Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PFIFF:
Endlich jemand, der das Problem des Islam nicht verniedlicht
Die verschleierte Gefahr von Zana Ramadani
Zana Ramadani kam als kleines Kind mit ihren muslimischen Eltern aus Albanien nach Deutschland. Sie opponierte gegen die strenge islamische Erziehung ihrer Mutter, studierte, ist Mitglied der CDU und war Mitbegründerin der Frauenbewegung Femen.
Sie schreibt sehr objektiv, wie groß die Gefahr ist, von der wachsenden Moslembevölkerung überrannt zu werden und dass die Deutschen zu tolerant einem intoleranten Volk gegenüber sind.
Außerdem sollte Religion und Politik im Islam getrennt werden.
Wenn eine Minderheit in ein Land einreist und dort bleiben will, muss sie sich an die Regeln des Gastlandes anpassen. Was heisst, die Sprache lernen und sich an die Gesetze des Landes halten, sich also integrieren und nicht eine Parallelgesellschaft entwickeln.
Die muslimischen Mütter erziehen ihre Töchter zu Sklavinnen und ihre Söhne zu Machos, die den deutschen Frauen gegenüber keinen Respekt haben und auch die deutschen Männer als Weicheier bezeichnen, weil sie ihre Frauen nicht in ihrer Gewalt haben.
Das ist inakzeptabel. Intoleranz darf von Gutmenschen nicht toleriert werden.
Rezensionen von PFIFF:
Barcelona-Roman 4. Teil
Das Labyrinth der Lichter von Ruiz Zafón Carlos
In dem letzten Band der Barcelona-Tetralogie setzt Zafón fort, was er in den vergangenen Romanen angefangen hat. Er beschreibt, wie Alicia Gris versucht herauszufinden, was im Spanischen Bürgerkrieg und dem folgenden Zeiten Weltkrieg vor sich gegangen ist, welche Machenschaften machtgierige und korrupte Politiker verbrochen hatten, welche Verbrechen an den spanischen Bürgern sie begangen hatten.
Sie will Gerechtigkeit und Rache.
Die fast 900 Seiten sind so spannend und mitreissend, dass man fast traurig ist, wenn man am Ende angekommen ist.
Rezensionen von Nepomurks:
Eine tolle, unglaublich spannende und packende Fortsetzung...
Giants - Zorn der Götter von Sylvain Neuvel
Sylvain Neuvel legt mit ?Giants ? Zorn der Götter? (erschienen im Heyne-Verlag) nun endlich den von mir lang ersehnten 2. Teil seiner Giants-Reihe vor. Eine Fortsetzung, die es wirklich in sich hat! Außerirdische Roboter greifen ganz offensichtlich die Welt an. Es gibt Tote, sogar sehr viele Tote ? und ein altbekanntes Team, das an einer schnellen Lösung des ?Konfliktes? arbeitet und alles daran setzt, dass die Weltbevölkerung diesen Angriff überlebt.
. Doch werden ihnen die ?Aliens? mit ihrer evolutionären Überlegenheit zuvorkommen? Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, dem Tod zu entrinnen?! ....
Auch wenn es sich um einen Fortsetzungs-Roman handelt, kann man das Buch meiner Meinung nach sehr gut ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Roman ?Giants ? Sie sind erwacht? (ebenfalls Heyne-Verlag) lesen. Jedoch war das erste Buch bereits derart spannend, dass sich die Lektüre jederzeit lohnen dürfte!
Der zweite Teil, ?Giants ? Zorn der Götter? gliedert sich wieder in sogenannte Files: Notizen der einzelnen Protagonisten, Gesprächs- und Verlaufsprotokolle, Tagebucheinträge, etc.. Kapitel also einmal anders! Eben diese Aufteilung macht den Verlauf der Roman-Reihe wahnsinnig spannend. Man wechselt als Leser ständig die Perspektiven und Schauplätze und wird dadurch immerzu auf den aktuellsten Stand der Entwicklungen gebracht, oftmals mit einer gewissen Vorschau. Die Story, den Verlauf und die Beschreibungen fand ich dabei ziemlich authentisch, auch wenn meine Vorstellungskraft bei den gigantischen Robotern manches mal arg beansprucht wurde. Ich fand die Fortsetzung der Geschichte inhaltlich extrem gut und durchgängig fesselnd, sogar fast ein wenig "dystopisch". Die Protagonisten (ebenfalls bekannt aus Teil 1) wirken mit ihren Dialogen, sowie als Figuren innerhalb der Verläufe eigentlich durchweg reell. Zudem gibt es bezüglich der Charaktere doch einige sehr gelungene (und teils auch durchaus positive) Überraschungen. Man darf definitiv gespannt sein... Einzig das Ende des Romans, welches zwar gut passte, hätte meiner Meinung nach noch etwas ausführlicher ausfallen können.
Insgesamt ein absolut tolles Buch - irgendwo zwischen Dystopie und Science-Fiction! Dabei rasant, packend und durchgängig spannend.. Ich hatte es wieder viel zu schnell ausgelesen und würde es jederzeit weiterempfehlen! 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Albtraum in Grado
Grado im Dunkeln von Andrea Nagele
Welchem Autofahrer graut nicht davor, mitten in einem unbeleuchteten Tunnel ohne Pannenstreifen und Notrufsäulen liegenzubleiben?
Genau das passiert Violetta und Olivia, zwei Lehrerinnen aus Grado. Und für Violetta ist der Albtraum noch nicht zu Ende: sie wird betäubt und vergewaltigt.
Commissaria Maddalena Degrassi, die sich immer noch gegen die Macho-Allüren ihres Vorgesetzten behaupten muss, ermittelt in diesem Fall.
Schnell wird klar, dass es einige ähnlich gelagerte Fälle in der Umgebung von Grado gibt. Gemeinsamkeiten sind das Chloroform mit dem die Frauen betäubt werden, Würgespuren und eine Spur nach Padua.
Als Nicola, eine Schülerin erwürgt aufgefunden wird und Toto, Olivias Bruder, die Taten gesteht, scheint der Fall gelöst.
Obwohl sich ihr Chef mit der schnellen Aufklärung brüstet, hat Maddalena Degrassi hat so ihre Zweifel.
Meine Meinung:
Ein sehr gut und fesselnd angelegter Krimi. Interessant finde ich die Abhängigkeiten, die einzelne Protagonisten zueinander entwickelt haben. Da sind zuerst einmal Olivia und ihr Bruder Toto: nach dem Tod der Eltern übernahm die selbst noch jugendliche Olivia ihren körperlich behinderten und leicht retardierten Bruder in ihre Obhut. Nun, behandelt sie den inzwischen 33-Jährigen noch immer als Kind und füttert ihn mit Psychopharmaka. Toto arbeitet in einem Baumarkt und ist ein wenig bauernschlau. Er setzt eigenmächtig die Medikamente ab.
Eine weitere Co-Abhängigkeit orte ich zwischen Emilia und Nicola. Emilia manipuliert ihre Schulkollegin. Alles, was die hübsche Nicola hat oder haben will, weckt auch die Begehrlichkeit von Emilia.
Andrea Nagele ist im Zivilberuf Psychotherapeutin und arbeitet mit Verbrechensopfern. Daher kennt sie die Traumata und Mechanismen, die menschliche Seele beeinflussen, ganz genau.
Ob Degrassi und ihr Ex-Freund Franjo wieder zusammenkommen? Eine Annäherung scheint sich wieder anzubahnen. Das Arbeitsklima in der Questura wird gut dargestellt.
Lediglich die allzu häufige Erwähnung von Totos Elektroauto, finde ich unnötig.
Ob Toto wirklich der Täter ist, wird erst in einem dritten Band verraten, der voraussichtlich im März 2018 erscheinen wird.
Fazit:
Ein fesselnder Krimi, der die Leser in die Abgründe der menschlichen Seele blicken lässt.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Metternich - der Kutscher Europas
Das System Metternich von Alexandra Bleyer
Die Historikerin und Autorin Alexandra Bleyer entführt uns in die Welt des Biedermeiers.
Napoleon Bonaparte ist endgültig besiegt und die Herrscher verhandeln auf dem Wiener Kongress um die Neuordnung Europas.
Federführend ist Fürst Metternich, der dieser Epoche seinen Stempel aufdrückt. Er wird nicht nur als ?Kutscher Europas? in die Geschichte eingehen, sondern vor allem als Repräsentant des Überwachungsstaates.
Allerdings gelingt es ihm auch, durch zähes Ringen um auch noch so kleine Kompromisse ein Jahrhundert des relativen Friedens für Europa auszuhandeln. Doch der Frieden hat seinen Preis: Spitzel und Denunzianten, von der Staatsmacht sanktioniert, haben Hochkonjunktur.
Doch Metternichs liebste Hobby sind die Frauen: neben seiner eigenen, liegt ihm das Who is Who der (Hoch)Adeligen zu Füßen.
Die Sehnsucht der Untertanen nach Freiheit und Eigenverantwortlichkeit, die 1789 mit der Französischen Revolution los getreten wurde, lässt sich nicht mehr verhindern. In den Revolutionen 1830 und 1848 werden diese Ideen und Ideale blutig niedergeschlagen.
Metternich, der Neugestalter Europas muss aus Wien flüchten. Manch anderer Vertreter der Obrigkeit wie Graf Latour bezahlt mit seinem Leben.
Doch die Saat keimt und wird sich während des Ersten Weltkriegs entladen.
Aus der Distanz von zwei Weltkriegen und der Gründung der Europäischen Union, scheint Metternichs Idee von einem vereinten Europa eine recht vernünftige zu sein. Dass die Umsetzung der Vereinigten Staaten von Europa nach ähnlich dem Vorbild der USA nicht gelingen kann, liegt zum Teil am (noch immer) nationalistischen Denken der einzelnen Staaten, die vor 200 Jahren einer Neuordnung Europas zugestimmt haben.
Meine Meinung:
Alexandra Bleyer versteht es wie keine Andere, trockene, historische Zahlen, Daten und Fakten, mit einem gehörigen Augenzwinkern an den Mann/an die Frau zu bringen. Dazu tragen die vielen Anekdoten, Zitate und Bonmots, die ihr zweites Sachbuch über diese Zeit, auflockern, bei. Empfohlen sei auch Bleyers anderes (erstes) Buch ?Auf gegen Napoleon?.
Fazit:
Für alle historisch Interessierten und jene, die es noch werden wollen. Gerne vergebe ich fünf Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Mit Augenzwinkern durch den Ehealltag
Drum prüfe, wer sich ewig bindet von Alexandra Bleyer
Mit diesem Streifzug durch tausende Jahre Ehe schenkt uns die Autorin einen humorvollen Ratgeber.
Der Bogen spannt sich (bezogen auf Europa) von der Antike über die Germanen ins Mittelalter und weiter in die Neuzeit und über die Französische Revolution in das 20. Jahrhundert.
Von Kennenlernen über Hochzeit, Ehe und Kindersegen bis in den Tod ? auf diese Reise begeben wir uns.
Immer gewürzt durch historische Zitate, gelingt es Alexandra Bleyer, dass wir uns auf dieses Abenteuer (nein, nicht die Ehe) einlassen.
Wir erfahren unter anderem, dass Xanthippe gar nicht so zänkisch war und Sokrates nicht ihretwegen den Schierlingsbecher trank.
Nicht, dass wir es nicht ohnehin wüssten: Reiche und Mächtige konnten sich leichter ihrer Ehegefährten entledigen (siehe Heinrich VIII.)
Nicht alle Völker waren monogam, nicht alle Priester oder Päpste ehelos, nicht alle Ehen freiwillig und schon gar nicht alle glücklich.
Wie es sich für einen Ratgeber gehört, hat Alexandra Bleyer auch mehrere kluge Ratschläge.
Egal ob du dich heimlich mit deinem Zukünftigen triffst, vor der Hochzeit schwanger wirst, mit einem anderen durchbrennst oder zu guter Letzt dem lieben Gemahl ein früheres Wiedersehen mit seinen Ahnen bescherst, beherzige das 11. Gebot:
?Lass dich nicht erwischen?
Rezensionen von LadyIceTea:
Ein schöner Roman lange Sommertage
June von Miranda Beverly-Whittemore
Es ist der Sommer, der für die Kleinstadt St. Jude in Ohio immer unvergessen bleiben wird: Hollywood kommt in die Stadt. Es sind aufregende Tage: das geschäftige Werkeln der Filmarbeiter unter der heißen Sonne, die hinreißenden Kostüme der Schauspieler, die Chance auf eine Statistenrolle, die bei allen Stadtbewohnern ein Kribbeln auslöst.
Nur June lässt der Rummel kalt; die junge Frau ist ganz und gar mit ihrer anstehenden Hochzeit beschäftigt. Bis sie Jack Montgomery, dem großen Filmstar, begegnet und er all ihre Pläne auf den Kopf stellt. Doch noch bevor sie ihre Liebe leben können, wird die Idylle erschüttert und June muss sich entscheiden, was ihr wichtiger ist: ihre Gefühle für Jack oder ihre Loyalität.
?June? ist wirklich ein schöner Roman. Mir hat das Setting in St. Jude gut gefallen und auch die Zeitsprünge zwischen 1955 und 2015, die die Geschichte leiten.
Wir erleben so das Leben in St. Jude und in der Villa Two Oaks wie es zu Zeiten von June, Lindie und Jack Montgomery war und wir erleben St. Jude und Two Oaks wie es heute ist in der Zeit von Cassie und Tate ist. Cassie ist Junes Enkelin und Tate Jacks Tochter. Doch Jack hat Cassie alles hinterlassen und nicht Tate. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach den Gründen.
Ich fand es gut, so beide Seiten der Geschichte zu erfahren. Einerseits weiß der Leser durch die Vergangenheit was wirklich passiert ist und andererseits fiebert er mit Cassie mit, weil sie noch auf der Suche nach Antworten ist.
Die Figuren haben mir alle gut gefallen, es gab einige die mir sehr sympathisch waren und einige, die eben nicht so nett sind. Das hat die Geschichte authentisch gemacht und keiner ist zu blass geblieben.
Durch das Verhalten der Personen, wie sie reden und sich geben und durch die Beschreibung ihrer Kleidung und ihrer Umgebung kamen die Zeiten in denen sie leben sehr gut zur Geltung.
Auch der Lauf der Geschichte wurde in eine tolle Umgebung eingebracht und hat sich teils unvorhersehbar entwickelt.
Mein einziger Kritikpunkt lässt sich nicht richtig in Worte fassen. Mir fehlte der letzte Funke bei diesem Buch. Ich habe es gerne gelesen und mag die Geschichte aber es ist kein Buch, dass ich unbedingt weiterlesen musste. Dieser Drang hat mir gefehlt. Ich musste mich leider öfter überreden weiterzulesen, obwohl ich das Buch mag. Trotzdem ein tolles Buch.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
"Propanganda wirkt nur, solange sie nicht als solche erkannt wird!
Propaganda als Machtinstrument von Alexandra Bleyer
Die promovierte Historikerin und Autorin von Sachbüchern und Krimis, Alexandra Bleyer hat sich eines Themas angenommen, das in jüngster Zeit wieder an Bedeutung gewinnt: ?Propaganda als Machtinstrument?.
In neun Kapiteln versucht die Autorin mit plakativen Bespielen, den Lesern das Wesen und die Methoden dieser Beeinflussung begreiflich zu machen.
In Kapitel 1 erfahren wir anhand von historischen und aktuellen Beispielen wie das ursprünglich neutrale Wort ?Propaganda? (lat. von propagare = verbreiten, ausdehnen) über die Jahrhunderte in Misskredit gebracht wurde. Denn, wenn wir heute das Wort ?Propaganda? hören, drängt sich sofort das Bild schreienden und fuchtelnden Joseph Goebbels auf, seines Zeichen Propagandaminister des Dritten Reichs.
Der Begriff ?Propaganda? wird sofort mit ?Kriegspropaganda? gleichgesetzt.
Das Kapitel 2 beschreibt u. a. wie ein (nicht nur) rhetorisch begabter Feldherr die Vielzahl der erscheinenden Zeitungen auf genau EINE Zeitung reduzierte, deren Chefredakteur er der Einfachheit gleich selbst war.
Die Vielfalt der Informationen wird auf eine einzige Informationsquelle kanalisiert, die natürlich nur höchst einseitig berichtet. Das Volk erhält nur jene Nachrichten, die dem Herrscher opportun erscheinen.
In Kapitel 3 lernen wir die Methoden kennen, wie diese geschönten Nachrichten unters Volk kommen. Den Medien kommt hier eine zentrale Bedeutung zu. Hatte man früher Bänkelsänger oder Marktschreier, die die neuesten Nachrichten mit entsprechender Verzögerung an den Mann oder die Frau brachten, so ist die Erfindung des Buchdrucks ein Meilenstein in der Verbreitung von Informationen. Jeder, der es sich leisten konnte, vermochte Flugzettel drucken zu lassen. Die Lesekundigen wurden mehr und so vervielfältigten sich die Empfänger von Nachrichten. Vor rund 200 Jahre ? während der Napoleonischen Kriege ? beginnt so richtig die Zeit der Propagandisten. Alle kriegführenden Herrscher beteiligten sich am Wettrüsten der Worte, das während der beiden Weltkriege eine Hochblüte erlebte.
Doch auch heute erschüttern getürkte (oh, wie politisch unkorrekt) Meldungen die Öffentlichkeit. Allerdings ist die Geschwindigkeit mit denen die Falschmeldungen in Umlauf gebracht werden, um mehrere Potenzen höher.
In Kapitel 4 werden die Sender/Empfänger-Beziehungen untersucht. Wenn der Sender keinen Empfänger hat, gibt es keine Kommunikation. Wie perfide diese Relationen aufeinander abgestimmt sind, erleben wir tagtäglich.
Der Sender muss den Nerv des Empfängers treffen, um seine Botschaft wirksam anzubringen.
In Kapitel 5 plaudert Alexandra Bleyer aus dem Nähkästchen der Propaganda-Chefs und fördert schier Unglaubliches zu Tage. Viele dieser Propagandalügen denen die Bevölkerung aufgesessen sind, werden entweder sehr spät oder nur unzureichend zugegeben. Ein probates Mittel ist die ständige Wiederholung einfacher Texte und/oder suggestive Inhalte. Es wird mit Angst und Schrecken (natürlich nur der anderen) gearbeitet.
Das Kapitel 6 zeigt auf, in welch vielfältigen ?Verkleidungen? Propaganda auftreten kann. So werden als Wahrheit kaschierte Lügen unter das Volk gebracht werden. Oft kann nicht mehr zwischen Wahrheit und Lüge unterschieden werden.
Wenn die Alliierten den Nachrichten von den Gräueln in den Vernichtungslagern der Nazis keinen Glauben schenkten, so ist dies zum Teil ihrer eigenen (Gräuel)Propaganda des Ersten Weltkriegs zuzuschreiben.
In Kapitel 7 beschäftigen wir uns mit den ?Topargumenten? der Propaganda um Kriege zu beginnen. Von ?der andere ist schuld?, ?wir müssen uns verteidigen? bis hin zum Paradebeispiel eines von der Propaganda inszenierten Kriegsgrunds (Überfall auf den Sender Gleiwitz) sind hier allerlei Abstufungen angeführt.
Die Gründe einen Krieg zu beginnen sind vielfältig, die Argumente der Propagandisten ebenfalls.
In Kapitel 8 wird beleuchtet, wie die Propagandachefs mit Menschen umgehen, die sich (aus welchen Gründen auch immer) der Propaganda entziehen und die vorgegebene Wirklichkeit kritisch hinterfragen. Man versucht es mit Argumenten, Umerziehung, Mund-tot-machen und letztlich (staatlich sanktionierten) Mord.
Das Kapitel 9 beschäftigt sich mit der Frage ob es möglich ist, nach einem Krieg, zu ?normalen? Beziehungen zwischen den Kriegsteilnehmern kommen kann.
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist sachlich und nüchtern. Viele Zitate und Beispiele helfen den Lesern den schweren Stoff zu verdauen. Ein ausführlicher Anhang mit weiterführender Literatur lässt den interessierten Leser vermutlich zu der einen oder anderen zusätzlichen Lektüre greifen.
Dieses Buch ist längst nötig und fällig gewesen. Kaum jemand kann sich der Propaganda entziehen, auch wenn sie gerne als ?PR-Maßnahme? oder ?Marketing? verkauft wird. Erst kürzlich abgehaltene Wahlen in mehreren westlichen Staat zeigen deutlich, dass auch Demokratien nicht von Propagandisten verschont werden. In Zeiten von sozialen Netzwerken erreichen Nachrichten (egal ob echt oder falsch) ihre Empfänger in Sekundenschnelle und haben einen Multiplikator, bei dem einem schwindlig wird.
Es liegt an uns, diese Mechanismen zu durchschauen und dagegen zu wirken, ?denn Propaganda wirkt nur, solange sie nicht als solche erkannt wird? (S.8)
Rezensionen von Landbiene:
Die Brut
Die Brut - Sie sind da von Ezekiel Boone
Eigene Inhaltsangabe:
Der reiche Henderson unternimmt eine Expedition im Amazonas. Doch seine Wandergruppe wird von einer schwarzen Masse überflutet. Ihm gelingt die Flucht zu seinem Privatjet. Doch dieser stürzt ab! Als Agent Mike Rich das Wrack untersucht krabbelt etwas Schwarzes aus der verkohlten Leiche von Hernderson.
Zur gleichen Zeit erhält die Spinnenforscherin Melanie Guyer einen kalzifizierten Kokon von den Nazca-Linien. In Indien spielen die Seismographen verrückt und in China wird eine Atombombe gezündet. Steht die Welt kurz vor einer Katastrophe?
Schreibstil:
Der Schreibstil von Ezekiel Boone lässt sich angenehm und flüssig lesen. Leider beginnt das Buch schon mit mehreren Handlungssträngen was ich sehr verwirrend fand. Auch während des gesamten Buches kamen immer wieder neue Protagonisten und Handlungsstränge hinzu. Das empfand ich als sehr anstrengend. Im Laufe der Zeit kam ich immer besser zurecht, aber manchmal ist weniger mehr! Durch die vielen verschiedenen Handlungen, kamen auch die Protagonisten zu kurz. Es fehlte an einer gewissen Tiefe, so dass ich zu keinem einen richtigen Bezug aufbauen konnte und ich leider nicht richtig mitfiebern konnte. Die Kapitel sind immer mit dem Ort des Geschehens gekennzeichnet. Das war auch von Nöten um nicht komplett durcheinander zu kommen. Ansonsten haben die Kapitel eine angenehme Leselänge.
Allgemeine Meinung:
Die Geschichte an sich hat Potenzial, allerdings kam bei mir kaum bis gar keine Spannung auf. Der ständige Szenen- bzw. Ortswechsel erschwerte es wirklich in das Geschehen einzutauchen. Durch die vielen Protagonisten kam es auch oft zu Verwechslungen und ich konnte keine richtige Beziehung aufbauen. Eine Invasion von Spinnen entspricht meiner Meinung eher einem anderem Genre wie Thriller. Bis überhaupt was passiert ist, hat es sehr lange gedauert. Hätte ich das Buch nicht im Rahmen einer Leserunde gelesen, hätte ich es wahrscheinlich bei Seite 150 abgebrochen. Im Nachhinein bin ich froh es nicht gemacht zu haben, denn es wird zum Ende hin dann wesentlich besser. Leider endet das Buch mehr oder weniger "mittendrin", da es eine Fortsetzung geben wird. Die Brut kann man lesen, muss man aber nicht. Manche Szenen sind etwas eklig, aber im Rahmen.
3 von 5 Sternen
Rezensionen von S.:
Der Kick
Die Brut - Sie sind da von Ezekiel Boone
Alice sucht Nasti, ihre beste Freundin. Wie konnte aus der selbstbewussten und coolen Freundin so ein menschliches Wrack werden? Es fing mit einem Video an... Ein Junge spaziert auf einem Eisenträger hoch über der Erde und filmt sich dabei. Das beeindruckt Nasti, sie verliebt sich in einen Roofer, Trasher.
Er gehört zu einer Gang, die mit waghalsigen Aktionen auf sich aufmerksam machen. Trasher tut alles für den Kick. Das verlangt er auch von Nasti, einen angeblichen Liebesbeweis. Und Nasti lässt sich darauf ein.
Jutta Wilke beschreibt anschaulich das Denken und die Verhaltensweisen einer Gruppe von Jugendlichen, die Aufmerksamkeit suchen, damit Ängste überspielen, ihren Weg (noch) nicht gefunden haben.
Klare Leseempfehlung für jugendliche Leser.










