Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gavroche:
Superspannend
Wenn sie lügt von Linus Geschke
Ich liebe die spannenden Bücher von Linus Geschke und schon das Cover erzeugt leichten Grusel - und spannende Vorfreude auf die Lektüre.
Nach beinahe zwanzig Jahren kehrt Goran zurück nach Waldesroda, denn die Vergangenheit "ruft".
Das Buch wird aus der Perspektive von Goran und Norah erzählt sowie einer Rückblende ins Jahr 2004, in der die Ereignisse ihren Anfang genommen haben.
Außerdem gibt es noch die rätselhafte Perspektive eines "Er", dessen Identität mich überraschen konnte. Daneben gibt es immer wieder Ausschnitte von Artikeln.
Linus Geschke hält die Spannung auf einem hohen Niveau und für mich war es ein Buch, das ich nur schlecht aus der Hand legen konnte. Die Ereignisse werden gut miteinander verknüpft und als Leserin war ich gut dabei bei der versuchten Auflösung.
Diese hat mich am Ende überzeugt. Tolle Geschichte, super Schreibstil und hohe Spannung. Für mich ein Highlight.
Wieder sehr unterhaltsam
Mord stand nicht im Drehbuch - Kriminalroman (Hawthorne ermittelt 4) von Anthony Horowitz
Der Autor Anthony Horowitz und der Ex-Polizist und nunmehr Privatermittler Daniel Hawthorne haben nun bereits drei Fälle mit Bravour gemeinsam gelöst, auch wenn diese unkonventionelle Zusammenarbeit nicht immer einfach ist. Was sie definitiv ist, das ist schräg, indem sich der Autor selbst in diese Fälle reinschreibt.
Aber nun soll Schluss sein mit dieser Zusammenarbeit! Doch das ist es natürlich nicht und es wird nun sehr persönlich, denn der Autor wird ins Gefängnis geworfen und ihm wird der Mord an einer Kritikerin vorgeworfen. Da muss Hawthorne natürlich wieder mit ran.
Auch dieses Mal gefiel mir der besondere Charme und Witz dieser eigenwilligen Zusammenarbeit und ich habe natürlich wieder mitgerätselt und mich auf Abwege führen lassen. Ein toller Schreibstil, viel Situationskomik und ein verzwickter Fall, bei dem es auch dieses Mal eine geniale Auflösung gibt.
Ich habe mich wieder einmal sehr gut unterhalten gefühlt.
Spannender zweiter Teil
Die Dämmerung von Marc Raabe
Der Thriller beginnt schon super spannend, nachts im Wald und eine Jägerin entdeckt ein unheimliches Wesen, das sich recht bald als die getötete Charlotte Templer herausstellt, mit einem Hirschgeweih oberhalb ihres Kopfes.
Art Mayer und Nele Tschaikowski ermitteln auch hier wieder gemeinsam. Und auch der Bundeskanzler spielt wieder eine Rolle, allerdings ist Hendrik Westphal dieses Mal nicht so sehr im Fokus wie im ersten Teil.
Zum Inhalt möchte ich nicht mehr schreiben, denn vieles ergibt sich erst nach und nach.
Marc Raabe überrascht auch hier wieder mit unerwarteten Wendungen und das Ganze Ausmaß und die Zusammenhänge zeigen sich erst ganz am Ende. Logisch und unvorhersehbar, so muss ein guter Thriller sein. Neben der Spannung natürlich, die hier aber auch durchgehend vorhanden ist. Auch die Charakterisierung der vielschichtigen Personen konnte mich wieder überzeugen.
Die Geschichte reicht zurück in die Vergangenheit und besitzt mehrere Verwicklungen in der Gegenwart.
Top-Spannung aus Deutschland. Ein Buch, das man schlecht beiseite legen kann.
Emotional
Zeit zu verzeihen von Hera Lind
Ich habe bereits einige der Tatsachenromane von Hera Lind gelesen und habe mich schon auf dieses Buch gefreut.
Dieses Mal steht Clara im Mittelpunkt und ihre wechselvolle und zum Teil traurige Geschichte hat mich mitgenommen. Als Kind wird Clara von Flüchtlingen aufgenommen und wächst in der DDR auf.
Viktor hingegen durchleidet viel im Krieg und auf der Flucht, gemeinsam mit seiner Mutter Rosa. Durch ihn erfährt Clara, dass ihre leibliche Mutter noch lebt. Die beiden verlieben sich ineinander, aber das Glück rückt in weite Ferne, als Clara verhaftet wird.
Ich bin immer wieder entsetzt, wie totalitäre Systeme mit den ganz normalen Menschen umgehen, wie der Alltag vom System und von der Angst beherrscht wird.
Da der Roman auf Tatsachen basiert, hat mich das Nachwort sehr interessiert, in dem wir noch ein paar zusätzliche Informationen erhalten.
Wie immer sehr gut recherchiert und mit einem tollen Spannungsbogen, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Ein Buch, das mich noch einige Zeit beschäftigen wird.
Eine Reise in die Vergangenheit
Kidstory von Tamar Weiss Gabbay
Mit diesem Buch unternehmen wir 20 Reisen in die Vergangenheit, danach ist Platz für ein Interview mit den Großeltern, eine Vorlage für die Gegenwart des Kindes und dann noch für ein Kind in der Zukunft.
Es gibt Mädchen und Jungen, oftmals spielen ein Cousin oder eine Cousine eine große Rolle (was mich ein wenig erstaunt hat).
Das erste Mädchen hat noch keinen Namen und vermutlich hatte es auch noch keine Sprache. Doch mit der Reise weiter Richtung Gegenwart gibt es immer mehr Errungenschaften, die wir mittlerweile für selbstverständlich halten. So zum Beispiel das Feuer, das Rad, Haustiere, den Anbau von Getreide und Seßhaftigkeit, von Höhlen hin zu Häusern.
Immer wieder erscheint es so, als ob die Kinder zufällig etwas entdecken, von dem wir nicht wissen, wer und wann es zuerst entdeckt wurde. Auf diese Weise wird es anschaulicher für die Kinder. Im Anhang gibt es hierzu und zu weiteren Aspekten des Buches gute Erklärungen.
Zu Beginn des Kapitels findet man eine Zeichnung des Protagonisten, eine Zeitangabe, wie z.B. vor etwas 30.000 Jahren und eine Weltkarte mit dem Vermerk, wo sich die Geschichte abgespielt haben könnte. In späteren Kapiteln steht dann nicht nur vor xy Jahren, sondern ungefähr vor 500 Jahren o.Ä.
Interessant fand ich auch die letzte Seite des Kapitels, in dem in kurzen Texten und Zeichnungen erwähnt wird, was sonst noch zu dieser Zeit auf der Welt passierte.
Ein interessanter Zugang, allerdings hatte ich mir eine größere Einbindung in historische Kontexte erhofft, aber dafür bietet dieses Buch so viel anderes und eine Überfrachtung wäre auch nicht sinnvoll.
Ein toter Richter
Südlich von Porto wartet die Schuld von Mariana da Silva
Ria Ameida hat sich dazu entschieden in Torreira zu bleiben. Sie wohnt immer noch bei ihrer Cousine Mariposa und deren Mann João, der zugleich ihr Chef ist. Denn Ria hat die Stelle von der schwangeren Mariposa übernommen. Die sich aber natürlich doch nicht raushalten kann. Ria hat eine eigene Wohnung, kommt aber nicht dazu, diese einzurichten und Marposa und João möchten auch nicht, dass sie auszieht.
Die portugiesische Familie ist halt sehr vereinnahmend. Aber dann gibt es einen Anruf: ein Richter wurde ermordet in den Dünen gefunden. Und somit tritt auch wieder Baptista, der Kommissar aus Aveira, auf. Das Aufeinandertreffen und die ständigen kleinen Streitereien von Ria und Baptista waren wieder einmal herrlich. Und auch Nuno, Rias Kindheitsfreund und mittlerweile Bestatter, ist wieder dabei.
Zwischendurch muss immer wieder gut gegessen werden und das Leben genossen werden. Dabei geraten die Ermittlungen manchmal ein wenig in den Hintergrund, was aber gar nicht weiter gestört hat.
Ich würde gerne mehr aus dieser Reihe lesen, weitere Fälle und vor allem die Hintergrundgeschichten interessieren mich sehr.
Eher Familiensaga als Thriller
Meeresfriedhof von Aslak Nore
Ich liebe historische Romane und Spannungsromane und somit war ich sehr neugierig auf dieses in seinem Heimatland Norwegen so gefeiertes Buch. Wer hier einen megaspannenden Thriller erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein, aber ich habe mich einfach auf die Geschichte eingelassen und geschaut, was mich so erwartet und bin nicht enttäuscht worden.
Neben einer interessanten und abwechslungsreichen Geschichte konnte auch der Schreibstil von Aslak Nore punkten, so dass ich das lange Buch gerne gelesen habe und keine Langeweile aufkam.
Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven und Zeiten erzählt und es fühlt sich an wie ein großes Puzzle, das nach und nach wieder zusammen gesetzt werden muss, damit das Geheimnis gelüftet werden kann.
Eine reiche Reederfamilie mit ganz unterschiedlichen Familienmitgliedern und vielen persönlichen Zielen und Geheimnissen. Der Stammbaum zu Beginn des Buches war eine gute Orientierungshilfe.
Ein Raub
A Tempest of Tea von Hafsah Faizal
Bei diesem Buch war ich schon beim ersten Blick auf das Cover total neugierig. Zum Einen, weil es wunderschön aussieht und zum Anderen, weil ich eine große Tee-Liebhaberin bin. Aber das ist gar keine Voraussetzung für dieses Buch.
Hafsah Faizal hat einen komplexen und anspruchsvollen Fantasy-Roman geschrieben, den man nicht mal so eben nebenbei lesen kann.
Aber gerade das ist für mich ein großer Pluspunkt. Der Schreibstil ist einfach etwas Besonderes, auch wenn ich das nicht genau festmachen kann. Ich habe ihn geliebt und auch die vielschichtigen Charaktere.
Die Handlung ist immer wieder unvorhersehbar und man kommt als Leser*in nicht zur Ruhe, sondern muss immer aufmerksam dabei sein.
Arthie hat mir gut gefallen und aus ihrer Perspektive wird am meisten geschrieben, aber es gibt noch weitere. Ihr Teehaus war sehr interessant und vor allem der Wechsel von Tag und Nacht, wenn es zum Treffpunkt der Vampire wird. Das Teehaus wird allerdings bedroht und deswegen muss Arthie mit Jin und einem zusammen gewürfelten Team einen spektakulären Raub begehen. Ein ganz besonderer Vampir-Roman. Das Ende ist ganz gemein und ich hoffe, es geht bald weiter.
Mord in der Sauna
Tödliche Tide in St. Peter-(M)Ording (St. Peter-Mording-Reihe 3) St. Peter-Mording-Reihe von Tanja Janz
Ich habe letztes Jahr bereits den Vorgänger zu diesem Krimifall gehört und war nun gespannt auf den neuen Fall. Inzwischen bin ich auch besser vertraut mit den Beziehungen und Personen, so dass ich mich besser auf die Geschichte einlassen konnte.
Sankt Peter Ording ist immer wieder gut für einen Filmdreh, aber dieses Mal herrscht große Aufregung, denn einer der ganz großen deutschen Schauspieler hat hier seinen Auftritt.
Allerdings wird dieser kurze Zeit später tot in seinem Feriendomizil gefunden, verbrannt in der Sauna. Natürlich mischt Ilva bei den Ermittlungen wieder ordentlich mit, weil ihr Bruder mal wieder nicht den Mund halten kann. Dieses Mal ermittelt auch Freds Vater mit, pensionierter Kommissar aus dem Ruhrgebiet.
Neben den Ermittlungen gibt es wieder viel Lokalkolorit (ich war noch nie dort, aber für diejenigen, die den Ort kennen, ist es bestimmt etwas anderes, weil sie viel wieder erkennen), viel Essen und noch ein Theaterstück, das Ilva mit ihrer Freundin in der Schule probt.
So treten manchmal die Ermittlungen etwas in den Hintergrund und gehen gemächlich voran, dann wird das Tempo wieder angezogen. Insgesamt ein cozy crime mit vielen regionalen Komponenten, angenehm vorgelesen von der Sprecherin Irina Salkow.











