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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von CanYouSeeMe:

Ein Haufen unvollkommener Momente

Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente von Peter Bognanni

‚Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente‘ ist ein Jugendbuch von Peter Bognanni. Der Schreibstil des Autors ist sehr eingängig und flüssig zu lesen. Die Sprache ist an das Zielpublikum angepasst, sie ist recht modern und direkt – somit recht authentisch.
Protagonistin Tess ist in meinen Augen ein typischer Teenager: etwas ambivalent, frech und in angemessener Portion stur.

Sie war mir gleich sympathisch und ich habe sie gern durch das Buch begleitet. Die Nebencharaktere sind alle durch Tess‘ Sichtweise dargestellt, sie sind dadurch weniger deutlich charakterisiert und blieben für mich immer ein wenig verschwommen. Dennoch konnte ich mir von allen wichtigen Personen ein ausreichendes Bild machen, insgesamt wirken alle Charaktere authentisch.
Die Handlung hat mich positiv überrascht. Sie geht durchaus kritisch mit dem Umgang mit den Momenten nach dem Tod auseinander. Insgesamt war die Spannung mäßig, die Handlung ist teilweise eher vor sich hingeplätschert, als das nennenswerte Dinge geschehen wären. Dennoch ergab für mich alles ein rundes Bild, das im Gesamten voll und ganz überzeugen kann. Die angesprochenen Themen werden sensibel und doch geradeaus behandelt.
Insgesamt konnte mich ‚Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente‘ überzeugen - es ist ein tiefgehendes Jugendbuch, das sich sehr gut lesen lässt.

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Rezensionen von Pink Anemone:

Ein Ski-Krimi so rasant wie die Kitzbüheler Streif und spannend wie ein Riesenslalom

Mordsschnee von Girardelli Marc; Grünig Michaela

Dies ist der 2. Teil der Marc Gassmann-Reihe. Man kann diesen jedoch auch bedenkenlos ohne Vorkenntnisse zum 1. Teil lesen.

"Die Schneekanonen hatten die ganze Nacht auf Hochtouren gearbeitet. Genau wie die Armada von Pistenhelfern und Freiwilligen aus dem Tiroler Unterland. Doch das Resultat war erbärmlich: weicher Sulzschnee.

." (S. 7 - Anfang)

Obwohl ich Österreicherin bin und 2 Jahre in Kitzbühel lebte, fahre ich weder selbst Ski, noch schaue ich mir Skirennen im Fernsehen an. Die Skirennen sind mir irgendwie zu langweilig und das mit dem Skifahren und mir war immer eine kleine Hass-Liebe.
Hier jedoch wird der Abfahrtslauf aus der Sicht des Skirennläufers Marc so dermaßen spannend beschrieben, sodass selbst ich die Luft beim Lesen anhielt.

"Etwa fünf Tore lang schien seine Strategie aufzugehen, und er fühlte, wie seine Fahrt runder wurde, wie sich endlich der notwendige Rhythmus einstellte. Doch das Herzstück des Rennens hatte er noch vor sich. Rasend schnell glitt er über die Kante und stach in das steil abfallende Stück der Piste..." (S. 12)

Und mit dieser spannenden Abfahrt beginnt es auch mit der Spannung in diesem Ski-Krimi....

Erzählt wird aus der Sicht von Marc, dem Schweizer Ski-Star und aus der Sicht seiner Freundin Andrea, ehemalige Beamtin der Kantonpolizei in Zürich und nun Privatdetektivin.
Marc, extrovertiert, den Ski-Zirkus liebend und obwohl schon über 33 an der Spitze seiner Ski-Karriere.
Andrea - eher introvertiert mit dem Wunsch, dass Marc sich von seiner Ski-Karriere zurückzieht, um ein bodenständiges Leben zu führen. Nach einem Eifersuchtsstreit fährt Andrea zurück nach Zürich, während sich Marc im Training für den Abfahrts-Weltcup in Sankt Moritz befindet. Während jeder seinen eigenen Gedanken zu ihren Beziehungsproblemen und der Lösung derer nachhängt, wird die Ex-Affäre von Marc, die Sportjournalistin Lara Frey, auf brutalste Weise ermordet.

">>Weil der Mörder - wer immer dieses Schwein auch sein mag - Lara regelrecht abgeschlachtet hat. Selbst wenn sie gewollt hätte, hätte sie sich nicht selbst umbringen können! Wie denn...ohne Hände?<<...." (S. 52)

Da Marc dabei beobachtet wurde, als er mit Jana in Streit geriet und auch ihre Leiche gefunden hat, ist nun er der Hauptverdächtige und es gibt keinerlei Hinweise die das Gegenteil beweisen könnten. Im Gegenteil, alles scheint auf Marc als Täter hinzudeuten. Keiner scheint ihm zu glauben und so liegt es in den Händen von Andrea den wahren Täter zu finden. Doch nicht nur sie ist auf der Suche nach dem Mörder von Jana.

Jonas, ein 16-jähriger, hochbegabter Junge, der Probleme mit verschiedenen sozialen Interaktionen hat und daher wohl an einer Form des Asperger-Syndroms leidet (dies wird im Roman jedoch nicht explizit erwähnt), möchte den Mörder ebenfalls finden, jedoch aus ganz anderen Gründen.

Die Einblicke in seine Sicht und Gedankenwelt fand ich besonders interessant und genauso spannend wie den Krimi selbst.
Hier wird diese Art des Asperger-Syndroms von den Autoren sehr gut wiedergegeben und dadurch erhält gerade dieser Handlungsstrang besondere Authentizität.

"Es ist verdammt anstrengend, überdurchschnittlich intelligent zu sein...Und ich meine das keineswegs ironisch. Oder arrogant. Hochmut ist eine der sieben Todsünden. Aber hochmütig ist man eben nur dann, wenn man seine eigenen Fähigkeiten nominal überschätzt. Ich in jedoch nachweislich smarter...." (S. 15)

Der Schreibstil ist flüssig und rasant. Der Plot enthält zudem verschiedene Wendungen, in denen immer wieder neue Verdächtige auftauchen. Bis zur Mitte hin wird man als Leser regelrecht animiert mitzurätseln.
Leider kristallisiert sich im Verlauf immer mehr heraus wohin die ganze Geschichte führen soll und hält dadurch keine allzu überraschende Auflösung parat.

Die enthaltene Thematik, welche die Klimaveränderungen auf die Gletscher und das Entgegenwirken der Winter-Tourismus-Branche beinhaltet, regt zusätzlich zum Nachdenken an.
Man erhält Einblicke, wie sehr die Natur unsere Skigebiete gefährdet ist und das es nun wirklich an der Zeit ist etwas dagegen zu unternehmen.
Manchmal sind die technischen Erklärungen und Informationen jedoch mehr als nur ausführlich und lassen somit die Spannung in den Keller rasseln und die Handlung stocken.

Fazit:
Ein überaus rasanter und spannender Ski-Krimi, der selbst mir wieder Lust machte mich auf die Bretter zu stellen. Aber auch zum Nachdenken regt dieser Krimi an.
Die Auflösung hält jedoch keine allzu großen Überraschungen bereit und auch die technischen Ausführungen waren manchmal zu viel des Guten.
Im Großen und Ganzen konnte mich dieser Krimi jedoch wunderbar unterhalten und erhält daher eine absolute Leseempfehlung.
Ski-Fans werden davon begeistert sein und wenn ich mich nicht schon nicht selbst auf die Bretter stellen sollte, dann werde ich zumindest den ersten Teil dieser Reihe nachholen.

© Pink Anemone

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Rezensionen von begine:

Ostfriesischer Krimi

Deichfürst von Heike van Hoorn

Bei dem Ostfriesland-Krimi Deichfürst von Heike van Hoorn hat mich das Cover gleich angesprochen und der Titel passt prima. Die Autorin schreibt spannend und fesselnd.
Besonders gut gefällt mir, das jedes Kapitel eine Überschrift mit Datum und Ort hat. Das ist in diesem Roman wichtig, da es zwischendurch auch ins Jahr 1946 geht.

Es gibt das Ermittlerteam Hauptkommissar Stephan Möllenlamp aus Leer und die Lokalreporterin Gertrud Boekhoff.
Im Prolog lernen wir Leser die Gedanken des alten reichen Bauern Tafeus de Vries kennen, wirklich ein fieser Kerl. Kein Wunder, das ihn jemand abmurkst. Er hat sich nur Feinde gemacht, und was da alles ans Licht kommt, ganz schön viel Ungutes.
Eine harte Nuss für Stephan Möllenkamp und seine Kollegen. Gertrud kann es nicht lassen, sie ermittelt auf eigene Faust, ziemlich gefährlich.
Dann gibt es noch die Einwohner, manche ziemlich skuril. Da wird auch oft mal platt gesnackt, im Anhang sind die Übersetzungen.
Dieser Krimi liest sich gut mit interessanten Schauplätzen an der Ems.
Der Roman beschert eine schöne amüsante Atmosphäre. Man kann in ihn eintauchen.
Ich möchte ihn gerne empfehlen.

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Rezensionen von spozal89:

jugendliche Trauerbewältigung

Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente von Peter Bognanni

Auf einer Party hat Tess Jonah getroffen und sich sofort in ihn verliebt. Seitdem kommunzieren beide über Emails, SMS und Social Media Plattformen miteinander. Als Tess plötzlich von Jonahs Selbstmord erfährt bricht für sie eine Welt zusammen. Obwohl sie Jonah nur einmal gesehen hat, spürt sie eine extreme Verbindung zu ihm und kann sich nur schlecht mit seinem Tod abfinden.

Daher schickt sie weiterhin Nachrichten an Jonah - und plötzlich bekommt sie eine Antwort...

Der Klappentext lässt eine andere Geschichte vermuten, als es letztendlich ist und ich muss gestehen das es mich im ersten Moment ein wenig enttäuscht hat. Denn Jonah lernen wir gar nicht kennen und schon nach wenigen Seiten entwickelt sich das Buch komplett anders weiter. Der Funke sprang dabei bei mir nicht über, denn sowohl die Dialoge zwischen den Protas, als auch die Handlung konnte ich nicht ganz nachvollziehen und fand es auch ein wenig langweilig.

Einzig und allein die Tatsache, das es sich hier bei dem Buch um ein gutes Thema handelt, hat mich dazu veranlasst drei Sterne zu vergeben. Ich fand es gut, wei das Thema Trauerbewältigung hier umgesetzt wurde und ich finde es wichtig wenn man über das Thema Tod redet. Leider war es nur teilweise von der Umsetzung her nicht sehr realistisch.

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Rezensionen von SLovesBooks:

Super

Glanz der Dämmerung,6 Audio-CDs von Jennifer L. Armentrout

Neben den zahlreichen Überraschungen, die dieser Teil bereithielt ist die wichtigste wohl das Ende, denn das blieb aus. Ich hatte damit gerechnet, dass es sich um das Finale der Reihe handeln würde, jedoch zeichnet sich am Schluss ziemlich stark ab, dass Jennifer L. Armentrout hier noch nicht Schluss macht.

Es wird noch mindestens einen Band geben, denn sonst hätte die Geschichte gar kein Ende. Die Erzählstränge bleiben offen und wichtige Fragen unbeantwortet. So können wir uns also freuen, dass unser Aufenthalt in dieser fantastischen Welt verlängert wird.

Es geht packend weiter. Der Einstieg ist gut gemacht, sodass man auch nach einiger Zeit zwischen den Bänden wieder reinkommt. Es gibt kleinere Wiederholungen.

Was mich enorm gefreut hat ist, dass die Liebelei zwischen den Protagonisten Seth und Josie nicht mehr so ausgeschlachtet wurde wie in Band drei. Hier bekommen wir wieder ein bisschen mehr Action geboten und auch andere Handlungsstränge beziehungsweise kommt die Geschichte wieder in ihre ursprünglichen Bahnen. Dabei geht die Liebesgeschichte natürlich weiter, aber sie wird meiner Meinung nach wieder realistischer.

Mir haben die Kampf- und Actionszenen gut gefallen. Auch gab es immer mal wieder Überraschungen mit denen ich nicht gerechnet hätte. Das wohl größte Geheimnis dieses Bandes war hingegen etwas vorhersehbar und deutete sich irgendwie schon früh an. Trotzdem bin ich super gespannt wie die Probleme, welche in diesem Teil aufgeworfen wurden, gelöst werden, denn da habe ich noch keine Idee. Die Autorin baut hier aber ein Element ein, welches die Vorfreude auf den nächsten Band noch größer werden lässt.

Die Charaktere haben für meinen Geschmack in diesem Teil enorm dazugewonnen. Dadurch, dass der Liebesgeschichte ein wenig Raum entzogen wurde, konnten sie sich individuell wieder mehr entwickeln. Man lernt immer noch neue Seiten an ihnen kennen.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Die Sprecher sind Merete Brettschneider und Jacob Weigert. Josie und Seth werden charakterspezifisch gesprochen. Das hat mir gut gefallen. Ich kenne dieses Duo schon aus der Lux-Hörbuchreihe. Sie sprechen die beiden wirklich hervorragend. Ich mag diese Konstellation. Besonders Merete Brettschneider ist eine meiner absoluten Lieblingssprecherinnen. Ich finde, dass die Stimmen gut passen. Das Hören hat mir bei diesem Hörbuch viel Spaß gemacht und ich habe es nicht vermisst die Reihe zu lesen. Auch im Folgeband kann ich mir dieses Format sehr gut für mich vorstellen.

Ich kann diese Reihe absolut empfehlen. Es lohnt sich.

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Rezensionen von verroeh11@web.de:

Ein Roman voller Musik

Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie von Joyce Rachel

Der Buchtitel deutet es bereits an: Frank, Besitzer eines kleinen Plattenladens in der Unitystreet, ist überaus versiert in allen Musikrichtungen und stets treffsicher,wenn es darum geht, seinen Kunden die Schallplatte zu „verordnen“, die ihnen in ihrer jeweiligen Lebenslage Hilfe oder Trost sein kann.

Sein eigenes Leben versucht er gleichmäßig und ruhig zu verbringen, in Gesellschaft der anderen Straßenbewohner und skurrilen Ladenbesitzer. Doch als eines Tages eine junge Frau im grünen Mantel vor seinem Schaufenster ohnmächtig wird, gerät seine eigene, leicht instabile Harmonie ins Wanken…
Der Leser fühlt sich in dieser Geschichte sofort heimisch. Rachel Joyce erzählt wunderbar leicht, sensibel und mit leisem Humor. Mühelos gelingt es den Lesern, sich mit einzelnen Personen ihres Romans anzufreunden; so skurril und unbequem viele ihrer Charaktere sein mögen - sie wirken echt.
Die Autorin reißt etliche Themen an, die nicht nur in den Achtziger Jahren, in denen der Hauptteil ihres Romans spielt, relevant sind, geht dabei aber nicht sehr in die Tiefe. Da ist der Trend zu Veränderungen, denen Frank sich verweigert; so etwa das Ende der Schallplattenära und der Siegeszug der CDs. Das Entstehen großer Einkaufszentren und der Ausverkauf kleiner Geschäfte, ja, ganzer Straßenzüge, bringt Frank und andere in Bedrängnis. Den eigentlichen Mittelpunkt der Erzählung jedoch bildet die komplizierte Liebesgeschichte zwischen Frank und Ilse und ihre große Liebe zur Musik. Wie selbstverständlich begleitet Musik aller Stilrichtungen den Leser durch die Seiten und Ereignisse des Buches. Joyce´s Roman ermuntert uns, Melodien intensiver anzuhören und genauer nachzuspüren, schlicht: in Musik einzutauchen. Die „Playlist“ am Ende des Buches fasst die angesprochenen Titel noch einmal zusammen. Ein besonderer Lesegenuss für Musikliebhaber.

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Rezensionen von Josetta:

Mrs. Joyce fabelhaftes Talent für eine gute Geschichte

Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie von Joyce Rachel

Die Einzelhändler in Londons Unity-Street halten zusammen. Obwohl die Fassaden bröckeln, das Geld knapp wird und ein Immobilienhai mit rosigen Angeboten lockt. Hier ist man noch füreinander da, eine einzige große Familie.
Der robuste und liebenswerte Mister Frank ist ein Teil dieser Gemeinschaft.

Er verkauft Schallplatten und verschenkt Glück – seine individuellen Musikempfehlungen haben schon vielen Kunden aus der Krise geholfen. Die Liebe zu Vinyl bekam er in die Wiege gelegt. Musik in Vollendung, das Einzige, was ihm seine durchgeknallte Mutter Peg so richtig vermitteln konnte.
1988 betritt die geheimnisvolle Ilse zum ersten Mal den Plattenladen von Frank und fast alle schließen die Frau mit dem grünen Mantel sofort in ihr Herz. Auch Frank. Die beiden nähern sich behutsam an. Aber mit jedem Musikstück, welches sie infolge eines Arrangements gemeinsam besprechen, öffnen sie auch ihre Seelen. Vieles kommt zutage, vieles dass nicht losgelassen werden kann und neuen Schmerz verursacht. Die Gemeinschaft spaltet sich, um sich Jahrzehnte später zum finalen Showdown wiederzufinden.

Mein Fazit:
Lassen Sie es mich mit Worten von Franks Mutter beschrieben: Dieses Buch ist eine Sinfonie, die beim ersten Ton das Herz erreicht und sich darin einnistet. Jeder einzelne Hauptdarsteller ist wie eine Note, die unentbehrlich ist, ganz gleich, ob die Tonfolge lieblich in Dur oder schwermütig in Moll erklingt. Man wird von den Worten mitgerissen, erlebt den Klang, spürt den Rhythmus…

Ein Buch mit viel Musikgeschichte, mit vielen liebenswerten Charakteren, wenig Spannung, vielleicht etwas realitätsfern. Aber ein Stück, welches auf keinem Plattenteller / sprich Bücherschrank fehlen sollte.

Musikgeschichte: Ein großer und wichtiger Aspekt im Roman. Rachel Joyce führt uns durch viele Genres, erklärt die Entstehungsgeschichte großer Klassiker. Zeigt uns Musikhören als Therapie. Erklärt Nuancen in Liedern, die man kaum wahrnimmt und später unbedingt selbst entdecken möchte. Aretha Franklin vs Chopin. Einfach großartig.

Spannung: Ich habe sie zu keinem Zeitpunkt vermisst. Dieses Buch hat andere Charakterstärken.

Liebenswerte Charakter: Frank, Ilse, Kit, Maut… Die Autorin griff bei jedem einzelnen tief in die Klischee-Kiste. Wissen sie was? Das macht gar nichts aus. Das ist der Charme von „Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie„

Resümee: Rachel Joyce hat ein fabelhaftes Talent für eine gute Geschichte! Absolute Leseempfehlung.

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Rezensionen von KimVi:

Berührt und regt zum Nachdenken an

Lied der Weite von Kent Haruf

In der fiktiven Kleinstadt Holt, im US-Bundesstaat Colorado, lebt die 17-jährige Victoria. Als sie ungewollt schwanger wird, wirft ihre Mutter sie aus dem Haus. Ihre Lehrerin Maggie nimmt sie zunächst selbst auf, sorgt dann aber dafür, dass sie bei zwei alten Viehzüchtern unterkommt. Der Lehrer Tom Guthrie hat mit ganz anderen Problemen zu kämpfen, denn seine Frau leidet unter Depressionen und die Ehe steht kurz vorm Scheitern.

Guthrie muss sich um seine beiden Söhne kümmern und bekommt außerdem noch Schwierigkeiten mit einem Schüler. Die Schicksalsfäden der Kleinstadtbewohner verweben sich langsam miteinander....

Nach und nach lernt man die unterschiedlichen Protagonisten der Geschichte und ihre Probleme kennen. Zunächst scheinen die Handlungsfäden lediglich parallel zu verlaufen und nichts miteinander zu tun zu haben. Doch im Verlauf der Handlung nähern sie sich einander an.

Dem Autor gelingt es hervorragend, die Bewohner der Kleinstadt zu beschreiben. Man hat sie lebhaft vor Augen und kann sich gut in die jeweiligen Situationen hineinversetzen. Dadurch hat man das Gefühl, ein Teil der Geschichte zu sein und alles genau zu beobachten. Der Schreibstil ist recht einfach, aber sehr angenehm lesbar. Jedes Wort ist so treffend gewählt, dass man ganz in die Geschichte eintauchen kann und das Buch bereits nach kurzer Zeit nicht mehr aus der Hand legen mag. Denn die zwischenmenschlichen Beziehungen, die sich im Verlauf der Handlung entwickeln, gehen zu Herzen und regen zum Nachdenken an.

Ich habe mich beim Lesen dieses Romans sehr gut unterhalten und mochte ihn bereits früh nicht mehr aus der Hand legen. Denn die Bewohner und ihre Probleme sind mir schnell ans Herz gewachsen. Obwohl die Geschichte eher ruhig ist, habe ich jede Seite genossen und mochte mich zum Schluss nur ungern von den Kleinstadtbewohnern verabschieden. Von mir gibt es deshalb alle fünf Bewertungssterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

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Rezensionen von Vicky:

Die Vergangenheit holt einen früher oder später immer ein

Lied der Weite von Kent Haruf

Ich finde das Cover ebenso bezaubernd wie jenes von Band eins und zwei, es ist dezent aber dennoch sehr ansprechend! Beim perlmuttfarbigen Cover wurde nur die Schriftfarbe von Pink bzw. Grün auf Türkis geändert – das finde ich sehr gut für den Wiedererkennungsfaktor dieser Reihe.

Durch den Hintergrund des Autors war ich sehr gespannt auf diese Trilogie - Polo-Spieler, Model, Besitzer eines argentinischen Polo-Teams - WOW, diese Bücher müssen der Hammer sein, dachte ich mir und ging mit entsprechend großen Erwartungen an die Bände der Wellington-Reihe heran und wurde nicht enttäuscht.

Durch die relativ kurzen und kompakten Kapitel geht das Lesen schnell und unkompliziert voran. Der Schreibstil ist angenehm und hat einen gewissen Charme, um nicht sogar zu sagen einen gewissen Zauber! Einmal angefangen mag man das Buch gar nicht mehr aus der Hand geben!

Ich persönlich bin gut in die Geschichte reingekommen. Und die Hauptfiguren waren mir sofort sympathisch. Hier fand ich Bezug zum Polo wieder besser als im vorherigen Teil. Dieser Teil ist in meinen Augen der beste :-)

Der Epilog schließt diesen Band, und leider auch diese Reihe! (sehr schade dass Valentina oder Pilar oder sogar Victoria keinen eigenen Teil bekommen), für mich gut ab. Ich denke man könnte die Bände auch unabhängig voneinander lesen da diese nicht direkt aufeinander aufbauen – aber besser ist natürlich alle in der ‘richtigen‘ Reihenfolge ;-) Den Anhang fand ich auch gut, dort ist eine Erklärung zum und über das Polospiel zu finden.

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Rezensionen von SLovesBooks:

Überzeugend

Als dein Blick mich traf von Jacquelyn Nicole

Es handelt sich bei diesem Buch zwar um den zweiten Teil, jedoch war das eigentlich kein Problem. Ich kenne Band eins nicht, bin aber gut in die Geschichte gekommen. Generell lassen sie sich isoliert lesen.

Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, weil es ein sehr wichtiges Thema aufgreift, das in der allgemeinen gesellschaftlichen Diskussion vielleicht viel zu kurz kommt.

Es geht darum, wie man als junge Frau damit umgeht sich einer Operation unterziehen zu müssen, die eigene Kinder zu bekommen unmöglich machen wird. Hinzu kommt, dass die Protagonistin in dieser schweren Zeit selbstverständlich auch noch den richtigen Mann kennenlernt, mit dem sie sich eine Zukunft vorstellen kann, was ihren inneren Konflikt nur noch verstärkt.

Dieser Konflikt wirft noch mehr Themen wie Adoption, Kinderlosigkeit, Selbstwertgefühl und auch Verständnis in einer Partnerschaft in den Raum. Ich hätte mir ein wenig mehr erwartet was das Thema Adoption und Kinderlosigkeit betrifft. Der innere Konflikt der Protagonistin fiel hier etwas sparsam aus, angesichts dessen, dass sie selbst adoptiert ist. Vielleicht habe ich hier aber auch zu viel erwartet, denn das Buch sollte ja kein Sachbuch oder zu deprimierend werden.

So baute die Autorin eine wirklich schöne Geschichte um diese Thematiken, mit der sie mich wirklich treffen konnte. Die Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein, aber vielleicht ist es auch genau das, was sie zu so einem überzeugenden Paar werden lässt. Bram mochte ich zu Beginn nicht so sehr. Auch während der Geschichte offenbart er nicht immer seine Schokoladenseite, aber irgendwie konnte er mich dann doch kriegen. Ani mochte ich von Anfang an.

Mir gefallen die wechselnden Sichtweisen. So wird die Geschichte viel lebendiger.

Der Schreibstil ist locker und leicht, obgleich der schicksalhaften Stellen und der auch mal gedrückten Stimmung. Mir hat die Liebesgeschichte gefallen. Sie wirkte überzeugend.

Insgesamt ist es ein wirklich schönes Buch. Mir hat es gut gefallen und jetzt kann ich mir auch sehr gut vorstellen auch den zweiten Teil zu lesen.

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