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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lesemama:

Emotionen und Liebe

Don't fall for her von J. Wilder

Zum Buch:

Mit sieben Jahren trifft Piper Lucas zum erstenmal. Elf Jahre später ist sie unglücklich in ihn verliebt, denn Lucas ist der beste Freund von Pipers großen Bruder Marcus und ein ungeschriebenes Gesetz verlangt, Finger weg von Marcus Schwester. Lucas und Piper fällt es sehr schwer und dann passiert ein schrecklicher Unfall



Meine Meinung:

Von Beginn an ist klar, worauf es hinausläuft, aber der Weg, der hat mich emotional ziemlich zerstört.

Marcus, ein Hockeytalent mit großer Zukunft verunglückt, Lucas und Jax, seine Freunde, sind ebenfalls Eishockeyspieler, alle drei haben eigentlich eine großw Zukunft vor sich, bis zu dem Unfall. Und Piper, die kleine Schwester steht plötzlich alleine da.

Eine unglaublich emotionale Story, die mich sehe berührt hat. Ich mochte das Gefühl zwischen Piepszwerg und Lucas, aber auch Jax konnte mich berühren, wobei seine Gefühle ein wenig ins hintertreffen gerieten, da wäre mehr drin gewesen. Ein paar Spicy Szenen weniger bzw. weniger ausschweifend und dafür mehr Tiefe in den Gefühlen hätten der Story gutgetan und für mehr Verständnis gesorgt, das hat mir ein wenig gefehlt. Ansonsten war es eine sehe berührende Geschichte über eine große Liebe.

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Rezensionen von DoraLupin:

Ein krönender Abschluss!

Sepia 3: Sepia und der Fluch des Tintendrachen von Theresa Bell

Ich habe die Geschichte gemeinsam mit meinem Soh gelesen, er ist fast 10 Jahre alt und wir kennen natürlich auch die anderen beiden Teile der Reihe und waren begeistert! Es ist auch zu empfehlen die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da sie aufeinander aufbauen und man außerdem die schöne Geschichte in ihrer Gesamtheit verpassen würde!

In diesem finalen Band geht es nun darum das die Tintenstadt Flohall am Rand des Untergangs steht: Ein eisiger Nebel verschlingt Licht, Bücher und ganze Häuser.

Sepia läuft die Zeit davon – sie muss ihre verschwundenen Tintenwesen-Freunde retten! Im verzweifelten Wettlauf gegen die Zeit wagt Sepia mit Niki und Sanzio den Sprung durch ein verborgenes Portal – direkt in die sagenumwobene Welt von Flo, der legendären Heldin, die einst den Tintendrachen bezwang. Doch die Legende birgt ein düsteres Geheimnis: Ein uralter Fluch bedroht nicht nur Flohall, sondern alle Welten.

Mein Sohn und ich haben schon die ersten beiden Teile der Reihe geliebt und gleich nachdem wir mit dem Buch begonnen haben, wussten wir auch wieder warum :) Der Schreibstil ist etwas ganz besonderes, sehr einfach und locker zu lesen, sodass auch Kinder wunderbar alles verstehen können, aber doch so mitreißend und spannend, dass auch Erwachsene ganz in den Bann gezogen werden! Besonders schön versteht es die Autorin auch die Städte und Länder dieser fantasievollen Welt zu beschreiben und diese zu etwas ganz besonderem zu machen, durch fulminate, fantastische Ideen! Es gibt stets etwas zu entdecken in diesem Buch und es wird einem niemals langweilig!

Die Story besticht einerseits durch Spannung und Nervenkitzel, egal ob Action oder Rätsel, es ist in diesem Buch immer etwas los, aber auch Freundschaft und Zusammenhalt in der Gruppe werden groß geschrieben und wie das Trio aus Protagonisten zusammenarbeitet ist einfach schön zu lesen! Mein Sohn und ich haben wirklich in jeder freien Minute weiterlesen wollen und wir sind regelrecht durch die Seiten geflogen!

Das Ende des Buches ist ganz großartig und passt super zu dieser ganzen einzigartigen Trilogie! Immer wenn man denkt es geht nicht besser, legt die Autorin noch eine Schippe drauf und dies war der krönende Abschluss! Man blickt nun mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück, da das Buch großartig war aber eben auch ein Abschluss.

Fazit: Eine ganz wunderbare Trilogie, die man nur empfehlen kann. Der Abschlussband ist ganz besonders gelungen. Einer unserer absoluten Lieblingstrilogien des Genres!

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Rezensionen von @beautybooks (Instagram):

Hat mich wirklich positiv überrascht!!

Pure Grace Academy (Band 1) - The Final Bow von Jennifer Bright

Aurélie kehrt nach einiger Zeit an die angesehene Pure Grace Academy in Paris zurück, eine Schule, die ganz dem Ballett gewidmet ist. Der Anlass für ihre Rückkehr ist tragisch: Ihre Mutter, eine berühmte Tänzerin und wichtige Figur der Akademie, ist unter ungeklärten Umständen gestorben. Obwohl offiziell von einem Selbstmord ausgegangen wird, zweifelt Aurélie daran und möchte die Wahrheit herausfinden.

Wieder an der Academy angekommen, wird sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Besonders die Begegnung mit Lucian, zu dem sie früher eine enge Verbindung hatte, sorgt für Spannungen. Während Aurélie beginnt, Fragen zu stellen und Nachforschungen anzustellen, stößt sie auf immer mehr Ungereimtheiten. Hinter der eleganten und perfekten Fassade der Academy verbergen sich Geheimnisse, Machtspiele und ein enormer Leistungsdruck. Schritt für Schritt erkennt sie, dass der Tod ihrer Mutter möglicherweise mit diesen dunklen Strukturen zusammenhängt.
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Meine persönliche Meinung:
Ich durfte das Buch in einer gemeinsamen Leserunde auf @lovelybooks.de lesen. Der Klappentext hat mich sofort überzeugt und als ich die ersten Seiten zu lesen begonnen habe, habe ich schon gemerkt, dass das richtig gut werden kann. Und was soll ich sagen? Mich hat dieses Buch unglaublich überrascht. Ich habe es geliebt und verschlungen! Eine Story, mit tollen Wendungen und noch dazu so spannend vom Anfang bis zum Ende. Wer hier von einer seichten Geschichte spricht, liegt definitiv falsch. Charaktere, die ich sehr gerne mochte und jeder war auf seine Art und Weise so besonders. Die Auflösung, was es mit dem Tod von Aurelie's Mama auf sich hat, weiß man tatsächlich bis zum Schluss nicht. Die Autorin führt ihre Leser so richtig an der Nase herum, das natürlich auch für das Buch spricht. Eine Geschichte, in der so einiges nicht von Anfang an vorhersehbar ist und genau deswegen hat es mich so sehr überrascht. Ich freue mich riesig auf den 2. Band, der im September 2026 erscheinen wird.

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Rezensionen von @beautybooks (Instagram):

Super spannend!

EDEN - Wenn das Sterben beginnt von Marc Elsberg

Ein Riesenkalmar attackiert in der Karibik vor den Augen vieler Touristen einen Walhai. Im Amazonas verdorrt der Boden. In der Bucht von Triest treiben Schwärme toter Fische. Weltweit beginnt die Natur zu kippen. Der IT-Experte Piero Manzano hat ein neues KI-Programm entwickelt, jenes sofort Alarm schlägt und die Prognose ist eindeutig: Binnen Monaten droht eine globale Megakrise.

Gemeinsam mit dem Influencer Linus Strand und der Meeresbiologin Sarah Keller macht Piero die Warnung öffentlich. Mächtige Gegenspieler tun ab sofort alles, um sie zum Schweigen zu bringen, während schon die nächste Naturkatastrophe auf sie zukommt. Nach und nach werden Geheimnisse über die Hintergründe des Projekts aufgedeckt. Es zeigt sich, dass neben wissenschaftlichen Zielen auch Macht und wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen. Dadurch entsteht ein Konflikt zwischen dem Wunsch nach einer besseren Welt und der Gefahr, Menschen gezielt zu manipulieren.

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Meine persönliche Meinung:
"Eden" ist ein ganz schöner Wälzer mit fast 800 Seiten, wie wir es von Marc Elsberg gewohnt sind. Gott sei dank sind seine Bücher immer so spannend, dass man im nu all diese Seiten durchgelesen hat. Bei diesem Buch hat mich sofort das Thema interessiert. Hier handelt es sich um eine etwas anspruchsvolleren Thriller, mit viele Daten und Fakten, die man sich alle überhaupt nicht merken kann. Da müsste man das Buch glaube ich nochmal lesen. Daten und Fakten, die gar nicht so uninteressant sind, mir aber manchmal ein wenig zu viel waren. Die Kapitel mit dem Influencer Linus und der Meeresbiologin Sarah haben mir am allerbesten gefallen. Mit den Kapitel, in denen die ganzen Minister aus den verschiedenen Ländern ihre Krisensitzungen abgehalten haben, habe ich mir eher schwer getan. Die konnten mich irgendwie nicht so richtig packen, obwohl diese natürlich wichtig für die Story waren. Den Schreibstil empfand ich als flüssig und richtig toll zum lesen. Die Spannung wird vom Anfang bis zum Ende des Buches durchgezogen. Ein realistisches Ende und wie wir wissen, stecken hinter Marc Elsbergs Geschichten immer ganz viel Wahrheit und Realität, die uns schon ganz bald selbst einholen könnten. Ich bewundere den Autor für seine Bücher, denn da steckt auf jeden Fall immer jede Menge Recherche dahinter. Für dieses Buch gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mir!

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Rezensionen von Gute_Laune:

Humorvoll und trotzdem auch spannend!

Mallekatz von Kaspar Panizza

Kommissar Steinböck nimmt sich drei Monate Auszeit auf Mallorca, der ursprünglichen Heimat von der Katze Frau Merkel. Prompt findet die Katz im Nachbar-Bungalow eine Leiche. Der YouTuber hat eine Kugel im Kopf! Der diensthabende Comisario bittet Steinböck um Amtshilfe. Aus ists mit der Ruhe! Und weil es selten bei einer Leiche bleibt und Steinböcks Team ganz einfach das beste der Welt ist, lässt er Huong und Ilona einfliegen.

Gemeinsam werden sie auch diesen Fall lösen, das ist ja mal so sicher, wie die Butterbrezen oder Croissants!

Hach, es ist immer wieder so herrlich, auf die bekannten Protagonisten und auch die in jedem neuen Band neu dazukommenden Figuren zu treffen. Sofort ist man wieder drin, auch wenn schon wieder ein Jahr vergangen ist! Und diesmal ist es quasi das Jubiläum, denn dies ist der 10. Fall für Steinböck und sein Team!

Die Figuren entwickeln sich kontinuierlich weiter, aber nicht zu ruckartig, sondern schön hübsch gemütlich. Die Personen, die die Katz verstehen können, werden immer mehr und das hat sehr köstliche Nebeneffekte! Die Story entwickelt sich fast von allein. Damit kann man zwar fast schon mit der einen oder anderen Wendung rechnen, das nimmt aber kein bisschen den Spaß am Lesen.

Panizza hat ein ganz besonders schlimmes Thema, bei dem ein ähnlich gelagerter Fall durch die Presse ging, aufgegriffen. Er hat die Figuren etwas anders handeln lassen und die schrecklichen Ereignisse nicht zu ausführlich beschrieben. Das in einem an sich humorvollen Krimi unterzubringen, ist meiner Meinung nach sehr schwer und große Kunst.

Für mich ist Mallekatz nicht zuletzt deshalb ein ganz besonders empfehlenswerter Krimi. Ich gebe die vollen fünf Sterne und warte wieder gebannt auf den nächsten Band dieser außergewöhnlichen Reihe, die mir sehr ans Herz gewachsen ist.

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Rezensionen von Astrid:

Ein intensives Leseerlebnis, das Geschichte greifbar macht und emotional berührt

Schwesternland von Katharina Fuchs

Der Roman ist eine bewegende und spannende Mischung aus Familiengeschichte, Zeitreise und Selbstfindung.

Im Mittelpunkt steht Antonia, die bei einem Familientreffen anlässlich des 100. Geburtstags ihrer Großmutter nicht nur mit Spannungen innerhalb der Familie konfrontiert wird, sondern auch durch ein Ahnengutachten beginnt, sich intensiv mit ihrer Herkunft auseinanderzusetzen.

Dabei entdeckt sie eine besondere Fähigkeit, die es ihr ermöglicht, in die Vergangenheit zu blicken und Geschichte ihrer Ahnin unmittelbar zu erleben.

Gekonnt werden zwei Zeitebenen – Gegenwart und Vergangenheit – verknüpft, was für eine lebendige, eindringliche Darstellung historischer Ereignisse sorgt. Die Härte des 17. Jahrhunderts Hugenotten gegenüber, ihrem Glauben wird herausgearbeitet. Die starken weiblichen Protagonistinnen tragen zentrale Botschaften wie Toleranz, Gleichberechtigung und zwischenmenschliches Verständnis in ihre Welten.

Wie gerne hätte ich noch weitergelesen (nach 478 Seiten ???? war aber Schluss), denn die historische Jeanne Beauvais hat es mir angetan.

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Rezensionen von Chris:

Ein gefühlvoller Roman über alte Wunden und neue Nähe

Der Sommer, der uns blieb von Greta Herrlicher

Ein wunderbar flüssig geschriebenes Buch, das sich sehr angenehm lesen lässt – perfekt für den Urlaub. Besonders gut hat mir gefallen, wie greifbar die drei Hauptfiguren Britta, Pia und Martin beschrieben sind. Obwohl sie so unterschiedlich sind, spürt man ihre gemeinsame Vergangenheit und die emotionale Verbindung zwischen ihnen deutlich.

Die Atmosphäre der kleinen Stadt und die sommerlich-melancholische Stimmung sind sehr gelungen eingefangen. Allerdings war das „große Geheimnis“, das die Geschichte umgibt, für mich recht vorhersehbar, sodass der überraschende Moment am Ende ein wenig ausblieb.

Trotzdem ist „Der Sommer, der uns blieb“ ein schönes, einfühlsames Buch über Freundschaft, Vergebung und die Macht gemeinsamer Erinnerungen – ideal für alle, die ruhige, emotional stimmige Geschichten mögen...

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Rezensionen von nessabo:

Ein wichtiges Thema künstlerisch und mit hohem Anspruch umgesetzt

Paradise Beach von Dara Brexendorf

Das Thema Endometriose ist mir literarisch noch nie begegnet und das ist angesichts der Zahl der Betroffenen eine große Schande. Umso begeisterter habe ich auf „Paradise Beach“ geblickt, das sich dieser Thematik in Kombination mit einer queeren Coming-of-Age-Story annimmt.

So ganz warm geworden bin ich mit dem Werk aber leider nicht.

Ich würde den Sprach- und Erzählstil als eher kunstvoll beschreiben, was ich als Hürde beim Lesen empfinde. Die Autorin schwankt zwischen einer gegenwärtigen Perspektive, in der die Protagonistin nach einer Endo-OP und entsprechender Hormontherapie mit Schlafstörungen ziemlich isoliert in ihrer Wohnung liegt, und einer vergangenen, in welcher Ada sich an den Sommer ihrer ersten Menstruation erinnert.

Brexendorf hat ganz starke Passagen in diesen Roman eingebunden und übt deutliche Kritik - unter anderem an Medical Gaslighting („Alle Frauen haben solche Schmerzen“, „Sie steigern sich da in etwas hinein, gehen Sie mal spazieren“) und der männlichen Sexualisierung von jungen weiblichen Körpern. Dabei ist sie gar nicht einmal explizit, verwendet oft einen kindlichen und damit fast verharmlosenden Blick. Doch die Tragweite ist allen, denen ähnliche Erfahrungen eingeschrieben sind, wohl sehr bewusst. Ich habe so einige Szenen als gewaltige Donnerschläge empfunden, die nachhaltig in mir resoniert haben.

Die subtile Spannung der ersten, in diesem Fall queeren, Liebe ist ebenso spürbar wie die innere Einsamkeit der erwachsenen Ada nach ihrer OP. Sie versucht sich Satz um Satz auch wieder ein Stück weit mit ihrem Körper zu versöhnen.

Doch abseits dieser starken Elemente muss ich sagen, dass mir die Erzählform hier zu sehr über Inhalt und Emotionen gestellt wurde. Dadurch ist es zweifelsfrei ein besonderes Werk, in dem die Autorin etwas gewagt hat. Es hat mir aber damit auch nicht so wirklich ermöglicht, mich nachhaltig in die Protagonistin einzufühlen. Oft war sie mir zu distanziert und unverständlich. Ich hätte sehr gerne noch ein tieferes Verständnis für die Erkrankung bekommen und mehr über ihre Konsequenzen für die Betroffenen erfahren. Abgesehen von ein paar starken Eindrücken kann ich das für das gesamte Werk nicht behaupten.

Diese Side-Story rund um den Nachbarn fand ich außerdem zunehmend eigenartig und ihr Sinn hat sich mir nicht erschlossen, vor allem in Anbetracht ihres Endes. Den Schluss fand ich grundlegend gut gewählt, aber er kann meinen Gesamteindruck des Werkes nicht wirklich verbessern.

Damit bleibt es ein anspruchsvolles Werk über ein überaus wichtiges Thema, dem ich ein bisschen mehr sprachliche Zugänglichkeit sowie emotionale Nähe gewünscht hätte. Gerade für Menschen mit Freude an tendenziell poetischen Sprachstilen, die sich von der Masse abheben, ist dieses Debüt aber durchaus eine Empfehlung.

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Rezensionen von Havers:

Zuviel Drumherumgerede killt die Interessante Ausgangssituation

Ein guter Blick fürs Böse von Elizabeth Arnott

Eine kalifornische Vorstadt in den späten Sechzigern. Drei Frauen, deren Ehemänner als Serienmörder entlarvt und verurteilt wurden. Das Getuschel der Nachbarn hinter vorgehaltener Hand, die Zweifel an deren Ahnungslosigkeit haben, während selbst Beverly, Elsie und Margot sich immer wieder fragen, wie sie die Anzeichen übersehen konnten.

Kann man mit diesen Selbstvorwürfen, dieser Schuld, diesem Stigma weiterleben?
Sie können, weil sie müssen, denn das Leben geht weiter. Beverly kümmert sich um ihre beiden Kinder, archiviert aber gleichzeitig Zeitungsausschnitte über gewaltsame Übergriffe auf Frauen, Elsie legt den Fokus (vergeblich) auf ihre berufliche Karriere in einer Nachrichtenredaktion und Margot betäubt ihre Schuldgefühle mit Alkohol und wechselnden Männerbekanntschaften.
Doch dann häufen sich in den Nachrichten Meldungen über junge Frauen die eines gewaltsamen Todes gestorben sind, und ja, es scheint, als würde einmal mehr ein Serienmörder sein Unwesen treiben. Die Polizei tappt im Dunkeln, hat weder Plan noch Verdächtige, ist aber gleichzeitig auch blind für die Hinweise, die Beverly ihrem Polizisten-Lover gibt.
Wäre das nicht eine perfekte Ausgangslage für das Freundinnen-Trio, um den Mörder zu stellen? Wer, wenn nicht sie, können das Böse erkennen, sind prädestiniert dafür, den Täter zu entlarven und sich damit auch von peinigenden Schuldgefühlen zu befreien? Und so entschließen sie sich (auf Initiative von Beverly), den Täter ausfindig zu machen und seiner gerechten Strafe zuzuführen.
„Ein guter Blick fürs Böse“ wird zwar vordergründig als Kriminalroman vermarktet, versucht aber über weite Strecken einen feministisch geprägten Blick zurück in die Zeit eines beginnenden gesellschaftlichen Wandels zu werfen, in der die drei Frauen die ihnen zugedachten Rollen - zumindest in Ansätzen - in Frage stellen. Auch und gerade dann, wenn man ihnen Steine in den Weg legt. Und ja, ich scheue mich, das Buch als historischen Roman zu bezeichnen, denn dafür hätte es meiner Meinung eine intensivere Sicht auf die gesamt gesellschaftlichen Veränderungen im Kalifornien der sechziger Jahre bedurft.
Arnott baut die Story langsam auf, zu langsam für meinen Geschmack, kreist immer wieder um die Themen Geschlechterrollen, Freundschaft, aber auch Schuld und Sühne, was leider insbesondere in der ersten Hälfte zu Lasten der Spannung geht. Hier hätte sie straffen können und sollen, was dem Tempo durchaus zuträglich gewesen wäre, insbesondere weil die Anzahl der Verdächtigen sehr übersichtlich ist. Und auch die Konzentration auf die Charakterisierung der drei Frauen war dem Spannungsfaktor nicht wirklich zuträglich, hat sich wiederholt und meine Geduld überstrapaziert, so dass ich mich stellenweise fast schon zum Weiterlesen zwingen musste. Von einem Kriminalroman erwarte ich mir mehr: Mehr Tempo, mehr Action, mehr Spannung. Und vor allem weniger Drumherumgerede.

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Rezensionen von nessabo:

Eine unbedingte Empfehlung voller Herzenswärme und Ernsthaftigkeit

Pina fällt aus von Vera Zischke

Vera Zischkes Debüt hat mir schon außerordentlich gut gefallen und auch in ihrem zweiten Werk setzt die Autorin wieder auf eine Perspektive, die bislang viel zu selten eingenommen wird. Ich war begeistert von der Warmherzigkeit und Authentizität der Erzählung!

Ich habe beim Lesen immer wieder Parallelen zu „Der Bademeister ohne Himmel“ gesehen, wo ebenso eine schicksalhafte Gemeinschaft thematisiert wird, nur dass es da um das Thema Demenz geht und Zischke hier den schwer autistischen Leo ins Zentrum ihrer Geschichte setzt.

Die Parallelen könnten positiver nicht sein, denn beide Werke sind ganz klare Highlights für mich. Sie eint eine Warmherzigkeit und Solidarität unter den Figuren, die mir beim Lesen unendlich viel Hoffnung gegeben haben, dass die Welt doch ein guter Ort sein kann.

Zischke nimmt auch in ihrem zweiten Roman eine Perspektive ein, zu der sie eine persönliche Nähe hat - und das zahlt sich absolut aus. Aus der Erzählerin spricht ebenso viel Wärme wie deutlicher Ernst - etwa in Bezug auf die Abwertung behinderten oder neurodivergenten Lebens und die kräftezehrende Lebensrealität einer alleinerziehenden, pflegenden Mutter. Indem die Autorin die Hauptpflegerin vorübergehend und ersatzlos aus der Geschichte streicht, wird die unbezahlte Arbeit überdeutlich.

Solidarische Momente in Büchern sind für mich etwas ganz Besonderes und ja, vielleicht läuft es manchmal ein bisschen zu glatt - aber wofür haben wir denn bitte Literatur, wenn nicht zum Erdenken einer besseren Welt?! Die zentralen Figuren sind fein herausgearbeitet und angenehm divers. Obwohl sie sich im Alter stark unterscheiden, eint sie alle eine gewissen Einsamkeit, die durch das gemeinschaftliche, solidarische Sorgen für Leo gelindert werden kann. Ich hätte sie zwar auch gern noch tiefer kennengelernt, fand es aber in Abwägung der Romanlänge absolut ausreichend.

Ich kann gar nicht genug betonen, wie großartig ich Zischkes Aussagen im Buch finde. An keiner Stelle gibt es den ernsthaften Anspruch, Leo an die Gesellschaft anpassen zu müssen. Stattdessen schreibt sie Sätze wie: „Behindert ist nicht die kaputte Version von normal […] Leo ist Teil dieser Welt wie alle anderen auch. Ich will nicht, dass er versorgt ist. Ich will, dass er dazugehört.“

Und viel mehr will ich dazu auch eigentlich gar nicht sagen. Ich habe selten eine derart starke literarische Stimme gelesen, welche sich so unnachgiebig menschlich für eine Gruppe einsetzt, die zu den marginalisiertesten unserer Gesellschaft gehört. Diese Geschichte liest sich fast schon zu schnell für den Genuss, den ich mit ihr hatte. Sie ist warmherzig und ehrlich und genau damit das, was wir alle brauchen.

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