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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gavroche:

Nicht so magisch

Saftig vom Grill von Matthias F. Mangold

Das Cover sieht für mich für ein Grillbuch sehr klassisch aus. Mit dem Stück Fleisch im Mittelpunkt, zur Dekoration noch ein Rosmarinzweig und dann die Strauchtomaten am Rand. Allerdings finde ich es es nicht ganz so passend, da das Buch in seinem Klappentext hiermit wirbt: "mit Fleisch und Fisch oder veggie und vegan oder sogar süß als Dessert" - warum dann also auf dem Cover nur ein Stück gegrilltes Fleisch als eyecatcher? Damit kann man niemanden erreichen, der eben mal etwas anderes als Fleisch auf dem Grill haben möchte.

Das fand ich etwas schade. Die Fotos im Innenteil des Buches sind alle sehr gelungen und machen Appetit. Allerdings fehlte mir dann doch das Außergewöhnliche und die angepriesene Magie. Die findet sich vielleicht für den Anfänger, wenn man allerdings Erfahrung hat und/oder schon diverse Grillbücher besitzt, dann sucht man meiner Meinung nach hier die Magie doch leider vergeblich. Und auch die Vielfalt fand ich jetzt nicht so groß.

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Verknüpft

Fischers Frau von Karin Kalisa

Bei diesem Buch finde ich das Cover sehr auffällig und mit vielen Details versehen, die nicht auf den ersten Blick erfasst werden. Außerdem kann man - auch ohne das Buch zu kennen - eine direkte Verbindung zum Buchtitel herstellen, allerdings nicht, dass es sich hier um Teppichknüpferinnen handelt.

Mir war der historische Hintergrund, der diesem Roman zugrunde liegt, vorher noch nicht bekannt, aber ich fand ihn sehr interessant. Karin Kalisa verknüpft im doppelten Wortsinn in ihrem neuen Roman zwei Zeitebenen. Mia Sund ist Faserarchäologin und erhält eines Tages einen interessanten Teppich zur Begutachtung, dessen Geschichte sie nachgeht und herumreist. Dieser Teppich ist nämlich aufgrund seiner grünen Fasern etwas Außergewöhnliches. Die zweite Ebene kommt erst etwas später vor und spielt vor ungefähr hundert Jahren und erzählt von der Herstellung des Teppiches und von Nina, die aus Kroatien an die Ostseeküste kam und da aus.... Aber ich möchte nicht zu viel verraten. Die Geschichte an sich fand ich sehr spannend, zu Beginn hat mich auch der Schreibstil überzeugt, aber dann kamen trotz der Kürze des Buches für mich doch einige Längen auf.

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Green ist tot

Der große Fehler von Jonathan Lee

Bei diesem Buch hat mich das Cover mit dem Elefanten sofort neugierig gemacht und ich war gespannt, was es mit diesem Elefanten und dem "großen Fehler" wohl auf sich haben wird. Und der Elefant spielt tatsächlich in dem Roman auch eine - wenn auch kleine - Rolle. Ist dieses Buch ein Kriminalroman? Nein, dafür war er mir nicht spannend genug und es wurde nicht genug Wert auf die Auflösung des Todes von Andrew Green gelegt.

Meiner Meinung nach handelt es sich hier vielmehr um die Lebensgeschichte - in Fragmenten - und vor allem die Verdienste von Andrew Green um die Stadt New York und um sein Vermächtnis, immer verbunden mit seiner Biographie. Die Kapitelüberschriften kommen manchmal mehrfach vor und sind dann nummeriert, da sie sich an den Namen von U-Bahn-Stationen orientieren. Andrew Green stammt aus bäuerlichen, eher ärmlichen Verhältnissen und schafft es nur mit Hilfe seines Freundes so viel zu erreichen. Seine Lebensgeschichte war recht interessant, aber insgesamt hat mir der Erzählstil einfach nicht so gut gefallen, so dass ich mich zwischendurch leider immer wieder gelangweilt habe. Immerhin weiß ich nun einiges über die New York Library und den Central Park.

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Als Comic

Jede*r kann die Welt verändern! - Ich bin Anne Frank von Brad Meltzer; Christopher Eliopoulos

"Das Tagebuch der Anne Frank" hat nichts von seiner Bekanntheit eingebüßt und in der heutigen Zeit berührt das Schicksal von Anne, die sich im Amsterdamer Hinterhaus verstecken musste und ihr Leben in Tagebüchern festgehalten hat, ist es immer noch eine wichtige Geschichte über ein mutiges junges Mädchen.

Hier wird die Geschichte von Anne für jüngere Kinder erzählt. Aber die Geschichte von Anne Frank in Comicform? Und schon das Cover mit Anne Frank, die ein Tagebuch umschlungen hält, weist auf die Protagonistin hin. Doch ist ein Comic das richtige Medium und ist die Geschichte bereits etwas für diese Altersgruppe? Offen gestanden war ich da doch misstrauisch und andererseits aber auch gespannt auf die Umsetzung. Klar geht es hier um didaktische Reduzierung und Altersgemäßheit. Man kann 7jährige noch nicht mit allen Grauen des Nationalsozialismus konfrontieren, aber auch Kinder bekommen heute viel mit von dem Krieg in der Ukraine und eine erste Heranführung an das Thema ist wichtig. Vermutlich scheiden sich bei diesem Buch jedoch die Geister, aber es wird seine Leserschaft finden bzw die Vorleserschaft mit einer intensiven Auseinandersetzung.

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Freundinnen

Die Freundinnen vom Strandbad von Julie Heiland

Das schön sommerliche Cover mit den beiden jungen Frauen im Badeanzug beziehungsweise ganz gewagt im Bikini und im Hintergrund der See geben schon einen schönen Einblick auf das, was die LeserInnen in diesem Roman erwartet. Die Mode verrät auch schon, dass es sich um eine Reise in die 1950er Jahre handelt.

Im Buch geht es um drei Freundinnen, Betty, Clara und Martha, die sehr unterschiedlich sind, aber durch einen Badeunfall, bei dem sie alle drei einen Rettungsversuch unternehmen, ein Band der Freundschaft knüpfen. Eine Reise in die deutsch-deutsche Vergangenheit, in die immer größer werdende Trennung von Ost und West. Ein Buch über ganz unterschiedliche Träume in einer sich verändernden Welt. Der historische Hintergrund wird immer wieder gut in die Geschichte eingebunden, nimmt aber andererseits auch nicht überhand. Ein guter Schreibstil, eine interessante Geschichte.

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Macht der Vergebung

Lost-Moments-Reihe, Band 1 - The Moment I Lost You von Rebekka Weiler

Das Cover finde ich sehr schön gestaltet mit den verschlungenen RAnken und der Zerfaserung, allein die Farbgebung mag ich nicht so sehr. Der Roman beging mit einem sehr emotionalen und traurigen Prolog über die Ereignisse, die sich vier Jahre zuvor ereignet haben. Wir erleben mit Mia auf einer Party den Tod ihrers besten Freundes Brant mit.

Allein diese Vorstellung, dass ein geliebter Mensch in meinen Armen stirbt und dann noch so ein junger Mann und auf so dramatische Weise, das war ganz schön heftig. Nach dem eindringlichen, aber kurzen Prolog springen wir weiter in die Gegenwart und dort beginnt die Geschichte erst richtig. Mia trifft ausgerechnet auf Nathan, der den Tod von Brant auf dem Gewissen hat. Gerade ihn wollte sie nie wieder treffen. Aber es ist beinahe wie verhext, denn die beiden treffen immer wieder aufeinander. Wie soll und kann Mia damit umgehen? Ich mochte es sehr, wie auf ihre Gedankengänge eingegangen wurde und wie sich langsam alles ein wenig verschiebt. Eine Geschichte über Trauer und Vergebung.

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Adele reloaded

Die schreckliche Adele 02 von Mr. Tan; Miss Prickly

Adele ist wieder da. Und sie hat auch wieder ganz viele Ideen im Kopf, die sie ohne Rücksicht auf Verluste in die Tat umsetzt. Die Zeichnungen sind meist auf das Wesentliche reduziert. Typisch sind hier die übergroßen Köpfe. Und das meist wutentbrannte Gesicht von Adele ist immer wieder gut zu erkennen.

Adele sind noch längst nicht alle Gemeinheiten ausgegangen, aber im Grunde genommen zeigt sie dann doch immer mal wieder, dass sie doch ein Herz hat - auch wenn sie es gut zu verbergen weiß. Ein Feuerwerk an Ideen und ein Wiedersehen mit den Charakteren aus dem ersten Band. Viele kurze, aneinandergereihte Geschichten. So wird zum Beispiel auch Bezug auf Harry Potter genommen. Adele bekommt einen Zauberstab von ihrer Mutter und muss natürlich gleich einen der fürchterlichsten Zaubersprüche an ihrer Katze ausprobieren. Aber dann hat Adele Angst im Kino, während alle anderen Kinder sich köstlich amüsieren. Adele ist einfach anders.

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Schwarzer Humor

Die schreckliche Adele 01 von Mr. Tan; Miss Prickly

Adele ist eigentlich immer wütend, hat eine zerstörerische Ader und irgendwie scheint sie dafür geschaffen zu sein, das Leben ihrer Eltern zur Hölle zu machen. Und das macht sie auch schon seit langer Zeit, denn diese Comicreihe gibt es im Französischen schon sehr lange und ich habe mich gefreut, dass sie nun auch übersetzt worden ist.

Aber ist Adele wirklich nur fies und gemein? Nein, wenn man genauer nachdenkt, dann ist sie es nämlich doch nicht. Ok, oder nur ein bisschen. Und manchmal gehen ihre Ideen auch einfach nach hinten los. Zu Beginn des Buches werden die wichtigsten Personen vorgestellt und da hält Adele auch nicht mit ihrer Meinung hinter dem Berg. Sie hat ein Kätzchen, das niedlich ist, aber wehe, jemand bezeichnet es als Kätzchen, denn es ist ein furchterregender Löwe. Hat Adele Freunde? Sie zieht immer über sie her, aber im Grunde genommen doch. Wer schwarzen Humor mag, der ist hier richtig.

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Lesen und Bücher

Ich lese! von Attilio Cassinelli

Dieses Buch ist ein wunderbarer Schatz und eine Möglichkeit, schon die Kleinsten für Bücher und das Lesen zu begeistern. Es handelt sich hier nicht um eine Geschichte oder gar viele kleine Geschichten, sondern immer nur um Zeichnungen und einer Aussage zum Thema Lesen oder Bücher. Was man damit alles machen, was man erleben kann oder aber eben auch, dass man Bücher auch verschenken kann.

"Protagonisten" sind immer unterschiedliche Tiere, toll gezeichnet und allein darüber kann man mit den Kindern schon reden, auch wenn sie das Aussagen zum Lesen und zu den Büchern noch nicht unbedingt verstehen. Aber als allererste Heranführung auf einer - mag sie noch so klein sein - Metaebene, eignet sich dieses Buch sehr gut. Zum Glück ist das Buch aus fester Pappe und die Ecken sind abgerundet, so dass hier niemand verletzt werden kann. Eine tolle Anregung.

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Humor, den man mögen muss

Billy Backe, Band 3 - Billy Backe und der Wilde Süden von Markus Orths

Das Cover des Buches ist toll und hat mich sofort neugierig auf die Abenteuer von Billy Backe gemacht. Die bisherigen Teile der Reihe kannte ich noch nicht, aber zu Beginn des Buches werden sie gut vorgestellt und es werden auch kleine Verweise auf bereits Erlebtes gemacht. Am Anfang und am Ende des Buches gibt es jeweils eine Karte zum Walle-Wacke-Land bzw.

zum Wilden Süden, wo der zweite Teil des Buches spielt. Ich habe bereits mehrere Bücher von Markus Orths gelesen, allerdings waren die für Ältere und für Erwachsene geschrieben. Bei diesem Buch habe ich mich mit dem Humor etwas schwer getan. Es war mir zu viel Fäkalsprache und ich glaube auch nicht, dass Begriffe wie Koma schon etwas für die Altersgruppe sind. Ok, im Endeffekt war es dann wohl doch ein tiefer Schlaf, aber warum dann nicht sofort bei dieser Begrifflichkeit bleiben? Was mir gut gefallen hat: der Autor beherrscht das Medium Sprache fabelhaft, er kreiiert unerwartete Wortspiele und nimmt uns mit auf eine Sprachreise. Aus diesen Gründen habe ich mich für eine mittlere Bewertung entschieden.

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