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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tiella:

empfehlenswert

Boy in the Park – Wem kannst du trauen? von Grayson A. J.

Dylan verbringt seine Mittagspause immer im Botanischen Garten an einem kleinen Teich. Dort beobachtet er einen kleinen Jungen, der ebenfalls immer zu dieser Zeit auftaucht. Eines Tages bemerkt er, dass der Junge verletzt ist. Bevor er ihm helfen kann, wird der Junge entführt. Nachdem Dylan nicht das Gefühl hat, dass die Polizei den Fall aufklären wird, macht er sich selbst auf, diesen zu lösen.

Doch es wird nicht einfach, den Jungen zu finden ...

Meine Meinung:

Die Geschichten wird - in weiten Teilen - von Dylan erzählt. Dylan ist ein sehr gewissenhafter und "geordneter" Mensch. Er hat nicht viele Sozialkontakte, doch er kommt mit den anderen gut aus. Außerdem schreibt er gerne Gedichte. Auch wenn Dylan irgendwie seltsam war, mochte ich ihn. Ich war wirklich gespannt, was er über den Jungen herausfinden würde.

Die Geschichte war dann komplett anders als erwartet. Sie nimmt ungeahnte Wendungen und schafft es, den Leser immer wieder aufs Neue zu überraschen. Einzelne Dinge habe ich vermutet, doch auf alles wäre ich nie gekommen. Auch wird erst am Ende der Geschichte klar, wie alles wirklich zusammenhängt. Das fand ich sehr gut gemacht. So blieb die Geschichte bis zum Ende interessant.

In den Schreibstil musste ich mich anfangs ein bisschen "einlesen". Dadurch, dass große Teile der Geschichte von Dylan erzählt werden, wird im Schreibstil auch Dylans Charakter "abgebildet". Man merkt, dass hier ein Dichter erzählt. Es gibt immer wieder poetische "Einschläge". Das hat hier aber einfach gepasst. Es sind aber natürlich auch brutale Szenen zu finden.

Fazit:

Vor allem, dass man den kompletten Zusammenhang erst am Schluss erkennt, fand ich wirklich klasse. So blieb die Geschichte interessant, auch wenn sie nicht mehr absolut spannend war. Empfehlenswert.

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Rezensionen von Gudrun67:

Hier möchte ich eine Redewendung der dort Ansässigen aufgreifen: Es kütt wie ett kütt

Boy in the Park – Wem kannst du trauen? von Grayson A. J.

Der Schreibstil bringt dem Leser das Geschehen und die Gefühle nahe. Die Autorin erschafft mit ihrem Erzählstil eine eigene Welt, die nachvollziehbar und anrührend ist.

Es kommt zwar immer wieder vor, dass es fast ins Schnulzige abdriftet, jedoch schafft Christina Beuther da den "Umkehrschwung" und spickt die folgenden Szenen mit Tiefgang und lädt den Leser zum Nachdenken ein.

Die örtlichen Begebenheiten werden humorvoll und teils ironisch dargestellt. So kann man sich das Dorfleben mit seinen Vor- und auch Nachteilen lebhaft vorstellen. Jeder kennt jeden und weiß seinen Teil dazu beizutragen....oder auch nicht ; D

Die Darstellung der Ortsansässigen: ein Gedicht!!!

Der Zusammenhalt wird auch sehr deutlich und macht das Landleben mit seinen kleinen Macken sympathisch.



Das Buch handelt von Juli, deren Mutter verstorben ist und deshalb in den Ort ihrer Kindheit zurückkehrt. Hier muss sie sich mit der Vergangenheit und den dort Ansässigen auseinandersetzen. Der Weg in die Vergangenheit ist nicht ganz einfach. Wird es ihr gelingen, den Absprung zu schaffen?



Die Mischung aus Ironie, Trauer und charmantem Humor hält sich die Waage und macht das Lesen zum Vergnügen.



Mein Fazit: Hier möchte ich eine Redewendung der dort Ansässigen aufgreifen: Es kütt wie ett kütt

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Rezensionen von Caroline :

Spontane Reise nach Paris

Nur ein Tag von Forman Gayle

Allyson ist die perfekte Tochter. Bevor sie zum Medizinstudium aufs College geht, schenken ihr ihre Eltern eine Rundreise durch Europa. Gemeinsam mit ihrer Freundin besucht sie Rom, Budapest, Wien, Berlin und London. Nur Paris muss auf Grund von Streiks ausfallen. In der Shakespeare Stadt Stratford-upon-Avon entscheiden sie sich kurzfristig die Hamlet Aufführung der Royal Shakespeare Company gegen eine wilde Strassenaufführung von "Was ihr wollt.

" Der Hauptdarsteller hinterlässt unglaublichen Eindruck und wie es der Zufall so will, begegnen sie sich im Zug nach London wieder. Willem spricht sie an und sie beschließen gemeinsam einen Tag in Paris zu verbringen. Dieser eine Tag prägt sich Allyson so stark in die Erinnerung, dass sie Willem trotz seines überraschenden Weggangs, nicht vergessen kann. Lange Zeit versucht sie ihn zu vergessen, in ihrem Studium ist sie nicht so erfolgreich wie gedacht und sie stellt ihr gesamtes Leben in Frage.

Meine Meinung:
Eine sehr ungewöhnliche Geschichte, die mich überrascht hat. Es ist keine typische Liebesgeschichte.
Allyson erstickt beinahe an den Erwartungen ihrer Eltern. Selbst die Europareise kann sie nicht wirklich begeistern. Erst als sie Willem kennen lernt und diesen einen Tag in Paris verbringt, beginnen sich bei ihr Dinge in Bewegung zu setzen. Sie braucht Zeit, um zu erkennen, wer sie ist und wo sie hin will. Auch gegen die Widerstände ihrer Mutter, beginnt sie neue Wege zu beschreiten.
Willem bleibt in diesem Buch im Schatten. Er lockt zwar Allyson aus ihrem Schneckenhaus, aber seine diversen Frauenbekanntschaften - selbst in Paris - machen ihn irgendwie zum Hallodri, aber ein sympathischer. Aber ich bin sehr froh, dass ich nun seine Geschichte lesen kann, denn es blieben doch sehr viele Fragen ungeklärt.
Was mir auch gut gefallen hat, war der Schauplatz. Ich liebe Paris, aber hier sind nicht die typischen Touristenziele im Mittelpunkt. Die zwei kommen durch ungewöhnliche Stadtteile von Paris und dennoch konnte ich mich dem Charme der Stadt nicht entziehen.

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Rezensionen von manu63:

Locker, leicht und humorvoll

Eigentlich bist du gar nicht mein Typ von Anna Bell

Wer eine schöne Sommerlektüre sucht, dem kann ich nur Eigentlich bist du gar nicht mein Typ geschrieben von der Autorin Anna Bell empfehlen. Sie hat einen frischen und humorvollen Liebesroman geschrieben der mit sympathischen Protagonisten daherkommt.

Abi wurde gerade von Joseph verlassen und versucht nun ihm zurück zu bekommen.

Das möchte sie durch das abarbeiten einer Liste mit Unternehmungen machen die Joseph verfasst hat und die sie zufällig in die Hand bekommt. Dabei sind viele sportliche Sachen die für Abi eine große Herausforderung sind. Neben Radfahren und Bergsteigen gibt es noch das Abseilen von einem hohen Gebäude und das will Abi trotz Höhenangst schaffen. Unterstützt wird sie dabei von alten und neuen Freunden.

Die Autorin schildert Abis Weg durch die Liste mit einem kleinen Augenzwinkern und einer gehörigen Portion feinem Humors. Abis Gedankenwelt liegt dem Leser zu Füßen und hat mich mehr als einmal schmunzeln lassen. Bis Abi ihren richtigen Weg in die Zukunft findet, muss sie sich durch einige Herausforderungen kämpfen und es vergehen einige Wochen bis zum Ziel. Doch ist dieses Ziel wirklich Joseph? Oder will Abi lieber eine eigene Liste erstellen und abarbeiten? Die Antwort erhält der Leser zum Ende des Buches.

Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar und ich habe mich keine Minute gelangweilt.

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Rezensionen von Ela_Ela:

Ein wundervolles tiefgehendes Jugendbuch : D

Joyride von Banks Anna

Die schüchterne Carly und der Draufgänger Arden ? Gegensätze, die sich eigentlich so gar nicht anziehen. Dennoch verlieben sie sich Hals über Kopf ineinander ? der Beginn einer leidenschaftlichen Love-Story. Und eines gefährlichen Abenteuers. Denn sowohl Carly als auch Arden hüten ein brisantes Familiengeheimnis, dessen Enthüllung zu einem atemberaubenden Wettlauf gegen die Zeit führt ?

Das Cover hat mich wie so oft wieder angelacht und so musste ich mir dieses Buch kaufen.

Und ich muss sagen mich hat die Geschichte verwundert und ich habe nicht gerechnet das es so toll ist und so megaspannend. Ich konnte wirklich nicht mehr zu lesen aufhören. Es hat mich von Anfang an gepackt und mir wurde nie langweilig.

Ein wenig erinnert es mich an Simone Elkeles Bücher, doch so eine kitschige Liebesgeschichte ist es nicht.

Die Geschichte von Arden und Carly wird von beiden erzählt und der Perspektivenwechsel gefällt mir auch sehr gut. Auch die anderen Charaktere voran Mr. Shackleford mochte ich besonders gern. Er hat das Herz am richtigen Fleck. Und Carly, findet er, ist ein guter Einfluss für Arden.

Fazit: Ein packender tiefgehender Jugendroman der direkt ins Herz trifft und der dir lange noch im Gedächtnis bleibt.

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Rezensionen von AngiF:

Reise ins Ungewisse

Metro 2035 von Dmitry Glukhovsky

Von den 200 Überlebenden seiner Metrostation WDNCh ist Artjom der einzige, der nach wie vor nicht aufgegeben hat, daran zu glauben, dass es irgendwo auf der Welt noch andere lebende Menschen geben muss. Täglich zieht er los und begibt sich auf eines der Hochhäuser, natürlich zu Fuß, denn die Fahrstühle funktionieren nicht mehr, und sendet seine Radiosignale aus.

Seine Bemühungen werden allerdings nicht gerne gesehen. Im Gegenteil, Suchoj, sein Stiefvater versucht ihn von seinen Ausflügen abzuhalten, ohne Erfolg. Auch seine große Liebe Anja hat sich von ihm abgewandt und zeigt ihren Hass ihm gegenüber, sie glaubt sogar, dass er trotz Dekontaminierung restliche Strahlen auf sie alle samt der Tiere und Pflanzen übertragen kann. So ist Artjom auch alles andere als erfreut, als plötzlich Homer, von der Sewastopolkaja Station, in der WDNCh auftaucht und ihm eröffnet, dass er ein Geschichtsbuch für die Nachfahren schreiben möchte und Artjom ihm dafür seine Geschichte erzählen soll. Da dies auf Empfehlung von Melnik, Anjas Vaters geschieht, ist Artjom aufgebracht über Homers Ansinnen. Artjom zieht es hinaus, zu viele Konflikte häufen sich in der Metrostation, er möchte erforschen, ob ein Leben an der Oberfläche nicht doch wieder möglich sein könnte, nach all den Jahren, so begibt er sich erneut auf eine Reise.

Mit dem dritten und leider letzten Band seiner Reihe ist dem Autoren Dmitry Glukhovsky erneut ein episches Meisterwerk gelungen. In moderner und frischer Sprache erzählt der Autor Artjoms Geschichte weiter. Der Schreibstil Dmitry Glukhovskys ist ausgewogen und in flüssigem Tempo. Das Lesen ist somit angenehm und unterhaltend. Dies war mein erster dystopischer Roman und er hat mich gleich zutiefst begeistert. In einem Interview hat der Autor gesagt, Leser finden dann zu Dystopien, wenn sie mit der politischen Lage ihres Landes oder der Welt nicht mehr zufrieden sind und ich denke, darin liegt ein Kern der Wahrheit.

Nur zu gerne vergebe ich dem Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es absolut weiter. Als Leser kommen Dystopie-Fans sowie Neulinge wie mich in Frage, auch ist es nicht zwingend erforderlich, die ersten beide Teile gelesen zu haben, ich selbst werde dies jedoch schnellst möglichst nachholen.

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Rezensionen von AndFe1:

Fuchskind

Fuchskind von Wieners Annette

Klappentext:
An einem Herbsttag hört Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes hinter einem Grab plötzlich Babygeschrei. Sie gerät in Panik, denn sie fühlt sich an den Tag erinnert, an dem ihr Sohn zehn Jahre zuvor durch Giftpflanzen ums Leben kam. Doch der Säugling, den sie auf dem Friedhof entdeckt, ist unversehrt.

Von den Eltern aber weit und breit keine Spur. Als wäre das nicht genug, wird auch noch eine Frauenleiche gefunden. Und Gesines Exmann steht plötzlich vor ihr. Hat er etwas mit der Toten zu tun? Gesine kommt der Wahrheit näher, als ihr lieb ist?

Meine Meinung:
Fuchskind ist der zweite Band der Krimireihe. Obwohl ich den ersten Band nicht kenne, konnte ich es problemlos lesen.

Der Schreibstil ist angenehm und flott zu lesen. Die Geschichte ist spannend, fesselnd und nachvollziehbar. Die Charaktere sind sympathisch und glaubwürdig. Die anschaulichen Beschreibungen lassen sofort die Bilder der Umgebung entstehen.

Mir hat das Buch gut gefallen, ich konnte es gar nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch gelesen.

Ein kurzweiliges und spannendes Buch!

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Rezensionen von AndFe1:

Aufregung bei den Tintenklecksern

Die Tintenkleckser - Mit Schlafsack in die Schule von Geisler Dagmar

Klappentext:
?Unsere Klasse ist die beste.? Davon ist die 3a überzeugt. Bei so vielen Kindern geht es oft hoch her, aber am Ende halten sie immer zusammen. Schließlich sind sie die Tintenkleckser ? die Klasse mit den besten Ideen der Welt!
Die Tintenkleckser sind schon ganz zappelig, denn heute ist die große Lesenacht.

Und ausgerechnet jetzt behauptet Jana-Ida, in ihrer Klasse gäbe es einen Dieb. Das können Ben und Mia nicht zulassen und so beginnt eine abenteuerliche Verfolgungsjagd durch die Geheimgänge der Schule.

Meine Meinung:
Die Geschichte ist spannend, aufregend und sogar etwas gruselig. Mein Sohn (6 Jahre) war richtig gefesselt und ich durfte gar nicht aufhören vorzulesen.
Die Charaktere sind gut gewählt und mitten aus dem Leben. Mir gefiel besonders die Kernaussage des Buches. Es wird aufgezeigt wie wichtig die Ehrlichkeit und Freundschaft ist.
Die Illustrationen gefallen uns sehr gut und die Kapitellänge ist ideal zum Selberlesen.

Ein schöner Auftakt für eine neue Kinderbuchreihe.

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Rezensionen von lesebiene27:

Wenn die Liebe alles auf den Kopf stellt

Glück ist, wenn man trotzdem liebt von Hülsmann Petra

Inhalt:

Isabelle ist Ende zwanzig, arbeitet im Blumenladen und ist auf der Suche nach ihrem Traummann, von dem sie ziemlich genaue Vorstellungen hat. Auch ihr sonstiges Leben ist ziemlich genau durchgeplant und organisiert. So passt es ihr gar nicht, als sich der ambitionierte und selbstbewusste Koch Jens und seine chaotische Teenie-Schwester Merle in ihr Leben schleichen und ihre wohlgenordnete Welt komplett auf den Kopf stellen.

Meine Meinung:

An diejenigen, die auch schon die anderen Bücher der Autorin gelesen haben: Taxifahrer Knut taucht wieder auf und bekommt sogar eine etwas größere Rolle zugedacht. Was habe ich mich beim Lesen darüber gefreut, denn Knut ist eine Figur, die mir von Beginn an sympathisch war. Dennoch ist das Buch unabhängig von den vorherigen Büchern der Autorin.

Aber auch die anderen Protagonisten wie Isa, Jens und Merle fand ich von Beginn an toll. Wie bereits schon zuvor ist es der Autorin mit diesem Werk gelungen Personen zu generieren, die so ehrlich, bodenständig und natürlich sind, dass einem gar nichts anderes übrig bleibt, als sie (trotz ihrer Macken) gern zu haben und sich an ihnen zu erfreuen. Toll finde ich, dass die Protagonisten wieder einmal anders sind als die üblichen Typen in Liebesgeschichten. Sie wirken so erfrischend und angenehm, dass ich ein klares Bild vor Augen habe.

Der Schreibstil ist natürlich und locker, sodass die Seiten beim Lesen nur so dahin fliegen. Ein wenig gestutzt habe ich bei der Verwendung von kleineren Schimpfwörtern. Diese sind jedoch so fließend in den Text eingearbeitet, dass sie nicht aufgesetzt und gewollt wirken, sondern natürlich ? so wie sie im üblichen Sprachgebrauch stattfinden.

Die Story hat mir gut gefallen. Man kann mit Isa mitfühlen ? auch wenn man sie so manches Mal packen und schütteln möchte, wenn sie wieder eine Entscheidung trifft, die ich als Leser zwar nachvollziehen konnte, aber anders gemacht hätte. Auch das Ende ist ? ohne zu viel verraten zu wollen ? kein typisches Happy End, aber dennoch toll und zur Geschichte absolut passend. Passend finde ich auch, dass innerhalb der Geschichte nicht immer alles rund und zur absoluten Zufriedenheit läuft. Dadurch wirkt die Geschichte menschlicher und man kann sich als Leser besser hineinfühlen.


Fazit:

Von mir bekommt das Buch ?Glück ist, wenn man trotzdem liebt? von Petra Hülsmann volle 5 von 5 Lesesternen. Es ist ein wunderbares Sommer-Lese-Buch, das leicht zu lesen ist und glücklich macht. Dennoch hat es auch Momente, die traurig machen oder bei denen man nur den Kopf schütteln kann. Alles in allem hat mir der dritte Roman der Autorin wieder einmal so gut gefallen, dass ich hiermit eine klare Leseempfehlung aussprechen möchte.

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Rezensionen von StefanieFreigericht:

Empfehlung! Achtung, KEIN Thriller oder Krimi, eher ?so etwas wie ein dramatisches Psychogramm?!

Dark Memories - Nichts ist je vergessen von Walker Wendy

Das soll heißen: Leseempfehlung. Aber: bitte nicht den Klappentext lesen. Bitte nicht den Aufkleber/Einleger ?Der Thriller des Jahres? lesen. Die werden dem Buch nicht gerecht: Wer Thriller mag, wird speziell den Beginn zwingend zu langsam, zu langatmig, zu wenig vorantreibend empfinden. Wer keine Thriller mag, wird leider leider das Buch verpassen.

Aber leider leider war wieder einmal jemand bei einem Verlag der Ansicht, die Schublade ?Thriller? sei doch ganz nett ? damit könne man das Buch gut verkaufen.

Laut Wikipedia gilt: ?Charakteristisch für Thriller ist das Erzeugen eines Thrills, einer Spannung, die nicht nur in kurzen Passagen, sondern während des gesamten Handlungsverlaufs präsent ist, ein beständiges Spiel zwischen Anspannung und Erleichterung.? Nein, dieses Buch fängt sehr gemächlich an. Ja, zugrunde liegt ein Verbrechen, ein wirklich brutales, abscheuliches Verbrechen ? die Vergewaltigung an der sechzehnjährigen Jenny. Jetzt würden viele das Buch meiden, weil Gewalt nicht ihr Thema ist, vielleicht speziell auch sexuelle Gewalt. Der Leser bekommt hier jedoch das Thema zuerst mit einer gewissen Distanz vermittelt, das Verbrechen ist ?bereits vorher? passiert, wir sehen "nur" medizinische und polizeiliche Berichte (ja, das ist explizit ? aber ?Zusehen/-hören/-lesen? ist etwas ganz anderes, zumindest für meine ?Mit-Ertragens-Schwelle?).

Weiter mit Wikipedia: ?In Thrillern muss sich der Held meist gegen moralische, seelische oder physische Gewalteinwirkung durch seinen Gegenspieler behaupten, während dies in Kriminalgeschichten weniger der Fall ist. Auch ist im Kriminalroman meist die Aufklärung des Verbrechens der Höhepunkt, während im Thriller erst der darauf folgende, oft sehr knappe, aber endgültige Sieg über den Widersacher den Höhepunkt darstellt, mit dem der Held sich selbst und womöglich auch andere rettet?.Normalerweise wird in Thrillern viel Wert auf die Beschreibung der Handlung gelegt. Werden hingegen die Figuren und deren Psyche ebenso stark oder gar stärker betont, spricht man von einem Psychothriller. Meist ist hier ein emotionaler Konflikt zwischen mehreren Personen oder auch ein Konflikt innerhalb einer Person Thema, beispielsweise aufgrund früherer Erlebnisse. Typische Merkmale von Psychothrillern sind der Einsatz der Bewusstseinsstromtechnik, ein Erzähler oder die ausgedehnte Thematisierung einer Vorgeschichte.? https://de.wikipedia.org/wiki/Thriller Ja, meinetwegen gibt es so einen Hauch Psychothriller (?so richtig? Psychothriller wäre eher der von mir im Original gelesene und bewertete ?und morgen dein Tod? = ?Hunted? = ?What does not kill her?). Und: Nein. Auch ein Krimi ist das hier nicht, vielleicht eher etwas neues, eigenes, wie bei ?Fusion-Küche?. Wir sehen zu, was ein Ereignis mit Menschen macht: wie zum Beispiel Jennys Eltern mit der Tat umgehen, mit ihr, miteinander. Dabei merken wir peu à peu, dass da schon vorher bestimmte Tendenzen vorherrschten.

Aber Jenny ist eher nicht die Hauptperson. Und eigentlich geht es auch nicht um die Vergewaltigung, es geht ? zuerst - darum, was die danach zuerst angestrebte Therapie an ihr auslöst ? die Therapie, nach der sie alles vergessen soll. Das klappt zwar, aber andererseits doch nicht, denn sie fühlt sich nicht gut ? kann das aber keiner Erinnerung als Auslöser zuordnen. Die Idee finde ich genial: Darf man das, sollte man das? Was ist wichtiger, den Täter zur Verantwortung ziehen zu können (eventuell, wenn man ihn findet, wenn er verurteilt würde) ? oder dem Opfer keine Erinnerung an das Schreckliche zu lassen? Das allein hätte schon reichlich Stoff geboten, Autorin Wendy Walker belässt es aber nicht dabei; wie gesagt, Jenny ist meiner Meinung nach nicht die Hauptperson. Der Roman wird aus der Sicht des sie behandelnden studierten Mediziners, ihres Psycholgen, als Ich-Erzähler aufgespannt als ein komplexes Psychogramm: da gibt es noch Jennys Eltern, die Arbeit des Psychologen in einer Strafanstalt, seine Vor-Meinungen (gegen die ?Vergessens-Pille?, für bestimmte andere Vorgehensweisen, beeinflusst durch weitere Erfahrungen).

Nein, ich möchte hier nicht weiter schreiben. Ich habe viel markiert während der Lektüre, doch jeder Ausschnitt könnte zu viel verraten, es wird so einiges in den Raum geworfen; der Psychologe schreibt eindeutig im Rückblick aus einer Perspektive, in der schon mehr klar ist, und greift dadurch häufig vor ? oft, vielleicht sogar immer merkt man das ? aber: die Autorin beherrscht es tatsächlich, dass NICHTS davon den Leser bis zum Ende der Geschichte wirklich weiterführt: Dieses Buch hat mich durch ein Wechselbad der Gefühle gejagt. Nie wusste ich, woran ich war. Insofern war es ein Pageturner und ich musste nach und neben der Lektüre noch viel über das Buch nachdenken. Wie manipulierbar ist die Erinnerung? Wie real sind überhaupt unsere Beziehungen, unsere Selbstbild, unsere Werte? Was richten unsere besten Absichten an? Welche Konsequenzen hat jedes Handeln, jedes Unterlassen? Was verursachen unsere Erwartungen?

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