Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Volker Moser:
Ausnahme-Story
Geständnisse von Minato Kanae
Spannendes Buch rund um eine dramatische Geschichte in einer japanischen Schule. Bemerkenswert gelungen sind die unterschiedlichen Blickwinkel der handelnden Personen auf dasselbe Verbrechen. Die Sprache eröffnet einen tiefen Einblick in den jeweiligen Charakter . Schwere Kost aber absolut lesenswert.
Rezensionen von Krimine:
Ein glaubwürdiger und spannender Kriminalroman
Geständnisse von Minato Kanae
Anstatt einen Geocache zu heben, stoßen zwei Jungen im Aubinger Lohe auf die Leiche einer Frau, die wie Müll entsorgt worden ist. Mit eingeschlagenem Schädel und Hämatomen am ganzen Körper bietet sie einen Anblick, der die Münchener Kommissarin Toni Stieglitz mehr als nur schockt. Denn die von ihrem Exfreund misshandelte Polizistin weiß genau, wie es sich anfühlt, von einem nahestehenden Menschen geschlagen zu werden und nicht in der Lage zu sein, sich Hilfe zu suchen.
Deshalb steht für Toni von Beginn an fest, dass vor allem der Ehemann als Täter infrage kommt. Doch der Fall stellt sich als viel komplizierter heraus und Toni muss erkennen, wie wichtig es ist, bei einer Ermittlung die eigenen Gefühle hintenanzustellen.
?Tiefe Schuld? ist nach ?Verletzung? der zweite Fall für die Münchener Kommissarin Toni Stieglitz, die bereits einem Serienmörder das Handwerk legen konnte. Nun ermittelt sie in einem Verbrechen, das mit hoher Wahrscheinlichkeit im familiären Bereich stattgefunden hat. Eine Herausforderung für die emotional angeschlagene Kommissarin, die noch lange nicht über ihre eigene Vergangenheit hinweggekommen ist. Kein Wunder, denn ihr Exfreund Mike lässt keine Gelegenheit verstreichen, um sie noch immer zu bedrohen. Doch die toughe Ermittlerin, die angenehm sympathisch und wunderbar lebensecht in Erscheinung tritt, lässt sich nicht unterkriegen und kämpft darum, wieder ein normales Leben zu führen.
Manuela Obermeier versteht es wunderbar, Bilder im Kopf ihrer Leser zu entfachen und mit einem wendungsreichen Fall Spannung aufzubauen. So fiebert der Leser von Beginn an mit und hofft, dass es bald gelingt, das brutale Verbrechen zu klären. Doch bis endlich so weit ist und der Täter gestellt werden kann, lernt er eine Vielzahl an Figuren kennen, die angenehm vielfältig in Erscheinung treten und vor allem, wie zum Beispiel der in Verdacht geratene Ehemann, nur schwer zu durchschauen sind. Dafür aber kommt schnell eine Vermutung auf, wer den Mord begangen hat, was den Lesegenuss allerdings nicht stört. Ein Schreibstil, der sich wunderbar flüssig liest, rundet den realitätsnah erdachten Fall gekonnt ab und sorgt dafür, dass das Buch in einem Zug verschlungen werden kann.
Fazit:
?Tiefe Schuld? ist ein glaubwürdiger und spannender Kriminalroman, der durchgängig gut zu unterhalten versteht.
Rezensionen von Rebecca1493:
Positive Überraschung!
Never before you - Jake & Carrie von Amy Baxter
Wie gewohnt ein paar Zeilen zum Titelbild: es ist nicht schlecht, reißt mich allerdings auch nicht vom Hocker, einfach nichts Neues. Und leider ist dieses Pink als einziger Farbklecks auch nicht unbedingt mein Ding. Das Cover übermittelt allerdings die Spannung, die von Anfang zwischen Carrie und Jake herrscht.
Positiv möchte ich ebenfalls erwähnen, dass die Beschreibung der beiden Charaktere durchaus mit den abgebildeten Personen übereinstimmt.
Beim Lesen der Inhaltsangabe konnte die Geschichte zwar mein Interesse wecken, allerdings war jetzt kein wirklicher Wow-Effekt bei mir zu spüren. Das änderte sich jedoch nach den ersten Seiten des Buches. Der Schreibstil der Autorin Amy Baxter konnte mich schnell für sich einnehmen, die Sätze lasen sich durchweg flüssig und ich kam als Leserin, u.a. auch wegen der nicht vorhandenen Rechtschreibfehler, nie ins Stocken. Großer Pluspunkt!
Auch in dieser Young Adult Geschichte wird die Story aus der Sicht beider Hauptcharaktere (Jake und Carrie) erzählt. Dieser Erzählstil kommt bei mir immer gut an, da mein einerseits mehr über die Personen erfährt und andererseits die aufgebaute Spannung aufrecht erhalten werden kann, wenn der Perspektivenwechsel im richtigen Moment erfolgt.
So richtig konnte mich Amy Baxter aber mit dem Inhalt selbst überzeugen. Anhand der Inhaltsangabe hätte ich nicht erwartet, dass ich so mit Carrie und Jake mitfiebern würde. Ich konnte das Buch im wahrsten Sinne kaum noch aus der Hand legen und wollte unbedingt wissen wie sich die Geschichte weiterentwickeln würde. Es wurde nie langweilig oder besonders vorhersehbar, sodass ich dem Buch mit gutem Gewissen 5 Punkte geben und es mit dem Prädikat "lesenswert" auszeichnen kann.
Ich fiebere also auf den zweiten Teil der Buchreihe hin, in der Eric und Joyce die Hauptrolle spielen werden und hoffe, dass uns Jake und Carrie noch ein wenig erhalten bleiben.
Fazit: In diesem Falle kann ich nur sagen: durchweg positive Überraschung - durchweg überzeugender Auftakt, der Lust auf mehr aus der Feder der Autorin Amy Baxter macht!
Rezensionen von Gaby 2707:
Guter Beginn einer neuen Toskana-Reihe
Die Morde von Morcone von Stefan Ulrich
Der Münchner Rechtsanwalt Robert Lichtenwald braucht eine Auszeit. Verlassen von seiner Frau Stefanie zieht er sich in sein Bauernhaus in der Toskana zurück um zurück zu sich selbst zu finden. Kurz nach seiner Ankunft finden er und sein Vermieter in den Ruinen des Klosters San Rocco eine Leiche in die ein Buchstabe geritzt ist.
Was hat es damit auf sich? Als sich die Leichen in Morcone mit den eingeritzten Buchstaben häufen und die Carabinieri im trüben fischen, macht sich Lichtenwald zusammen mit der Lokalreporterin Giada Bianchi auf Mördersuche. Hierbei geraten Beide selbst in höchste Gefahr.
Das trotz der vielen Farben etwas düstere Cover mit den Zypressen und dem Kreuz und vor allem die Leseprobe haben mir Lust auf dieses Buch gemacht. Stefan Ulrich schafft es auch bald mich tief in die Geschichte hinein zu ziehen. Sein Schreibstil liest sich angenehm, flüssig und die Spannung steigt ab den ersten Seiten. Dass er diesen Teil Italiens gut kennt, kann er sehr gut vermitteln. Er schafft es schnell, mein Kopfkino mit den vielen Bildern, die er beschreibt, zu füllen.
Ich lerne den eher ruhigen Robert Lichtenwald und die temperamentvolle Giada Bianchi recht ausführlich kennen. Die anderen Protagonisten bleiben für mich etwas farblos und blass. Ich tauche ein in die toskanische Landschaft und die italienische Lebensart. Wie ein Urlaub ? nur das er mit Leichen gespickt ist.
Was mir nicht so gut gefällt, sind die vielen italienischen Floskeln und Begriffe, die immer wieder Eingang finden, sich aber beim Lesen oft von selbst erklären. Der Lesefluß wurde hier für mich aber immer wieder gestört. Hier wäre ein Glossar mit den Erklärungen hilfreich. Die dicken italienischen Mammas und die faulen Carabinieri sind mir mit zu viel Klischees gehaftet.
Ich habe einen für mich neuen Autor kennengelernt, der mir die Toskana sehr gut näher gebracht und einen interessanten Kriminalfall konstruiert hat. Trotz einiger Kritikpunkte würde ich mich freuen, bald mehr von dem ungleichen Ermittlerpaar lesen zu dürfen.
Rezensionen von Rebecca1493:
Durchaus lesenwert, aber nicht auf ganzer Linie überzeugend
Die Morde von Morcone von Stefan Ulrich
Das Cover passt sehr gut zum Inhalt des Buches, wird Twylla doch als Mädchen mit roten Jahren und blasser Haut beschrieben und auch der rote Umhang nimmt einen zentralen Aspekt innerhalb der Geschichte ein. Dass sich das Mädchen in einer Flasche befindet, in der sich auch Gift befinden könnte, aber gleichzeitig wie ein Käfig wirkt, unterstreicht, dass sich die Gestalter des Titelbildes mit der Story auseinandergesetzt haben.
So oder so, das Cover ist in jedem Fall geglückt.
Die Inhaltsangabe hatte mich wirklich neugierig gemacht: ein Mädchen, das Gift trinken "muss" und deshalb nicht berührt werden darf? Das Klang in meinen Ohren nach einem völlig neuen Ansatz für eine Geschichte und ich wollte dementsprechend gerne wissen, ob auch die Umsetzung des Buches meinem Anspruch gerecht werden würde.
Was den Schreibstil angeht, wurde ich auf keinen Fall enttäuscht. Auch wenn ich mich zu Beginn von diversen neu eingeführten Gottheiten, Ländern und Namen etwas erschlagen gefühlt habe, konnte mich die Autorin Melinda Salisbury durchaus von ihrem Können überzeugen. Von der ersten Seite an fühlte man sich nicht nur als eine Art Beobachter der Geschichte, sondern als wäre man als Leser mittendrin. Dazu beigetragen hat vor allem die Erzählweise, denn das Buch wird ausschließlich aus der Sicht Twyllas erzählt.
Ihre Sorgen, ihre Ängste und Zweifel, aber auch ihre Wut und ihr Zorn auf die Königin und ihr vorbestimmtes Schicksal sind mir wirklich sehr unter die Haut gegangen. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und war gleichzeitig froh, nicht ihr Schicksal teilen zu müssen, denn sie wird nicht etwa wie eine Heilige verehrt wie man es bei ihrem Status vielleicht vermuten würde, sondern sie ist eine Ausgestoßene, der Niemand zu Nahe kommen möchte.
Umso mehr freut man sich natürlich mit ihr, dass ihr neuer Wächter Lief für sie zu einem Vertrauten wird und ihr eine neue Sicht auf die Welt gibt. Aber er säht auch Zweifel in der jungen Frau, sagt Dinge, die ihn töten könnten. Und das war auch der Grund, weshalb das Buch mir irgendwie kein so gutes Gefühl vermittelt wurde, denn man wartet eigentlich die Hälfte der Zeit darauf, dass die beiden erwischt werden und sitzt wie auf heißen Kohlen! Durch die besondere Nähe zu Twylla ging mir das bei dieser Geschichte irgendwie alles besonders nah, weil man so sehr hofft, dass sie selbstbestimmt sein darf und glücklich wird.
Aber auch Prinz Merek, der nicht ganz so leicht zu durchschauen ist, spielt vor allem zum Schluss eine wichtige Rolle, die ich aber an dieser Stelle nicht verraten möchte.
Das Ende habe ich in dieser Form nicht erwartet und macht auf jeden Fall Lust mehr über Twylla, Lief und Merek zu erfahren. Bin gespannt, in welcher Form sie im zweiten Teil des Buches mitwirken werden.
Fazit: Die Geschichte konnte mich von Beginn an fesseln, aber sie vermittelt dem Leser kein besonders gutes Gefühl, ich saß wie auf heißen Kohlen... Aber nach diesem doch eher unbefriedigendem Ende, bin ich doch sehr gespannt wie es weitergehen wird!
Rezensionen von AngiF:
Der Patriarch
Heute ist für immer von Müntefering Mirjam
Marleen ist im 8. Monat schwanger als sie einen schlimmen Streit mit ihrem Freund Florian Steinbeck, genannt Flo, hat. Es geht wieder einmal darum, dass er sie endlich seiner Familie vorstellen soll. Doch Flo befürchtet ein neuerliches schweres Zerwürfnis mit seiner Familie. Hat er das doch bereits zuvor erlebt, als er sein Ingenieursstudium abgebrochen hat.
Da hat die Familie ihm jegliche finanzielle Zuwendung entzogen. Gerade etabliert er sich als Autor von Theaterstücken und hofft auf die Akzeptanz seiner Familie. Da wäre es in seinen Augen grundverkehrt, gerade am Geburtstag seiner Mutter Karin, die Beziehung zu einer Schauspielerin zu beichten. Flo wäre es lieber, das Bekenntnis vorzubereiten und den Weg zu ebnen, bevor seine Familie und hier insbesondere sein Großvater Heinrich auf Marleen treffen werden. Heinrich, der Patriarch der Familie führt ein strenges Regime, der Patentanwalt funktioniert selbst wie ein Präzisionsuhrwerk und ist stolz darauf, seine Gefühle im Griff zu haben. Als Flo schwer verunglückt wendet sich das Blatt und somit das Schicksal der gesamten Familie.
Erneut kann mich die Autorin Mirjam Müntefering mit ihrem Roman ?Heute ist für immer? schon beim Lesen der ersten Zeilen einfangen und den gesamten Roman hindurch festhalten. Ihr unverwechselbarer Schreibstil, gekonnt erzählt sie ihre Story aus verschiedenen Perspektiven, mit einer herrlichen frischen und natürlichen Sprache, sind regelrecht mitreißend. Mirjam Müntefering kann mich wieder einmal davon überzeugen, welch eine großartige und phantastische Geschichtenerzählerin in ihr steckt. Die Charaktere sind perfekt ausgefeilt und stecken voller Blut und Leben. Die Geschichte selbst fesselt und ist voller Emotionen, wie Stolz, Pflichtgefühl und natürlich Liebe. Nicht vorhersehbare Wendungen und eine spannende Entwicklung der Figuren bringen eindeutig einen Aha-Faktor mit sich. Das verwendete Tempo ist angenehm.
Meine Bewertung: verdiente fünf von fünf möglichen Sternen und eine absolute Leseempfehlung meinerseits. Dieses ist eines der Bücher, deren Figuren mich noch lange begleiten werden und das ich gar nicht loslassen möchte. Ein Familien-Roman wie geschaffen für ein gemütliches Lese-Wochenende.
Rezensionen von Gaby 2707:
Die Wahrheit hat viele Gesichter
Sieh nichts Böses von Inge Löhnig
Bei ihrer Prüfung zum Polizei-Leichenspürhund spürt die Border-Collie-Hündin Ronja im Forstenrieder Wald bei München die Leiche einer jungen Frau auf. Sie hat ca. zwei Jahre hier in ihrem kalten Grab gelegen und es ist nicht einfach, die Identität festzustellen, da für den fraglichen Zeitraum keine Vermisstenanzeige vorliegt.
Kommissar Konstantin ?Tino? Dühnfort, der mit seiner Frau Gina gerade aus den Flitterwochen kommt, wird vor eine knifflige Aufgabe gestellt. Vor allem, als bei der Toten ein kleiner Affe gefunden wird, der mit einer Pfote seinen Unterleib bedeckt. Was will der Mörder damit mitteilen? Und ist man hier evtl. einem Serienmörder auf der Spur? Nach einem Aufruf an die Bevölkerung um Mithilfe klärt sich die Identität der Toten. Bis zur Aufklärung des Verbrechens an der jungen Frau ist es allerdings noch ein weiter Weg.
Ich mag den Kommissar mit seiner ruhigen beständigen Art, der um in die Gänge zu kommen erst mal seinen Espresso Doppio aus seiner Pavoni braucht. Und auch seine Frau Gina mit ihrem herzhaften Lachen, das ich immer, wenn davon die Rede ist, im Ohr habe, mag ich sehr gerne. Deshalb trifft auch mich die Erkenntnis, die die Beiden nach einer Vorsorgeuntersuchung bekommen, richtig hart. Aber ich kann die Entscheidung, die sie treffen, gut verstehen. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch - und ich bewundere den Mut, den die Beiden aufbringen sehr.
Inge Löhnig nimmt sich in diesem 8. Fall für Kommissar Dühnfort Familien vor, in denen es nicht immer liebevoll zugeht. Ganz im Gegenteil. Ich werde mit lieblosen, prügelnden und wegschauenden Eltern konfrontiert, was mir beim Lesen nicht immer leicht gefallen ist. Aber auch das ist das Leben, das die Autorin gekonnt eingefangen und in einem spannenden Roman verarbeitet hat.
Ich bin von Anfang an mittendrin und gefangen in den Ermittlungen, die mich tief in die menschliche Psyche blicken und manches Mal fassungslos werden lassen. Dabei zu sein, wie ein Puzzleteilchen nach dem anderen sich endlich zu einem großen Ganzen zusammen fügt, war schon sehr interessant. Die Spannung hält sich von Beginn an auf einem sehr hohen Level und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Hatte ich meinen Täter ermittelt, taten sich wieder neue Wege und Wendungen auf und ich war mit meinem Latein wieder am Ende.
Ich habe eine sehr vielschichtige Geschichte gelesen, bei der sich die verschiedenen Fäden am Ende vollkommen und für mich gut nachvollziehbar auflösen. Und auch das Privatleben des sympathischen Ermittlerpaar kommt nicht zu kurz.
Für mich ist dies der interessanteste und spannendes Fall, den Tino Dühnfort mit seinem Team bisher gelöst hat.
Rezensionen von Gaby 2707:
Ein spannender Fall
Sieh nichts Böses von Inge Löhnig
Auf der Suche nach einem Cache in der Aubinger Lohe, ganz im Westen von München stolpern zwei junge Geocacher buchstäblich über die Leiche einer jungen Frau, die schwerste Misshandlungen aufweist. Kriminalhauptkommissarin Antonia ?Toni? Stieglitz, die als Mitglied des Teams um ihren Chef Hans Zinkl diesen Fall lösen soll, wird dadurch sofort an ihre eigene Geschichte mit ihrem prügelnden Ex Mike erinnert, die immer noch nicht ausgestanden scheint.
Toni wagt einige Alleingänge, die sie an den Rand ihrer psychischen Grenzen bringen.
Ich habe Toni Stieglitz schon in ihrem ersten Fall ?Verletzungen? kennenlernen dürfen und fand die junge Kommissarin, die schon so viel mitgemacht hat, sehr sympathisch und taff. In diesem Fall lerne ich die sehr sensible Seite der Ermittlerin kennen, die sich endlich von ihrem prügelnden Ex getrennt hat. Und sie spricht darüber ? was ich sehr gut finde. Trotz aller Professionalität vernebeln ihre eigenen Erfahrungen und Emotionen etwas ihren Blick, was sie umso glaubhafter werden lässt.
Aber auch die anderen Protagonisten finde ich sehr menschlich und lebensnah gezeichnet und kann sie mir gut vorstellen. Alle haben ihre Stärken und Schwächen, was für mich beim Lesen sehr gut rüber kommt.
Mir als Münchnerin gefällt es besonders gut, dass ich mich in diesem Fall ?auskenne?. Ob Toni am Sendlinger Tor oder am Viktualienmarkt vorbei fährt, ob sie am Bordeauxplatz steht oder vom ehemaligen Little Oktoberfest in der Amisiedlung erzählt. Immer bin ich mittendrin und mein Kopfkino überschlägt sich.
Der Fall an sich löst sich langsam und schlüssig auf. Ich kann sehr gut mit rätseln und mit fiebern, aber die Suche nach dem wirklichen Täter hat mich an meine Grenzen geführt. Ich hatte mal einen ganz leisen Verdacht, der sich dann auch bestätigt hat; allerdings nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Der Mordfall gerät durch die Turbulenzen, durch die Toni geht, hier und da etwas ins Hintertreffen. Aber da auch ihre persönliche Geschichte so spannend ist, hat mich das nicht gestört.
Ich habe einen fesselnden Mordfall aufgelöst, der durch seine taffe und sehr emotionale Ermittlerin noch mehr an Brisanz gewinnt. Ich würde mich freuen, bald mehr von Toni und natürlich Dr. Mulder lesen zu können.
Rezensionen von Lotta:
Tolles Kochbuch für Menschen mit Intoleranzen
Happy Healthy Food von Nathalie Gleitman
Lebensmittel-Intoleranzen werden durch das immer weit gefächerte Lebensmittelangebot in den Supermärkten zwar immer einfacher zu beachten, doch schmackhafte Rezepte findet man wenig.
Oftmals stellen sich diese Intoleranzen erst irgendwann heraus und Betroffene müssen ihre Ernährung komplett umstellen.
Im Buch gibt es viele verschiedene Rezepte, für Snacks zwischendurch, Frühstück oder auch eine warme Mahlzeit. Alle werden mit tollen großen Fotos gezeigt. Die Beschreibungen sind recht einfach nachzuvollziehen und nachzumachen. Das wichtigste: Es schmeckt!
Leider ist es nicht wirklich durchschaubar in welcher Reihenfolge die Rezepte folgen. Teilweise wirkt es etwas willkürlich.
Insgesamt hat mir dieses Buch von den Rezepten her sehr gut gefallen. So komme ich auf 4 von 5 Sternen.
Rezensionen von Caroline :
Manchmal muss man über seinen Schatten springen
Happy Healthy Food von Nathalie Gleitman
Hope und ihr jüngerer Bruder Raphael beginnen in L.A. ein neues Leben. Hope versucht so vor ihrer Vergangenheit zu fliehen. Das ist aber gar nicht so einfach, denn Träume verfolgen einen, egal wo man wohnt.
Sie arbeitet viel, um ihr Modelabel bekannt zu machen. Ihr Teenager Bruder sucht sich Freunde und schlägt dabei öfter über die Stränge.
Hope hat manchmal das Gefühl mit der Erziehung überfordert zu sein.
Aiden ist erfolgreicher Fotograf, der Berühmtheiten gekonnt in Szene setzt, aber in den letzten Monaten hat ihn die Muse verlassen. Sein Leben wurde durch einen schlimmen Verrat seiner Freundin komplett durch einander gewirbelt.
So treffen sich zwei Menschen, die an einem Scheideweg ihres Lebens stehen und sich entscheiden müssen, wie ihre Zukunft aussehen soll.
Wie hat es mir gefallen?
Dies war mein erstes Buch der Autorin und ich muss zugeben, es hat mir gut gefallen. Ich bin ohne große Erwartungen in die Geschichte gegangen. Bekommen habe ich eine wunderschöne Story mit zwei tollen Hauptfiguren.
Hope hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Sie scheint eine starke unabhängige Frau zu sein. Sie kleidet sich sexy wie ein Pin-Up Girl der 50iger Jahre, doch schnell erkennt man, dass dies ihre Rüstung ist, um die Tage unbeschadet zu überstehen.
Aiden durchschaut sie auch sehr schnell. Er möchte sie auch nicht zu sehr bedrängen, denn er weiß, dass sie sich sonst komplett zurück ziehen würde.
Genau dieser Aspekt hat mir sehr gut gefallen. Sie lernen einander nicht sofort kennen. Es dauert ein wenig. Beide Figuren werden vorgestellt. Der Leser wartet schon sehnsüchtig darauf, dass sie sich treffen.
Dass dies der zweite Teil der Reihe ist, hat mich ausnahmsweise nicht gestört. Ich bin normalerweise eine Verfechterin der Lies-in-der-richtigen-Reihenfolge Theorie, aber hier hat die Autorin recht viel erzählt und somit hatte ich nie das Gefühl, dass mir wichtige Informationen fehlen.
Den Sterne-Abzug habe ich gegeben, weil das Ende für mich einfach zu schnell abgehandelt wurde. Um nicht zu spoilern, werde ich nicht näher darauf eingehen.
Ich werde mir die Serie und die Autorin auf jeden Fall merken.







