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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daffodil:

Gibt es sie doch?

This Charming Man von C. K. McDonnell

Hannah, stellvertretende Chefredakteurin bei der Zeitung Stranger Times arbeitet mit Chefredakteur Vincent Banecroft, Praktikantin Stella, Grace und einem Drucker in einer alten Kirche – der Kirche der Alten Seelen –, geschützt werden sie von einem Wesen, das man als »Mannys Freundin« bezeichnet.

An Unnormales sind sie gewöhnt, aber als Vampire in Manchester auftauchen, trotzdem maßlos erstaunt. Jedermann weiß doch: „Vampire gibt es nicht!“
C.K.McDonell hat sehr spezielle Figuren kreiert, mal mehr, mal weniger liebenswürdig. Aber besonders sind sie alle. Auch die Begegnungen, Bekanntschaften, Angriffe und Recherchen sind sehr … ungewöhnlich. Großen Spaß bereiten die geschliffenen Dialoge oder Wortgefechte mit schlagfertigen Repliken. In der Redaktion gibt es keine Schimpfwörter. Ersatz dafür wird originell verpackt.
Sehr unterhaltsam zu lesen, ein Muß für Liebhaber absolut unmöglicher und unwahrscheinlicher Vorkommnisse, die in spannender Abfolge geschildert werden. Nonsens pur.

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Die Monster sind los

Die Monsterschule (Bd. 1) von Christian Loeffelbein

Lukas muss in eine alte Schule mitten im Wald wechseln. Gefällt ihm nicht. ABER: dort werden Monster unterrichtet! Psssst! Professor Graghul, sein Onkel, erzieht dort so tolle Wesen wie Mutanten-Horst, Werwolf Jimmy oder den Zyklopen Hotzeputz. Alle wollen eines Tages in die Menschenwelt, lernen mustergültiges Betragen.

Aber Jemand möchte verhindern, dass sie dort landen. Wer denn nur? Wie abenteuerlich, wie spannend, wie gefährlich!
Der Untertitel „Pups-Pillen Verschwörung“ begeistert den Nachwuchs. Was für ein tolles Thema, geheimnisvoll, witzig und unterhaltsam. Auch die Location passt: ein gammeliges, verwinkeltes Schloss mit ungeahnten Verstecken. Doch wehe, wenn die Monster ausbrechen!
Wunderbar fantasievolle und farbenprächtige Illustrationen, auf dem Cover sogar fühlbar, begleiten durch diesen tollen Lesespaß. Hat Nikolai Renger super hinbekommen. Aber besonders Autor Christian Löffelbein hat ganze Arbeit geleistet:
ein spaßiges und aufregendes Abenteuer erwartet die Bewohner der Monsterschule!
Verlegt von Coppenrath für Leser und Vorleser ab fünf Jahren.

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Hamburg, Hafen der Welt

Die Hafenärztin. Ein Leben für das Recht auf Liebe von Henrike Engel

Hamburg, Hafen der Welt
1911, Hamburg. Wieder begegnen wir Anne, der engagierten Ärztin, die beschlossen hat, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und unter ihrem richtigen Namen einen Neustart zu wagen. Auch Helene, Tochter einer wohlhabenden Hamburger Bürgerfamilie, möchte ihr Leben verändern.

Als Lehrerin arbeiten. Natürlich spielt Kommissar Berthold wieder eine wichtige Rolle. Nicht nur als attraktiver Mann, sondern ebenso als hartnäckiger und cleverer Ermittler im Drogenhandel, im Kampf gegen die chinesischen Triaden und auf der Jagd nach einem berüchtigten Frauenmörder.
Henrike Engel beschreibt die Lage der Frauen in dieser Zeit emotional und authentisch. Not und Elend in ärmeren Bevölkerungsschichten, aber auch die Unmündigkeit von Ehefrauen allgemein. Viel erfährt man über Hamburg, den Hafen der Welt. Handel, Hafenanlagen, Lebensbedingungen werden einbezogen. Es geht um Liebe, Enttäuschungen, unverhoffte Entdeckungen, kriminelle Machenschaften, Erfolge oder Pleiten. Interessant und spannend erzählt, mit gut vorstellbaren Personen belebt, ein unterhaltsamer und interessanter Roman.

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Alles in Auflösung

EAST. Welt ohne Seele von Jens Henrik Jensen

Jan Jordi Kazanski ist ein gescheiterter, abgehalfterter Agent. Eine letzte Chance bekommt er noch. Dazu muss er in Krakau die „Witwe“, eine mysteriöse Unbekannte mit großem Einfluss, finden. Allerdings ist er nicht der Einzige, der nach ihr sucht. Freund oder Feind? Sehr spannend ist beschrieben, wie Jan seine gefährlichen Recherchen anstellt, welche schlafenden Hunde er weckt.

Und auf was für sich merkwürdig verhaltende Frauen er trifft.
Ein zweiter Handlungsstrang betrifft einen Professor, einen anerkannten russischen Atomphysiker. Weshalb wurde er entführt? Auch das ist packend geschrieben, anschaulich erzählt. Ebenfalls wird ein detailreicher Einblick in die Folgen der Umstrukturierung in der ehemaligen Sowjetunion vermittelt, Katastrophen ungeahnten Ausmaßes vorausgesagt.
Stück für Stück werden die Fäden aufgewickelt. Geschickt beschrieben von Jens Henrik Jensen, mit durchgängig gehaltenem Spannungsbogen. Mir hat gefallen, dass Krakau, die „alte Königsstadt, die Mystik und Magie … verbreitet…“ gekonnt einbezogen wurde.
Sehr gut zu lesen, klare Empfehlung.

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Slapstick

Die Unverbesserlichen - Der große Coup des Monsieur Lipaire von Volker Klüpfel; Michael Kobr

Lipaire, ein schlitzohriger verarmter Deutscher ist eine Art Ferienhausverwalter in dem Städtchen Port Grimaud am Mittelmeer. Gern verdient er sich ein Zubrot durch kleine Gaunereien. Er ist nicht der Einzige, auch sein Gehilfe Karim ist solchen Geschäften nicht abgeneigt. Lässt sich doch gut verdienen, mit der Vermietung der Ferienhäuser.

Müssen die Besitzer nicht wissen. Als ihnen unverhofft eine Leiche im Weg ist, lassen sie sie verschwinden, nicht ohne ihr Handy einzubehalten. Damit eröffnen sich ihnen verlockende Geldbeschaffungsmöglichkeiten. Nur sind sie nicht die Einzigen, die reich werden wollen.
Ein anderer Klüpfl/ Kobr als gewohnt. In Slapstick- Manier entwickelt sich die Handlung, alles Erdenkliche geht schief. Eine Ansammlung kleiner Gauner und Betrüger versucht sich in Erpressung, ersinnt immer neue Pläne und stolpert von einer Panne zur nächsten. Die vom Pech verfolgten Kleinkriminellen werden immer mehr, die Handlung immer skurriler. Erinnert an Filme mit Louis de Funes, war mir auch früher zu viel Albernheit.

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Zuerst nur ein Projekt

Café Leben von Jo Leevers

Henrietta nimmt einen neuen Job in einer Beratungsambulanz an. Sie soll ein Erinnerungsbuch für die Angehörigen der sterbenden Patienten verschriftlichen. Sie startet routiniert und kann zu ihren Besuchern keine Beziehung aufbauen. Auf Grund eines Vorfalls in der Vergangenheit strahlt sie große emotionale Distanz aus.

Braucht es genau das, damit die Patienten ihr ihre Lebensgeschichten anvertrauen?
Gut beschrieben ist, wie sowohl Henrietta als auch die krebskranke Annie leben bzw. auf ihr Leben zurückblicken. Beider Biografien sind geprägt von traumatischen Erlebnissen und Schuldgefühlen.
Jo Leevers charakterisiert seine Protagonisten einfühlsam und gut vorstellbar. Sowohl extrem patriarchalische als auch machohafte Männer begegnen dem Leser. Aber eben auch eine mutige und über sich selbst hinauswachsende Frau.
Sehr schön erzählt, Mut machend und lesenswert.

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Kinderbuchklassiker

Das Gespenst von Canterville (Weltliteratur und Musik mit CD und zum Streamen) von Henrik Albrecht; Oscar Wilde

Den Klassiker „Das Gespenst von Canterville“ von Oscar Wilde sollte man kennen, er gehört einfach zur Allgemeinbildung dazu. Warum nicht schon die Jüngsten - natürlich altersangepasst - damit bekannt machen? Die Stimmungen mit entsprechender Musik einzufangen war Henrik Albrecht ein Anliegen, welches er in einem Buch mit CD, wahlweise mit Download, verwirklichte.

In kursiver Schrift erklärt er Details zur Musik und den Instrumenten. Die Idee gefällt, die Umsetzung ist ambitioniert.
Sonja Wimmer hat dazu großartige, anschauliche und gelungene Illustrationen gefertigt, ehrlicherweise gefielen uns diese am besten. Man kann auch nur mit den Zeichnungen die Geschichte erzählen, man kann die Geschichte vorlesen, man kann Geschichte und Musik plus Erklärungen nutzen. Variante drei empfinden wir als umständlich und keinesfalls für die empfohlene Altersgruppe ab fünf Jahren geeignet.
Für ältere Kinder als Konzerterlebnis bzw. Hörspiel mit optischer Anreicherung eine schöne Idee.
Großformatiges, wertiges Buch aus dem Ueberreuter Verlag.

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Belehrungen

Kopenhagen mon amour von Zoe Brisby

Französin Brune beschließt, auf unkonventionellem Weg ein Kind zu bekommen, einen passenden Mann hat sie aber nicht dazu. Also soll es eine Kinderwunschklinik in Dänemark richten. Ihre militante Ökofreundin Justine wird sie begleiten. Diese Justine ist penetrant belehrend, verletzt Brunes Privatsphäre auf das Gröbste und ist ausgesprochen unsympathisch.

Was als ausbaufähige Idee begann, mausert sich zu einem Achtsamkeitsratgeber. Verschiedene Personen äußern wiederholt phrasenartige Lebensweisheiten. Slapsticksituationen, die nicht wirklich lustig sind, reihen sich aneinander. Eigenartige Zufälle und alberne Aktionen begleiten Brunes Reise. Über das titelgebende Kopenhagen erfährt man wenig, „Mon amour“ erklärt sich nicht, auch der Fakt, dass alle Dänen rothaarig sind und französisch sprechen, erscheint klischeehaft.
Aber das Cover ist sehr schön.
Der Klappentext ließ viel erwarten, geliefert wurde davon kaum etwas.

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Auren

Alle Farben meines Lebens von Cecelia Ahern

Die achtjährige Alice musste zu früh Verantwortung übernehmen. Die Sorge um ihre suchtkranke Mutter, den jüngeren Bruder und den verlotternden Haushalt treibt sie um. Aber etwas mit ihr ist merkwürdig: sie sieht Farben, die um andere Menschen wabern, ihre Stimmungen oder Befindlichkeiten! Das beunruhigt sie, macht nervös.

Darüber erfährt man ausgesprochen viel.
Ihre Gedanken springen oft unvermittelt in die Vergangenheit, mitten im Erzählfluss. Das wirkt mitunter sehr irritierend, ja, störend. Eine Kursivschrift hätte geholfen.
Gut beschrieben wird, wie sie lernt, mit ihren Fähigkeiten umzugehen. Bis sie auf einen Menschen ganz ohne Aura trifft. Dann geht alles sehr schnell, ihr weiteres Leben wird im Zeitraffer abgehandelt.
Cecilia Ahern hat eine besondere Frau beschrieben, ihre Probleme detailliert aufgezeigt, versucht, Verständnis zu wecken. Ihre Idee, jedem Kapitel eine Farbe zuzuordnen, gefällt mir. Blau für Depressionen, rot für Zorn, rosa für Ausgeglichenheit und Glück und mehr. Auch, dass ihre Alice nicht die positiven Gefühle anderer Personen auf sich lenken möchte, mag ich. Allerdings sind ihre Neurosen für Mitmenschen anstrengend. Wirklich warm werden konnte ich mit ihr nicht.

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Romantisch

Shatter and Shine von Sarah Stankewitz

Hazel hat nach längerer Zeit endlich den Verlust zweier geliebter Menschen halbwegs verarbeitet und nimmt sowohl Studium als auch den Unterricht für ihren Gebärden-Kurs wieder auf.
So weit ist Cameron noch nicht. Stumm und verbissen verweigert er nach traumatischen Kriegserlebnissen seine Teilnahme am Leben.

Welch eine Herausforderung für Hazel! Sie muss sogar ihre Geheimwaffe einsetzen.
Die Beziehung entwickelt sich ganz behutsam. Aber so einfach ist es dann doch nicht. Unerwartetes schiebt sich dazwischen.
Ein bisschen Drama, viel Liebe und Gefühl, Verlust, Schmerz und auch ein wenig Kitsch - genau die Zutaten, die diese gefühlvolle Story braucht.
Ein emotionaler Liebesroman von Sarah Stankewitz. Locker geschrieben, mit viel Herz erzählt und gut zu lesen.
Zweiter Band der Faith-Reihe, herausgegeben von Forever.

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