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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gavroche:

Spannend und unvorhersehbar

Dynasty of Hunters, Band 1: Von dir verraten (Atemberaubende, actionreiche New-Adult-Romantasy) von P. J. Ried

Laelia de bleu ist die einzige Tochter der Hauptfamilie der de Bleu. Es ist üblich, dass die jungen Adligen bei der Jagd auf der Insel Arc-en-Ciel mitmachen. Was dort genau geschieht, wissen sie nicht, denn alle, die dort waren, können und dürfen nicht darüber reden. Laelia und ihre Cousine Astoria bereiten sich seit Jahren auf dieses Ereignis vor, aber dann geschieht das Unfassbare: Laelia muss als Gejagte auf die Insel und ausgerechnet ihr Freund Laurent ist ihr Jäger.

Die fünf Adelsfamilien zeichnen die Gejagten mit ihrer jeweiligen Farbe und machen sich diese damit hörig und untertan. Eine grausame Idee.
Aber dieses Mal verläuft die Jagd ganz anders als gedacht und das Buch nimmt viele unerwartete Wendungen und hat durchaus auch kritische Passagen.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben fast alle Stärken, aber auch Schwächen. Es gibt so manch eine schwierige Entscheidung zu fällen oder auch Positionierung zu treffen.
Es fällt mir schwer, weiter auf das einzugehen, was mir besonders gut gefiel, ohne zu spoilern, denn die Geschichte baut sich langsam auf.
Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

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Toller Auftakt

We hunt the Flame von Hafsah Faizal

Schon "A tempest of Tea" von Hafsah Faizal konnte mich für sich gewinnen; vor allem, weil es sich von der Menge abgehoben hat und somit war ich gespannt auf "We hunt the Flame", das auch wieder mit einem beinahe magischen, wunderbaren Cover aufwarten kann.
Die Jägerin Zafira hat mir gut gefallen, sie ist eine stark Frauenpersönlichkeit mit Charakter.

Definitiv keine, die man einfach in eine Schublade einordnen kann.
Aber auch Nasir ist gut gezeichnet und nicht so klischeehaft. Besonders der Zwiespalt, in dem er steckt, wird gut deutlich.
Erzählt wird die Geschichte aus diesen beiden Perspektiven.
Die Einordnung in die Mythologie aus 1001 Nacht hat mir gut gefallen, auch wenn diese Geschichte ihren ganz eigenen Charme entwickelt. Die vielen Beschreibungen machen die Handlung greifbarer und die Landschaften sind vor meinem inneren Auge entstanden.
Die Leser*innen erwartet eine spannende, actionreiche und emotionale Geschichte, die immer wieder mit Überraschungen aufwartet.
Auf die Fortsetzung bin ich natürlich nun sehr gespannt.

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Zurück ins Graphische Viertel

Das Haus der Bücher und Schatten von Kai Meyer

Und wieder begibt sich der Autor Kai Meyer mit seinem Buch ins Graphische Viertel nach Leipzig, das wieder einmal so anschaulich beschrieben wird, dass ich jedes Mal traurig bin, dass dieses einzigartige Viertel so nicht mehr besteht.
Die Hauptzeitebene spielt sich im Jahr 1933 ab, zu Beginn der Herrschaft der Nationalsozialisten.

Weil der ehemalige Polizist Cornelius Frey sich den Nazis nicht beugen wollte, arbeitet er als Nachtwächter. Als er ein Mädchen rettet, das kurze Zeit später ermordet wird, zusammen mit einem ehemaligen Kollegen von ihm, springt er über seinen Schatten und fängt wieder bei der Polizei an, um zu ermitteln, muss aber gut aufpassen, dass er dem neuen Regime nicht zu nahe kommt.
Unterbrochen wird diese Geschichte durch eine weitere, die ungefähr zwanzig Jahre früher spielt. Eine Lektorin und ihr Verlobter fahren zu einem Autor zu einem abseits gelegenen Gutshof in Lettland, es ist Winter, eiskalt und geht hier alles mit rechten Dingen zu oder gibt es hier paranormale Erscheinungen? Aschenbrand hält Paula hin, dabei ist sie extra angereist, um sein neues Buch mitzunehmen.
Die beiden Geschichten nähern sich immer mehr aneinander an und verweben sich zu einer einzigartigen Geschichte.

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Schwächer

Der Krimidinnermord von Colleen Cambridge

Bereits der dritte Fall für Phyllida, die patente Haushälterin von Agatha Christie. Da Agatha und ihr Mann nicht zu Hause sind, nimmt Phyllida die Einladung der neuen Nachbarn zu einem Krimidinner an. Obwohl sie dazu gar keine Lust hat, denn im Haus gibt es mal wieder sehr viel zu tun und vor allem erwartet sie die Lieferung des neuen Staubsaugers, eines ganz neuen Geräts und da möchte sie auf keinen Fall, dass der Butler ihr dazwischenfunkt, mit dem es wie immer ein gewisses Kompetenzgerangel gibt.

Also fährt Phyllida zu diesem Krimidinner, bei dem es wohl darum gehen soll, einen nachgestellten Mord aufzuklären. Das Problem ist allerdings, dass der Mord tatsächlich geschieht und nicht nur gespielt ist. Aber wer war es? Natürlich ermittelt Phyllida und der Inspektor kommt erst sehr spät.
Es war ein schönes Wiedersehen mit vielen liebgewonnenen Charakteren, eine interessante Geschichte wie immer. Aber: die Auflösung hat mir dieses Mal gar nicht gefallen, da sie nicht wie sonst ein Aha-Moment war. Das hat meine Freude ein wenig getrübt, aber dennoch habe ich die Reihe gerne gelesen und bin schon neugierig auf den nächsten Fall.

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Zeitmanipulation

Das kleine Café der zweiten Chancen von Shiori Ota

Himari, vermutlich ungefähr zwölf Jahre alt, war als junges Kind ein Wunderkind am Klavier, aber nach einem Unfall ist sie zurück nach Japan gekommen und muss nun in Sapporo auf eine neue Schule. Das bereitet ihr große Kopfschmerzen, aber dann hat sie eine wunderbare Begegnung auf dem Schulweg mit einer Frau, die ihr Mut macht.

Als Himari am nächsten Tag jedoch das Haus nicht wiederfindet, macht sie sich auf die Suche nach dem Café, von dem die Frau gesprochen hat und so lernt Himari das Café Tacet kennen, in dem sie viel Zeit verbringt.

Die ersten beiden Abschnitte mochte ich und habe mich gut darauf einlassen können, auch wenn der Klappentext eine andere Geschichte suggeriert hat. Das letzte Drittel hingegen hat mich enttäuscht. Der Schreibstil ist recht einfach, es gibt relativ viele Begegnungen mit Personen, die dann wieder aus dem Fokus verschwinden.

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Wieder sehr spannend

Blutbuße von Viveca Sten

Auch der dritte Fall mit Hanna Ahlander, der uns bis an den Polarkreis mitnimmt, hat mir richtig gut gefallen und die Spannung war immer spürbar - genauso wie die Kälte dort im hohen Norden.
Daniel Lindskog ist natürlich auch wieder mit von der Partie. Dieses Mal geht es um den Mord an Charlotte Wretlind, die ermordet in ihre Hotelsuite gefunden wurde.

Lag es an ihren Plänen für das alte Hotel, das sie abreißen lassen und ein neues Luxushotel an seiner Stelle aufbauen zu lassen? Aber es bleibt nicht bei der einen Toten und die Zeit drängt für Hanna Ahlander und Daniel Lindskog.
Man kann das Buch sicherlich auch ohne Vorkenntnisse lesen, aber es gibt eben eine durchgehende Hintergrundgeschichte, die zumindest mich beinahe genauso interessiert, wie ein neuer Fall.
Ein wieder überaus spannender Fall, toll erzählt und in einem interessanten Gebiet. Ich kann dieses Buch und die gesamte Reihe nur empfehlen.

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Hommage an Thomas Mann

Gefährliche Betrachtungen von Tilo Eckardt

Ich mag historische Krimis gerne und mir gefällt es auch, wenn "prominente" Personen ermitteln oder "mitspielen" und ein Roman um Thomas Mann, das hört sich doch sehr gut an. Mir hat das Buch gut gefallen, es ist allerdings vom Schreibstil her etwas anspruchsvoller - was wiederum auch gut zu Thomas Mann gepasst hat.

Wer jetzt einen mega-spannenden und komplizierten Krimi erwartet, der wird hier allerdings nicht so sehr auf seine Kosten kommen. Ich würde das Buch deshalb eher als literarischen Krimi bezeichnen.
Das Buch spielt in der politisch und historisch spannenden Zeit 1930, im heutigen Litauen. Erzählt wird aus der Perspektive des litauischen Übersetzers Žydrūnas Miuleris, der hofft, die "Buddenbrooks" übersetzen zu dürfen. Allein das schon eine interessante Konstellation.
Die gesamte Situation in Nidden mit so vielen unterschiedlichen Nationalitäten und dann noch einem Hauch von Krimi hat mir persönlich gut gefallen.

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Lena und Luna

Mirror: Weiß wie Schnee von Lucia Herbst

Ich kenne bereits "Medusa" von Lucia Herbst und diese Neu-Interpretation der griechischen, tragischen Figur hat mir gut gefallen und somit war ich natürlich sehr gespannt, wie Lucia Herbst die Geschichte von Lena, die in die Märchenwelt katapultiert wird, weiter entwickeln wird und welche Überraschungen mich hier erwarten.

Die Autorin hat es wahrlich geschafft, mich ein ums andere Mal zu überraschen und hat geschickt mehrere Grimmsche Märchen mit in die Geschichte eingebunden.
In unserer Welt ist Lena Ärtzin und der Rollentausch mit Luna ist sehr interessant, denn nicht nur Lena muss sich in einer Märchenwelt zurechtfinden, sondern auch für Luna ist alles neu.
Lena lebt zusammen mit ihrer Stiefschwester Anna und ihrem Freund Eric zusammen. Die Eltern leben nicht mehr und Lena hat für Anna die Vormundschaft übernommen. Mir hat es gefallen, dass es hier kleine Abwandlungen gab.
Lasst euch auf eine märchenhafte Geschichte ein und lest, ob und was sich für Luna und Lena und alle anderen ändern wird.

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Drache und Reiterin

Burning Crown Die Dragonbound-Trilogie von Marie Niehoff

In der Armee von Eldeya sind Drache und Reiter aneinander gebunden, aber die Reiter schlafen im Hauptzelt, Drachen im kalten Vorzelt und überhaupt werden Drachen schlecht von ihren Reitern behandelt. Aber Yessa ist anders und ihr Drache ist ihre Halbschwester, aber sie müssen ihre tiefe Verbundenheit vor allen verbergen.

Aber bald wird Yessa an einen neuen Drachen gebunden und Cassim hat seine ganz eigenen, rebellischen Pläne.
Aber auch die neue Captain Yessa hat ihre verborgenen Pläne und die beiden verraten ihre Motive vor dem bzw. der anderen nicht. Allerdings wird es gefährlich, wenn sie nicht ehrlicher zueinander sind.
Das Ende bringt noch einmal richtig Spannung rein und macht neugierig auf die Fortsetzung.
Leonie Landa leiht Yessa ihre Stimme und Sven Macht übernimmt die Rolle von Cassim. Beide Hörbuchsprecher machen ihre Sache richtig gut und ich kenne sie bereits aus anderen Vertonungen. Durch zwei unterschiedliche Sprecher wird der Perspektivwechsel noch einmal zusätzlich betont.

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Das (Un)Mögliche

Die Unmöglichkeit des Lebens von Matt Haig

Auch mit seinem neuen Buch "Die Unmöglichkeit des Seins" konnte der Autor Matt Haig mich wieder einmal verzaubern.
Das liegt natürlich an dieser ganz besonderen Geschichte, die auch wieder ein wenig magisch ist, aber auch an seinem ganz besonderen Schreibstil, der so viel bei der Lektüre ausgemacht hat.

Im wirklichen Leben bin ich nun gar kein Fan von Esoterik, aber im Roman mag ich es, wenn es gut gemacht ist, ganz gerne.
Die Protagonistin erbt überraschend ein Haus auf Ibiza. Ihr Mann ist gestorben, der Sohn auch, schon vor langer Zeit und so macht sie einen Neubeginn. Aber das Buch handelt eben nicht von dem Aufbau eines neuen Lebens, sondern es geht mehr um Sinnfragen und Gedankenlesen etc.
Man muss sich auf diese besondere Erzählweise einlassen und ich verstehe gut, dass sich bei diesem Buch die Geister scheiden - wie man so schön sagt.

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