Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Karin Gruber:
Macht neugierig auf die nächsten Benjamin Bayers!
Endlich mal ein Thema der ganz anderen Art, das Buch ist sehr kurzweilig und interessant geschrieben, macht Lust auf mehr. Gott sei Dank gibt es ja bereits den neuen Teil von Banjamin Bayer - ich freue mich bereits auf die Fortsetzung!
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Karin GruberRezensionen von Ela_Ela:
Camelot in Gefahr : )
Das magische Baumhaus (Band 53) - Das Tor zur Dracheninsel von Mary Pope Osborne
Camelot ist in Gefahr! König Artus ist verletzt und kann nur auf der geheimnisvollen Insel Avalon geheilt werden. Doch die Drachenstatue, die das Tor nach Avalon öffnet, wurde gestohlen. Anne und Philipp eilen mit dem magischen Baumhaus zu Hilfe. Doch den Geschwistern bleibt lediglich ein einziger Tag, um den Drachen zu finden.
Werden die Magie des Drachen und ihr Mut ausreichen, um Camelot zu retten? Komm mit auf die Reise im magischen Baumhaus! Rätselhafte Abenteuer in fremden Welten und längst vergangenen Zeiten erwarten dich auch in den anderen Bänden. Die beliebte Kinderbuch-Reihe von Bestsellerautorin Mary Pope Osborne! Die Geschwister Anne und Philipp reisen mit dem magischen Baumhaus durch die Zeit. Sie erleben spannende Abenteuer, entdecken ferne Länder und lernen viele berühmte Persönlichkeiten kennen.
Meine einzige Serie die ich noch aus meiner Kindheit weiterlese. Ich habe jedes Buch dieser Serie gelesen und finde alle auf ihre Art und Weise toll. Hier finde ich es toll, dass Morgan, Merlin, Teddy & Kathrein wieder eine Rolle spielen, sie haben leider schon länger keine tragende Rolle mehr. Umso mehr freue ich mich dann wenn ich über sie lesen darf.
Fazit: Wieder eine tolle Geschichte vom magischen Baumhaus, die ich relativ schnell ausgelesen hatte. Ich vergebe 4 Sterne.
Rezensionen von gerkenfranziska@gmail.com:
Schaurig-kurzweilige Unterhaltung!
Die Brut - Sie sind da von Ezekiel Boone
Inhaltsangabe: Am Amazonas stirbt eine Wandergruppe. In Indien schnellen die Seismographen in die Höhe, doch es folgt kein Erdbeben. In China wird eine Atombombe gezündet. In Minneapolis stürzt ein Flugzeug vom Himmel. Im Wrack findet Agent Mike Rich eine verbrannte Leiche, aus der etwas Schwarzes kriecht.
Biologin Melanie Guyer erhält in Washington eine FedEx-Sendung, ein mysteriöser Fund von den Nazca-Linien. Etwas lebt. Und es vermehrt sich rasend schnell.
Meine Meinung: Ja, Spinnen sind nicht meine liebsten Tiere. Und desto größer sie sind, desto eher ergreife ich bei dem Anblick die Flucht. Und doch wollte ich das Buch mit den Spinnenweben auf dem Cover und dem vielversprechenden Klappentext unbedingt lesen. Man quält sich ja gerne selbst. :o)
Der Roman ist irgendwo zwischen Thriller, Horror und Dystopie angesiedelt. Man muss sich darauf gefasst machen, dass es an einigen Stellen eklig wird. Also echt jetzt. Richtig eklig. Soviel vorweg.
Die Handlung wird langsam aufgebaut, hier braucht man teilweise ein bisschen Geduld. Aus vielen verschiedenen Perspektiven auf der ganzen Welt verstreut bekommt man nach und nach Einblick in den Beginn der herannahenden Katastrophe. Darauf muss man sich einlassen. Man wird einige Charaktere nur kurz kennenlernen, bevor sie die Geschichte schon wieder verlassen. Andere tauchen erst viele Seiten später wieder auf. Der Schwerpunkt der Geschichte liegt nicht auf den Charakteren und deren Tiefgründigkeit. Trotz der vielen Stränge gelingt es dem Autor gut, die Handlung im weiteren Verlauf zusammenzuführen.
Die Stimmung des Buches konnte mich definitiv packen und bescherte mir gute kurzweilige Unterhaltung. Auch wenn man merkt, dass es der erste Teil einer Trilogie ist und das Erzähltempo manchmal unter dem Erzählstil mit den vielen verschiedenen Perspektiven leidet. Davon wird die Geschichte dann aber hoffentlich beim zweiten Teil profitieren, den ich sicher auch lesen werde. Zu neugierig bin ich, wie es der Menschheit und den schaurigen Biestern ergehen wird. :o)
Rezensionen von Lovely_Lila:
Unterhaltsamer Pageturner
Die Brut - Sie sind da von Ezekiel Boone
- Band #1 von 3 der ?Die Brut?-Reihe -
* Die Rezension enthält leichte Spoiler! *
~ Ein unterhaltsamer Pageturner, der schon in Richtung Horror geht und der mit einem flüssigen Schreibstil, einer interessanten Idee und einer unheilvollen Atmosphäre punkten kann. Einen Pluspunkt erhält der Autor für seine fortschrittliche Darstellung von Frauen und Minderheiten.
Leider hat Ezekiel Boone zu viele Perspektiven gewählt, wodurch wichtige Personen zu kurz kommen. Dafür gibt es einen Stern Abzug. ~
Inhalt
Auf der Welt geschehen seltsame Dinge: In Peru stirbt eine Wandergruppe. In China wird versehentlich eine Atombombe abgeworfen. Die Wissenschaftlerin Melanie Gruyer erhält eine seltsame Sendung. Ein Flugzeug stürzt in Minnesota ab, aus der verkohlten Leiche kriecht etwas Lebendiges. Und all diese Dinge sind nur der Anfang von etwas Größerem, einer weltweiten Katastrophe?
Informationen
Erzählstil: auktoriale bis figurale Erzählsituation, Präteritum;
Perspektive: aus vielen verschiedenen Perspektiven (weiblich und männlich)
Kapitellänge: normal bis sehr kurz (1-14 Seiten)
Meine Meinung
Einstieg
Dieses Buch klang einfach zu gut um wahr zu sein. Der Klappentext erinnerte mich stark an ?Dark Inside? von Jeyn Roberts. Und wer mich auch nur ein bisschen kennt, weiß, dass dieses Buch zu einem meiner absoluten Favoriten gehört und ich es eigentlich ständig allen Horror- und Thrillerbegeisterten ans Herz lege. (Das ist übrigens ein Wink mit dem Zaunpfahl.) Der Einstieg verlief schon einmal angenehm. Sofort fand ich in die Geschichte und auch die Spannung ließ nicht lange auf sich warten.
Schreibstil
Der Schreibstil von Ezekiel Boone ist sehr flüssig und absolut angenehm zu lesen. Literaturpreise wird der Autor damit zwar nicht gewinnen, allerdings funktioniert sein Schreibstil fantastisch, wenn es darum geht, Spannung zu erzeugen und das Kopfkino anzuwerfen. Tatsächlich sieht man alles sofort vor sich, manche beschriebenen Szenen werden bildgewaltig und fast schon filmisch geschildert.
Personen
Am Beginn war ich noch ganz angetan von den verschiedenen Perspektiven, Handlungssträngen und Schauplätzen, bekommt man dadurch doch einen guten Überblick über die Geschehnisse in aller Welt. Je weiter das Buch jedoch fortschritt, umso mehr Schauplätze und Perspektiven schienen es zu werden. Langsam kam ich mit den Nebenpersonen durcheinander, verwechselte sie oder konnte sie nicht mehr richtig einordnen. Dies wurde leider zunehmend schlimmer, so dass viele wichtige Personen viel zu kurz kamen. Hier hätte der Verlag eingreifen müssen, zumal viele Vorkommnisse in andere Handlungsstränge integriert hätten werden können. Auch wenn es mir nicht den Lesespaß verdorben hat, ärgere ich mich doch über das verschwendete Potential.
Dazu kommt, dass der Autor auch jeder noch so unbedeutenden Person eine ziemlich detaillierte Hintergrundgeschichte verpasst ? um zu vermeiden, dass es zu oberflächlichen Figurenbeschreibungen kommt. Das macht durchaus Sinn, doch auch hier ist der Autor manches Mal übers Ziel hinausgeschossen.
Bei den Hauptfiguren hat es mir jedoch gefallen, dass diese relativ gut ausgearbeitet und leicht auseinanderzuhalten waren. Bei dieser Menge an Figuren eine Leistung! Manche der Figuren sind unsympathisch, selbstverliebt oder überheblich, doch hier bin ich mir sicher, dass für jede/n jemand dabei ist, mit dem er/sie mitfiebern kann.
Pluspunkt
Einen Pluspunkt gibt es dafür, dass der Autor bewusst Frauen in Machtpositionen beschreibt (es gibt eine erfolgreiche Wissenschaftlerin, eine Soldatin in leitender Position und sogar eine weibliche Präsidentin), und so veralteten Rollenklischees entgegenwirkt. Auch Sexismus wird hier offen angesprochen und Minderheiten (zum Beispiel Schwule) werden hier großteils von Klischees verschont, was ich einfach nur großartig finde. Ezekiel Boone ist eindeutig ein moderner Autor.
Etwas gestört hat mich dennoch, dass fast alle Frauen ausnahmslos als sehr hübsch beschrieben wurden. Hier hätte ich mir mehr Diversität gewünscht. Irgendwie hatte ich nämlich das Gefühl, dass der Autor trotz aller löblichen Bemühungen bei seinen Protagonistinnen den Fokus doch zu sehr auf das schöne Äußere legt.
Idee und Themen
Die Grundidee ist spannend und konnte mich überzeugen. Das Buch schneidet verschiedene Themen an, geht bei vielem jedoch nicht in die Tiefe, weil die verschiedenen Personen einfach zu wenig Platz bekommen, um sich eingehend mit ihren Problemen zu beschäftigen. Das wird hoffentlich im zweiten Band noch etwas besser.
Die Versuchstiere im Labor und die Selbstverständlickeit, mit der sie getötet werden, haben mir fast das Herz gebrochen. Wir müssen dafür kämpfen, dass Tierversuche endlich abgeschafft werden, heutzutage gibt es genügend Alternativen. Wir müssen aufhören, es als selbstverständlich anzusehen, dass jedes Jahr Millionen von Versuchstieren in Laboren bei sinnlosen Tierversuchen ihr Leben lassen müssen. Im Internet finden sich alle notwendigen Informationen für alle am Thema Interessierten.
Spannung
Die Beschreibungen sind zu Beginn mysteriös, erst nach und nach wird das Ausmaß der Katastrophe deutlich. Der Autor versteht es, Cliffhanger gekonnt einzusetzen und hetzt so die LeserInnen durch das Buch. Ständig will man wissen, wie es weitergeht, die Spannung ist (bis auf einen kurzen Einbruch) relativ konstant vorhanden. Für starke Spinnenphobiker ist das Buch übrigens nicht geeignet und auch alle anderen können mit der einen oder anderen Gänsehaut rechnen. Beim Beschreiben von ekelhaften/schlimmen Dingen geht es mitunter nämlich sehr ins Detail und die unheilvolle Atmosphäre, die das Buch durchdringt, tut ihr Übriges.
Humor
Das Buch kann sehr selten kleine Spuren von subtilem Humor enthalten. Sehr selten.
Ende
Auch wenn der Autor einen guten Zeitpunkt wählt, um den Band zu beenden, so ist das Ende doch mehr als unbefriedigend. Viele Fragen bleiben offen, vieles wird am Ende nur noch sehr kurz angeschnitten. Was der Autor uns sagen will, ist klar: Kauft den nächsten Band! Ob ich das tun werde, ich weiß noch nicht. Den zweiten Band werde ich auf jeden Fall im Auge behalten.
Mein Fazit
Ein unterhaltsamer Pageturner, der schon in Richtung Horror geht und der mit einem flüssigen Schreibstil, einer interessanten Idee und einer unheilvollen Atmosphäre punkten kann. Einen Pluspunkt erhält der Autor für seine fortschrittliche Darstellung von Frauen und Minderheiten. Leider hat Ezekiel Boone zu viele Perspektiven gewählt, wodurch wichtige Personen zu kurz kommen. Dafür gibt es einen Stern Abzug.
Meine Empfehlung: Für Thriller- und Horrorfans. Spinnenphobiker sollten mit Vorsicht an dieses Buch herangehen.
Bewertung:
Idee: 5 Sterne
Ausführung: 4 Sterne
Schreibstil: 4 Sterne
Personen: 4 Sterne
Spannung: 4 Sterne
Grusel/Ekelfaktor: mittel bis hoch, für Spinnenphobiker sehr hoch!
Insgesamt:
????
Dieses Buch erhält von mir vier Lilien! Den zweiten Band werde ich im Auge behalten.
Rezensionen von rewa:
Humor und Krimi
Die Brut - Sie sind da von Ezekiel Boone
,,Pokemon go home´´ von Dorit David ist eine humorvolle Geschichte aus der booksnacks.de Reihe. In der ganzen Stadt sind die Jugendlichen damit beschäftigt überall auf Pokemon Jagd zu gehen. Die Polizeibeamtin Monika Pryzigoda, die für diesen Hype so gar nichts über hat, muss auch noch den Fall der vermissten 5 jährigen Lilli aufklären.
Gestresst von den ganzen Nerds, die ihre Umgebung mit ihren Pokemons verrückt machen, hofft Monika, die kleine Lilli gesund und munter wieder zu finden.
Die Autorin lässt ihre Protagonisten rasch handeln und agieren. Die Szenen wechseln schnell und man bekommt einen guten Einblick, wie der damalige Hype ausgesehen haben könnte. Es gibt humorvolle Szenen und bietet auch einen kleinen Einblick in das manchmal frustrierende Leben und Arbeiten eines Polizeibeamten. Die Pokemon Jagd und der Kriminalfall fügen sich sehr schön am Ende zusammen.
Rezensionen von TheUjulala:
Eine tolle Idee die aber ihr Potenzial verschenkt hat, das "Gewisse Etwas" hat mir einfach gefehlt.
Stormheart. Die Rebellin von Carmack Cora
Die Leseprobe dieses Romans auf Vorablesen.de hatte mich zunächst wirklich überrascht und magisch angezogen. Um so erfreuter war ich, dass ich für dieses Buch bei Vorablesen.de aus dem Lostopf gezogen wurde. Vielen Dank noch mal für die tolle Möglichkeit, dieses Buch lesen und rezensieren zu dürfen!
Cover:
Von Carolin Liepins kenne ich vor allem die Gestaltungen für Marah Woolfs Bücher, die eher illustrativer Natur sind und ich persönlich sehr schön finde.
Hier sehen wir das Foto-Porträt der Sturmprinzessin, das mit der Edelsteinkrone und einem Umhang bestückt ist. Und wenn man genau hinsieht, sieht man auch das Photo-Composing der einzelnen Bilder. Das stört mich nicht so sehr. Was ich aber ein bisschen komisch finde, sind die "fliegenden Haare", die hinter der Prinzessin "zu Berge" stehen. Auch die kleinen Edelsteine an der Augenbraue entlang finde ich etwas merkwürdig. Ich bin von dem Cover nicht ganz überzeugt, zumal ich Gesichter auf Cover auch immer etwas problematisch finde.
Handlung:
Die Sturmlingsprinzessin Aurora wird ohne Sturmmagie geboren und kann ihr Volk Pavan nicht vor den zerstörerischen Stürmen schützen. Um das Gesicht und den Thron zu wahren, gaukelt die Mutter ihrem Volk seit Auroras Geburt vor, sie hätte eine sehr starke Magie. Der einzige Ausweg aus dem Lügenkonstrukt scheint die Vermählung mit dem Sturmprinzen aus dem mächtigen Reich Lock zu sein. Aurora flüchtet aber kurz vor ihrer Hochzeit in das Wildland und trifft dort auf Sturmjäger, die ihr eine vollkommen andere Sicht auf die Dinge vermitteln. Sie begreift, dass ihr bisheriges Leben nicht nur aus einer Lüge bestand und fasst den Entschluss sich die Magie anzueignen, um ihr Volk später als würdige Sturmlings-Königin beschützen zu können.
Buchlayout / Haptik:
Das gesamte Buchlayout ist durchdacht und einheitlich konzipiert. Eine geschnörkelte aber symmetrische Linie ziert zum einen das Cover, das Titelblatt und visualisiert innerhalb von Kapiteln einzelne Sinnabschnitte und Perspektivenwechsel. Kleine Textpassagen führen jedes Kapitel an, wobei sich mir der Zusammenhäng aus dem Inhalt dieser Texte mit dem Geschehen im Kapitel nicht ganz erschließt. Insgesamt erscheint das Buch hochwertig und mit seinen 464 Seiten doch recht dick. Mir hat die Ausführung gut gefallen.
Idee / Plot:
Eine fantastische Welt, in der Stürme und Naturgewalten nicht nur reine Erscheinungen und naturgegeben sind, sondern ein Herz und vielleicht auch einen eigenen Willen besitzen, hat mir sehr gut gefallen. Die bis zur Vermählung von der Außenwelt abgeschottete Aurora muss erst ihre Heimat verlassen um einen eigenen Blickwinkel auf die Stürme und Zusammenhänge zu erfassen. Und lernt dabei den von sich überzeugten Sturmjäger Lock kennen. Aurora ist gefangen zwischen ungewohnten Gefühlen und der Verzweiflung keine gute Thronerbin für ihr Volk sein zu können. Ein wirklich interessanter Ansatz einer neuen Welt mit der Mischung aus Fantasy und Romantik, wobei die Idee des "Sturmkönigs" nicht ganz neu ist.
Emotionen / Protagonisten:
Aurora wirkt zunächst trotzig und willensstark. Sie war mir anfangs recht sympatisch, da sie nicht nur aus purem Egoismus geflüchtet ist, sondern sich ihrem Volk sehr verbunden fühlt und einen Ausweg aus ihrer Misere gesucht hat. Ich konnte ihr gut nachempfinden und fand den Grund ihrer Flucht auch schlüssig. Im Laufe des Buches beginnt sie mich aber zu nerven. Sie wirkt immer naiver und obwohl sie sehr hart trainiert, um eine Sturmjägerin zu werden, hat sie manche Anwandlungen, die ich nicht nachvollziehen kann. Sie bleibt trotzig, aber auf eine sehr anstrengende Art und Weise.
Der Sturmprinz Cassius ist im ersten Abschnitt stark präsent und hat mir sehr gut gefallen. Er strahlt eine unergründliche und mysteriöse Art aus, die mich gleich gefesselt hat. Er ist eher der Bad-Boy, der aber seine eigenen Geheimnisse hat, was ihn für mich wesentlich interessanter macht. Doch nach Auroras Flucht taucht Cassius so gut wie gar nicht mehr auf und verblasst leider total. Von ihm hätte ich gerne mehr gehabt. Er war auch der Magnet, der mich am Anfang angezogen hat und mir deswegen die Leseprobe auch so gut gefallen hat.
"Das Bedürfnis, hinter all ihre Geheimnisse zu kommen, war um so stärker, weil sie bald ihm gehören würde. Sie zu erobern würde wahrscheinlich aufregender sein als jeder Sieg, den er je über einen Sturm errungen hatte."
Cora Carmack: "Stormheart - Die Rebellin", S. 23 (Gebundene Ausgabe © 2017 Friedrich Oetinger Verlag)
Hingegen wirkt der Sturmjäger Lock, der Aurora als Mentor trainiert, anfangs ebenfalls mysteriös und geheimnisvoll, ist aber dann sehr schnell aalglatt und langweilig. Da ist kaum was Überraschendes an ihm, und wirkt eher liebeskrank und ferngesteuert. Die ganze Liebesgeschichte, die sich zwischen Aurora und Lock anbahnt, empfand ich zuerst ganz nett, später aber wurde es mir zu kindisch und beide Protagonisten blieben für mich einfach oberflächlich. Lock wirkt auf mich auch ziemlich arrogant und von sich selbst sehr überzeugt. Er ist dann auch so liebesblind, dass er Auroras mehr als verdächtiges und merkwürdiges Verhalten nicht hinterfragt und nicht einmal eine gesunde Portion Skepsis aufbringt. Das ist für mich nicht authentisch.
Handlungsaufbau / Spannungsbogen:
Die Spannung hat sich über die ersten Abschnitte sanft aufgebaut und man wurde in die Handlung allmählich eingeführt. Die Mischung zwischen mystischer Fantasy und Romantik fand ich gut ausgewogen. Doch über den Verlauf des Buches konnte der Spannungsbogen nicht weiter ausgebaut werden. Die Handlung bleibt vorhersehbar ohne wirklich spürbare Wendungen, geschweige denn aufregende Plottwists. Die magischen Momente wurden immer weniger, es gab kaum Höhepunkte und erst recht keinen Showdown. Nicht einmal einen Cliffhanger (welcher bei einer Trilogie ja inzwischen schon Usus ist), haben wir erleben dürfen. Das Buch endet einfach flach, ohne dass die Handlung wirklich abgeschlossen ist. Einige Fragen sind mehr als offen geblieben und ungereimte Stellen lassen mich ziemlich unglücklich zurück.
Szenerie / Setting:
Cora Carmack beschreibt die Umgebung schön bildhaft und die einzelnen Szenen sind gut vorstellbar. Das schon fast dystopische Setting passt gut zu den Fantasy-Elementen mit den zerstörerischen Stürmen und der Sturmmagie. Es gab ein paar schöne magische Momente zwischen den Stürmen und den Protagonisten, die mir aber dann zu kurz abgehandelt wurden.
Die ellenlangen Seiten mit dem Liebesgeplänkel ?Fang mich doch? ist mir dann einfach zu kindisch und zu doof. Das letzte Kapitel besteht nur noch daraus (schon fast bis hin zu sehr erotischen Beschreibungen) und die Fantasy ist für mich total verflogen. Die ganze Geschichte hat für mich deswegen auch kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Das hätte sich genauso auch in einem anderen Setting abspielen können.
Es ist weder eine prickelnde Lovestory mit ordentlichen Funkenschlag und Dramatik, noch eine mystische Fantasy-Story mit ausgefallener Magie und fesselnder Phantasie. Beides kommt mir zu kurz.
Sprache / Schreibstil:
Der anfängliche, für Fantasy typische Sprachstil hat mir gut gefallen. Es war flüssig und angenehm zu lesen. Obwohl ich bei dieser ?gestelzten? Sprache oft meine Probleme habe, fand ich sie hier ganz ausgewogen und nicht übertrieben. Der Schreibstil nimmt aber kontinuierlich über das Buch ab und wird zum Schluss hin doch sehr gewöhnlich. Vor allem arbeitet Cora Carmack dann vermehrt mit wörtlicher Rede, was ich immer als sehr problematisch finde, weil das immer die Geschichte langatmig wirken lässt. Viele Unterhaltungen hätte man sich sparen können.
Cora Carmack lässt uns die Geschichte in der Multiperspektive erleben. Durch den recht häufigen Perspektivenwechsel habe ich auch den Zugang zu den Protagonisten schlecht vertiefen können. Was ich anfangs gut fand und auch passend für die Einführung in die Geschichte war, empfand ich am Ende eher als lästig. Ich musste auch immer erst ein paar Zeilen lesen, um zu kapieren, aus welcher Sicht das gerade erzählt wird. Das hat mich im Lesefluss gestört. Man hätte sich hier auf eine Hauptsicht (die von Aurora) beschränken sollen, und diese dann vielleicht auch abgesetzt zur Multiperspektive in der Ich-Perspektive erzählen können.
In den letzten Abschnitten fand ich den Perspektivenwechsel mehr als unglücklich. Da hat sich Cora Carmack keinen Gefallen getan (oder es sich zu einfach). Denn es gab einige Stellen, die ich gerne aus der anderen Perspektive gelesen hätte. Zum Beispiel, als Aurora mit dem Nebel spricht. Das hätte eine sehr schöne magische Stelle werden können.
Fazit:
Mich hat die Geschichte zum Ende hin nicht mehr mitnehmen können. Die Spannung wurde über das gesamte Buch auch nicht wirklich aufgebaut. Es hat mich nicht so gefesselt und ich bin mir nicht sicher, ob mich der weitere Verlauf auch interessiert. Zu viel unglaubwürdiges und kindisches Liebesgeplänkel, und zu wenig Fantasy.
Rezensionen von Josetta:
Horror mit 8 Beinen
Die Brut - Sie sind da von Ezekiel Boone
Bereits das Cover verbirgt nicht, welche Spezies in diesem Thriller ausgebrütet wird. Dass diese geschlüpften Tierchen sicherlich keinen Platz im Streichelzoo bekommen, verrät schon der Covertext und die düstere Gestaltung des Taschenbuchs.
Der Leser wird Zeuge, wie weltweit das Chaos ausbricht.
Was ganz klein beginnt, steigert sich in rasantem Tempo zum globalen Problem, dem sich auch ranghöchste Politiker nicht entziehen können.
?Die Brut ? sie sind da? ist ein hochspannender Thriller, der gekonnt mit Schock-, und Weltuntergangsszenarien spielt und die drohende Gefahr super rüberbringt.
Der Leser hüpft von Schauplatz zu Schauplatz und er muss mit jeder Menge Storylines klarkommen. Ohne Probleme kann man die einzelnen Personen dem jeweiligen Ereignis zuordnen, da sie markant charakterisiert wurden (Madame Präsident Stabschef hört auf den kindischen Namen Manny, nur um ein Beispiel zu nennen). Jedoch verliefen einige Schicksale einfach so im Sande oder wurden in wenigen Sätzen abhackt, was mir gegen Ende des Buches immer bitterer aufstieß. Ebenso vermisste ich den späteren Bezug der Ereignisse zu den realen historischen Orten, die anfangs so vielversprechende geheimnisvolle Informationen versprachen.
Ich bin mir sicher, dass der Autor im zweiten Teil die Kurve kriegt die noch fehlenden Verknüpfungen herstellt und die Geschichten der Protagonisten zu Ende erzählt. Aber braucht es dazu ein weiteres Buch? Band 1 endet unrund, einfach so mitten im Geschehen. Band 2 muss die vielen verschiedenen Storylines wieder aufgreifen und langatmig erklären. Und können die kleinen Krabbeltierchen die Spannung noch steigern?
Ich gebe eine Leseempfehlung. ?Wir Menschen sind am A?.? wird im Buch treffend zitiert. Dieser Satz trifft zu 100% ins Schwarze. Wer den ersten Blick hinter diese Hiobsbotschaft werfen möchte, sollte bei ?Die Brut? zugreifen und sich einige spannende und dramatische Lesestunden gönnen.
Rezensionen von AngiF:
Stolz und Vorurteil 2.0
Vermählung von Sittenfeld Curtis
Nachdem Mr. Bennet als Notfall ins Krankenhaus eingeliefert wird, versammeln sich alle seine fünf Töchter erneut im Elternhaus. Nun gilt es für die Familie zusammen zu halten. Nachdem sich Mr. Bennet dann nach einer Bypass-Operation auf dem Weg der Besserung befindet, geht Mrs. Bennet sehr schnell wieder ihren gesellschaftlichen Verpflichtungen nach.
Sie verfolgt lediglich ein Ziel: ihre Töchter unter die Haube zu bringen. Gerade für Jane, die knapp 40 Jahre alt ist, wird es eng, da ist sich ihre Mutter sicher. Als Mrs. Bennet dann erfährt, dass Chip Bingley nach Cincinnati gezogen ist, setzt sie alles daran, dass er ihre Töchter kennen lernt. Der gut aussehende Chip war Teilnehmer in einer Reality-TV-Show namens ?Vermählung? (ähnlich dem ?Bachelor?-Format) und ist demzufolge auf der Suche nach einer Ehefrau. Auf einer Gartenparty der befreundeten Familie Lucas ist es dann soweit, die Familie Bennet triff auf Chip Bingley. Chip und Jane haben an diesem Abend fast ausschließlich Augen für einander. Geht Mrs. Bennets Plan auf? Und wird Liz Bennet sich weitere Wortgefechte mit dem sarkastischen Neurochirurgen Fitzwilliam Darcy liefern?
Die Autorin Curtis Sittenfeld hat Jane Austens ?Stolz und Vorurteil?, das im Original an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert spielt, perfekt in die heutige Zeit verlegt, hat die Geschichte von London nach Cincinnati verfrachtet und den Charakteren moderne Berufe verpasst. Diese Hommage ist der Autorin brillant geglückt. Curtis Sittenfeld verwendet eine erwählte und aufgeschlossene Sprache, die mich als Leserin direkt einfängt und mitnimmt. Ein großes Lob auch an die Übersetzerin Sabine Schilasky, die die Stimmung und Atmosphäre wunderbar ins Deutsche transferiert hat. Interessant finde ich, dass Cincinnati die Geburtsstadt von Curtis Sittenfeld ist und sie dort auch aufwuchs. Demzufolge spiegelt dieser Roman sicher auch gleich ein wahres Bild der Gesellschaft des heutigen Amerika wider.
Meine Bewertung: fünf von fünf möglichen Sternen und eine klare Leseempfehlung. Für mich ist ?Vermählung? eines der besten Bücher dieses Jahres. Für Jane Austen Fans fast schon ein ?Must-Read?, zu schön ist es, die Charaktere wieder zu finden. Irgendwie könnte ich mir sehr gut mehr Klassiker vorstellen, die ins Moderne adaptiert werden ... wie würde es zum Beispiel Scarlett O'Hara heute ergehen?
Rezensionen von Gaby 2707:
Wo sind die Grenzen?
Roofer von Wilke Jutta
Frankfurt am Main: Sie klettern auf die höchsten Gebäude, Brücken und Türme ? die Roofer. Allen voran Trasher und Adrian, die sich gegenseitig mit dem Anbringen ihrer persönlichen Zeichen überbieten. Bis Nasti zu ihnen stößt und Trasher von ihr den absoluten Liebesbeweis fordert: sie soll mit ihm klettern.
Darf er von ihr eine solche Mutprobe als Liebesbeweis fordern?
Ich habe mich mal wieder auf ein Jugendbuch eingelassen und es absolut nicht bereut. Die Szene der Roofer, bei dem meist Jugendliche oder junge Erwachsene ohne Sicherung auf hohe Gebäude oder Bauwerke klettern um sich dort z.B. zu filmen und diese Filme dann bei YouTube einzustellen. Da dieser ?Sport? verboten ist, sieht man die Roofer meist nur mit Maske oder schwarzer Haube und ihrem eigenen Zeichen als Erkennungsmal. In dieser Geschichte geht es um die Rivalität zwischen einen Balken mit einem stilisierten Vogel und einen grünen Gecko ? Trasher und Adrian.
Jutta Wilke beschreibt diese Extremsport-Szene sehr detailliert, eingebettet in eine Geschichte um die Freundschaft zwischen Alice und Nasti und die junge Liebe zwischen Nasti und dem Roofer Trasher. Ich kann die Angst spüren, die Alice um ihre Freundin hat, wenn Nasti neuerdings alle Zweifel und Ängste beiseite schiebt, auch klettern und dem Himmel nahe sein will. Ihre Anhänglichkeit ist beim Lesen gut zu spüren und ihre Verärgerung und ihre Verzweiflung, dass sie Nasti mit ihren Worten nicht mehr erreichen kann.
Ich kenne mich in Frankfurt ein bisschen aus und es fällt es mir leicht mir vorzustellen, wo sich die Gruppe um Trasher und Adrian gerade aufhält und ihrem Hobby nachgeht. Da die Geschichte von Alice erzählt wird, bin ich in ihren Gedanken immer mit dabei. Manchmal möchte ich die Mädels und vor allem die Jungs, die meinen sich immer und immer wieder beweisen zu müssen, schütteln und ihnen bewusst machen, auf welchen Blödsinn sie sich gerade einlassen.
Auch wenn ich diese Art Sport bisher nicht kannte, habe ich mit diesem Buch spannende und unterhaltsame Lesestunden verbracht. Ich durfte die Jugendlichen auf ihrer Suche nach Freundschaft, Anerkennung und Liebe begleiten. Und ich hoffe, dass sie eines Tages zu sich selbst finden werden.
Rezensionen von Rebecca1493:
Teuflisch gute Idee mit Luft nach oben!
In der Liebe ist die Hölle los von Benne Schröder
Wie eigentlich fast immer beim LYX-Verlag ist das Titelbild ein Knaller und lädt dazu ein auch der Inhaltsangabe einen zweiten Blick zu schenken. Ziel auf ganzer Linie erreicht!
Für mich war dieses Buch in zweierlei Hinsicht eine Art Novum, denn bisher habe ich einerseits recht wenige Liebesgeschichten aus der Feder eines Mannes gelesen und andererseits war mir das Thema Hölle (bzw.
"das Dunkle") in dieser Form auch noch nicht untergekommen. Die Erwartungen und meine Neugier waren dementsprechend groß.
"In der Liebe ist die Hölle los" ist der Debütroman des Schriftstellers Benne Schröder. Dass es sich um sein Erstlingswerk handelt, habe ich als Leserin eigentlich kaum wahrgenommen. Ein paar Stellen waren vielleicht eine Spur holprig, aber insgesamt konnte mich der Schreibstil schon nach wenigen Seiten für sich einnehmen und mich in eine Welt entführen, in der der Tod nonstop auf der Tagesordnung steht. Die immer wiederkehrenden Erklärungen wie sich ein Mensch, der ins Dunkle übergetreten ist, zu Verhalten und welche Rechte er hat, haben die Geschichte zusätzlich aufgelockert. Überhaupt ist die Idee aus der Sicht der Tochter des Todes zu erzählen eine richtig gute, die für mich neu war und auf voller Linie überzeugen konnte!
Für Spannung war von Beginn an eigentlich durchgehend gesorgt, sodass ich der Geschichte nie überdrüssig geworden bin. Man fiebert mit den handelnden Personen mit und möchte natürlich wissen, wer Catalea übel mitspielen will. Soviel sei verraten: das Ende habe ich so nicht kommen sehen!
Catalea (ein wirklich interessanter Name) ist mir im Verlauf des Buches immer mehr ans Herz gewachsen. Da die Geschichte durchgängig aus ihrer Sicht erzählt wird, bekommt man einen ganz besonderen Blick in ihre Gefühlswelt und kann ihre Handlungen sehr gut nachvollziehen. Ich habe sehr mit ihr mitgelitten, wenn sie einmal mehr ihre "Folter "-Accessoires (=Absatzschuhe) tragen musste, die unter den Dämonen das absolute Must-Haves sind. An dieser Stelle muss ich Benne Schröder besonders loben, denn die "Qualen" der armen Catalea hat er wirklich meisterhaft an mich als Leser vermittelt! Ebenso hat mich die Veränderung der trotz ihrer Abstammung bodenständig gebliebenen jungen Frau positiv überrascht und für sich einnehmen können.
Ein wenig gestört haben mich allerdings ein paar kleine Ungereimtheiten im Plot, die ich hier allerdings nicht nennen möchte, um niemandem die Spannung zu nehmen! Für Band zwei besteht also durchaus Luft nach oben.
Fazit: Klasse Debütroman mit einer teuflisch guten Idee, die in ihrer Umsetzung durchaus noch Luft nach oben lässt!







