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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von SalMar:

Emotional packend und grandios erzählt

Unsichtbar von Eloy Moreno

Ein Junge liegt mit schweren Verletzungen im Krankenhaus und blickt zurück auf die letzten Wochen und Monate, die ihn hergeführt haben – die zunächst harmlosen Schikanen, die irgendwann alles beeinflussten, und die Menschen um ihn herum, für die er unsichtbar war.
In seinem Buch erzählt der spanische Autor Eloy Moreno die Geschichte eines Mobbing-Opfers, eines Jungen, der in der Schule von Mitschülern mehr und mehr drangsaliert wird.

Als Leser erfährt man von den Ereignissen aus Sicht des Jungen, aber auch zum Beispiel aus der Perspektive einer Lehrerin, seinen Freunden und dem Mobber. Sich in die Gefühlswelten von Letzterem zu begeben, fällt definitiv nicht leicht, macht aber auch das Besondere aus.
In recht einfacher Sprache und häufig sehr kurzen Kapiteln gelingt es dem Autor, dem Leser die Entwicklung unheimlich eindringlich zu vermitteln. Die Fantasiewelt, die sich der Junge aufgrund der furchtbaren Situation erschafft, macht die emotionale Seite nur noch eindrucksvoller. Die allmähliche Entwicklung, die Verzweiflung des Protagonisten, erlebt man gefühlt hautnah mit.
Für mich war dieses Buch eine grandios erzählte Geschichte zu einem wichtigen Thema, das alle angeht, weshalb ich es unbedingt weiterempfehlen werde.

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Originell aufgebaute, vielschichtige Geschichte, spannend erzählt

Die spürst du nicht von Daniel Glattauer

Zwei gut situierte österreichische Familien fahren in den Urlaub, zu dem eine der Töchter eine Schulfreundin, die ursprünglich aus Somalia flüchten musste, mitnimmt. Anstelle der erwarteten Erholung ereignet sich dort aber ein tragisches Unglück, das gleich für mehrere Familien schwerwiegende Auswirkungen nach sich zieht.

Wie schon in seinen früheren Büchern gelingt es Daniel Glattauer auch in seinem neuen Werk, eine Geschichte in einem völlig ungewohnten Format zu erzählen. Das ist kurz etwas gewöhnungsbedürftig, aber für mich hat es wunderbar funktioniert, denn die ungewohnten Perspektiven geben einem auch immer mal etwas „Verschnaufpausen“ – zwar wird die stellenweise dramatische Geschichte meist nüchtern erzählt, aber gerade das hat mich als Leserin doch insgesamt gepackt.
Auch sprachlich konnte mich das Buch wieder voll und ganz überzeugen. Erwähnenswert ist an dieser Stelle auf jeden Fall, dass die Geschichte in Wien spielt und sich die Sprache der Stadt bzw. des Landes zu eigen macht, was ich persönlich sehr spannend fand.
Eine Wohlfühlgeschichte ist „Die spürst du nicht“ auf keinen Fall. Wer das aber sowieso nicht braucht, der bekommt hier eine originell aufgebaute und vielschichtige Geschichte, die wichtige Themen spannend, aber ohne übertriebene Dramatik erzählt.

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Außergewöhnliche Mischung mit vielen tollen Facetten

Jetzt ist Sense von Hans Rath

Liv Bentele, Psychologin und gerade 50 geworden, trifft völlig unverhofft an ihrer eigenen Haustür den Sensenmann – oder zumindest einen Mann, der sich als solchen ausgibt. Als sie ihm wieder und wieder zufällig begegnet und dabei stets jemand in der näheren Umgebung verstirbt, muss sie sich doch die Frage stellen, ob er nicht vielleicht die Wahrheit erzählt hat.

Der Klappentext und ein erster Blick ins Buch konnten mich gleich für diese Geschichte begeistern – es klang einfach mal nach etwas anderem. Und diese Erwartung nach einer außergewöhnlichen Geschichte hat das Buch allemal erfüllt! Ich würde sogar behaupten, dass es meine Erwartungen noch übertroffen hat, weil tatsächlich noch viel mehr drinsteckte.
Zunächst einmal mochte ich die Protagonistin Liv, ihre Art und ihre Denkweise einfach sehr. Als Psychologin hat sie definitiv eine besondere Perspektive und dieses Reflektierte hat hier für mich perfekt gepasst. Aber auch verschiedene andere Nebenfiguren waren wunderbar „normal“ und somit recht nahbar. Natürlich bis auf unseren „Sensenmann“, aber der soll ja auch das Besondere an der Geschichte sein.
Vieles spielt sich in Alltagsmomenten ab und trotzdem gibt es in diesem Buch eine sehr philosophische Ebene, die einen definitiv zum Nachdenken anregt. Eine schöne Überraschung war für mich, wie viel griechische Mythologie in die Geschichte eingebunden war – und zwar ganz unaufdringlich, praktisch nebenbei. Das muss man erst mal hinbekommen!
Alles in allem war dieses Buch also für mich wirklich die perfekte außergewöhnliche Mischung, mit einer einzigartigen und nie vorhersehbaren Geschichte, die einem lange im Gedächtnis bleibt. Absolute Leseempfehlung!

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Schokomagie und erste Liebe

Das Geheimnis der Schokomagie (Schokomagie 1) von Mareike Allnoch

Die 14jährige Mila hat seit kurzem ein ganz besonderes Geheimnis: Es scheint, als würde der Duft von Schokolade bei ihr bewirken, dass sie einen Blick in die Zukunft werfen kann. Viel Zeit, um dieser Fähigkeit auf den Grund zu gehen, bleibt ihr aber nicht, denn kurz darauf steckt sie schon mitten in einem Schüleraustausch in Paris – und ihr Austauschschüler ist kein Geringerer als der Sohn des französischen Präsidenten.

Die Idee zum Buch ist einfach wunderbar und bringt unheimlich viele tolle Zutaten mit, um den Leser:innen das Leben zu versüßen: Ein sommerlicher Schüleraustausch vor der wunderschönen Kulisse in Paris, eine zarte erste Liebe zwischen zwei sympathischen Figuren und eine ordentliche Portion außergewöhnliche Magie.

Entsprechend gerne habe ich dieses Buch aufgeschlagen und hatte es innerhalb kürzester Zeit fertiggelesen. Mila und Louis waren zwei wirklich süße Figuren und es hat Spaß gemacht, den Schüleraustausch an ihrer Seite zu erleben. Als etwas schwach entwickelt empfand ich allerdings den fantastischen Teil der Geschichte: Da lief es manchmal etwas unrund bzw. ich fand die Magie einfach nicht ganz durchdacht, was sehr schade war, weil die Geschichte sehr viel Potenzial hat.

Alles in allem hat es mir durchaus Spaß gemacht, das Buch zu lesen, und ich kann es insbesondere jüngeren Lesern ab 10 Jahren empfehlen.

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Von Geistern und Happy Ends

Dead Romantics von Ashley Poston

Florence ist schon seit Jahren die Ghostwriterin einer erfolgreichen Autorin und bislang gestaltete sich das Arrangement problemlos. Nun aber hat sie den Glauben an die Liebe verloren und bekommt das obligatorische romantische Happy End für ihr aktuelles Buch einfach nicht auf die Reihe. Zu allem Übel setzt ihr dann der neue – und unverschämt gutaussehende – Lektor Ben die Pistole auf die Brust: Ihre Abgabefrist wird nicht verlängert.

Doch kurze Zeit später steht eben dieser Ben als Geist vor ihrer Tür und hat augenscheinlich noch eine Aufgabe.

Dieses Buch hat definitiv Ansätze einer typischen RomCom-Geschichte, entwickelt sich aber glücklicherweise zu einer wesentlich ernsteren Geschichte, die auch noch ein paar fantastische Elemente enthält. Letztere sind sehr dezent, so dass sie auch den ansonsten Fantasy eher abgeneigten Leser:innen gefallen dürften – für mich haben sie einfach perfekt ins Gesamtbild der Story gepasst.

Die beiden Protagonisten Florence und Ben waren definitiv einer der Hauptgründe, warum mich das Buch so begeistern konnte. Ich fand beide unheimlich sympathisch und die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden war einfach toll geschrieben. Aber auch die Familie von Florence und ihre außergewöhnliche Hintergrundgeschichte haben dazu beigetragen, denn erst das hat ein rundes Ganzes daraus gemacht.

Ich habe „Dead Romantics“ wahnsinnig gerne gelesen und war richtig traurig, als das Buch zu Ende war. Entsprechend kann ich es uneingeschränkt weiterempfehlen – auch den Leser:innen, die wie ich sonst eher selten zu Liebesromanen greifen.

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Übersichtliches und praktisches erstes Nachschlagewerk

Ravensburger Lexika - Das Ravensburger Grundschullexikon von A bis Z von Peggy Gampfer; Claudia Köster-Ollig; Anke Schönfeld

Das neue Ravensburger Grundschullexikon liefert auf 288 großformatigen Seiten eine Fülle an Informationen, die exakt auf Grundschüler zugeschnitten sind.

Die Sachbücher aus dem Ravensburger Verlag waren bei unseren Kindern schon von klein auf sehr beliebt. Der neueste Zugang aus dessen Programm steht dem in nichts nach: In gewohnt altersgerechter und qualitativ hochwertiger Art und Weise sind hier Informationen zu den unterschiedlichsten Themen aufbereitet worden.

Die einzelnen Artikel sind kompakt gehalten und werden mit vielen Fotos, Schaubildern und zusätzlichen Infokästen ergänzt.

Bemerkenswert ist aber auch die Übersicht des Lexikons: Rot hervorgehobene Artikelüberschriften, große Seitenzahlen und auch eine alphabetische Leiste am oberen Rand helfen den Kindern, sich beim Nachschlagen zurechtzufinden. Toll finde ich außerdem die Übersichtsseiten zum Schulwissen für Mathe und Deutsch sowie die Tipps für die ersten Referate am Ende des Buchs.

Alles in allem sind wir also sehr begeistert und können das Nachschlagewerk definitiv für alle Grundschüler weiterempfehlen.

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Medusa als Dreh- und Angelpunkt

STONE BLIND – Der Blick der Medusa von Natalie Haynes

Medusa wächst als Sterbliche unbescholten und stets neugierig auf alles bei ihren Schwestern, den unsterblichen Gorgonen, an einem einsamen Küstenstück auf. Das Leben und die Streitereien der Götter berühren Medusa zunächst nur wenig – bis es zu einem Vorfall kommt und Athene ihr Leben für immer verändert.

Die Autorin Natalie Haynes hat hier viele Sagen und Mythen rund um die griechischen Götter und ihre Machenschaften neu erzählt – mit Medusa als Dreh- und Angelpunkt. Dabei liegt der Fokus nicht immer nur auf Medusa, wie man das vielleicht erwarten könnte. Als Leser darf man in eine Vielzahl von Perspektiven eintauchen und so diverse Legenden neu entdecken.
Zunächst scheint die Erzählung aufgrund der vielen Erzählperspektiven etwas unübersichtlich und auch sprunghaft, aber tatsächlich webt die Autorin dabei sorgfältig ein ganzes Netz an Eindrücken, so dass man sich als Leser am Schluss selbst ein Bild machen und die Frage beantworten kann, wer nun eigentlich das Monster ist.
Besonders gut gefallen hat mir die stimmige und poetische Sprache, die die ganze Erzählung trägt. Etwas anstrengend fand ich manchmal den übergreifenden und auch irgendwie unzuverlässigen Erzähler, mit dem ich gelegentlich nicht einer Meinung war. Allen Lesern, die wie ich Fan der griechischen Mythologie sind, kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.

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Spannendes Abenteuer zwischen zwei Welten

Die Seelenpferde von Ventusia, Band 1 - Windprinzessin von Jennifer Benkau

Fiona verbringt ihre Sommerferien damit, auf dem Reiterhof auszuhelfen, um Geld für ein eigenes Pferd zu sparen und außerdem möglichst viel Zeit mit den Pferden zu verbringen. Doch dann tauchen zwei scheinbar wilde Hengste und ein geheimnisvoller Junge auf – und Letzterer gibt vor, mehr über Fionas unbekannte Herkunft zu wissen.

Bisher kannte ich ausschließlich Jennifer Benkaus Werke für Erwachsene, der Klappentext zum ersten Band dieser neuen Reihe für Kinder ab 10 Jahren klang aber so interessant, dass ich auch hier zuschlagen musste. Und so viel kann ich gleich vorneweg sagen: Die Autorin konnte mich auch hier wirklich begeistern!
Fiona ist eine durchweg sympathische Protagonistin, die wunderbar selbstbewusst ist und der trotzdem die Menschen um sie herum sehr wichtig sind. Ihre geheimnisvolle Herkunft macht sie zu etwas Besonderem, ist aber auch der Grund, warum es ihr schwerfällt, Freundschaften zu schließen. Ihre Liebe zu den Pferden bekommt ausreichend Raum in der Geschichte, wird aber so unaufdringlich erzählt, dass man auch als nicht ausdrücklicher Pferdeliebhaber großen Spaß an der Geschichte hat.
Besonders gelungen sind auch die Fantasy-Aspekte der Geschichte: Ich fand es sehr faszinierend, mehr über Ventusia, die dortigen Menschen und ihre Magie zu erfahren. Die Autorin hat hier so viele spannende Details eingeflochten, dass man nur hoffen kann, dass es ganz viele weitere Bände gibt, in denen diese alle ausgearbeitet werden.
Für mich war dieser Einstiegsband auf jeden Fall rundum gelungen und ich kann es gar nicht erwarten, wieder in diese Welt zurückzukehren.

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Silvesterfeier endet im Alptraum

Happy New Year – Zwei Familien, ein Albtraum von Malin Stehn

Was als traditionelle Silvesterfeier zweier Familien beginnt, endet am nächsten Morgen mit einem Albtraum: Die 17jährige Tochter ist verschwunden. Auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage, was passiert ist, kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht.
Malin Stehn hat hier insgesamt einen richtigen Pageturner geschrieben, den man nur schwer beiseitelegen kann.

Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive verschiedener Beteiligter, so dass man als Leser in die Gefühlswelten der einzelnen Personen eintauchen kann. Vor allem wenn man selbst Kinder hat, kann man viele Gedankengänge und Ängste der Figuren ziemlich gut nachempfinden.
Stellenweise gibt es durch einige zu ausführliche Beschreibungen ein paar Längen, was die Spannung etwas schmälert. Zum Schluss zieht das Tempo aber noch einmal an und die Geschichte wartet mit einer tollen unerwarteten Wendung auf.

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Gruselige Geister

Die Polidoris und der Pakt mit der Finsternis (Bd. 1) von Anja Fislage

Als ihre Eltern bei einer Expedition verschollen gehen, bleibt Petronella und ihren Geschwistern nichts anderes übrig, als vorübergehend zu ihren unbekannten Großeltern zu ziehen. Deren Haus, das Polidorium, ist schon allein deswegen gruselig, weil es ein Bestattungsinstitut ist – aber dort scheinen auch noch ganz andere übersinnliche und gespenstische Dinge vor sich zu gehen…
Mit Petronella, ihrem Zwillingsbruder Pellegrino und der älteren Schwester Roberta bekommen junge Leser drei sehr unterschiedliche Charaktere an die Hand – und mir hat es richtig gut gefallen, dass man die Geschichte aus der Perspektive von allen dreien erzählt bekommt, denn sie bringen jeweils ganz unterschiedliche Eindrücke mit.

Wenn in dieser Geschichte eines nicht fehlt, dann ist es definitiv der Gruselfaktor – junge Leser ab 11 Jahren kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Mit knapp 400 Seiten ist es für die Altersgruppe nicht gerade kurz, es wird aber durch zahlreiche tolle Illustrationen aufgelockert, die die Geschichte perfekt ergänzen.
Einige Figuren und Elemente konnten mich richtig begeistern, insgesamt hat mir aber noch das gewisse Etwas gefehlt. Ich könnte mir aber vorstellen, dass in einem zweiten Band der Funke endgültig überspringt, da die Polidoris auf jeden Fall viel Potenzial haben.

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