Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Kokoloreslot:
Hoffnungsvoll und sehr spannend
Der Spion und der Verräter von Ben Macintyre
Ben Macintyres hat "Der Spion und der Verräter" so spannend verpackt, dass ich die Geschichte, mit wahrem Hintergrund, kaum aus der Hand legen konnte. Spannend wird von Oleg Gordievsky, einem KGB-Agenten, der zum Doppelagenten für den britischen Geheimdienst MI6 wurde, erzählt. Diese Informtionsspionage hat den Kalten Krieg maßgeblich beeinflusst.
Ben Macintyres zeigt ein Porträt dieses Mannes, der sich einem hohen Risiko aussetzte, und gibt einem das Gefühl, einen spannenden Spionageroman zu lesen, so nervenaufreibend und endungsreich ist es. Man lernt einiges über die Welt der Geheimdienste und die körperlich und geistige Belastung für Gordievsky. Schlussendlich war ich wirklich begeistert von der Recherche und der spannenden Erzählweise, die mir so lebhaft Einblicke gewährt und mich gut unterhalten hat.
Fehlende Spannung und gewöhnungsbedürftiger Erzählstil
Die mörderischen Cunninghams. Irgendwen haben wir doch alle auf dem Gewissen von Benjamin Stevenson
Dieser wendungsreiche Krimi erinnert zumindest an klassische Krimigeschichten à la Agatha Christie und bietet überraschende Wendungen, eine skurrile Familie und ihre dunklen Geheimnisse.
Die sarkastische Erzählerstimme Ernest Cunningham orientiert sich an den 10 Gebote des Detektivromans und führt unterhaltsam durch die Geschichte.
Dabei greift er immer auf eingeschobenes Insiderwissen zurück und weist durch Minispoiler auf spätere Ereignisse hin. Dieser Erzählstil wurde mir im Laufe des Buches allerdings ein bisschen zu viel. Stellenweise fühlte ich mich nicht ganz ernst genommen, schließlich möchte ich miträtseln können und außerdem haben diese Einschübe mich immer wieder herausgerissen. Dadurch hat die Story auch an Spannung eingebüsst und konnte mich nicht mehr so packen, wie erhofft. Auch mit den Charakteren bin ich nicht so richtig warm geworden. Gelungen war meiner Meinung nach aber die Location und die überraschenden Wendungen. Letztlich finde ich auch das Ende mit all seinen Auflösungen gut. Richtig begeistern konnten mich die Cunninghams aber leider nicht.
Vorlese-Spaß für die ganze Familie
Das Klugscheißerchen von Marc-Uwe Kling
Das neue Buch begeistert wieder ganz im besonderen Stil von Marc-Uwe Kling mit Wortwitz, familiärer Alltagsparodie und Gesellschaftskritik. Das alles grandios verpackt in einem unterhaltsamen Kinderbuch für jedes Alter. Auch die Verpackung kann sich sehen lassen, denn das handliche Format ist super.
Die ganze Gestaltung ist sehr liebevoll. Von Vorsatz (zahlreiche Fakten) bis Autorenvorstellung, gibt es was zu entdecken. Große Schrift, viel wörtliche Rede (teilweise auch durch Sprechblasen in den Text eingebaut), durchgehend farbig illustriert und ein niedliches Klugscheißerchen machen inhaltlich was her.
Fazit: Eine witzige Geschichte über Familie Theufel, Besserwisserei und Fantasie, mit hohem Unterhaltungswert und zum Vorlesen ideal (auch in der Länge, die etwa 30 Minuten entspricht). Macht sowohl Kindern als auch den Erwachsenen garantiert Spaß und man lernt von so einem Besserwisser natürlich auch noch was dazu. Kinderbuch-Empfehlung!
Ein Klassiker für Kita- und Grundschulkinder
Der geheime Garten von Calista Brill
Ich kenne die Romanvorlage und war gespannt auf die Umsetzung, einer durchaus bedrückenden und komplexen Geschichte für Kita- und Grundschulkinder. Das Ergebnis konnte mich dann sehr begeistern. Die meist ganzseitigen Illustrationen sind sehr schön und künstlerisch einnehmend. Sie passen auch hervorragend zu diesem Klassiker, der Moderne und Historie vereint.
Ich war auch überraschend, wieviel meine Kindern aus den Bildern lesen konnten und dem, was zwischen den Zeilen stand, ohne die Romanvorlage zu kennen. Dies zeigt, wie viel Liebe im Detail hier drinsteckt und das die Kerngeschichte, die, nach den Kürzungen, übrig geblieben ist, völlig ausreichend ist, um die Botschaften von Freundschaft, Naturzauber und der Zuversicht weiterzutragen. Sogar mir hat diese frische Version gefallen, die das Original wertschätzt und letztlich Lust macht, das Buch noch einmal zu lesen. Sehr empfehlenswert für Kinder ab vier Jahren und alle, die blumige Illustrationen mögen.
Die graue Freudlosigkeit
Die graue Stadt von Torben Kuhlmann
Die Bilderbuchgeschichten von Torben Kuhlmann sind große Kunst und laden die ganze Familie zum Staunen ein. Sie gehören zu unseren meistgelesenen Vorlesebüchern und deshalb waren wir sehr gespannt auf „Die graue Stadt“. In dem neuen Buch geht es nicht um Mäuse, die Abenteuer erleben, sondern ein Mädchen namens Robin, die in eine Stadt gezogen ist, der alle Farben fehlen.
Nur grau, wohin man sieht. Dabei liebt Robin Farben und drückt sich gern künstlerisch aus. Deshalb möchte sie sich der grauen Ordnung nicht einfach unterordnen und trägt weiterhin ihre gelbe Regenjacke. Dadurch entdeckt sie stilles Aufbegehren, bei den Menschen, die trotzdem ihre bunte Seite nicht verstecken wollen.
Die Geschichte um Robin weckt das Interesse der Kinder und die Erwachsenen fühlen sich an Klassiker erinnert und nicht zuletzt an historische Ereignisse. Damit macht das gemeinsame Vorlesen und Entdecken viel Spaß. Ein tolles Buch, das uns sehr gefallen hat und das man unbedingt behalten und öfter anschauen möchte.
Sehr empfehlenswertes Kinderbuch
Henry Kolonko und die Sache mit dem Finden von Maja Konrad
Dieses kurzweilige Kinderbuch mit berührender Botschaft erzählt von dem 9-jährigen Henry Kolonko. Dieser schüchterne Junge hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, Fundstücke aufzubewahren und sie denen zurückzubringen, die sie verloren haben. Diese Aufgabe bedeutet ihm alles. Für Freunde hat er keine Zeit.
Da passt es nur zu gut, dass sich das neue Mädchen in der Nachbarschaft förmlich aufdrängt. Pippa schafft es, zu Henry durchzudringen, hilft ihm dabei, die Fundstücke zurückzubringen und sorgt dafür, dass Henry sein Tun hinterfragt. Was heiter und spannend klingt, hat auch einen ernsten Hintergrund, aber ohne spürbare Schwere. Diese gelungene Gratwanderung, kombiniert mit einer einfallsreichen Handlung (die angemessen kindgerechte Spannung bietet), tollen Charakteren (deren Blick auf die Welt im Vordergrund steht) und einem flüssigem Schreibstil, wird Kinder begeistern. Somit ein wirklich empfehlenswertes Kinderbuch!
Richtig gut und gar kein Shit
Shitmoves von Iris Gavric; Matthias Renger
Ein provokantes Cover, das im Gedächtnis bleibt und ein Titel, bei dem sofort Fragezeichen aufkommen? Shit, was?
Man merkt den Autoren deutlich an, dass sie Spaß daran hatten, all die rhetorischen Fundstücke der Manipulation auseinander zu nehmen. Dabei herausgekommen ist ein Sachbuch, das sich überhaupt nicht theoretisch anfühlt, aber viel über Debattenkultur und Menschlichkeit verrät.
Das wäre ein Argument, allen nahezulegen, dieses Buch zu lesen. Die zahlreichen Beispiele, mit denen die manipulativen Techniken erklärt wurden, waren sehr anschaulich (im wahrsten Sinne des Worten). Richtig spannend war es, diesen kleinen Kommunikationsstudien zu folgen, Streitgespräche zu beleuchten, die Angespanntheit auszuhalten und eben mal nicht „wegzuhören“. Ich konnte eine Menge aus dem Buch mitnehmen, was mir in meinem Leben wirklich dienlich sein könnte, was vor allem an dem humorvollen und unkomplizierten Schreibstil lag.
Abschließend kann ich sagen, dass dieses lockere Sachbuch wirklich für jeden geeignet ist und auch als reine Unterhaltungslektüre ihre Dienste tut. Dank der guten Aufteilung kann man auch super querlesen und ist wahrscheinlich schneller durch, als man denkt.
Toll, für Kinder und Erwachsene
Das NABU-Vogelbuch von Peter Mullen; Fabian Karwinkel
Seit wir einen eigenen Garten haben, interessieren sich die Kinder mehr für unsere Vogelwelt. Also haben wir eine Buch für die ganze Familie gesucht, das viel Wissen enthält, einfach zu handhaben ist und dabei hilft, die Arten leicht zu bestimmen. Mit dem Nabu-Vogelbuch sind wir sehr zufrieden. Hier findet man kompakt alles Wissenswerte über Vögel.
Ganz anschaulich. Es gibt eine große Übersicht zur schnellen Orientierung und auch das Inhaltsverzeichnis ist sehr übersichtlich. Da finden sich auch die Kinder problemlos zurecht. Eine App macht es möglich, die dazugehörigen Vogelstimmen zu hören, was den Lernfaktor und das Interesse der Kinder noch erhöht hat. Wir greifen immer wieder gern zum Buch und hatten es auch schon auf Reisen dabei. Es ist also kein zu schweres Buch, das man irgendwann nicht mehr aus dem Regal nehmen mag. Deswegen können wir diese Investition für die ganze Familie sehr empfehlen. Den Preis finden wir aufgrund der qualitativen Aufmachung angebracht und das Projekt sehr unterstützenswert.
Schule für die Gauner der Zukunft
Schule der Meisterdiebe von J. J. Arcanjo
Wir haben das Buch gemeinsam gelesen und das Vorlesen hat großen Spaß gemacht. Gabriel ist ist nur ein talentierter Held, sondern auch jemand, mit dem man gern Abenteuer erleben möchte. So haben wir uns immer wieder gern in diese geheimnisvolle Welt Crookhaven begeben, die tollen Charaktere kennengelernt und wissbegierig die Ausbildung zum Meisterdieb verfolgt.
Die Schule befindet sich auf einer Insel und dieses ganze Setting macht süchtig. Das ist schon mal eine sehr gute Voraussetzung für eine Buchreihe. Mehr Illustrationen wären richtig toll gewesen, aber wir haben uns bereits über die schönen Bildchen am Kapitelanfang gefreut. Diebstahl wird zu keiner Zeit verherrlicht, sondern es geht mehr darum, die Fähigkeiten zu würdigen und in die richtige Richtung zu lenken. Dazu werden Werte und schöne Botschaften vermittelt. Vor allem steht aber Freundschaft und eine abwechslungsreiche Story im Vordergrund, die lustig und spannend erzählt wird. Wir können den zweiten Band wirklich kaum erwarten und empfehlen dieses tolle Kinderbuch weiter.
Wie läuft ein Gerichtsprozess ab?
Der war's von Juli Zeh; Elisa Hoven
Alles beginnt damit, dass die superleckeren Pausenbrote von Marie gestohlen werden und ein Mitschüler dafür verantwortlich gemacht wird.
Hier trifft eine alltagsnahe Handlung auf Sachinhalte, die sich mit der Unschuldsvermutung befassen und der wichtigen Tatsache, dass es stichhaltige Beweise braucht, um ein Verbrechen nachzuweisen.
Vorverurteilung begegnet uns oft im Alltag und deswegen finde ich es sehr wertvoll, sich dem kindgerecht und sachlich, auf juristische Weise, zu nähern, damit bereist Kinder es benennen und verstehen können. Dazu gehören auch Fachbegriffe, die dieses Buch zwar anspruchsvoll machen, aber nicht überfordern, sondern eher die Neugierde wecken. So war jedenfalls mein Eindruck. Das ist sogar bei den Kindern in der Geschichte so, die schließlich für ihren Fall brennen und kurzerhand ein Gerichtsprozess nachstellen. Das Lesen fiel uns leicht, weil der Text flüssig geschrieben ist, die Schriftgröße angenehm groß ist und viele Bilder enthalten sind, die das Dranbleiben unterstützen. Absoluter Favorit war aber Helmut, der Schulhund, der schiere Begeisterung ausgelöst hat. Außerdem war es spannend für die Kinder, weil sie wissen wollten, wer die Brote genommen hat und wie sich alles auflöst. Da wir im Anschluss noch viel darüber geredet haben, könnte ich mir das Buch auch sehr gut als Schullektüre vorstellen.











