Kunden em pfehlungen
Rezensionen von anushka:
Gesellschaftskritik in einen Thriller verpackt
Leere Herzen von Juli Zeh
Deutschland in naher Zukunft. Die Besorgte-Bürger-Bewegung stellt die Regierung und schränkt nach und nach die Freiheiten der Bürger ein. Die Geschichte ist im Hippster-Bürgertum angesiedelt. Berlin und seine Szene-Kieze sind inzwischen uncool, man zieht nach Braunschweig, wo die Häuser noch bezahlbar sind und sich alles in beruhigender Durchschnittlichkeit bewegt.
Britta und ihre Freunde haben sich in ihrer Bequemlichkeit eingerichtet, sind pragmatisch geworden und gehen seit Jahren nicht mehr wählen. Die Welt da draußen geht sie in ihrer mittelstädtischen Idylle nichts an. Außer dass Britta die politische Situation monetarisiert hat. Gemeinsam mit ihrem Geschäftspartner Babak hat sie ihre Firma "Die Brücke" aufgezogen. Vordergründig ist es eine physiotherapeutische Praxis mit Lebensberatung, doch dahinter steckt ein knallhartes und pragmatisches Geschäft mit dem Tod. Doch dann erfahren Britta und Babak aus den Nachrichten, dass ihnen jemand Konkurrenz macht und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Nicht nur das Geschäft, sondern auch Britta und Babak und alle, die ihnen nahe stehen, sind in Gefahr.
Juli Zeh hat mit diesem Buch eine realistische Dystopie in einen spannenden Thriller verpackt, der mich kaum losgelassen hat. Vieles ist nah an die aktuellen Entwicklungen angelehnt und somit die Botschaft manchmal sehr offenkundig. Doch das hat mich gar nicht so gestört, weil man die Gefahren der derzeitigen Entwicklungen weltweit wahrscheinlich gar nicht deutlich genug aufzeigen kann. Hinzu kommt, dass die Autorin den Figuren leben eingehaucht hat und man sie sich sehr gut bildlich vorstellen kann, da sie das Bildungsbürgertum sehr gut abbilden. Sie sind sehr gut ausgearbeitet und auch das ganze Setting ist gut und glaubhaft konstruiert. Sogar Brittas Geschäftsidee ist in diesem Rahmen einfach nur eine logische Konsequenz. Was mich jedoch zum Ende hin gestört hat ist die zunehmende Verworrenheit und dass die Moral letztlich irgendwie versandet. Hier fehlte mir die abschließende Konsequenz und Eindeutigkeit. Zudem konnte ich die Verwicklungen der einzelnen Akteure nicht mehr gut auseinander halten und Brittas Handlungen nicht mehr immer logisch nachvollziehen.
Dennoch war das Buch durchweg spannend und eine gut platzierte Gesellschaftskritik, die zum Nachdenken anregt und die ich weiterempfehlen würde.
Rezensionen von anushka:
Unsympathische Protagonistin stört die Logik und die Spannung
Woman in Cabin 10 von Ware Ruth
Lo Blacklock hat das große Los gezogen. Sie darf ihre Chefin beim Reisemagazin "Velocity" auf einer Luxuskreuzfahrt nach Norwegen vertreten. Doch schon die erste Nacht entpuppt sich als Alptraum. Lo wird von Geräuschen in der Nachbarkabine, Kabine 10, geweckt. Kurz darauf hört sie ein Platschen.
Als sie nachsieht, glaubt sie, eine Gestalt im Wasser untergehen zu sehen. Doch als sie sich an den Sicherheitschef wendet, deutet nichts auf die nächtlichen Ereignisse hin. Zudem ist Kabine 10 nie belegt gewesen. Doch wer war die Frau in Kabine 10, mit der Lo noch am Tag zuvor gesprochen hat und wohin ist sie verschwunden? Die Kreuzfahrt wird zunehmend zum Alptraum und bald fühlt Lo sich direkt bedroht ...
Der Verlag hat eine große Werbekampagne für dieses Buch angelegt und dementsprechend hoch waren meine Erwartungen. Leider war das Leseerlebnis aber eher frustrierend, auch wenn das Buch einige Lichtblicke hatte. Der größte Störfaktor war leider die Protagonistin. Los Verhalten ist extrem schwer nachvollziehbar für die Anfang Dreißig, die sie sein soll. Sie kommt als naiv, leichtgläubig, weltfremd und wenig selbstbewusst daher. Die Journalistin, und sei es "nur" Reisejournalistin, habe ich ihr zu keinem Zeitpunkt abgenommen. Zudem bringt Lo einen ganzen Sack an Problemen mit an Bord: sie hat ein Alkoholproblem, nimmt Antidepressiva und leidet unter einer ziemlich stark ausgeprägten Angststörung. Durch ein vorangegangenes Erlebnis ist sie zudem völlig überspannt. Was in "Girl on the Train" noch funktioniert haben mag, nämlich eine unzuverlässige Protagonistin zu erschaffen, geht hier ziemlich nach hinten los. Lo ging mir recht schnell auf die Nerven und ich konnte mich auf dieses Glaubwürdigkeitsspiel nicht einlassen. Durch die Begrenzung des Schiffs auf lediglich 10 Kabinen ist das "Personal" recht übersichtlich und eine Zeit lang wirkt das Buch wie ein klassischer "Whodunnit"-Krimi, der immer wieder andere Verdächtige in den Fokus nimmt. Leider bleibt das Buch gerade hier hinter seinem Potenzial zurück und die Handlung im Mittelteil zieht sich ziemlich, ohne dass es größere Entwicklungen gibt. Lichtblicke in der Spannung treten jedoch zwischendurch kurz auf, wenn Lo sich konkret bedroht fühlt oder kleine Einschübe schon einen Vorausblick auf weitere Entwicklungen geben. Schließlich gibt es dann in meinen Augen doch noch eine kleine Überraschung und zum Ende hin zieht die Spannung noch einmal etwas an. Allerdings sollte man die Logik nicht immer zu genau unter die Lupe nehmen. Ich konnte mich aber bis zum Ende nicht für die Protagonistin erwärmen und so hatte ich eher ein Gefühl der Erleichterung, als sich unsere Wege schließlich trennten.
Alles in allem blieb dieser Thriller stark hinter meinen Erwartungen zurück, was schon aufgrund der groß angelegten Kampagne sehr schade ist. Da es jedoch an der ein oder anderen Stelle trotz der Protagonistin doch etwas spannend war und sich insgesamt auch flott weg las, runde ich meine 2,5 Sterne auf 3 Sterne auf.
Rezensionen von rewa:
Gib niemals die Hoffnung auf
Woman in Cabin 10 von Ware Ruth
In dem Buch ,, Don Carlos hinter Stacheldraht´´ Erinnerungen eines Kriegsgefangenen, Ägypten 1943- 1948 , begleitet der Leser Siegwart Rose, der als sogenannter „POW“ („Prisoner Of War“ ) zusammen mit zigtausend Kameraden als britischer Gefangener in Ägypten gelandet ist.
Desillusioniert, fern der Heimat, geplagt von Hunger, Krankheiten und ständig die Angst, nie mehr seine Familie und Freunde sehen zu können, hat Siegwart Rose beschlossen, Tagebuch zu führen.
Das Buch, das man nun in den Händen hält ist ein kleiner Schatz mit Aufzeichnungen, die sein Sohn Rainer Rose in einer ganz besonderen Form aufgearbeitet hat. Ein hochwertiges Hardcover, ein besonders verarbeitetes Papier, wunderschöne Zeichnungen und Fotos erfreuen das Leserherz. Der haptische Eindruck, wenn man mit den Fingern über die Seiten streicht ist ein sehr angenehmer.
Im Vorwort von Hans von der Goltz erhält man einen kurzen geschichtlichen Einblick mit Beginn des 23. Mai und der Kapitulation des deutschen Afrikakorps vor den britischen und amerikanischen Truppen in Nordafrika.
Siegwart Rose hat sich im Laufe der folgenden Jahre zu einem ,,Lagerchronist´´ entpuppt, der seine Erlebnisse in Gefangenschaft in einer besonderen Form nieder geschrieben hat. Humorvoll, geistreich aber auch immer mit einem Hauch Wehmut schildert er das Leben im Lager. Er schafft es, trotz der ganzen Tragik, den Leser zum Schmunzeln zu bringen, da er seine Geschichten immer mit einem Augenzwinckern versieht, aber zwischen den Zeilen kann man sehr wohl erkennen, dass nicht alles so einfach war, wie es den Anschein hat.
,, DIESE, UNSERE THEATERGRUPPE BEREITET DEM KÄFIG MANCHEN NETTEN ABEND´´
,,JEDER NAGEL, JEDES STÜCKCHEN STOFF UND PAPPE MUSS MIT GROSSER MÜHE ,,ORGANISIERT´´ WERDEN, IMMER MIT EINEM BEIN IM ARREST STEHEND´´
Es gibt kaum ein Thema zu dem Siegwart Rose nicht etwas gefunden hätte, um darüber zu schreiben. Theateraufführungen, Post aus der Heimat und selbst welche ,,kulinarischen Köstlichkeiten´´ ihnen geboten wurden, stets zeigten dabei seine Aufzeichnungen ein klein wenig Galgenhumor und den Wunsch einfach zu überleben und niemals die Hoffnung auf zu geben.
,,IN MEINEM POW DASEIN KANN ICH,- RÜCKWÄRTS BLICKEND ,- VERSCHIEDENE VERPFLEGUNGSPERIODEN FESTSTELLEN. NÄMLICH: DIE REIS-BOHNENZEIT, DIE NUDELN-LINSENZEIT, DIE ERBSEN-KRAUTPERIODE,DIE LINSEN- REISZEIT, DIE HAFERFLOCKEN- ERBSEN-KRAUT –PERIODE UND DIE NUDELN- BOHNENZEIT.´´
Siegwart Rose war auch ein künstlerisch begabter Mann, der wunderschöne Bilder in seiner Gefangenschaft gemalt hat und ein Blickfang in dem Buch sind.
Mit einem Auszug aus einem von ihm geschriebenen Gedicht möchte ich hier Enden, da man zu diesem bewegenden und trotzdem hoffnungsvollen Buch einfach nichts mehr sagen kann:
,,BLUMEN BLÜHTEN IM WÜSTENSAND, HABEN MICH SELTSAM BEWEGT, DACHT´ MIT SEHNSUCHT ANS HEIMATLAND, WO JETZT DER FRÜHLING SICH REGT.´´
Rezensionen von begine:
Familiengeschichte
All die Jahre von J. Courtney Sullivan
All die Jahre ist ein neuer Familienroman aus der Feder von J. Courtney Sullivan.
Die Autorin hat gut recherchiert, um alles detailgenau zu erzählen.
Mit kurzen prägnanten Sätzen erfährt der Leser einiges von der Familie Rafferty. Nora Flynn und ihre Schwester Theresa verlassen Irland, um zu Noras Verlobten Charly Rafferty nach New York zu fahren.
Interessant wie in den 50er Jahren der Anfang dort vor sich geht. Charly hat schon viele Verwandte in New York, das vereinfacht einiges. Theresa ist ein lebenslustiges junges Mädchen. Nora ist viel ruhiger und unsicherer. Wir erfahren, wie es dazu kommt, das Theresa im Kloster landet. Und wie Charly es endlich schafft, das Nora ihn heiratet. Die Kinder Patrick, John, Bridget und Brian werden erwachsen. Die Autorin zeichnet mit Nora ein besonderes schwieriges Frauenbild. Flugs vergeht die Zeit. Der 50jährige Patrick verunglückt und stirbt. Bei der Trauerfeier erfahren wir und die Geschwister, sehr viel neues über die Familie.
Dieses Buch ist ein einzigartiger Familienroman mit vielen Geheimnissen und Ängsten. Er liest sich nicht leicht, sondern verlangt viel Aufmerksamkeit, aber es lohnt sich.
Rezensionen von spozal89:
Ok aber auch nicht mehr
Mit allem, was ich habe von Jodi Ellen Malpas
Klappentext: Roter Teppich, Champagner und wilde Partys! Jeder hält Camille Logan für ein verwöhntes It-Girl, das von Daddys Vermögen lebt. Dabei wünscht sich Camille nichts mehr, als aus dem goldenen Käfig auszubrechen. Umso entsetzter ist sie, dass ihr Vater einen Bodyguard für sie engagiert hat, der Tag und Nacht nicht von ihrer Seite weicht.
Beim ersten Blick in die dunklen Augen ihres neuen Beschützers Jake Sharp ist ihr klar: Eigentlich braucht sie Schutz vor ihrer Begierde nach diesem Mann.
"Mit allem was ich habe" war das erste Buch das ich von der Autorin gelesen habe, daher kann ich es nicht mit ihren anderen Werken vergleichen. Das Cover hat mir gut gefallen und ich habe gehofft das sich das Buch ein wenig von den anderen Erotik-Lovestorys hervorhebt. Der Klappentext hat mir nämlich gut gefallen.
Leider bin ich nicht gänzlich überzeugt, weil es letztendlich doch zu hervorsehbar war und im Grunde doch so war wie alle anderen Bücher aus diesem Genre. Ich weiß wieso ich immer länger überlege ob ich es nun lesen soll oder nicht, da doch alles ähnlich ist. Zudem ging mir dieses Verliebtsein wie immer viel zu schnell.
Die Protas mochte ich rech gern und ich verstehe wieso Camille in ihrem Bodyguard mehr gesehen hat. Ein wenig Action hat dann die Geschichte ein wenig Fahrt aufnehmen lassen - war jetzt aber auch nicht so mächtig gut.
Ein nettes Buch für zwischendurch, dass aber nicht im Kopf bleibt und man auch nicht unbedingt gelesen haben muss. Zum Zeitvertreib aber Ok. Daher 3 Sterne.
Rezensionen von S.:
Über die Liebe ... zum Boot und mehr
Hafenkino von von Wolff Steffi
Vor mich hin grienend, lautes Herausplatzen vor Lachen, dezentes Lächeln – als das konnte mein Mann bei mir registrieren, während ich das „Hafenkino“ las. Punktgenaue Beschreibungen von Situationen, die nur ein Bootsliebhaber vollständig nachvollziehen kann. Irrwitzige Begegnungen, leidenschaftliche Liebe (zum Boot natürlich), Urlaube, die erholsam waren oder auch nicht, all das beschreibt Steffi von Wolff.
Geärgert habe ich mich aber auch: wie kann frau dermaßen unterwürfig auf die Launen ihres Mannes reagieren? Aber sicher war alles nur aus literarischen Gründen überspitzt dargestellt … Wenn mal wollte, konnte man auch viele nautische Begriffe erlesen, sich über selbstironische Bemerkungen amüsieren, seltsame Mitmenschen kennenlernen, eigene Verhaltensweisen hinterfragen.
Flott und locker geschrieben, auf alle Fälle unterhaltsam.
Rezensionen von yellowdog:
Verwandtschaft als Kulturgeschichte
Blutsbande von Christina von Braun
Das leitende Thema dieses Buches ist laut Autorin die Idee von der Verwandtschaft als Blutsbande, die allmähliche Entwicklung dieser Idee und die Kritik in der Moderne daran.
Heutzutage ist das Familienbild häufig anders als früher, als es noch die Vernunftehe gab. Patchwork- und Regenbogenfamilien gehören jetzt zum normalen.
Die biologische oder soziale Komponente in der Rolle der Familie und der Wandel dieser Rolle wird untersucht.
Dafür holt die Christiane von Braun weit aus, geht weit in der Geschichte zurück, von der Antike über die Aufklärung bis sie schließlich die Gegenwart erreicht.
Sie beleuchtet das Thema in verschiedenen Kontext, z.B.
Verwandtschaft als Sprache und als Text sowie in der christlichen und jüdischen Gesellschaftsordnung sowie Genetik.
Als Leser, der sich mit diesem Thema in diesem Umfang bisher nicht beschäftigt hat, fühlt man sich zunächst nahezu eingeschüchtert.
Christina von Braun ist Expertin für jüdische Studien, Gender-Studies, Religionsgeschichte, Antisemitismus und Geschichte der Schrift. Das fließt hier alles mit ein. Das kann man nicht alles ohne weiteres verarbeiten. Man pickt sich also verschiedenes aus diesen Themen heraus, im Bewusstsein, dass es noch mehr gibt und so bleibt das Buch wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum für den Leser relevant. Mir persönlich hat das Kapitel Literatur und Verwandtschaft mit der Behandlung von Goethes Wahlverwandtschaft gut gefallen, um nur mal eins zu nennen. Interessant sind auch die Passagen über Darwin, den Rassismus, Trumps biblischen Kapitalismus und die genetische Forschung.
Dem Anspruch allumfassend zu schreiben steht letztlich das Problem entgegen, einfaches alles in ein Buch zu packen. So wird man den einzelnen Themen nicht wirklich gerecht. Das ist jedenfalls mein Eindruck, es kann aber auch sein, dass Leser, die schon tiefer im Thema sind, das anders sehen und den umfassenden Ansatz begrüßen.
Davon abgesehen, kann man schon sagen, dass das Buch gut lesbar ist, aber auch nicht ohne Strenge. Die Autorin geht gewissenhaft und gründlich vor. Das ist Kulturwissenschaft auf hohen Niveau, an das sich der Laie ggf. erst herantasten und einlesen muss. Dann aber wird man reich belohnt.
Das komplexe Buch wird durch Abbildungen, umfangreiche Anmerkungen, Fußnoten und einem Literaturverzeichnis ergänzt.
Rezensionen von LadyIceTea:
Eine süße Sommergeschichte
Meloneneis-Sommer von Hutzenlaub Lucinde
Suki hat Sommerferien und muss mit ihren Eltern in den Urlaub. Ja richtig, sie muss. Denn eigentlich würde sie viel lieber zuhause bleiben und mit ihren Freunden die Ferien verbringen, als mit ihren Eltern zu wandern oder sich mit ihrer großen Schwester und deren Freundin zu zanken.
Doch dann lernt sie im Urlaub Paolo mit den Honigaugen und seinem Hund Amico kennen und plötzlich besteht der Urlaub aus Meloneneis mit Salz, Meereswellenschlagen, Erdbeerbäumen und Lachen.
Dass sie dabei auch noch zu einer Heldin wird, hat niemand erwartet.
„Meloneneis-Sommer“ von Lucinde Hutzenlaub ist ein toller Sommerroman für Kids ab 11 Jahren aber auch für die Älteren, die gerne noch mal in die Jugendzeit zurückträumen.
Die Geschichte hat einen unheimlich sympathischen und fröhlichen Erzählstil aus Sicht von Suki, der ihre Gedanken und Gefühle hervorragend übermittelt. Mir hat besonders gefallen, dass er zwar kindlich war aber nicht zu kindlich. Die Autorin weiß, wie man Kindern und Jugendlichen ab 11Jahren begegnet und auf welcher Ebene sie dieser Roman ansprechen sollte.
Die Geschichte an sich ist auch einfach herzerwärmend. Die Figuren schließt man sofort in sein Herz und ich habe Suki bei ihren Erlebnissen wirklich gerne begleitet. Da ich dieses Buch im Winter gelesen habe, war die Beschreibung von Sardinien, der Sonne und dem Meer einfach toll. Mein kleines Stück Sommer im Januar.
Ein wirklich tolles Buch, welches man nicht nur im Sommer zu Meloneneis mit Salz lesen kann.
Rezensionen von manu63:
Guter Anfang
Meloneneis-Sommer von Hutzenlaub Lucinde
Das Vermächtnis der Engelssteine ist eine neue Reihe der Autorin Saskia Louis und beginnt mit dem Band Blutopal. Ella hat sich ihren achtzehnten Geburtstag anders vorgestellt. Mehr feiern und weniger Menschen die ihr nach dem Leben trachten. Entsetzt muss sie erkennen das ihr bisheriges Leben aus den Fugen gerät und das sie angeblich der letzte Halbengel ist und somit die Einzige, welche die Menschheit vor der Auslöschung retten kann.
Ihr komplettes Leben gerät aus den Fugen.
Die Autorin hat eine faszinierende Welt geschaffen, die in der heutigen Zeit spielt und in welcher der Leser einen Blick in die Welt der Engel erhält die in verschiedenen Gruppen Einfluss auf die Menschen nimmt. Die Charaktere sind gut angelegt und versprechen eine interessante Geschichte in der noch einiges passieren wird. Natürlich gibt es einen gutaussehenden Helden der sich um die Hautprotagonistin kümmern muss und ebenso gibt es zwischen ihnen persönliche Verwicklungen. Das wirkt aber nicht kitschig oder abgedroschen sondern ist frisch und alles andere als Langweilig. Die Nebencharaktere ergänzen die Hauptpersonen sehr gut und der erste Band endet mit einem Paukenschlag für Ella.
Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar angelegt und die Spannungsbögen sind gut gesetzt. Auf jeden Fall hat mich der erste Band neugierig gemacht auf die Fortsetzungen und ich hatte einige Stunden Lesevergnügen mit diesem Buch.
Rezensionen von spozal89:
Der Zauber hat mich nicht erreicht
Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie von Joyce Rachel
England 1988: Frank führt in der Unity Street einen eigenen Plattenladen und scheint für jeden Menschen den richtigen Musiktip zu haben. Auch wenn derjenige vielleicht etwas anderes sucht - Frank findet für jede Gefühlslage die richtige Platte. Zusammen mit seinen Kollegen aus den benachbarten Läden führt er ein beschauliches Leben, das zu bröckeln beginnt.
Denn ein großes Bauunternehmen will die Häuser und Läden der Unity Street kaufen und abreißen. Außerdem sträubt er sich vehement Cd´s in seinem LAden zu verkaufen, aber die großen Plattenfirmen stampfen Vinyl nach und nach ein. Als dann auch noch vor seinem Laden eine Frau in Ohnmacht fehlt, ändert sich für Frank alles. Denn bei Ilse fehlen ihm sämtliche Worte und er kann ihr keine Musik zuordnen.
"Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie" war das erste Buch das ich von der Autorin Rachel Joyce gelesen habe. Leider hat mich das Buch nicht überzeugt, weshalb ich sicherlich kein weiteres Buch von ihr lesen werde.
Ersteinmal wurde ich mit dem Schreibstil nicht ganz warm. Mir fehlten viele Erklärungen und manche Sachen wurden in meinen Augen viel zu schnell abgehandelt und wirklich wichtige Infos wurden nicht genannt. Ich mag es nicht wenn ich in ein Buch so viel selbst hineininterpretieren muss. Außerdem konnte mich auch keiner der Charaktere so wirklich überzeugen. Bei Frank merkte man zwar, dass er eine eher lieblose Kindheit hatte und er daher so schlecht in Beziehungsangelegenheiten ist, aber da wurden mir zu viele Klischees bedient. Ilses Handlungen konnte ich im ganzen Buch nicht nachvollziehen und ich wurde bis zum Schluss nicht schlau aus ihr. Aber auch keiner der Nebencharaktere stach in meinen Augen besonders hervor. Das Ende fand ich dann komplett überzogen, weshalb ich eigentlich nur einen Stern geben würde.
Zwei Sterne gebe ich nur, weil ich die Infos über die verschiedenen Musikstücke total interessant fand und ich somit sogar auch noch ein bisschen was lernen konnte. Schön finde ich das am Ende des Buches nochmal eine Liste der Lieder abgedruckt ist.









