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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gavroche:

Ein Funke?

Sparks von J.R. Dawson

Nach der Vorankündigung und dem Klappentext habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut und muss nun aber leider sagen, dass es bei Weitem nicht an den "Nachtzirkus" heranreicht.
Für mich war dies ein Buch, das von der Bewertung her eher im Mittelfeld angesiedelt ist, einen Tick besser, aber leider nicht so umwerfend, wie ich erwartet hatte.

Im Ersten Weltkrieg tritt das Phänomen der Sparks zum ersten Mal auf. So werden diejenigen genannt, die ganz unterschiedliche übernatürliche Begabungen aufweisen - die sie plötzlich besaßen. Und wie immer in der Geschichte der Menschen werden diejenigen, die anders sind, ausgeschlossen und oftmals sogar verjagt bzw. gejagt. So auch die Sparks. Bis es zu einer instabilen Waffenruhe kommt.
Die drei Frauen Rin, Odette und Mauve ziehen mit einem Zirkus der Sparks durch Amerika. Zusätzlich zu den Ressentiments kommt das Geheimnis aus Rins Vergangenheit...
Eigentlich alles für eine tolle Geschichte, aber dennoch passte es nicht so recht für mich. Die Autorin schaffte es nicht, bei mir durchweg Spannung aufzubauen und vielleicht lag es auch an den Zeitsprüngen. Außerdem blieb zu viel im Dunklen und wurde nicht geklärt und auf der anderen Seite wurde wieder zu viel erklärt und es passierte nicht so viel. Für mich einfach zu unausgewogen.

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Zurück nach Akranes

Verborgen von Eva Björg Ægisdóttir

Zurück nach Akranes

Auch der dritte Teil der isländischen Krimireihe konnte wieder mir wieder viele spannende Lesestunden bescheren, aber dieses Mal wurde auch viel Zeit für die privaten Hintergrundgeschichten aufgebracht, so dass es auf jeden Fall lohnenswert ist, die beiden Vorgänger zu kennen.

Dieses Mal geht es um einen Zimmerbrand, bei dem eine männliche Leiche gefunden wird und um das Geheimnis um das Verschwinden eines niederländisches Au-Pair-Mädchen, das bereits einige Monate zuvor verschwunden ist. Wir erfahren einiges über Lise aus ihren Tagebucheinträgen, die zwischendurch abgedruckt sind.

Insgesamt ist die Erzählweise etwas ruhiger und das Tempo nicht so hoch. Einiges war rasch vorherzusehen, aber dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Auch habe ich mich nun besser an die isländischen Namen gewöhnt.

Die Perspektive wechselt immer mal wieder, aber die Hauptperspektive ist die von Kommissarin Elma.

Ein schönes Wiedersehen und ein interessanter Kriminalfall, ein Buch, das ich gerne gelesen habe und mich gut unterhalten hat.

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Düster

Trial of the Sun Queen von Nisha J. Tuli

Das Cover und auch der Farbschnitt sind künstlerisch gesehen ein echter Hingucker und auch die Farbwahl gefällt mir, weil sie eben etwas aus dem Rahmen fällt.
Aber viel wichtiger ist natürlich der Inhalt und diese Geschichte hat es wirklich in sich und ist viel düsterer, als ich nach dem Klappentext gedacht hatte.

Aber in sich ist sie total stimmig und auch der flüssige Schreibstil hat dazu beigetragen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Lor ist eine faszinierende Protagonistin, die sich nicht so schnell unterkriegen lässt. Für mich hätten es nicht so viele direkte, spicy Szenen sein müssen, aber es war ok. Der Anfang hat bei mir viele Fragen aufploppen lassen, die meisten davon wurden jedoch im Verlaufe des Buches geklärt. Allerdings bleibt am Ende noch so viel offen und macht neugierig auf den Fortgang dieser düsteren Geschichte.
Die Welt von Ouranos wird gut und anschaulich beschrieben, so dass ich sie mir vorstellen konnte.

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Genial

Mörderfinder – Stimme der Angst von Arno Strobel

Auch der vierte Teil mit dem Fallanalytiker Max Bischof hat mir gut gefallen. Allerdings kamen mir dieses Mal schon relativ früh Ideen zum Täter, die sich am Ende dann auch bestätigt haben. Das hat meiner Freude und der Spannung jedoch nicht geschadet.
Professor Bormann, der ehemalige Mentor von Max, ist gestorben und hat ihm ein Notizbuch hinterlassen, das erstaunliche Dinge enthält.

Auf der Beerdigung des Professor kann Max seinen Augen nicht trauen, denn er meint, dort Jenny zu sehen, seine ehemalige Freundin, die jedoch vor Jahren gestorben ist. Doch diese Frau ist nicht mit Jenny verwandt, aber Max ist dennoch zur Stelle, um ihr zu helfen.
Ich habe mich sehr über das Wiedersehen mit Marvin, dem Psychologen, gefreut. Ein toller Charakter! Das Ende deutet bereits auf eine Fortsetzung dieser Reihe hin, über die ich mich sehr freuen würde.
Wie immer ist der Schreibstil super und sehr anschaulich und die Geschichte verliert zu keinem Moment ihre Spannung.
Genial finde ich auch wieder die Lesung des Hörbuchsprechers Dietmar Wunder.

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Kreative Farbenmagie

Cast in Firelight - Magie der Farben von Dana Swift

Eine kreative Farbmagie erwartet uns hier in diesem Buch. Zu Anfang musste ich ab und an noch in der Liste nachschauen, welche Farbe denn nun für welche Art der Magie zuständig ist, aber schon bald habe ich den Überblick gehabt, vor allem durch das "Regenbognen", bei dem nacheinander mit allen Farben der Magie gegeneinander gekämpft wird.

Immerhin neun Arten, wenn man sie denn alle beherrscht, was allerdings nur wenige können.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Adraa, der Thronfolgerin von Belwar, und Jatin, dem Prinzen von Naupure, erzählt. Schon als Kinder sind beide einander versprochen worden, aber nun haben sie sich viele Jahre nicht gesehen, denn Jatin wurde an der Akademie ausgebildet. Adraa hat sich inzwischen mit Jatins Vater, dem Maharadscha, angefreundet und kennt diesen viel besser als der Sohn seinen Vater.
Es kommt jedoch zu Anfang zu einer Verwechslung, so dass die beiden jeweils denken, jemand anderen vor sich zu haben. Dieses Spiel wird aber nicht klischeehaft ausgespielt. Überhaupt gibt es hier keine kitschige, vorhersehbare, konfliktbelastete Liebesgeschichte mit einem ewigen Hin und Her. Im Vordergrund steht der Kampf gegen die Feinde und für das Volk. Denn Adraa setzt sich sehr für das Volk ein und arbeitet auch im Untergrund dafür.
Eine sehr kreative Geschichte mit einem indisch/hinduistisch angehauchten Setting, aber doch einem ganz eigenen System. Mit viel Humor, so einigen Kämpfen und gegen Ende hin auch ein paar Überraschungen. Mir hat es sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf den Folgeband.

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Der Preis des Erfolgs

Die Influencerin von Rebecca Russ

Die bekannte Influencerin Sarah Rode hat von jetzt auf gleich ihren Account geschlossen und sich aus der Social Media Welt komplett zurück gezogen. Sie wird regelrecht angefeindet, für den Tod eines jungen Mädchens schuldig zu sein. Doch schon bald wird ein Fake-Account eröffnet mit Bildern von Sarah, deren Herkunft sie sich nicht erklären kann.

Dieser Account dient dazu, sie noch weiter runter zu machen. Wer hat diesen erstellt? Wer folgt ihr bis in ihr Haus? Greift in ihr Leben ein?
Schon zu Beginn des Buches erhalten wir Einblicke in die Psyche eines Stalkers. Und auch jedem Kapitel vorangestellt werden Hasszitate.
Ein Einblick in das Schein und Sein von Influencer*innen und eine Geschichte, die sich am Ende doch als komplexer erweist als zuerst gedacht, auch wenn einiges schon zu erahnen war.
Mir hat das Buch gut gefallen und Einblicke in das Leben erfolgreicher Influencer*innen gegeben. Die Hörbuchsprecherin Jasmin Shaudeen kannte ich noch nicht, hat das Buch aber gut präsentiert.

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Cold Case Ermittlung mal anders

Die Influencerin von Rebecca Russ

Wer tötete Luke Ryder? Auch nach zwanzig Jahren wurde sein Mörder nicht gefasst und nun versucht sein Stiefsohn Guy, damals noch ein Kind, es mit einem TrueCrime Format, mit einer Serie - Infamous -, die ganz klassisch wie früher, erst nach und nach in sieben Teilen erscheinen wird. Das Buch enthält Mails, Zeitungsausschnitte, Bewerbungsunterlagen, Vorstellungen der Familienmitglieder, Regieanweisungen,.

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Interessant gemacht, manches spannend geschrieben, einiges eher nicht so. Ich habe ehrlich gesagt länger gebraucht, bis mich die Geschichte packen konnte, denn die Sammlung an Informationsschnippseln hat mir zu lange gebraucht, bis es dann wirklich spannend wurde. Insgesamt gesehen eine tolle Idee, aber meiner Meinung nach hätte gleich zu Beginn mehr Spannung aufgebaut werden müssen.
Ein Rätselraten, das sich meiner Meinung nach zu sehr in Details verliert. Ich fand es nicht schlecht, aber auch nicht überragend.

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Spannender Auftakt

Kaltblütige Lügen von Karen Rose

Karen Rose war für mich immer ein Garant für Spannung auf hohem Niveau und somit war ich natürlich neugierig auf ihre neue Reihe. Schon das genial aufgemachte Cover baut Spannung auf - gerade weil es eben nicht in den klassischen Thriller-Farben gehalten ist. Aber die Handschellen deuten eben hintergründige Spannung an.

Mit Detective Kit McKittrick und dem Psychologen Sam Reeves ist der Autorin ein gutes Duo gelungen. Die Hintergrundgeschichte nimmt nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Raum ein.
Es geht um eine Mordserie an Frauen, um Handschellen und um Verdächtigungen gegen den Psychologen, um die Vergangenheit der Polizistin.
Der Schreibstil sowie die Ausgestaltung der Figuren ist überzeugend, die Geschichte schafft es über die ganze Länge zu unterhalten und der Spannungsaufbau gestaltet sich langsam und dann immer rasanter. Die Auflösung am Ende ist anders als ich gedacht hätte, aber logisch nachvollziehbar - genau so soll es sein.
Ein perfekter Reihenauftakt, der bereits neugierig auf weitere Fälle der San-Diego-Reihe macht.

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Genial

James von Percival Everett

Ich liebe den Schreibstil und die Bücher von Percival Everett und somit war ich sehr neugierig auf seine Version/Adaption der Geschichte von Huckleberry Finn, Tom Sawyer und Jim, auf den wir hier eine ganz neue Sicht bekommt. Denn Jim erzählt seine Geschichte - die Percival Everett als Hommage an Mark Twain sieht, wie er im Nachwort schreibt.

Ich erinnere mich gut an die Originale, da ich als Kind diverse Hörspiele davon hatte. Und so gab es für mich immer wieder Aha-Momente und ich erinnerte mich daran, wie diese Szenen bei Mark Twain waren. Und bei diesem Buch hatte ich immer wieder das Gefühl, dass sie so doch viel überzeugender sind.
Jim und die anderen Sklaven sind überhaupt nicht dumm und sie können auch völlig akzentfrei sprechen, aber weil sie eben dem Bild entsprechen wollen und sich hinter den Rücken ihrer Besitzer über diese lustig machen, verhalten sie sich so klischeehaft. So tut Jim zu Beginn nur so, als würde er schlafen, als Tom und Huck ihm Streiche spielen.
Nichtsdestotrotz darf man bei all dem Spaß nie vergessen, dass es um ernste Themen wie Rassismus, Menschenhandel, Sklaverei, Erniedrigung,... geht. Und dieser Spiegel wird uns immer wieder vorgehalten.
Natürlich kann man dieses Buch auch lesen, wenn man die Vorlage nicht kennt, aber ich denke, dann ist es nur halb so gut.
Für mich ist das Buch mein erstes Highlight in diesem Jahr.

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Unterhaltsam

Das Mörderarchiv von Kristen Perrin

Die Hörbuchsprecherin Anne Düe kannte ich bisher noch nicht, aber ihre Arbeit hat mir gut gefallen. Gerne habe ich mir von ihr diesen interessanten Fall vorlesen lassen.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Annie, unterbrochen von Teilen aus dem Tagebuch der jungen Frances, so dass man nach und nach mehr über die Vorgeschichte erfährt.

Wie schon auf dem Cover zu erfahren ist, stirbt Tante Frances. Eigentlich Annies Großtante und sie hat sie nie kennen gelernt. Aber nun soll Annie den Mordfall an der Großtante aufklären und wenn sie schneller ist als der andere Kandidat, dann erbt sie alles. Annie hat gerade eh nichts zu tun und was gibt es besser für eine angehende Krimischriftstellerin als in einem realen Mordfall zu ermitteln, der nun wirklich äußerst bizarr ist.
Immer wieder werden neue Verdächtigungen ausgesprochen, Annie taucht immer tiefer in den Fall und das Dorfleben ein. Aber wird sie den Fall auflösen? Und droht vielleicht auch ihr Gefahr?
Ein äußerst unterhaltsamer Krimi mit einem etwas anderen Ansatz. Hat mir wirklich gut gefallen.

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