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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tara:

Eine mutige Reise zu sich selbst und durch die Welt

The Journey. Die Reise meines Lebens von Carina Amara Kruse

„The Journey. Die Reise meines Lebens“ ist das inspirierende Debüt der Autorin und Weltenbummlerin Carina Amara Kruse.

Carina befindet sich gerade an einem Tiefpunkt in ihrem Leben. Ihre Beziehung zu ihrem Freund Daniel - mit dem sie über 10 Jahre zusammen war - ist zu Ende und sie erhält die Nachricht, dass der Verlag ihren Reiseführer nicht verlegen wird.

Sie hat das Gefühl versagt zu haben und ihr wird klar, dass es so nicht weitergehen kann. Kurzentschlossen packt sie ihre Sachen und macht sich auf die Reise, von Berlin nach Bangkok, Bali, Indien und Neuseeland.

Das Buch basiert auf persönlichen Erlebnissen der Autorin und sie schildert ihre Eindrücke lebendig und authentisch.

Carina lässt ihr Leben hinter sich und macht sich auf ins Ungewisse - eine wirklich mutige Entscheidung. Auf ihrer Reise lernt sie unbekannte Menschen kennen, erlebt einzigartige Momente, beginnt ihr bisheriges Leben zu hinterfragen und macht ganz neue Erfahrungen.

Der Schreibstil der Autorin liest sich leicht. Ihre Gedanken konnte ich gut nachvollziehen und es hat mir Spaß gemacht sie bei ihrer Selbstfindung zu begleiten. Es ist nicht allein eine Reise in fremde Länder, sondern viel mehr ein Weg zu sich selbst.

Carina hat sich währenddessen verändert. Sie hat Spuren hinterlassen, bei sich und bei den Menschen, denen sie begegnet ist.
Sehr treffend fand ich ihren Satz, dass eine Reise nicht aufhört, wenn man ankommt, sondern dann erst richtig beginnt.

Mir hat das Gelesene aus zweierlei Gründen sehr gut gefallen. Ich reise gerne und mich interessieren fremde Länder und Kulturen. Informationen und Fakten kann ich jedem Reiseführer entnehmen, aber die Erlebnisse der Autorin sind einzigartig und vermitteln ein viel besseres Bild. Zudem ist die innere Reise von Carina inspirierend und macht nachdenklich, so dass mir „The Journey“ noch einige Zeit im Gedächtnis belieben wird.

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Rezensionen von Tara:

Zwischen den Kulturen

Unser Haus mit Rutsche von Safia Al Bagdadi

„Unser Haus mit Rutsche“ ist ein emotionaler Roman der in Paris lebenden Autorin und Schauspielerin Safia Al Bagdadi.

Layla wächst bei ihren Eltern in Saarbrücken auf. Ihr Vater stammt aus dem Irak, hat aber sein Leben den europäischen Verhältnissen angepasst und steckt voller Ideen, die leider immer wieder scheitern.

Auch Layla macht er immer wieder Versprechungen, die er nicht erfüllen kann. Ihre Mutter ist in einer reichen französischen Familie aufgewachsen und ist mit ihrem Leben in Deutschland unzufrieden.

Die Ereignisse werden aus Laylas Perspektive geschildert. Sie berichtet aus ihrer Kindheit bis in die Gegenwart, in der sie bereits vierzig ist. Sie wächst zwischen den Kulturen auf, erlebt die in Deutschland und die, die ihre Eltern ihr vorleben. Die Familie lebt zwischen Realität und Traum.

Der Schreibstil ist warm und emotional. Es werden ernste Themen angesprochen, aber es werden auch die humorvollen Momente, die das Leben mit sich bringt, geschildert. Dadurch ist der Roman vielseitig und liest sich authentisch. Es geht um Familie, Freunde, Konflikte, unterschiedliche Kulturen, aktuelle politische Themen, Religion, Krieg, Identität, Migration und vieles mehr.

Besonders gelungen finde ich die Wechsel zwischen der kindlichen Perspektive und der aus Laylas Sicht als erwachsene Frau.

Insgesamt ist es ein eindrucksvoller Roman über eine Kindheit zwischen unterschiedlichen Kulturen und darüber wie sehr uns unsere Familiengeschichten prägt.

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Rezensionen von FogandBooks:

Wenn Kontrolle zur einzigen Rettung wird

Und alles zerbricht (Paper Hearts 1) von Maxine Reuker

Am Anfang war ich ehrlich unsicher, ob mich die Geschichte wirklich abholen kann, weil die Figuren erst sechzehn sind und die ersten Kapitel sehr jugendlich wirken. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Wir begleiten Mila in einer Phase, in der ihr ganzes Leben ins Wanken gerät.

Ein Umzug nach Zürich, Eltern die kaum Halt geben können und das Gefühl, dass alles gleichzeitig auseinanderfällt. In diesem Chaos klammert sie sich an das Einzige, was sie noch kontrollieren kann ihr Essverhalten. Die Geschichte zeigt sehr eindringlich, wie schleichend sich eine Essstörung entwickeln kann und wie schnell Gedanken entstehen, die nach außen oft unsichtbar bleiben.

Die Handlung wirkt für mich wie in zwei Teile gegliedert. Zuerst erleben wir Milas Vorgeschichte und wie sich ihre Situation immer weiter zuspitzt. Später verlagert sich alles in eine Klinik am See, ein eigentlich wunderschöner Ort der im starken Kontrast zu ihrem inneren Chaos steht. Gerade diese ruhige Atmosphäre verstärkt die Intensität vieler Szenen. Besonders mochte ich, wie feinfühlig die Autorin Milas Gedanken und Gefühle beschreibt. Kleine Beobachtungen, kurze Momente zwischen den Figuren und stille Spannungen erzählen oft mehr als große dramatische Szenen.

Die Liebesgeschichte hat sich für meinen Geschmack etwas zu schnell entwickelt und wirkte stellenweise fast ein wenig zu intensiv für ein Young Adult Setting. Dafür konnte mich ein späterer Twist in der Handlung umso mehr überraschen. Insgesamt ist „Und alles zerbricht“ ein bemerkenswertes Debüt, das einen ehrlichen Einblick in ein sensibles Thema gibt und dabei zeigt, wie zerbrechlich Menschen sein können und gleichzeitig wie viel Stärke in ihnen steckt. Besonders für junge Leserinnen kann dieses Buch sehr eindrücklich sein, aber auch ältere Leserinnen werden hier mehr Tiefe finden, als man zunächst erwartet.

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Rezensionen von Katzenmicha:

John Benthien ermittelt wieder

Einsames Watt von Nina Ohlandt; Jan F. Wielpütz

Auf Amrum wird nach einem Sturm ein gestrandetes Segelboot gefunden,kurz drauf die Leiche einer jungen Frau.Es ist Paula Lemmer, die am Vorabend raus auf See ist.Sie hat eine tiefe Wunde am Kopf und ein Mord scheint nicht auszuschloßen. KommissarJohn Benthien übernimmt die Ermittlungen und findet Parallelen zu einem ungelösten Fall vor zwei Jahrzehnten.

Da suchte er mit seinem Mentor Cornelis Litmanen den Mörder der jungen Frau Maren Frahm. Sein Mentor Litmanen verschwand spurlos, der Fall wurde nie aufgeklärt.Mit dem Fall Paula Lemmer wird Kommissar Benthien nicht nur mit einem aktuellen Mordfall konfrontiert, sondern auch mit den Schatten seiner früheren Nachforschungen und dem Verschwinden von Cornelis Litmanen ….

Die Autorin Nina Ohlandt die leider im Dezember 2020 verstarb und wo Jan F. Wielpütz die Reihe fortgesetzt,hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Bildhaft nimmt sie den Leser mit nach Amrum,an die Seite von KommissarJohn Benthien .Es gaben sich einige überraschende Wendungen-die denNordsee-Kriminoch spannender machten-sehr gerne 5 Sterne.

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Rezensionen von Krani:

Sinnlich und poetisch

Melken von Sanna Samuelsson

Ellen ist lesbisch und hat in der Stadt Karriere gemacht. Nach einer Trennung besucht sie den Hof, auf dem sie aufgewachsen ist. Sie trifft einen Freund aus Kindertagen wieder.
Die Geschichte ist recht handlungsarm. Die Protagonistin schildert Erinnerungen an ihre Kindheit auf dem Milchhof. Durch die Naturbeschreibungen wirkt diese Kindheit geradezu idyllisch.

Doch für ihre Eltern war es harte Arbeit, an jedem einzelnen Tag. Inzwischen wird der Hof längst nicht mehr bewirtschaftet, Fremde wohnen hier. Nicht nur die Kindheit der Protagonistin ist vorbei, die Lebensweise der kleinen Bauern ist es auch. Der Gegensatz zwischen dem Lebensgefühl in der Stadt und dem auf dem Land wird in der Protagonistin sehr deutlich. Die Fichtenwälder, durch die Ellen heimfährt, sind für die Bauerstocher ein Friedhof.
Der Stil ist poetisch und sehr sinnlich. Das ist schön zu lesen. Es ist ein leises Buch, von Empfindungen und Wahrnehmungen getragen, in dem nicht viel passiert. Weil es eher eine Betrachtung ist als ein Roman, vergebe ich nur drei Sterne.

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Rezensionen von Katzenmicha:

Tischler und Fink ermitteln in ihrem 12.Fall

Prost, auf die Fischer von Friedrich Kalpenstein

Die Brunngrieser Polizeistadion macht einen Ausflug – wobei sichTischler und seine Kollegen den Abschluss ihres Betriebsausfluges an den Frillensee anders vorgestellt haben.Die Sekräterin Luise der Brunngrieser Polizeistadion findet eine Leiche am Seeufer,eingehüllt in ein Fischernetz.Alles deutet darauf hin, das der Täter wollte, das Harald Lorenz schnell gefunden wird.

Die Obduktion ergibt, dass Lorenz vor seinem Tod betäubt wurde.Ertrunken ist er aber nicht im Frillensee sondern woanders.Harald Lorenz war ein Einzelgänger, den niemand sonderlich mochte.Er galt als großspurig und hatte ehrgeizige Pläne,mit dem Fischerei Betrieb seiner Verlobten. Zuvor hat er auf einem Reiterhof gearbeitet,wo er sich einige Feinde gemacht hat.Privat läuft es für Kommissar Tischler auch nicht gut, er hat sich von seine Freundin Britta getrennt.Diese wollte unbedingt für 2 Jahre nach Nepal -nun ist er wieder Singel.Tischler hat das Fink nur im Vertrauen erzählt,aber schnell macht es in Brunngries die Runde.Was ihm gar nicht gefällt-aber wenigstens die Dackeldame Resi liebt ihn dafür immer noch heiß und innig……

Der Autor Friedrich Kalpenstein hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Es macht immer wieder sehr große Freude nach Brunngries zu reisen und mit Kommissar Constantin Tischer und Polizeiobermeister Felix Fink zu ermittel.Es ist nun schon der 12.Fall und wieder sehr spannend-sehr gerne 5 Sterne.Ich freue mich schon auf den nächsten Fall von den Beiden und mit der Dackeldame Resi.

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Rezensionen von Katzenmicha:

Spannender Neapel Krimi

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl von Fabio Nola

In der Osterwoche finden in Neapel viele Prozessionen statt, und viele Neapolitaner nehmen daran teil.Es wird ausgelassen gefeiert,die Straßen sind voll und auch die Fischrestaurants. Viele wollen wie es Tradition ist die berüchtigte Muschelsuppe essen .Commissario Gaetano genießt die Feiertage lieber auf dem Weingut seines Vaters im kampanischen Hinterland.

Dort wo auch sein pflegebedürftiger Bruder Aniello und seine Nichte Carla mit ihrem Mann Michele anwesend sind.Doch Commissario Gaetanos Auszeit endet schon am Karfreitag wieder.Commissarios Gaetanos Urlaubsvertretung Beppa Bellucci imformiert ihn,das es einen Toten im Hafenbecken gibt.Gleichzeitig bittet sie ihn um seine Mithilfe bei den Ermittlungen,auch weil ältere Kollegen sie behindern und nicht ernst nehmen.Alle gehen von Selbstmord aus – nur Beppa nicht. Irgendetwas stimmt für sie nicht, und sie lässt nicht locker…

Der AutorFabio Nola hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Bildhaft nimmt er den Leser mit nach Neapel,an die Seite von Commissario Gaetano und Beppa Bellucci .Das Cover mit dem Boot in einer wunderschönen Bucht lädt zum lesen ein-sehr gerne 5 Sterne für den spannenden Neapel-Krimi.Ich bin schon sehr auf Band 3 gespannt und auf den sympatischen Commissario und sein Team.

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Rezensionen von Marw76:

Meinem Sohn hat der zweite Teil wieder richtig gut gefallen!

Secret Forest Academy. Der Seelendieb von Tina Stein

Inhalt: Seit Avas Eltern spurlos verschwunden sind, ist in ihrem Leben nichts mehr so, wie es mal war. Hätte ihr irgendjemand erzählt, dass es sprechende Bären und eine geheime Schule gibt, in der alle in Baumhäusern wohnen und von Stinktieren schikaniert werden, hätte sie ziemlich sicher kein Wort davon geglaubt.

Doch genau zu dieser Schule, die mitten im Redwood-Nationalpark im Norden Kaliforniens liegt, führt sie die einzige Spur ihrer Eltern. Zusammen mit ihrem Seelentier Spirit und dem unergründlichen River begibt Ava sich auf eine gefährliche Suche auf der anderen Seite des Schattenportals. Sind sie schon stark genug für das, was dort auf sie wartet?

Meinung meines Sohnes: Mein Sohn kannte bereits den ersten Teil der Reihe, dieser hat ihm schon richtig gut gefallen, deshalb wollte er nun auch unbedingt wissen wie die Geschichte weitergeht und es hat sich sehr gelohnt! Der Schreibstil ist wieder leicht verständlich geschrieben und passend für die Altersgruppe, mein Sohn hatte keine Probleme das Buch zu lesen. Es hat ihm auch so gut gefallen, dass er in jeder freien Minute wissen wollte wie die tolle Geschichte rund um Protagonistin Ava weitergeht!

Die Personen und Figuren fand mein Sohn schon im ersten Teil sympatisch, jetzt sind sie ihm noch mehr ans Herz gewachsen. Die Geschichte ist laut meinem Sohn die ganze Zeit über mitreißend und Spannend gewesen und er hat das Buch deshalb sehr gerne gelesen. Ein paar Fragen bleiben am Ende für einen dritten Teil der Reihe offen und mein Sohn ist dann auf jeden Fall wieder an Bord und freut sich jetzt schon darauf! Ihm hat es großen Spaß gemacht und deshalb wird das Buch auf jeden Fall weiterempfohlen.

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Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

Dieses Buch hat mich sehr berührt !

Wiedersehen mit mir selbst zwischen Pasta und Limoncello von Melanie Pignitter

Ich habe mich sehr gefreut, dieses Buch von Melanie Pignitter lesen zu dürfen : schon ihr erstes Buch hat mir sehr gefallen und ich folge ihr auch auf Instagram und mag ihr Profil und ihre Denkanstöße und ihre große Motivation anderen zuzusprechen sehr.
Ich habe mich schon auf den ersten Seiten sehr wieder erkannt : wie oft lebt man unter Dauer-Strom und trotzdem dem permanenten Gefühl, allem nicht richtig gerecht zu werden ? So auch Lena, die Hauptfigur aus Melanie Pignitters Buch Wiedersehen mit mir selbst.

Lena zerreißt sich förmlich, um allem und jedem gerecht zu werden, bis ihr Körper ihr klar signalisiert : so geht es nicht mehr weiter.
Und so geht sie auf eine Reise und findet zwischen Pasta, Pannen, Limoncello und vielen Überraschungen und ungeplanten Begegnungen auch Stück für Stück sich selbst.
Wie toll und berührend Melanie Pignitter dieses Buch geschrieben hat, kann ich euch nur sagen – aber noch schöner wäre es, wenn ihr es fühlen könntet ! Ich habe mich sehr wohl gefühlt, wieder erkannt und finde das Buch absolut wunderbar !
Es macht Mut, gibt die richtigen Denkanstöße und vermittelt tolle Impulse, die man ganz einfach umsetzen kann.
Was für ein wunderbares, wichtiges und tolles Herzens-Buch !

Das Buch Wiedersehen mit mir selbst von Melanie Pignitter ist am 02. März im GU Verlag erschienen.

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Starker, enorm lebensnaher Familienroman

Alle glücklich von Kira Mohn

"Ist das das Leben, das ich mir vorgestellt habe?"

Für mich war dies das erste Werk von Bestsellerautorin Kira Mohn, deren Name mir natürlich längst ein Begriff war - und es wird ganz sicher nicht das letzte gewesen sein. Ich bin restlos begeistert und tief beeindruckt von diesem außergewöhnlich feinfühligen, lebensnahen Familienroman.

Schon das künstlerisch gestaltete Cover, das fast wie ein kleines Gemälde wirkt, hat mich sofort angesprochen. Der Klappentext klang ebenfalls vielversprechend … doch was mich im Inneren erwartete, hat meine Erwartungen noch weit übertroffen.

Dieser durch und durch realistische Roman erzählt die Geschichte einer scheinbar ganz normalen Familie aus den Perspektiven der vier Familienmitglieder. Normalerweise bin ich kein Fan von allzu vielen Blickwinkeln - allerdings kommt es immer auf die Umsetzung an, und hier empfand ich diese Erzählweise tatsächlich als absoluten Glücksgriff.

"Ihre Beziehung passte schon seit Ewigkeiten nicht mehr, sie machte sich nur nicht die Mühe, dieses Problem endlich anzugehen. Aber das ließ sich ja ändern. Sie konnte ihrem Leben noch einmal eine völlig andere Richtung geben. Herrgott, schließlich ging sie nicht auf die neunzig zu."

Meisterhaft lässt uns Mohn tief in die Gedankenwelt ihrer Figuren eintauchen und bringt uns deren jeweiligen Charakter auf so selbstverständliche Weise näher, dass man sich wirklich denkt: 'Ja, diese Sichtweise kann ich nachvollziehen, das ergibt Sinn'. Wirklich jede einzelne Perspektive ist unfassbar authentisch gestaltet worden. Niemand wird verurteilt, niemand wird idealisiert - stattdessen entsteht ein sensibles, ehrliches Bild einer Familie, die langsam aus dem Gleichgewicht gerät. Genau das ist in meinen Augen das eigentliche Highlight des Buches, die Charaktere wirken so menschlich und vielschichtig - man kann sich ihnen kaum entziehen.

Der Schreibstil ist herausragend - einnehmend, lebendig, klug und voller Gefühl. Die Dialoge wirken gut durchdacht und vollkommen natürlich, die Gedanken der Protas glaubwürdig und tiefgehend. Nichts erscheint konstruiert oder überdramatisiert, im Gegenteil - gerade die ruhige, realistische Darstellung macht die Geschichte so einzigartig. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und hatte immer wieder das Gefühl, nicht nur eine Story zu lesen, sondern wirklich mitten im Geschehen zu sein.

Die enorme Lebensnähe dieses Romans ist schlichtweg eine Wucht. Die Autorin beschreibt eindringlich, wie gefährlich schleichend sich Veränderungen in einer Familie entwickeln können, bis man sich irgendwann fragt, wie aus einem vermeintlich glücklichen Leben etwas so Zerbrechliches werden konnte. Gerade dadurch wirkt das Werk wie ein stilles Mahnmal dafür, wie wichtig gegenseitiges Zuhören und Verstehen ist, nicht nur reine Anwesenheit, sondern wahre Präsenz - auch in mentaler Form.

"Irgendetwas hatte sich in den letzten Jahren verändert. Dieses Gefühl, eine Familie zu sein, unverbrüchlich zusammenzugehören ... Es war schwierig geworden, sich weiterhin darin einzurichten."

Trotz der ernsten Themen kommt die Unterhaltsamkeit nie zu kurz, auch das Ende ist interessant gestaltet worden. Ihr merkt schon, dieser Read hat mich so richtig gepackt!


Fazit:
Einer der stärksten Familienromane, die ich seit Langem gelesen habe - voller Wahrhaftigkeit und emotionaler Tiefe. Klare Leseempfehlung!

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