese Themen hat Emily Henry wirklich sehr gelungen in ihrer Geschichte verpackt und ich mochte die ehrliche Herangehensweise, so ganz ohne rosa Brille. Allerdings habe ich mir mit der stellenweise doch sehr pessimistischen bzw. trübseligen Einstellung einiger Figuren schwergetan, was mein Leseerlebnis etwas getrübt hat.
Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten, auch wenn es für mich persönlich kein Highlight war. Fans von Emily Henrys Büchern kommen hier sicherlich wieder auf ihre Kosten. Neue Leser sollten das Buch meiner Meinung nach nicht in Erwartung einer lustigen RomCom in die Hand nehmen.

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