Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Caroline :
Zwei wie Hund und Katz
Der Amerikaner von Karin Lindberg
Tessa Prescotts Leben ist voll durchgeplant und organisiert. Schließlich muss sie sich als Model an die Zeitpläne ihrer Auftraggeber halten. Als ihr Papa sie bittet, ihn in die USA zu begleiten, um ein paar neue Pferde zu begutachten, plant sie ein wenig um. Sie freut sich auf die kurze Auszeit und das Treffen mit ihrem Vater.
Ihr Papa kann sich jedoch auf Grund eines Zwischenfalls in Shanghai nicht loseisen und so bleibt Tessa nichts anderes übrig, als sich alleine nach Kansas aufzumachen.
Ihr Gastgeber holt sie vom Flughafen sogar mit dem Helikopter ab. Dort angekommen wird sie sehr herzlich empfangen. Nur Derek, der Sohn des Hauses zeigt ihr die kalte Schulter. Aber so schnell lässt sich Tessa nicht ins Boxhorn jagen, denn sie ist zwar ein gefragtes Model, aber kein hirnloses Püppchen, das sich vor dem gutaussehenden Cowboy keine Blöße geben will. Seine freundliche Seite zeigt er nur seinem Sohn Tyler, den er alleine aufzieht, denn die Mutter des Jungen hat ihn einfach kurz nach dessen Geburt sitzen gelassen.
Ein Unfall und ein Blizzard fesseln die zwei alleine an die Ranch. Zeit, um sich besser kennenzulernen.
Wie hat es mir gefallen?
Teil 4 von 5 rund um die Prescott Schwestern dreht sich um Tessa und ihre Reise in die USA. Tessa ist Model und sehr gefragt. Sie weiß sich zu inszenieren, nutzt die Sozialen Medien zu ihrem Vorteil und ist somit recht präsent. Sie wirkt nach außen sehr professionell doch als Mensch, zieht sie es vor sich locker zu kleiden, Spaß zu haben. Ich mochte sie von Beginn an total gerne. Die Schwestern sind alle so unterschiedlich, aber bei Tessa fühlte ich mich von Anfang an sehr wohl. So auch hier, als sie den Ausritt macht und einfach sie selbst sein kann. Sie entdeckt, dass sie dieses ?einfache? Leben vermisst. Sie genießt die Einsamkeit und auch die neuen Menschen, die sich als Familie ein Imperium erarbeitet haben.
Derek lebt für die Farm und für seinen Sohn Tyler. Um ihn dreht sich alles, bei ihm kann er liebevoll und herzlich sein. Die Mutter von Tyler hat ihn einfach sitzen gelassen, um ein glamouröses Leben in L.A. zu leben. Diese Erfahrung hat ihn unzugänglich und recht griesgrämig gemacht.
Die restliche Familie Hawkins war sehr nett und sympathisch. Die Szenen im Haus, die gemeinsamen Mahlzeiten und die Arbeit sind toll beschrieben.
Die Anziehung zwischen Tessa und Derek ist sofort zu spüren. Wobei beide dieser eigentlich nicht nachgeben wollen. Sie streiten und keifen sich an ohne Rücksicht auf Verluste. Sehr amüsant zu verfolgen und zu lesen.
Da die Geschichte abseits von Shanghai spielt, erfährt man nicht sehr viel von der Seitengeschichte. Mich hat das nicht gestört, denn die zwei Hauptfiguren haben mich beschäftigt und sehr gut unterhalten.
www.mariessalondulivre.at
Rezensionen von Janine2610:
Rationalisierung emotionaler Handlungen
Homo faber von Max Frisch
Walter Faber, der Protagonist dieses Buches, ist ein durch und durch sachlicher und rational denkender Mann, der zwar mit Gefühlen nichts großartig anfangen kann, mit Maschinen und Technik dafür umso mehr. Mit Frauen hat er's deswegen besonders schwer, da diese doch oft ausschließlich in ihrer Gefühlswelt leben und mit seiner Sachlichkeit nicht umgehen können.
In dieser durch einen unglaublichen Zufall geprägten Geschichte trifft Mr. Faber auf seinen Reisen eine junge Frau, in die er sich nicht nur verliebt, sondern von der er schon bald sogar herausfindet, dass sie seine eigene Tochter ist. Und ab dem Moment beginnt das Schlamassel. Oder anders ausgedrückt: die wichtigste und mit Sinn gefüllteste Zeit seines restlichen Lebens, die dennoch nicht ohne Probleme und Katastrophen auskommt.
~ Ich bin nicht zynisch. Ich bin nur, was Frauen nicht vertragen, durchaus sachlich. ~
(S. 91)
Geschrieben wurde »Homo faber« von Max Frisch in den 1950ern, und ich finde, genau das merkt man auch ganz deutlich an der Schreib- bzw. Ausdrucksweise des Autors: Viele alte, heute nicht mehr gebräuchliche Wörter und Ausdrücke sind hierin zu finden und lassen dadurch das typische Klassiker-Feeling aufkommen.
Walter Faber berichtet in Form eines Tagebuchs von der Zeit mit seiner Jugendliebe Hanna, von seinem Dasein danach, den Frauen, die anschließend Teil seines Lebens waren und natürlich auch der Jetzt-Zeit, in der er viel herumreist und schlussendlich seine nie gekannte Tochter kennenlernt.
Während der gesamten Zeit des Lesens, so hatte ich das Gefühl, ist es mir schwer gefallen "am Ball zu bleiben". Phasenweise fand ich Fabers Bericht anstrengend, bin hin und wieder also auch abgeschweift. - Was ich natürlich nicht wollte, trotzdem konnte ich manchmal dem vielen Blabla über Technik und dem ganzen Gedenke, das mir oftmals wie ein Zerdenken vorgekommen ist, nicht folgen. Vielleicht liegt es daran, dass ich eine Frau bin und mir so ein bisschen der Zugang zur typisch männlichen Rationalität fehlt? - Ich weiß es nicht.
Jedenfalls besteht der Bericht, besonders vermehrt zum Ende hin, aus vielen sehr kurzen Sätzen, die mir das Lesen zusätzlich erschwert bzw. meinen Lesefluss gestört haben.
~ Ich bin Techniker und gewohnt, die Dinge zu sehen, wie sie sind. ~
(S. 24)
Das, worum es geht, Fabers Schicksal/seine Geschichte, fand ich hingegen gar nicht mal so uninteressant. Auch die Veränderung seiner Person, die sich sogar im Schreibstil ein wenig niederschlägt, war deutlich erkennbar und sollte an dieser Stelle noch hervorgehoben werden.
Dies war mein erster Max Frisch und ich bin mir auch noch nicht so ganz sicher, ob es beizeiten einen weiteren für mich geben wird. Von diesem Klassiker, von dem ich eigentlich viel erwartet habe, bin ich nämlich leider etwas enttäuscht worden. Vielleicht war es auch einfach die falsche Zeit, in der ich mir das Buch zu Gemüte geführt habe?
Rezensionen von rewa:
Leben leicht gemacht
Homo faber von Max Frisch
Der Autor Bastian Aue war jahrelang als erfolgreicher Unternehmer und Business Coach tätig, bis ein spirituelles Erlebnis sein Leben verändert hat.
In dem kleinen Büchlein ( 114 Seiten ) ,,Erfülltes Leben´´ findet man 26 Einsichten die Einfluss auf sein Leben genommen haben und die er auf diesem Wege mit seinen Lesern teilen möchte.
Bereits der Einleitungssatz von ihm zeigt, in welche Richtung seine Gedanken gehen:
,, Wer selbst voller Fülle ist, wird Fülle anziehen! Es geht gar nicht anders, da sich Gleiches gerne zu Gleichem gesellt. Der Weg zum Erfolg führt nur über die eigene Erfüllung.´´
Jedes Kapitel beginnt mit einer Art Leitsatz, der dann auf zwei kurzen Seiten erklärt wird. Es sind immer wieder Erlebnisse des Autors dabei, der nicht nur auf die positiven Ereignisse hinweist, sondern auch seine negativen Erfahrungen dazu kundtut. Am Ende des Kapitels findet man eine Erfolgstafel, wo jeder seine, zum Thema passende, Erfolge eintragen kann.
Es ist ein Buch, das Mut machen soll, das neue Wege in eingefahrene Verhaltensmuster aufzeigen kann oder auch wie man Ängste und Selbstzweifel erkennen und ablegen kann. Dass sich nicht alles im Buch geschriebene eins zu eins umsetzen lässt ist klar, aber man hat ein Werkzeug in die Hand bekommen, wo man jederzeit nachschlagen kann und den einen oder anderen Tipp einfach ausprobieren kann. Nach dieser Lektüre hat man das Gefühl, dass das Leben leicht sein kann wenn man weiß, wie man mit sich und seinen Mitmenschen umgehen soll.
Ein interessanter Abschlusssatz aus dem Kapitel ,,Jedem seine Berufung´´ lautet:
Ich glaube fest daran: Es gibt für jede Handlung hier auf der Erde jemanden, der das liebt, was ich selber nicht so mag. Es ist wie ein großes Puzzle, in dem jeder seine Fähigkeiten einbringt und sich so alles zu einem perfekten Bild zusammenfügt.
Rezensionen von lena_kallus@msn.com:
Eine Geschichte voller Tragik und Emotionen mit tollen Charakteren!
Wie das Feuer zwischen uns von Brittainy Cherry
Aufmerksam auf das Buch wurde ich durch den Vorgängerband ?Wie die Luft zum Atmen? von Brittainy C. Cherry. Ich habe das Buch zwar nicht gelesen, aber das Cover mit dem gutaussehenden Mann springt einem ins Auge und so war es auch mit dem zweiten Band der Reihe. Besonders toll ist, dass der abgebildete Mann auch so aussieht, wie der Protagonist im Buch beschrieben wird.
Der Klappentext hörte sich auch noch ganz toll an und so wollte ich das Buch gerne lesen!
Ich liebe Logan und Alyssa und fand ihre Liebesgeschichte sehr tragisch und mitreißend! Wie die beiden miteinander umgehen und sich praktisch wortlos verstehen, fand ich ganz toll. Wie sie allerdings unter ihren Eltern leiden müssen ist schon extrem. Dass Alyssa bei so einer kalten Mutter noch so fröhlich sein kann ist mir ein Rätsel. Logan hat es sogar noch härter getroffen und es ist rührend, wie er sich um seine drogensüchtige Mutter kümmert, obwohl sie in wie Dreck behandelt. Er wünscht sich seine Mutter zurück, wie er sie in klaren Momenten erlebt hat und das zu beobachten ist echt herzzerreißend. Und dann hat er auch noch einen schlagenden Dealer als Vater! Logan tat mir echt leid. Da wundert es mich nicht, dass er auch in den Drogensumpf gerutscht ist. Allerdings hätte ich erwartet, dass Alyssa hartnäckiger versucht ihn dort herauszubekommen.
Nachdem die Geschichte einen Sprung von mehreren Jahren macht, kann Logan sich selbst nicht verzeihen und will Alyssa all seinen Ballast nicht zumuten. So verhält er sich ihr gegenüber oft nicht vorbildlich um sie auf Abstand zu halten. Alyssa hat auch mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen und hat Logan in all der Zeit nicht vergessen können. Er hatte immer Einfluss auf ihr Leben und so lässt sie ihm auch sein raues Verhalten durchgehen. Er kam mir sehr authentisch vor, vor allem, da er nicht perfekt war. Brittainy hat hier tolle Protagonisten geschaffen, deren Verhalten nachvollziehbar ist und man sie auch in ihren schlechten Momenten gern hat. Auch die Nebencharaktere hat die Autorin ganz toll herausgearbeitet. Besonders Kellan, Logans Bruder hat es mir angetan, aber auch Alyssas Schwester Erika und Logans Freund Jacob blieben nicht blass und konnten überzeugen.
Ich fand es total romantisch, wie Logan uns Alyssa zusammen gekommen sind und mochte sie als Paar sehr. Man spürt die starke Anziehungskraft, die Alyssa und Logan aufeinander ausüben. Und wie es in Büchern dieses Genres üblich ist, müssen sie ihr widerstehen. Hier fand ich es aber glaubwürdig dargestellt, da die Charaktere gute Beweggründe haben und es auch nicht auf die Spitze getrieben wird. Auch die Liebesszenen zwischen den beiden fand ich sehr ansprechend und erotisch dargestellt. Es gab auch nicht allzu viele dieser Szenen, da das Augenmerk deutlich auf das Gefühlsleben der Protagonisten gelegt wurde.
Mein gewünschtes Happy End, vor allem wegen eines bestimmten Schicksalsschlages, den die Charaktere erleiden müssen, habe ich bekommen, obwohl ich es im Gesamten etwas zu übertrieben fand. Dafür, dass der Rest der Geschichte eher schwermütig war und ein Tiefpunkt auf den nächsten folgte, fand ich das Ende etwas unpassend. Im echten Leben geht nicht alles gut aus und alle schweben auf einer rosa Wolke. Das ist auch mein einziger Kritikpunkt, denn der Rest der Geschichte konnte mich gefangen nehmen
Brittainy C. Cherrys Schreibstil finde ich ganz hervorragend! Wie sie die Charaktere und ihre Gefühle beschreibt ist richtig intensiv und einnehmend. Ich finde, dass sie sich im New Adult Bereich deutlich abhebt und ihre Art zu schreiben sehr poetisch und hochwertig ist. Ich habe mir auch schon ihr erstes Buch der Reihe besorgt und freue mich darauf! Soweit ich gesehen habe, kann man die Bücher unabhängig voneinander lesen, da nicht einmal die Protagonisten der Vorbände wieder auftauchen.
Rezensionen von LadyIceTea:
Der geniale Auftakt einer neuen Reihe
Spectrum von Ethan Cross
Mehrere Täter überfallen einen Hochsicherheitstresor und verhalten sich dabei höchst merkwürdig. Das FBI zieht Dr. Burke zu rate. Er hat Asperger und bezeichnet sich selbst des Öfteren als Freak. Doch nur er kann Zusammenhänge und Muster erkennen, wo andere ratlos sind. Schnell ist er mit dem FBI Mann Carter und dem Cop Nic auf der Spur der Täter.
Doch was sie nicht wissen, der Täter ist ein Killer und ihm geht es nicht nur um den Tresor. Und sein Auftraggeber, den alle für einen Geist halten, ist an viel Größerem interessiert.
Als ich hörte, dass Ethan Cross eine neue Reihe startet, musste ich natürlich sofort zugreifen. Die Shepherd-Reihe habe ich geradezu verschlungen und so war ?Spectrum? ein Muss für mich.
Ich wurde nicht enttäuscht. Denn schon auf den ersten Seiten hat mich die Spannung gepackt. Grade zu Beginn ist die Geschichte noch sehr verwirrend. Personen tauchen auf, Dinge passieren oder sind passiert und nichts passt richtig zusammen oder wird tiefer behandelt.
Doch das ist typisch Cross. Er baut die Spannung langsam auf und entwirrt die Fäden erst nach und nach, bevor er sie wieder miteinander verknüpft.
Auch ?Spectrum? glänzt mit seinen außergewöhnlichen Figuren. Die Hauptfiguren sind alle irgendwie etwas schrullig oder haben ihre nicht ganz einfache Vorgeschichte. Cross ertränkt sie jedoch nicht in traurigen Hintergrundgeschichten, er formt damit ihren Charakter und lässt sie greifbarer erscheinen.
Cross hat auch hier wieder Figuren entwickelt, die alle nicht super glatt sind aber grade deswegen so sympathisch wirken und jeder von ihnen hat seinen ganz eigenen Humor.
Mir hat es wirklich Spaß gemacht, mit den Personen die Täter zu verfolgen und die ein oder andere Intrige aufzuklären.
Und wäre eine gute Story mit tollen Personen nicht genug, setzt Cross dem Ganzen noch die Krone auf, in dem er ein actiongeladenes Ende präsentiert, welches nicht nur alle Fragen klärt, sondern auch mit jedem Ende der Shepherd-Bücher mithalten kann.
Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Bände dieser neuen Reihe und hoffe sehr, dass es vielleicht sogar irgendwann mal einen Cross-Over Band der beiden Reihen geben wird (Achtung Wortspiel).
Rezensionen von yellowdog:
Sommerlektüre
Sommer unseres Lebens von Kirsten Wulf
Kirsten Wulf kenne ich durch den Roman ?Aller Anfang ist Apulien?, der mich damals nicht sehr überzeugte, obwohl der Roman erfolgreich und anerkannt war.
Ich kann jedoch vorausschicken, dass mir ?Sommer unseres Lebens? viel besser gefallen hat. Schauplatz ist diesmal Portugal, wo sich 3 Frauen nach 25 Jahren wiedertreffen, um gemeinsam ihren 50.
Geburtstag zu feiern. Vor 25 Jahren haben sie sich in Portugal kennengelernt und angefreundet. Erst im Handlungsverlauf erfährt man, dass es damals auch Geheimnisse gab, die bis in die Gegenwart ausstrahlen. Man kann sich denken, dass es da um Liebe geht und dass es schnell wieder zu Verwicklungen kommt. Außerdem schleppen alle drei auch noch ihre aktuellen Probleme mit sich herum. Das geht von Angst vor Erkrankung, familiären Streitigkeiten bis zu finanziellen Sorgen.
Natürlich ist der Roman dennoch relativ harmlos, insbesondere die vorgezeigte Frauenpower wirkt aufgesetzt, doch die Freundschaft der 3 Frauen wird intensiv gezeigt und das macht das Buch zu etwas besonderen. Wo ich bei anderen Romanen des Genres manches übertrieben oder nicht glaubhaft finde, leuchtet mir hier die Stärke der Freundschaft zwischen den eigentlich sehr unterschiedlichen Frauen ein.
Die Handlung wird temporeich vorangetrieben. Die Frauen befinden sich permanent zwischen den emotionalen Extremen, zwischen Krise und Feiern.
Ich finde es gut, dass sich die Handlung zu 90% wirklich in Portugal abspielt, doch da die Protagonistinnen überwiegend mit sich selbst beschäftigt sind, wirken echte Portugiesen nur wenig mit und kommt das Lokalkolorit oft nicht so richtig zur Geltung. Da wirkte der auch noch relativ neue Krimi ?Lost in Fuseta? stärker auf mich. Es gibt in dem Punkt also noch Potential. Vielleicht wird Kirsten Wulf ja noch einmal einen Roman verfassen, der sich in Portugal abspielt.
Sommer unseres Lebens taugt sehr gut als ideale Lektüre für den Sommerurlaub, der Roman ist unterhaltend, aber nicht oberflächlich.
Rezensionen von yellowdog:
Interessante Themen
Swing Time von Smith Zadie
Swing Time ist ein sorgfältig durchgearbeiteter Roman, der mehr als 25 Jahre umfasst und von zwei Mädchen in London erzählt. Bei haben ein Elternteil, das weiß und eins, dass jamaikanischer Herkunft ist. Aufgrund ihrer gemeinsamen Hautfarbe schließen sich zusammen, sie teilen auch die Begeisterung für Tanz, z.
B. in alten Filmmusicals mit Fred Astaire und Ginger Rogers.
Die glaubhaft geschilderten Kindheitsszenen nehmen einen guten Anteil in der Handlung ein und sind für beide auch als Erwachsene noch bestimmend. Die Erzählweise einer Icherzählerin und ihrer Freundin Tracy, einer Protagonistin, die nur aus deren Perspektive geschildert wird, eingebettet in relativ schwierige Familienverhältnisse, erinnert mich stark an Elena Ferrante´s Neapel-Saga. Diese Erzählweise erweist sich auch hier als zwingend. Tracy ist ein Maßstab für die Icherzählerin.
Als Erwachsene trennen sich die Wege. Während die begabte Tracy sich als Tänzerin versucht, wird die Icherzählerin Assistentin von Amelie, einem Star (erinnert leicht an Madonna), die sie auch auf Reisen begleitet. Ihre Wege werden sich aber wieder kreuzen und ihre Entwicklung beeinflussen.
Der Roman ist einigermaßen lang, liest sich aber gut weg. Es gab aber auch ein paar Passagen, wo mich die zaudernde Protagonistin leicht nervt. Sie ist immer wieder mit ihrem eigenen Leben unzufrieden und hat starke Bindungsängste. Aber langsam versteht man als Leser, wie wichtig die Identitätssuche für sie ist.
Auch die Zerbrechlichkeit von Freundschaft wird deutlich im Zusammenhang mit der Herkunft gezeigt.
Zadie Smith hat hier ein wichtiges Buch vorgelegt, das an ihren großen Erfolg, den Debütroman White Teeth aus dem Jahr 2000 heranreicht, vielleicht sogar übertrifft. Ein lohnens-und lesenswertes Buch mit interessanten Themen wie Freundschaft, Erfolg, Familie und Herkunft.
Rezensionen von begine:
Spannender Thriller
Swing Time von Smith Zadie
David Sedlaszek hat mit seinem ersten Roman Runaway einen spannenden Psychothriller geschrieben.
Das Cover hat mich gleich angesprochen, gerade die düstere Atmosphäre passt gut.
Der Anfang fängt mit einem Brief an, mit dem ich erst nichts anfangen konnte, aber es wird am Ende schlüssig gelöst.
Der junge Lehrer Frederik Hagel wird eigentlich nett beschrieben. Seine Frau Linda betreibt bei ihrer Arbeitsstelle illegale Geschäfte. Das gefällt Frederik nicht, er will sie davon abbringen, das gelingt ihm aber leider nicht. Er tritt mit seinen Fragen und Aktionen nur eine Lawine los.
Linda wird ermordet und Frederik wird in die Psychiatrie eingewiesen, ganz schön hart. Nach 18 Jahren gelingt ihm die Flucht. Der Grund hat mich nicht überrascht, das stört mich aber nicht weiter.
Ich kann seinen Hass wegen der Intrigen und Lügen gut nachvollziehen
Dieser Roman hat Potential.
Die Sprache ist flüssig und gut zu lesen.
Da der Roman im Selbstverlag erscheint, hatte ich nicht so viel erwartet. Ich bin von der Kunst des Autors restlos überzeugt.
Ich fühlte mich gut unterhalten.
Rezensionen von yellowdog:
Konzentrierter Psychothriller
Swing Time von Smith Zadie
Runaway ist ein im Selbstverlag erschienener Thriller. Ich war zunächst misstrauisch, da die meisten Selbstverlags-Autoren erschreckend schlecht schreiben. Möchtegerne, die es nicht wirklich können. Bei David Sedlacsek kann man das nicht sagen. Sein Stil ist zwar ein wenig gleichförmig, aber der Roman ist inhaltlich wie sprachlich sorgfältig durchgearbeitet.
Die sprachliche Zurückhaltung passt außerdem gut zur Handlung und der eigentümlichen Thrilleratmosphäre, die sich entwickelt.
Der Plot ist ein klassischer, man denkt an ?Auf der Flucht? und ähnliches.
Frederick ist ein Mann, der verdächtigt wurde, seine Frau umgebracht zu haben. Er wird verhaftet und macht die Hölle durch. Nach 18 Jahren Haft in der Psychiatrie, glaubt Frederick seine angeblich ermordete Frau im Fernsegen zu erkennen und macht sich auf die Suche nach ihr. Eine Art US-amerikanisches Roadmovie beginnt.
Noch spannender wird es, als der Verfolgte einerseits selbst zum Jäger wird, gleichzeitig aber auch von der Polizei verfolgt wird. So bleibt das Tempo durchgehend hoch.
Runaway zeichnet sich durch seine düstere Atmosphäre aus. Wer dafür etwas übrig hat, wird nicht enttäuscht.
Rezensionen von rewa:
Rätselhafte Todesfälle
Rachemond von Wolfgang Jezek
Die Wiener Journalistin Elvira Hausmann bekommt den Auftrag nach Kärnten zu fahren, da sich im Christine Lavant Verein ein angeblicher Selbstmord des Vorsitzenden ereignet hat. Da die Polizei kein Interesse zeigt den Todesfall nachzugehen, beginnt Elvira selbst zu recherchieren. Doch bald merkt sie, dass sie auf eine Mauer des Schweigens stößt.
Selbst nach dem Tod der Dichterin Christine Lavant ranken sich Gerüchte um ihr geheimnisvolles Leben und wenn Elvira es nicht besser wüsste, dann würde sie langsam aber sicher an einen Fluch glauben, den man der toten Dichterin nachsagt.
Gemeinsam mit ihrer neuen Freundin und Kollegin Karin, kann sie immer mehr Details ans Tageslicht bringen. Dass sie sogar einen Drohbrief erhält zeigt Elvira, dass sie auf der richtigen Spur ist. Als ein wertvolles Manuskript, das pikante Details der Dichterin zu ihrem Geliebten Werner Berg offenbaren würde verschwindet, nimmt der Fall immer konkretere Züge an. Als es dann zu einem zweiten Todesfall kommt, der offensichtlich ein Mord war, zwingt nun auch die Polizei zum Handeln.
Ohne sich der tatsächlichen Gefahr wirklich bewusst zu sein, gerät Elvira nun ins Visier des Mörders, der nicht zögert auch sie zu töten.
Der Autor Wolfgang Jezek hat in seinem Debütroman ,,Rachemond´´ eine spannende und vor allem interessante Geschichte rund um die Dichterin Christine Lavant geschrieben, die nach diesem Buch sicherlich mehr Beachtung erfahren wird. Wolfgang Jezek hat versucht Kriminalfälle mit dem Mythos der Lavant zu verbinden. Die Mischung zwischen Fiktion, historische Fakten und Tatsachen, sowie autobiographische Elemente sind gut gelungen.
Stilistisch ist noch Luft nach oben vorhanden, denn dass z.B Wörter wie ,,hatte´´ unzählige Male vorkommen, wären sicher zum Umgehen gewesen. Ebenso wirkte ein wenig ermüdend, dass in jedem Kapitel darauf hingewiesen wurde, dass Elvira Tee Trinkerin ist. Solche Wiederholungen hätte man vermeiden können.
Der Autor empfindet eine ,,Hassliebe´´ zu dem Bundesland Kärnten, was man sehr deutlich in seinem Roman spürt. Speziell politische Ereignisse und der Schaden der daraus entstanden ist, lässt er ebenfalls in seine Geschichte mit ein fließen.
Manche Szenen und Handlungen wie z.B dass eine Journalistin im Grunde die Arbeit der Polizei erledigt, mögen ein wenig unlogisch wirken, haben aber der Spannung keinen Abbruch getan. Wenn Leser Elvira als Protagonistin nicht unbedingt als sympathisch empfunden haben mag es daran liegen, dass man sie in keine Schublade drängen kann. Ihre Eigenschaften reichen von sensibel und emotional bis hin zu zynisch und arrogant.
Ein interessanter Roman, der mich gut unterhalten hat.








