Kunden em pfehlungen
Rezensionen von S.:
Nur er kann sie retten
Magnus Craig, genannt Schritter, ist ein Genie: er findet Spuren, die für alle anderen unsichtbar sind. Diese Gabe wird vom FBI für die Suche nach vermissten Personen genutzt. Ein effektives und liebenswertes Team wird ihm zur Unterstützung an die Seite gestellt.
Wunderbar, wenn Schritter Leute findet, die sich verirrt haben, schrecklich, wenn es um Menschen geht, die verunfallt sind oder ermordet wurden.
Das ist noch nicht alles: der Spurensucher sieht auch den Tathergang vor seinem inneren Auge. Enorm belastend für ihn, er stösst an psychische Grenzen, aber meine Güte - was für Möglichkeiten ergeben sich! Magnus hat zwei Fotoalben: ein weißes für Personen, die er retten konnte; ein schwarzes für die anderen. Seine Art, schwierige Emotionen zu bewältigen.
Schritter ist sehr sympathisch, sensibel, aber auch humorvoll. Problematisch die Balance, seine Fähigkeiten zu nutzen, aber nicht zu offenbaren. An einem persönlichen individuell gefärbten „Schein“ erkennt er Menschen. So kann er Spuren perfekt identifizieren und zuordnen.
Zwei Serientäter stehen im Focus: Leonardo, ein ständig wiederkehrender Schatten und Frowney, auf dessen Konto eine Vielzahl verschwundener junger Frauen gehen. Sein Kennzeichen ist ein trauriger Smiley, der sich eines Tages auch im Wohnhaus von Schritters Partner findet. Andere Spuren hinterlässt er nie. Oder?
Behutsam wird der Leser mit Schritters Fähigkeiten bekannt gemacht, sein Leben beschrieben. Man fiebert mit und möchte schnellstmöglich Fortschritte bei der Mörderjagd sehen. Eingebaute, nebensächliche Begebenheiten werden mitunter sehr ausführlich geschildert, drücken die Spannung. Einiges bleibt offen, Leonardo wird noch eine Rolle spielen. Handlungshintergründe der Gegenseite bleiben im Dunklen, schade.
Eine faszinierende und originelle Idee, kein Thriller im üblichen Stil. Fortsetzung erwünscht.
Rezensionen von S.:
Die Neunziger irgendwo im Osten
Ein heruntergekommenes Gut, irgendwo im Osten, irgendwo in der Provinz. Die Wende ist noch nicht lang her und das Gutshaus, ehemals Ambulatorium, Konsum und mehr, soll Café , Arztpraxis und Heim für Marlene, Konrad und ihre Kinder werden. Niketsch, der Ich-Erzähler, liebt seine Jugendfreundin Marlene noch immer, aber sie hat ihn verlassen, ist mit seinem Bruder Konrad verheiratet, hat mit ihm drei Kinder.
Oder ist Selma, die Älteste, vielleicht von ihm? Ungefragt ziehen die Eltern der Brüder, Rita und Pavel, mit ins Gutshaus ein. Ständig funkt es zwischen den Frauen, ständig wird Niketsch ausgenutzt. Trotzdem kann er nicht von Gut Plenskow lassen, kommt immer wieder, hilft, verzichtet auf seine Träume.
Das Gutshaus wird schön, ein geheimnisvolles Wandgemälde wird freigelegt, das Café läuft. Aber das Geld reicht nie für alle Umbauten. Die Dorfbewohner sind auch nicht erfreut über die „Neuen“ und machen ihnen das Leben schwer. Dann hat Konrad einen Unfall....
Niketsch tut, was er kann, aber wird es ihm gedankt? Nimmt jemals jemand auf seine Gefühle Rücksicht?
Ruhig, bescheiden und selbstlos ist der Protagonist dieses Buches. Sehr sympathisch. Oft möchte man ihn schütteln und ihm raten, auch einmal für sich einzustehen. Jakob, sein Neffe, scheint ihm ähnlich zu sein, wird gemobbt, hat es nicht leicht. Trotzdem mochte ich ihn, aber auch ( ein wenig) Selma. Die meisten anderen Figuren empfinde ich als selbstsüchtig, egoistisch. Von vielen Dorfbewohnern ganz zu schweigen.
Barbara Handke schildert das Dorfleben treffsicher, zeichnet die Hauptfiguren lebendig und legt Boshaftigkeit und Häme offen.
Gut zu lesen, interessant, wie Nachwendezeit im Osten beschrieben wird. Lesenswert.
Rezensionen von rainbowly:
Absolute Sogwirkung!
NACHTWILD von Phillips Gin
Fakten
Autor: Gin Phillips
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum: 29.03.2018
Genre: Thriller
Seiten: 304
Inhalt
Joan verbringt einen schönen Tag mit ihrem Sohn Lincoln im Zoo. Auf dem Weg zum Ausgang hört sie Schüsse und entdeckt Leichen auf den Wegen. Sie rennt um ihr Leben. Jetzt zählt nur noch ihren Sohn und sich selbst in Sicherheit zu bringen.
Gestaltung
Das Cover ist ja sehr schlicht gehalten. Aber dadurch wirkt es auch extrem anziehend und fesselnd. Schwarz wie die Nacht und dann springt einen dieser leuchtend rote Leopardenkopf regelrecht an.
Sprache
Das Buch erzählt nur eine relativ kurze Zeitspanne, doch diese 3 Stunden werden wirklich zum Alptraum. Die Stimmung ist stetig angespannt. Man kann gar nicht aufhören zu lesen, muss wissen was als nächstes passiert. Und obwohl es auch längere Passagen gibt, in denen eigentlich nichts passiert, wird es nie langweilig. Denn man ist ständig auf der Hut. In jedem Schatten könnte etwas lauern. Man hat das Gefühl keinen Moment unachtsam sein zu dürfen. Ich war auf jeden Fall völlig im Geschehen drin.
Charaktere
Joan ist die absolute Löwenmutter. Es gibt für sie nur einen Gedanken: Ihrem Sohn darf nichts passieren! Und obwohl sie selbst oft nicht so genau weiß, was sie tun soll, bleibt sie immer ruhig und besonnen. Um ihren Sohn nicht in Panik zu versetzen, um ihm die Angst zu nehmen, die in ihr selbst doch so tief steckt, beschäftigt sie ihn, hält ihn ruhig und handelt überlegt. Es gibt auch einige Situationen an denen an das eigene Gewissen appelliert wird. Man fragt sich automatisch: Wie hätte ich in dieser Situation reagiert? Würde ich selbstlos handeln oder würde ich zum Schutz meines Kindes die anderen unbeachtet lassen?
Fazit
Eine absolut packende Erzählung. Mich hat das Buch mitgerissen. Allerdings habe ich auch zwei Kritikpunkte. Erstens kamen mir die Tiere zu kurz. Das Cover verspricht, dass auch die Tiere eine erschreckende Rolle in der Geschichte spielen, doch diese Thematik wurde so gut wie nicht behandelt. Allerdings könnte das natürlich auch die Message vermitteln, dass selbst das wildeste Tier nicht so grausam ist wie der Mensch. Trotzdem hätte das noch einiges an Spannung rein bringen können. Zweitens war mir das Ende zu schnell und zu offen. Ich hatte noch so viele Fragen. Das war etwas schade. Es hätte beispielweise auch ein Epilog genügt, oder vielleicht ein Zeitungsartikel, der das Geschehen nochmal zusammenfasst und abschließt. Aber alles in allem ein fesselnder Roman, den ich nicht aus der Hand legen konnte!
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Tobias, 14 Jahre aus Birgitz,
The Hate U Give von Angie Thomas
In diesem Buch geht es um ein Mädchen, das in einem schwarzen Ghetto aufwächst, aber versucht, aus dem „Thugleben“ herauszukommen. Als einer ihrer besten Freunde von einem weißen Polizisten erschossen wird, verliert sie das Vertrauen zu ihrem Onkel und rutscht in eine unangenehme Situation hinein.
Ob und wie sie es schafft, aus dem Ghetto rauszukommen, sollt ihr aber selber herausfinden…
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, und der Bestsellerautor John Green trifft es mit seinem Feedback: „Umwerfend und brillant, ein Klassiker“ recht gut. Es ist meiner Meinung nach ein Buch, das man nicht nur zur Beschäftigung lesen sollte, sondern eines, das man lesen sollte, damit man die Menschen in den Ghettos auch versteht und nicht nur die schlechten, nach außen dringenden, vorurteilenden Seiten sieht und hört.
Rezensionen von TanyBee:
Wunderschön erzählt
Eine Liebe, in Gedanken von Kristine Bilkau
Manchmal liest man ein Buch und mag es sehr und kann hinterher gar nicht genau sagen, wieso eigentlich. So ging es mir ein bisschen bei „Eine Liebe, in Gedanken“. Aber ich werde versuchen, meine Gefühle in Worte zu fassen. Doch zuerst zum Inhalt:
Die Ich-Erzählerin hat gerade ihre Mutter verloren, sie ist alleine in ihrer Wohnung gestorben, sie hat sie gefunden.
In Gedanken führt sie noch Gespräche mit ihr. Die Erzählerin ist selbst gerade in einer Phase des Umbruchs, denn ihre eigene Tochter ist erwachsen und wird bald ausziehen. Das ist die Rahmenhandlung, doch der eigentliche Star des Buchs ist die Mutter: Toni, Antonia Weber. Das Buch erzählt uns ihre Geschichte. Es sind die 1960er Jahre, sie ist von zu Hause ausgezogen und genießt ihre Freiheit, auch wenn sie nur zur Untermiete in einem Zimmer wohnt. Sie ist eine selbstbewusste junge Frau und als sie eines Tages auf der Straße von einem Mann angesprochen wird, ob sie eine Tasse Kaffee mit ihm trinken will, lässt sie ihn erst einmal warten. Als er nach einer halben Stunde immer noch da ist, hat er den Test bestanden und Toni verliebt sich in ihn. Dieser Mann, ihre erste große Liebe, Edgar Janssen, wird ihr Schicksal sein und auch im hohen Alter wird sie noch an ihn denken.
Selbst ihre Tochter (die ihn nur aus den Erzählungen der Mutter kennt) denkt oft an ihn und beschließt sogar, sich mit ihm zu treffen.
Wenn man den Klappentext des Buches gelesen hat (der mehr verrät als meine Inhaltsangabe), dann kennt man eigentlich schon die ganze Handlung des Buches. Lohnt es sich denn dann trotzdem noch, es zu lesen? JA! Und warum? Es ist ganz wunderbar erzählt. Schon nachdem ich die Kennenlern-Szene zwischen Toni und Edgar gelesen habe, war ich ganz verliebt in das Buch. Edgar ist etwas schüchtern und geht ängstlich an das Leben ran, ganz anders als die unbekümmerte Toni. Es ist schön, die junge Liebe in der 60er Jahren zu begleiten. Als man sich noch Briefe geschrieben hat und eine Beziehung fast zwangsläufig aufs Heiraten zusteuerte. Man leidet mit Toni, die ihrer Zeit eigentlich voraus ist, die gerne Karriere machen möchte und Reisen und die die Pille nehmen möchte, die sie zur damaligen Zeit aber noch nicht bekommt.
Und zwischendurch treffen wir immer wieder die Tochter, die das große Rätsel im Leben der Mutter nicht los lässt: Edgar Janssen.
Ein sehr berührendes Buch, sehr schön zu lesen, ich habe jede Seite genossen. Schon der Debütroman der Autorin Kristine Bilkau („Die Glücklichen“) hat mir sehr gefallen und ich freue mich auf weitere Bücher von ihr.
Eine Leseempfehlung an alle, die auch die „leiseren“ Bücher mögen.
Rezensionen von rainbowly:
Geniale Welt! Tolle Story!
Fire & Frost, Band 1: Vom Eis berührt von Blake Elly
Fakten
Autor: Elly Blake
Verlag: Ravensburger
Erscheinungsdatum: 14.02.2018
Genre: Jugendbuch
Seiten: 416
Inhalt
Ruby ist eine Fireblood und muss sich im Reich der Frostblood versteckt halten. Als sie aber doch von Soldaten entdeckt und inhaftiert wird, beginnt ihr Kampf. Sie wird aus dem Gefängnis befreit und findet Schutz in einer Abtei.
Dort gibt man ihr eine Aufgabe, ein Ziel und lehrt sie ihre Gabe zu kontrollieren.
Gestaltung
Das Buch ist einfach wunderschön! Ein absoluter Hingucker! Das Verschmelzen von Rot und Blau, Feuer und Eis, einfach perfekt gestaltet.
Sprache
Die Geschichte hat mich völlig mitgerissen. Elly Blake baut hier eine tolle Fantasywelt auf, die mit wenigen Erklärungen auskommt und trotzdem ein gutes und vollständiges Bild vermittelt. Man bekommt auch ein bisschen von der Geschichte der Fire- und Frostbloods mit und wie es zu den Konflikten kam. Trotzdem wünsche ich mir vom zweiten Band diese Welt noch besser kennen zu lernen. Auch die Gaben und Fähigkeiten der Fire- und Frostbloods sind sehr gut beschrieben und machen Lust auf mehr.
Es gibt auch eine Liebesgeschichte, aber die wirkt nicht kitschig oder erzwungen, überstürzt oder unglaubwürdig. Es ist ein vorsichtiges Herantasten, ein Zweifeln und ein Abwägen. Ich fand die Liebesgeschichte sehr gekonnt eingeflochten.
Charaktere
Ruby ist ein spannender Charakter. Sie ist starrköpfig, wütend, manchmal auch verzweifelt, aber auch wissbegierig, loyal und mutig. Mir hat es viel Spaß gemacht sie auf ihrem Weg zu begleiten.
Ich fand es auch schön, dass nicht einfach alle Firebloods gut und alle Frostbloods die Bösen in der Geschichte sind. Man merkt sofort, dass die Grenzen verschwimmen und das es auf beiden Seiten Bösartige sowie Friedvolle gibt, es gibt welche die nur fürs Überleben kämpfen und welche die Spaß daran haben andere zu quälen.
Fazit
Eine tolle Fantasygeschichte! Mir hat sie unglaublich gut gefallen. Und ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung!
Rezensionen von Booknaerrisch:
Beklemmend, morbide, phänomenal!
Scythe - Der Zorn der Gerechten von Neal Shusterman
Zitate:
"Das Kind in ihm war getötet worden, und er fragte sich, ob irgendjemand um dieses Kind trauerte." Seite 20
"Ich möchte glauben, dass das Scythetum zu dem zurückkehren kann, was es einmal war... Aber manchmal ist eine Finsternis notwendig, um dorthin zu gelangen." Seite 54
"Der Thunderhead hatte etwas in der Geschichte der Menschheit Einzigartiges geschaffen: eine Bürokratie, die tatsächlich funktionierte.
" Seite 78
Meinung:
Der geheimnisvolle Scythe Luzifer liest in einer schwarzen Robe (die ja bekanntlich verboten ist), grausame und ungerechte Scythe nach. Jemand trachtet Scythe Curie und Anastasia nach dem Leben und ein systemtreuer, den Thunderhead liebender Bürger wird zum Widerling. Ihr fragt euch, wie das Alles zusammenhängt? Macht nichts, so geht es unseren Protagonisten auch ;) Und sie müssen sich beeilen, denn es braut sich etwas Dunkles und Bedrohliches am Horizont zusammen. Etwas, dass das Ende des bislang bekannten Daseins - sowohl für die Scythe, als auch die Menschen - bedeuten könnte...
OHMEINGOTT, OHMEINGOTT, OHMEINGOTT!!!
So, Fanmodus aus, das muss erstmal reichen :D
Aber es fällt mir schwer, denn dieses Buch hat es echt in sich! Nicht nur, dass vieles dermaßen unerwartet geschieht, einen komplett unvorbereitet trifft und ab und zu auch fassungslos zurücklässt, nein! Neal Shusterman schafft es auch erneut, richtig ernste, tiefsinnige Themen, die einem zum Nachdenken bringen -zum Beispiel in Form von Kritik an unserer heutigen Lebensweise-, so mit Spannungselementen und stellenweise recht morbidem, zumeist unterschwelligem Humor zu kombinieren, dass es mir ab der ersten Seite schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen. Er hat es mit seiner Fantasie und Kreativität geschafft, mich so zu umgarnen, dass ich absolut in die Geschichte eingetaucht bin. Und auch denjenigen, die wie ich Band 1 bereits vor einiger Zeit gelesen haben macht er es leicht, da ich das Thema "Gedächtnishilfen" gut gelöst finde. Er lässt sie in die aktuelle Handling einfließen - nicht zu viel und nicht zu wenig, gerade so, dass man alles schnell wieder präsent hat.
Was mich zum Beispiel (also abgesehen von der Kritik an uns) auch ins Grübeln bringt, ist die Art, wie die Menschen auf die Scythe reagieren. Ob Schleimer, sich "unsichtbar-Macher" (wer kennt die nicht, z.B. aus der Schule?), oder aber auch die, die auf Andere zeigen in der Hoffnung, dass der Scythe sich vielleicht umentscheidet. Diese Reaktionen verpassen der Geschichte immer wieder einen melancholischen, beklemmenden Touch, vor allem weil sie zwar traurig, jedoch vermutlich aber auch in gleichem Maße irgendwie verständlich sind, oder? Ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich nie herausfinden werden muss, zu welcher Kategorie ich zählen würde. Aber man macht sich beim Lesen natürlich schon seine Gedanken dazu, wie es tatsächlich laufen würde, wenn die Scythe keine Fiktion wären.
Ihr seht, der Kampf der alten Garde gegen die neue Ordnung konnte mich ein weiteres Mal fesseln. Wir begegnen vielen Gefahren, Spannungselementen und Überraschungen, aber natürlich auch alten Bekannten. Wobei... hier muss ich kurz meckern! Scythe Faraday wurde für meinen Geschmack DEUTLICH zu wenig erwähnt! Das musste ich noch loswerden. Kann ja nicht angehen, dass mein Lieblingsscythe nicht öfter drankommt :D
Dafür dürfen wir es genießen, wie andere Protagonisten immense Veränderungen und Entwicklungen durchleben, wie zum Beispiel Citras endgültigen Übergang zu Scythe Anastasia. Aber mehr wird jetzt nicht verraten...
Für mich ist "Der Zorn der Gerechten" ein mehr als gelungener Mittelband!
Ein geschicktes Verwirrspiel, das enorm Lust auf das Finale macht, wobei ich zugeben muss, dass das fiese Ende definitiv seinen Teil dazu beiträgt!
Ein absolutes Highlight voller Kritik an unserer Lebensweise, Humor sowie bewegenden und tiefsinnigen Gedanken, die noch eine Weile nachhallen.
Rezensionen von biest.22@web.de:
Genialer Aufbau, enorm spannend
Die Morde von Pye Hall von Anthony Horowitz
Inhalt:
Susan Ryeland, Lektorin bei Cloverleaf Books, arbeitet schon seit Jahren mit dem Bestsellerautor Alan Conway zusammen. Die Leser lieben seine Krimis mit dem Detektiv Atticus Pünd, der seine Fälle charmant wie Hercule Poirot zu lösen pflegt.
Doch in seinem neuesten Fall ist nichts wie es scheint.
Zwar gibt es zwei Leichen in Pye Hall und auch diverse Verdächtige, aber die letzten Kapitel des Manuskripts fehlen und der Autor ist verschwunden. Ein merkwürdiger Brief legt nahe, dass er sich das Leben genommen hat. Susan Ryeland muss selbst zur Detektivin werden, um nicht nur den Fall der Morde von Pye Hall zu lösen, sondern auch die Umstände des Todes von Alan Conway zu enträtseln.
Meine Meinung:
Antony Horowitz hat es geschafft, mich über 600 Seiten lang an dieses Buch zu fesseln. Einmal angefangen, konnte ich dieses Werk einfach nicht mehr aus den Händen legen.
Die Idee, zwei Bücher so miteinander zu verbinden, dass sie eine Geschichte ergeben, ist genial und verblüffend zu gleich. Ihm ist es super gelungen. Es gibt einige Stellen gegen Ende, da weiß man selbst nicht mehr, wo man gerade ist. Befindet man sich nun in der Geschichte von Horowitz oder von Alan Conway? Ich fand es absolut faszinierend.
Trotz der Fülle an Personen, die diesen Roman enorm bereichern, hatte ich keinerlei Probleme sie auseinanderzuhalten. Jeder Charakter wird einzeln vorgestellt, und selbst da wurde es zu keinem Zeitpunkt langweilig. Man versucht die ganze Zeit den Mörder zu finden. Hat man dann eine Person ins Auge gefasst, muss man den Verdacht nach ein paar weiteren gelesenen Seiten jedoch wieder verwerfen, weil sich schon wieder ein neues Sternchen am Mörderhimmel auftut.
Die Beschreibungen der Personen und der Landschaft sind sehr detailliert, realistisch und charakterstark dargestellt. Ich hatte alles und jeden sofort bildlich vor Augen, das fand ich sehr schön.
Die Auflösung gibts erst ganz am Schluss. Vorher hatte ich auch keinerlei Chance den wahren Mörder zu identifizieren. So viele Charaktere, geschickte Finten, kleine Hinweise und jede Menge Tatmotive machen es einem aber auch einfach unmöglich. So blieb es spannend bis zum Ende und man kann sich von der Auflösung überraschen lassen.
Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Er ließ sich flüssig und angenehm lesen.
Das Cover mit der diebischen Elster gefällt mir sehr und passt super zum Roman.
Fazit:
Ein sehr spannender Roman mit einem interessanten Aufbau. Unterhaltsam von der ersten bis zur letzen Seite. Ein wahres Meisterwerk, welches in dieser Form gerne öfter lesen würde.
Eine klare Lesempfehlung für Krimifans und Leser die auf unglaublich gut konstruierte Geschichten stehen.
Rezensionen von biest.22@web.de:
Viel Physik, wenig Handlung
Der Schlüssel des Salomon von Dos Santos J.R.
Inhalt:
Im CERN, dem Europäischen Kernforschungszentrum, findet ein Jahrhundert-Experiment zur Entstehung des Universums statt. Es muss jedoch wegen einer schrecklichen Entdeckung jäh abgebrochen werden: In einem Teilchendetektor liegt die Leiche von Frank Bellamy, dem Wissenschaftsdirektor der CIA.
Das einzige Indiz weist auf Tomás Noronha als Täter hin. Und die CIA ist fest entschlossen, den Mörder zu fassen.
Um sein Leben zu retten, muss der berühmte Codespezialist den wahren Täter überführen. Seine Ermittlungen führen ihn in die geheimnisvolle Welt des Mikrokosmos sowie an die Grenzen des menschlichen Wissens und darüber hinaus, dorthin, wo das Bewusstsein und das Universum miteinander verschmelzen.
Meine Meinung:
Gewisse Parallelen zu Dan Brown sind in dem Roman "Der Schlüssel des Salomon" von J. R. Dos Santos sicherlich zu erkennen. Leider hat für mich die Spannung der Geschichte etwas darunter gelitten, dass immer wieder gewisse wissenschaftliche Experimente von Vorne erklärt werden. Dies zieht sich durch den ganzen Roman und die eigentliche Geschichte bleibt dabei ziemlich auf der Strecke.
Tomás Noronha, Codespezialist und Maria Flor, Leiterin eines Seniorenheims, hätten wirklich mehr Potential gehabt, dies wurde meiner Meinung nach leider nicht ausgeschöpft.
Auch wirkte Maria Flor etwas unrealistisch auf mich. Sie schien die ganze Zeit zu verstehen wovon die Rede war. Dabei wurde nie erwähnt das sie ein Physikstudium oder änliches abgeschlossen hat. Also doch eher unwahrscheinlich, das eine Leiterin eines Seniorenheims den völligen Durchblick hat. Mag eventuell auch daran liegen, das Noronha sich hundert mal wiederholte und alles für Dumme erklärt hat.
Vom wissenschaftlichen Aspekt her, ist diese Buch sicher eine Bereicherung für Fans der Physik.
Man erfährt einiges über Wissenschaftler und deren Projekte bzw. Entdeckungen. Darunter z. B. Einstein, Heisenberg, Schrödinger uvm.
Man sollte nicht mit zu hohen Erwartungen ran gehen, was die Entschlüsselung von Codes bzw. das Lösen von Rätseln anbelangt. Hauptsächlich gehts hier um Physik, den Makro- und Mikrokosmos, Quantenteilchen, Wellenfunktionen etc. Aber man sollte sich nicht von diesen Begriffen abschrecken lassen, keine Sorge, es wird alles bis zum Erbrechen wiederholt, damit es auch der Letzte versteht.
Mit einem "Quäntchen" Glück kann man dem ganzen vielleicht doch etwas abgewinnen.
Das Cover gefällt mir recht gut. Ich bin aber leider mit der Erwartung ans Buch gegangen mehr über das Können des Codespezialisten zu lesen. Das war leider, wie sich jetzt herausstellt ein Fehler.
Der Schreibstil war sehr angehnehm und ließ sich flüssig und flott lesen.
Fazit:
Obwohl ich mich gerne mit Physik beschäftige, war dies leider nicht so mein Fall. Ich hatte mir erhofft einen spannenden Roman zu lesen, indem man sich vielleicht auch noch ein bisschen Wissen aneignen kann. Leider blieb die Spannung, meiner Meinung nach, hier auf der Strecke.
Rezensionen von kopfchaos:
lesenswert
Zu Hause wartet das Glück von Ledig Agnès
Mir hat der Roman sehr gut gefallen da es immer leicht zu lesen war. Es hat immer auf und ab gegeben, die mir die Geschichte sehr ans Herz gehen lies.
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