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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daffodil:

Ein Albtraum

Die marmornen Träume von Jean-Christophe Grangé

August 1939. Simon Kraus ist ein zu kurz geratener Psychiater bzw. Psychoanalytiker, auch als Teilzeitgigolo unterwegs. Profitiert vom Nazi-System, lebt in einer enteigneten jüdischen Wohnung und erpresst seine Patientinnen. Gern spaziert er durch das Berlin der dreißiger Jahre und betrachtet Gebäude und Menschen.

Der Leser kann sich die Gegend um den Potsdamer Platz gut vorstellen.
Seine Patientinnen haben bizarre Träume, die sich um einen Marmormann drehen. Den gibt es aber auch im wirklichen Leben. Er ermordet die Frauen wohlhabender Nazis. Grausam und ohne Spuren zu hinterlassen.
Beween ist ein besonderer Charakter, skrupelloser und widersprüchlicher Gestapomann. Er soll die Morde aufklären. Tut er das, darf er an die polnische Front (?), schafft er das nicht, droht ihm der Abtransport ins KZ. Mit den beiden hat Jean-Christophe Grangé ein unsympathisches, in sich widersprüchliches Paar kreiert. Ergänzt durch eine Psychiaterin.
Irritierend war für mich, dass der Autor Meinungen vorgibt. Bilde ich mir lieber selbst. Auch seine Wortwahl war mitunter befremdend, teilweise schwülstig, teilweise niveaulos oder ungeschickt. Sein Lieblingswort ist „klein“. Nicht immer sind seine Intentionen logisch oder nachvollziehbar. Klischees werden bemüht. Häufig gibt es Überraschungen
Alle Kritik vergisst man, je weiter man liest. Es entwickelt sich eine interessanter, erschreckender und sich enorm steigernder Thriller. Ungeheuerliche Taten, die die Vorstellungskraft weit überfordern, werden beschrieben. Ein Albtraum. Nur für Leser mit starken Nerven zu empfehlen.

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Der Außenseiter

Der Paria von Anthony Ryan

Alwyn blickt zurück auf ein abenteuerliches Leben voller Gefahren, Kämpfe, Intrigen. Als elternloses, misshandeltes Kind von einer Bande Gesetzloser aufgelesen, lebt er in den Wäldern. Er gilt als geschickter Spion, ist gewitzt und reaktionsschnell. Zudem ein guter Beobachter, manchmal sentimental.

Das ist mitunter ausgesprochen selbstschädigend, bringt ihm vielerlei Ungemach, beispielsweise Verbannung, Strafarbeit und Prügel ein. Allerdings kann Alwyn Scribe, der Schreiber, der er geworden ist, bei seinen Vorgesetzten Nützliches leisten, erringt einige Anerkennung.
Es geht um Glauben, Religion, Visionen, Verblendung, Feldzüge, Ausbeutung. Parallelen zur Geschichte scheinen gewollt. Die Missionierung birgt zahlreiche vermeidbare Längen.
Anthony Ryan bezieht den Leser mit ein, ihm werden Voraussagen für Kommendes gewährt. Das erhöht teilweise die Spannung. Detailreiche Beschreibungen vieler Ereignisse und Personen lassen Alwyns Schilderungen gut vorstellbar scheinen. Seine Erlebnisse sind vielfältig, spannend und geben einige Anregungen zum Nachdenken über Glaubensbekenntnisse, Fanatismus und Machtkämpfe.

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Ungerecht

Stigma von Lea Adam

Frage: Hat das Opfer den Tod verdient? Der Verdacht drängt sich auf.
Allerdings ist Mordermittlerin Jagoda »Milo« Milosevic mehr daran interessiert, den Täter oder die Täterin und das Tatmotiv zu finden. Das tut sie engagiert und zielstrebig. Tatkräftig unterstützt von Vince, einem Filou und dennoch gutem Ermittler.

Ein tolles Team. Ihre Nachforschungen führen sie in verschiedene Hamburger Milieus. Weitere Tote werden entdeckt. Ihnen allen ist eine bestimmte Sache gemein.
Das Autorenduo Lea Adam beschreibt emotional und überaus nachvollziehbar, wie allein Opfer sexualisierter Gewalt gelassen werden, wie wenig für sie von offizieller Seite getan wird. Glücklicherweise ein seit me-too in der Öffentlichkeit präsentes Thema. Überaus wichtig und brisant und dennoch nicht genügend beachtet.

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Die Dämonenkämpferi

Wer die Hölle kennt von Leigh Bardugo

Alex Stern, die die Grauen inzwischen nicht nur sehen, sondern auch hören und sich ihrer Kräfte bedienen kann, ist zurück an der Yale- Universität. Dort gibt es mehr Geheimnisse und seltsame Artefakte, als irgendjemand vermuten würde. Unter Lebensgefahr versucht Alex alles, um ihren entführten Mentor Arlington aus der Hölle zurückzuholen.

Allein kann sie das aber nicht bewerkstelligen. Zudem sind zahlreiche komplizierte Rätsel zu lösen, Rituale zu meistern, Albträume zu durchleben. Auch die grundlegende Frage, wie Dämonen handeln, wird erörtert. Sehr ausführlich.
Wieder hat Leigh Bardugo einen spannenden und mystischen Fantasy-Roman mit wirren Elementen verfasst. Ihre Heldin Alex Stern ist wagemutig, loyal und clever. Es macht meistens Spaß, sie auf ihren abenteuerlichen Wegen zu begleiten. Die Visionen der Protagonisten allerdings werden sehr in die Länge gezogen.
Eine gelungene Mischung aus Geistergeschichten und unheimlichen Verbindungen. Allerdings sollte man den ersten Teil dieser Dilogie gelesen haben, einige Begriffe oder Zusammenhänge erschließen sich sonst schwerlich.

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Hilfreich

Ravensburger Lexika - Das Ravensburger Grundschullexikon von A bis Z von Peggy Gampfer; Claudia Köster-Ollig; Anke Schönfeld

Alles Wissen, welches Grundschüler brauchen könnten, findet sich im großen Ravensburger Grundschullexikon. Auf 288 Seiten gibt es Informationen zu vielen Wissensgebieten, alphabetisch geordnet. Egal, ob es um Autos, Bienen, Quallen oder Kohlendioxid geht, ob Ereignisse aus der Geschichte wie die Blütezeit des Römischen Reiches oder um Technik, auch um das Thema Familienbeziehungen - hier wird man fündig.

Mit vielen Zeichnungen und deutlichen Fotos in sehr guter Qualität sind die kurzen Texte anschaulich und gut vorstellbar gestaltet. Die Texte sind in größerer Schrift für die jungen Leser, das gefällt gut. Manchmal könnten sie allerdings etwas kürzer gefasst sein.
Eine Zusammenfassung wichtiger Grundlagen für den Deutsch- und Mathematikunterricht schließt sich an, Tipps für das Halten eines Referates oder Nützliches für die Erledigung von Hausaufgaben finden sich ebenso wie ein Stichwortverzeichnis.
Nach einer Einführung in das gewichtige Buch ein hilfreiches Nachschlagewerk für den Nachwuchs.

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Schöner Schein

Kuckuckskinder von Camilla Läckberg

Rolf Stenklo, ein bekannter schwedischer Fotograf, bereitet die Ausstellung seines Lebens vor. Und wird dabei ermordet. Wer hatte mit ihm eine Rechnung offen, was ist vor langer Zeit geschehen? Auch die Familie des erfolgreichen Schriftstellers Henning Bauers wird bedroht. Weitere Morde geschehen. Besteht ein Zusammenhang? Welche Rolle haben die Mitglieder des elitären Clubs Blanche gespielt? Ähnlich gelagerte aktuelle Bezüge wurden sicherlich nicht zufällig einbezogen.

Kommissar Patrik Hedström ermittelt, gleichzeitig recherchiert seine Frau Erica Falck zu einem brutalen Mord in den Achtzigern. Es scheint eine Verbindung zwischen den Vorkommnissen zu geben. Nur waren in den früheren Jahren die Verhältnisse ganz andere.
Camilla Läckberg schreibt gewohnt detailreich und zeichnet ihre Figuren gut vorstellbar. Die Ermittlungen gehe nur langsam voran, es gibt Längen. Aber das Ende ist ein Knaller!

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Viele Verdächtige

Die letzte Party von Clare Mackintosh

Rhys Lloyd wird in einem See aufgefunden, natürlich ermordet. Die walisische Ermittlerin Ffion Morgan soll zusammen mit Detective Constable Leo Brady von der Cheshire Constabulary, ihrem letzten One-Night-Stand, herausfinden, wer dem erfolgreichen Sänger und Immobilienbesitzer Böses wollte. Ungünstig, dass auch sie über seinen Tod nicht traurig ist.

Wie zahlreiche andere Dorfbewohner. Auch die Käufer der Nobelferienhäuser sind nicht wirklich gut auf ihn zu sprechen. Viele Menschen hätten einen nachvollziehbaren Grund, ihn zu beseitigen.
Claire Mackintosh stattet ihre Figuren mit verschiedensten Eigenschaften und Charaktereigenschaften aus, sehr gut vorstellbar. Das gelingt ihr besonders bei Ffion, die von traumatischen Erlebnissen gequält wird.
Walisische Bräuche und Wörter werden geschickt eingefügt, die Atmosphäre wird anschaulich vermittelt. Ansonsten passiert aber leider nicht viel, die Ermittlungen gehen sehr langsam voran. Zahlreiche Personen tauchen auf, häufige Zeitsprünge bzw. Rückblenden verwirren.
Ein bedächtiger Krimi an einem idyllischen See.

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DAS GEHEIMNIS DER toten

Fräulein Anna, Gerichtsmedizin von Petra Aicher

Als Sektionsassistentin hat Anna eine interessante Arbeit gefunden. Besser bezahlt als eine Krankenschwester wird sie außerdem, nicht unwichtig für ihre sieben jüngeren Geschwister. Auch wenn sie als Totenfräulein manchmal schräg angesehen wird, hat sie Freude an ihrer Tätigkeit. Einem Adeligen, der, getarnt als Klatschreporter, für seine Zeitung nach Skandalgeschichten sucht, soll sie pikante Informationen liefern.

Kann das gut gehen?
Petra Aicher hat einen unterhaltsamen Krimi über eine interessante Zeit, überholte Vorstellungen und Rituale in Bayern geschrieben. Ihre Helden sind überwiegend sympathisch, Anna steht fest im Leben, weiß, was sie will und ist aufgeschlossen , wißbegierig und engagiert. Ihre Mentoren sind gut vorstellbar und teils liebenswürdig, teils flapsig, angelegt. Spannend wird es zudem, als ein gesuchter Mann unerwartet auftaucht.
Historische Hintergründe am Vorabend des 1. Weltkrieges bilden den Kontext zu diesem gelungenen Roman.

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Gibt es sie doch?

This Charming Man von C. K. McDonnell

Hannah, stellvertretende Chefredakteurin bei der Zeitung Stranger Times arbeitet mit Chefredakteur Vincent Banecroft, Praktikantin Stella, Grace und einem Drucker in einer alten Kirche – der Kirche der Alten Seelen –, geschützt werden sie von einem Wesen, das man als »Mannys Freundin« bezeichnet.

An Unnormales sind sie gewöhnt, aber als Vampire in Manchester auftauchen, trotzdem maßlos erstaunt. Jedermann weiß doch: „Vampire gibt es nicht!“
C.K.McDonell hat sehr spezielle Figuren kreiert, mal mehr, mal weniger liebenswürdig. Aber besonders sind sie alle. Auch die Begegnungen, Bekanntschaften, Angriffe und Recherchen sind sehr … ungewöhnlich. Großen Spaß bereiten die geschliffenen Dialoge oder Wortgefechte mit schlagfertigen Repliken. In der Redaktion gibt es keine Schimpfwörter. Ersatz dafür wird originell verpackt.
Sehr unterhaltsam zu lesen, ein Muß für Liebhaber absolut unmöglicher und unwahrscheinlicher Vorkommnisse, die in spannender Abfolge geschildert werden. Nonsens pur.

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Die Monster sind los

Die Monsterschule (Bd. 1) von Christian Loeffelbein

Lukas muss in eine alte Schule mitten im Wald wechseln. Gefällt ihm nicht. ABER: dort werden Monster unterrichtet! Psssst! Professor Graghul, sein Onkel, erzieht dort so tolle Wesen wie Mutanten-Horst, Werwolf Jimmy oder den Zyklopen Hotzeputz. Alle wollen eines Tages in die Menschenwelt, lernen mustergültiges Betragen.

Aber Jemand möchte verhindern, dass sie dort landen. Wer denn nur? Wie abenteuerlich, wie spannend, wie gefährlich!
Der Untertitel „Pups-Pillen Verschwörung“ begeistert den Nachwuchs. Was für ein tolles Thema, geheimnisvoll, witzig und unterhaltsam. Auch die Location passt: ein gammeliges, verwinkeltes Schloss mit ungeahnten Verstecken. Doch wehe, wenn die Monster ausbrechen!
Wunderbar fantasievolle und farbenprächtige Illustrationen, auf dem Cover sogar fühlbar, begleiten durch diesen tollen Lesespaß. Hat Nikolai Renger super hinbekommen. Aber besonders Autor Christian Löffelbein hat ganze Arbeit geleistet:
ein spaßiges und aufregendes Abenteuer erwartet die Bewohner der Monsterschule!
Verlegt von Coppenrath für Leser und Vorleser ab fünf Jahren.

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