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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Meli:

Magische Prüfungen und Drachen nebenbei

Dragon Cursed - Zeig keine Gnade (Deluxe-Ausgabe) von Elise Kova

Isola hat das Tribunal noch vor sich: Jeder junge Erwachsene in Vinguard muss eine Reihe harter Prüfungen überstehen, um zu beweisen, dass er nicht vom Drachenfluch betroffen ist. Dabei ruhen besonders viele Augen auf Isola, denn sie scheint die Reinkarnation des legendären Drachentöters zu sein und es wird von ihr erwartet, dass sie diesem Namen gerecht wird.

Aber Isola zweifelt nicht nur an den Regeln der Gnadenritter; sie befürchtet auch, dass der Fluch auf ihr lastet.

Insgesamt hat mir das Buch schon ganz gut gefallen, aber die Prüfungen fand ich nicht immer spannend - inzwischen habe ich einfach nicht mehr so viel Lust auf Fantasy-Romane mit Prüfungen, vor allem wie hier, wo es gar nicht so sehr um Fähigkeiten geht, sondern um Manipulation, die eher oberflächlich blieb. Das Abenteuer fand ich auch etwas vorhersehbar, die Charaktere mit ihren Geheimnissen sympathisch, aber auch nicht spannend genug. Ich fand Bücher der Autorin bisher auch ganz unterhaltsam und das ist auch bei "Dragon Cursed" nicht anders, aber es ist auch nicht mehr als das. Die Welt der Drachen, Flüche und Drachentöter fand ich ganz interessant und freue mich darauf, mehr davon zu sehen, darum werde ich den zweiten Band der Dilogie wohl trotzdem lesen.

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Rezensionen von Shilo:

Wenn das Herz wieder hoffen darf

Wo die Liebe Wurzeln schlägt (Liebesroman) von Josefine Weiss

Vivien lebt nach dem Tod ihres Mannes sehr zurückgezogen und hält an der Vergangenheit fest. Erst ein Wasserschaden bringt sie dazu, ihr gewohntes Umfeld zu verlassen und in ihr Heimatdorf zurückzukehren. Dieser Schritt ist für sie nicht einfach, denn vieles erinnert sie dort an früher.
Am Fluss findet sie den Wurzelgarten.

Dass Menschen dort Briefe für Verstorbene hinterlassen, fand ich eine schöne Idee. Es ist ein Ort, an dem Vivien mit ihrer Trauer umgehen kann, ohne viele Worte dafür finden zu müssen.                                      Auch Marlon spielt dabei eine wichtige Rolle. Er begegnet Vivien mit viel Geduld und drängt sie zu nichts. Vivien braucht diese Zeit, denn sie hat sich lange davor geschützt, wieder jemanden an sich heranzulassen. Zwischen den beiden entsteht deshalb nicht sofort eine große Liebesgeschichte. Erst wächst Vertrauen, dann kommt die Nähe.
Viviens Umgang mit ihrer Vergangenheit hat mich beim Lesen beschäftigt. Sie muss ihren Mann nicht vergessen, um wieder glücklich werden zu können. Dieser Gedanke gehört für mich zu den schönen Seiten der Geschichte. Ihre Trauer bleibt ein Teil ihres Lebens, aber sie darf trotzdem wieder nach vorne schauen.
Vivien wird nicht von heute auf morgen zu einem anderen Menschen, sondern verändert sich langsam durch ihre Begegnungen und durch die Zeit im Heimatdorf. Auch ihre Gefühle für Marlon entwickeln sich in ihrem eigenen Tempo. 
Die Geschichte verbindet Trauer und Liebe auf eine ruhige Weise. Es geht um einen Menschen, der nach einem schweren Verlust erst wieder lernen muss, Vertrauen zu fassen und das Leben anzunehmen. Besonders der Gedanke, dass Erinnerungen bleiben dürfen und trotzdem etwas Neues entstehen kann, hat mich durch die Geschichte begleitet.
4 Sterne.

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Rezensionen von begine:

Tod eines Theaterregisseurs

Szenenwechsel von Alain Claude Sulzer



Alain Claude Sulzer schreibt in seinem Roman, Szenenwechsel, über das Theater.
Ein bekannter Theaterregisseur stirbt.
Jetzt gibt es viele Personen, die über ihre Beziehung zu dem Regisseur erzählen.
Es gibt viele Dialoge und verschiedene Meinungen. Das ergibt einen gewaltigen Trubel.
Zur Beerdigung treffen sich viele.

Einige Personen sind auch schon ziemlich alt und nicht so gesund.
Der Autor schreibt das alles mit Schwung und Esprit.
Obwohl das Theater nicht so mein Metier ist kann ich den Roman gerne weiter empfehlen.

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Rezensionen von Lese-Abenteurerin:

Gin oder nicht Gin, das ist hier die Frage!

Am Ende ergibt alles einen Gin von Markus Fix

Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Am Ende ergibt alles einen Gin“ ein spannender und fein gesponnener Krimi mit viel Lokalkolorit der Gegend um Freiburg und dem Schwarzwald sehr gut gelungen.

Der winterliche Schwarzwald ist der Tatort eines heimtückischen Mordes. Der unter einer Erkältung leidende Hauptkommissar Thomas Häberle soll mit seinen beiden Kolleginnen Julia und Maria den Mord aufklären.

Das Mordopfer war Journalist und besonders mit seinen Artikeln bei den Themen Gin und Klimawandel aktiv. Hat jemand aus der jeweiligen Community ein Mordmotiv und wenn ja, welches?

Durch geschickt eingebaute Informationen aus den vorherigen Bänden werden sich auch Neueinsteiger*innen in die Reihe um Hauptkommissar Häberle rasch im aktuellen Buch zurechtfinden. Der mit Ecken und Kanten ausgestattete Hauptkommissar Häberle konnte durch seine unkomplizierte Art wieder rasch meine Sympathie erringen. Besonders die spritzigen Dialoge, unter anderem mit seinen beiden Kolleginnen aus dem Mordermittlungsteam, gefielen mir sehr. Die Kalauer und der Wortwitz brachten mich immer wieder einmal zum Schmunzeln.

Mit immer neuen Wendungen und einem sich ständig verdichtenden Netz an Hinweisen wurde mir die Lektüre nicht langweilig. Im Gegenteil: Die Seiten des nach Wochentagen in Kapitel untergliederten Krimis flogen nur so dahin und ich war gepackt vom „Mitermittlungsfieber“.

Was mir ebenfalls Spaß machte, war der Wissenszugewinn, wenn es um Informationen rund um den Gin oder regionale Besonderheiten ging. Hier konnte ich allerhand Neues erfahren. Das mag ich besonders gerne, wenn ich gut unterhalten werde und dabei noch meinen Wissenshorizont erweitern kann.

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem spannenden, gut eingefädelten und thematisch vielschichtigen Krimi mit viel Lokalkolorit des Schwarzwaldes ist, dem sei „Am Ende ergibt alles einen Gin“ empfohlen. Ich fühlte mich abwechslungsreich und spritzig unterhalten und freue mich schon jetzt auf eine baldige Fortsetzung der Reihe rund um den Hauptkommissar Häberle.

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Rezensionen von Anndlich:

Vom Leben in Bonhomie

Buckeye von Patrick Ryan

1945, Bonhomie: Die meisten Männer sind im Krieg, doch Cal bleibt in seiner Heimat. Sein verkürztes Bein macht ihn für den Dienst untauglich und so schmeißt er den Haushaltswarenladen seines Schwiegervaters. Auf der Suche nach einem Radio trifft Margaret auf Cal und im Freudentaumel über die Kapitulation der Deutschen kommt es zu einem Kuss zwischen den beiden.

Bald entsteht daraus eine Affäre und Jahre später wird sich Cal fragen, ob Tom sein Sohn sein könnte.

Buckeye von Patrick Ryan nimmt einen mit in die Kleinstadt Bonhomie in Ohio. Ich muss gestehen, dass ich mich auf eine andere Geschichte eingestellt hatte und dachte, dass wir die Jahre lediglich aus Cals Perspektive erleben werden. Den Umschwung zwischen den einzelnen Figuren fand ich im ersten Moment daher eher schade, weil ich eher eine tiefgründige Einzelfigur erwartete. Doch im Laufe der Geschichte gefiel mir der Perspektivwechsel ausgesprochen gut, denn es entstand ein tiefgründiges Konstrukt zwischen zwei Familien, das gut erzählt wurde.

Mir gefiel der eher ruhige Ton, der nicht auf Spannungsaufbau oder Effekthascherei aus ist, sondern eine Atmosphäre erschaffen hat, der mich ins Örtchen Bonhomie versetzte. Dennoch gefiel mir sprachlich manches nicht. An eignen Stellen empfand ich die gewählten Worte zu neuzeitlich (z.B. die Abkürzung ‚Sanis‘), gerade im Anbetracht dessen, dass häufig heute ungebräuchliche Worte eingebaut wurden, an anderen gefielen mir die Bilder, die sie hervorriefen nicht (z.B. Sexszenen, die eher an Einparken erinnern).

Die einzelnen Figuren mochte ich hingegen sehr und egal ob Mann, Frau oder Kind, ich hatte das Gefühl, dass der Autor das Innenleben authentisch wiedergeben konnte. Lediglich Becky stehe ich skeptisch gegenüber. Ich mochte ihre Art, wie sie mit ihrer Gabe umging, dass sie kein Geld für ihre Dienste entgegen nahm, sehr offen darüber kommunizierte und das, was sie sah, nicht größer machte. Und doch gefiel es mir nicht, dass daraus das Bild gezeichnet wurde, dass Beckys Gabe wirklich existiert.

Buckeye nimmt einen mit nach Bonhomie und erzeugt eine tolle Atmosphäre. Wer Lust auf die Gefühlswelt zweier Familien zur Kriegszeit hat, auf ruhige Töne steht und auch übernatürliche Aspekte spannend findet (oder zumindest nicht störend findet), der kann sich mit Buckeye auf ein schönes Leseerlebnis freuen.

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Rezensionen von tinten_fischchen:

Wie man sich ein Land aneignet

Territorium von Sabrina Janesch

“Territorium” von Sabrina Janesch ist alles andere als leichte Kost. Weder thematisch noch lyrisch. Wie die meisten hatte ich vor dem Lesen keine Ahnung über die Geschichte Hawai’is und wie es dazu kam, dass Hawaii ein amerikanischer Bundesstaat ist. Nach der Lektüre verspüre ich großen Frust über die Aneignung und auch darüber, dass so viel in Vergessenheit geriet.

Die ganzen Kämpfe, Heldentaten und diplomatischen Bemühungen, scheinen umsonst, und das Unrecht setzt sich durch.

Es ist ein faszinierendes Zeitbild, das Janesch beschwört. Erst im Anhang wird einem klar, wie viel Zeit und Kraft es gekostet haben muss, diese längst vergessenen Ereignisse zumindest annähernd wieder ans Licht zu holen. Die Erzählung ist sehr dicht, Janesch lässt unzählige Figuren auftreten. Vor allem Anfangs wird vom Leser viel abverlangt, da hilft auch das Personenverzeichnis zu Beginn wenig. Erst nach und nach kristallisieren sich einzelne wichtige Personen heraus und die Geschichte nimmt im zweiten Teil Fahrt auf. Der dritte Teil bietet Spannung pur.

Auch stilistisch ist das Buch phasenweise anstrengend. Dennoch fand ich es lohnend. Alleine als Denkmal für Gertrude Wolf, Königin Lili’uokalani, Carl Pana’ewa Widemann, Hermann Widemann und all die Anderen. Das Buch endet ohne dass man vom weiteren Schicksal der handelnden Personen erfährt. Und leider ist es irrsinnig schwer, im Internet brauchbares zu finden. Ein Zeugnis von der Arbeit, die sich Janesch da angetan hat. Für historisch interessierte Leser, die gerne über den Tellerrand schauen, ein Muss.

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Rezensionen von Lori:

Kunst, Exil und Verzweiflung

Wildboden von Constantin Lieb

Diese Geschichte führt uns in die Schweiz, in die 1930er Jahre, in die Zeit des Nationalsozialismus.
Sie erzählt aus dem Leben des deutschen expressionistischen Künstlers Ernst Ludwig Kirchner und seiner Lebengefährtin Erna Schilling.

Eine Biografie mit fiktiven Elementen, die das Bild eines Paares zeichnet, die zum Opfer seiner Zeit geworden ist.

Die beiden leben im Exil in Frauenkirch, zurückgezogen, einsam und von Heimweh geplagt.
Ihr Zusammenleben ist alles andere als einfach. im Schatten ihrer Depressionen und seiner späteren Abhängigkeit von Medikamenten und Morphium, sowie der politischen Situation, leben sie in dieser toxischen Beziehung mehr neben- als miteinander. Erna opfert sich für ihn auf.

Der Autor schreibt sehr fesselnd, bildhaft und ruhig. Er schafft damit eine melancholische Atmosphäre, welche die Einsamkeit widerspiegelt, die hier herrscht.
Eine Geschichte, die nachhallt.

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Rezensionen von brauneye29:

Hat was

Gib mir alles von Alexandra-Maria Pipos

Zum Inhalt:
Ioana gibt alles in ihrem Job um auch endlich an den begehrten, höheren Posten zu kommen. Als dann ihr Großvater stirbt und sie deshalb zurück nach Rumänien muss, hat sie ein echtes Problem, steht der wichtige Pitch doch kurz bevor, glaubt aber sicher daran, beides zu schaffen. Vor Ort muss sie allerdings feststellen, dass das schwieriger ist als sie dachte.

Meine Meinung:
Mir hat an dem Buch sehr gut gefallen, dass diese Zerrissenheit zwischen Erwartungshaltung der Familie und Job extrem gut dargestellt wurde. Dazu entführt uns das Buch in eine Welt, in der vieles sehr viel anders ist als das bei uns so ist. Den Schreibstil fand ich sehr gut, ich bin förmlich durch das Buch geflogen. Irgendwie hat mich das Ende aber ein bisschen enttäuscht, denn irgendwie blieben Fragen offen, das hätte ich mir persönlich anders gewünscht. Insgesamt hat das Buch aber was.
Fazit:
Hat was

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Rezensionen von brauneye29:

Ich bin begeistert

Ein ganz normales Wunder von Woody Brown

Zum Inhalt:
Wir haben Einblick in eine Tagessstätte für Menschen mit verschiedenen Behinderungen, aber auch Schicksalen, aber auch positiven Aspekten, die einem sogar ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.
Meine Meinung:
Was weiß man schon über Autisten? Vermutlich nur das, was man über den Film Rainman erfahren hat, einige wenige vielleicht etwas mehr, weil sie einen Autisten persönlich kennen, aber damit weiß man trotzdem nicht, wie vielschichtig Autismus sein kann.

Das hat der Autor, selbst Autist, in diesem wirklich bemerkenswerten Buch ein wenig dargestellt, wobei ja selbst er sich nicht in jeden hineinversetzen kann, aber zumindest eine Ahnung als Betroffener hat. Ich fand das Buch richtig gut, gerade auch weil wir in der Familie einen Autisten haben, der auch viel Ausgrenzung erlebt, ohne das er was dafür kann und so wird vielleicht mehr Menschen klar, was es bedeuten kann Autist zu sein.
Fazit:
Ich bin begeistert

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Rezensionen von yellowdog:

versteckte Kameras

Molka von Monika Kim

Nach Das Beste sind die Augen hat Monika Kim wieder einen Roman mit brisantem Thema: Molka, das sind versteckte Kameras, mit denen Frauen ausspioniert werden.
Zentraler Schauplatz des Buches ist ein Bürogebäude in Seoul, Südkorea.
Der IT-Spezialist Junyoung ist völlig davon besessen und beobachtet Frauen sogar auf der Toilette.

Monika Kim geht in diesem Buch nicht so in die psychologische Tiefe wie in ihrem ersten Roman, aber ein paar Ansätze gibt es doch. So erlebte Junyoung schon als Kind, wie er beim Spannen erwischt wurde, damit aber davonkam. Die Misogynie wurde ihm schon vom Vater eingeimpft. Deswegen hat er als Erwachsener keinerlei Schuldbewusstsein.

Dahje ist eins seiner Opfer. Sie hat außerdem ein Trauma wegen ihrer Schwester, die sich vor Jahren das Leben nahm. Das stachelt sie an Rache zu nehmen.
Gegen Ende steigert sich der Roman in eine Dramatik mit Horrorelementen hinein.
Es ist ein harter Roman mit grenzwertigen Hauptfiguren.

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