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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daffodil:

Magische Drachen

Fourth Wing - Flammengeküsst von Rebecca Yarros

Sie wollte Schriftgelehrte werden. Sie musste eine Ausbildung als Drachenreiterin am War College beginnen. Diese Ausbildung endet für die Meisten tödlich. Violet hat es zudem schwerer als alle anderen. Sie ist die Tochter der unbeliebten und karrieresüchtigen Generalin, sehr zierlich, anfällig für Verletzungen.

Mindestens zwei Kadetten wünschen ihren Tod. Neidisch sind viele.
Tracy Wolff hat eine wahnsinnig gut zu verfolgende Geschichte verfasst. Auf knapp 800 Seiten begleitet man Violet durch eine aufregende Zeit. Eine unglaublich starke junge Frau besteht packende Abenteuer, wird ständig bedroht, aber verliert sich nicht selbst, bleibt sich treu. Unglaubliches widerfährt ihr, Unerwartetes überrascht sie selbst am meisten und die Liebe … spielt auch eine Rolle.
Nie langweilig, ein wenig märchenhaft und trotzdem aktuell - ein absoluter Pageturner, super zu lesen, spannend und unterhaltsam.
Wunderschön mit einem ansprechenden Umschlag und phantasievollem Farbschnitt.

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Science Fiction

Genuine Conspiracy von Tobias Miller

Ein Smart zu sein, bringt Vorteile. Ein Lame zu sein … eher nicht. Allerdings gibt es einen geheimen Wirkstoff, der Lames zum Smart machen kann. Ihn zu beschaffen, ist unmenschlich.
Morrison, ein neuer Smart bei der Polizei, erhält einen Spezialauftrag: eine kriminelle Organisation, die Lames erst kidnappt und dann ermordet, soll aufgespürt werden.

Nur - diese Leute haben einen einflussreichen Beschützer. Die Homeland Security jagt skrupellos alle Involvierten. Zwischen den einzelnen Interessenten des Projekts gibt es endloses Hickhack, das zieht sich.
Eine Science Fiction-Geschichte, die ein spannendes Thema in den Mittelpunkt stellt. Einige Geschehnisse scheinen allerdings stark konstruiert, beruhen auf merkwürdigen Zufällen, die „Guten“ handeln mitunter sehr naiv. Verschiedenste Charaktere agieren nach bewährtem Muster, warm werden konnte ich mit keinem.
Viel Potenzial, weder konsequent noch mitnehmend verarbeitet.

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Herzgeschichte

Das Restaurant der verlorenen Rezepte von Hisashi Kashiwai

In Kyoto, der alten Hauptstadt Japans, betreibt Nagare Kamogawa ein sehr ungewöhnliches kleines Restaurant. Aber er serviert nicht nur exotisch klingende Köstlichkeiten und auch nicht Jedem.
Wer zu ihm kommt, sucht einen bestimmten Geschmack, ein bestimmtes Essen. Der Gast muss alles aufzählen, woran er sich erinnert, z.

b. Zutaten, deren Beschaffenheit, wo sie gekauft wurden usw. Nagare setzt seine ganzes Können, seinen ganzen Ehrgeiz daran, die Erinnerungen an bestimmte Ereignisse wiederauferstehen zu lassen. Dazu berücksichtigt er auch, dass an bestimmten Orten bestimmte Gewürze verwendet werden, lokale Kochgewohnheiten werden detektivisch eruiert, minimalste Details des Kochprozesses erforscht. Fast nebenbei wird das passende Geschirr erwähnt. Akribisch beschriebene Details vermitteln gut vorstellbare Situationen.
Zu jedem Gericht gibt es eine emotionale Historie, Landeskunde, Hintergründe. Es sind Gerichte , die Leben verändern.
Ein gelungenes Buch nicht nur für Japanbegeisterte, auch für Liebhaber feiner, gefühlvoller Erzählungen.

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Wie es war

Happy Place von Emily Henry

Bei jeglichem Stress flüchtet sich Harriet gedanklich oder räumlich zu ihrem Happy Place, einer Hütte in Maine. Dort trifft sie ihre Freunde einmal im Jahr. Sie haben ihre Partner dabei, Harriet diesmal aber nicht. Oder doch, allerdings ungeplant, denn sie haben sich eigentlich getrennt. Das weiß nur noch niemand.

Um zwei der Freunde, überraschend zu einem Hochzeit planenden Paar geworden, nicht zu brüskieren, spielen sie auch weiter ein Liebespaar. Manch witziger Dialog ist zu lesen, das ist gelungen. Harriet versucht immer wieder, ihre Liebe in Wut umzuwandeln. Nur so glaubt sie, die verabredete Woche durchzustehen. Obˋs hilft?
Unlogisch: so viel Zeit zusammen, aber keiner von beiden stellt die entscheidende Frage.
Locker leicht geschrieben. Die Charaktere handeln nicht immer verständlich, die Freunde bleiben ein wenig blaß, dafür wird alles über und mit Wyn mehr als ausführlich bis hin zu sehr langweilig und mit viel Herzschmerz beschrieben.
Als leichte Sommerlektüre geeignet, eine romantische Geschichte von Emily Henry.

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Powerfrauen

Die Prinzessinnen: Fünf gegen die Finsternis von Christian Endres

Prinzessin Narvila wird entführt und von vier kämpferischen Frauen befreit. Um ihrem vorgeplanten öden Leben zu entgehen, schließt sie sich ihnen an. Die Befreiung weiterer Prinzessinnen ( von denen es reichlich gibt), der Kampf gegen Ungeheuer oder die Beschaffung magischer Gegenstände ist von nun an ihr Tagesgeschäft.

Sie ziehen durch die Lande, müssen viele Abenteuer bestehen, Gefahren überleben. Das ist spannend, ihre Gegner sind fantasievoll erdachte Wesen.

Eine Mischung aus Fantasy, Märchen, Horrorgeschichten und verschiedensten Filmschnipseln erzählt von besonderen Frauen, die unerschrocken und mutig ihren Weg gehen.

Für Idee und Kreativität gäbe ich gern die volle Punktzahl, leider vermindert vulgäre Sprache und Brutalität den Lesespaß.

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Nette Idee

Sieben Männer später von Lucy Vine

Das Cover- ein Blickfang. Die Idee - witzig.
Der Katzenjammer bringt es ans Licht: wenn man sieben Beziehungen hatte, ist genau der EINE, der Richtige dabei gewesen. Wenn man den verpasst hat, ist es aus. Mehr Chancen gibt es nicht! Also noch einmal alle ausprobieren um den perfekten zu finden. Also los, Esty.

Date alle Exˋ!
Gewollt locker geschrieben, könnte interessant sein. Man ist gespannt, ob diese gewagte These stimmt.
Diese originelle Idee macht neugierig, das Buch selbst enttäuscht. Der Sprachstil ist flapsig, Vulgäres häuft sich. Die Hauptfigur erweist sich schnell als recht unsympathisch und nervig. Sie sucht krampfhaft einen Traummann, vergrault aber ihre potenziellen Partner durch Oberflächlichkeit, Leichtsinn und unreifes Verhalten.
Die Suche zieht sich, manchmal ist sie ganz unterhaltsam, manchmal sehr vorhersehbar. Zumindest hat sie gute Freundinnen, die eine Menge eigenartiger Dinge mitmachen. Leichte Unterhaltung, schnell durchzulesen, nette Urlaubslektüre.

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Das Leben belauscht

Das Café ohne Namen von Robert Seethaler

Das Leben belauscht
Wien, 1966. Gelegenheitsarbeiter Robert Simon pachtet eine Gastwirtschaft und eröffnet sein eigenes Café. Er bietet nicht sehr viel an; Kaffee, Bier, roten und weißen Wein sowie Schmalzbrote mit Gurke, im Winter noch Punsch. Die Bewohner des Viertels, die Markthändler, Fabrikarbeiterinnen, Witwen und Handwerker kommen gern.

Sie offenbaren Geschichten, zeigen Befindlichkeiten, gewähren Einblicke.
Auf den ersten Blick "nur" Lebensabschnitte. Auf den zweiten: eine atmosphärische, dicht gewebte Erzählung über eine Zeit im Dasein des Robert Simon, seine Umgebung, seine Wünsche und Träume. Aufbruchstimmung ringsum. Liebesgeschichten und Dramen aus der Nachbarschaft. Manchmal etwas langatmig. Treffende Beschreibungen, aussagestarke Gesprächsschnipsel, Gedankenspuren. Gut vorstellbar, ruhig und dennoch interessant. Der Leser fühlt sich, als ob er diesen Mann kennen würde, als ob man manchmal mit im Café gesessen hätte. Gern hätte ich gewusst, wie das weitere Leben des Robert Simon verlaufen ist.
Genau beobachtete und gut eingefangene Stimmungen sind in diesem Roman von Robert Seethaler zu finden. Empfehlenswert.

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Neustart

Das Café ohne Namen von Robert Seethaler

Karla und Marc haben unterschiedliche Auffassungen vom zukünftigen Leben. Er möchte erfolgreich im hippen New York Geschäfte machen, sie in der französischen Provinz Bücher schreiben. Sie verlässt ihn und die schicke Penthousewohnung in Berlin, zieht vorübergehend zurück ins Elternhaus.
Romy Schneider ( zu diesem Namen hat man sofort eine Intention; eine falsche natürlich) ergeht sich viel in Selbstreflexion.

Sie mietet also ein Häuschen in der Provence und beschreibt das Leben dort sehr ausführlich. Für sie ist Frankreich das Land der Leichtigkeit, in dem sie ihr Gefühl der Schwere ablegen will. Alles ist schön, ideal.
Mutig, das Gewohnte hinter sich zu lassen, einen Neuanfang zu wagen. Das Thema allerdings ist schnell ausgereizt. Gut lesen sich die Beschreibung der Weinlese, des alltäglichen Lebens. Gemütlich. Lebendiger wird es erst, als sich Probleme ergeben. Eine Anregung zum Träumen vom erfüllten Leben.

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Ach nö

Schwein allein von Jörg Hilbert

Ach Nö
Erwartungsvoll nahmen wir das Buch zur Hand. Das Schweinchen auf dem Titel sah so niedlich aus. Auch das Bild, wo es traurig aus dem Fenster schaut, sprach uns an. Aber: die ersten Seiten sind farblos, drücken Schweinchens Langeweile und sein Alleinsein aus, ok. Der Reim ist nett. Ja, die Farben nehmen zu, ein gemaltes Pferd bringt Abwechslung und will helfen.

Auch das gemalte Krokodil ist nett, aber ab da wird es für meinen Nachwuchs so uninteressant, dass sie nicht weiter vorgelesen haben oder anschauen wollte. Die Reime wiederholen sich, einen Zusammenhang konnten wir nicht erkennen. Schade.

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Freundschaft

Emma und die Fürchterlichen Fünf von Hiltrud Baier

Emma wünscht sich ein Haustier. Bekommt sie, aber was für eins! Ein Pony in Not, und nicht nur das Pferdchen, auch dessen Freunde. Sie bringen dem Bauern keinen Nutzen mehr, sollen weg.
Was tun? Emma und ihr Bruder Hugo wollen helfen, müssen aber auch noch Schwesterchen Lucy betreuen.
Hiltrud Baier läßt die Kinder einen Plan entwickeln, es wird spannend.

Gemeinschaftlich werden Probleme ausgeräumt, fürsorglich werden die zu rettenden Tiere versorgt. Aber alles muß im Geheimen stattfinden.
Für Kinder ab sieben Jahren ist eine fantasievolle Geschichte entstanden, die den Wert von Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt hervorhebt. Nach einem neugierig machenden Anfang zieht sich das Geschehen in die Länge, die Spannung ebbt ab.
Die Zeichnungen im Einband sind gelungen, stellen die Helden witzig dar. Das gefiel uns gut. Davon hätte es im Buch gern mehr geben können.
Eine nette Geschichte aus dem Sauerländer Verlag, die nach dem tollen Titel mehr erwarten ließ.

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