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Rezensionen von Krimine:

Ein spannender und bewegender vierter Fall für das Düsseldorfer Ermittlerduo

Die Tränen der Engel von Klewe Sabine

Nach einem schweren Schicksalsschlag und einigen Jahren voller Schuldzuweisungen und Trauer hat der Düsseldorfer Kriminalhauptkommissar Chris Salomon sein Privatleben endlich wieder im Griff, als ein Zeitungsartikel das alles erneut zu zerstören droht. Denn ein dort abgebildetes neunjähriges Mädchen, welches einen Sturz von der Lissaboner Tejo Brück wie durch ein Wunder überlebt hat, sieht genauso aus, wie seine verschollene Tochter Anna.

Deshalb fliegt er gemeinsam mit seiner Kollegin Lydia Louis dorthin und erfährt, dass es noch zwei weitere Mädchen gibt, die aus unerklärlichen Gründen von hohen Gebäuden in den Tod gesprungen sind. Ohne Zustimmung der portugiesischen Polizei nehmen sie die Ermittlungen auf und kommen ungeheuerlichen Vorkommnissen auf die Spur.

"Die Tränen der Engel" ist der vierte Einsatz für Chris Salomon und Lydia Louis, die sich dieses Mal in einen Fall verbeißen, der ungemein persönlich ist. Denn Chris Salomons Tochter Anna ist vor einigen Jahren während eines Urlaubes in den Niederlanden spurlos verschwunden und plötzlich glaubt der von Selbstzweifeln geplagte Kommissar, dass er sie auf einem Bild in der Zeitung wiedererkannt hat. Doch ganz so einfach, wie er das hofft, verläuft die Suche in Portugal nicht. Denn anstatt mit der nötigen Professionalität vorzugehen, verstrickt er sich in seinen Gefühlen und bringt nicht nur sich in große Gefahr. Ein sehr emotionaler Thriller, der vor allem von der Zerrissenheit und dem schwer zu steuernden Kampfgeist des Düsseldorfer Ermittlers lebt, der eine Katastrophe nach der anderen heraufbeschwört.

Erzählt wird der dramatisch verlaufende Fall in einem flüssigen Schreibstil, der den Leser nur so über die Seiten fliegen lässt. Zwar gelingt es Sabine Klewe nicht, Sympathie für ihre viel zu zwiespältigen und eigensinnigen Figuren zu erzeugen, dafür aber weiß der Thriller von Beginn an mit einem gelungenen Spannungsbogen zu überzeugen. Hinzu kommt eine Thematik, die sehr realistisch in Erscheinung tritt und an Fälle erinnert, die tagtäglich irgendwo auf der Welt geschehen. Schon allein dadurch fühlt sich der Leser in den Bann der Ereignisse gezogen und hofft, genau wie die Hauptfiguren, auf ein Happy End. Lediglich die etwas zu oft bemühten Zufälle während der Recherchen in Portugal geben Anlass zur Kritik und hätten mit ein wenig mehr Recherchetätigkeit der versierten Ermittler auf ein glaubhaftes Maß reduziert werden können.

Fazit:
"Die Tränen der Engel" ist ein gelungener vierter Fall für das erfolgreiche Düsseldorfer Ermittlerduo Chris Salomon und Lydia Louis, der vor allem mit einem aktuellen Thema und dem darauf basierenden gut erdachten Plot sowie einem spannenden Handlungsverlauf überzeugt.

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Rezensionen von Crazy-Girl6789:

gelungenes Buch mit einigen Schwachstellen

Als die Träume in den Himmel stiegen von Laura McVeigh

Erster Satz: Mein ältester Bruder Omar wurde in einer kalten Februarnacht an einem verschneiten Abhang neben der Autobahn Kabul-Jalalabad geboren, einer der gefährlichsten Straßen der Welt.


Fakten:

Autor: Laura McVeigh
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 27.07.2017
Genre: Roman
Seiten: 352

Inhalt:

Der große Roman über die Flucht eines Mädchens aus Afghanistan »Es gibt Reisen, die wir niemals unternehmen wollten.

Und dennoch treten wir sie an, weil es der einzige Weg ist, um zu überleben. Dies ist meine Reise. « Samar muss mit ihrer Familie aus dem gelben Haus mit dem Mandelbaum in Kabul flüchten. Mit ihren Eltern und Geschwistern kommt sie in ein Dorf im Hindukusch. Doch auch dort bricht der Schrecken ein, der für Samar jetzt plötzlich ein Gesicht bekommt: Die Taliban überfallen das Dorf. Samars Familie bleibt nur ein Ausweg: über die Grenzen hinaus zu fliehen, das Land zu verlassen. Wird Samar jemals in der Freiheit ankommen? »Manche Dinge können wir nicht, werden wir nicht vergessen. Sie reisen mit uns ? bis zum Schluss. « »Eine Geschichte, die an Hosseinis Drachenläufer erinnert. Sehr berührend!« IMAGE »Ein brillanter Roman, der noch lange im Gedächtnis bleibt.« The Times



Cover:

Auf dem Cover sieht man ein Mädchen auf einer Wiese, welches ein Band schwingt. Im Hintergrund kann man Berge im Sonnenuntergang erkennen, da sie sehr orange sind und auch die Sonne schon sehr tief steht. Ein wenig Sonne kommt auch an dem Mädchen vorbei, sodass man einen Sonnenstrahl sehen kann. Darüber ist das Buch in einem hellblau gehalten, welches wahrscheinlich den Rest des Himmels darstellen soll. Über die hellblaue Farbe sind der Titel in roter Schrift und der Name der Autorin in weißer Schrift oben in der rechten Ecke zu erkennen.

Ich finde das Cover sehr schön. Ich denke auch, dass das Cover gut zum Buch passt. Wobei ich sagen würde für eine Fluchtgeschichte ist das Buchcover sehr fröhlich. Außerdem ist es sehr ansprechend und ich würde das Buch sofort in die Hand nehmen, wenn ich es in einem Buchladen sehen würde. Zudem erinnert es mich an ein tolles anderes Buch mit dem Titel "Drachenläufer" von Khaled Hosseini.



Sprache:

Ich finde die Sprache sehr gut gewählt. Zudem hat mir auch der Schreibstil sehr gut gefallen. Dadurch konnte man der Geschichte gut folgen. Außerdem werden die Gefühle der Charaktere gut dargestellt. So konnte man die jeweiligen Handlungen und Gedanken gut nachvollziehen.



Fazit:

Das Buch gefiel mir gut. Die Geschichte empfand ich als interessant, jedoch hatte sie einige Schwachstellen, denn mir bleiben am Ende viel zu viele Fragen offen. Ein weiterer Schwachpunkt ist der dauernde Wechsel der Erzählstränge, was leider sehr verwirrend ist und ich oft Probleme hatte dem Geschehen zu folgen. Jedoch hat mir der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen, da man dadurch der Geschichte doch teilweise gut folgen konnte. Die sehr gute Darstellung der Gefühle der Charaktere ist ein weiterer Pluspunkt des Buches. Auch die Erlebnisse der Protagonistin werden sehr realistisch und emotional geschildert, sodass man an vielen Stellen mit Samar mitfühlt.

Den Vergleich mit dem Drachenläufer finde ich nicht gut, da zwar die Thematik an einigen Stellenähnlich ist empfinde ich den Drachenläufer als doch um einiges tiefgründiger. Die beiden Bücher sind auf ihre eigene Art gut. Wobei mir persönlich der Drachenläufer besser gefallen hat, aber das hier nur am Rande da es ja nicht um dieses Buch geht.

Es war ein sehr trauriges Buch und es war nicht so gut wie ich es erwartet hätte, aber trotzdem fand ich die Irreführung durch die Autorin Bezug auf Napoleon und Samars Familie nicht schlecht. Trotzdem würde ich sagen man hätte mehr aus der Geschichte machen können und der Klappentext führt einen echt in die Irre und ruft einen falschen Eindruck des Inhaltes hervor. Ich hätte nämlich mehr eine Flüchtlingsgeschichte erwartet.

Alles in allem kann ich sagen, dass es ein gelungenes Buch ist. Einerseits kann ich es schon weiterempfehlen, da es sprachlich sehr gut war. Andererseits würde ich es aufgrund der Schwachstellen auch wieder nicht weiterempfehlen. Also ich gebe zwar eine Leseempfehlung, aber nur an Leute die mit sehr vielen offen Fragen am Ende un dem ständigen Wechsel der Erzählstränge kein Problem haben.

Viel Spaß beim Lesen?

Hinweis: Es ist alles meine Meinung; andere empfinden vielleicht anders.

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Rezensionen von manu63:

Schräger Humor

Als die Träume in den Himmel stiegen von Laura McVeigh

Mit Pommes, Porno, Popstar hat der Autor Thomas Kowa zusammen mit Christian Purwien eine
schräge selbstironische Geschichte verfasst die mich schmunzeln und auch lachen ließ. Die beiden Protagonisten fliegen nach Ibiza um auf die schnelle eine CD aufzunehmen, welche Christian von seinen finanziellen Problemen erlösen soll.

Da auch Thomas mit drin hängt bleibt ihm nicht anderes übrig als Christian zu folgen. Die Ereignisse überschlagen sich in Ibiza und zum Schluss stehen Thomas und Christian zwar mit einigen Songs bei einem Produzenten im Büro, aber der Weg dahin war für beide sehr skurril. Wer selbstironische Geschichten mag und sich auch gerne mal auf abstruse Situationen einlässt, der wird das Buch mit Vergnügen lesen. Wer die Welt recht nüchtern sieht und alles in geregelten Bahnen lebt der wird über beide Helden und ihre Abenteuer nur den Kopf schütteln und sagen wie kann man nur in solche Lagen kommen.

Kurzum ein Buch in dem sich die Autoren selber nicht ganz ernst nehmen, das durch die Zwischenkommentare des Co-Autors erfrischend wirkt und in dem es einige Überraschungen für beide gibt. Mir hat das Buch gut gefallen und ich hatte einige vergnügliche Stunden mit Thomas und Christian und Ibiza Paul und der Karottenfrau.

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Rezensionen von Caroline :

Freunde sind immer wichtig

Broken Wings: Sehnsüchtiges Verlangen von Monica Bellini

Sarah Shifrin hat ihrem Heimatland Israel den Rücken gekehrt. Zu sehr schmerzen die Erinnerungen und deshalb fasst sie nach knapp 2 Jahren Fuß in Paris. Gemeinsam mit ihrer Freundin Miranda bezieht sie eine Wohnung. Die zwei schweißen die Ereignisse zusammen, jede verarbeitet die Geschehnisse unterschiedlich.

Miranda stürzt sich ins Leben, Sarah dagegen kämpft mit ihren Erinnerungen. Die Zwänge lassen sich nicht so einfach ablegen, erst die zufällige Bekanntschaft mit Marcel Sancerre gibt ihr die Unterstützung, um sich der Gegenwart zu stellen.
Wie hat es mir gefallen?

Als erstes möchte ich der Autorin danken, dass sie mir das Buch zur Verfügung gestellt hat. Die Widmung gleich zu Beginn hätte mich vielleicht ein wenig darauf vorbereiten müssen, dass es auch ein paar harte Seiten geben könnte. Da ich dies so nicht erwartet habe, wurde ich leider sehr überrascht und ich habe einige Zeit gebraucht, um das Gelesene zu verarbeiten.
Doch anschließend war die Geschichte eindeutig wundervoll zu lesen. Sarah ist eine 20jährige Frau, die zu viel erlebt hat und deshalb viel älter und reifer erscheint. Kein Wunder nachdem, was sie erlebt hat. Aber sie will sich nicht von ihrer Vergangenheit bestimmen lassen. Die notwendigen überstürzten Übersiedlungen haben es ihr und ihrer besten Freundin Miranda nicht gerade leicht gemacht.
Aber nun in Paris scheint die Zeit gekommen zu sein, um einen Neuanfang zu wagen. Als sie Marcel an einem Teich im Bois de Boulogne trifft, gibt er ihr das Gefühl von Sicherheit. Er bittet um weitere Treffen und Sarah gewährt ihm diese, denn sie empfindet nicht nur Sicherheit sondern auch ein leichtes Kribbeln im Bauch. Sie gibt Informationen über sich Preis, wie noch niemals zuvor.
Marcel lässt sich seit seiner Scheidung mit keiner Frau mehr richtig ein. Seine körperlichen Bedürfnisse befriedigt er regelmäßig mit exklusiven Escort-Ladies, die keinerlei Ansprüche an ihn stellen. Sarahs Verletzlichkeit und ihre Geschichte berühren ihn, doch der Altersunterschied stört ihn. Er möchte sich zwar von ihr fernhalten, aber sie lockt ihn an, wie das Licht die Motten.
Besonders gelungen fand ich die Entwicklung, die beide Hauptfiguren durch gemacht haben. Jede für sich, aber auch als Freunde. Toll, dass sich die zwei richtig angefreundet haben. Mit Freundschadt beginnen die besten Geschichten.

Was mich freut ?. Es gibt einen weiteren Teil! Das wird cool, davon bin ich überzeugt.

www.mariessalondulivre.at

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Rezensionen von rewa:

Gefährliches Kaiserwasser

Kaiserwasser von Fyona A. Hallé

Im Vorfeld des Lichterfestes entlang der Alten Donau passieren schreckliche Vorfälle. Reihenweise verschwinden spurlos Hunde und für die Anwohner steht der Schuldige bereits fest. Der Koch des koreanischen Sejong-Centers am Kaiserwasser ist der Verdächtige, denn schließlich weiß man ja, dass man in Korea auch Hunde isst.

Cassiana Herno, Bestseller-Autorin, bereitet sich zur gleichen Zeit auf die Publikation ihres neuen Romanes vor, der einige pikante Szenen beinhalten wird.
Als die beiden Freundinnen Conny und Tony selbst Zeuginnen werden, wie ein Hund verschwindet, ist für sie klar, dass sie sich gemeinsam auf Spurensuche begeben. Was sie dabei erleben und welche gemeinsamen Familiengeheimnisse sie entdecken, hätten beide nicht gedacht.
Zum Lichterfest kommt es fast zu einer Katastrophe als bereits viele Boote mit Familien auf dem Wasser sind und Tony wild entschlossen ist das ,,Monster´´ mit einer Harpune zu erledigen. Dass ihr Plan doch nicht so gut durchdacht ist und es sogar fast ein Todesopfer gibt, damit hätte wohl keiner gerechnet.
Die Autorin Fyona A. Hallé hat mit ihrem Roman ,,Kaiserwasser´´ eine spannende, witzige, aber auch provozierende Geschichte geschrieben. Es ist ein bunter Genren Mix in dem man eine Liebesgeschichte genauso findet wie amüsante Slapstickeinlagen, sowie Horrorelemente á la der Weiße Hai.
Ihre Geschichte spielt entlang der Alten Donau, wo man auch zu Beginn des Buches einen passenden Lageplan findet zur besseren Orientierung der Schauplätze.
Ich habe mir etwas schwer getan in die Geschichte hinein zu kommen, da man gleich zu Beginn mit vielen Protagonisten überhäuft worden ist. Noch dazu gibt es eine Art ,,Buch im Buch´´, das immer wieder die eigentliche Geschichte unterbricht, dass in diesem zweiten Buch nochmals eine Autorin vorkommt, die ebenfalls einen Roman schreibt, war dann doch ein wenig zu viel.
Gut gelungen ist der ,,wienerische´´ Dialekt, den besonders die beiden Mädchen in ihrer frechen, aber jugendlichen Art gerne und gezielt einsetzen.
Seitenhiebe auf die Politik, Prominente?..sind ebenfalls immer wieder in die Geschichte mit eingeflossen und haben die Handlung aufgelockert.
Womit ich nicht ganz zurecht gekommen bin ist, wie abfällig über die verschwunden Hunde geschrieben worden ist, dass einige Protagonisten froh waren, dass die ,,schiachen´´ Hunde weg waren. Ok, es ist nur ein Roman, aber das passt für mich einfach nicht. Ebenso das Thema Inzest, das in dem ,,zweiten´´ Buch eine große Rolle spielt und darin völlig verharmlost wird, geht für mich leider gar nicht.
Wer an sich einen unkonventionellen und auch spannenden Roman lesen möchte, wird sicher seine Freude daran haben.

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Rezensionen von Bosni:

Unheimlich bedrückend und erschreckend...trotzdem lesenswert!

Als die Träume in den Himmel stiegen von Laura McVeigh

Gemeinsam mit ihrer Familie ist Samar auf der Flucht aus Afghanistan. Sie reisen mit der Transsibirischen Eisenbahn immer hin und her, bis sie den richtigen Ort für ihr neues Leben finden. Während der Fahrt erzählt Samar dem Zugbegleiter Napoleon ihre Geschichte?

?Als die Träume in den Himmel stiegen? von Laura McVeigh ist ein Buch, bei dem ich schon nur bei der Beschreibung wusste: Das muss ich haben!

Das Cover finde ich wunderschön, gemeinsam mit dem Titel macht es allerdings irgendwie einen etwas traurigen Eindruck.

So als hätte das kleine Mädchen überhaupt keine Chance jemals ihre Träume zu verwirklichen.

Über die Geschichte selbst möchte ich nicht zu viel verraten, da man möglichst unvoreingenommen an sie herangehen sollte. Aber die Geschichte ist insgesamt betrachtet unglaublich traurig, erschütternd, berührend und manchmal aber auch hoffnungsvoll.

Die gesamte Geschichte wird aus Samars Sicht erzählt, wobei sie immer wieder zwischen der Gegenwart im Zug und ihrer Vergangenheit hin und her wechselt. Das ist anfangs etwas verwirrend, zum Verständnis der Geschichte aber unbedingt nötig.

Etwas gestört hat mich die Tatsache, dass im Laufe der Geschichte viele Fragen aufgeworfen werden, einige davon aber bis zum Schluss ungeklärt blieben. Es waren zwar Fakten, die nicht so wichtig wären, jedoch hätte ich mir einfach trotzdem eine Antwort gewünscht.

Ob die Story selbst realistisch ist, möchte ich nicht beurteilen. Denn Samar lebt in einer völlig anderen Kultur, die teilweise für mich auch nicht 100%-tig greifbar war. Manchmal allerdings ging es mir etwas zu schnell. Es passieren zu viele Dinge in zu wenige Zeit (=Buchseiten), obwohl sich die gesamte Geschichte über ca. 10 Jahre zieht.

Alles in Allem ist ?Als die Träume in den Himmel stiegen? ein unheimlich berührendes Buch, welches man nach der Lektüre definitiv erst einmal etwas verarbeiten muss, so sehr nimmt es den Leser mit. Mich konnte es vollständig in seinen Bann ziehen und bekommt daher eine absolute Leseempfehlung von mir.

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Rezensionen von TheUjulala:

Friede, Freude, Zungenkuss - Die Wiederauferstehung der Waltons

True North - Wo auch immer du bist von Sarina Bowen

An True North ist in letzter Zeit ja wohl kaum einer in den Social Medien vorbeigekommen, deswegen freute es mich um so mehr, dass ich über Netgalley.de ein Rezensionsexemplar erhalten habe. An dieser Stelle möchte ich mich bei Netgalley.de und LYX dafür bedanken.

Coverbild
Die schnörkelige Handschrift passt wunderbar in den Holzschnitt der Berglandschaft.

Farblich dezent und passend zu den Schnitzspuren. Das ganze wirkt wie ein altes Bild zu einem Alpen-Heimatfilm. Das Cover finde ich persönlich super.

Handlung
Die ausgebildete Köchin Audrey Kidder arbeitet in Boston für den Gastronomie Großbetrieb BGP, der für seine Restaurants in Vermont frische Produkte einkaufen will. Als Praktikantin muss sie nun zu den Bio-Farmern und für einen Spottpreis die Produkte einkaufen. Gleich bei ihrer ersten Anlaufstelle trifft sie auf August Griffin Shipley (Griff), dem sie während der Studienzeit in einer heißen Romanze schon näher gekommen ist. Doch die Vermonter Farmer sind auf die BGP nicht gut zur sprechen und stellen sich quer. Seltsamerweise fühlt sie sich aber ausgerechnet auf der Shipley Farm wohl und heimisch. Was nicht nur an der Anziehungskraft zwischen ihr und dem grummeligen Griff liegt. Denn Audrey musste eine bittere Kindheit mit ihrer übermächtigen Mutter erleben, die zum totalen Widerspruch zu der harmonischen Farmerfamilie steht.

Buchlayout / Haptik
Die Kapitel haben eine angenehme Länge, das gesamte Buch ist in 3 Teile unterteilt: Juli, August und Oktober und werden mit einem prosaischen Zitat über Essen eingeleitet. Man kann sich beim Lesen immer gut von Kapitel zu Kapitel hangeln, ohne aus dem Takt zu treten.

Idee / Plot
Eine Stadtpomeranze trifft auf grantigen Farmer. Beide begehren sich, beide machen Fehler aber am Schluß ist doch alles Friede - Freude - Eierkuchen. Abgedroschen ohne wirklich eine neuartige Idee dahinter. Klar, Bio ist im Moment in aller Munde, aber ob das nun als Aufhänger für eine romantisch-erotische Story herhalten kann? Wo ist das Alleinstellungsmerkmal?

Emotionen / Protagonisten
In Sachen körperlicher Befriedigung weiß Audrey, was sie will und holt es sich auch. Aber dennoch leidet sie unter extremen Minderwertigkeitsklomplexen, ausgelöst durch das Leben mit ihrer dominante Mutter. Sie ist ehrgeizig und will mit allen Mitteln an ihr Ziel, ist aber zu stolz um sich einzugestehen, dass sie sich auf den falschen Arbeitgeber eingelassen hat. Besonders nachvollziehen kann ich das nicht.

Griff soll wohl den Bad-Boy Love-Interest darstellen und ist immer besonders "grummelig". Auch wenn die Autorin mir das durch die ständige Wiederholung dieses Adjektivs weis machen möchte, nehme ich ihm das einfach nicht ab. Schwanzgesteuert lässt er sich von Audrey ziemlich um den Finger wickeln und leistet sich dabei einen groben Fehler.

Es gibt nur ein Begriff, mit der man die Shipley-Farm und ihre Bewohner umschreiben kann: Die Waltons. Meine Generation wird mit Rührseligkeit sich an diese alte Serie erinnern. Dort ist einfach alles perfekt und traumhaft idyllisch. Klar hat die Farmersfamilie ihre Probleme und steht immer kurz vor dem Ende. Aber alle Hoffnung steckt in John-Boy - äh August Griffin.

Audreys Mutter ist die böse Hexe in diesem Schauspiel. Welch Antagonistin! Jahrelang unterdrückte sie das arme Kind und konnte ihr keine geborgene Kinderstube bieten. Die Ausgeburt des Bösen treibt das schutzlose Mädchen ausgerechnet in die Arme des ebenso ausbeuterischen Megakonzern, an dem sie selber die mehrheitlichen Anteile besitzt - wie ausgebufft.

Handlungsaufbau / Spannungsbogen
Ei ei ei, was ist denn da passiert. Gleich zu Anfang begrapschen sich Audrey und Griff, als gäbe es keinen Morgen und rammeln wie die Karnickel - in ganzer Ausführlichkeit beschrieben. Doch schon zur Mitte werden die erotischen Szenen mau und am Ende wird nur noch von triefender Liebe geschlonzt, dass es das Ganze nicht glaubwürdiger macht.

Da passt das ganze Konzept nicht mehr. Es wirkt eher auf mich, als hätte die Marketing-Abteilung gesagt: "Mädels, so 'ne Farmerschmonzette verkauft sich nicht - nur »Sex sells«!" - "Okay, dann lassen wir sie auch Zungenreiten". Ehrlich? Ist das die Wunderwaffe gegen prüde Hausfrauen-Literatur?

Der "gigantische" Plottwist ist von Anfang an so vorhersehrbar, dass es mich nicht ein mal aufgeregt hat (Ich hab's ja gleich gesagt!). Na, da passt es doch, dass die gute Nachricht auch postwendend auf den Fuß folgt und das drohende Bad End wieder retten kann. Da kann dem Dénouement auch nichts mehr im Wege stehen und der kommt in geballter Wucht: Friede - Freude - Zungenkuss, wir klatschen uns in die Hände und haben uns alle lieb ("Kumbaya My Lord"). Der Teufel in Prada mutiert zu Mutti Beimer und kann vor lauter rührseligen Eingeständnissen an Glaubwürdigkeit noch weniger gewinnen, die Waltons feiern in persona die Wiederauferstehung auf der Shipley Farm.

Szenerie / Setting
Die Farm wird bildlich und hübsch dargestellt. Aber von Anfang an brannte sich mir das Haus der Waltons in meine Netzhaut ein. Die Umgebung passt wie die Faust aufs Auge zu der Geschichte: Idyllisches Farmerleben, weite Apfelplantagen, die netten Nachbarn, die wöchentlich zum Abendessen vorbeikomme und alle Farmbewohner haben sich lieb. Hach, in dieser Welt würde ich auch gerne leben.

Sprache / Schreibstil
Sprachlich habe ich nichts auszusetzen. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar, ohne aber außerordentlich zu sein. Die erotischen Szenen werden auch ausführlich dargestellt ohne g'schamiger Umschreibung. Die Kapitel wechseln sich zwischen den Perspektiven von Audrey und Griffin im Stile von Tagebucheinträgen ab. So bekommt man von beiden Seiten einen Einblick in die Handlung.

FAZIT
Bauer sucht Frau im nicht jugendfreien Setting von "Die Waltons". Leider passt es hinten und vorne nicht zusammen und hat mich ziemlich unbefriedigt zurück gelassen. Die letzten Seiten habe ich nur noch quer gelesen, die nur noch vor lauter Kitsch triefen. "Gute Nacht, John-Boy!"

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Rezensionen von Rebecca1493:

Rührende Geschichte, die nicht von Beginn an überzeugen konnte

Mit dem Herz durch die Wand von Zapata Mariana

Zunächst wieder ein paar Worte zum Cover: leider bin ich etwas enttäuscht. Das Titelbild ist für mich nicht besonders aussagekräftig und eher ein 0815-Liebesroman-Cover. Was mich außerdem stört ist, dass Vanessa eindeutig keine braunen Haare hat. Es hätte also durchaus etwas ansprechender sein können.

Es war jetzt nicht das erste Mal, dass ich eine Liebesgeschichte gelesen habe, in der sich die Protagonisten erst nach der Hochzeit verlieben. Allerdings bin ich ein Fan von Romanen, in denen Football eine Rolle spielt und auch die Inhaltsangabe hat mich neugierig gemacht.

Leider war der Beginn etwas zäh. Mariana Zapata war zwar sehr darum bemüht mit witzigen Sprüchen eine lockere Atmosphäre zu schaffen, aber irgendwie hatte man den Eindruck, dass sich die Protagonistin Vanessa eher in ihren Beschreibungen ihres Arbeitgebers widersprochen hat. Die am Anfang in großer Zahl eingestreuten Rückblenden auf die bisherigen zwei Arbeitsjahre waren stellenweise zu viel des Guten und nach der gefühlt hundertsten Erwähnung der ansprechenden Attribute der "Mauer von Winnipeg" hatte ich dann auch verstanden, dass er der wohl bestaussehenste Footballspieler des Jahrhunderts ist. Die Handlung kam einfach nicht richtig ins Rollen und wäre auch mit 100 Seiten weniger ausgekommen.

Mit der Zeit habe ich mich allerdings an die Ich-Perspektive gewöhnt und wurde von der Geschichte immer mehr in Bann gezogen. Vor allem Aiden hat es mir angetan. Er wirkte fast schon ein wenig sozialinkompetent auf mich, denn ein nettes Wort hat er kaum für seine Mitmenschen übrig, vielmehr war er schonungslos ehrlich. Aber je näher er Vanessa kam, desto liebevoller wurden seine Gesten und ich konnte es sehr gut nachvollziehen, warum Vanessa immer mehr ihr Herz an "Big Guy" verloren hat. Sein Verhalten und seine Äußerungen wirkten auf mich authentisch und ich bin regelrecht dahingeschmolzen, wenn er seine Freundin verteidigt oder tatsächlich ausnahmsweise einen Scherz gemacht hat. Und so kam es, dass ich ab circa der Hälfte des Buches gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen, um zu erfahren, ob es ein glückliches Ende für die beiden geben würde. Durchhalten lohnt sich somit auf alle Fälle!

Fazit: Ein rührendes Buch, das sich mit jeder Seite ein wenig mehr in mein Herz gemogelt hat.

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Rezensionen von anushka:

Streckenweise berührend, aber streckenweise auch enttäuschend

Als die Träume in den Himmel stiegen von Laura McVeigh

Samar reist mit ihrer Familie in der transsibirischen Eisenbahn. Sie sind auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit in Afghanistan. Während der Zugreise schreibt Samar ihre und die Geschichte ihrer Familie auf: wie sie nach dem Rückzug der Russen aus dem gelben Haus mit dem Mandelbaum flüchten mussten und in ein Bergdorf im Hindukusch kamen.

Und davon, wie sie auch dort nicht vor den Taliban und deren Gedankengut sicher sind, in einem Flüchtlingslager und schließlich in der transsibirischen Eisenbahn landen ...

Samars Geschichte ist dramatisch und einiges ist nicht so, wie es zunächst scheint. Im Fokus steht ganz klar das junge Mädchen Samar, das viele Schicksalsschläge verkraften muss und Stärke entwickeln und vor ihrer Zeit erwachsen werden muss. Manches Mal fragt man sich, wie ein Mensch, vor allem ein Kind, an dem Erlebten nicht zerbrechen soll. Samars Geschichte zeichnet die Entwicklung Afghanistans in den letzten Jahrzehnten nach, obwohl nie so richtig greifbar wird, um welchen Zeitraum es sich eigentlich handelt. Manche Jahreszahlen kann man sich anhand geschichtlicher Ereignisse erschließen (wie beispielsweise dem Abzug der Russen), doch gerade Samars Alter wird nie konkret genannt und das macht es immer wieder schwierig, Samars Verständnis des Geschehens einzuordnen oder überhaupt ein Bild von ihr zu bekommen.

Anfangs hat mich der Schreibstil irritiert, der einerseits leicht zu lesen ist, aber gerade am Anfang auf mich auch verkitscht wirkte. Das ändert sich, wenn die ersten ernsthaften Szenen aufkommen, bis dahin hatte ich dem Buch solche Szenen nicht mehr zugetraut. Mich hat aber auch die Fülle der Themen des Romans gestört: es werden viele Handlungsstränge aufgemacht, die teilweise thematisch auch weit auseinander liegen und die letztlich am Ende nicht aufgelöst werden. Beinahe wirkt es, als wäre eine Fortsetzung geplant.

Trotz der nicht unerheblichen Kritik an dem Buch hat es mich streckenweise aber auch immer wieder berührt. Auch wenn beispielsweise das Flüchtlingslager sehr kurz abgehandelt wird, werden die unmenschlichen Zustände dort doch sehr deutlich und die Tragik von Samars Leben wird immer wieder nachfühlbar.

Insgesamt war ich von dem Buch aber eher enttäuscht. Meiner Meinung nach hält es dem Vergleich mit dem "Drachenläufer" nicht stand, auch wenn es thematisch ähnlich ist. Für mich dringt es zu wenig in die Materie ein und verzettelt sich in Nebenschauplätzen, sodass das Ende für mich unbefriedigend ausfiel.

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Rezensionen von heinoko:

Zum Schwindelig-Lesen

Als die Träume in den Himmel stiegen von Laura McVeigh


Manchmal braucht man sie im Leben: Bücher, die man nicht mehr weglegen kann, die einen Seite um Seite verschleppen in ihre eigene Welt, in eine Welt ungebrochener Kraft und Spannung, egal ob glaubwürdig oder nicht. Runaway ist solch ein machtvolles Buch, das uns in einen Spannungsstrudel reißt, bis wir uns schwindelig lesen und dabei nicht mehr zu Atem kommen.

Frederick Hagel entdeckt, dass seine Frau unsaubere Finanzgeschäfte tätigt und möchte sie um ihretwillen darin stoppen. Sie bringt ihn, um ihn mundtot zu machen, in die geschlossene forensische Psychiatrie. Nach 18 langen Jahren gelingt Frederick der Ausbruch und sein Rachefeldzug beginnt?
Der intensive Schreibstil, die eindringlichen Schilderungen und die relativ kurzen Kapitel haben Suchtpotential und machen das Lesen zu einem wahren Vergnügen. Allein schon die Darstellung der unendlich langen Jahre in der Psychiatrie wirken so bedrückend echt und intensiv, als habe der Autor dieses Elend am eigenen Leib erfahren. Die rasante Flucht mit dem einzigen Ziel, Rache zu üben, ließ mich beim Lesen kaum mehr zu Atem kommen. Denn durch die immer wieder neuen überraschenden Wendungen hatte ich das Gefühl, einem hakenschlagenden Hasen nachzujagen. Jedes Mal, wenn ich dachte, ich wüsste, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt, geschah wieder etwas völlig Unvorhergesehenes, und das bis zum furiosen Ende!
Fazit: Atemlose Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, grandios geschrieben!

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