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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von EdVanSchleck:

Großartiger Serienstart

Crimson Lake von Candice Fox

Handlung:
Der unschuldige Detective, Ted Conkaffey, wird beschuldigt ein kleines Mädchen entführt und missbraucht zu haben. Es gelingt ihm nicht seine Unschuld zu beweisen, doch die Anklage kann ihm die Tat nicht zweifelsfrei nachweisen, weswegen die Anklage fallen gelassen wurde. Allerdings steht die Meinung der Bevölkerung bereits fest.

Ted sei schuldig und müsse sofort aus dem Verkehr gezogen werden. So kommt es, dass sich seine Freunde von Ihm abwenden, seine Frau sich von ihm trennt und ihn die Medien auf Schritt und Tritt verfolgen. Um den Medien und der wütenden Bevölkerung zu entkommen flüchtet sich Ted in eine kleine Stadt im Norden Australiens. Auf Anraten seines Anwalts beginnt er einen Job als Privatdetektiv. Seine Kollegin und Inhaberin der Detektei – Amanda Pharrell – ist, genau wie Ted eine geächtete Person. Vor einigen Jahren wurde sie des Mordes schuldig gesprochen und saß ihre Zeit im Gefängnis ab. Zusammen machen sie sich daran das mysteriöse Verschwinden eines sehr erfolgreichen, ortsansässigen Schriftstellers aufzuklären. Doch es dauert nicht lange, bis die Medien Ted aufspüren und sich die Lage immer weiter zuspitzt.

Persönliche Meinung:
Die unterschiedlichen Charaktere passen hervorragend in die Handlung und durch den treffenden und detaillierten Schreibstil werden diese so gut beschrieben, dass es ein Leichtes ist sich in Ted’s Situation aber auch in die Kleinstadt „Crimson Lake“ hineinzudenkend. Mit Amanda bekommt Ted eine Partnerin, die Ihm in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich ist und durch den Fall ist es ihm möglich seinem täglichen Martyrium zumindest zeitweise zu entfliehen. Der Fall des verschwunden Schriftstellers fand ich zunächst nicht sonderlich spektakulär. Viel Interessanter empfand ich den Hergang von Ted’s vermeintlichem Verbrechen und auch die Vergangenheit seiner Partnerin Amanda. Nach und nach wird immer mehr Spannung generiert und als sich Ted’s Situation weiter zuspitzt entsteht Nervenkitzel pur, welcher sich am Ende schlagartig entlädt.

Fazit:
„Crimson Lake“ ist ein voll und ganz gelungener Serienstart und macht Lust auf mehr. Die Geschehnisse rund um den Protagonisten und seine Partnerin sind äußerst interessant und schüren Vorfreude auf den nächsten Band.

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Rezensionen von mikkagottstein:

Emotional und unerwartet tiefgründig

Kleine Stadt der großen Träume von Backman Fredrik

Dies war mein erstes Buch des Autors. Aber nach dem, was ich zuvor über seine Bücher gehört hatte, und nach dem, was der Klappentext suggeriert, habe ich eine heitere, aufbauende Geschichte erwartet, in der kleine Außenseiter zu ganz großen Helden werden. Ein Wohlfühlbuch, das man mit einem Lächeln zuklappt und vielleicht seiner Mutter zum nächsten Geburtstag schenkt.

Bekommen habe ich stattdessen eine dramatische, aufwühlende Geschichte, in der sich in einer kleinen Stadt ganz große Abgründe auftun. Die Menschen von Björnstadt projizieren all ihre Hoffnungen und Leidenschaft auf die Junioren-Eishockeymannschaft, und das grenzt nicht nur an Fanatismus, das hat schon lange das Land des gesunden Menschenverstandes verlassen.

Der Sport bewirkt viel Gutes im Leben der Kinder, denn er gibt ihnen Ziele, ein Gefühl der Gemeinschaft und Zugehörigkeit, Träume und Zukunftsperspektiven. Aber der Leser lernt auch die Schattenseiten kennen:

Eltern nehmen in Kauf, dass ihre Kinder beim Training verletzt und gedemütigt werden. Sponsoren sehen diese sogar nur als Produkte, die ihnen Geld bringen sollen. Und den Jugendlichen selber wird suggeriert, dass das Eishockey sie zu Helden macht, denen eine Sonderbehandlung zusteht und die sich alles erlauben können. Jedenfalls den Jungen, denn von den Mädchen wird zwar erwartet, dass sie Eishockey lieben, aber bitte nur in der Rolle des anhimmelnden Fans – das jedoch nicht zu sehr, sonst sind sie [ hier denke man sich bitte ein negativ besetztes Wort für ein Mädchen, das angeblich "leicht zu haben" ist ].

Backman zeichnet mit subtilen und einfühlsamen Worten das Psychogramm einer Stadt, in der Eishockey nicht so wichtig ist – 'es ist einfach nur alles'. Da kreischen Mütter beim Spiel "Bist du schwul, oder was?!" Da führen Väter genau Buch über die Erfolge des Sohnes, können sich aber nicht überwinden, ihm mal anerkennend die Hand auf die Schulter zu legen. Und da passieren Dinge, wo ich das Buch erst einmal zur Seite legen musste, bis Blutdruck und Herzschlag wieder auf ein vertretbares Level gesunken waren.

Hier wird so unglaublich viel angesprochen, Positives und Negatives.

Nicht nur der Fanatismus, die absurd übersteigerte Leistungskultur, die Mauer des Schweigens, wenn etwas diese Leistungskultur bedroht... Ganz nebenbei geht es um Vorurteile und soziale Ausgrenzung, um moralische Prinzipien und deren Korruption – aber auch um Loyalität und Freundschaft und die Tatsache, dass beides seine Grenzen hat und haben muss.

Obwohl das Buch nicht das war, was ich erwartet hatte: es ist ein großartiges Buch mit einer bewegenden Geschichte, und es ist wirklich gekonnt und einzigartig geschrieben. Die Geschehnisse sind mal herzerwärmend, mal schockierend, mal tragisch, mal lustig, aber was auch immer sie vermitteln: man muss mitfühlen, mitfiebern, mitleiden, mitlachen und kann sich nicht einfach berieseln lassen.

Es ist ein Buch voller schwerer, ernsthafter Themen, aber der Schreibstil hat trotzdem immer eine gewisse Lei

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Rezensionen von Caroline :

Pia und ihr Pizzaprinz

Vorwärts küssen, rückwärts lieben von Hein Sybille

Tiefkühltheken sind nicht gerade dafür bekannt, erfolgreiche Flirtzonen zu sein. Als Pia sich die letzte Pizza krallen möchte, ist doch tatsächlich ein anderer schneller. Pias Pizzatraumprinz überlässt ihr großzügig das Objekt der Begierde.
Diese zufällige Begegnung lässt Pia jedoch nicht mehr los und sie fordert ihr Glück heraus, um dem Traummann wieder zu begegnen.

Ihr allerbester Freund Eddi warnt Pia regelmäßig, nicht auf süße Grübchen, schöne Augen und Haare hereinzufallen. Aber sie ist beratungsresistent, eigenwillig und im 7. Himmel gefangen.


Wundervolle Momente und Erlebnisse bestätigen ihre Glücksgefühle.
Eddis Ratschläge verpuffen ungehört, obwohl er überzeugt davon ist, dass Pia dringend einen guten Freund braucht und nicht so einen Schönling.

Wie hat es mir gefallen?

Berlin als Schauplatz einer humorigen Liebesgeschichte zieht mich immer wieder in den Bann und so auch dieses Mal.
Durch diese einmalige Stadt, ihre wundervollen Stadtteile – hier Kieze genannt – streift Pia, ihres Zeichens begabte Zeichnerin und Bastlerin, mit einem schwarzen Kater ungewöhnlichen Namens, loyalen Freunden und einem Hang zu Romantik. Sie liebt und lebt am Prenzlauer Berg, einer Gegend im Osten Berlins mit versteckten, verzauberten Ecken. Genau dort trifft sie den Pizzaprinzen. Charmant, gut gekleidet, tolle Grübchen, warme Augen und ein wenig geheimnisvoll.
Gleichwohl glauben Pias Freunde gar nicht an seine Existenz, da ihn kaum jemand zu Gesicht bekommt. Ihre unglaublich romantischen Erlebnisse mit dem Traummann klingen einfach zu schön, um wahr zu sein. Der Mann scheint ein Glücksgriff zu sein, obwohl er den Anschein eines absoluten Snobs erweckt. Pia unterzieht ihn einigen Tests und stellt schnell fest, dass sogar ihr Kater ein Faible für ihn zu entwickeln scheint.

Pia trägt ihr Herz auf der Zunge, trifft Fettnäpfchen mit großer Zielsicherheit und hat ihr Leben nicht immer unter Kontrolle, doch sie liebt mit ganzer Seele, wenn sie ihr Herz verschenkt, dann ganz oder gar nicht ohne Rücksicht auf Konsequenzen, obwohl sie eigentlich aus ihrer Sturm und Drang Zeit heraus gewachsen sein sollte. Genau das fand ich an ihr so unglaublich sympathisch und entzückend. Das Mädchen in Pia lebt hoffentlich auf ewig weiter – auch wenn manche hier anmerken werden, dass es ihr an Persönlichkeitsentwicklung fehlt. Ja, das stimmt wahrscheinlich auch, aber ich liebe Geschichten, in denen das Erwachsenwerden ein wenig hinten angestellt wird.
Über den Pizzaprinzen möchte ich nicht viel erzählen, alle zukünftigen Leser/innen sollen ihn unvoreingenommen kennenlernen.
Die Nebenfiguren allen voran Heinrich, ein Nachbar von Pia, ergänzen die Geschichte auf sehr liebevolle Weise. Auch wenn vieles über Heinrich nicht erzählt wurde, habe ich ihn ins Herz geschlossen. Pia Freundin Halina braucht dringend auch noch ihr Happy End --> Hinweis an die Autorin.
Eddi und Charly haben mir ein paar Mal die Tränen in die Augen getrieben, entweder vor Lachen und ein oder zweimal auch weil sie mich so berührt haben.
Die Geschichte dreht sich somit nicht nur um Liebe, sondern und vor allem um Freundschaft. Eine locker flockige Geschichte, die sich wundervoll lesen lässt.

Erwähnen möchte ich die gelungene Aufmachung des Buches. Nicht nur das Cover, das mit Retroschick punktet, sonder auch und vor allem die Songtexte, Gedichte und Zeichnungen werten das Gesamtbild auf.

Berlin ist mir unglaublich ans Herz gewachsen. Seit 2012 konnte ich schon 5 x dort an der Loveletter Convention teilnehmen und ich habe den Aufenthalt jedes Mal verlängert, um mich in dieser tollen Stadt umzuschauen. Vor allem am Prenzlauer Berg (als Tirolerin nicht verwunderlich) fühlte ich mich sehr wohl. Der Wiedererkennungswert an manchen Stellen erhöht für mich den Lesespaß.


Ich bedanke mich beim Verlag, der mir auf meinen Wunsch hin ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Dies hat meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst.

www.mariessalondulivre.at

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Rezensionen von yellowdog:

gesellschaftspolitischer Roman

Leere Herzen von Juli Zeh

Braunschweig in der nahen Zukunft! Britta Söldner und ihr Geschäftspartner Babak Hamwi haben ein Unternehmen, dass sie Die Brücke nennen. Es ist eine Heilpraxis für Suizid-Prävention, die aber nebenbei Selbstmordkandidaten als Attentäter vermitteln. Dieses ungewöhnliche Geschäftsmodell ist eine lukrative Sache.

Was für eine Idee für ein Romanthema! Zynisch und abgedreht!
Nach Außen hin führen sie ein bürgerliches Leben. Britta hat Mann und Kind und Freunde. Ihre Praxis gilt als vorbildlich.

Das System gerät aber anscheinend langsam in eine Schieflage. Britta steht unter Druck, hat Bauchschmerzen und Stress mit ihrem Mann.
Mit der jungen Julietta haben sie dann erstmals einen weiblichen Kandidaten im Programm und die bisherigen Regeln wanken.
Im Team kommt es zu Spannungen, da berufliches und privates vermischt wird. Zudem gibt es plötzlich erstmals Konkurrenz.

Der Roman lässt sich gut lesen, man kann sich kaum losreißen. Paradoxerweise ist man trotz des moralischen Dilemmas nah an den Figuren dran. Die sind ziemlich verpeilt, Britta glaubt wirklich, das ihre Tätigkeit die Welt besser macht. Allerdings gibt sie zu, nicht zu den Guten zu gehören.
Das man selbstmordgefährdete Menschen so steuern kann, wie Juli Zeh uns weiß machen will, glaube ich kaum. Die politisch irregeleitete Einstellung der Menschen kann man aber nachvollziehen.

Fazit: eigentlich unglaubwürdig und eine Kopfgeburt und doch bleibt ein ambitionierter gesellschaftspolitischer Roman.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:

Spannende und informative Unterhaltung

Grimms Morde von Tanja Kinkel


Tanja Kinkel entführt uns ins Kassel des Jahres 1821. Die französische Herrschaft ist erst seit kurzer Zeit Vergangenheit, aber noch lange nicht überwunden. Zensur und Überwachung sind alltägliche Hilfsmittel in den deutschen Fürstentümern. Der Adel genießt seine Privilegien. Frauen hatten sich unterzuordnen.

Es ist die Zeit, in der die Brüder Grimm, Jacob und Wilhelm, ihre Märchensammlungen veröffentlichten (1812 und 1815). Nicht als Märchensammlung für Kinder, sondern zur Wahrung von Volkskultur – schließlich waren sie in erster Linie Sprachwissenschaftler und Volkskundler. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei unter anderem auch von Jenny und Annette Droste-Hülshoff, die einige Geschichten zur Märchensammlung beitrugen. Vielleicht sogar ein wenig zu tagkräftig: denn eine Geschichte, nämlich „Die drei schwarzen Prinzessinnen“, wurde von ihnen sogar extra für diese Sammlung verfasst.
Als dann eine ehemalige Mätresse des Kurfürsten grausam ermordet wird und ein Zitat aus besagtem Märchen bei der Toten gefunden wird, gerät Jacob Grimm ins Visier der Ermittler. Die Schwestern Droste-Hülshoff reisen sofort nach Kassel um die Brüder Grimm zu entlasten. Natürlich in Begleitung eines männlichen Verwandten – um den gängigen gesellschaftlichen Normen zu entsprechen. Kurze Zeit später stirbt auch noch ein wenig hoffnungsvoller Dichter. Nach einigermaßen komplizierten und verwirrenden Ermittlungen decken die vier Protagonisten natürlich die Geheimnisse rund um diese beiden seltsamen Morde auf.
Und so interessant und verzwickt die Tätersuche auch sein mag, sie tritt in den Hintergrund, denn viel spannender und unterhaltsamer ist die Schilderung der Zeit, ihrer Sitten, Moralvorstellungen und Vorurteile. Ein Sittenbild, das dem Leser ein lebensnahes und vielschichtiges Bild jener Zeit präsentiert.
Die einzelnen Personen werden geschichtlich korrekt und liebevoll charakterisiert, so haben sie alle ihre Fehler und Schwächen. Vor allem eine prägende und traumatisierende Episode aus dem Leben von Annette steht im Mittelpunkt vieler Gespräche und Gedanken. Genau diesen klugen und manchmal scharfzüngigen Gesprächen zu folgen, war wirklich ein spezieller Genuss!
Die Sprache des Buches ist in vielen Teilen eine Annäherung an die Sprache der Zeit – anfangs nicht ganz einfach zu lesen, aber wunderschön und nach ein paar Seiten ist man fast schon süchtig danach!
Denn Tanja Kinkel versteht es, Fiktion und historische Fakten gekonnt zu einem spannenden, informativen und großartig lesenswerten Roman zu verweben. Es ist sicher kein Buch, das irgendwie nebenher gelesen werden kann, aber die kleine Anstrengung wird wirklich belohnt!
Es ist für mich sicher eines der besten Bücher des heurigen Jahres!

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Rezensionen von Nepomurks:

Sehr eindrucksvoll, interessant und informativ!

Die verzweifelte Republik von Walter Rauscher

Walter Rauscher legt mit „Die verzweifelte Republik: Österreich 1918-1922“ wieder mal ein unglaublich interessantes, wie informatives Buch zu Österreichs Geschichte vor. Das Buch bietet zudem neben den geschichtlichen Entwicklungen Österreichs auch eine ganz neue Perspektive auf die politischen Zustände Europas nach dem 1.

Weltkrieg. Die Donau-Monarchie zerbricht, Großparteien kämpfen gegen den Zerfall der Republik und man muss sich dem Zugriff der Nachbarstaaten erwehren. Es bilden sich zudem Allianzen und gegnerische Gruppierungen, die die Republik ebenfalls weiter schwächen und zu dramatischen innerpolitischen wie auch gesellschaftlichen Zuständen führen. Die Kindersterblichkeit schnellt hoch, Hunger und anarchische Verläufe nach Kriegsende, dazu Hyperinflation und Deflation. Österreich sucht den Anschluss an Deutschland, doch das soll auch nicht die letzte Lösung gewesen sein..
Walter Rauscher schreibt in seinem aktuellen Buch sehr verständlich und eingängig von den Zusammenhängen zwischen dem Ende der Donau-Monarchie, der innerpolitischen Entwicklungen wie auch von europäischen Verfahrensweisen und Entscheidungen. Das alles ist unglaublich reell (nicht zuletzt, da die Verläufe konkret so geschehen sind) und eindrücklich dargestellt und lässt die geschichtlichen Fakten aufleben. Man versteht erst nach und nach die Brisanz mancher falscher Erlasse der „Entente“ und des Kampfes um innerpolitische Stabilität.
Interessant ist zudem die etwas andere Darstellungsweise des Autors: Walter Rauscher bricht meiner Meinung nach immer wieder mit typisch deutschen Sichtweisen und offenbart dem Leser gänzlich neue und weitläufige Eindrücke. Fakten, einmal aus einer vollkommen veränderten Perspektive betrachtet..
Mir gefiel das Buch im Ganzen sehr gut und ich fand es für ein Sachbuch äußerst flüssig zu lesen und interessant. Es fehlt nicht an sachlicher Dramatik, die durch viele sehr ergreifende Darstellungen direkt der Zeit entnommen zu sein scheint. Durch die fachliche und sachliche Schilderung der geschichtlichen Verläufe ist das Buch meines Erachtens absolut lehrreich. Alles in allem ein stimmiges und äußerst aufschlussreiches Werk, das ich nur empfehlen kann. 5 Sterne.

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Rezensionen von Nepomurks:

Ein brauchbares Yin Yoga Buch, das den Schwerpunkt auf Besserung der Gesundheit legt...

Gesund durch Yin Yoga von Stefanie Arend

Stefanie Arend legt mit „Gesund durch Yin Yoga“ (Südwest Verlag) ein sehr umfangreiches und interessantes Buch vor. Es ist unterteilt in 3 Leit-Kapitel, die da grob wären: Theorie, Praxis und Gesundheit.
Der erste Teil führt in das generelle Thema des Yin Yoga ein, gibt diesbezüglich viele Informationen zu allem Wissenswerten und den Meridianen (Leitbahnen) und zeigt den Bezug zu bestimmten Erkrankungen oder Beschwerden auf.

Für mich waren diese Inhalte zunächst einmal zu sehr einer gewissen "Esoterik“ entnommen, was mich persönlich generell nicht so sehr anspricht. Die grafischen Darstellungen waren dagegen sehr gut und man konnte sich ein wenig ein eigenes Bild davon machen, wie sich Yin Yoga (eine sehr sanfte Yoga-Art) auf die Anatomie und den Körper auswirken kann.
Im zweiten Teil folgen denn vielfältige Yin-Yoga-Übungen, die ich anhand einer sehr guten Darstellungsform durch diverse Foto-Abbildungen gut verständlich fand und auch als „Einsteigerin“ im jeweiligen Ablauf gut nachvollziehen konnte. Die Bilder sind durchweg mit Anweisungen und Erklärungen versehen und es gibt auch immer viele Hinweise oder Alternativvorschläge (Hinzuziehen von Hilfsmitteln wie Bolster oder auch generelle Abwandlung, z.B.). Diesen ersten praktischen Teil fand ich denn auch sehr gut und überzeugend.
Als großes, 3. Leit-Kapitel folgt denn noch die direkte Zusammenführung von Yin-Yoga-Übungen und dessen gezielte positive Auswirkung auf bestimmte Organe, Gelenke oder Beschwerden und Krankheiten. Hierzu hat Stefanie Arend zu vielen verschiedenen Bereichen (u.a. Infektanfälligkeit, Nackenschmerzen und Kopfschmerzen, Unruhe, etc…) einzelne Sequenzen aus den vorhergehenden Yoga-Figuren und Übungen zusammengestellt. Die jeweiligen Übungsvorschläge bestehen meist aus einer Mischung von Übung und Entspannungs-Einheiten und sind in der Gänze eigentlich allesamt umsetzbar.
Die Strukturierung des Buches gefiel mir insgesamt äußerst gut. Es ist übersichtlich, verständlich und die Yoga-Übungen, die wohl sehr gängig und eher einfach sind, können gut umgesetzt werden. Die Anleitungen sind sprachlich gut nachvollziehbar und die zahlreichen Bilder sind ebenfalls sehr hilfreich. Von der praktischen Seite fand ich das Buch für mich als Yoga-Neuling brauchbar und gut, doch wegen meiner eingangs beschriebenen Kritik ziehe ich einen Punkt ab. Deshalb 4 Sterne.

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Rezensionen von Nepomurks:

Ein tolles Buch, das durch Wort und Bild Gänsehaut-Momente verursacht...

Penguin Bloom von Bloom Cameron; Greive Bradley Trevor

„Penguin Bloom“ ist die Geschichte einer australischen Elster, die weltweit Bekanntheit erlangt hat. Als Jungvogel während eines Sturms aus dem Nest gefallen und schwer verletzt, wird sie von einem kleinen Jungen gerettet und gelangt auf diesem Weg zu Familie Bloom. Penguin Bloom wird aufgepäppelt und wächst zu einer prachtvollen Raben-Dame heran.

Und genau von diesem Weg und den Erlebnissen der Familie erzählt dieser wunderbare Bildband.

Sam Bloom, Ehefrau von Cameron und Mutter der 3 Kinder Rueben, Noah und Oliver, hat in einem der Familienurlaub einen sehr schweren Unfall, kämpft wochenlang um ihr Leben und überlebt, bleibt anschließend jedoch querschnittsgelähmt. Nach dramatischen Monaten findet Noah das kleine Vögelchen, ebenfalls schwer verletzt und schwach, woraufhin die Familie entscheidet, alles daran zu setzen, die kleine australische Elster zu retten. „Penguin Bloom“ wird sie von nun an genannt, wegen der eines Pinguin ähnelnden, schwarz-weißen Gefiederfärbung. Und Penguin setzt in der Familie, in der die Mutter mit ihrem schweren Schicksal und ihrer Gesundheit hadert, neue Akzente. Die Familie ist sich heute sicher, dass dieser kleine Vogel, der so viel Freude und Liebe zurück ins das Haus der Familie Bloom brachte, die Familie letztlich gerettet hat.

Der Bildband erzählt in einzelnen Episoden und kurzen Beiträgen von dieser Geschichte. Optisch ist das Buch schon von außen sehr ansprechend. Cover, Einband und Innenleben sind sehr hochwertig gestaltet und allein schon das Coverbild ist (wie ich finde) einfach nur klasse. Innen ist jede Doppelseite jeweils mit einem Foto von Penguin - solo oder mit einem der Familienmitglieder in teils recht witzigen Situationen oder Momentaufnahmen - und einem Kommentar oder einer kurzen Erzählung versehen. Die Fotos sind meiner Meinung nach wirklich großartig und zeigen, wie „warm“ und herzlich das Leben der Blooms mit ihrem kleinen tierischen Freund verläuft. Dazu liest sich die Geschichte der Elster, wie auch die von Sam Bloom unglaublich packend und hat mir mehrfach Gänsehaut verursacht. Es ist alles sehr eingängig und authentisch beschrieben und schafft eine wahnsinnig tolle Atmosphäre. Inhaltlich sind die Texte durchweg sehr authentisch und passen immer sehr gut zu den Abbildungen. Sehr eindrücklich war für mich zudem, dass immer wieder hervorgehoben wurde, wie Penguin von Familie Bloom eigentlich schon früh im Garten „ausgewildert“ werden sollte. Doch Penguin hat immer wieder zu ihrer Familie zurückgefunden und kehrte so immer wieder ins Haus zurück, suchte den Anschluss an "ihre Menschen". So lebt sie nun teils draußen ihr Elstern-Leben, kehrt aber oft auf Besuch zur Familie zurück. „Penguin Bloom“ weiß ganz offensichtlich sehr genau, was ihr ihre Menschen-Familie bedeutet... :)

Sam und Penguin – man merkt, dass zwischen beiden eine besondere und tiefe Verbindung besteht. Die Kinder und auch den Ehemann kann man nach den Schilderungen nur bewundern und beglückwünschen, denn sie haben etwas sehr Besonderes mit ihrer Familie und ihrem Vogelfreund! Ich habe die Geschichte von „Penguin Bloom“ sehr, sehr gerne gelesen und war absolut berührt. Somit würde ich das Buch jederzeit weiterempfehlen! 5 Sterne.

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Rezensionen von begine:

Spannend

Nach dem Schweigen von Drews Christine

Christine Drews – Nach dem Schweigen

Ich habe die Autorin vor einigen Wochen erst mit einem Familienroman entdeckt. Da war ich auf diesen Thriller sehr gespannt.

Der fängt gleich sehr spannend an. Man wird von mehreren aufregenden Vorkommnissen in eine Strudel von Emotionen geworfen.
Der Schauplatz dieses Thrillers ist London.

Saskia Flynt ist die Hauptprotagonistin. In ihrer Familie gibt es einige schlimme Todesfälle. Vor 17 Jahren stürzt ihre Mutter in den Tod uns Saskia war 5 Jahre alt, ihr Bruder Max 9 Jahre. In der Gegenwart fällt ihre Tante Ellen aus einem Hochhaus.
Dann gibt es noch einige Opfer, die ich erst nicht einordnen konnte, aber später erklären sich die Zusammenhänge. Es geht etwas hin und her zwischen den Fällen und ich habe um die Opfer gezittert. Ganz schöner Nervenkitzel.

Christine Drews versteht es, den Spannungsbogen hoch zu halten. Es gibt zwar kleine Einwendungen, so wird ein Satz ein oder zweimal wortgetreu wiederholt, aber sonst war ich gefesselt und kann eine Empfehlung aussprechen.
Ein typischer spannender Thriller.

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Rezensionen von heinoko:

Glas und Liebe

Winterengel von Corina Bomann


… „Beides, Liebe und Glas, muss gefühlvoll behandelt werden, wenn es nicht zerbrechen soll. …“ So beginnt das vorliegende Buch, ein Buch über Armut, Kälte, Krankheit und über Zerbrechliches wie Glück, wie Liebe, aber auch über Stärke und Mut. Ein Buch zum Versinken, zum Abtauchen, zum Mitempfinden.

Und keinesfalls nur ein Weihnachtsbuch!
Winter 1895 in Spiegelberg (übrigens nicht in Baden gelegen, wie im Buch behauptet wird, sondern in Württemberg). Die junge Anna Härtel hatte von ihrem verstorbenen Vater die Glasbläserei erlernt und verdient sich durch den Verkauf ihrer gläsernen Engel ein kleines Zubrot, um mehr schlecht als recht für die kranke Mutter und die kleine Schwester zu sorgen. Da erreicht sie ein Brief der Königin Victoria, die sie nach England einlädt, um ihre Glasengel zu zeigen. In Begleitung von John unternimmt Anna die aufregende, beschwerliche und gefährliche Reise…
Dieses Buch zu lesen war wie in einem opulenten Kinosessel zu sitzen - der schwere Samtvorhang öffnet sich und eine Geschichte beginnt, die mich hinwegträgt in eine andere Welt, in der ich mitfriere, mitleide, in der ich Gefahren ausgesetzt bin, in der ich aber auch menschlicher Wärme begegne und mich auf meine Stärke besinne. Corina Bomann schafft es in wunderbarer Weise, ein Wintermärchen zu erzählen, das unseren immanenten Wunsch nach Wohlergehen und nach Gerechtigkeit des Schicksals aufgreift, ein modernes Märchen, dessen Geschichte Können und Selbstvertrauen belohnt und nach vielen Zweifeln der Liebe eine Chance gibt. Und wenn sich der Samtvorhang wieder schließt, bleibt zurück ein wohlig-warmes Gefühl, das wir uns nicht nur zu Weihnachten wünschen.

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