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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lagoona:

Keine leichte Abendlektüre, aber absolut lesenswert

Kleine Stadt der großen Träume von Backman Fredrik

Es geht um eine kleine unbedeutende Kleinstadt irgendwo im Nirgendwo, irgendwo in Schweden.
Eine Kleinstadt, in der es eigentlich nicht viel zu berichten gibt.
Eine Kleinstadt, die in sich ruht - sollte man das wohl meinen.
Weil es hier nicht wirklich viel Optionen gibt, dreht sich fast ausschliesslich alles um
einen Sport, der die Bewohner am Leben erhält:
Eishockey

Die Gemeinschaft und der Zusammenhalt ist unschlagbar und das ist es doch,
was ein gutes Zusammenleben ausmacht.

Zumindest sollte man das annehmen.
Keiner ahnt, dass sich hier bald alles ändern wird. Das ein einziger Abend, eine einzige Handlung einer
einzigen Person einen Stein zum Rollen bringen wird, etwas auslösen wird, das viele Leben verändern wird.

Meine Meinung:

Wer hier eine verträumte Kleinstadtidylle erwartet, ein verträumtes Städtchen, in dem man sich wohlfühlt,
der ist falsch gewickelt. Die Geschichte rund um Björnstadt ist alles andere als eine leichte Lektüre.
Ich war teilweise von den Vorkomnissen sehr geschockt und habe mit den Bewohnern mitgelitten.
Dank des tollen Schreibstils von Bachmann hatte ich wirklich das Gefühl überall hautnah und live dabei zu sein, selbst bei den Eishockeyspielen habe ich mitgefiebert, obwohl ich mit Eishockey wirklich nun gar nichts am Hut habe.

Obwohl diese Buch alles andere als eine harmlose Gute-Nacht-Geschichte ist, bin ich doch begeistert, berührt, erschrocken und vor allem beeindruckt von der Tiefgründigkeit. Ich gebe 5 Sternchen

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Rezensionen von StefanieFreigericht:

Erhellende Einblicke

Nur wenn du allein kommst von Souad Mekhennet

"Nur wenn du allein kommst", diese Forderung hört die Journalistin Souad Mekhennet regelmäßig, bevor sie sich mit ihren Interviewpartnern treffen kennen. Diese sind häufig Islamisten und sie vertrauen ihr aufgrund ihrer Abstammung: Sie wurde geboren in Frankfurt am Main, als Tochter einer schiitischen Mutter mit syrischer Abstammung, aber aus der Türkei, und eines sunnitischen Vaters aus Marokko.

Die kleine Souad wuchs als Muslima auf in einer toleranten Familie, bei der sich die Eltern abarbeiteten, um den Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. "Die Einwanderer ihrer Generation, die Putzfrauen und Köche, muckten nicht auf, wären nie auf die Idee gekommen, die Autorität der 'richtigen Deutschen' infrage zu stellen." S. 53 Einige frühe Kindheitsjahre bei der Großmutter in Marokko, dann das weitere Aufwachsen in Deutschland, Jugoslawienkrieg und Hoyerswerda, fremdenfeindliche Angriffe prägen die Heranwachsende, die sich entschließt, nach dem Vorbild aus dem Film "Die Unbestechlichen" zum Watergate-Skandal selbst Reporterin zu werden. "Statt meine Ängste die Oberhand gewinnen zu lassen, begann ich sie als Herausforderung zu begreifen, und daran hat sich bis heute nichts geändert." S. 44 Durch einen immer weiteren Ausbau ihrer Kontakte und dadurch, dass sie stets bemüht ist, jede Seite zu Wort kommen zu lassen, dabei aber in alle Richtungen kritisch bleibt, schafft sie sich bald ein Renommee.

Das Sachbuch ist spannend geschrieben, ich hatte schon langweiligere Krimis und sprachlich schwieriger zugängliche "Unterhaltungsliteratur", ich bin von dem Schreibstil sehr positiv überrascht. Acht Jahre älter als die Autorin, konnte ich mich an den genannten politischen Ereignissen sehr gut entlanghangeln - wer wenig Nachrichten liest oder sieht, wird vielleicht einiges nachschlagen müssen. Ich bin sehr beeindruckt über die Tiefe der Informationen zu den verschiedenen Ländern und Regionen, Irak, Libanon, Algerien,… - anhand derer sich das Buch in verschiedene Kapitel zu den jeweiligen Jahren gliedert. Ich gestehe eine gewisse Skepsis vor Aufnahme der Lektüre: Warum tut sich das jemand an, sich derart doch immer wieder in Gefahr zu begeben? Die Autorin macht ihre Motivation glaubwürdig, berichtet auch über Ängste und Nachteile ihres Lebens - nachvollziehbar, auch wenn sie und ich definitiv unterschiedliche Anteile des "Risiko-Gens" mitbekommen haben.

Was ich befürchtet hatte: Unsachlichkeit, zu starke Vereinnahmung durch die diversen Islamisten. Was ich stattdessen erhielt: die auch für mich beschämende Erkenntnis, dass genau das die Vorbehalte waren, denen die Autorin sich ausgesetzt sah, von der Grundschule bis zum Einstieg in den Beruf, selbst später noch gegenüber diversen Diensten. Übrigens auch das häufig Ursache der Islamisierungen, die Ausgrenzung des Einwanderungslandes. Sie will verstehen, sucht die Diskussion. Stark, wie der kleine Sohn eines der Männer aus dem Gefolge ihres Interviewpartners stolz berichtet, wie er heute das Töten der Ungläubigen gespielt habe und sein Vater ihn zufrieden küsst – als sich die Journalistin später im Hotel daran erinnert, kommen ihr die Tränen. Ähnlich enden hier oft die Kapitel für mich mit einem Denkanstoß, ich mag nicht direkt weiterlesen. Wenn Kinder so aufwachsen, was kann aus ihnen nur werden? Und wie gehen wir selbst mit unseren Werten um, wenn man an den Fall el-Masri denkt, der wegen Terrorverdachts verschleppt und gefoltert wurde (von Mekhennet aufgedeckt)?

Erhellend eine Diskussion mit einem schiitischen Fahrer in Bahrein, dessen mehrheitlich schiitische Bevölkerung von der sunnitischen Herrscherfamilie regiert wird. Er bemängelt, dass man für bestimmte Arbeiten Ausländer ins Land hole, statt "Bahreinis first" zu praktizieren, gibt aber auf Nachfrage zu, eine Putzfrau aus Bangladesh zu beschäftigen, da diese Arbeiten unter der Würde seiner Frau und Kinder seien. Als die Reporterin die Tätigkeiten von ihren Eltern und ihr selbst zur Finanzierung des Studiums beschreibt, obwohl beide Eltern ihre Abstammung zum Propheten zurückverfolgen können, kratzt das reichlich am Weltbild des Fahrers. Das Weltbild der islamischen Welt wird so in Streifzügen für die jeweilige Region nachvollziehbarer.

Über alle Kapitel hinweg ziehen sich Mekhennets Grundfragen nach dem "Warum", warum kommt es zu dieser Radikalisierung. Aber auch der oft naive Umgang des Westens findet ausreichend Thematisierung. Ein starkes Buch und eine eindeutige Leseempfehlung!

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Rezensionen von rewa:

Horror zum Genießen

Zwielicht Classic 12 von Michael Schmidt

Die bereits zwölfte Ausgabe von Zwielicht Classik bietet dem Leser 14 Geschichten aus den Bereichen des Horrors, der Unheimlichen Phantastik und auch drei ausgezeichnete SF Geschichten.
Am Ende des Buches lässt die Autorin Karin Reddemann in einem sehr blutigen Artikel über besondere Mörder der Vergangenheit, bei den Lesern noch einmal Gänsehaut Gefühl aufkommen.

Ich möchte in diesem Band besonders die Autorinnen erwähnen, deren unterschiedliche Geschichten wirklich eine Bereicherung waren.
,, Wo deine Schuld vergeben ist´´ von Julia Annina Jorges - eine berührende Mutter – Kind Geschichte, wo einem zum Schluss der Atem weg bleibt.
Oder eine besondere Vampir und Werwolfgeschichte von Marina Heidrich ,,G2 Alpha´´ die sowohl spannend, als auch humorvoll ist.
Aber auch die Geschichte von Karin Reddemann ,, Zeit der Kniestrümpfe´´ , die vom Stil her an Stephen King erinnert, bietet dem Leser Spannung, Gänsehaut und berührende Momente.
Man findet wieder eine bunte Mischung verschiedener Genres und jeder wird sich seine Lieblingsgeschichte heraussuchen können.
Zwielicht Classic 12, ist wie ein Schatzkästchen, wo man sich einfach überraschen lassen kann und man seine Freude am Inhalt hat.

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Rezensionen von LadyIceTea:

Melancholisch und berührend

Kleine Stadt der großen Träume von Backman Fredrik

Björnstadt ist eine kleine Stadt mitten in den Wäldern. Björnstadt droht das Vergessen. Immer mehr junge Menschen ziehen weg, es gibt immer weniger Arbeitsplätze. Nur eine Sache hält sie am Leben: Eishockey! Alle Hoffnung ruht auf der Juniorenmannschaft, denn ihr Sieg könnte die Welt wieder an Björnstadt erinnern und dazu noch Arbeitsplätze schaffen.

Doch bevor es so weit kommt, passiert etwas, dass ihre ganze Gemeinschaft ändert und alles in Frage stellt.

Ich kannte Fredrik Backmann schon von „Britt-Marie war hier“ und war sehr gespannt, wie er diesen Roman wohl geschrieben hat. Ich wurde sehr positiv überrascht. Denn einerseits hatte ich eine andere Geschichte erwartet und andererseits zeigt sein Schreibstil hier viel mehr Gefühl und Einfühlungsvermögen.
Ich hatte eine Geschichte über Eishockey erwartet, in der es sich um den Aufstieg einer kleinen Stadt dreht. Ich habe eine positive Newcomer Story erwartet, die vielleicht von ein paar Intrigen gestört wird. Doch bekommen habe ich eine melancholische und sehr gefühlvolle Geschichte über Loyalität, Gemeinschaft, Sportsgeist, Freundschaft, Liebe, Schicksale und Vorurteile.
In Björnstadt dreht sich wirklich alles um Eishockey. Die Menschen identifizieren sich und ihre Kinder darüber. Besonders die Junioren sind die Stars und sollen die Stadt retten.
Backmann beschreibt mit viel Feingefühl die Dynamik einer solchen Mannschaft und ihre Liebe zu ihrem Trainer und die Loyalität zueinander. Er bringt dem Leser diesen Mannschaftsgeist und die Bedingungslosigkeit sehr gut nahe und lässt ihn teilhaben an diesem Konstrukt. Gleichzeitig wird der Leser immer mehr in das Gefüge des Klubs und der Stadt eingebracht. Man begreift schnell, dass die Stadt nicht ohne den Klub kann und der Klub nicht ohne die Menschen aus der Stadt. Doch es geht Backmann nicht nur um die, die Eishockey lieben, es geht ihm auch um die, die Eishockey eben nicht lieben oder die nicht gut genug sind. Die, die sich in Björnstadt einfach fehl am Platz fühlen und denen kein Platz gegönnt wird.
Das ganze Buch wird von einer melancholischen Stimmung getragen, die mich durchweg an dichte, dunkle Wälder und kalte Winter hat denken lassen. Eine perfekte Stimmung für dieses Buch. Backmann streut immer wieder Absätze ein, die den grade geschehenden Werdegang einzelner Figuren schildern und durch die man ein Gefühl dafür bekommt, wie das Leben in dieser Stadt so läuft. Er beschreibt dies jedes Mal auf eine sehr intime, feinfühlige Art und lässt den Leser Mäuschen spielen.
Auch als es passiert und sich alles in Björnstadt ändert, passiert nichts was nicht in die Geschichte gepasst hätte. Und auch wenn einiges nicht bequem und eher abstoßend ist, gehörte es einfach dazu.
Mir hat dieses Buch viel besser gefallen als Britt-Marie und ich habe mich wirklich gerne von dieser besonderen Stimmung mitnehmen lassen.
Das einzige kleine Manko den es für mich gibt und warum ich einen Stern weniger gebe, sind die Längen die das Buch an ein paar Stellen entwickelt. Ich habe dort zwar gerne weitergelesen aber dort ließ der Bann bei mir spürbar nach. Trotzdem ein Buch was ich in guter Erinnerung behalten werde. Klare Empfehlung!

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Rezensionen von PFIFF:

Anfänge der Frauen in der Medizin

Wo Licht ist Roman. Gebunden. von Moss Sarah


Alethea Moberley, genannt Ally, Tochter eines angesehenen Malers und einer strengen Christin, wird in Manchester im 19. Jhdt. groß. Ihre Mutter arbeitet in einem Frauenhaus, in dem armen, geschändeten und hilflosen Frauen geholfen wird. So lernt Aly von Kind an, dass Frauen alles andere als den Männern gleichberechtigt sind und es für sie entwürdigend ist, von männlichen Ärzten untersucht und behandelt zu werden.

Sie beschließt, selbst Ärztin zu werden, und nimmt einen steinigen Weg auf sich, doch mit solchem Eifer und Durchhaltevermögen, dass es ihr gelingt, einen der wenigen Studien- und Ausbildungsplätze für Ärztinnen zu ergattern.
Ihre Tante Mary nimmt sie liebevoll in ihrer Familie auf, damit Ally ihr Studium absolvieren kann. Dort lernt sie auch einen tüchtigen, braven Ingenieur kennen, der um ihre Hand anhält.
Ally ist nicht verwöhnt, weder materiell noch gefühlsmäßig. Sie geht durch eine harte Schule, die ihre harte Mutter vorgibt. Der liebevolle Vater kann sich nicht dagegen durchsetzen und widmet sich seiner Malerei.
Die Schwester May verlässt das Elternhaus früh, um sich unabhängig zu machen.
Eine packende Geschichte aus der Pionierzeit der Frauen in der Medizin.

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Rezensionen von PFIFF:

Bombenanschlag auf einen Wagen mit hochrangigen Politikern

Zwei Sekunden von Christian von Ditfurth

Eine Bombe explodiert auf einer Straße in Berlin. Der russische Präsident und die deutsche Kanzlerin kommen mit dem Schrecken davon. Die Bombe hat das Auto hinter ihnen erwischt und alle Insassen getötet. Zwei Sekunden früher wäre der Wagen mit dem Staatsbesuch in die Luft geflogen. War es ein Versehen, eine Warnung, oder waren die hochrangigen Politiker gar nicht das Ziel? Die technischen Ermittlungen sind schwierig, weil die Sprengung nicht viel ganz gelassen hat.

Wie ist die Zündung erfolgt, wie konnte man unbemerkt eine Bombe unter die Fahrbahn plazieren? Viele Fragen, viele Sackgassen.
Hauptkommissar Eugen de Bodt ermittelt auf seine spezielle Art, die den Kollegen vom Verfassungsschutz und Bundeskriminalamt nicht passt. Aber mit seinen Kollegen kommt er auf eine heiße Spur, sucht und findet einen Maulwurf in den eigenen Reihen und begibt sich in Lebensgefahr, um die raffinierten Verbrecher aus der Reserve zu locken.
Ein intelligenter, spannender und zeitnaher Krimi.

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Rezensionen von PFIFF:

Familiendrama am Lake Superior

Das Licht der Insel von Pendziwol Jean E.


Die junge Morgan muss einen von ihr angesprayten Zaun vor einem Seniorenheim überstreichen. Sie hat Probleme mit ihrem Leben, ihrem dealenden Freund. Sie entwurzelt, weiß nicht, wohin sie gehört. Der Großvater hatte sie aufgezogen, als die krebskranke Mutter starb. Ihren Vater kennt sie gar nicht.

Nach dem Tod des Großvaters ist sie auf sich allein gestellt.
Bei ihrer Malerarbeit lernt sie die alte Elisabeth kennen. Diese bittet das Mädchen, ihr aus alten Tagebüchern ihres Vaters, eines Leuchtturmwärters auf Porphyry am Lake Superior, vorzulesen, da sie nahezu blind ist.
Es entwickelt sich eine Freundschaft. Mehr und mehr kristallisiert sich beim Lesen der Bücher heraus, dass beide Frauen etwas verbindet. Das Schicksal Elisabeths und ihrer Familie wird klar und ist erschütternd.
Spannend und menschlich berührend geschrieben.

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Rezensionen von yellowdog:

Aufzeichnungen eines Spielers mit besonderer Gabe

Das Licht der Insel von Pendziwol Jean E.

Der Roman hat eine ungewöhnliche Idee und das reicht für eine bemerkenswerte Handlung über einen Mann, der durch das richtungweisende Jucken in der Kniekehle weiß, wie er beim Spiel, z.B. Roulette, gewinnt.
Ich spiele nicht mal Lotto und war noch nie in einem Casino, doch die beschriebenen Schilderungen der Spiel- und Gewinnabläufe sind interessant.

Auch die Gefühle des Icherzählers Ede über seine Existenz zwischen seinem Spiel-Talent und dem Alltagsleben mit Job und seine ganze Lebenseinstellung, sind nachvollziehbar. Er ist “in the middle”.
Unauffällig spielt er in Casinos und lebt doch überwiegend bescheiden um nicht aufzufallen. Es bedeutet dann ein abrupter Bruch in seinem ruhigen Leben, als er von russischen Gangstern entführt wird. Sie reisen mit ihm durch die Welt und zwingen ihn, für sie in den Casinos vieler Städte zu spielen und zu gewinnen. Dann begegnet er einer Chinesin, die das gleiche ungewöhnliche Talent hat wie er.

Der Protagonist reist viel. Mal ist er in Israel, dann in Brüssel, Tunesien, Liberia, London, Kapstadt und anderen Städten in diversen Ländern. Distanzen von 6000 Kilometer legt er mit wenigen Zwischenlanden am Stück zurück. Die vielen Schauplätze erzeugen eine Internationalität des Romans, doch schließlich wird er nach Deutschland ausgeliefert, in Untersuchungshaft.

Trotz seiner Schwierigkeiten ist Ede ein Überlebenskünstler und überwindet Hindernisse. Er hat die Fähigkeit, sich zu arrangieren. Die Beziehung zu seiner Freundin Tasha jedoch ist nicht unproblematisch.

An dem Roman gefällt mir die Form der Aufzeichnung und die uneitle Erzählart des Icherzählers. Er hält sich für durchschnittlich, mit Ausnahme seiner Begabung. Man ist als Leser nah an seinen Gefühlen dran.

Das Finale der Handlung mit außergewöhnlichen Auswirkungen ist ganz schön abgedreht. Ich war ganz zufrieden mit dem Buch, auch wenn es stilistisch nicht so literarisch gestaltet ist.

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Rezensionen von heinoko:

Toller Inhalt in schäbiger Verpackung

Das verborgene Leben der Meisen von Andreas Tjernshaugen

Wieso hat man einen so gehaltvollen Inhalt zwischen zwei schäbige, dicke Pappdeckel gesteckt, ein Einband, der bereits nach wenigem In-die-Hand-Nehmen trotz sorgsamer Behandlung hässlich-schmutzig aussieht und angeschlagene Ecken aufweist? Soo schade…
Der Autor ist ein vielseitig interessierter Redakteur, der sich aus persönlichem Interesse der Welt der Meisen widmete und uns viel, viel Interessantes zu erzählen weiß.

Er schlägt in seinem Buch einen großen Bogen von vielen persönlichen Erfahrungsberichten bis hin zu wissenschaftlichen Ergebnissen. Er erzählt locker-humorvoll vom Familienleben und von den Familiendramen bei Meisens, von deren unglaublicher Anpassungsfähigkeit, ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten, ihrer großartigen Fürsorge für den Nachwuchs und noch vieles, vieles mehr! Im Anhang gibt es spezielle Tipps, wie man z. B. einen Nistkasten selbst baut oder wie und wo die Nistkästen für Meisen am besten anzubringen sind, womit Sie füttern sollten. Die vielen farbigen Zeichnungen und Fotos unterstreichen den Text und erhöhen seinen Informationsgehalt.
Fazit: Kein trockenes Sachbuch, sondern eine persönlich-humorvoll erzählte, aber dennoch fundierte Reise in die Welt der Meisen, die wir nach Lektüre des Buches mit ganz neuen

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Rezensionen von heinoko:

Zwiegespalten

Die Heuhaufen-Halunken - Volle Faust aufs Hühnerauge von Sven Gerhardt


Die Heuhaufen-Halunken bringen alles mit, was ein Kinderbuch braucht: Fröhliches Miteinander, spannende Pläne, ideenreiches Vorgehen und wohlwollende Mitbewohner. Aber…
Meggie, die Anführerin der Heuhaufen-Halunken, hat richtig Ärger mit Siggi Miesmann und seiner Horde aus dem Nachbardorf, denn Siggi hatte sie auf dem Schulhof auf das Übelste beleidigt.

Das kann man so nicht stehen lassen, da bleibt nur Rache! Und so brüten die Heuhaufen-Halunken gemeinsam einen detailreichen, arbeitsintensiven Plan aus…
In Steckbrief-Manier werden die Heuhaufen-Halunken einzeln vorgestellt, mitsamt ihren Freunden aus Berlin, und in gereimten Kapitelschritten geht die Handlung folgerichtig und durchaus spannend voran. Eine Fülle von fröhlichen Zeichnungen mit vielen witzigen Details unterstreicht das Geschehen. Die Botschaft, dass man viel erreichen kann, wenn alle zusammenhelfen, ist geschickt verpackt. Aber, ein ganz großes Aber, nein, zwei große Aber habe ich: Dass man Konflikte mit Kämpfen lösen kann und damit auch noch Erfolg hat, verursacht in mir ein ungutes Gefühl. Das zweite Aber halte ich noch für viel wesentlicher: Fremdes Eigentum auf nachhaltige Weise zu beschädigen, um die eigenen Ziele durchzusetzen – nein, das geht gar nicht! Und so bin ich bei diesem Buch leider zwiegespalten. Einerseits ein vergnügliches Kinderbuch, das aufgrund seiner liebevollen Gestaltung zum Lesen animiert, andererseits ein Buch, dessen Inhalt ich nicht in allen Teilen gutheißen kann.

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