Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Caroline :
Immer noch meine Lieblingsreihe
Black Dagger - Der Spion von J. R. Ward
In Florida erlebt Sola sehr eintönige Tage. Aber die Sicherheit ihrer Großmutter steht für sie im Vordergrund und somit erinnert sie sich an Assail und vermisst ihr schmerzlich. Selbst als Assails Cousins auf der Bilderfläche erscheinen und sie um Hilfe bitten, um Assail wieder ins Reich der Lebenden zu ziehen, weigert sie sich standhaft, bis Vovo sie überzeugt, dass sie unbedingt helfen muss.
So machen sie sich gemeinsam auf die lange Reise von Florida in den Norden. Dort angekommen erkennt sie Assail kaum wieder, denn einer Leiche gleich, liegt er auf dem Krankenbett.
Unterdessen kämpfen die Brüder weiter, um die Rasse vor Angriffen zu schützen und sehen sich mit einer völlig neuen Dimension an Gegnern konfrontiert. Vor allem Vishous sucht verzweifelt nach einer Lösung dieses Problems. Gleichzeitig stehen er und Jane an einem Scheideweg in ihrer Beziehung.
Wie hat es mir gefallen?
Ein Jahr lang gewartet, darauf gefreut, ausgelesen und nun heißt es wieder warten bis April 2019. „The Savior“ wird Band 17 heißen.
Dieses Buch habe ich sehnlichst erwartet, denn schließlich sollte es endlich zur Klärung von Assails „Problem“ kommen und zusätzlich gab es Erklärungsbedarf bei Vishous und Jane. Mit meinen Freundinnen, die ebenfalls BD lieben, habe ich diskutiert und Gedanken gewälzt, Möglichkeiten abgewogen.
Beiden Themen wird natürlich viel Platz eingeräumt. Neben Sola hat auch ihre wundervolle Großmutter humorvolle und witzige Auftritte. Vor allem ihre Sorge, um das leibliche Wohl sowohl Assails als auch seinen Cousins bleiben mir in Erinnerung. Nicht nur einmal fordert sie alle auf bei den Mahlzeiten richtig zuzugreifen, mit den Worten: „Essen – alle zu dünn“ und das bei gut gebauten Vampiren.
Solas Figur erschien mir zu Beginn dieser Geschichte ein wenig blass und gar nicht so, wie ich sie in Erinnerung hatte, aber mit Fortlauf der Handlung trat sie in den Vordergrund. Sie stand für ihre Überzeugungen ein, lies sich nicht beirren und handelte. Assails Part war auf Grund seiner Krankheit eindeutig ruhiger.
Mein Augenmerk lag auf V und Jane. Ihre Beziehung finde ich einfach spannend und sehr speziell. Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass ihre Eigenständigkeit und Unabhängigkeit unweigerlich auf eine Katastrophe zu steuerten. Jane arbeitet bis zum Umfallen und Vs Loyalität der Bruderschaft und dem König gegenüber kosten ihn ebenfalls unglaublich viel Zeit und Energie. Schon in „The Chosen“ fingen die Konflikte zwischen ihnen an und erreichen nun ihren Höhepunkt.
Meine größte Sorge galt Jane, den ihr Status als Geist empfinde ich als angreifbar. V hat mich dieses Mal sehr überrascht. Dies lasse ich so stehen, um nicht zu viel zu verraten.
Insgesamt hat mir „The Thief“ besser gefallen, als „The Chosen“ (auf Grund des abrupten Endes). Es klären sich einige Fragen auf und ein paar bleiben auch dieses Mal auf der Strecke und noch ein paar weitere werden gar nicht erwähnt und harren damit weiterhin auf ihre Lösung.
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Leidenschaftlicher Einblick in den Rugbysport
Invincible - Ich geb dich niemals auf von Stuart Reardon; Jane Harvey-Berrick
Kurz vor seinem Wechsel zu einem erstklassigen Rugby Team verletzt sich Nick Renshaw schwer. Um seine Karriere zu retten, muss er eine aufwendige und teure Operation hinter sich bringen. Sein Reha-Programm verläuft zwar recht erfolgreich, aber sein neuer Club ist nicht zu 100 Prozent zufrieden. Um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, stellen sie ihm eine Sportpsychologin zur Seite, um seine Ängste in positive Energien zu verwandeln.
Anna Scott liebt ihre Arbeit. Ihre Praxis spezialisiert sich auf aktive Sportler. Sie ist stolz auf ihre Professionalität. Sie trennt strikt zwischen Arbeit und Privatleben. Als Nick jedoch über die Schweller ihrer Praxis tritt, erkennt sie sofort, dass er ihr gefährlich werden kann. Sie versucht das ständige Kribbeln zu ignorieren. Es ist ihr wichtig ihm zu helfen, seine gesamtes Potential auszuschöpfen, um wieder an die Spitze anzuschließen.
Wie hat es mir gefallen?
Vielen Dank an die Lesejury, die eine Leserunde durchgeführt hat und dabei ich habe das Buch gewonnen.
Mal ehrlich, wie heiß ist dieses Cover? Das Model ist hier auch gleichzeitig der Autor. Gemeinsam mit Jane Harvey-Berrick hat er diese Geschichte geschrieben, die einen wahren Kern seines persönlichen Schicksals enthält. Stuart Reardon war selbst Rugby-Spieler und hat auch für die englische Nationalteams gespielt und wurde durch eine heftige Verletzung gestoppt.
Daraus ergibt sich einer der absoluten tollen Pluspunkte. Stuart erzählt uns seine Erfahrungen, seine Gefühle, seine Ängste und Hoffnungen. Schon die erste Seite lies mich als Leserin an seinem Verstand zweifeln. Denn er schreibt über die körperlichen Auswirkung dieses Sports. Blaue Flecke gehören da zum Alltag, gebrochene Knochen, diverse Risse, die genäht werden müssen - da die Spieler keine Schutzkleidung tragen - im Gegensatz zum American Football.
Manchmal sind wir als Leser hautnah am Spielfeld dabei. So nah, dass mir auch eine Gänsehaut über den Rücken lief. Da ich heuer meinen Urlaub in Südengland verbringen werde, habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, ein Rugbyspiel live zu erleben.
Neben dem Sport spielt auch die Liebe eine große Rolle. Auch Anna brennt für ihren Beruf. Sie hat ein Händchen für angeschlagene Sportler. Sie versucht auch auf ungewöhnlichen Wegen ihren Patienten zu helfen. Sie steht zu ihren Prinzipien und hält Nick auf Abstand.
Die Handlung ist in manchen Bereichen vorhersehbar. Eine Person ist so eindimensional beschrieben, dass ich des öfteren den Kopf schütteln musste, aber als das tut der Lesefreude keinen Abbruch. Es hat Spaß gemacht, Anna und Nick zu begleiten, wie sie die Probleme in Angriff nehmen.
Im englischen ist bereits der zweite Teil "Model Boyfriend" erschienen. Ich bin gespannt, ob der Verlag diese Geschichte auch übersetzen wird. Ich denke, es würden sich viele darüber freuen.
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Die erste echte Liebe
Invincible - Ich geb dich niemals auf von Stuart Reardon; Jane Harvey-Berrick
Wieder eine neue Stadt, wieder neue Nachbarn, wieder eine neue Schule und damit neue Schulkollegen. Elisha ist es gewohnt ständig den Wohnsitz zu ändern. Da ihr Leben komplett durchgetaktet ist, hat sie kaum Zeit Freundschaften zu schließen und somit stellt sie sich der Herausforderung mit stoischem Gleichmut.
Sie rechnet nicht damit, dass sie auf Jennifer trifft, die sie uneigennützig unter ihre Fittiche nimmt und sie in ihren Freundeskreis integriert.
Elisha erfährt auch, dass Jennifers beste Freundin seit einigen Wochen verschwunden ist. Niemand kann sie erklären, was genau passiert ist und sie leidet sehr darunter.
Sobald sie Cade trifft, flattern in ihrem Bauch die Schmetterling wild herum. Da er aber scheinbar eine feste Freundin hat, denkt Elisha gar nicht daran sich ihm zu nähern. Zugleich sucht aber Cade öfter ihre Nähe. Er holt sie von ihrem Nebenjob ab und bringt sie sicher nach Hause. Langsam schleicht er sich in ihr Leben. Beide geben immer mehr aus ihrer Vergangenheit Preis, aber Elisha hat große Probleme ihm richtig zu vertrauen.
Wie hat es mir gefallen?
Gemeinsam mit einer Freundin gab es eine kleine feine Leserunde und die Autorin hat sich uns angeschlossen. Vielen Dank dafür - es ist immer nett genauere Einblicke in die Geschichte zu bekommen.
Die Autorin habe ich recht gut im Blick, da sie nicht weit von mir entfernt wohnt. Ich durfte sie auch schon mal bei einer Lesung hören. Sie ist sehr sympathisch und nett.
Nun aber zum Buch. Ausnahmsweise möchte ich auch einen Blick auf das Cover werfen, das mir gut gefällt. Die düstere Farbwahl ist gelungen, das Paar ist nicht ganz genau zu erkennen und erweckt einen sehr vertrauten Eindruck. Meine Ausgabe habe ich bei Anna direkt bestellt, es ist mit einer lieben Widmung versehen und natürlich auch signiert.
In dieser Geschichte vereint sich eine romantische Liebesgeschichte mit einem Krimi. Elisha und Cade sind als Hauptfiguren sehr gut gelungen. Beide knabbern schwer an den vergangenen Jahren. Erst nach und nach werden die Geheimnisse enthüllt. Dabei gab es die eine oder andere Wendung, die mich ungemein überrascht hat.
Auch der Krimi im Hintergrund hat es in sich. Gruselig und spannend bis zu letzten Seite. Der Spannungsbogen hält sich über das gesamte Buch. Die kleinen Hinweise "nötigen" die Leserin immer weiterzublättern, um herauszufinden, was genau da denn passiert.
Wichtige Themen für Jugendliche werden angesprochen, ohne erhobenen Zeigefinger sondern informierend.
Erwähnen möchte ich noch die wundervollen Nebenfiguren. Typische Teenager manche sympathisch und nett. Manche dagegen zeigen sich von einer unfreundlichen Seite. Die Autorin übertreibt es jedoch nicht und sie beschreibt die Grauzonen menschlicher Vorgangsweisen.
"Never without you Elisha&Cade" ist ein sehr gelungener Jugendroman, den ich auch als der Zielgruppe entwachsene Frau, voll empfehlen kann.
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Ab in die Tiefen des Meeres
Age of Trinity - Das Licht des Ozeans von Nalini Singh
Bowen Knight erwacht nach dem Anschlag aus einem 8wöchigen Koma. Eigentlich sollte er tot sein, aber wie durch ein Wunder geht es ihm unerwartet gut. Er befindet sich in einer Unterwasseranlage der BlackSea Gestaltwandler.
Sein Überleben hat er einem außergewöhnlichen Experiment von Dr. Kahananui zu verdanken.
Sie forscht auch an einer Lösung rund um den Chip, der in Bowens Kopf implantiert wurde, um als Abwehrschild gegen die Medialen zu fungieren. Die Lebensdauer geht dem Ende zu. Die hochschwangere Ärztin und Forscherin des Rudels unterbreitet ihm einen hochriskanten Vorschlag, der ihn vor eine extrem schwere Entscheidung stellt.
Um sein leibliches Wohl sorgt sich Kaia. Ihren Argwohn versteckt sie nicht. Für sie gehört Bowen Knight zu den gefährlichsten Menschen der Welt. Sie verdächtigt ihn und die menschliche Rasse an unglaublichen Verbrechen gegen die Meeresgestaltwandler beteiligt zu sein. Je mehr Zeit sie mit Bowen verbringt, umso mehr geraten ihre Vorsätze, ihm nicht zu vertrauen, ins Schwanken.
Wie hat es mir gefallen?
Ich bin ein langjähriger Nalini Singh Fan und vor allem die Psy/Changeling Reihe hat es mir angetan. Jedes Jahr fiebere ich der Veröffentlichung des neues Buches entgehen und lese es immer im englischen Original. Ich nehme mir auch immer vor, langsam zu lesen und scheitere kläglich!
Dieses Buch ist komplett anders als die anderen. Die Geschichte spielt zum großen Teil in der Anlage der BlackSea Gemeinschaft. Nalini Singh ist bekannt für ihre genaue Weltenbildung. Bisher fanden wir uns immer in einer Welt wieder, die unserer ähnelt. Aber dieses Mal erschafft die Autorin eine für mich völlig neue Welt. Als Mensch scheint es recht unbequem zu sein, sich in solcher einer hermetisch abgeriegelten Station aufzuhalten. Natürlich überkommt den Leser hin und wieder ein beklemmendes Gefühl. Die Details, der liebevoll gestalteten Anlage lassen ein heimeliges Gefühl aufkommen. Ich erwähne hier nur die großen Fenster zum Ozean.
Wer „Silver Silence“ gelesen und gemocht hat, kann sich sicherlich an den Wortwitz und den Humor erinnern. Bären eben! Es fehlt des Wassergestaltwandlner nicht an Witz oder Liebenswürdigkeit. Die Ausgangssituation ist eine komplett andere.
Bowen war für mich bisher eine Figur, die ich ganz schwer fassen konnte. Seinem Einsatz für die menschliche Rasse zollte ich natürlich Respekt. Als Mann fehlten mir zu viele Informationen, um ihn einordnen zu können. Nun erfahren wir mehr über ihn.
Kaia war mir sofort sympathisch. In ihr und ihrem Verhalten zu lesen, fällt nicht schwer. Sie zeigt die Emotionen oder auch ihr Missfallen ganz offen.
Die Zeit tickt und deshalb bleibt Kaia und Bowen nur wenig Zeit, um sich über ihr Verhältnis klar zu werden. Vielleicht entwickelt sich dieses anfangs zu schnell, aber da vor allem Kaia so liebenswert ist, akzeptiere ich das gerne.
Neben der sehr spannenden Geschichte rund um Bowens Gesundheitszustand gibt es einen weiteren interessanten Handlungsstrang, der sich bis zum Ende hin zieht und für zusätzlichen Zündstoff sorgt.
Highlights hier waren auf jeden Fall auch die Beschreibungen der BlackSea Gemeinschaft. Sowohl die menschlichen Seiten als auch die tierischen zeugen davon, dass Nalini Singh gut und viel über die Unterwassertierwelt recherchiert hat.
Zu erwähnen bleibt noch, dass sich gegen Ende hin, ein paar bekannte Gesichter blicken lassen. Tja, die Welt ist klein.
Wie üblich bleiben ein paar Fragen unbeantwortet. Wie sollte es auch anders sein? Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht, welches Paar im nächsten Buch im Mittelpunkt stehen wird. (Ergänzung: das nächste Buch wird "Wolf Rain" heißen!)
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Zwei unterschiedliche Jugendliche
My First Love von Voosen Tanja
Nur hinter vorgehaltener Hand sprechen die Schüler über den Schlussmach-Service. Cassidy hilft Jungen und Mädchen dabei, Beziehungen zu beenden. Ihre Entlohnung steckt sie in ihren Collegefonds, denn sie möchte unbedingt raus aus dem kleinen Ort, weg von ihrer chaotischen Mutter. Dabei zieht sie auch hin und wieder den Zorn eines verlassenen Partners auf sich.
Einer hat es ganz besonders auf sie abgesehen. Colton trägt ihr auch Monate später noch nach, dass sich seine Freundin Kim von ihm getrennt hat. Wenn die zwei aufeinander treffen, fliegen die Fetzen. Sie schenken sich nichts und müssen schließlich auch noch im Kunstunterricht ein gemeinsames Projekt betreuen.
Während die zwei Zeit miteinander verbringen müssen, schließen sie eine Wette ab: Cassidy muss ein Pärchen zusammen bringen. Sie soll ihre Kräfte für das Gute nutzen und nicht für das Böse. Dabei reizen beide ihre Grenzen aus und Cassidy muss sich eingestehen, dass Colton auch eine sanftere Seite hat, die sie ungemein fasziniert.
Wie hat es mir gefallen?
Bei der Lit.Love 2018 gab es zu diesem Buch eine Lesung von Tanja Voosen. Dabei hat sie ein paar großartige Szenen ausgewählt und damit hat sie nicht nur mich geködert, sondern auch meine Freundin Lisa. Mit ihr gemeinsam habe ich nun „My First Love“ gelesen.
Vor dem Hintergrund einer kalifornischen Kleinstadt spielt die Geschichte rund um Cassidy und Colton.
Cassidy lebt mit ihrem Bruder bei ihrer Mutter, die leider oftmals ihrer Verantwortung nicht gerecht wird. So übernimmt Cassidy schon sehr jung mehr Verantwortung und ihr Wunsch nach Unabhängigkeit und einem Neuanfang am College ist völlig nachvollziehbar. Als sie den Schlussmach-Service ins Leben ruft, steckt sie das verdiente Geld sofort in ihren Ausbildungsfonds. Neben ihrer besten Freundin Lorna hat sie recht wenige Kontakte. Ihr gestörtes Familienleben hindert sie daran Freunde nach Hause einzuladen.
Colton ist beliebt, vor allem bei den Mädchen, aber ihn umgibt dennoch eine unnahbare Aura. Bei den Streitereien zwischen ihm und Cassidy lässt er jedoch seine Maske manchmal fallen.
Das Buch ist ein sehr gelungener Jugendroman. Es zeigt nicht nur die schönen Seiten des Lebens, sondern auch wie ungerecht es sein kann. Zwei Jugendliche, die unterschiedlich aufwachsen und sich in der Schule treffen. Ihre Wortgefechte sind humorvoll und treffend.
Ich bin zwar der Zielgruppe schon einige Jahre (naja, vielleicht auch schon Jahrzehnte) entwachsen, aber ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Es sind auch die Nebenfiguren sehr gut getroffen und beschrieben. Ich freue mich bereits auf die Fortsetzung.
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Ein langes Leben im Rückblick
Das rote Adressbuch von Sofia Lundberg
Mit 96 Jahren blickt Doris auf ein bewegendes Leben zurück. In Schweden geboren, durch die Welt gereist und nun gegen Ende ihres Lebens wieder nach Hause zurückgekehrt.
Immer mit dabei ihr in Leder gebundenes Adressbuch, welches sie von ihrem Vater bekommen hat. Viele Namen hat Doris dort verewigt und viele davon bereits durchgestrichen und mit TOT versehen.
Ihre Erinnerungen schreibt sie anhand der Namen aus dem Adressbuch für ihre Großnichte Jenny auf. Dabei enthüllt sie kleine und große Geheimnisse. Sie erzählt, wie sie aus Schweden fortging, um in Paris zu landen. Anschließend in die USA vor dem Krieg zu fliehen, um über verschiedene Stationen wieder in Schweden zu landen.
Eine nicht ganz alltägliche Lebensgeschichte erzählt von einer alten Frau, um für Jenny in Gedanken lebendig zu bleiben.
Wie hat es mir gefallen?
Um dieses Buch schleiche ich schon etwas länger herum. Diverse Empfehlungen und gute Rezensionen haben mich aufmerksam gemacht und dank einiger Gutscheine für meine Lieblingsbuchhandlung zog die Geschichte nun bei mir ein.
Der Titel gibt schon einen Hinweis, welche Richtung die Geschichte gehen wird. In Rückblicken erhält der Leser Einblicke in Doris Leben. Sie wird in eine Handwerksfamilie geboren, verlebt glückliche Tage in ihrer Kindheit, bis ihr Vater stirbt. Ab da beginnt ein spannendes und ungewöhnliches Leben.
Anhand ihres kleinen Büchleins erzählt sie die wichtigsten Kapitel ihres Lebens, welche Menschen ihren Weg kreuzten und in welche Teile der Welt es sie verschlug. Ihre Erinnerungen schreibt sie für ihre Großnichte Jenny auf, die fern von Schweden in den USA wohnt.
Doris und Jenny verbindet nicht nur die Familie sondern ein ganz besonderes Band. Selbst in ihrem hohen Alter, kennt sich Doris mit ihrem Laptop aus und daher skypen sie regelmäßig miteinander. Dieser Kontrast zwischen moderner Technik und alten Erinnerungen ergibt eine wunderbare Mischung.
Ich muss zugeben, dass meine Erwartungen an das Buch andere waren. Denn in der Inhaltsangabe wird auf die unzähligen Menschen, die man im Laufe eines Lebens trifft, hingewiesen. Mein Adressbuch quillt über vor Namen, aber die Geschichte konzentriert sich auf einige wenige. Dieses Augenmerk enthüllt eine emotionale Handlung, die ich als realistisch empfand und vor allem das Ende rührte mich zu Tränen.
Es freut mich sehr, dass ich eine weitere Autorin aus Schweden entdecken durfte, die sich nicht dem Krimi-Genre verschrieben hat.
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Verdrängtes ist nicht vergessen
Das geheime Lächeln von Bettina Storks
„Frau im Schatten“ ein Bild in einem Versteigerungskatalog lässt Emilia sofort ins Elsass fahren, um dieses Gemälde zu ersteigern. Emilia erkennt eine unglaubliche Ähnlichkeit mit der Frau auf diesem Bild. Sie ist sicher, ihre Großmutter Sophie zu erkennen. Da das Thema Großmutter in ihrer Familie totgeschwiegen wurde, macht sie sich auf die Suche nach Antworten.
Diese glaubt sie in Frankreich zu finden. Ein kleines Häuschen in einem winzigen Dorf namens „La Lumiere“ ist die erste Anlaufstelle. Dort lernt sich auch Jean-Pierre Roche kennen, der geheimnisvoll und mysteriös erscheint.
Die Reise bringt Licht in die verdunkelten Kapitel der Familiengeschichte. Emilias Engagement kennt kaum mehr Grenzen, denn als Journalistin ist sie gewohnt, tiefer zu recherchieren, genauer nachzufragen und zu hinterfragen.
Doch wie viel Wahrheit kann ein Mensch vertragen? Sollen manche Dinge verborgen bleiben, um Menschen zu schützen? Emilia stürzt sich in dieses persönliche Abenteuer, ohne den angeeigneten beruflichen Abstand einzuhalten.
Wie hat es mir gefallen?
Das Buch stand schon eine Zeitlang auf meinem Wunschzettel. Als ich las, dass die Autorin in München bei der LitLove 2018 dabei sein würde, war klar, dass ich es unbedingt signieren lassen muss.
Nun war es an der Zeit im Zuge der Bloggeraktion #litlovehistory die Geschichte zu lesen.
Meine Affinität zu Frankreich lässt sich ja schon an meinem Blognamen herauslesen. Meine Mama stammt von dort. Viele meiner Sommerferien habe ich bei meiner Großmutter verbracht. Meine Eltern und ich sind auch ziemlich viel in Frankreich herumgereist. Paris ist eine meiner Lieblingsstädte überhaupt.
„Das geheime Lächeln“ verbindet zwei Zeitebenen miteinander. In der Gegenwart erzählt Emilia die Geschichte. Ihre journalistische Neugier fordert sie gerade dazu auf dem Geheimnis ihrer Großmutter auf die Spur zu kommen. Geht sie anfangs noch recht neutral an die Suche, fordern die Neuigkeiten allmählich ihren Tribut. Ihre Gefühle brodeln über, die sie nicht mehr richtig einordnen kann.
Viele neue Informationen erhofft sich Emilia von Jean-Pierre Roche. Ein gebildeter Mann, der Sophie scheinbar gekannt hat. Unnahbar und beinahe unhöflich weißt er Emilia zurück. Aber davon lässt sie sich nicht einschüchtern.
Eine weitere Erzählerin ist Sophie. Bereits das erste Kapitel zog mich in ihren Bann. Dabei enthüllt sie ihre Liebe zu Paris und ihren Bewohnern. Eine Stadt, die in den 30iger Jahren Heimat für viele Künstler, Maler, Dichter und Fotografen war. In jedem Satz konnte ich auch die besondere Zuneigung der Autorin zu dieser Stadt erkennen.
Besonders gefallen hat mir neben dem sehr bildlichen Schreibstil, wie sich die zwei Zeitebenen langsam miteinander verbunden haben. Das kleine Häuschen und die Landschaft des Luberon erhalten einen eigenen Platz in meinem Herzen. Wie Bettina Wind (Mistral), Wetter, Gerüche und Landschaft beschreibt, haben in mir wieder den Wunsch erweckt dorthin zu reisen.
Eigentlich dachte ich, dass das Buch ein „richtiger“ historischer Roman sein wird. Nach Beendigung kann ich aber sagen, dass es sehr viel mehr ist. Eingebettet in wahre Ereignisse zeigt die Autorin eine Familie, deren Geheimnisse ganz tief vergraben wurden. Unbeabsichtigt wurden damit tiefe Wunden geschlagen, die seelische Schmerzen mit sich gebracht haben.
Seite 1
„Verdrängtes ist nicht verschwunden. Es schläft in einem toten Winkel unseres Bewusstseins. Erwacht es, ist es gefräßig wie ein ausgehungertes Tier.“
Ich weiß, dass Bettina Storks an einem weiteren Roman arbeitet, der im Zweiten Weltkrieg in Frankreich spielt. Eine Zeit, die auch in meiner Familie eine wichtige Rolle spielt. Deshalb bin ich schon sehr gespannt, welche Geschichte die Autorin erzählen wird.
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Der Himmel gehört ... Jack
Der Himmel gehört uns von Allnutt Luke
Rob, Anna und Jack die perfekte Familie. Lange haben Rob und Anna auf ihren Sohn gewartet. Traurig und furchtbare Zeiten liegen hinter ihnen, doch mit Jack ist das Glück unendlich.
Bis eine Diagnose alles verändert. Jack hat einen seltenen aggressiven Hirntumor und ihm bleibt nicht mehr viel Zeit.
Während Anna diesem Unglück eher rational entgegentritt, fängt Rob an zu recherchieren. Er will sich mit dem Schicksal seines Sohnes nicht einfach abfinden. Seine Devise lautet, je mehr Information desto besser.
Robs Umtriebigkeit steht im kompletten Gegensatz zum Verhalten seiner Frau Anna. Früher zogen sie immer an einem Strang, nun entfernen sie sich zunehmend voneinander. Sie werden sich fremd und als Rob nicht mehr zusehen will, wie sein Sohn stirbt, überschreitet er eine unausgesprochene Grenze, die alles verändert.
Wie hat es mir gefallen?
Hier möchte ich mich ganz herzlich beim Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Nachdem ich eine Mail bekommen habe, musste ich mich melden, denn ich wollte wissen, was passiert.
Ich rate allen die Geschichte nicht ohne Taschentücher zu lesen, denn einige Mal musste ich ein paar Tränen abwischen.
Geschrieben ist das Buch aus Robs Sicht. Ihn begleiten wir durch wundervolle wie auch schlimmste Zeiten. Er erzählt, wie er Anna kennenlernte. Wie schnell sie sich verliebten, trotz ihrer unterschiedlichen Art. Anna ist eher zurückhaltend und rational veranlagt. Rob dagegen lebt gerne seine Träume, versucht sie unter allen Umständen wahr werden zu lassen.
Sie ergeben ein schönes Paar, das sich ergänzt und somit zu einem neuen Ganzen werden. Das Familienleben ändert sich als Jack geboren wird. Die Zeit, die Rob mit seinem Sohn und seiner Frau verbringt, ist so gefühlvoll beschrieben. Jack hat die analytischen Eigenschaften seiner Mutter geerbt, aber auch das Staunen und Träumen seines Vaters. Mit dem Wissen, was folgen wird, sind diese Seiten bittersüß.
Die Zeit nach der Diagnose ist eine schmerzvolle Reise, voller Unglauben, Zorn, Wut und Trauer. Niemals sollten Eltern mit solcher ein Situation konfrontiert werden. Der Tot eines Kindes entspricht einfach nicht dem natürlichen Lebenslauf. Rob und Anna dabei zu beobachten, wie sie als Paar und jeder für sich mit diesem Hieb zurechtkommen, war unglaublich traurig.
Ich möchte hier nur eines noch sagen. Die Geschichte wird mit Gefühlen und Emotionen überschwemmt, die jeder kennt. Aber Ende blieb ich nicht hoffnungslos zurück. Jeder muss seinen Weg finden, um mit dem Verlust eines geliebten Menschen, fertig zu werden.
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Dunkles Märchen mit düsteren Charakteren
Victorian Rebels - Mein schwarzes Herz von Kerrigan Byrne
Farah MacKenzie versteckt sich und ihr Leben in einem kleinen Büro bei Scotland Yard. Sie findet sich in dieser Männerdomäne erstaunlich gut zurecht. Obwohl sie immer Abstand von Männern hält. Eine innige intime Beziehung kann sie nicht eingehen. Die Liebe zu ihrem ersten Mann hält sie gefangen.
Zu ihren Aufgaben gehören auch Aufzeichnungen von Verhören. Als sie zu einem Verhör gerufen wird, ahnt sie nicht welche Auswirkungen dieses auf sie haben wird.
Das schwarze Herz von Ben More wird einer strengen Befragung unterzogen. Dorian Blackwell zeigt sich unbeeindruckt, nur Farahs Anwesenheit scheint ihn zu irritieren. Trotzdem lässt er sich nicht zu irgendwelchen Aussagen hinreißen.
Farah ist überzeugt, den berüchtigten Verbrecher nie mehr wieder zu sehen. Dorian hat allerdings anderes im Sinn, denn er hat Informationen über sie, die ihr gefährlich werden könnten. Deshalb entführt er Farah kurzerhand nach Schottland, um ihr dort einiges aus ihrer Vergangenheit zu offenbaren und ihr ein ungewöhnliches Angebot zu unterbreiten oder besser zu befehlen.
Wie hat es mir gefallen?
Die zwei Bücher der „Victorian Rebels Reihe“ sind bei einem Spontankauf bei meinem Lieblingsbuchdealer der „Tyrolia“ in meinen Einkaufskorb gelandet.
Ein paar negative Bemerkungen zu den Büchern haben mich tatsächlich zweifeln lassen, ob ich sie überhaupt lesen soll.
Nach einem emotionalen Historischen Roman brauchte ich etwas Leichteres. Da fiel meine Wahl auf „Victorian Rebels #1 Mein Schwarzes Herz“. Zur Not hätte ich es auch abbrechen können, aber diese Möglichkeit schloss ich nach ca. 40 Seiten aus.
Was mich anfangs zwar ein wenig irritierte, war die moderne Sprache. Ob es an der Übersetzung liegt oder die Autorin eher eine zeitgenössische Sprache gewählt hat, weiß ich nicht, aber es dauerte nicht lange, bis ich mich daran gewöhnt hatte.
Bereits der Prolog oder war es schon das 1. Kapitel hat mich berührt. Ein intensiver Blick in Farahs Vergangenheit, dem sie die Leserin nicht entziehen kann.
Der Zeitsprung von 17 Jahren zeigt Farah als erwachsene und vor allem selbstbestimmte Frau, die hart arbeitet und eher zurückgezogen lebt. Ihre erste Liebe trägt sie voller Ehrfurcht in ihrem Herzen und ihrer Erinnerung. Sie träumt zwar von einer Familie und Kindern, aber richtig daran glauben kann sie nicht. Obwohl ihr Vorgesetzter ihr wohlwollend gestimmt ist und sie auch hin und wieder zu einer Verabredung einlädt.
Gerade als sie sich zu einem Kuss hinreißen lässt, wird sie vom „Schwarzen Herz von Ben More“ gekidnappt. Sie findet sich wieder in einem einsamen Schloss mitten auf einer Schottischen Insel. Ihr Entführer entpuppt sich als Dorian Blackwell, dem ein grausamer Ruf vorauseilt. Er kennt kein Mitleid, verzeiht niemals, zieht seine Vorhaben ohne Skrupel durch. Eine fruchtbare Narbe überzieht sein Gesicht. Ein Auge wurde dadurch in Mitleidenschaft gezogen und wird manchmal von einer schwarzen Augenklappe verdeckt. Wenn er sein Gegenüber erschrecken möchte, lässt er das Auge auch offen.
Doch Farah ist nicht halb so abgeschreckt durch diese Verletzung als sie eigentlich sollte. Er übt eine düstere Faszination auf sie aus. Bei ihm lässt sie alle Vorsicht fallen und erzählt ihm von ihren Geheimnissen. Auch Dorian gibt Einzelheiten aus seinem Leben preis, die niemand sonst kennt.
Die zwei ziehen einander unweigerlich an. Es brennt sobald sie sich in einem Raum befinden. Die Autorin erschafft dabei eine heiße sinnliche Szenerie, die auch mit erotischen Szenen ausgeschmückt wird. Diese sind gut beschrieben und nicht untergriffig oder obszön. (Für mich sehr wichtig!)
Die Geschichte beinhaltet für mich alles, was ich in solch einem Historical erwarte: Liebe, Leidenschaft, Intrige und dunkle Geheimnisse. Das Buch zu lesen fühlte sich wie ein Märchen an. Allerdings ohne die Prinzessin, die ständig gerettet werden muss. Der strahlende Held ist mysteriös, düster und mit Narben verunstaltet.
Mich hat es begeistert und ich freue mich schon auf den 2. Teil, den ich bereits begonnen habe.
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Ein Roman gegen das Vergessen
Abschied in Prag von Alyson Richman
Prag in den 1930igern:
Lenka lebt ein sorgenfreies Leben mit ihren Eltern und ihrer jüngeren Schwester. Sie strebt ein Studium an der Kunstakademie an. Ihr Talent und ihr Wille bringen sie an ihr Ziel und dort lernt sie Veruska kennen. Bei einem ihrer zahlreichen Besuchen trifft sie auch Josef Veruskas Bruder.
Für sie ist es Liebe auf den ersten Blick, aber sie ist sich seiner Reaktion überhaupt nicht sicher.
Zu dieser bedeutenden Frage kommen noch die großen Probleme, die der Einmarsch der Deutschen Truppen, mit sich bringen. Jeden Tag werden neue Verbote erlassen. Es treten Gesetze in Kraft, die die Freiheit der tschechischen Juden immer mehr einschränken.
In diesen verstörenden Tagen leben Lenka und Josef ihre Liebe. Als Josef die Ausweglosigkeit ihres Schicksals erkennt, macht er Lenka einen Heiratsantrag, den sie gerne annimmt, um eine Woche nach der Hochzeit von ihrem Mann getrennt zu werden.
Erst knappe sechs Jahrzehnte später treffen sie sich wieder, obwohl jeder angenommen hat, der andere wäre während des Zweiten Weltkriegs gestorben.
Wie hat es mir gefallen?
Dieses Buch war auf meiner Wunschliste zu meinem Geburtstag und meine liebe Freundin Lisa überraschte mich mit einem Buchpaket, in dem auch „Abschied aus Prag“ zu finden war.
Die dunkelste Zeit in der Geschichte Deutschlands und Österreich begleiten unzählig herzzerreißende Stories, die den Opfern Namen und Gesichter geben. Da es immer weniger Zeitzeugen gibt, sind diese Bücher so unglaublich wichtig. Auch wenn die Geschichte nicht zu 100 % wahr ist, sind die Grundlagen historisch untermauert.
So auch die Liebesgeschichte von Lenka und Josef. Eine wundervolle Liebe entstand, wurde durch das Eheversprechen besiegelt und eine Woche später mussten sie sich trennen.
Das Schicksal der beiden könnte nicht unterschiedlicher sein. Josef kann über den großen Teich nach New York fliehen. Lenka jedoch wird mit ihrer Familie nach Theresienstadt deportiert. Ihr Leben, das von schleichend immer schlechter wurde, hat mir wieder vor Augen geführt, wie grausam Menschen sind. Ein normales Leben, mit Kunst, Kultur, Familie, Geborgenheit und Freiheit wurde zu einem täglichen Kampf gegen Hunger, Durst, Insektenbefall und dem allgegenwärtigen Tod.
Dass die Überlebenden der Shoa wieder ins „normale“ Leben gefunden haben, bewundere ich und stehe sprachlos vor solchen Erinnerungen an Elend, Trauer und Leid. Wie konnten sie geistig fit bleiben, obwohl ihre Erlebnisse sie bis in ihre Träume folgten?
Die Autorin beschreibt aus wechselnder Sichtweise als Erzählerin die Geschehnisse. Mit viel Feingefühl lässt sie den Leser an Lenkas und Josefs Leben teilnehmen. Es gelingt ihr die Beschreibungen in den KZs nicht zu sehr ins Zentrum zu rücken. Sie geht davon aus, dass der Leser schon einiges von dieser Zeit weiß.
Ich habe mich anschließend noch mit Theresienstadt beschäftigt. Die „Kunstszene“ lebte hier im Verborgenen und brachte unglaubliche Leistungen zu Tage. Egal ob Theaterstücke für Kinder, Opern und Vernissagen in dem Lager gab es heimlichen Widerstand, der niemals gebrochen werden konnte. Er forderte viele Tote, aber von dort existieren heute noch Zeichnungen vom Alltag. Kinderzeichnungen, die sowohl von Hoffnung und Träumen zeugen als auch erschreckend traurige Einblicke in verwundete Kinderseelen.
Dieses Buch ist ein weiterer wichtiger Roman, der gegen das Vergessen arbeitet.
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