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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von SalMar:

Außergewöhnliche Geschichte mit etwas schwacher Protagonistin

Askendor - Spiel mit der Wirklichkeit von Silke Schellhammer

Ganz zufällig bekommt die 15jährige Florentine einen Einblick in ein beliebtes Online-Rollenspiel, Askendor. Und obwohl das eigentlich gar nicht ihr Ding ist, wird schlagartig ihr Interesse daran geweckt, denn der gutaussehende Thronfolger von Askendor scheint ihr durch den Bildschirm in die Augen zu sehen…
Die Prämisse zu dieser Geschichte fand ich richtig interessant: Eine Figur aus einem Rollenspiel gelangt in die Realität und muss sich dort zurechtfinden – und die Protagonistin scheint außerdem ein klein wenig ihr Herz an ihn zu verlieren.

Dieser Teil der Geschichte hat auf jeden Fall meine Erwartungen erfüllt und es hat sehr viel Spaß gemacht, mir den kriegerischen Thosse von Baar als Austauschschüler Tom vorzustellen.
Allerdings ist bei mir beim Rest der Story nicht so ganz der Funke übergesprungen. Das lag zum einen an der Protagonistin Florentine, die sich mal unglaublich jung und dann wieder viel zu erwachsen verhielt und die gefährlichsten Situationen gefühlt mit einem Schulterzucken abtat. Zum anderen lag es aber auch an dem Rollenspiel-Teil, der sich manchmal sehr schleppend las und gelegentlich etwas unausgegoren wirkte.
Alles in allem war es eine außergewöhnliche Geschichte, die sich gut liest, die mich aber leider nicht komplett überzeugen konnte.

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Faszinierendes Konzept für kleine Dinofans

Wieso? Weshalb? Warum? Leuchte und entdecke - Dinosaurier von Susanne Gernhäuser

In der „Wieso? Weshalb? Warum?“-Reihe gibt es nun ein ganz besonderes Buch: Kleine Dinofans ab 4 Jahren dürfen die Welt der Dinosaurier mit der Taschenlampe erkunden und dabei allerlei bekannte Dinosaurier und neue Details entdecken.
Wie von diesen Klappenbüchern gewohnt, gibt es auch in diesem Band eine Fülle an faszinierenden und überraschenden Informationen, die selbst für kleine Dinoexperten noch neue Details beherbergen dürften.

Diesmal gibt es aber nicht nur kleine und große Klappen zu entdecken, sondern auf (fast) jeder Doppelseite noch eine geheimnisvolle dunkle Folie, unter der mithilfe einer beigefügten Papptaschenlampe ein Ausschnitt der Dinosaurierwelt erkundet werden kann.
Die Folien sind definitiv das Highlight, vor allem auch die Suchaufträge, bei denen es kleine Ausschnitte mit der Taschenlampe zu finden gilt. Eigentlich ist es ein ganz simples Konzept, das aber selbst Erwachsene verblüfft und wirklich viel Spaß macht. Eine schöne Idee ist auch die Aufbewahrung für die Taschenlampe ganz hinten im Buch. Allerdings hätte die Pappe ruhig noch etwas stabiler sein können: Obwohl wir relativ vorsichtig waren, hat unsere Taschenlampe schon einen Knick bekommen.
Alles in allem ist das Buch aber ein voller Erfolg und wir freuen uns auf noch viele weitere Entdeckungsreisen mit diesem neuen Band.

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Wichtiges Thema, außergewöhnlich umgesetzt

Wolf von Sasa Stanisic

Ein Ferienlager im Wald ist so ziemlich das Letzte was sich Kemi für seine freien Tage wünscht, aber leider hat seine alleinerziehende Mutter keine andere Möglichkeit. Erst fest entschlossen, alles abzulehnen, muss er dann aber doch feststellen, dass die Zeit dort mehr in ihm bewegt als gedacht.
„Wolf“ ist auf jeden Fall alles andere als ein 08/15-Buch für jüngere Jugendliche.

Das merkt man nicht nur gleich an der Sprache, die sehr natürlich und jugendnah wirkt, sondern man stellt es immer wieder dann fest, wenn die Geschichte eben nicht die erwartete Wendung nimmt. Das fand ich beides sehr erfrischend.
Kemi ist definitiv auch eine sehr spezielle Figur mit Ecken und Kanten, bleibt aber auch gerade deswegen in seiner Ehrlichkeit sehr sympathisch. Gerade seine Ratlosigkeit als er Zeuge davon wird, wie ein anderer Junge gemobbt wird, fand ich sehr authentisch.
Insgesamt hat mir die Umsetzung des Themas Mobbing und auch die Konfliktlösung richtig gut gefallen. Der Stil ist außergewöhnlich und vielleicht Geschmackssache, aber für mich hat das super zur Geschichte gepasst. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung – vor allem für die direkte Zielgruppe.

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Spannend, düster und fantastisch

Twisted Fate, Band 1 - Wenn Magie erwacht von Bianca Iosivoni

Faith hofft auf einen Neustart und ein ganz normales Leben, als sie ihr Studium in Dundee beginnt. Doch es sind nach wie vor böse Mächte im Spiel, die das nicht zulassen. Dann entdeckt sie außerdem, dass es in der Stadt einen geheimen Orden gibt – und ihr Leben und deren Geheimnisse heillos ineinander verstrickt sind.

Als Erstes muss ich zugeben: Das Cover ist so gar nicht meins und der Klappentext klingt sehr Romantasy-lastig. Da ich aber bereits gute Erfahrungen mit vorherigen Büchern der Autorin (Midnight Chronicles) gemacht habe, wollte ich – auch wegen des Schauplatzes in Schottland – unbedingt mal hineinschauen. Und ich habe das nicht bereut!
Die Geschichte um Faith hat mich überraschend schnell in ihren Bann gezogen und blieb bis zum Schluss unheimlich spannend. Ich fand die Protagonistin richtig sympathisch, vor allem weil sie sich ihre eigene Meinung bildet und beispielweise ihrem Bruder nicht einfach blind folgt. Besonders gut gefallen haben mir aber die düsteren fantastischen Elemente des Buches. Es gibt durchaus ein paar Momente, die mich an die Midnight-Chronicles-Reihe erinnert haben (der geheime Orden etwa), aber ansonsten handelt es sich um eine ganz eigene, einzigartige Geschichte mit unglaublich interessanten Fähigkeiten.
Für mich war „Twisted Fate“ ein richtig schönes Überraschungshighlight, bei dem ich wirklich unbedingt wissen will, wie es weitergeht.

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New-Adult-Roman vor malerischer Kulisse

Of Thunder and Rain von Emmy Buckley

Lina lebt abgeschieden auf den Färöer-Inseln und lernt lediglich aufgrund des von ihr geführten Bed & Breakfast immer mal wieder Auswärtige kennen. Ihr aktueller Gast fällt jedoch aus der Reihe, denn er ist ausnahmsweise mal keiner der Reiseblogger, die die Inseln zwecks Abenteuer und schönem Fotomaterial abklappern.

Louay ist angeblich Autor, aber er scheint irgendein Geheimnis zu haben…
Der New-Adult-Roman bringt unheimlich viele interessante Zutaten mit: Die Färöer-Inseln als exotische und malerische Hintergrundkulisse, zwei Protagonisten, die aus scheinbar völlig gegensätzlichen Welten aufeinandertreffen, und dann ist einer der beiden auch noch ein geheimnisvoller Autor, der sich angeblich auf Recherchereise befindet. Damit war bei mir auf alle Fälle das Interesse geweckt!
In dieser Hinsicht hält das Buch auf jeden Fall, was es verspricht: Ganz besonders die Kulisse der Färöer fand ich als Setting für die Geschichte durchweg interessant. Allerdings blieben die Figuren für meinen Geschmack etwas zu blass und ich hatte Schwierigkeiten, mich in sie hineinzuversetzen. Ab und zu plätscherte es etwas dahin und hätte ich mir ein bisschen mehr Dramatik gewünscht.
Alles in allem ist es ein solider New-Adult-Roman, der aus meiner Sicht vor allem mit seinem außergewöhnlichen Setting und dem Handlungsstrang des geheimen Autors punktet.

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Romantische Komödie par excellence

Das Beste kommt zum Kuss von Molly James

Amy hat eine ganz besondere Fähigkeit, die in ihrer Familie weitervererbt wird: Schon beim ersten Kuss kann sie sehen, wo das Ganze endet. Entsprechend sind ihre Erfahrungen mit Männern eher bescheiden. Doch dann trinkt sie bei einer Hochzeit ein paar Gläser zuviel und küsst unversehens den Richtigen – nur leider kann sie sich nicht mehr daran erinnern, wer das war…
Ab und zu muss es einfach mal eine romantische Komödie sein – und hier fand ich die Grundidee einfach klasse.

Amy hat so ein bisschen was von Bridget Jones, was mich gleich für die Geschichte begeistern konnte.
Es ist also eine sehr typische romantische Komödie und ein bisschen ging es mir wie Amy mit dem ersten Kuss: Ich hatte schon so eine Ahnung, wie es ausgehen wird. Aber das hat mich tatsächlich in keinster Weise gestört, denn Molly James schreibt Amys Geschichte so charmant und lustig, dass es einfach Spaß gemacht hat, ihr zu folgen. Es gibt ein ganzes Ensemble sympathischer Figuren und viele Handlungsdetails, die das Ganze wunderschön abrunden.
Alles in allem ist „Das Beste kommt zum Kuss“ richtig schöne Wohlfühllektüre, aus der man gar nicht mehr auftauchen möchte. Wer romantische Komödien mag, der bekommt hier ein perfektes Exemplar – daher gibt es eine klare Leseempfehlung meinerseits.

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Tolles Team, weniger überzeugender Fall

Wenn Worte töten. Hawthorne ermittelt [Band 3] Hawthorne ermittelt von Anthony Horowitz

Im neuen Fall für Hawthorne und Horowitz verschlägt es die beiden, dank der Einladung zu einem Literaturfestival, auf die Insel Alderney. Statt beschaulicher Lesungen und Kultur sind sie jedoch bald in einen Mord verwickelt – und irgendwie scheint jeder auf der Insel in ein enges Netz verstrickt zu sein.

Die Dynamik zwischen Hawthorne und Horowitz ist einfach eine ganz besondere und bringt mich regelmäßig zum Schmunzeln oder Lachen – das war auch hier ganz oft der Fall. Auch die Hintergründe ins Verlagswesen gefallen mir richtig gut.
Der Fall, den die beiden in dieser Geschichte zu lösen versuchen, konnte mich allerdings nicht so sehr wie beiden vorherigen begeistern. Es zog sich etwas und die gewohnte Spannung wollte nicht recht aufkommen. Uve Teschner liest die Geschichte aber brillant und konnte mich definitiv wieder voll und ganz überzeugen.
Alles in allem habe ich mich gefreut, wieder ein paar Stunden mit Hawthorne und Horowitz verbringen zu können. Da mich der Fall selbst nicht ganz überzeugen konnte, gibt es nur eine eingeschränkte Leseempfehlung. Trotz allem würde ich auf jeden Fall auch einen nächsten Band lesen.

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Mitreißend und meisterhaft geschrieben

22 Bahnen von Caroline Wahl

Tildas Leben dreht sich auf der einen Seite um Zahlen, um ihr Mathestudium – auf der anderen Seite um ihre alkoholkranke Mutter und ihre kleine Schwester, wegen denen sie in jederlei Hinsicht zurücksteckt und ein eigenes, unabhängiges Leben bislang auf Eis gelegt hat. Nun aber winkt eine Promotion im weit entfernten Berlin und Tilda muss sich fragen, ob es doch möglich wäre, ihren Traum zu leben.

Was für ein kurzer, aber doch so soghafter Roman! Als Leser ist man unheimlich schnell in Tildas Alltag und die damit verbundenen Probleme, ihre Familie und ihr eigenes Leben, ihre eigenen Träume unter einen Hut zu bekommen, abgetaucht. Das liegt zum einen an der schlichten, aber in ihrer Schlichtheit geradezu poetischen Sprache, zum anderen aber auch an der Protagonistin, denn es ist einfach unmöglich, dass einen ihr innerer Kampf kalt lässt.
Da ist natürlich auch noch Viktor, der ohne Zweifel auch eine interessante Figur ist. Aber ganz besonders spannend fand ich Tildas Beziehung zu ihrer Schwester und deren Entwicklung im Laufe des Buches. Es gab so viele besondere Momente, kleine Details, die sie zusammen erlebt hatten, kleine Angewohnheiten oder Rituale, die das Ganze unheimlich real wirken ließen.
Insgesamt war „22 Bahnen“ für mich eine überraschend mitreißende und meisterhaft geschriebene Geschichte und definitiv ein Lesehighlight in diesem Jahr.

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Spannender Wettkampf unter Halbgöttern

SOL. Das Spiel der Zehn von Aiden Thomas

Der siebzehnjährige Teo gehört nicht zu den Golds, sondern ist als Jade-Halbgott eher ein Außenseiter, der deshalb völlig unerwartet als Teilnehmer für die Spiele zu Ehren von Sol ausgewählt wird. Es ist ein Spiel auf Leben und Tod, auf das er nicht vorbereitet ist.
Bisher habe ich alle Bücher von Aiden Thomas gelesen und ich bin wirklich jedes Mal begeistert, was die Ideen, den Handlungsaufbau und die Figuren angeht.

Und das ist definitiv auch bei diesem Buch der Fall.
Man wird in eine andere Welt mit unzähligen Göttern und Halbgöttern geworfen, in der man sich erst einmal zurechtfinden muss. Wenn man aber erst einmal den Überblick hat, kann man sich voll und ganz auf Teo und die anderen Teilnehmer des Wettkampfes einlassen. Jeder Wettbewerb birgt neue Gefahren, bringt aber auch immer wieder eine veränderte Dynamik zwischen den Figuren mit sich, was unheimlich viel Spannung schafft. Teo ist ein sehr sympathischer Charakter, der im Verlauf der Geschichte eine große Entwicklung durchmacht, was mir sehr gefallen hat.
Leider hat die sprachliche Umsetzung den Lesegenuss um einiges geschmälert. Ich bin mir bewusst, dass die Übersetzung dieses Werks sicherlich nicht einfach war, aber als Leser waren manche Lösungen für mich stellenweise einfach störend, obwohl ich beispielsweise des Spanischen durchaus mächtig bin.
Abgesehen davon ist es eine unheimlich spannende Geschichte mit toll gezeichneten Figuren und der von Aiden Thomas gewohnten Diversität, die wieder wunderbar einzigartig ist.

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Absolut packendes Highlight

Fourth Wing - Flammengeküsst von Rebecca Yarros

Eigentlich war Violets ganzes Leben darauf ausgerichtet, dass sie einmal Schriftgelehrte wird. Als ihre Mutter dann jedoch veranlasst, dass sie die Ausbildung als Drachenreiter durchläuft, wird sie praktisch ins kalte Wasser geworfen, denn nur die wenigsten überleben diese überhaupt. Dass sie dabei auch noch dem Geschwader von Xaden unterstellt wird, der aufgrund ihrer Familie allen Grund zur Feindseligkeit hat, macht ihre Aufgabe nicht leichter.

Vorab hatte ich bereits nur Gutes über das Buch gehört, entsprechend hoch waren auch meine Erwartungen, aber tatsächlich wurden diese noch übertroffen, denn die Geschichte war einfach nur wahnsinnig packend geschrieben.
Violet ist eine wirklich sympathische und auch besondere Protagonistin, die eigentlich alles andere als für den Job als Drachenreiter geeignet ist. Ihr fällt nichts einfach zu und sie muss sich alles hart erkämpfen, und das in einem fast ausnahmslos feindseligen und ziemlich brutalen Umfeld. Xaden als Gegenspieler ist ebenfalls eine sehr interessante Figur und hat definitiv zusätzlich zur Spannung beigetragen. Besonders toll und spannend fand ich aber auch die Drachen, die eine ziemlich wichtige Rolle innehaben und wirklich sehr individuell sind.
Für mich war der erste Band der Geschichte um Violet auf jeden Fall ein großes Lesehighlight. Besonders toll fand ich, dass die Drachen und die militärische Ausbildung (bzw. das Überleben) so im Vordergrund standen und dass es eben nicht nur eine weitere Liebesgeschichte mit Fantasyhintergrund war. Das Buch ist aber außerdem einfach überzeugend geschrieben (und übersetzt) und packend ab der ersten Seite. Absolute Leseempfehlung!

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