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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Caroline :

Der nächste Mancini

One-Night-Husband von Piper Rayne

Was in Vegas passiert, bleibt meist in Vegas. Aber nicht immer - diese Erfahrung müssen Val und Dom machen, die in einer Nacht und Nebel, vor allem Alkohol, Aktion heiraten. Zurück in New York wollen sie die Ehe sofort annullieren lassen. Obwohl sie einander seit der Schulzeit kennen und bereits einige Mal zusammen waren.

Doch Val hat große Zweifel, dass Dom sie jemals an erste Stelle setzen wird. Dom dagegen glaubt, dass Val ihm immer wieder das Herz brechen wird, weil sie ihn nicht so liebt, wie er sie.
Sie haben die Rechnung allerdings ohne ihre Eltern gemacht, die über Umwege von ihrer Heirat erfahren haben. Sie fordern von ihnen 3 Monate, um es doch mit einer Beziehung zu versuchen. Um sie zu beruhigen und sie glücklich zu machen, stimmen sowohl Val als auch Dom zu. Wobei sie aber von Anfang an davon ausgehen, dass sie nur ein paar Wochen das glückliche Paar spielen müssen, um dann die Auflösung bekannt zu geben.

Mein Fazit.
Tja, mit dem Paukenschlag am Ende des zweiten Teils war klar, dass ich Doms Buch unbedingt und gleich lesen musste. Schließlich wurde er als Single und Workaholic eingeführt. Seine besondere Freundschaft zu Val wird nun zum großen Thema. Die zwei kennen einander in- und auswendig. Schon als Jugendliche wurde ihnen eine gemeinsame Zukunft prognostiziert, aber es kam anders als gedacht. Val wurde von einem anderen schwanger und heiratete den Vater ihres Sohnes. Zwar sind die zwei in der Zwischenzeit geschieden, aber ein gemeinsames Kind (okay schon Teenager) verbindet.
Nun beginnt eine ziemlich New Adult mäßige Geschichte. Zwei Menschen, die in einander verliebt sind, aber einander zu wenig vertrauen und nicht genug miteinander sprechen. Das könnte mich jetzt nerven, aber ich fand es amüsant und recht spannend zu lesen. Die zwei haben wirklich ein Brett vor dem Kopf. Jeder andere hat bereits verstanden, woran es happert. Somit gab es auf beiden Seiten minimale Veränderungen, die dem anderen den Weg gezeigt haben und dennoch hat es gedauert, bis der Groschen gefallen ist.
Es war nicht das beste Buch der Reihe (ich mag Annies und Enzos Geschichte immer noch am liebsten), aber ich habe es gerne gelesen. Und ich denke, es wird einen vierten Teil geben, denn Blanca hat hier am Ende ihren Auftritt.

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Bittersüße Liebesgeschichte

Crashing Back to You (»Back to You«-Reihe 2) von Lexis Able

Aley und Chase, Chase und Aley so unterschiedlich wie Tag und Nacht aber gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Seit sie sich kennengelernt haben, verbindet sie eine skurrile Freundschaft. Chase lockt Aley gerne aus der Reserve, um ihr zu zeigen, wie mutig sie sein kann. Sein subtiles Werben dauert ein knappes Jahr und als Aley sich schließlich eingesteht, dass ihre Gefühle weit über Freundschaft hinausgehen, verbringen sie eine zauberhafte Nacht miteinander.

Doch das Erwachen am nächsten Morgen ist hart und konfrontiert sie mit der Realität. Chase wird verhaftet und für 13 Monate ins Gefängnis gesteckt. Als er entlassen wird, scheint vom charismatischen, hoffnungsvollen jungen Mann nichts mehr übrig zu sein.
Die wundervolle Verbindung zwischen Aley und Chase lässt sich zwar nicht leugnen, aber die Schatten der letzten Monate schweben über beiden.

Mein Fazit:
Wow, was für eine Geschichte. Dies ist Teil 2 der "Back To You" Reihe der Autorin, aber man kann (ich betone kann) das Buch lesen, ohne "Running Back To You" gelesen zu haben. Aber warum sollte man das denn tun?
In Band 1 lernen wir Aley und Chase schon kennen. Ihre witzige Beziehung, ihre wachsende Freundschaft und deshalb empfehle ich unbedingt auch den 1. Teil zu lesen. Denn so erfährt man über die zwei Hauptfiguren noch viel mehr.
Sowohl Aley als auch Chase Jugend war nicht gerade einfach. Sie kämpfen gegen Widrigkeiten, die sie oft verzweifeln lassen. Chase kommt nach der Gefängnisstrafe zurück und versucht zumindest dort anzuknüpfen, wo sein Leben abrupt aufgehört hat. Er lässt sich leider den Stempel des Straftäters zu leicht aufdrücken und damit beginnen schwerwiegende Probleme.
Aley dagegen hat mir mit jeder Seite Respekt abgerungen. Ihre Entwicklung war mit Händen zu greifen. Dabei verläuft auch ihr Leben nicht einfach. Wahrscheinlich ist sie mir deshalb so ans Herz gewachsen, denn ich konnte so gut nachvollziehen, wie sie sich fühlt. Ihre Stärke Entscheidungen zu treffen, mögen sie auch noch so hart sein, fand ich großartig. Eine tolle weibliche Figur, die in Erinnerung bleiben wird.
Wieder lebt die Geschichte durch die Nebenfiguren aber die Handlung war dieses Mal noch ein kleines bisschen interessanter, spannend, nervenaufreibend und auch traurig. Ja, ich bin nah am Wasser gebaut, aber es gab ein zwei Szenen, die mich so berührt haben, dass ich mir die Taschentücher holen musste.
Teil 3 erscheint auch schon im Juli und ich freue mich und bin so neugierig, was passieren wird und ob wir kleinere Blicke auch noch auf Aley und Chase erhaschen werden.

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So viel mehr als eine Sports-Romance

Running Back to You (»Back to You«-Reihe 1) von Lexis Able

Luca erläuft sich einen Studienplatz in Vancouver, wo auch schon ihre Brüder studieren. Dort erhofft sie sich einen Neustart. Ein Leben abseits von Panikattacken und Phobien, normal und gewöhnlich. Dazu gehört auch das Laufen, nicht wirklich als Sport, um Siege zu erringen, sondern um einigen Dingen davonzulaufen.

Bis Brayden sie fast über den Haufen läuft. Ein Mann, der Icehockey spielt, um zu gewinnen und um seine Erinnerungen in sich einzuschließen. In den letzten Monaten hat er tatsächlich dem Klischee des Sportlers entsprochen aber als er Luca trifft, reißen Teile seiner Schutzmauern nieder und es bleibt ihm kaum etwas anderes übrig, als sich mit dieser jungen Frau näher zu befassen.

Mein Fazit:
Diese Geschichte wird als Sport-Romance angekündigt und Sport kommt darin auch vor, ist ein Bestandteil, aber die Story hat so viel mehr zu bieten.
Sowohl Luca als auch Brayden sind so realistisch dargestellt, den beiden haftet eine Menschlichkeit an, in der sich jeder selbst erkennen kann. Sie haben Ecken und Kanten und vor allem Luca hat extreme Probleme anderen Menschen zu vertrauen. Auch Brayden muss Teile seiner Vergangenheit bewältigen aber sein Urvertrauen zu Menschen ist erhalten und mit diesem Vorteil gelingt es ihm auch, Luca aus der Reserve zu locken. Seinem Optimismus und seiner Hartnäckigkeit kann auch Luca nicht lange widerstehen, aber es entsteht nur langsam eine Freundschaft, die erst wachsen und gedeihen muss. Eine wunderbare Entwicklung, die ich so gerne gelesen habe, denn auch Hindernisse gehören zum Leben, denn ein Happy End ist keinesfalls selbstverständlich.
Es gab an der Handlung nur eine Kleinigkeit, die ich nicht so recht einordnen konnte. Luca wollte selbständig ihr Leben in die Hand nehmen, ihren Brüder keine Last mehr sein. Dennoch hat sie sich entschieden die gleiche Uni zu besuchen. Ich kann ihre Beweggründe durchaus verstehen, aber gleichzeitig wäre ein klarer Schnitt doch vielleicht erfolgreicher gewesen?
Dies war aber nicht störend für die Geschichte an sich, denn so konnten wir einige Nebenfiguren kennenlernen, die die Story enorm bereichert haben. Fortsetzungen mit eben diesen sind bereits angekündigt.

Teil 2 Crashing Back to You (erscheint im Mai 2022)
Teil 3 Dreaming Back to You (Juli 2022)

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Wie Bienenköniginnen transportiert werden :)

Die wundersame Reise der Bienen von Katja Keweritsch

Nachdem Anna kurz vor dem Start des Flugzeugs von Nizza nach Hamburg eine Panikattacke erleidet, sitzt sie nun vor dem Flughafen und denkt über ihre nächsten Schritte nach. Es scheint ihr ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, in ein Flugzeug, in einen Bus oder einen Zug zu steigen.
Somit bleibt nur eine Mitfahrgelegenheit in einem Auto.

Nach kurzer Suche findet sie tatsächlich jemanden, der nach Norddeutschland will und nicht über die großen Autobahnen fährt.
Mit Harm beginnt sie nun ihren Weg nach Hause und dieser Mann, hat ebenfalls eine ungewöhnliche Vergangenheit und dazu transportiert er in wunderschönen Holzkästen Bienenköniginnen. Diese liefert er persönlich an die Empfänger aus.
Die Autofahrt durch die Provence öffnet für beide neue Blickwinkel und wirkt für lange Zeit nach.

Mein Fazit:
Was für ein toller Roadtrip. Mit wundervollem Setting und zwei Hauptfiguren, die so real und richtig erscheinen. Anna mit ihrer plötzlich auftretenden Panikattacken ist so glaubwürdig beschrieben und dazu Harm, der mit seinen Problemen zu kämpfen hat und dennoch Anna in entscheidenden Augenblicken zur Seite steht.
Was mir hier aber besonders gut gefallen hat, sind die Beschreibungen der Natur. Das im Gegensatz zu meinen normalen Vorlieben. Ich war immer ganz dabei, wenn die Blumen, Pflanzen oder Bäume in den Mittelpunkt gerückt wurden. Getoppt haben die Geschichte auch die tollen Tipps für den nächsten Südtrankreich-Urlaub.
Es war eine ganz besondere Lektüre, die zwei Menschen zeigt, die an einem Scheideweg in ihrem Leben stehen und sich ganz viele Fragen stellen müssen.

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Erschütternde Wahrheiten, die bereits 1938 bekannt waren

Adressat unbekannt von Kathrine Kressmann Taylor

19 Briefe in knapp einer Stunde, gesprochen von zwei Männern mit sehr unterschiedlichen Stimmen, die sich der Situation anpassen. Genial vertont von Matthias Brand (Stimme zu Max Eisenstein) und Stephan Schad (Stimme zu Martin Schulse)

Bereits 1938 erstmals veröffentlicht zeigt die Autorin Kathrine Kressmann Taylor, dass die Situation in Deutschland weltweit Besorgnis erregte und manche Dinge bekannt waren.

Martin Schulse und Max Eisenstein sind Freunde. Leiten in San Francisco gemeinsam eine recht erfolgreiche Galerie und 1932 beschließt Martin mit seiner Familie nach Deutschland zurück zu kehren. Man verspricht sich die jahrelange Freundschaft mittels Briefen nicht zu verlieren und so gehen anfangs ungemein freundliche und wunderbare Briefe hin und her. Doch je länger (nicht wirklich viele Monate) Martin in Deutschland weilt, wird seine Gesinnung deutlich und der Ton in den Briefen ändert sich. Begrüßung und Abschiedsworte werden harsch und dazu kommen auch noch die passenden Stimmen.
Gänsehautmomente, die mich schwer erschüttert haben. Dazu noch die Kürze und das Ende, es war einfach ungemein berührend.

Wer sich näher mit diesem Briefwechsel beschäftigen will, es gibt dazu Theaterstücke bzw. Lesungen und es wurde bereits 1944 verfilmt. Ich wusste bis vor einigen Monaten noch gar nichts über diesen Briefroman und bin so froh, dass ich ihn entdecken durfte.

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Flucht, Erinnerungen und Aufarbeitung

Unter dem Schnee von Katrin Burseg

Jahreswechsel 1978/79 im Norden von Deutschland wütet ein Jahrhundertschneesturm, der ganze Ortschaften "unter dem Schnee" verschwinden lässt. Ungünstig für die Familie von Schwan, die sich eigentlich von ihrem Oberhaupt Luise verabschieden wollte. Doch es ist unmöglich den Sarg unter die Erde zu bringen.

So finden sich die Familienmitglieder und noch ein paar andere Leute im Herrenhaus wieder, um diese außergewöhnlichen Tage erzwungener Maßen gemeinsam zu verbringen.
Luises Schwester, ihre zwei Söhne Carl und Johann, Carls hochschwangere Ehefrau und Johanns Tochter Carolin versuchen sich in der extremen Situation zusammenzuraufen, dazu dringt im aller letzten Moment noch Aimée zu ihnen, deren Geschichte und Vergangenheit die Familie aus der Bahn werfen wird.

Mein Fazit:
Für mich ein sehr raffinierter Roman, eine Geschichte, die langsam entblättert wird. Die lange verschwiegen wurde. Erst als der Schnee alles überdeckt, kommt die Vergangenheit ans Licht. Neben den wirklich schmerzhaften Erinnerungen an die Flucht aus Pommern, waren es damals Existenzängste, Lebensangst, die am Ende des Krieges totgeschwiegen wurden.
Die Verwicklungen in die NS Maschinerie geriet in Vergessenheit und sollte weiterhin im Schatten liegen.
Dieses Ensemble, das sich in dem Herrenhaus zusammenfindet, stößt recht bald an ihre Grenzen. Denn sich zu unterhalten, bedeutet sich zu öffnen und zu erzählen. Aber niemand scheint wirklich bereit zu sein, sich der Vergangenheit zu stellen. Schlussendlich kommt die Wahrheit ans Licht, schmerzhaft zu lesen, denn es gibt kein eindeutiges Schwarz und Weiß. Die Tatsachen sind grau in grau. Unschuld und Schuld liegen hauchdünn nebeneinander und die Grenzen verwischen sich.
Niemand förderte in den 70er Jahren die Neugier über die NS Vergangenheit der Großeltern und Eltern.
Dazu noch dieser Sturm, den es tatsächlich gab. Der Tote forderte und so ungewöhnlich war, dass sich heute noch viele daran erinnern können.

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Kräfte zehrende Geschichte über Mädchen in Indien

Das Mädchen mit dem Drachen von Laëtitia Colombani

Als Lena nach dem Tod ihres Mannes für einige Zeit am Golf von Bengalen abtauchen will, erkennt sie dort einen neuen Sinn in ihrem Leben.

Mit vollem Einsatz stampft sie dort eine Schule aus dem Boden, vor allem für Mädchen möchte sie Bildung schaffen. Denn diese sind in Indien immer noch benachteiligt und werden als Ware gehandelt.

Die Mädchen sind eine Belastung für die Familien bis sie verheiratet werden können. Selbst die Aussicht auf Grund einer Schulausbildung der Familie helfen zu können, kann die Entscheidung kaum verändern.

So bleibt Lena oftmals nichts weiter übrig als zu akzeptieren, dass sie an ihre Grenzen kommt.



Mein Fazit:

Ich habe das Buch schon seit einigen Tagen fertig, aber ich kann mich nicht wirklich für eine Meinung entscheiden.

Einerseits ist die Geschichte extrem deprimierend, ernüchternd und hat mich so zornig gemacht. Die indische Gesellschaft ist noch nicht bei der Politik angekommen. Sie steckt fest in Jahrhunderte alten Tradition (was kein Wunder ist) und lässt sich natürlich nicht so schnell bewegen.

Andererseits gibt Lena mit ihrer Entwicklung und ihrem Mut wieder Hoffnung, in einer Welt voller Vorurteile und Missstände.

Es war eine für mich sehr anstrengende Lektüre, noch dazu in Zeiten als der Krieg in Europa ankam.

Deshalb empfehle ich diese Geschichte Menschen, die sich stabil genug fühlen, in eine Welt abzutauchen, die ungerecht und manchmal auch grausam ist.

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ACHTUNG - kein Liebesroman im klassischen Sinn

Jeder Tag für dich von Abbie Greaves

Seit sieben Jahren steht Mary in ihrer Freizeit am Bahnhof von Ealing. Ein Pappschild in Händen auf dem steht: "Komm nach Hause, Jim". Unbeachtet, höchstens mal angerempelt aber meist unsichtbar, bis eines Tages im schlimmsten Gedränge Mary sich Luft macht und damit eine kleine Internetsensation wird.

An diesem Tag ist auch Alice in dem Bahnhof und diese Frau mit ihrem Schild erregt ihre Neugier und als Journalistin ist es sogar ihre Aufgabe, einer interessanten Geschichte auf den Grund zu gehen.

Mein Fazit:
Achtung! Dies ist kein Liebesroman im klassischen Sinn.
Es ist ein Buch über die Liebe: romantische, freundschaftliche, familiäre Liebe aber eben kein Liebesroman. Obwohl die Liebe zwischen Mary und Jim im Focus steht.
Mary in der Gegenwart mit diesem Pappschild zu sehen, ist herzzerreißend. Die Blicke in die Vergangenheit bringen auf gewissen Ebenen Klarheit, tragen aber eindeutig auch dazu bei mehr über die beiden wissen zu wollen.
Neben Mary und Jim spielen einige Nebenfiguren, wie zB Alice eine wichtige Rolle, denn in jedem Menschen schlummern Ängste, Träume und Hoffnungen.
Ich habe das Buch so gerne gelesen, auch wenn es ein außergewöhnliches Ende hat.
Wer Holly Millers "Der letzte erste Augenblick" mochte, wird diese Geschichte lieben.

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Starker erster Teil und dann ein nerviger zweiter Teil

Can't Stop the Feeling von Vi Keeland; Penelope Ward

Alleine auf Hochzeitsreise zu gehen, war nicht geplant. Hazel tritt die Reise zwar an aber bereits nach zwei Tagen will sie wieder nach Hause. Doch ein großer Schneesturm bringt ihre Pläne komplett durcheinander. Vail ist eingeschlossen und niemand kommt mehr raus oder rein. Ihr Zimmer im Hotel ist natürlich auch schon vergeben und nur durch eine List findet sie eine Übernachtungsmöglichkeit.

Unabsichtliche Hilfe bekommt sie von Matteo, der sich ein Zimmer erschleicht und Hazel die Gelegenheit beim Schopf packt.
Aus dieser Zweckgemeinschaft entsteht Freundschaft und ein Roadtrip quer durch die USA beginnt.

Mein Fazit:
Ich habe mich auf ein weiteres Buch der zwei Autorinnen sehr gefreut. Ich mag ihre Geschichte und finde, dass sie sehr gut harmonieren.
Angefangen hat die Story echt sehr interessant. Hazel und Matteo treffen aufeinander und vor allem Matteo erkennt, dass Hazel einen guten Freund gebrauchen kann. Zwar spüren die zwei schon eine gewisse Anziehung, sind sich aber bewusst, dass es nicht der richtige Zeitpunkt ist. Das fand ich großartig und sehr gelungen.
Dann kam Teil 2 und damit für mich ein richtiger Absturz. Die Situation eskaliert - so wie meist in den Geschichten von Vi Keeland und Penelope Ward, was mich sonst überhaupt nicht stört. Aber hier fand ich diese "Herumgeeiere" einfach zu viel. Dazu fehlte mir der Witz und der Humor und das fand ich sehr schade.
Deshalb gibt es dieses Mal "nur" drei Sterne, aber natürlich erwarte ich weitere Bücher der zwei sehnsüchtig.

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Ein sehr erwachsenes Buch für dieses Genre

Durch die kälteste Nacht von Brittainy Cherry

Nach einem furchtbaren Schicksalsschlag findet sich Kennedy alleine in einem kleinen Ort wieder. Ein Örtchen, wo jeder jeden kennt, wo jeder über jeden spricht. Kennedy gibt zwar nicht viel von sich preis aber sie ist dennoch der Mittelpunkt der Klatschtanten.

Jax lebt schon ewig hier und jeder kennt seine Geschichte und jeder hat sich seine Meinung über ihn gebildet.

Sein Ruf eilt ihm voraus und erreicht natürlich auch Kennedy. Als sie erstmals aufeinander treffen, fährt Jax Kennedy richtig fies an und sie reiht sich ein, in die Reihe der Menschen, die ihn nicht leiden können.

Aber es stellt sich schnell heraus, das die zwei sich schon als Kinder begegnet sind. Beide haben sich unglaublich verändert und es scheint kaum noch etwas von den sorglosen Wesen übrig zu sein. Die Zeit hat sie geprägt, ihren Charakter geformt und nun stehen sie beiden an einem weiteren Wendepunkt in ihrem Leben.

Mein Fazit:
B.C. Cherry schafft es wieder einmal mich zu beeindrucken. Mit einer sehr erwachsenen Geschichte, mit zwei Figuren, die unglaublich viel durch gemacht haben. Beide verzweifeln zeitweise an ihrem Leben. Sie schleppen sich durch den Alltag. Kennedy glaubt sogar, dass sie nie mehr wieder ein geregeltes normales Leben führen kann.
Jax hat sich hohe Mauern erbaut, um so wenig wie möglich zu fühlen. Seine Erfahrungen haben ihn gelehrt, niemanden zu vertrauen.

Über einen Aspekt der Geschichte muss ich immer wieder nachdenken und stimmt mich sehr traurig. Es braucht nur einen einzigen Menschen, um das Selbstwertgefühl zu zerstören, um Selbstzweifel ins Unermessliche wachsen zu lassen. Aber um wieder aufzustehen, um wieder ins Leben starten, braucht es ein ganzes Netzwerk, das einem hilfreich zur Seite steht.

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