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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daffodil:

Rache

Die falsche Zeugin von Karin Slaughter

Vorgeschichte: SOMMER 1998. Callie ist Babysitterin beim 10-jährigen Trevor. Sein Vater missbraucht und filmt sie, dann verkauft er diese Filme.
23 Jahre später: Leigh, Callies Schwester, ist erfolgreiche Anwältin, lebt von ihrem Mann Walter getrennt, sorgt sich um Tochter Maddy.
Ausgerechnet Leigh soll die Verteidigung des der brutalen Vergewaltigung angeklagten Trevor, jetzt Andrew, übernehmen.

Und das, nachdem diese Sache mit seinem Vater passiert war.
Was weiß Trevor über das unerklärliche Verschwinden seines Erzeugers? Was hat er vor?
Karin Slaughter hat wieder einen Psychothriller mit Suchtpotenzial geschrieben. Hochspannung bis zum Ende! Die Schwestern durchleben ständig neue Tiefschläge. Es wird unfassbar gut beschrieben, wie gewisse Kreise ticken, was mit Geld zu erreichen ist und wie bestimmte Leute mit Bestechung weiterkommen. Corona, metoo, Drogenmissbrauch und aktuelle Situationen sind geschickt eingebaut, man ist geschockt, angewidert und hofft auf Gerechtigkeit.
Ein absoluter Pageturner und packendes Leseerlebnis aus dem HarperCollins Verlag.

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Keine heile Welt

In ewiger Freundschaft von Nele Neuhaus

Eine Frau ist unauffindbar. Pia Sander und Oliver von Bodenstein recherchieren im renommierten Frankfurter Literaturverlag Winterscheid, wo die Vermisste Programmleiterin war. Ihr wurde nach 30 Jahren gekündigt, sie hatte sich viele Feinde gemacht, sogar einem ihrer Autoren Plagiate vorgeworfen. Könnte er für ihr Verschwinden verantwortlich sein?
Die Kommissare ermitteln gründlich, verfolgen viele Spuren, arbeiten akribisch.

Unzählige Überstunden fallen an, auch ihre Kollegen engagieren sich sehr. Dazu kommen persönliche Probleme, Bodensteins Exfrau ist schwer krank, seine Stieftochter ist ein Ekelpaket und seine Frau unsympathisch ohne Ende.
Nele Neuhaus beschreibt ihre Figuren gewohnt detailliert, lässt sie nachvollziehbar und authentisch agieren. Ein Zitat aus dem Buch trifft perfekt auf sie selbst zu: „ ... eine versierte Erzählerin, die wusste, wie man Figuren zum Leben erweckt. Ihre Sprache war prägnant, leicht und flüssig zu lesen,...“. Mit Abneigung liest man von präzise dargestellten arroganten Anwaltsgattinnen, deren rechthaberischen Partnern oder selbstverliebten abgehalfterten Autoren. Falsche Spuren, geschickte Wendungen und überraschende Entdeckungen kennzeichnen diesen spannenden Krimi aus dem Ullstein Verlag.
Eindeutige Leseempfehlung!

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Findet Sieben!

Feuerblut - Der Schwur der Jagdlinge von Aisling Fowler

In einer Loge, die Kämpfer und Jäger ausbildet, Dorfgemeinschaften vor dunklen Wesen beschützt und den Frieden zwischen den Clans wahrt, lebt und lernt Zwölf. Wie alle hier muss sie ihre Erinnerungen ans Davor abstreifen, auch den Hass auf die, die ihre Familie töteten.
Dann wird die Einrichtung angegriffen, Kobolde, Oger, Winterwölfe kämpfen verbissen gegen die Bewohner.

Mit schrecklichen Folgen. Welche Rolle spielt der ›Werteste Wächter der Jägerloge‹? Zwölf geht auf eine Mission. Wird sie ihr Ziel erreichen? Eine spannende Reise bahnt sich an, unglaubliche Begegnungen folgen. Harmlose Federgurrer, nützliche Fangfüßer, aber auch gefährliche Glitzergleiter, Schlingwürger und Klippenkriecher tauchen auf.
Aisling Fowler beschreibt ein spannendes Abenteuer mit mutigen Helden. Farbenprächtig, fantasievoll und aufregend wird eine Geschichte von Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt erzählt. Gut und unterhaltsam zu lesen, schöne Jugendliteratur aus dem Dragonfly Verlag.

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Besondere Frauen

Die Ullsteinfrauen und das Haus der Bücher von Beate Rygiert

Wie in einem Bienenschlag geht es im Ullsteinhaus in Berlin zu. In der Heimat des gedruckten Wortes und dem größten Verlagsimperium Europas arbeiten unter anderem so bedeutende Persönlichkeiten der 20er Jahre wie der Chefredakteur der Vossischen Zeitung Georg Bernhard und die Erfolgsautorin Vicky Baum, natürlich auch die Ullstein-Brüder selbst.

Nicht nur über diese schreibt Beate Rygiert, sondern auch über enge Büros, herrschende Hektik, die Druckerei und über die Arbeitsbedingungen der Tippfräuleins im Großraumbüro. Auch Generaldirektor Dr. Franz Ullstein wird mit seinen Erfolgen, Strategien und Sorgen beschrieben. Ebenso seine intrigante Familie. Eine fürchterliche Truppe!
Die Protagonisten sind lebensecht gezeichnet und gut vorstellbar. Besonders drei tolle Frauen stehen im Mittelpunkt, alle mutig, engagiert und bewundernswert.
Durch diesen spannend geschriebenen Roman erfährt man eine ganze Menge über das Haus der Bücher und Zeitungen. Liest sich sehr gut, ist zu empfehlen.
Verlegt von Ullstein.

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Die von und zus

Wir sind schließlich wer von Anne Gesthuysen

Anna ist eine junge Pastorin, sie vertritt den erkrankten Seelsorger der Gemeinde. Nun ist sie für die Kreise Wesel und Kleve zuständig. Beerdigungen, Predigten und runde Geburtstage zu begleiten, gehört zu ihren Aufgaben. Ihr Erscheinen ist ungewöhnlich für die Dorfbewohner, ist sie doch weiblich, jung, neu, adlig, zuckerkrank und auch noch geschieden.

Vor Ort gibt es eine Reihe von Problemen, ihre Familie ist auch nicht ohne. Diese Sippschaft ist hochnäsig, ungerecht und fordernd.
Als Pastorin wird sie mit vielen Emotionen konfrontiert: Trauer, Zorn, Wut, Unverständnis, Zweifel. Sie hat selbst Schicksalsschläge hinnehmen müssen, versteht seelische Notlagen sehr gut. Behutsam und feinfühlig geht sie auf die Menschen zu. Mit unendlicher Geduld versucht sie zu helfen. Das ist wieder sehr gut beschrieben, authentisch. Viel Raum nimmt aber ihre Verwandtschaft ein. Das führt zu einem Bruch im Stil, mehr hier zu verraten, wäre ein fetter Spoiler.
Fazit: eine Familiengeschichte mit unerwarteten Wendungen und mit viel Gefühl, verfasst von Anne Gesthuysen, verlegt von Kiepenheuer und Witsch.

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Ein winterliches Mitmachbuch

Sing mit dem Rentier von Heidemarie Brosche

Pastellige Farben stimmen auf winterlich-verschneite Atmosphäre ein. Flocken hellen das Cover auf, ein mit Naturmaterialien geschmückter Weihnachtsbaum sowie die mit roten Akzenten versehene Kleidung der Tiere bringt Leben ins Bild. Viele Tannenbäume zieren das Umschlaginnere. Auf den folgenden Seiten begleiten die Leser das Rentier in verschiedenen Situationen.

Sie können aktiv zum Lesevergnügen beitragen ( Buch anschubsen, vor Spinne beschützen, etwas zeigen ...) und erhalten jeweils positives Feedback. Auf allen Seiten gibt es etwas zu entdecken ( Mäusetapete, Socken im Bett, Röckchen, Vogel trägt Pudelmütze), viele Sprechanlässe lassen sich finden, wenig Text hält das Interesse der Kleinen wach. Die Tiere sind niedlich, groß gezeichnet, lustig ist es auch. Mitdenken und Mitmachen sind gefragt.
Minuspunkt: der Titel ist irreführend, weckt falsche Erwartungen: es gibt nur einen kurzen Satz zum Mitsingen.
Ansonsten ein gelungenes Mitmachbuch von Heidemarie Brosche und Jana Moskito aus dem mvgverlag, nachhaltig produziert auf schönem Papier. 64 Seiten, Preis: 9€.

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Auf RTW und NEF

Eine für alle von Carola Holzner

Ehrliche Worte einer engagierten und leidenschaftlichen Ärztin.
Ihr Ziel: reale Einblicke in ihren Beruf zu geben; Intensivstation, Schockraum, Notarzt-Einsätze: Was genau passiert da eigentlich?
Personalmangel, Stress, endlose Schichten, aggressive Patienten, aussichtslose Fälle, Unmengen an Papierkram - so sieht der Alltag einer „Göttin in Weiß“ aus.

Und trotzdem liebt sie ihren Beruf. Seit gut zehn Jahren arbeitet sie als Notärztin im Rettungsdienst. Natürlich gibt es auch harmlose oder skurrile Situationen, die meisten sind es nicht. Oft kann geholfen werden, moderne Medizin und Engagement machen es möglich. Ermüdend die Ignoranz hinsichtlich nützlicher Ratschläge, trotzdem müssen sie gegeben werden. Anerkennenswert, dass es Ärztinnen wie Dr. med. Carola Holzner und ihre tatkräftigen Kollegen gibt.
Dieses Buch gibt einen guten und authentischen Einblick in die kräftezehrende und schwere Arbeit der Notfallmediziner, die viel Anerkennung und Respekt bekommen sollte.
Herausgegeben durch den S. Fischer Verlag.

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Kintopp und drumherum

Der Traumpalast von Peter Prange

In diesem historischen Roman von Peter Prange geht es um so viel mehr als um die faszinierenden Anfänge des „Kintopps“.
Natürlich gibt es eine große und mehrere kleine Liebesgeschichten mit interessanten Charakteren, es geht um die Emanzipation der Frau, Homosexualität, Vergnügungssucht, Geltungsbedürfnis, aber vor allem um Machtstreben, den Weg vom Ende des Ersten Weltkrieges, der Novemberrevolution über die Weimarer Republik hin bis zur Positionierung Hitlers.

Prange hat gründlich recherchiert, die Gier um Macht und Skrupellosigkeit gewissenloser Politiker dargelegt und nachvollziehbar geschildert. Er hat den Zeitgeist geschickt aufgegriffen, zeittypische Denk- und Redeweise einbezogen, zum Glück in keine politisch korrekte Sprache umgemodelt. Das hätte ich auch albern gefunden.
Drumherum viel Wissenswertes um das Filmgeschehen, Streit darum, wer welche Art von Filmen machen darf, Stummfilm oder nicht, künstlerisch wertvoll oder leichte Unterhaltung, Finanzierung und Vermarktung.
Spannend, vielfältig, lehrreich, unterhaltsam und interessant - ein typischer Peter Prange, sehr zu empfehlen.
Verlegt vom FISCHER Scherz Verlag.

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Zahltag

Reality Show von Anne Freytag

Zahltag
Ein Prozent der Menschen sind enorm reich, die anderen 99 Prozent sind es nicht. Was wäre, wenn man die, die sich auf Kosten anderer bereichert haben, öffentlich bloßstellt und bestraft? Das ist hier Sinn und Zweck einer live ausgestrahlten Fernsehshow, bei der die Zuschauer über Schuld und Gerechtigkeit abstimmen können.

Am Weihnachtsabend stehen zehn der mächtigsten Personen am Pranger. Kann das gut gehen? Was wird dadurch anders? Wird der gründlich und akribisch ausgearbeitete Plan Erfolg haben?
Anne Freytag hat ein fesselndes Szenario entworfen, beleuchtet Hintergründe, Motive und nennt präzise Fakten. Sie wirft eine Menge ethischer und moralischer Fragen auf, beschreibt gegensätzliche Positionen und überlässt es dem Leser, eine eigene Meinung zu bilden. Die Vielzahl an Personen, ihren Tarn- und Aliasnamen ist verwirrend, es ist nicht immer einfach, den Sprüngen im Erzählstrang zu folgen. Aber es ist spannend, spannend, spannend!
Ein origineller Plot mit faszinierendem Ausgang.
Verlegt von dtv.

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Frauen im Berlin der 20-er

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein großer Rausch von Helene Sommerfeld

Berlin, 1922. Magda Fuchs hat es geschafft: sie hat ihre eigene gynäkologische Praxis im vornehmen Charlottenburg eröffnet und arbeitet zudem als Polizeiärztin. Auch einen liebenswerten Mann gibt es in ihrem Leben. Dennoch muss sie wieder Not, Leid und Verbrechen hautnah miterleben. Tänzerin Doris und andere junge Frauen werden niedergestochen, Kinder misshandelt, in sogenannte Klubs verkauft, Frauen diskriminiert und gezwungen, sich Männern unterzuordnen und Kinder auszutragen, die sie nicht versorgen können.

Celia, durch den Selbstmord ihres reichen Gatten wieder ledig, zieht entschlossen ihr Studium durch, zeigt sich mutig, tritt emanzipiert auf. Engagiert und unerschrocken handelt Fürsorgerin Ina, eine zupackende Frau mit Herz.
Helene Sommerfeld hat wieder einen spannenden historischen Roman mit engagierten Frauen im Mittelpunkt geschrieben. Mutig setzt sich besonders die Polizeiärztin mit ernsthaften Gewissenskonflikten auseinander, macht es sich nicht leicht, handelt aber auch emphatisch und liebevoll.
Die Autorin zeigt die enormen Gegensätze zwischen arm und reich und setzt die Handlung gekonnt im turbulenten Berlin der 20er Jahre um. Interessant, unterhaltsam, packend - gelungener 2. Teil der Geschichte um Polizeiärztin Magda Fuchs.
Verlegt von dtv.

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