Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Caroline :
Nora O’Brian nutzt die Gelegenheit Donavan/Indiana den Rücken zu kehren. Jim ein schottischer Tourist macht ihr einen Heiratsantrag. Nachdem sie in Las Vegas heiraten, fliegen sie nach Edinburgh.
Dort bauen sich Nora und Jim ein gemütliches überschaubares Leben auf. Noras Schuldgefühle ihren Eltern gegenüber begleiten sie ständig.
Als sie einen wichtigen Entschluss fasst, dreht sich ihr Leben und sie trifft auf Aidan Lennox.
Nora erkennt die Aura, die Aidan umgibt. Schuld ist ein Gefühl, das sie ebenfalls nicht loslassen kann. Beide zeigen ihre wahren Gesichter, enthüllen ihre Geheimnisse und gehen in kleinen Schritten aufeinander zu. Als Aidan allerdings von einer Minute auf die andere verschwindet, bleibt Nora zutiefst verletzt zurück. Schon wieder steht ihr Leben Kopf. Dieses Mal entscheidet sie sich für einen radikalen Schlussstrich, um endlich ihre Ziele zu erreichen.
Wie hat es mir gefallen?
Samantha Young schrieb die Edinburgh Lovestories, denen ich von der ersten Seite an verfiel. Gerade habe ich den zweiten Teil der Hartwell Reihe gelesen. „Play On“ befreite ich nun auch endgültig aus meinem SuB.
Eigentlich erwartete ich mir eine Liebesgeschichte mit den Elementen, die Samantha Young gerne in ihren Büchern verbindet. Ich erhielt eine Story, die mich traf, weil sie in den Grundzügen sehr traurig war.
Nora ist eine 18jährige junge Frau, die in ihrem Leben feststeckt. Ihre Mutter hat zwei Jobs, um die Familie über Wasser halten zu können. Da ihr Vater seit sieben Jahren den Rollstuhl benötigt, muss auch Nora zum Familieneinkommen beitragen. Sie arbeitet in einem Fastfood Restaurant. Eigentlich hätte sie gerne studiert. Ihre Noten entsprachen, aber es fehlte das Geld, um die Studiengebühren zu bezahlen. Als sie Jim kennenlernt, packt sie die Gelegenheit am Schopf und flieht aus dem tristen Leben. Nimmt einen riesigen Rucksack an Schuldgefühlen mit, den sie nicht los wird.
Die Phantasie in Schottland ein komplett neues Leben zu beginnen, erfüllt sich nicht. Jim vergöttert Nora, aber seine Fixierung auf sie, bringt nur Streit. Nora erwartet sich mehr, möchte ihre Flügel ausbreiten. Das Studium hat sie auch noch nicht völlig abgehackt.
Nora ist eine Frau, die einige Rückschläge verdauen muss. Da der Klappentext leider recht deutlich spoilert, erwähne ich nur, dass mich ihr Schicksal tief berührt. Sie ist eine junge Frau, der es an Selbstbewusstsein fehlt. Die nur langsam erkennt, wie wertvoll sie ist. Dass sie es verdient, zu lieben und die wahre Liebe zu finden. Ihre Entwicklung fand ich äußerst überzeugend und nachvollziehbar.
Mir gefiel die Geschichte. Natürlich gab es ein paar Klischees, die bedient wurden. Es gab keinen Bad Boy, zwar eine Frau, die anfangs recht hilflos zu sein schien, die sich jedoch stark veränderte. Die Geschichte teilt sich in drei Abschnitte und jeder einzelne beschreibt einen wichtigen Abschnitt in Noras Leben.
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Gefühlvolle Liebesgeschichte
Every Little Thing - Mehr als nur ein Sommer von Samantha Young
Bailey Hartwell liebt ihre Heimatstadt. Nicht nur weil sie ihren Nachnamen trägt, sondern hauptsächlich weil sich hier all ihre Freunde befinden. Sie leitet erfolgreich die Pension, die ihre Eltern ihr und ihren Geschwistern vor einigen Jahren übergaben. Ihr Leben scheint erfüllt zu sein. Wäre da nicht Vaughn Tremaine.
Seit über drei Jahren lebt auch er in Hartwell. Er managt sein Fünf-Sterne Hotel. Jedes Mal wenn die zwei aufeinander treffen, fliegen die Fetzen. Eine Stichelei jagt die andere. Jedem in ihrer Umgebung ist klar, dass zwischen ihnen die Funken sprühen. Beide wollen dieser Anziehung nicht nachgehen. Bailey, weil sie glücklich mit Tom ist und Vaugh, weil das seinem Lebensstil entspricht.
Aber Baileys heile Welt gerät ins Straucheln. Ihre grundlegenden Überzeugungen stehen auf dem Prüfstand. Sie muss sich einigen Erfahrungen aus der Vergangenheit stellen, die sie eigentlich schon lange abgehackt hatte. Als auch noch Vaughn im richtigen Augenblick auftaucht und ihr Hilfe anbietet, scheinen ihre Gefühle komplett verrückt zu spielen. Denn einem höflichen und netten Vaughn kann sie kaum widerstehen.
Wie hat es mir gefallen?
Dieses Buch liegt schon so lange auf meinem SuB und endlich habe ich es befreit. Teil eins „The Real Thing“ gefiel mir sehr gut. Jetzt war es Zeit Teil zwei zu lesen.
Der kleine Küstenort Hartwell bildet wieder die Kulisse für eine gefühlvolle Geschichte. Ein kleines Städtchen, das im Sommer viele Touristen beherbergt und in den Nebensaisonen ein Juwel für die Einwohner ist.
Bailey ist eines der Herzen der Stadt. Ihre Familie gehört zu den Gründern, aber es liegt vor allem an ihrem Einsatz, ihrer freundlichen Art, dass die Menschen sie gern haben. Sie ist offen und herzlich, mischt sich gerne in das Leben der anderen ein, niemals in böser Absicht. Sie möchte ihre Freunde glücklich sehen, deshalb überschreitet sich manchmal Grenzen. Bei Vaughn fährt sie ständig ihre Krallen aus. Bei ihm kann sie sich mit giftigen Bemerkungen kaum zurückhalten. Er lässt sich auch nicht gefallen und gibt ihr gehöriges Kontra.
Vaughn kommt aus New York. Keiner weiß so genau, warum er in Hartwell bleibt. Seine Hotels sind über die ganze Welt verstreut, aber Hartwell scheint es ihm angetan zu haben. Ihm sind der Ort und vor allem die kratzbürstige Bailey ans Herz gewachsen. Er ist sogar bereit, seine Macht zu nutzen, um größeren Schaden abzuwenden.
Die Chemie zwischen Bailey und Vaughn stimmt. Schon im ersten Teil konnte der Leser spüren, wie die Energie hin und her schoss. Die Erotik kommt nicht zu kurz. Wie immer sehr geschmackvoll beschrieben.
Samantha Young gehört für mich zu den besten Autorinnen in diesem Genre. Die Edinburgh Love Stories entführten mich in eine Stadt, die ich seit einem Besuch vor ein paar Jahren, zu meinen Lieblingsstädten zähle. Ihre Geschichten erzählen in einfühlsamen Worten von Schicksalen, Enttäuschungen und Kränkungen, doch sie verlieren niemals die Hoffnung aus dem Blick.
Ich habe leider keine Ahnung, ob diese Reihe weiter geführt wird. Bei meiner heutigen Recherche konnte ich nichts entdecken, weder auf Englisch noch auf Deutsch. Ich werde die Autorin und ihre Neuerscheinungen aber weiterhin beobachten, denn mir fehlen noch mindestens zwei Geschichten.
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Sehr gelungene Geschichte rund um die Schüler des Trainingcenters
Black Dagger Legacy - Zorn des Geliebten von J. R. Ward
Jeden Tag arbeiten die Schüler hart im Trainingscenter der Black Dagger Bruderschaft. Vor allem Novo sieht dort ihre Zukunft, denn mit ihrer Familie verbindet sie kaum mehr etwas. Als ihre Schwester ihr eröffnet heiraten zu wollen, kommen viele ungebetene Erinnerungen wieder hoch.
Peyton dagegen erweckt immer den Anschein eines Sunnyboys.
Sein Charme, sein gutes Aussehen und sein Reichtum bescheren ihm einen ständigen Nachschub an willigen Frauen. Doch er ist der Aufmerksamkeit und der unpersönlichen Bettgeschichten langsam überdrüssig.
Novo und Peyton kämpfen Seite an Seite als ihm ein schwerer Fehler unterläuft. Peyton muss erkennen, dass seine Handlungen schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen können, die möglicherweise nicht mehr gut zu machen sind.
Im Audienzhaus geht Saxton seiner Arbeit mit dem König nach. Er weiß, dass seine Tätigkeit enorm wichtig ist, dennoch empfindet er keinerlei Befriedigung mehr dabei. Seine Gedanken schweifen immer häufiger ab und er überlegt Cladwell zu verlassen. Seine ständige Nähe zu Blay schmerzt ihn.
Ruhn, Bittys Onkel fühlt sich im Haus der Bruderschaft nicht wirklich wohl. Es fehlt ihm seinen Unterhalt aus eigener Kraft zu erwirtschaften. Ihm ist klar, dass es schwer für ihn sein wird, in Cladwell Fuß zu fassen, aber er möchte unbedingt in Bittys Nähe bleiben.
Als sich die Gelegenheit ergibt Saxton in einer wichtigen Sache zu begleiten, greift er die Gelegenheit beim Schopf. Auch wenn er anfangs das Gefühl nicht los wird, dass der Anwalt des Königs ihn sehr gering schätzt. Doch im Laufe der Zusammenarbeit erkennt er, dass Saxton ihn nicht herabwürdigt und ihn verwirren auch seine Gefühle. Noch niemals empfand er solch körperliche Anziehung zu einem Mann.
Wie hat es mir gefallen?
Der 3. Band der Black Dagger Legacy Reihe ist dieses Mal ein richtiges Spin-Off geworden. Das Hauptaugenmerk liegt eindeutig bei den Schülern. Saxton als des Königs Anwalt bekommt hier auch seine Geschichte. Das passt für mich auch ausgezeichnet.
Novo und Peyton sind feste Mitglieder des Trainingcenters. Sie lernen nicht nur Theorie sondern werden auch im Kampf gegen die Lesser eingesetzt. Sie müssen ständig bis an die Grenzen ihrer Kräfte gehen. Novo blieb für mich bisher immer ein wenig im Dunkeln, doch nun tritt sie ins Licht. Wir erfahren mehr über ihre Familie und ihre Vergangenheit. Sie sondert sich meist ab und beobachtet aus der Distanz. Ihre Blicke treffen dabei auch oft auf Peyton, der eigentlich überhaupt in ihr Beuteschema passt und vor allem scheint sein Herz immer noch an Paradise zu hängen.
Peytons tägliches Ziel ist das Trainingscenter. Mit seinem Vater verbindet ihn kaum mehr was, fast täglich liefern sie sich Streitgespräche, denn in den Augen seines Vaters ist Peyton der Familie nicht würdig. Niemals musste er freiwillig auf etwas verzichten. Bisher hatte er auch kein Ziel auf das er zustreben konnte, nun jedoch gilt seine ganze Aufmerksamkeit der Bruderschaft.
Saxton ist eine jener Figuren in dieser Serie, die mir unglaublich ans Herz gewachsen ist. Ich freute mich mit ihm und ich litt furchtbar, als Blay endlich seine wahre Liebe fand. Seine Loyalität und Integrität dem König gegenüber suchen seinesgleichen. Sieht er ein Problem, dann verbeißt er sich so lange darin, bis er eine Lösung gefunden hat. Seine Gedankengänge, Cladwell zu verlassen, sind verständlich, denn keiner könnte auf Dauer mit den wundervollen aber schmerzhaften Erinnerungen leben.
Als Ruhn auf all seine familiären Rechte auf Bitty verzichtet hat, zeigte das bereits sein großes Herz. Seine ruhige und besonnene Art sind sehr einnehmend. Im Laufe der Geschichte lernen wir ihn noch genauer kennen. Er ist sehr vielschichtiger und es war echt interessant ihn bei seinen zaghaften Schritten in ein neues Leben zu beobachten.
Das Buch konzentriert sich eindeutig auf die Seitenstränge und deren wichtige Figuren. Vor allem die Entwicklungen, die alle 4 Hauptfiguren durchmachten, gefielen mir sehr gut.
Immer wenn ich ein Buch rund um Black Dagger beginne, empfinde ich es wie ein nach Hause kommen. Ich kenne die Figuren, weiß wie sie ticken. Ich liebe die gemeinsamen Mahlzeiten, lasse mich in ihre Welt fallen. Muss mit Rhage lachen, wenn er wieder einmal einen Tootsie Pop vernichtet. Sehe begeistert zu, wenn V den Musikgeschmack der anderen kritisiert. Wrath mit George zu beobachten, lässt mein Herz schmelzen.
Im April 2019 erscheint „The Savior“ und bereits jetzt bin ich unglaublich neugierig.
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Wundervoll locker und leicht - ein modernes Märchen
Diamonds For Love - Verlockende Nähe von Layla Hagen
In San Francisco soll sich Nadines Traum endlich erfüllen. Seit Jahren spart sie, um einen kleinen Laden zu eröffnen. Darin verkauft sie neben Designermode auch ihre eigenen Kreationen. Ihr Focus liegt auf Mode ohne Ablenkung. Nichts und niemand soll sie von ihrem Ziel abhalten.
Sie ist es auch gewohnt, alleine ihren Weg zu beschreiten.
Sie verlässt sich auf niemanden, damit enttäuscht sie keiner. Nur ihre beste Freundin Ava weiß um die herben Rückschläge, die Nadine bereits hinnehmen musste.
Sie rechnet nicht mit den Bennetts, die durch Avas Verlobten Sebastian in ihr Leben treten. Vor allem Logan hat ein Auge auf Nadine geworfen. Wobei ihr zufälliges Treffen, von seiner Schwester Pippa arrangiert wurde. Ihre Mission fest im Blick, für jeden ihrer Geschwister den passenden Partner zu finden. Dabei ist Logan fest davon überzeugt, weder Hilfe noch eine feste Freundin zu brauchen.
Wie hat es mir gefallen?
Das Cover glitzert silbern ... ein Eyecatcher genauso wie Teil Eins. Ja, ich bin anfällig, das gebe ich auch gerne zu. Dieser Kontrast zwischen schwarzer Grundfarbe und Schrift zieht mich einfach an. Ich erwähne gleich, dass ich diese Art von Geschichten als modernes Märchen sehe, die zum Träumen einlädt.
Wieder steht die Familie Bennett im Mittelpunkt. Mit neun Geschwistern ist für genügend Nachschub gesorgt. Sebastian fand in "Voller Hingabe" sein Gegenstück und nun erscheint sein Bruder Logan auf der Bildfläche.
Er leitet verantwortungsbewusst die Finanzabteilung bei Bennett Enterprises. Er liebt das Leben und die Frauen. An erster Stelle steht immer die Familie. Für ihn gibt es keinerlei Kompromisse. Eine Situation, die nicht jede seiner Freundinnen akzeptieren konnte. Probleme seiner Geschwister nimmt er persönlich und versucht ständig diese zu regeln, ohne auf die Konsequenzen Rücksicht zu nehmen.
Die Familie Bennett live zu erleben, zeigt Nadine schmerzvoll, was sie verpasst. Ihre Familie beschränkt sich auf ihre Mutter und ihren Stiefvater, die sie beide sehr liebt. Die räumliche Distanz verhindert, dass sich Eltern und Nadine oft sehen. Sie ist es gewohnt, alleine ihre Kämpfe auszutragen. Es fällt ihr schwer, Hilfe anzunehmen oder gar darum zu bitten.
Damit prallen zwei komplett unterschiedliche Welten aufeinander. Logan, der gerne hilft und dabei auch manchmal über das Ziel hinaus schießt. Nadine, eine Einzelkämpferin, die bevor sie entscheidet, das Für und Wider gut gegeneinander abwägt.
Ich selbst bin ein Einzelkind. Ich wünschte mir immer Geschwister, deshalb liebe ich es über die Bennetts zu lesen. Die Geschichte kommt auch dieses Mal ohne große Dramen aus, es gibt weder einen Bad Boy noch einen Ritter in schimmernder Rüstung und auch keine holde Maid oder Jungfrau in Nöten.
Die Story ist wundervoll leicht, sexy und Teil drei erscheint bald. Darauf freue ich mich schon!
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Keine 08/15 NA Story
Diamonds For Love - Verlockende Nähe von Layla Hagen
Harper sucht sich ein College weit weg von ihren Eltern aus. Sie braucht dringend Abstand von ihren Eltern, ihren Freunden und ihrer Heimatstadt. Einen Hacken hat die ganze Sache, denn ihre Eltern geben ihr genau 125 Tage, um zu beweisen, dass sie sich völlig auf ihr Studium konzentriert.
Im Wohnheim teilt sie sich ihr Zimmer mit Grace.
Mit der fröhlichen und witzigen jungen Frau freundet sich Harper gleich an. Ihr Nachbar Liam dagegen reizt ihre Nerven vom ersten Zusammentreffen. Sein augenscheinlicher Charme perlt an Harper vorerst ab.
Doch ihre Wege überschneiden sich zwangsläufig. Vor allem da Grace ein Faible für Jacob Liams Mitbewohner hat.
Liam eilt der Ruf eines Frauenschwarms voraus. Viele gebrochenen Herzen pflastern seinen Weg. Anfangs hält sich Harper fern von ihm, aber im Laufe der Zeit zeigt Liam neue Seiten, die sie neugierig machen. Sie vermutet hinter der rauen Fassade einen intelligenten und warmherzigen Mann, der ungern persönliche Geheimnisse Preis gibt. In dieser Hinsicht ähneln Harper ihm. Auch sie hält ihre Vergangenheit unter Verschluss.
Wie hat es mir gefallen?
Die Autorin Tina Köpke durfte ich heuer bei der Loveletter Convention bei einem Blind Date kennen lernen. Da erzählte sie auch über diesen Roman. Das klang so interessant, dass ich mir sofort im Buchshop das Buch holte und natürlich gleich signieren lies.
Das gelungene Cover mit den Bildern im Polaroid Stil passt hervorragend zu dieser Geschichte.
In diesem Roman spielen Harper und Liam die Hauptrollen. Harper flieht aus ihrem Elternhaus und zieht sich völlig zurück. Zu Beginn verhält sie sich zurückhaltend und eher schüchtern, um nicht aufzufallen. Sie unterdrückt absichtlich ihre Spontanität und Lebensfreude. Erst langsam traut sie sich aus ihrem Schneckenhaus. Liam spielt dabei eine wesentliche Rolle. Er lockt sie mit seinen Bemerkungen aus der Reserve und sie zahlt es ihm mit gleicher Münze zurück. Sie schenken sich nichts und sorgen für witzige Wortwechsel.
Langsam werden sie Freunde, verbringen mehr Zeit miteinander. Beide verfolgen unangenehme Erinnerungen, die sich nicht so einfach abschütteln lassen.
Mir gefiel die Entwicklung beider Figuren ungemein gut. Sie springen über ihren Schatten, um über sich hinauszuwachsen.
Bereichert wird die Geschichte mit außergewöhnlich sympathischen Nebenfiguren. Allen voran Grace, die so viel Zuversicht und Freude verbreitet, dass ich sie mir als Freundin wünschen würde. Riley darf ich nicht vergessen. Seine feinfühlige Art trägt viel zur guten Stimmung bei und ich weiß, dass er eine eigene Geschichte bekommt. Ich freue mich darauf.
Zusätzlich fand ich die angesprochenen Themen spannend: Familie, Vertrauen, Freundschaft, Religion und Selbstwahrnehmung. Gut verwoben in eine interessante Geschichte, die für tolle Lesestunden sorgte.
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Unterschiedliche Arten von Liebe
Sommerhaus zum Glück von Sanders Anne
In St. Ives hofft Elodie auf einen Neuanfang. Ihre letzte Beziehung ging einer Katastrophe gleich in die Brüche. In ihrer Wut kauft sie ein Cottage, um es als B&B zu vermieten. Die Umschreibung "handwerkliche Fähigkeiten von Vorteil" schreckte sie nicht ab. Vorort und bei Tageslicht erkennt sie auch ohne diese speziellen Fertigkeiten, dass es viel Arbeit bedarf, um aus dem Haus eine Perle zu machen.
Sie nimmt die Herausforderung an, erstellt Listen und beginnt ihr neues Leben zu organisieren. In Brandy und Helen findet sie schnell neue Freundinnen. Ihre Hilfe und Tipps rund um die ortsansässigen Handwerker sind unentbehrlich. Brandy, eine ältere Dame, die in einem nicht altersgerechten Camper wohnt. Helen, die seit 25 Jahren mit Liam verheiratet ist und in deren Ehe einiges in Schieflage geraten ist.
Einzige ihre Kaffeesucht bleibt auf der Strecke. Als ein neuer Coffee Pop-Up-Shop eröffnet, stürmt sie sofort den Laden. Der Inhaber Tom de la Chaux begegnet ihr alles andere als charmant. Seine mürrische Art übergeht Elodie großzügig, denn der leckere Kaffee entschädigt großzügig.
Leider entpuppt sich das Haus beinahe als Fass ohne Boden. Keine Woche vergeht ohne Hiobsbotschaft und neuen großen Schäden. Elodies Durchhaltevermögen wird auf eine harte Probe gestellt. Sie fühlt sich jedoch am richtigen Platz und nimmt die Herausforderung an.
Wie hat es mir gefallen?
Nach dem Buch "Sommer in St. Ives" mochte ich mich nicht so schnell von Cornwall verabschieden. Also blieb ich Vorort, um mehr über Elodie, Helen und Brandy zu erfahren.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht schwer. Anne Sanders hat ein Händchen sympathische Figuren zu erschaffen und sie eine ungewöhnliche Situation zu verwickeln.
Elodie kauft überstürzt und ungesehen ein Cottage. Ein ziemlich baufälliges Cottage mit etlichen maroden Stellen, die sich erst im Laufe der Zeit zeigen. Nach dem Scheitern ihrer Beziehung zu einem verheirateten Mann, möchte sie Abstand zu ihrem alten Leben. In Brandy und Helen findet sie Freundinnen, die völlig unterschiedlich sind.
Brandy ist nicht mehr die jüngste und lebt in einem Camper. Keine adäquate Unterkunft für eine ältere Dame, aber sie liebt ihr kleines zu Hause. Elodie schließt sie gleich ins Herz, ihre Herzlichkeit und offene Art nehmen sie sofort für sie ein. Sie versteht es ausgezeichnet, Geheimnisse aus ihren Gesprächspartner herauszukitzeln. Über sich selbst gibt sie wenig Preis.
Helen dagegen ist seit 25 Jahren verheiratet. Gemeinsam mit ihrem Mann Liam führt sie ein beliebtes Cafe im Ort. Alltag und Routine haben ihre Ehe verändert. Sie vermisst die gemeinsam verbrachte Zeit. Die zwei Kinder und die Arbeit lassen ihnen kaum Zeit füreinander. Ein Dilemma, das unausgesprochen zwischen ihnen liegt.
Abwechselnd erzählen Elodie und Helen, dabei erweckt die Autorin die Figuren zum Leben. Bei beiden war ich ständig gespannt wie es weiter geht. Bei Elodie war es die Neugier rund um ihr neues Leben in St. Ives. Natürlich ging es auch um ihr Liebesleben. Bei Helen dagegen fieberte ich sogar noch mehr mit. Ihr fühlte ich mich persönlich sehr verbunden.
Brandys musste ich ins Herz schließen. Sie ist ein Unikat, ein gern gesehener Gast auf jeder Party und überall bekannt.
Ein sehr gelungener Roman, der auf unterschiedliche Art und Weise das Thema Liebe aufgreift, die unterschiedlichen Stufen der Liebe. Nicht nur die romantische Liebe sondern auch zwischen Eltern und Kindern.
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Auch für Schottland Fans - ein wundervoller Sommerroman
Sommer in St. Ives von Anne Sanders
Sechs Wochen Urlaub in Cornwall klingen himmlisch. Gemeinsam mit ihren Eltern, ihrer Großmutter und ihren zwei Geschwistern Lynda und Lucas verspricht sich Lola Sommer, Sonne, Strand und Meer.
In St. Ives angekommen, beginnt die Zeit verheißungsvoll. Ihre Unterkunft ist mondän und das Haus thront über dem Städtchen mit einem majestätischen Ausblick auf das Meer.
Die Idylle scheint perfekt. Die Blase der Gemütlichkeit platzt, als Großmutter Elvira verkündet sich verlobt zu haben und die Hochzeit in vier Wochen stattfinden soll. Nach einem knappen Jahr Trauerzeit! Sam heißt der Glückliche und sie kennen einander seit knapp sechs Jahrzehnten. Die Reaktionen fallen unterschiedlich aus. Vor allem Samantha kämpft mit der Entscheidung ihrer Mutter. Sie glaubt, dass damit das Ansehen ihres Vater zerstört wird.
Lola wird kurzzeitig zu Elviras Vertrauter, denn sie vermag es zwischen den Parteien zu vermitteln. Lola gewinnt kleine Einblicke in die Vergangenheit ihrer Großmutter, die ihr nicht immer gefallen. Dennoch hilft sie tatkräftig mit, die Hochzeit zu einem unvergesslichen Ereignis zu machen. Nicht uneigennützig, da sie dabei Chase Bellamy trifft. Gegen seinen Charme scheint sie machtlos zu sein.
Die Stimmung in der Familie kippt zusehens, denn alle hängen ihren Gedanken und Spekulationen nach, ohne Antworten darauf zu bekommen. Elviras Hochzeitstraum scheint zum Scheitern verurteilt, die Streitigkeiten in der Familie eskalieren.
Wie hat es mir gefallen?
Anne Sanders Schreibstil bewunderte ich bereits bei "Mein Herz ist eine Insel". In diesem Buch gefiel mir auch die weibliche Hauptfigur Lola (Isla dagegen gewann ich erst am Ende lieb).
Als bekennender Schottland Fan verirre ich mich selten nach England! Dieser Trip hat sich auf jeden Fall gelohnt, die Autorin macht mir damit so richtig Lust nach Cornwall, im besonderen nach St. Ives zu fahren.
Dieses Küstenstädtchen mit den bunten Häusern, den Sandstränden, wie sie sonst nur in der Karibik zu finden sind, scheint für einen Urlaub besonders geeignet zu sein. Ich denke, ich brauche keinen Stadtplan mehr, denn ich habe das Gefühl mich durch die Beschreibungen in St. Ives aus zu kennen. Wie im Buch erwähnt, verbrachte schon Virginia Woolf hier ihre Ferien und verarbeitete dabei den Leuchtturm in einem ihrer Romane. Ihr seht also: Lesen bildet!
Im Focus steht, neben der wunderbaren Landschaft, die Familie rund um Großmutter Elvira. Ihrem Leben ist ein wichtiger Teil der Geschichte gewidmet. In ihren Kapitel erzählt sie von ihrem außergewöhnlichen Sommer in St. Ives als sie 15 Jahre alt war und ihrer unendlichen Trauer um ihren Vater. Sie berichtet von dem Drama rund um ihre Mutter und wie sie ihr Studium beginnt. Eine junge Frau, die Träume und Ziele in ihrem Leben hat.
Das Hauptaugenmerk liegt in der Gegenwart bei Lola und dem Durcheinander wegen der Hochzeit. Sie versucht zwischen ihrer Mutter und ihrer Großmutter zu vermitteln. Beide beharren auf ihren Standpunkten ohne Zugeständnisse machen zu wollen. Abseits des Trubels verbringt sie viel Zeit mit Chase. Die zarten Bande, die sie miteinander verbinden, blühen langsam auf und Lola vertraut ihm manche ihrer Geheimnisse an. Sie befürchtet für Chase nur ein Urlaubsflirt zu sein, aber entscheidet sich den Moment zu genießen ohne an das kommende Ende zu denken.
Erwähnen möchte ich die tollen Nebenfiguren, allen voran Lucas Lolas kleinem Bruder. Ein Teenager mit morbidem Humor, jungenhaftem Charme und immer den passenden Spruch auf den Lippen.
Elviras Verlobter Sam, wenn auch schon über 70 mochte ich auf Anhieb. In den Rückblicken erhaschen wir Einblicke in sein Leben und seine Vergangenheit. Wir erahnen, warum Elvira so schnell Nägel mit Köpfen machen will.
Mein Fazit:
Ein wundervoller Roman, er beginnt locker und leicht, wie die Sonnenstrahlen an einem frühen Morgen. Die Geschichte entwickelt sich weiter, bringt schwerere Themen auf, die dunklen Wolken gleichen, die ein Gewitter mit sich bringt. Dieses Buch war witzig, traurig, bewegend und hoffnungsvoll, ein rundum gelungener Sommerroman.
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Freundschaft statt Liebe?
Sommer in Bloomsbury von Annie Darling
Verity Love arbeitet bei Happy Ends, einem wundervollen Buchladen in dem nur Liebesromane verkauft werden. Sie kümmert sich hauptsächlich um die Verwaltung und nur ganz selten um Kunden.
Sie werkelt lieber im Hintergrund. Sie ist überzeugter Single, aber ihre Schwestern und Freunde nerven sie ständig und versuchen sie zu verkuppeln.
Deshalb hat sie Peter Hardy, den Ozeanografen erfunden. Durch seinen Beruf ist er häufig auf den Weltmeeren und kann sie deshalb nicht zu all den wichtigen Ereignissen, wie Hochzeiten, Geburtstagen oder Hauseinweihungen begleiten.
Doch durch einen blöden Zufall wird Peter seines Amtes enthoben und Johnny tritt an seine Stelle. Er und Verity schließen einen Pakt und werden so zu „Schein“-Freunden. Gemeinsam besuchen sie all die Partys und Feierlichkeiten. Sie soll reine Freundschaft verbinden, verlieben somit ausgeschlossen.
Wie hat es mir gefallen?
Dies ist der zweite Teil der Bloomsbury Reihe, die letztes Jahr mit dem Titel „Der kleine Laden der einsamen Herzen“ begonnen hat. Nun wurde der 1. Band unter dem Namen „Der kleine Laden in Bloomsbury“ nochmals aufgelegt. Da ich ein kleiner Büchernerd bin, werde ich mir die neue Ausgabe noch bei meinem Buchdealer holen, damit die Bücher richtig zueinander passen.
Dazu möchte ich noch sagen, dass man „Sommer in Bloomsbury“ komplett unabhängig lesen kann. Es mindert das Lesevergnügen überhaupt nicht. Aber ich als Verfechter des Reihenfolge-Lesens …. Naja, ihr wisst was ich meine!!
Im Mittelpunkt steht dieses Mal Verity, die im Hintergrund arbeitet und die Buchhandlung am Laufen hält. Sie liebt ihren Arbeitsplatz, die Bücher und ihr kleines mietfreies Appartement über dem Laden. Sie ist mit 4 Schwestern aufgewachsen, die ständig geplappert haben. Verity geniest deshalb die Stille. Sie bezeichnet sich selbst als „einsame Insel“, die nur eine bestimmte Anzahl an Worten pro Tag zur Verfügung hat. Hat sie diese verbraucht, muss sie ihre Akkus wieder aufladen, um normal zu funktionieren. Sie mag es lieber leise und unaufdringlich.
Ihr Single-Dasein scheint für ihre Umwelt ein größeres Problem zu sein, als für sie selbst. Deshalb erfindet sie kurzer Hand ihren Freund Peter Hardy, um angenehmen und unangebrachten Fragen zu entgehen.
Als sie jedoch durch einen dummen Zufall Peter Hardy „ziehen“ lassen muss, lernt sie Johnny kennen. Schnell erkennen die beiden, dass sie ein gemeinsames Problem haben: Hochzeiten und andere Partys ohne Begleitung. Was liegt da näher, als sich als „Schein-Freunde“ zu präsentieren. Johnny hat seine eigenen Gründe, warum er solche eine ungewöhnliche Beziehung führen will und Verity möchte nur die Partysaison überstehen. So lernen sie nicht nur einander gut kennen, sondern auch die jeweiligen Freundeskreise. Anfangs zweifelt Verity daran, ob sich Johnny, der eine sehr exklusive Erziehung bzw. Ausbildung genossen hat, bei ihren Freunden wohlfühlen würde, aber es zeigt sich, dass er sich problemlos einfügt und auch Verity findet Gefallen an seinen Freunden und Bekannten.
Wie bereits bei „Der kleine Laden in Bloomsbury“ bin ich auch hier richtig begeistert. Letztes Jahr las ich das Buch während meines Urlaubs in der Toskana. Dieses Jahr war Teil 2 in meinem Urlaub mit dabei. Die Geschichte verzauberte mich von der ersten Seite an. Es ist eine locker, flockige Story, die ohne große Dramen auskommt, aber liebenswerte Figuren vereint, die alle ein wenig verrückt sind.
Natürlich gibt es Pluspunkte für den Buchladen „Happy Ends“. Ein bezaubernder Ort, der jedes Herz eines Bücherwurms höher schlagen lässt.
Ich habe mich auch noch ein wenig informiert, ob es einen weiteren Teil geben wird. Auf Englisch ist am 19. März 2018 ein weiteres Buch der Reihe erschienen „Crazy Love at the Lonely Hearts Bookshop“. Ich behalte das Programm Penguin Verlags im Auge, um sofort festzustellen, ob und wann das Buch übersetzt wird.
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Gelungener Krimi, der zum Mitraten einlädt
Ocean Drive 7 von Patterson James; Ellis David
Das „Mörderhaus“ befindet sich am Ocean Drive 7 und wird seinem Ruf in diesem Sommer wieder gerecht. Zwei furchtbar verstümmelte Leichen werden gefunden und auch ein Tatverdächtiger ist schnell ermittelt. Noah Walker wird verhaftet und ihm wird sofort der Prozess gemacht.
Jenny Murphy, aus Manhattan in die Hamptons gekommen, darf sich in die Ermittlungen nicht einmischen, denn der Fall gilt als abgeschlossen.
Obwohl ihr Bauchgefühlt etwas anders sagt und noch eine weitere tote Frau gefunden wird.
Dieses Haus, welches seit knapp 2 Jahrhunderten blutige Geschichte schreibt, löst bei Jenny ungewöhnliche Reaktionen aus. Es zu betreten bereitet ihr körperliche Schmerzen und Panikattacken. Trotz aller Widerstände stürzt sie sich in die Ermittlungen und bringt alte Geschichten ans Licht, die sich nicht so einfach lösen lassen, sondern noch mehr Fragen aufwerfen, die sie um jeden Preis beantworten will.
Wie hat es mir gefallen?
Vor kurzem habe ich „Im Netz der Schuld“ von dem Duo Patterson/Ellis gelesen und wurde angenehm überrascht. Als ich „Ocean Drive 7“ entdeckte, musste ich mich überzeugen, ob die zwei noch weitere interessante und spannende Geschichten schreiben können.
Da Buch beginnt gleich mit einem Paukenschlag. Ein Blick in die Vergangenheit – ein Amoklauf an einer Schule, zu dem ich anfangs noch überhaupt keine Verbindung erkennen konnte, aber das Autorenduo streut ständig Krümel, denen man als Leser folgt, um herauszufinden, welchen Stellenwert dieses Ereignis hat.
Jenny Murphy, sollte eigentlich Ermittlerin in der Stadt, die niemals schläft New York sein, doch sie dort fiel sie in Ungnade und sie musste entweder den Dienst quittieren oder sie würde gefeuert werden. Nur ihrem Onkel Lang hat sie es zu verdanken, dass sie überhaupt noch als Polizistin arbeiten darf. In den Hamptons fliest das Leben um einiges langsamer. Selbst als es zu einem Doppelmord kommt, wird Jenny nicht direkt an den Ermittlungen beteiligt. Zu schnell gibt es einen Hauptverdächtigen, um sich noch richtig einzubringen. Ihr Leben dreht sich eigentlich nur um die Arbeit. Sie hat außer ihrem Onkel und ihrer Tante Chloe keine Verwandten mehr. Sie trinkt zu viel und lebt sehr einsam. Ihre perfekt trainierten Instinkte gepaart mit ihrem Dickkopf, bringen sie immer wieder in Schwierigkeiten, denn sie ist überzeugt, dass es neue Hinweise gibt, die niemand berücksichtigt hat. Sie will sich ständig beweisen und manchmal schießt sie übers Ziel hinaus.
Der Lauf der Geschichte wird hin und wieder durch Rückblicke unterbrochen. Der Mörder schildert seine Verbrechen ohne seine Identität preis zu geben. Dabei verzichten die Autoren auf allzu grausige oder detaillierte Beschreibungen.
Der Pool an Verdächtigen ist recht überschaubar und dennoch verfolgte ich die ganze Zeit verschiedene Theorien, die ich mal völlig verwarf um sie anschließend wieder hervorzuholen, um sie anzupassen. Eine gelungene Geschichte, die zum Mitraten einlädt. Damit nehme ich James Patterson/David Ellis auf meine To-Be-Read Liste auf.
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Holly und Venom gehen auf die Jagd
Gilde der Jäger - Engelsgift von Nalini Singh
Knapp 4 Jahre sind vergangen, seit Holly vom Erzengel Uram angegriffen und beinahe umgebracht wurde. Nur durch viel Glück überlebte sie die Attacke und lange, qualvolle Jahre des Selbsthasses liegen hinter ihr. Denn der grausame Engel hat sie verändert, von Grund auf. Sie ist kein normaler Mensch mehr, aber auch kein richtiger Vampir.
Sie ist anders, einzigartig und vor allem gefährlich. Da niemand ihre neue Persönlichkeit richtig einschätzen kann, hält Holly Abstand von anderen Personen. Vor allem ihre Familie leidet sehr unter dieser Entfremdung.
Um niemals die Kontrolle zu verlieren, trainiert sie ihre neuen Fähigkeiten, eisern. Mit Janvier, Ashwini und Honor. Nach etlichen Monaten Abwesenheit stößt auch Venom wieder zum Team. Lange konnte er Hollys Entwicklung nur von der Ferne beobachten. Sie strahlt eine neue Stärke aus, die ihn reizt, denn ihm ist bewusst, dass sie keinem Wesen auf der Welt gleicht, so wie er selbst. Somit wird sie zum Ziel von Kopfgeldjägern. Eine ungeheure große Summe wurde ausgesetzt, um sie lebend zu fangen.
Gemeinsam gehen sie auf die Suche nach den Drahtziehern. Ein ungleiches Paar, Venom über 300 Jahre alt, in sich ruhend, erfahren. Holly, neu geschaffen und unberechenbar in ihren Reaktionen.
Wie hat es mir gefallen?
Meine Begeisterung für die Autorin und die Reihe hat am Wochenende bei der Loveletter Convention in Berlin wieder unheimlichen Aufschwung bekommen. Dabei brauche ich keine zusätzlichen Überredungskünste, um ein Buch von Nalini Singh zu lesen.
„Engelsgift“ ist Band 10 der Gilde der Jäger Reihe. Die Handlung spielt fast zeitgleich wie Teil 9, als Raphael und Elena bei einem Treffen im Orden der Luminata weilen.
Hollys Schicksal verfolgen wir nun schon seit Band 1. Ihr Martyrium ging mir stets zu Herzen und ich wartete ständig auf neue Informationen von ihr. Wir erlebten sie in ihren furchtbarsten Momenten, während ihrer schlimmsten Tiefen und nun dürfen wir ihre Wiederauferstehung verfolgen. Holly kämpft um ein eigenständiges und freies Leben. Ihre früheren Pläne von einem Studium rund um Design und Mode sind zerplatzt und erscheinen ihr so weit weg, Träume einer jungen, unerfahrenen Frau, die es so nicht mehr gibt. Aber in ihrem Inneren lodert das Feuer immer noch. Das beweisen ihre mit Blümchen und Glitter verzierten Schuhe und Jacken. Sie will sich unter allen Umständen ihren Platz in der Welt sichern.
Ihr zur Seite steht Venom. Ein Vampir, der weiß, wie sich Holly fühlt. Um seine Erschaffung ranken sich Gerüchte, denn nicht nur seine ungewöhnlichen Augen sondern auch seine Bewegungen zeugen davon. Als einer von Raphaels Sieben eilt ihm sein Ruf voraus, ein einmal ins Auge gefasste Ziel auf jeden Fall zu erreichen. Sein Jagdinstinkt ist legendär! Seine Persönlichkeit zeigt er jedoch nur einem ausgewählten Freundeskreis. Auch Holly darf immer wieder kleine Blicke darauf werden. Ein Privileg, das sie anfangs gar nicht richtig zu schätzen weiß und erst im Laufe der Zeit als wertvolles Geschenk in Empfang nimmt.
Da Holly verfolgt wird, versuchen sie und Venom die Strippenzieher zu entlarven und die Hintergründe zu ergründen. Denn eigentlich sollte niemand um ihre ungewöhnliche Wandlung Bescheid wissen. Jemand in ihrer Umgebung muss Gerüchte verbreitet haben.
In diesem Buch gibt es auch ganz besondere Augenblicke, die mir wieder einmal zeigen, warum ich diese Reihe so gerne mag. Neben Loyalität gibt es tiefere Einblicke in die Freundschaft zwischen Dmitri, Venom und Illium. Ein Wettrennen der besonderen Art wird mir lange in Erinnerung bleiben. Unbändige Freude und jugendlicher Leichtsinn bei „alten“ Engeln und Vampire zu beobachten, ist einfach unbezahlbar.
Ich lese Nalinis Bücher unheimlich gerne. Ich genieße es in ihre Welten einzutauchen. Fühle mich von der ersten Seite an zu Hause. Sie haucht den Figuren Leben ein, wie kaum eine andere Autorin. Ihre Liebe zu den Charakteren spürt man in jedem Satz. Selbst nach so langer Zeit sehne ich mich nach der Fortsetzung und es geht weiter am 30. Oktober mit „Archangel‘s Prophecy“.
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