Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Caroline :
An English Man in New York oder in the USA
British Player von Vi Keeland; Penelope Ward
Gibt es etwas Peinlicheres, als mit einem Angelhacken im Po ins Krankenhaus zu müssen? Ja, wenn der behandelnde Arzt aussieht, wie ein GQ Model und sich das Lachen verkneifen muss. Bridget erlebt genau diese Situation und möchte am liebsten im Erdboden verschwinden. Gut, dass sie den Arzt mit sexy britischem Akzent nie mehr begegnen wird.
Doch das Schicksal schläft nicht. Einige Monate später muss sie erkennen, dass ihr neuer Mitbewohner genau jener Adonis ist und auch noch ein Kollege in ihrem Hospital wird, in dem sie als Krankenschwester arbeitet. Simon jeden Tag zu sehen, zehrt heftig an Bridgets Nerven, die keine Zeit für Beziehungen hat, da sie nach dem Tod ihres Mannes nur noch Zeit für ihren Sohn hat.
Allerdings stellt sich Simon als umgänglich und äußerst sympathisch heraus. Bridgets Vorsätze sich von ihm fernzuhalten, wackeln bedenklich und auch Simon testet seine eigenen Grenzen aus. Denn nach Ende seiner Assistenzzeit möchte er eigentlich nach England zurück. Damit hätte diese Beziehung ein schnelles Ablaufdatum.
Mein Fazit:
Wie immer hat mich das Autorinnenduo sehr gut unterhalten. Mit viel Humor und Witz überstehen die zwei Hauptfiguren einige pikante Situationen, die uns die zwei näher bringen. Dass es zwischen ihnen kräftig knistert, ist offensichtlich aber mir gefiel, dass die beiden der Anziehung nicht einfach so schnell nachgeben. Bridget ist immer noch sehr verletzlich. Sie knabbert an ihren Gefühlen und denkt, sie würde ihren Mann betrügen, wenn sie wieder jemanden lieben würde. Simon dagegen liebt das Leben, so wie es ist. Er ist jünger als Bridget und trägt auch keine Verantwortung für ein Kind. Da prallen zwei gegensätzliche Welten aufeinander.
Die zwei Autorinnen schaffen es auch dieses Mal spielend, dem Paar Leben einzuhauchen, sie menschlich und nahbar zu zeichnen.
Selbstverständlich fehlt auch das gewisse Etwas nicht. Ein Punkt, den ich wieder einmal nicht kommen sah, aber ehrlich doch recht offensichtlich gewesen wäre. *haha* Egal, ich mochte diesen kleinen Twist und fand das Ende sehr gut gelöst, so dass ich abschließend eine Leseempfehlung aussprechen kann.
Eine Nacht mit wundervollen Erinnerungen
Ein Leben und eine Nacht von Anne Griffin
Einen wunderbaren Buchtipp habe ich heute für euch. Vielleicht haben es ein paar schon gelesen. Es hat mich tief berührt, mich ein paar Tränen gekostet aber es ist so schön geschrieben und so menschlich, dass die Geschichte mich noch länger begleiten wird.
"Ein Leben und eine Nacht" von Anne Griffin
Maurice sieht auf 84 Jahre Leben zurück.
Er sitzt an der Bar eines Hotels, um sich zu erinnern. An diesem Abend wird er 5 Mal das Glas erheben, auf fünf besondere Menschen, die sein Leben geprägt haben.
Geboren im Irland der 30er Jahre, war sein Leben nicht einfach aber er war sich der Unterstützung seiner Familie immer sicher. Ein Zusammenhalt, der die Zeiten überstand und bis in die Gegenwart hält. Er wagt einen ehrlichen Blick in die Vergangenheit, erkennt seine Fehler und merkt, dass diese sich nicht einfach abschütteln lassen, sondern dass er selbst an der Lösung arbeiten muss.
Mein Eindruck:
Was für eine wundervolle Geschichte, unaufgeregt und leise erzählt. Anne Griffin hat mit Maurice eine Figur erschaffen, die so viele Eigenschaften in sich vereint. Eine zutiefst menschliche Figur, die mir ungemein sympathisch war. Maurice erzählt über sein Leben und versucht natürlich hin und wieder dieses zu beschönigen, schlimme Dinge nicht so furchtbar aussehen zu lassen. Das liegt in der Natur der Menschen, wie ich finde. Wir versuchen uns in einem besseren Licht darzustellen. Doch am Ende gelingt es ihm, seine Vergangenheit mit all den Konsequenzen zu akzeptieren und auch Weichen für die Zukunft zu stellen.
Neben Maurice sind es auch die fünf Menschen, auf die er einen Toast in dieser einen Nacht ausbringt, die die Geschichte ungemein bereichern. Sie wachsen einem ans Herz, weil Maurice sie so schön beschreibt, sie emporhebt, weil er sie so liebt. Diese uneingeschränkte Liebe bleibt mir für ewig in Erinnerung.
Wenn der schönste Tag, der schlimmste wird
Say yes - Perfekter wird's nicht von Laura Jane Williams
Annie steht im weißen Kleid vor der Kirche und möchte den schönsten Tag ihres Lebens beginnen. Allerdings wird der schönste Tag zu ihrem bisher schlimmsten. Alexander lässt durch die Hochzeitsplanerin ausrichten, dass er erscheinen wird.
Gedemütigt, zutiefst verletzt zieht sich Annie zurück und lässt ihr Leben Revue passieren.
Sie sucht die Fehler bei sich, zieht alles in Frage.
Doch ein Angebot ihrer (Fast)Schwiegereltern bringt wieder Leben in die junge Frau. Die gebuchten und bezahlten Flitterwochen nach Australien sollen nicht verfallen. Gemeinsam mit Patrick einen alten Freund aus Jugendtagen, den sie wieder getroffen hat, macht sie sich nach Down Under auf.
Drei Wochen im Hier und Jetzt, ohne Sorgen sollen Annie Zeit zum Durchatmen geben, um sich den Herausforderungen der Zukunft stellen zu können.
Mein Fazit:
Was für eine überraschend erwachsene und tolle Geschichte. Ich kannte die Autorin bisher noch nicht, aber das Cover erinnert mich ein wenig an die von Beth O'Leary und ich war nicht wirklich überrascht, dass es in der Klappe ein kleines Zitat der Autorin zum Buch gab.
Die Ausgangssituation ist nun nicht wirklich ganz neu, aber als LeserIn leiden wir selbstverständlich mit Annie mit. Ihre erste Reaktion sich komplett zurückzuziehen und einfach mal sich selbst zu bemitleiden, konnte ich nachvollziehen.
Annies Entwicklung war so gut beschrieben. Sie kann ihre Zweifel und Unsicherheiten nicht so einfach über Bord werfen. Sie überdenkt ihre Situation, bewertet sie neu und muss auch neue Faktoren berücksichtigen. Mir gefiel diese Ausgangslage sehr gut. Sie fühlte sich echt und richtig an.
Erwachsene Protagonisten, die überlegt handeln und mit den Konsequenzen leben, denn manchmal sind die Entscheidungen gar nicht einfach. Sie wägen ab und sind dann auch bereit an sich zu arbeiten, um in die Zukunft zu gehen.
So wie wir es im richtigen Leben auch machen. Der Weg ist das Ziel.
Für mich könnten es auch 10 Sterne sein
Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid von Backman Fredrik
Elsa (7 fast ach) lebt in einem Wohnhaus mit ihrer schwangeren Mama (das Kind wird Das Halbe genannt) deren neuem Lebensgefährten, ihrer Großmutter gleich gegenüber und noch einige andere Familien, Paare und auch Singles.
Sie wächst unter vielen Erwachsenen auf, vor allem mit ihrer Oma verbringt sie sehr viel Zeit.
Ihre Oma ist 77, eine Chirurgin im Ruhestand, die viele Menschen weltweit geholfen hat. Sie hat ihre Eigenarten, ist ein wenig verrückt und lebt nach ihren eigenen Vorstellungen. Elsa übernimmt einige dieser Eigenschaften und eckt damit in der Schule und bei ihren Mitschülern an. Sie wird nicht gerade gerne gemocht, ist anders und eine Außenseiterin.
Als Elsas Oma stirbt, überlässt sie ihr einen Brief und damit beginnt für Elsa ein neues Abenteuer, das sie an ihren Überzeugungen zweifeln lässt, aber ihr neue Erkenntnisse und Freunde bringt.
Mein Fazit:
Es gibt kein Wort, das ausdrücken kann, wie sehr ich diese Geschichte liebe. Da ich nichts von dem Zauber verraten will, beschränke ich mich auf eine kleine Lobeshymne zum Autor.
Frederik Backman hat mit "Ein Mann namens Ove" für mein Lese-Lebens-Highlight geschrieben. Dass dieses Buch so lange auf meinem SuB lag, liegt an der Furcht, vor den nicht zu erfüllenden Erwartungen. Was soll ich sagen: diese waren unbegründet. Der Autor ist ein Geschichtenerzähler. Er streut Geheimnisse, die im Laufe der Handlung enthüllt werden, um am Ende ein Ganzes zu ergeben, um der Geschichte einen zusätzlichen Sinn zu geben.
Ich war emotional tief berührt, musste viel lachen aber es gab auch Tränen. Versteckte Tränen, die die erst auffallen, wenn sie aufs Buch klatschen.
Der Autor erklimmt die Stufe zu Markus Zusak, der mir ebenfalls nach einen wunderbaren, großartigen Buch, eine zweite grandiose Geschichte geschenkt hat.
Ich bin so froh, dass ich noch einige ungelesene Bücher vor mir habe.
Wunderbare Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht
Das Buch der verschollenen Namen von Kristin Harmel
1942, in Paris machen Gerüchte um eine Verhaftungswelle unter Juden die Runde. Eva wird von einem Kommilitonen gewarnt. Nur durch einen glücklichen Zufall entgehen Eva und ihre Mutter den Schergen der SS, aber ihr Vater wird verschleppt und es gibt kaum ein Lebenszeichen von ihm.
Mit Hilfe des ehemaligen Arbeitgebers ihres Vater gelingt Mutter und Tochter die Flucht ins noch unbesetzte Frankreich.
Ein kleines scheinbar idyllisches Dorf. Aber unter der Oberfläche brodelt es gewaltig. Unter dem Schutz des örtlichen katholischen Pfarrer finden sich Menschen zusammen, um jüdische Kinder, Familien zu verstecken. Ihnen neue Namen zu geben und diese dann in die Schweiz zu schmuggeln. Eva mit ihren künstlerischen Fähigkeiten wird recht schnell in diesen Kreis aufgenommen. Sie erkennt auch bald, wie wichtig diese Aufgabe ist. Auch gegen den Willen ihrer verbitterten Mutter arbeitet sie unermüdlich für die gute Sache. Bis die Gruppe aufzufliegen droht und Eva gravierende Entscheidungen treffen muss.
Mein Fazit:
Die Autorin hat eine historische Tatsache mit einer bewegenden fiktiven Geschichte gekonnt und gelungen verwoben. Mit Kristen Hannahs "Die Nachtigall" kann das Buch nicht ganz mithalten, aber die Lektüre lohnt sich dennoch.
Historisch belegt, sind gerettete jüdische Kinder, die während der letzten Kriegsjahre in einem kleinen französischen Bergdorf Le Chambon-sur-Lignon überleben konnten, weil die Bewohner einfach das richtige getan haben, ohne dies an die große Glocke zu hängen. Ihre guten Taten wurden erst viel später publik gemacht.
Aber zurück zur Geschichte: Eva tut auch das richtige. Sie fälsche Dokumente und sie will, dass die echten Namen der jüdischen Kinder nicht vergessen werden. Deshalb ersinnt sie eine Methode, damit nach dem Krieg die Namen wieder entschlüsselt werden können. Diese junge Frau steht stellvertretend für viele andere Menschen, in diesem Dorf. Sie horten Lebensmittel, verstecken Kinder, geflohene Soldaten. Selbst als auch das freie Frankreich von den Deutschen besetzt wird, begeben sie sich weiterhin in Gefahr.
Evas Konflikt mit ihrer Mutter schwelt und droht oft auszubrechen. Ihre innere Zerrissenheit, weil sie sich in einen nicht-jüdischen Mann verliebt, ging mir nahe. Denn sie hatte die Lösung immer in sich. Aber die Umstände waren so kompliziert.
Mit dem Ende der Geschichte, hatte ich jedoch eine Frage, die mich bis heute nicht wirklich loslässt. Was ist auch manchen dieser Kinder geworden?
Trotzdem empfehle ich dieses Buch weiter. Es zeigt, dass es immer Hoffnung gibt, dass das Gute im Menschen nicht verschwindet. In Zeiten wie diesen, ist diese Erkenntnis so überaus wichtig.
Ich bleibe natürlich dran, aber das war nicht die beste Geschichte der Reihe
Der Sünder von J. R. Ward
Zum Inhalt möchte ich nicht besonders viel erzählen, schließlich ist dies Band 35 der Reihe und es macht nur Sinn, das Buch auch zu lesen, wenn man die 34 anderen bereits kennt.
Dazu vielleicht auch noch der Hinweis die Bücher der "Legacy" und der "Fallen Angle" Reihe zu lesen.
Einige Informationen ergeben dann einfach viel mehr Sinn.
Ich muss sagen, dass ich mir dieses Mal extrem schwer getan habe mit der Geschichte. Es liegt vor allem daran, dass mir Syn nie wirklich ans Herz gewachsen ist. Sein Charakter schwankt zwischen verliebter Liebenswürdigkeit und absolutem Widerling. Da bekam ich fast ein Schleudertrauma, wegen all der Veränderungen.
Dazu gesellt sich auch noch der aufkeimende Kampf gegen die Lesser. Ein Thema, das zwar jetzt nochmal Zündstoff erhält. Spannend ohne Zweifel, aber ich habe diese Wendung so nicht erwartet.
Dazu kam noch die Prophezeiung rund um Butch, die damit natürlich verbundenen Schwierigkeiten. Zu viele problembehaftete Schauplätze, um die Geschichte voranzubringen. Das machte mir das Lesen manchmal echt schwer. Ich habe scheinbar ewig gebraucht, um das Buch fertig zu lesen.
Ich bin aber immer noch ein Fan, auch wenn ich "Der Sünder" nicht so gut fand, liebe ich die Twists und unerwarteten Wendungen. JR Ward hat es drauf, kleine Ereignisse von "alten" Büchern wiederzubeleben und sie so einzubauen, dass sie in einem völlig neuen Licht erscheinen. Somit steht weiteren Teilen absolut nicht im Wege.
Wie weit würdest du gehen?
Montags bei Monica von Clare Pooley
Ein eigenes Cafe war immer Monicas Traum und den hat sie sich nach dem Tod ihrer Mutter erfüllt. "Monicas" unterscheidet sich von den üblichen Kaffees und ist im Viertel recht beliebt, aber natürlich könnte der Erfolg größer sein.
Eines Tages findet sie ein Notizbuch und sie glaubt, dass es jemand verloren haben könnte.
Doch der Titel scheint darauf abzuzielen, dass es absichtlich liegen gelassen wurde. "Projekt Aufrichtigkeit". Monica schlägt es auf, um vielleicht den Besitzer zu eruieren. Dabei liest sie die Zeilen von Julian, 79 Jahre alt und sehr einsam. Sie beschließt etwas zu unternehmen und hinterlässt ebenfalls ein paar Zeilen. Das Buch lässt sie in einer Bar liegen und dort findet es Hazard. Seine Entscheidung bringt einiges zum Rollen.
Mein Fazit:
Was für eine süße Geschichte. Das Projekt Aufrichtigkeit vereint ein paar wunderbare Charaktere. Neben Monica, verleiht vor allem Julian der Geschichte den richtigen Pepp. Dazu noch der Australier Riley, dem das düstere Leben in London zusetzt. Es geht um Erwartungen, Vorurteile und Einsamkeit, um Wahrheiten und kleine und große Lügen. Jede einzelne Figur erzählt eine Geschichte, zusammen ergeben diese Figuren ein Ensemble, das virtuos miteinander spielt und sich auch mal streitet.
Aus wechselnden Perspektiven erzählt, erfährt der Leser fast alles und kann sich mögliche Szenarien vorstellen. Dennoch hält die Geschichte einige Überraschungen bereit.
Ich fand das Buch so angenehm, schön zu lesen, mit liebevollen, einzigartigen Figuren. Wichtige Themen wurden angesprochen, die jedem von uns bekannt sind. Aufrichtigkeit wäre so oft die passende Antwort auf viele Fragen.
Leider für mich zu flach
Sag ihr, ich war bei den Sternen von Dani Atkins
Nach sechs Jahren im Koma wacht Maddie wieder auf. Nichts ist mehr wie es war. Die Liebe ihres Lebens hat eine andere Frau geheiratet und lebt sein Leben ohne sie.
Dieses neue Leben ist für Maddie kaum zu ertragen, denn sie muss zuschauen, wie Chloe ihr Leben ausfüllt. Wie soll sie damit umgehen? Welche Zukunft steht ihr bevor? Fragen, die sie fast zur Verzweiflung bringen.
Mein Fazit:
Dieses war mein erstes Buch der Autorin und ich gebe zu, meine Erwartungen waren hoch. Ich habe schon so viele gute Stimmen gelesen, dass es mir nun sehr schwer fällt, zuzugeben, dass mich die Geschichte nicht wirklich überzeugen konnte.
Es war das gesamte Konstrukt, das mich ein wenig ratlos zurück lies. Warum konnte Maddie nach sechs Jahren wieder aufwachen? Wieso hat sie kaum Schäden, wieso kann sie fast sofort wieder laufen? Es waren aber nicht nur die medizinischen Probleme, die mich erstaunen ließen.
Vor allem fehlte mir die Sichtweise von Maddies Verlobten. Er war der Dreh- und Angelpunkt, seine Gefühle, seine Erlebnisse blieben im Dunkeln. Das fand ich ungemein schade. Die wechselnde Perspektive zwischen Maddie und Chloe (der neuen Frau) waren somit fast das einzig Positive daran.
Auch mit dem Ende war ich nicht wirklich zufrieden. Wobei es dazu jetzt auch eine Kurzgeschichte gibt. (Heller als alle Sterne)
Ein toller Historical mit zwei hinreißenden Hauptfiguren
Die Rebellinnen von Oxford - Unerschrocken von Evie Dunmore
Lucie ist 27 Jahre alt und damit eine alte unverheiratete Jungfer. Sie will niemals heiraten, denn sonst müsste sie ihre so wichtige Aufgabe, rund um die Rechte der Frau, aufgeben und sich ihrem Schicksal als Ehefrau und Mutter ergeben. Ihre direkte und meist undiplomatische Art hat ihr auch so manchen fiesen Spitznamen beschert.
Sie lässt sich aber dadurch nicht beleidigen und kämpft um so härter.
Tristan, Lord Ballentine entspricht genau dem Anschein des englischen Lebemanns: reicher Erbe, der nicht zu arbeiten braucht, sich auf seinen Lorbeeren, die er sich in der englischen Armee erworben hat, ausruht. Als er jedoch wieder Lucies Weg kreuzt, muss er seine verdeckten Karten nach und nach aufdecken, denn sie geht ihm unter die Haut und das schon seit sehr langer Zeit.
Lucie möchte unbedingt einen Verlag kaufen, um in den Zeitschriften auf die Situation der Frau aufmerksam zu machen. Tristan ist am gleichen Verlag interessiert wie Lucie, aber er verfolgt ganz andere Ziele als sie.
Da sie sich immer wieder begegnen, lernen sie einander besser kennen, als ihnen lieb ist und Gefühle lassen sich nicht so einfach ignorieren.
Mein Fazit:
Nachdem mir Teil 1 der Reihe richtig gut gefallen hatte, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Es ist völlig anders geschrieben. Ernsthafter, direkter und vor allem gibt es noch mehr Informationen zum Leben der Frauen im viktorianischen England. Natürlich ist dieses Buch mehr eine Liebesgeschichte aber dennoch gab es für mich einiges Neues zu erfahren.
Dazu noch die hinreißende Liebe zwischen Lucie und Tristan. Da Lucie mit ihrer modernen Einstellung so überhaupt nicht den Erwartungen ihrer Zeit entspricht, scheint die Liebe für sie nicht möglich zu sein.
Tristan ist in einer Familie ohne Liebe aufgewachsen und dennoch hat er sich einen liebevollen Kern bewahrt.
Beide glauben nicht für die Ehe geschaffen zu sein. Sie sind Einzelkämpfer für ihre Sache, die erst langsam begreifen, wie viel mehr sie zusammen erreichen können. Dazu müssen beide erst über ihre Situation nachdenken, sie neu bewerten und über ihre Schatten springen.
Ja, es gibt ein paar Längen - vor allem am Anfang - aber, die werden wett gemacht, durch eine tolle zweite Hälfte, mit allem was ein Historical so braucht: Missverständnisse, Intrigen, Lügen und natürlich die großen Gesten.
Wenn es passt, dann passt es
When you look at me von Kelly Moran
Eisig, kalt, abweisend, roboterartig das sind Adjektive mit denen Xavier Gaines beschrieben wird. Nicht gerade schmeichelhaft und auch nicht nützlich vor allem wenn Gaines Industries die Medien für sich gewinnen will. Da muss jemand her, der eine Imagekorrektur durchführen kann. Peyton Smoke wäre die perfekte Wahl.
Xavier und Peyton kennen einander aus der Highschool und Peyton weiß um seine diversen Eigenarten.
Sie beschließt für ihn als PR Leiterin zu arbeiten. Nach knapp zwei Jahren zeigen sich die Erfolge, denn Xavier erscheint menschlicher, sympathischer und auch geheimnisvoller in den Medien. Die Zusammenarbeit überschreitet hin und wieder ein paar Grenzen, denn ihre Beziehung wird mit jedem Tag enger und intimer. Das Knistern zwischen den beiden, ist kaum zu übersehen und dennoch scheuen beide den nächsten Schritt.
Mein Fazit:
Kelly Moran ist für ihre Cosy Romance Bücher bekannt und dieser reiht sich wieder ein, aber die Geschichte ist eindeutig viel heißer als "Kissing in the rain".
Was die Bücher gemein haben, sind die wundervoll sympathischen Charaktere. Sowohl Peyton als auch Xavier erheben den Anspruch auf Lieblingsfiguren in einem New Adult Roman. Als einzelne Personen gefallen sie mir bereits extrem gut, aber als Paar konnten sie mich völlig überzeugen.
Wie immer kommt die Autorin ohne große Dramen aus aber sie holt sich Themen, die berühren und jedem ein wenig bekannt sind. Vor allem bei Peyton hat das Leben echt heftig zugeschlagen und dennoch hat sie sich nicht unterkriegen lassen und wurde dennoch zu einem mitfühlenden, liebevollen Wesen.
Xaviers Probleme mit fremden Menschen zu interagieren, finde ich gar nicht so entsetzlich. Er erkennt seine Probleme, seine Defizite und sucht Hilfe. Ich finde das großartig.
Ich habe das Buch ungemein gerne gelesen, konnte mich in die Geschichte fallen lassen.











