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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Alexandra Clementschitsch:

Wunderbare Literatur!

Polarrot von Patrick Tschan

Ein sympathischer Gauner, der sich vom gequälten Bauernkind zum Gentleman mausert, seine Kässelis für Wünsche und Träume mit Geld füllt und die Herzen der Frauen im Sturm erobert - oder sich erobern lässt? Der Protagonist Jack Breiter liebt das schöne Leben und guten Rotwein. Als Kind von seinem trunksüchtigen Vater fast zu Tode geprügelt, wird er von einem Pfarrer gerettet.

Er hat nur einen Wunsch in seinem Leben, Geld und den Aufstieg in die ?bessere Gesellschaft?.
Für seine große Liebe Charlotte, - die ganz nebenbei die Frau seines Chefs ist ? schmuggelt Breiter Goldbarren von Deutschland in die Schweiz.
Er wird verraten und verbringt zwei Jahre im KZ, die ein weiteres Trauma in seinem Leben hinterlassen. Erst durch Ernie, die er schließlich zur Frau nimmt, findet Breiter wieder Halt in seinem Leben, zieht sich aus dem Geschäftsleben zurück und kauft sich einen abgelegenen Bauernhof, nahe der Grenze zu Frankreich. Durch Zufall lernt er Yves kennen, ein Mitglied der Resistance. Die beiden verbindet nicht nur die Vorliebe für guten Rotwein, sie verhelfen vielen verfolgten Juden zur Flucht von Frankreich in die Schweiz. Nicht zuletzt auch jenem Mann, für den einst die Goldbarren, die Breiter von Deutschland in die Schweiz schmuggelte, bestimmt waren.
Wunderbare Literatur!

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Rezensionen von Mag. Martina Weitlaner:

Spannend und sehr unterhaltsam

Bruno Chef de police von Martin Walker

Es ist ein richtig toller und spannender Kriminalroman. Wirklich empfehlenswert.

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Rezensionen von Test Nikol:

Spätlese von Reinhold Stecher

Rezensionen von Margit Kofler:

Sollte etwaiger Tiefgang oder Lesenswertes im Verborgenen liegen, so hat es sich mir jedenfalls nicht erschlossen

Spätlese von Reinhold Stecher

Der Roman "Senatsreserve" ließ mich zu Beginn durchaus erwarten, tiefere Einblicke in das Lokalkolorit eines Berliner Außenbezirks zur Zeit der Wende zu erhalten.

Er begann auch einigermaßen originell mit der Gestalt eines jungen ?Möchtegern-Journalisten? einschließlich seiner amourösen Zustände.

Einige Bedeutung hatte sein Vater, der sein Leben lang Hüter und Verwalter von Waren aller Art für den Notfall Westberlins war. Durchaus glaubwürdig für einen Nicht-Deutschen beschrieben.
Ebenso die unendliche Geschichte einer geplanten U-Bahn-Strecke.

Je weiter man dann aber liest, umso mehr verfängt sich die ganze Story im Rotlichtmilieu, verwoben mit dem Diebstahl an eben jenem Volksvermögen. Ich habe es mehr oder weniger als ein mühsam auf witzig getrimmtes und gekünsteltes Buch empfunden.

Sollte etwaiger Tiefgang oder Lesenswertes im Verborgenen liegen, so hat es sich mir jedenfalls nicht erschlossen.

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Rezensionen von Margit Kofler:

..ein ungemein fesselnder Roman.....

Massimo Marini von Rolf Dobelli

Massimo Marini" von Rolf Dobelli ist ein ungemein fesselnder Roman, bei dem die Spannung bis zur letzten Seite anhält.?

Die anfängliche Sympathie für die Hauptfigur weckt im Laufe des Lesens unterschiedliche Emotionen, von Ablehnung bis Bedauern und Mitgefühl. Massimos Werte verändern sich beim Aufstieg vom Einwanderersohn zum Big-Player in der gehobenen Schweizer Gesellschaft.

Die Beschreibung der Gastarbeiterpolitik der frühen Nachkriegsjahre ist für mich sehr informativ dargestellt und lässt das zwanghafte Aufwärtsstreben des ursprünglichen Süditalieners gut verstehen.

Die drei Handlungsstränge dieses Buches sind meiner Ansicht nach ganz hervorragend aufgebaut!

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Rezensionen von Margit Kofler:

Höchst unterhaltsam geschrieben in einer Art, die zum Lachen bringt...... Als Urlaubslektüre ein Vergnügen!

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und von Jonasson Jonas

Eine ausgesprochen humorvolle und leichte Lektüre ist das Buch von Jonas Jonasson: ?Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand?

Das Aufbegehren der Hauptfigur Allan, indem er sich heimlich aus dem Pflegeheim davonmacht, ist schon einmal ungewöhnlich. Dann aber folgt eine skurrile Situation auf die andere, eine fieberhafte Suche der Polizei beginnt, sogar drei Morde werden ihm unterstellt.

Höchst unterhaltsam geschrieben in einer Art, die zum Lachen bringt. Die Lebensbeschreibung des Alten, die in Etappen während der turbulenten Zeit nach seiner Flucht aufgerollt wird, ist noch phantasievoller. Wichtigste politische Persönlichkeiten und Ereignisse aus dem vorigen Jahrhundert, also dem Lebensjahrhundert Allans, sind mit seiner Person verknüpft. Als Urlaubslektüre ein Vergnügen!

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Rezensionen von Margit Kofler:

Ein melancholisches Buch ohne sentimentale Sprache - nicht unbedingt für schwermütige Leser. Mir hat es streckenweise gut gefallen.

Der Russe ist einer, der Birken liebt von Grjasnowa Olga

Die Hauptfigur, die die Autorin feinfühlig beschreibt, ist eine seltsame, eigenwillige und wahrscheinlich auch tief traumatisierte junge Frau mit einem komplizierten Leben. Im Verlauf ihrer Lebensgeschichte begreift man ansatzweise warum: Verlust von Heimat und Vertrautem im Kindesalter, Eltern, die sich in der Fremde nicht mehr zurechtfinden, und sich selber oftmals als Außenseiterin zu fühlen, zeigen Auswirkungen.

Nirgends mehr richtig zugehörig, außer vielleicht zu Menschen unterschiedlichster Art. Das Ende einer großen Liebe durch den Tod stürzt sie in depressive Zustände.

Mir kam es vor, als würde die Autorin immer noch einen Stein auf eine ohnehin schon brüchige Unterlage stapeln. Es gelingt Mascha jedoch, die unterschiedlichsten Freunde zu finden, einige Treue geben ihr Halt, andere zerrütten sie noch mehr. Ihr Aufenthalt in Israel steht unter keinem guten Stern, das Ende verwirrt und läßt offen. Ein melancholisches Buch ohne sentimentale Sprache ? nicht unbedingt für schwermütige Leser.

Mir hat es streckenweise gut gefallen.

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Rezensionen von Margit Kofler:

Ein interessantes Buch, anders als erwartet und emotional nicht recht zuordenbar

In Zeiten des abnehmenden Lichts von Eugen Ruge

Der Roman beschreibt das Leben einer Familie in der ehemaligen DDR über fast vier Generationen, Menschen unterschiedlichster Herkunft und Lebensläufen - der Zeitraum umfasst die letzten sechs Jahrzehnte. Vielfältig: Tod und Lagerhaft einerseits, starker Idealismus mit Aufstieg innerhalb der Parteistrukturen andererseits, Zufall und Willkür liegen knapp beieinander.

Dazu kommt das krampfhafte Festhalten der Alten an ihren Denkmustern. In diesen Jahrzehnten bis zur Wende sehen wir Charaktere beschrieben mit Reformstreben, andere mit Rückzug in die innere Emigration, um nicht Stellung beziehen zu müssen, ein Ausweichen vor Denunziation. Es gibt ein Hoffen auf einen Wechsel von außen, ausländische Sender tun das ihre dazu. Der Enkel begeht Republikflucht - ein Eklat. Dies alles wird gelebt.
Man möchte glauben, dass nun, wenn das Leben als Staatsbürger schon auf mehreren Ebenen - in Parteidoktrin, in Meinungsfreiheit und Versorgung mit Lebensmitteln und Gütern , schon gewaltigen Beschränkungen unterworfen ist, nun gerade höchster Wert auf Familienglück, Harmonie und Zusammenhalt gelegt würde. Dies nur teilweise , überall treten Brüche auf. Familienrituale sollen über Ablehnungen und Kränkungen hinwegtäuschen. Blitzlichtartig werden Daten und Geschehnisse über den langen Zeitraum beleuchtet und beschrieben. Von humorvoll bis bedrückend.
Der 1. Oktober 1989 allerdings, der 90. Geburtstag des Patriarchen der Familie, wird aus der Sicht beinahe aller Familienmitglieder beschrieben.
Ein interessantes Buch, anders als erwartet und emotional nicht recht zuordenbar.

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Rezensionen von Margit Kofler:

der jungen Autorin .. ist ...ein ungewöhnlich schönes Buch gelungen.

Die Tigerfrau von Obreht Téa

Meiner Meinung nach ist der jungen Autorin Tea Obreht mit ihrem Roman " Die Tigerfrau" ein ungewöhnlich schönes Buch gelungen.
Sehr einfühlsam wird die liebevolle Beziehung zwischen Großvater und Enkelin beschrieben. Der Tod des Großvaters ruft in der jungen Ärztin Natalia viele Erinnerungen an Begebenheiten wach.

Zeit und Örtlichkeiten sind in diesem Roman nur sehr vage angegeben, man spürt jedoch die Wehmut und die Zerrissenheit, die die Jahre des Krieges in den Seelen der Menschen angerichtet hat. Voll Poesie wird mit Schmerz und Zerstörung umgegangen.
Wir erfahren vom Leben des Großvaters als Kind, als Arzt und die gemeinsamen Jahre in der Familie. Natalia denkt an die kindliche Verbundenheit, die gemeinsamen Zoobesuche, das Buch das er immer bei sich trug.

Mir gefielen besonders die beschriebenen Szenen, wie z.B. die nächtliche Wanderung hinter einem Elefanten durch die schlafende Stadt. Zwei unwirkliche Geschichten, jene von der "Tigerfrau" und die vom Mann, der nicht sterben konnte, sind mit seinem Leben verbunden -handelnd in einer Umgebung von Unwissenheit und Aberglauben.
Diesen beiden Geschichten, die die junge Frau als Kind aufnahm, geht später die Ärztin nach und versucht zu hinterfragen und letztlich eine Erklärung für sich zu finden.

Ein Roman voller Gefühle von Liebe, Verlust und Traurigkeit und das Schwinden von Vertrautem in unruhigen Zeiten.
Dieses Buch fand ich sehr schön zu lesen.

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Rezensionen von Margit Kofler:

Für mich war es ein Buch, das ich nicht mehr weglegen konnte.

Der Sohn. von Durlacher Jessica

Diesen Roman empfand ich als äußerst packend, nicht nur wegen der fast zu dichten und gewalttätigen Handlung – sondern auch im Rückblick auf den NS-Wahnsinn des Holocaust, der hier in diesem Buch drei Generationen betrifft.
Hauptfigur ist Sara Silberstein, Tochter, Gattin und Mutter, in einer gut situierten, intakten jüdischen Amsterdamer Familie lebend.

Im Laufe der Geschehnisse beginnt sie Charakter und Handlungsweisen ihres geliebten toten Vaters besser zu verstehen, zuletzt voll von Mitleid mit seinem Schicksal. Berührende Briefe tauchen auf.
Plötzlich ein unerklärlicher Überfall auf sie. Unverständlich erscheint vorerst die Entscheidung ihres Sohnes Mitch, die Ausbildung zu einem US-Marin zu beginnen. Da beide Kinder in den Staaten geboren sind – vermutlich aus einem tief verwurzelten Sicherheitsdenken des Gatten heraus, ist dies möglich. Man versteht Saras Fassungslosigkeit und Unverständnis und ihre gewaltigen Ängste um das Leben ihres Kindes. Als Mutter zweier Söhne konnte ich voll und ganz nachempfinden.
Recherchen in der Vergangenheit des Vaters ergeben eine Achse zur Gegenwart. Die einzige Heilung von Wut, Schmerz und Hass verlangen nach Rache und Vergeltung, und diese geschieht.
Letzten Endes beginnt sie den Sohn zu verstehen. Dessen Verbundenheit mit dem Großvater, die ihm zeigte, wie furchtbar die Hilf- und Machtlosigkeit war, die seine Familie durchlitt.
Ein Roman – doch trotzdem weiß man, dass wahre Schicksale in dieser gnadenlosen Zeit tausendfach ähnlich waren.
Für mich war es ein Buch, das ich nicht mehr weglegen konnte.

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