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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daffodil:

Ach nö

Schwein allein von Jörg Hilbert

Ach Nö
Erwartungsvoll nahmen wir das Buch zur Hand. Das Schweinchen auf dem Titel sah so niedlich aus. Auch das Bild, wo es traurig aus dem Fenster schaut, sprach uns an. Aber: die ersten Seiten sind farblos, drücken Schweinchens Langeweile und sein Alleinsein aus, ok. Der Reim ist nett. Ja, die Farben nehmen zu, ein gemaltes Pferd bringt Abwechslung und will helfen.

Auch das gemalte Krokodil ist nett, aber ab da wird es für meinen Nachwuchs so uninteressant, dass sie nicht weiter vorgelesen haben oder anschauen wollte. Die Reime wiederholen sich, einen Zusammenhang konnten wir nicht erkennen. Schade.

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Freundschaft

Emma und die Fürchterlichen Fünf von Hiltrud Baier

Emma wünscht sich ein Haustier. Bekommt sie, aber was für eins! Ein Pony in Not, und nicht nur das Pferdchen, auch dessen Freunde. Sie bringen dem Bauern keinen Nutzen mehr, sollen weg.
Was tun? Emma und ihr Bruder Hugo wollen helfen, müssen aber auch noch Schwesterchen Lucy betreuen.
Hiltrud Baier läßt die Kinder einen Plan entwickeln, es wird spannend.

Gemeinschaftlich werden Probleme ausgeräumt, fürsorglich werden die zu rettenden Tiere versorgt. Aber alles muß im Geheimen stattfinden.
Für Kinder ab sieben Jahren ist eine fantasievolle Geschichte entstanden, die den Wert von Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt hervorhebt. Nach einem neugierig machenden Anfang zieht sich das Geschehen in die Länge, die Spannung ebbt ab.
Die Zeichnungen im Einband sind gelungen, stellen die Helden witzig dar. Das gefiel uns gut. Davon hätte es im Buch gern mehr geben können.
Eine nette Geschichte aus dem Sauerländer Verlag, die nach dem tollen Titel mehr erwarten ließ.

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Herzerwärmend

Dead Romantics von Ashley Poston

Florence wuchs in einem Beerdigungsinstitut auf. Jetzt ist sie Ghostwriterin einer bekannten Liebesromanschreiberin mit Schreibblockade. Nach einer Enttäuschung will und kann sie kein Liebesgedöns mehr verfassen.
Ihr Geheimnis: sie kann sich mit den Geistern Verstorbener unterhalten. Wie lästig! Oder nützlich, wenn es der Geist ihres heißen Chefs ist.

Wer kann hier wem helfen und wobei, womit und wie? Ben taucht nur immer überraschend und ungefragt in allen möglichen und unmöglichen Situationen auf. Nicht einfach für Florence, wenn man zu Manuskriptabgabeverpflichtungen auch noch die Bestattung des eigenen Vaters organisieren muss. Aber Geister dürfen nicht ewig bleiben … .
Ashley Poston hat eine lockere Liebesgeschichte mit einigem Herzschmerz und amüsanten Episoden verfasst. Wenn auch einige Klischees bedient werden, reichlich Kitsch eingestreut wurde, so geschieht das doch auf herzerwärmende und romantische Weise. Seelenschmeichelnd wie Schokolade, aber mit noch ein wenig Luft nach oben.

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Kegeltruppe in Sankt-Peter

Fiese Brise in St. Peter-(M)Ording von Tanja Janz

„Wer klaut denn freiwillig ein Bayern-Trikot?“, wundert sich die Kripo in St. Peter-Ording. Abgesehen vom Touristen-Trubel geht es zunächst ziemlich beschaulich zu im noblen Kurort, der ständig namentlich erwähnt wird. Die Einheimischen erledigen unaufgeregt ihr Tageswerk und freuen sich auf das Kegelturnier, das jährliche Topereignis.

Nur Eine/r ist unglücklich, seine Suche nach Beute darf man miterleben. Nach geraumer Zeit endlich läßt Tanja Janz den im Titel versteckten Mord geschehen. Mehrere Dorfbewohner sind verdächtig. Das passt dem Ich-Erzähler, dessen Gedanken immer wieder zwischengeschaltet werden, mal mehr, mal weniger. Sein Plan aber geht nicht auf. Zudem die örtliche Polizei noch tatkräftig von Familienmitgliedern unterstützt wird! Letztendlich wird es doch noch ein wenig spannend, das wiegt aber den ereignisarmen Anfang nicht wirklich auf. Überwiegend cosy, dieser Krimi, der eher beruhigt als für aufgeregtes Seitenblättern sorgt.

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Faszinierende Natur

Kleine und große Wunder der Natur von Gabby Dawnay

Ein wunderschönes Cover macht Lust darauf, das Buch anzuschauen. Spannend wird es im Innern: Pilze, Hirsche, Stare, Frösche und andere Tiere verraten Erstaunliches; der Wald hat Internet und Honigbienen tanzen … das und viel mehr wird in neun sehr unterschiedlichen Naturgeschichten erzählt. Kindgerecht aufbereitet vermitteln die Texte Erstaunliches und Wissenswertes.

Sogar poetisch und liebevoll werden die Wunder der Natur erklärt, Worte wie „muckelig“, „hauchzart“ und „schnabulieren“ wecken Neugier. Anschauliche Illustrationen von Mona K bereichern das Buch ungemein. Die Tiere wirken freundlich und sind schlicht gehalten, auf knallige Farben wurde glücklicherweise verzichtet. Die Platzierung von Texten und Fotos ist abwechslungsreich gestaltet, unterschiedliche Schrifttypen lockern auf.
Die Texte von Gabby Dawnay sind kurz und informativ, am Kapitelende wird jeweils eine Frage, die Vermutungen abfordert, gestellt.
Wissenswertes aus dem Carlsen Verlag, nicht nur Vierjährige.

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Action

Seventeen von John Brownlow

Er sagt von sich, er sei der gefürchtetste Auftragskiller der Welt. Er ist Nr. 17. 16 vor ihm waren gut, aber jetzt ist seine Zeit gekommen. Er agiert als „einsamer Wolf“, immer allein, geheimnisvoll und beseitigt diskret unliebsame Störer und Querulanten. Im Regierungsauftrag.
Seine neueste Aufgabe ist sehr mysteriös.

Mehrere Konkurrenten haben es auf ihn abgesehen, aber clever und geschickt umgeht er alle Fallen. Ein sich anschließender unerwarteter, aber äußerst lukrativer Auftrag verwirrt zunächst. Akribische Planung und strategische Vorbereitung versprechen Erfolg. Wirklich?
John Brownlow hat einen rasanten und ausgesprochen packenden Thriller geschrieben, spannend bis zum Schluß. Wer Action, Drama, überraschende Wendungen mag und vor gehäuft auftretender Brutalität nicht zurückschreckt, wird hier bestens bedient.

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Bücher verändern

Die Bibliothek der Hoffnung von Kate Thompson

London 1944: viele Menschen suchen in der U-Bahn-Station Bethnal Green Schutz vor den Fliegerbomben. Ein eigenständiger Ort mit 5000 Schlafplätzen, einer Kinderstube, einem Café und sogar mit einem Theater wurde in dem noch nicht ausgebauten U-Bahnhof errichtet. Zudem wurde 24 Meter unter der Erde eine provisorische Bunker-Bibliothek mit 4000 Bänden angelegt von Mrs Button.

Clara Button und Ruby Munroe finden Halt in ihrer Arbeit dort. Beide müssen den Verlust geliebter Menschen verarbeiten, beide haben Probleme mit ihren Familien. Ein machohafter Chef erweist sich als perfektes Beispiel für ausufernde Dummheit.
Anteil nehmend beschreibt Kate Thompson das harte Leben in dem nterirdischen Labyrinth in Kriegszeiten. Umfassende Einblicke in ein Leben zwischen Trümmern, Mangel und viel Arbeit werden gegeben. Aber trotz allem bietet die Bibliothek Trost, Ablenkung, gibt Hoffnung auf das Überwinden düsterer Zeiten, vermittelt ein Gemeinschaftsgefühl und läßt Träume zu.
Gut gefallen hat mir, dass jedes Kapitel mit einem Zitat zum Thema Bücher und Lesen eingeleitet wurden, da bot sich Nachdenkenswertes.
Ein großartiges Buch, ist uneingeschränkt zu empfehlen!

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Anders als es scheint

The truth behind your lies von Silke Heimes

Wie eine Videokassette aufgemacht, warum nur? Zwischen zwei massiven Pappdeckeln findet sich eine packende Geschichte über frisch gebackene Abiturienten. Fünf Freunde entschließen sich zum digitalen Detox in einer abgelegenen Hütte. Ein Außenseiter ist unsichtbar dabei, hat sie per Kamera im Blick.

Silke Heimes hat durch geschickten Wechsel zwischen den Perspektiven einer Mitbewohnerin und der des Mitschülers Spannung erzeugt. Der Leser wird zum heimlichen Beobachter. Sind die Jugendlichen wirklich so, wie sie sich der Welt in ihren Blogs zeigen? Eine eingeschworene Clique ohne Probleme?
In angenehm kurzen und gut lesbaren Kapiteln zeigt sich eine Welt, die so ganz anders ist, als es für Außenstehende scheint.
Aktuelle, tief sitzende Probleme werden geschildert, Auswirkungen von Mobbing gezeigt, Nachdenkenswertes aufgezeigt. Die heile Welt vieler Blogger oder Influencer ist fragwürdig. Hier überspitzt, aber trotzdem eine spannende und lesenswerte Geschichte.

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Jeder macht seins

Malvenflug von Ursula Wiegele

Episoden aus dem Leben einer getrennt lebenden Familie. Pavel Prochazka, „stattlicher“ Mann, der nach erster Ehe eine wohlhabende Frau sucht und sogar findet. Nachdem er seine frühere Gattin mit vier Kindern und Schulden verlassen hat. Emma, eben jene Frau, arbeitet Schulden in einem Davoser Hotel ab, musste ihre Kinder irgendwie unterbringen.

Sohn Alfred zum Beispiel kommt in die NAPOLA, die für ihn völlig unpassend ist. Helga, erst im Kloster, später arbeitet sie in einer Blindenanstalt. Die Zwillinge leben bei der Großmutter. Sehnsüchtig schreibt Lotte Briefe über das Leben daheim. Durch das Erwähnen von scheinbaren Nebensächlichkeiten bekommt der Leser ungefähre Vorstellungen vom Leben in den Kriegsjahren.
Ursula Wiegele zeichnet ihre Figuren differenziert, aber es sind keine ungewöhnlichen Lebensläufe. Zeitgeschichtliche Hintergründe werden mehr so nebenbei eingebaut.
Auch im zweiten Teil geht es um einen Lebensabschnitt. Helga erzählt, es liest sich fast wie ein Bericht über eine andere Person. Ihre Gefühle der Verlassenheit, des Ungeliebtseins allerdings treten deutlich zutage.
Wesentlich mehr hatte ich von dieser Familiengeschichte erwartet, die Vorschau hat mich neugierig gemacht. Die Handlung zog sich, die Figuren wirken unecht. Leider nicht meins.

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Heldinnen

Storchenherzen von Fritzi Teichert

Heldinnen
Madita hat hellrosa Haare, perfektioniert das Chaos und ist reichlich tollpatschig. Ob das ihrem Traumberuf Hebamme wirklich nützlich ist? Ob indische Geburtsgesänge oder Klangschalen hilfreich sind? Ihre korrekte Kollegin Helga hat da so ihre Zweifel. Auch sie liebt den Beruf und gibt oft mehr, als sie müßte.

Durch ihre direkte Art eckt sie aber an, auch ihr Mann ist mit ihr nicht zufrieden und trennt sich.
Schön, dass Fritzi Teichert abwechselnd eine der beiden Frauen aus dem „Storchennest“ zu Wort kommen läßt. Dabei wird Interessantes, Emotionales, Überraschendes und Spannendes offenbart. Hilfreiche Ratschläge und originelle Problemlösungen werden angeboten. Komplikationen, die es reichlich gibt, werden offen angesprochen. Die beiden Frauen sind ein geniales Gegensatzpaar und der perfekte Beweis dafür, dass es oft nicht so ist, wie es zunächst scheint. Fazit: Hebammen sind Heldinnen!
Witzige Gedanken, fantasievolle Ideen und erstaunliche Dialoge bereichern diesen sehr unterhaltsamen und Denkanstöße gebenden Roman, in dem auch die Liebe nicht zu kurz kommt.

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