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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von LadyIceTea:

Ein ersehnter, gelungener zweiter Teil

Niemals - Thriller (Jenny Aaron 2) von Andreas Pflüger

Jenny Aaron ist eine Polizistin mit überragenden Fähigkeiten. Und sie ist blind. Nach einem traumatischen Erlebnis, bei dem sie dem Tod nur knapp entronnen ist, drängt man sie zur Rückkehr in die geheime Sondereinheit, in der sie früher war. Es wäre wieder ein Leben aus purem Adrenalin. Doch will sie das? Als ihre Vergangenheit sie einholt, muss sie sämtliche Zweifel hinter sich lassen.

In Marrakesch wartet der gefährlichste Mann der Welt auf sie. Jemand, von dem viele glauben, dass er nur ein Mythos sei. Aaron erfährt, was er ihr angetan hat. Um ihn zu töten, ist sie bereit, alles zu opfern, was ihr je etwas bedeutete.

Nachdem ich den ersten Band der Reihe um Jenny Aaron verschlungen habe, habe ich sehnlichst auf den zweiten Teil gewartet. Schon die Optik des Buchs hat mir super gefallen, da es perfekt zu Band eins passt und sich die Reihe so nahtlos fortsetzt.
Schon auf den ersten Seiten wird man direkt vom bekannt rastlosen Schreibstil des Autors empfangen. Dieser Schreibstil ist bestimmt nicht jedermanns Sache aber ich habe mich schnell wieder eingefunden und mein Gefallen daran wiederentdeckt. Denn ich finde, dass diese Atemlosigkeit und Spannung durch seinen Schreibstil sehr gut vermittelt wird. Auch die Beschreibung der Umgebungen sind ausführlich ohne überladen zu sein und haben mich gut an die verschiedenen Orte mitgenommen.
Das Highlight für mich sind immer wieder die Beschreibungen, wie Aaron mit ihrer Blindheit umgeht und welche Tricks und Kniffe sie dabei anwendet. Zu wissen, dass fast alles davon wirklich bei vielen Menschen im Einsatz ist, macht die Erzählung des Autors für mich noch besser. Auch die Actionszenen gepaart mit ihrem Charakter und ihrer Blindheit sind ein weiteres Highlight für mich. Es hat wirklich Spaß gemacht mitzufiebern und Jenny zu verfolgen.
Mir hat der zweite Band sehr gut gefallen und ich hoffe, dass bald ein dritter Band folgen wird.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl:

Spannende 569 Seiten

Die zwölf Leben des Samuel Hawley von Hannah Tinti

Zur Unterhaltung und Ablenkung mag ich ja Action-Filme und Tinti hat ein Action-Buch geschrieben. Gut geschrieben. Und spannend.
Detailgenaue Milieu-Schilderungen, die verblüffen - woher weiß sie das alles? Woher hat sie die Gedanken und die Sprache der Ganoven? Erstaunlich.
Besonders sind ihre überraschenden und phantasievollen Assoziationen wie: "Er machte den Reißverschluss seiner Reisetasche auf, schob die Seitenlaschen auseinander als würde er den Brustkorb eines Menschen aufklappen.

"

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl:

Was ist Wissen? Was ist Erkenntnis?

Das Genie von Zehrer Klaus Cäsar

Das Buch ist mehr als eine Story eines Genies und einer Erziehungsmethode. Es ist auch die Sicht eines Außenseiters auf die "normale" Gesellschaft - Dennoch eine Aufforderung zum mutigen Grenzgang - mit Kompromissfähigkeit. Gut geschrieben, auch wenn ich seitenweise quergelesen habe, da der Spannungsbogen nachgelassen hat.

Die Erkenntnis im Zitat S. 489: "Denn er wusste jetzt woran die Sidis-Erziehungsmethode gescheitert war: nicht an ihn, William, und auch nicht an den Freudianern, sondern einzig und allein an mangelnder Liebe".

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Rezensionen von Gaby 2707:

Sie verstehen meine Sprache nicht mehr

Und auch so bitterkalt von Lara Schützsack

Lucinda, ein 16-jähriger Teenager, die mit ihrer jüngeren Schwester Malina und den Eltern Isa und Frieder in einer gutbürgerlichen Wohngegend im eigenen Haus lebt, steckt voll in der Pubertät. Sie provoziert, bestimmt, eckt an, ist frech, vorlaut, arrogant, aber auch kreativ, sensibel, scheut kein Risiko und wird von ihrer kleinen Schwester vergöttert.

Die Eltern, die die beiden Mädchen beim Vornamen nennen, kommen langsam an ihre erzieherischen Grenzen. Als der 18-jährige Robert, der sich Jarvis nennt, im Nachbarhaus einzieht, scheint Lucinda, die von allen Jungs bewundert wird, die erste Liebe zu spüren. Aber ihre Zerrissenheit bleibt. Und sie zieht Jarvis mit in ihren Abgrund.

Ich habe mich anfangs beim Lesen etwas schwer getan, da ich nicht wusste, wohin mich die Reise mit Lucinda und Malina, die die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt, führt. Das Thema Pubertät, Liebe und Magersucht wird auch nicht speziell angesprochen – es ist irgendwann einfach fühlbar und da. Ganz langsam werde ich, genau wie Isa und Frieder und vor allem Malina, in Lucindas Leben außerhalb der Spur hinein gezogen. Und obwohl Lucinda unter ihrer Krankheit leidet, habe ich noch mehr mit Malina gefühlt, die zu ahnen scheint, was mit ihrer Schwester passiert, aber nichts dagegen tun kann. Die sich, genau wie die Eltern sorgt, und leidet, auch mit den Eltern. Derweil rutscht Lucinda immer weiter in ihre seelische Krise, will sich aber auch nicht helfen lassen, sieht nur noch schwarz.
Ich erlebe hautnah, wie sich Lucinda immer mehr verändert, immer tiefer abrutscht, im wahrsten Sinn des Wortes immer weniger wird. Und das alles ohne den erhobenen Zeigefinger. Zwei schwarze Seiten im letzten Drittel des Buches vermitteln mir eine Aussicht auf die Trostlosigkeit, die von Lucinda ausgeht und die die ganze Familie zu zerstören droht.

Mit ihrem Debütroman hat mich Lara Schützsack nicht sofort gefangen. Aber als sich die Geschichte verdichtet und ich die Richtung geahnt habe, in die es gehen wird, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe einige Romane gelesen, die diese Themen behandelt haben, aber keine der Geschichten hat mich emotional so berührt. Ich denke, die klare Sprache, die knappen Formulierungen werden auch gerade junge Leser/innen ansprechen.

Ein wunderbares Buch voller Poesie, erschreckend, fesselnd, humorvoll, ausdrucksstark, traurig und so voller Liebe, dass ich es nicht nur jungen Lesern ans Herz legen möchte. Mich wird die Geschichte bestimmt noch eine Zeit lang beschäftigen.

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Rezensionen von yellowdog:

Der große Redner

Und auch so bitterkalt von Lara Schützsack

Die dunkelste Stunde ist in mehrerer Hinsicht ein bemerkenswertes Buch. Es begleitet den gleichnamigen Film, in dem Gary Oldman Winston Churchill spielt.
Der Drehbuchautor Anthony McCarten, der diese Biographie geschrieben hat, ist außerdem auch ein bekannter Romanautor.
Dennoch ist „Die dunkelste Stunde“ leider nicht romanhaft ausgebildet.

Es ist ein Sachbuch, das mit vielen Details und Anmerkungen Leben und Wirken von Winston Churchill zeigt. Schwerpunkt bildet das Kriegsjahr 1940 gegen Deutschland.

Winston Churchill ist eine schillernde, manchmal auch widersprüchliche Figur. Wer wenig über ihn weiß, außer das offensichtliche, ist ein geeigneter Leser, da das Buch sehr viele Infos bietet. Manchmal ist es sogar zu detailliert. Davon profitiert wiederum der Churchill-Kenner, zumal es den oben schon erwähnten Schwerpunkt gibt.
Die potentielle Leserschaft ist somit breit gefächert.

Winston Churchill, der Stratege, der Exzentriker, vor allen aber der große Redner.
Manche Passagen sind amüsant, wenn Churchills Eskapaden gezeigt werden, aber der Text wird überwiegend von der Kriegsgefahr überschattet. Das hat der Autor geschickt ausgeglichen und aufeinander abgestimmt.

Man kann Anthony McCartens Schilderungen eine starke Intensität und Eindringlichkeit nicht absprechen.

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Rezensionen von manu63:

Wie alles begann

Und auch so bitterkalt von Lara Schützsack

Vampires of Eden Bluterwachen ist das Spin off zur Trilogie Melody of Eden geschrieben von der Autorin Sabine Schulter. Die Autorin erzählt hier die Geschichte verschiedener Protagonisten der Trilogie und wie es zu ihrer Wandlung kam. Eingebunden sind die Geschichten rund um Scott, Scarlett, Rich, Ivy, Kardia, Toya und Karis durch kleine Zwischenspiele in denen Mel und Eden zu Wort kommen.

Wie die Geschichten erzählt werden finde ich interessant und gelungen und die Zwischenszenen ergänzen die Geschichten ideal. Die Protagonisten erzählen aus ihrer eigenen Sicht und als Kenner der Trilogie bekommt man einen teilweise ganz anderen Blick auf die Charaktere und überdenkt auch die Handlungen innerhalb der Trilogie. Auf jeden Fall sollte man die Trilogie kennen um einen umfassenden Lesegenuss zu bekommen.

Der Schreibstil ist gewohnt lebhaft und die Dialoge sind stimmig, wobei mir einige Passagen zwischen Mel und Eden ein wenig zu romantisch waren, wer aber so was mag kommt voll auf seine Kosten. Mir hat das Buch gut gefallen und ich finde es gibt der Trilogie nochmal einen runderer Abschluss.

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Rezensionen von manu63:

Gefühlvoll

Der Sommer des Raben von Monika Detering

Der Sommer des Raben aus der Feder der Autorin Monika Detering hat mich in die mir eher unbekannte Welt der Marionetten geführt. Siri gibt sich die Schuld am Tod ihres Lebensgefährten Felix und begibt sich zwecks Überwindung dieser Schuldgefühle auf die Suche nach einer Rabenmarionette von der Felix wie besessen schien, seitdem er sie auf einem Foto gesehen hatte.

Bei der Suche steuert Siri unterschiedlichste Stationen an und lernt auch neue Menschen kennen und sie lässt sich auf eine verhängnisvolle Affäre ein. Die Suche endet dramatisch und bringt Siri in eine gefährliche Lage.

Der Schreibstil der Autorin war für mich an etlichen Stellen etwas langatmig zu lesen, gerade wenn es um die Gefühlswelt von Siri ging. Wer ein Buch mit schneller Handlung mag, dem würde ich dieses Buch nicht empfehlen, wer dagegen gerne tief in menschliche Gefühle und Gedanken eintaucht wird den Schreibstil lieben. Die Geschichte selber hat mir gut gefallen, es hätte nur gerne an einigen Stellen straffer zugehen können. Die Charaktere werden stimmig angelegt und ich konnte der Handlung gut folgen. Ein Buch eher für stille Momente und nichts was ich nebenbei gelesen habe.

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Rezensionen von Vicky:

Hallo, Vorurteile!

Like You and Me von Kim Nina Ocker

Das Cover ist toll, wieder sehr einfach gehalten aber durch das eleganten und zurückhaltende Design dennoch ein Augenfang. Außerdem erinnert es sofort an Band eins.

Unter 'Zu diesem Buch' kann man sich bereits einen kurzen aber guten Eindruck vom Roman von Kim Nina Ocker holen, dieser fällt allerdings etwas düster aus, versetzt einen aber auch in die richtige Stimmung für die Geschichte.

'Like you and me' ist der zweite Teil der 'Upper East Side'-Reihe und weitere Bände sind bereits in Vorbereitung bzw. Planung.

Dieser Teil kann zwar unabhängig vom vorherigen gelesen werden aber sollte man die ganze Reihe lesen wollen empfehle ich, dies definitiv in der richtigen Reihenfolge zu machen! Denn dieser hier spielt teilweise zur Zeit von Band eins und so würde man bereits einiges, oder wohl eher sehr vieles, aus Teil eins vorwegnehmen!

'Like you and me' umfasst sechsunddreißig Kapitel, die meisten sind aus Sicht von Lexie geschrieben aber dazwischen finden sich auch immer wieder Teile von Trip. Diese Aufteilung finde ich gut gestaltet und sehr abwechslungsreich. Anfangs war ich etwas skeptisch das Teile von diesem Band zur selben Zeit spielen wie Band eins aber diese Skepsis wurde mir mit jeder Seite mehr genommen! Es ist interessant was zur selben Zeit noch alles passiert ist!


Fazit: Absolut empfehlenswert - ich werde diese Reihe auf jeden Fall im Blick behalten!

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Rezensionen von begine:

Korsisch

Das korsische Begräbnis von Vitu Falconi

Vitu Falconi startet mit „Das korsische Begräbnis“ eine Krimireihe, mit dem Schauplatz Korsika. Der Name Vitu Falconi ist das Pseudonym eines deutschen Thriller und Jugendbuchautors.
So richtig gelang mir der Einstieg leider nicht gleich, aber die Geschichte wird doch noch spannend. Allerdings stören mich die deutschen Sprüche etwas, z.

B. „etwas mehr oder weniger, das macht den Kohl auch nicht fett“, das kommt mir nicht so passend vor.
Der französische Schriftsteller Eric Marchand kommt nach Korsika. Aus dem Nachlass seiner Mutter, erfuhr er das die Familie ihre Wurzeln hier haben musste. Aber da ist die Korsika Mafia, mit dem Sohn der Familie Santini gerät er gleich aneinander. Die Fehden zwischen den Familien sind noch ziemlich aktuell, und Erik gerät dazwischen. Die Personen sind gut beschrieben, man kann sie fast persönlich vor sich sehen. Für Erik wird es immer gefährlicher. Es wird ganz interessant, wie solche Familien agieren und denken. Die Landschaft Korsikas passt gut in die Geschichte, malerisch und gefährlich.
Das korsische Begräbnis ist der Beginn einer neuen Krimiserie um Eric Marchand.

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Rezensionen von heinoko:

Ein Schwarz-Weiß-Film in Buchdeckeln

Wer ist B. Traven? von Seifert Torsten


Zur Einstimmung habe ich mir den alten Schwarz-Weiß-Film „Der Schatz der Sierra Madre“ von aus dem Jahr 1948 angesehen und war einigermaßen überrascht, hinter der Fassade einer Mischung aus Western- und Abenteurer-Handlung die Entlarvung des ewig Gültigen zu finden: Nämlich die Wahl, die dem Menschen grundsätzlich gegeben ist.

Entweder der Gier nach Besitz, die vor nichts zurückschreckt, nachzugeben oder einer inneren Bereitschaft zu helfen, vielleicht sogar um jeden Preis, zu entsprechen. Im Buch fehlte mir etwas die Auseinandersetzung mit den Werken von B. Traven. Aber hier hatte ich vielleicht auch falsche Erwartungen.

Nun, ich beginne das Buch zu lesen und habe sofort das Gefühl, in einem alten Kino zu sitzen, der dunkelrote Samtvorhang öffnet sich, laute, etwas blecherne
Filmmusik beginnt und auf der Leinwand entsteht Szene um Szene, kurze intensive Sequenzen.
Der Film, sorry das Buch, spielt Ende der 1940er Jahre in Hollywood. Leon Borenstein ist ein durchaus erfolgreicher Journalist in Hollywood und erhält von seinem Chef den Auftrag, sich auf die Suche nach B. Traven zu machen, d. h. dessen Pseudonym zu lüften. In Mexiko wird gerade sein überaus erfolgreicher Roman „Der Schatz der Sierra Madre“ verfilmt, und zwar mit Humphrey Bogart Zu dieser Filmcrew wird Borenstein entsandt. Zwar spielt Borenstein durchaus erfolgreich Schach mit Humphrey Bogart, aber über B. Traven erfährt er nichts. Eine neue Spur lockt ihn ins zerbombte Wien, aber auch von dort bringt er keine wirklichen Erkenntnisse mit. Die Rückkehr Borenstein’s nach Mexiko bringt ihm intensive Erlebnisse in vielerlei Hinsicht…
Als sich der Samtvorhang wieder schließt und es hell wird im Kino, erwache ich aus dem soeben erlebten wilden Bilderreigen, fühle mich, als käme ich von einer langen Reise zurück, als hätte ich zahlreiche Abenteuer erfolgreich bestanden und wüsste nun endlich etwas mehr als zu Beginn des Films resp. des Buches.


Der Roman ist eine gekonnte Mischung zwischen Wahrheit und Phantasie und äußerst spannend zu lesen. Er mäandert zwischen realem, gut recherchiertem Geschehen und erdachter Handlung. Er ist ein Liebesroman ebenso wie ein Abenteurerroman. Es enthält politische Fragen ebenso wie großartige Beobachtungen von Land und Leuten. Man erlebt hautnah die ganz besondere Atmosphäre der Filmwelt Hollywoods. Man sitzt in den übelsten Spelunken ebenso wie in der Stierkampfarena. Es wird uns in intensiven, üppigen Bildern eine Geschichte erzählt, die nicht nur Cineasten in ihren Bann ziehen dürfte. Darauf „un otro tequila, por favor!“

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