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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gavroche:

Guter Zeeland-Krimi

Die Toten von Veere. Ein Zeeland-Krimi (ungekürzt) von Maarten Vermeer

Das ungekürzte Hörbuch wurde gut von Yvonne Esins vorgelesen und ich mochte ihre angenehme Stimme.
Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen, wobei die Gegenwart die Hauptrolle spielt und es gibt immer wieder Zeitsprünge zurück in die Zeit des Zweiten Weltkriegs (1944), als Zeeland von den Deutschen besetzt war.

Liv de Vries hat Mist gebaut und wurde von ihrem Freund und Vorgesetzten nach Veere geschickt, um dort nach dem Vermissten Rob zu suchen. Gemeinsam mit einer jungen Kollegin und dem lokalen Polizeichef ermitteln sie im beschaulichen Veere. Der Mann war im Zeugenschutzprogramm und ist wohl nur nach Veere zurück gekehrt, um seinen Vater vor dessen Tod noch einmal zu sehen. Ein Glücksfall ist auch Ann-Remi, die in der Rechtsmedizin arbeitet und das gerne auf eigene Faust, ohne auf ihren Chef zu hören.
Dabei geraten immer wieder rechte Gruppierungen in den Fokus und auch in der Vergangenheit ist dies ein Thema.
Was mich ein wenig gestört hat, dass der Inhaber eines Blumenladens nicht sofort den Samen einer Stockrose erkennt, denn diese Samen sind schon sehr charakteristisch. Vor allem, da immer wieder auf die schönen Stockrosen verwiesen wird. Aber im Gesamtbild ist das nur ein Detail.
Ich bin gespannt, ob es neue Fälle geben wird, da das Ende sehr darauf verweist.

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Hat mir richtig gut gefallen

Nightbirds, Band 1: Der Kuss der Nachtigall (Epische Romantasy) von Kate J. Armstrong

Ich muss gestehen, dass meine Erwartungen an dieses Buch nicht so hoch waren. Ich habe mich einfach auf einen guten Jugendfantasyroman gefreut. Und dann bin ich wirklich positiv überrascht worden von den Entwicklungen und vor allem von der Aussage zwischen den Zeilen.
Das Buch wird aus mehreren Perspektiven geschrieben und die Protagonistinnen sind alle unterschiedlich.

Jede hat ihre Probleme.
Mathilde ist das Mädchen aus gutem Hause, das aus einer Nightbirds-Familie stammt. Sie vermisst die anderen Nightbirds, die ihre Freundinnen waren, aber nun verheiratet sind und deshalb sind andere Mädchen nachgerückt. Für sie ist vieles einfach ein Spiel. Aber dann trifft sie jemanden aus ihrer Vergangenheit wieder...
Sayer stammt aus einem der ärmeren Viertel und ist nach dem Tod ihrer Mutter ganz auf sich gestellt. Sie wollte keine Nightbird werden, aber sie nutzt die Chance, um möglichst schnell viel zu verdienen und dann wird sie wieder gehen. Sie spielt den Part der unangepassten Rebellin.
Æsa ist ein eher schüchternes Mädchen, das aus einer Fischerfamilie aus einem anderen Landesteil stammt. Sie hat gelernt, das Magie schlecht ist und möchte diese Fähigkeit nicht haben. Denn die Priester verbieten jegliche Form von Magie.
Mir hat die Entwicklung der Geschichte richtig gut gefallen und es passiert viel, was ich nicht vorhergesehen habe. Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung der Geschichte.

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Auf einmal ist alles anders

The Monet Family – Shine Bright Like a Treasure von Weronika Anna Marczak

Auf einmal ist alles anders

Haillie Monet lebt in einer Wohnung mit ihrer Mutter und ihrer Großmutter. Sie sind nicht reich, aber führen ein liebevolles Familienleben. Doch dann kommt es zur Tragödie und diese beiden Frauen sterben. Da Haillie erst 14 (fast 15) ist, kann sie nicht alleine bleiben.

Von weiteren Familienangehörigen hat sie nie etwas gehört, doch plötzlich erfährt sie, dass sie fünf ältere Brüder hat, die in Pennsylvania leben. Ihr gemeinsamer Vater ist allerdings gestorben. Und so fliegt Haillie in die USA und alles ist ganz anders als sie es gewohnt ist. Denn ihre Brüder sind nicht nur einfach reich, sondern superreich. Und entwickeln große Beschützerinstinkte und lassen Haillie keinen Freiraum. Ihre materiellen Wünsche werden alle erfüllt, aber was nutzt das, wenn man nur ein eher distanziertes Verhältnis zu seinen Geschwister hat. Lediglich Will, der Zweitälteste, scheint netter zu sein.
Aber was ist das Geheimnis der Monets und weshalb schotten sie sich so ab und warum muss Haillie beschützt werden?
Nun ja, darauf erhält man hier nur ganz eingeschränkt eine Antwort.
Eine interessante Idee, allerdings mäandert die Geschichte zu sehr und nimmt jede mögliche Abbiegung. Gegen Ende wird es noch einmal spannender, aber mehr wird man wohl erst in der Fortsetzung erfahren.
Insgesamt ganz gut, allerdings fehlte zwischendurch der rote Faden und die Spannung ein wenig. Haillie Monet lebt in einer Wohnung mit ihrer Mutter und ihrer Großmutter. Sie sind nicht reich, aber führen ein liebevolles Familienleben. Doch dann kommt es zur Tragödie und diese beiden Frauen sterben. Da Haillie erst 14 (fast 15) ist, kann sie nicht alleine bleiben. Von weiteren Familienangehörigen hat sie nie etwas gehört, doch plötzlich erfährt sie, dass sie fünf ältere Brüder hat, die in Pennsylvania leben. Ihr gemeinsamer Vater ist allerdings gestorben. Und so fliegt Haillie in die USA und alles ist ganz anders als sie es gewohnt ist. Denn ihre Brüder sind nicht nur einfach reich, sondern superreich. Und entwickeln große Beschützerinstinkte und lassen Haillie keinen Freiraum. Ihre materiellen Wünsche werden alle erfüllt, aber was nutzt das, wenn man nur ein eher distanziertes Verhältnis zu seinen Geschwister hat. Lediglich Will, der Zweitälteste, scheint netter zu sein.
Aber was ist das Geheimnis der Monets und weshalb schotten sie sich so ab und warum muss Haillie beschützt werden?
Nun ja, darauf erhält man hier nur ganz eingeschränkt eine Antwort.
Eine interessante Idee, allerdings mäandert die Geschichte zu sehr und nimmt jede mögliche Abbiegung. Gegen Ende wird es noch einmal spannender, aber mehr wird man wohl erst in der Fortsetzung erfahren.
Insgesamt ganz gut, allerdings fehlte zwischendurch der rote Faden und die Spannung ein wenig.

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Wer ist Eric Sanders?

Stalker - Er will dein Leben. von Arno Strobel

Das Hörbuch wurde sehr gut und versiert von Sascha Rothermund vorgelesen, die Spannung wurde durch seine Stimme noch gesteigert und ich habe ihm gerne zugehört.
Eric Sanders ist am Höhepunkt seiner bisherigen Schauspielerkarriere angelangt. Er hat im Münchner Tatort mitgespielt und freut sich nun auf Folgeaufträge.

Aber dann kommt der Schock: jemand gibt sich auf seinen Social Media Kanälen als Eric Sanders aus und behauptet, der echte Kanal sei ein Fake. Was will dieser Mensch? Geht es darum, seine Karriere zu torpedieren? Eric wird auch im realen Leben verfolgt und erhält Drohungen. Die ganze Sache eskaliert bis seine Frau und sein Sohn entführt werden. Eric muss sich unbedingt an seine Vergangenheit erinnern, aber an alles, was vor seinem 11. Lebensjahr passiert ist, hat er keine Erinnerung. Er erinnert sich lediglich an einen Brand, von dem er immer wieder Alpträume hat.
Das Buch ist zu Beginn gar nicht so spannend, die Spannung ist er subtil, steigert sich dann aber immer mehr und es kommen immer mehr Fragen auf, die am Ende alle gut beantwortet werden und die Vergangenheit von Eric ist auch für die Hörer und Leser kein Geheimnis mehr.

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Die Zeit verläuft anders

Das Geheimnis der Glasmacherin von Tracy Chevalier

Die Geschichte beginnt in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit, jedoch verläuft die Zeit in Venedig einfach anders, wie uns die Autorin erklärt. Und mit jedem Kapitel wird ein Stein weiter übers Wasser geworfen und wir machen einen Zeitsprung. Die Welt dreht sich weiter, aber nicht für Orsola, ihre Familie und ihre direkte Umgebung.

Ein geschickter Schachzug, denn die Geschichte endet in unserer Gegenwart. So erleben wir beispielsweise die Pest auf Murano und Venedig, treffen Casanova, erleben die Zeit der napoleonischen Besatzung und das Hin und Her zwischen Frankreich und Österreich etc. Aber wir bleiben vorrangig in dem Kosmos der Familie Rosso und der Protagonistin Orsola. Eine Familie von Glasmachern, die viele Schicksalsschläge hinnehmen muss und die Geschichte einer starken Frau. Und man lernt ganz viel über Murano-Glas. Wenn man die Beschreibung so liest, denkt man, das ist unmöglich, so außerhalb der Zeit eine Romanhandlung zu erschaffen, aber Tracy Chevalier gelingt das ganz wunderbar.
Ich liebe ihren Schreibstil, der mich auch hier wieder begeistert hat. Sie hat mit Orsola und auch weiteren Frauen starke Persönlichkeiten geschaffen, hinter denen die Männer immer ein wenig zurück treten.
Dieser Roman ist etwas ganz Besonderes, so zerbrechlich, aber gleichzeitig hart wie das Glas, so vielfältig und bunt und facettenreich wie das Material, um das es geht. Begebt euch auf eine wunderbare, zauberhafte, ganz besondere Zeitreise nach Murano.

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Multiperspektivisch

Five Broken Blades von Mai Corland

Ich bin ja in der Regel immer ein wenig skeptisch, wenn ein Buch in der Vorankündigung mit den Werken anderer und erfolgreicher Autor*innen verglichen wird, denn meiner Meinung nach fallen solche Vergleiche einfach schwer und es ist doch gerade immer etwas Besonderes, wenn eben nicht verglichen werden kann.

Nichtsdestotrotz hat mich der Klappentext sofort "geködert" und auch das genial gemachte Cover hat mich angezogen.
Und ja, Mai Corland hat mich mit ihrem Roman überzeugen können. Auch wenn die Fantasyelemente geringer ausgefallen sind, als ich gedacht hatte, aber insgesamt war die Geschichte in sich stimmig, die Charaktere gut ausgearbeitet und keine reinen Klischees. Ein guter Schreibstil kam noch obendrauf, so dass die Seiten nur so geflogen sind.
Fünf ganz unterschiedliche Charaktere, die sich auf den Weg in die Hauptstadt begeben, um den König zu stürzen und zu töten. Obendrauf noch der verbannte Prinz. Alle haben unterschiedliche Motive, wem ist zu trauen, wem nicht? Die Autorin lässt sich Zeit für die Einführung der sechs unterschiedlichen Charaktere, jeweils aus dessen Sicht geschrieben. Doch diese Einführung ist wichtig und im weiteren Verlauf wird es immer spannender.
Für mich ein absolut gelungener erster Teil.

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Highlight

Am Himmel die Flüsse von Elif Shafak

Dieses Buch ist einfach wunderbar. Elif Shafak verknüpft sehr geschickt unterschiedliche Zeitebenen und Biographien und es gibt immer wieder verbindende Elemente wie das antike Mesopotamien und das Reich der Assyrer und die Tontafeln in Keilschrift, aber über allem steht natürlich das Thema Wasser.

Deswegen fand ich das Zitat auf Seite 148 auch so bezeichnend: "Die Klimakrise ist im Grunde eine Wasserkrise". Darum begleitet uns durch das Buch auch immer wieder ein Tropfen Wasser, der alle Protagonisten "trifft".
Ich fand die Verbindung von London im 19. Jahrhundert zur Zeit der Hochindustrialisierung und der großen Verarmung sowie der immensen Umweltverschmutzung mit dem heutigen London und die Geschichte am Ufer des Tigris mit dem drohenden Dammbau sehr geschickt gemacht und ich mochte auch die immer wieder eingestreuten Zusatzinformationen sehr.
Ich habe jede einzelne Zeile dieses Buches genossen.

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Flitterwochen mit einem Mordfall

Letzte Lügen von Karin Slaughter

Das Cover finde ich absolut genial, aber bei mir hat noch mehr der Name der Autorin gewirkt, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte.
Ich weiß nicht, wie viele Thriller der Reihe mit Sara Linton und Will Trent ich schon gelesen habe und bisher wurde ich noch kein einziges Mal enttäuscht.
Am besten nimmt räumt man sich viel Lesezeit ein für dieses Buch, ob im Urlaub oder an einem freien Wochenende, denn wenn man einmal angefangen hat, dann kann man den Thriller ganz schlecht wieder aus der Hand legen.

Ich empfehle zumindest einige der Vorgänger gelesen zu haben, weil dann die Hintergrundgeschichte besser zu verstehen ist, allerdings kommt auch ohne dies die Spannung auf.
Die Flitterwochen haben sich Sara und Will ganz bestimmt nicht so grausam vorgestellt. Statt Romantik kommt es zu Mord, denn die Managerin der Lodge wird ermordet. Wer war es? Hier kommen viele in Frage und es gibt auch viele unterschiedliche Motive. Dann verschwindet auch noch der Sohn von Mercy McAlpine und irgendwie hat jeder und jede ein Motiv, denn die Tote war nicht gut angesehen.
Der Spannungsbogen wird gehalten, wir werden verwirrt, mit unterschiedlichen Informationen aus diversen Perspektiven "versorgt" und die Gänsehaut will einfach nicht verschwinden.

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Ich war gespannt

Empire of Sins and Souls 1 - Das verratene Herz von Beril Kehribar

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch und sowohl das Cover als auch der Klappentext haben mich neugierig gemacht.
Für mich war es das erste Buch von Beril Kehribar.
Die Idee war gut, allerdings gab es meiner Ansicht nach bei der Umsetzung einige Probleme, so dass sich für mich die Geschichte teilweise wirklich gezogen hat, da wäre eine Straffung für mehr Spannungsaufbau gut gewesen.

Und für mich gab es zu viele Zeitsprünge und Hin und Her; das hat für mich nicht die Spannung aufgebaut. Ab der zweiten Hälfte wurde es dann besser und vor allem das Ende lässt so manch eine Frage offen, so dass ich nun doch neugierig auf die Fortsetzung bin.
Xanthia, der Vorhof der Hölle wurde gut beschrieben, das gefiel mir. Ich hatte allerdings Probleme, mit der Protagonistin Zoé warm zu werden. Und die Liebesgeschichte hatte für mich etwas zu viele Klischees im Angebot. Da fehlte mir zumindest ein Hauch "Innovatives".
Ein recht gutes Buch, aber mit so einigem Potential, das nicht ausgeschöpft wurde.

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Moni und Oscar

Pi mal Daumen von Alina Bronsky

Zwei total unterschiedliche Charaktere treffen hier im neuen Roman von Alina Bronsky aufeinander: der sechzehnjährige Oscar, aus dessen Sicht der Roman erzählt wird, und die Anfang 50jährige Moni. Sie lernen sich im Mathematikseminar kennen und nur, weil Übungsblätter im Team abgegeben werden müssen, akzeptiert Oscar die Zusammenarbeit.

Aber er ist sich eh sicher, dass Moni das Studium nicht schaffen wird. Überheblich löst er die Aufgaben für beide.
Oscar stammt aus einer reichen Familie und hat gelernt, dass man mit Geld alles bekommen kann. Er ist Autist und fixiert darauf, sein Idol, Professor Johannsen, persönlich zu treffen. Nur deshalb hat er sich für diese Uni entschieden.
Moni hingegen kommt mit allen leicht ins Gespräch, kümmert sich um alle(s) und hat auch mal ihren jüngsten Enkel mit in der Vorlesung.
Mir hat dieses Aufeinandertreffen zweier so unterschiedlicher Leben gefallen. Alina Bronskys Schreibstil ist einfach unglaublich und auch ihr neuer Roman war ein Kunstwerk.

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