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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daffodil:

Das Geheimnis der Torso-Motde

Four Heads Missing von Thorsten Schleif

Das Geheimnis der Torso-Morde
Als 1888 in London ein neues Hauptquartier der rasch wachsenden Metropolitan Police erbaut wird, findet sich im Fundament ein Frauentorso. William Berger, u.a. Leibwächter und ehemaliger preußischer Polizist und Irene Adams, eine gesellschaftlich geachtete Dame, ein doch recht ungleiches Paar, machen sich auf die Suche nach dem warum, wer, wie.

Zunächst getrennt, später als Team. Ihre Suche führt sie in Gefängnisse, Kneipen, Keller. Und es bleibt nicht bei einer verstümmelten Leiche.
Thorsten Schleif berichtet spannend, geht kleinschrittig vor. Das Londoner Milieu wird anschaulich geschildert, Armut und Schmutz werden beschrieben. Nicht immer kommt die Polizei gut dabei weg. Aber: spannende Twists kommen mehrfach vor.
Interessant, unterhaltsam und gut und ausführlich recherchierter historischer Krimi!

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Cosy Romance

Das verschwundene Weihnachtsbuch von Jenny Colgan

Cosy Romance
Mirren liebt ihre Großtante, natürlich. Die aber ist schwerkrank und wünscht sich ein Buch aus ihren Kindertagen. Beide haben keine Ahnung, dass eben dieses Buch eine absolute Rarität und mit Gold aufzuwiegen ist. Also macht sich Mirren, abgebrannt und naiv, auf die Suche. Zufällig sucht der mittellose Neffe eines reichen Buchhändlers genau dieses Buch und heftet sich an Mirrens Fersen.

Was wohl passieren wird?
Jenny Colgan hat eine romantische Weihnachtsgeschichte verfasst, eine Schatzsuche mit mehr oder weniger sympathischen Protagonisten. Sie gibt Einblicke in viele Buchhandlungen und Verhaltensweisen von Buchhändlern, streift London, durchfährt Schottland. Garniert das Ganze mit einigen Rezepten leckerer Gerichte und gibt einen Ausblick auf Mirrens weitere Erlebnisse.
Eine Geschichte wie ein Keks: süß, gemocht und schnell gegessen.

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Weihnachtszeit auf Sylt

Morgen kommt die Weihnachtsfrau von Gisa Pauly

Weihnachtszeit auf Sylt
Sylt, wunderschöne Insel. Die meisten Einwohner leben gern dort, auch Touristen fühlen sich wohl. Wenn der Wintermarkt öffnet, sammeln die örtlichen Honoratioren im Weihnachtsmannkostüm für die Seenotrettung und verteilen in Heimen dürftige Geschenke. Zudem schanzen sie sich gegenseitig Geschäfte zu und machen den Frauen das Leben schwer.

Die aber wehren sich raffiniert und organisieren Weihnachtsfrauen. Sehr clever. Wie die Männer reagieren, beschreibt Gisa Pauly sehr anschaulich. Nebenschauplätze wie überbordend dekorierte Häuser, Verkaufsstände und ein Altenheim passen gut zum Geschehen. Dann wird ein Krimi draus: Geld verschwindet, ein bedeutungsvolles Medaillon ebenfalls.
Die Autorin beschreibt es locker leicht, einige Männer kommen nicht besonders gut dabei weg. Auch entsteht der Eindruck, dass Einheimische und Touristen laufend zu Spenden genötigt werden. Egal, eine Cozy-Story mit Weihnachtsflair und Amore ist entstanden. Leckere Rezepte im Anhang inklusive.
Unterhaltsames zur Weihnachtszeit.

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Herzensbuch

Theo in Golden von Allen Levi

Das ist die Geschichte von Theo. Gut situiert, kunstinteressiert. Er kommt also nach Golden, einem hübschen amerikanischen Kleinstädtchen. In einem Café entdeckt er 92 Porträtzeichnungen der Einwohner, die käuflich zu erwerben sind. Er fasst einen Plan und setzt alles daran, ihn zu verwirklichen.

Allen Levi zeichnet seinen Theo als rätselhaften, bescheidenen und sanften Mann. Die Porträts spielen eine wichtige Rolle, hinter jedem steckt ein besonderer Hintergrund, den Theo behutsam aus dem Abgebildeten herausholt. Anrührend, was er erfährt. Es geht um Familie, Einsamkeit, Unglück, traumatische Erlebnisse, Erinnerungen. Man geht in Gedanken ein Stück Weg mit den Goldenern und begegnet nicht nur Traurigem, sondern erhält einen Blick auf Schönes: Pflanzen, Vögel, Malerei, Weinherstellung und eine „Noble Erfindung“. Die Empfänger seiner Gaben offenbaren Geschichten, die sonst nie erzählt worden wären, erfahren viel über sich selbst.
Theo ist eigentlich zu gut für die Welt, aber ein emphatisch beschriebener großherziger Mensch. Bewundernswert.
Gefühlvoller und angenehm zu lesender Roman, den ich gern weiterempfehle.

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Luzi ist weg

Das Fundbüro der verlorenen Schätze - Geisterspuk von Mascha Matysiak

Luzi ist weg
Juchhu, wir sind wieder im Freizeitpark! Genauer gesagt, im Fundbüro bei Herrn Nox. Wir helfen bei der Suche nach Dingen und magischen Personen. Das wird ein tolles Abenteuer! Zuerst wird der Park besichtigt. Blinkende Lichter, Masken, tanzende Skelette und noch viel mehr gruselige Sachen gibt es.

Und ein Problem: Geisterschatz Luzi ist weg. Die Suche beginnt … .
Wie aus den Vorgängerbüchern schon bekannt, kann der Lesende wieder wählen, auf welche Art man das Buch liest. Es gibt Varianten für den üblichen Lesevorgang oder für die Auswahl verschiedener Handlungsstränge. Mal aufregend, mal ruhiger. Das ist witzig und abwechslungsreich, manchmal aber etwas verwirrend.
Große und gut lesbare Schrift plus einige Rätsel fördern Denkvermögen und Logik.
Schön, dass große und übersichtliche Seitenzahlen OBEN auf den Seiten zu finden sind und das Finden der Ansätze erleichtern.
Ergänzt wird der altersangemessene Text von Mascha Matysiak durch gelungene, bunte und witzige Illustrationen von Nikolai Renger.
Bei mehrmaligem Lesen gibt es tatsächlich Handlungsvarianten, fanden wir toll.
Empfehlen wir weiter.

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Falsch eingeschätzt

Ein ganz normales Wunder von Woody Brown

Falsch eingeschätzt
Zerebralparese - welch schreckliches Wort. Unbeweglich, doch bei vollem Versstand. Dazu Autismus und Nicht-Sprecher. Dank engagierter Mutter und Schulhelfern konnte Tom mit dieser Krankheit viel lernen, sich mit Täfelchen verständigen. Als er 18 wurde, fiel die Unterstützung weg, er kam in eine Tagesstätte.

Er und die anderen Schützlinge wurden wie Kleinkinder behandelt. Ihre Verhaltensweisen und Besonderheiten werden beschrieben. Toms Gedanken werden geschildert, er schreibt meist in der Ich- Form über sich, in der dritten Person Sg. über seine Mitmenschen. Ein mitnehmender Bericht.
Die Betreuer sind unterschiedlich engagiert, jedoch erfährt man auch ihre Sicht der Dinge. Sogar die Wirkung auf Außenstehende wird aufgeführt.
Woody Brown gibt detaillierte Einblicke in die Gedanken verschiedener Seiten. Er legt offen, welchen Problemen autistische, nicht sprechende oder körperlich beeinträchtigte Erwachsene ausgesetzt sind. Nachvollziehbare Empfindungen, wenn Ausdrucksmöglichkeiten, die möglich wären, nicht genutzt werden können. Der undifferenzierte Umgang mit gehandicapten Menschen tut ein Übriges. Oft werden fälschlicherweise geistige Defizite angenommen.
Der Autor als erster nicht-sprechender autistischer Absolvent der University of California beweist eindrucksvoll, dass dem nicht so ist. Was für eine Leistung!
Emotional berührend, emphatisch geschrieben, sehr lesenswert!

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Cozy Crime

Abfahrt ins Jenseits von Salvatore Simonetti

Marcella ist eine taffe Frau, die mitten im Leben steht und sich sehr für ihre Mitbewohner interessiert. Egal, ob Hippie, verstorbene Dorfbewohner, auch für ihren Sohn Domenico und seine Freundin Rosina, die ihr merkwürdig vorkommt. Nach Jahren in Deutschland mit ihrem Bankräuber-Ehemann ist sie ohne ihn in ihr eigentlich geruhsames Örtchen in Italien zurückgekehrt und mischt dort kräftig mit.

Aber: in Dolceacqua stimmt etwas nicht. Warum versterben mehrere ältere Dorfbewohner und werden anderenorts beerdigt?
Mama Marcella ermittelt! Die Mafia hat möglicherweise ihre Hände im Spiel. Marcella will es wissen. Bei ihren Ermittlungen ist sie laut, hartnäckig, gerissen, aufdringlich. Zudem eine rasante Autofahrerin. Doch die Story plätschert vor sich hin, erst später passiert etwas, es geht turbulent zu.
Die Handlung ist klischeehaft und ziemlich spannungsarm. Ja, Ligurien ist schön, die Landschaft toll, das Essen schmackhaft. Das kommt hier gut zum Ausdruck.
Salvatore Simonetti hat einen locker leichten Schreibstil, anfänglich lebendig, für mich mit zu vielen italienischen Worten gespickt. Besonders nervend das ständige: „Allora“. Der Titel allerdings erweist sich als überraschend stimmig.
Fazit: Konnte mich nicht wirklich begeistern.

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Keine Nordseeidylle

Düster von Ivar Leon Menger

Ein beklemmender Beginn: als die Mutter ermordet wird, liegt ihr kleiner Sohn unter ihrem Bett …

Liekenoog, 1987. Sie ist hübsch, die junge Frau, die spurlos verschwunden ist. Ein Fall für Ex-Kommissar Stahl, der kürzlich in den Odenwald zog. Warum aber ermittelt er, der doch längst im Ruhestand ist? Eine Hotelbesitzerin macht ihm ein Angebot, dass er nicht ablehnen kann.

Denn: Freundin Geli will schon seit langem verreisen, er nicht. Also fährt er in einen angeblichen Luxusurlaub und forscht nach. Zusammen mit dem jungen Inselkommissar jagt er den Täter. Verdächtig sind so einige. Möglicherweise ein Mann, der im Kinderheim aufwuchs? Es gibt weitere Tote.

Ivar Leon Manger macht es wieder spannend. Die Handlung baut sich Schritt für Schritt auf. Szenen aus der Kindheit des entführten Jungen werden eingeschoben. Wer ist er heute?

Nach anfänglichem, nicht wirklich aufregendem Plot wird es dramatisch. Packende Twists verändern alles. Unerwartete Ereignisse schockieren. Laut eigener Aussage muss man bei Ivar Leon Manger immer mit Überraschungen rechnen. Stimmt!

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Phantastische Welten

Canvas (Cryptos, Band 2) von Ursula Poznanski

Phantastische Welten
Janas Leben bietet wie gewohnt mannigfache Möglichkeiten, in Phantasiewelten zu reisen. Sorgfältig designed, spannend oder erholsam gestaltet - es gibt viele davon.
Da die reale Welt heiß, karg und ungemütlich ist, liegt man in komfortablen Kapseln und reist von dort aus in sichere Traumziele.

Nach Canvas zum Beispiel. Dort kann man sogar Punkte erarbeiten und gegen Weltenpässe nach Wunschdestinationen tauschen.
Da aber eine wichtige Person dort verschwunden ist, macht Jana sich auf die Suche. Was für phantasievolle Welten erschaffen wurden, begeistert, möchte man selbst gern besuchen. Aber: unerklärlicherweise verschwinden weitere Personen. Jana forscht nach, ihr Team hilft. Bekannte und liebgewonnene Charaktere aus „Kryptos“ begleiten sie, virtuell und persönlich. Fehlprogrammierungen, Personen, die ungewöhnliche Fähigkeiten haben und merkwürdige Zwischenfälle tauchen immer häufiger auf.
Ursula Poznanski schickt den Leser wieder in mysteriöse, genial ausgedachte Welten. Ihre Heldin ist mutig, clever, bewundernswert engagiert. Gern begleitet man sie, erlebt fantastische Abenteuer, hofft auf das Beste. Und wird immer wieder überrascht. Nichts ist so, wie es scheint.
Sehr spannend, fantasievoll, macht großen Spaß, zu lesen. Mochte ich sehr!

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Das Haus und sie

Alleinruhelage von Eva Menasse

Jetzt soll das abgelegene Haus am See verkauft werden. Viele Jahre wurde es bewohnt, geliebt, umgebaut. Viele Erlebnisse und Geschichten hängen daran. Z.B. die von Alla und Bolek, zwei absoluten Originalen. Beide werden anerkannt, gelobt. Authentisch beschriebene Alleskönner. Aber es ist auch Überheblichkeit seitens der Besitzerin zu spüren, Unverständnis für die Lebensweise Anderer, sogar abwertende Urteile für geschätzte Dinge der Einwohner.

Die sie fast alle so gar nicht mag und auch nicht zu verstehen versucht. Mit ihren Mitmenschen verfährt sie oft ungnädig, urteilt intolerant. Einiges an ihrem Wohnort ist gut, einiges missfällt, u.a. der nicht immer schöne See, die unbekannte Vergangenheit einiger Ansässiger. Nun zieht sie weiter.
Positiv anzumerken ist: Eva Menasse schreibt in angenehmen Erzählfluss, setzt Worte geschickt. Sie vermittelt Stimmungen und zeichnet anschauliche Bilder. Ein Blick aus einer in eine andere Welt.

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