Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Jana, 9 Jahre aus Aurach,
Aleca Zamm ist ein Wunder von Rue Ginger
Das Buch war recht spannend.
Es handelt von einem Mädchen namens Aleca Zamm, das die Zeit anhalten kann. Sie kann das aber erst seit ihrem zehnten Geburtstag.
An ihrem Geburtstag passiert ihr es zum ersten Mal aus Versehen. Sie erfährt, dass auch andere Familienmitglieder verschiedene Wunder tun können.
Sie nutzt ihre Gabe, um spezielle Dinge zu tun z. B. ausschlafen, einen Test vor dem Austeilen ansehen, vergessene Hausaufgaben nachschreiben. Eines Tages hält sie in der Schule wieder einmal die Zeit an und sieht, wie sich vor dem Fenster etwas bewegt…..
Am Ende steht, dass es eine Fortsetzung des Buches gibt. Diese würde ich auch sehr gerne lesen!!!!
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Jana Marie, 8 Jahre aus Steinach:
In diesem Buch geht es um Alecas 10. Geburtstag. Eigentlich ist Aleca ein ganz normales Mädchen, doch an ihrem Geburtstag kommt plötzlich alles anders!
Aleca erhält eine besondere Fähigkeit: Immer, wenn sie „Aleca Zamm“ sagt, hält die Zeit an, was äußerst unheimlich ist! Anfangs passiert es ihr versehentlich, als sie zu sich selbst sagt: „Aleca Zamm, reiß Dich zusammen!“ Sie weiß nicht, wie der Zauber funktioniert, aber das muss sie unbedingt herausfinden!
Als plötzlich ihre Tante wie aus dem Nichts erscheint, ist Alcxa sehr überrascht. Die Tante hat anscheinend von Alecas Fähigkeit erfahren. Oh je! Aleca hatte doch niemanden von der neuen Fähigkeit erzählt, denn es würde sie doch jeder für verrückt halten! Ob die Eltern schimpfen würden? Vorsichtshalber versteckte sie sich vor ihrer Tante. Noch wusste sie nicht, dass der Zeitanhalte-Zauber bei ihrer Tante nicht wirkte.
Ihre Tante aber kannte diese Fähigkeit und lernte Aleca, wie sie die Gabe beherrschen konnte, damit die Gabe nicht Aleca beherrschen konnte!
Wie Aleca ihre Fähigkeit zu ihrem Vorteil nutzte und wie das Buch weiter geht, müsst ihr selbst herausfinden!
Viel Spaß beim Zeitanhalten für alle ab 8 Jahren!
ICH muss jetzt kurz mal die Zeit anhalten, damit der Sonntag noch ganz lange dauert!
Leserattenstarke Grüße von Eurer Jana
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Philip, 7 Jahre aus Innsbruck,
Verkühl dich täglich von Laibl Melanie
Die Kinder Pauli, Nelli, die Zwillinge Felix + Emil und Sophie haben einen Verein gegründet der „verkühl dich täglich“ heisst. Die Eltern der Kinder haben ganz viele Sachen gestrickt und auch manche Teile gekauft, wie eben Schal, Pullover, Strumphosen, Kappen, Stirnbänder und Stulpen und alle diese Sachen wollten sie loswerden, so haben sie alles ans Meer gebracht und daraus einen Riesenberg gebaut, der fast so gemütlich war wie ein Sofa.
Die „heisse Hilde“, so der Name der Frau, die hinter dem Verkaufsstand ihre Sachen verkauft, hat Pauli eine Thermosflasche geschenkt, damit er nicht krank wird!
Das Buch hat mir gut gefallen, weil es sehr spannend war!
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Sarah, 10 Jahre aus Innsbruck:
Henrikes Dachgarten von Albert Wendt
Dieses Buch war cool!
Auf dem Haus in der „Krummen Gasse 7“ beginnt am Dach ein Mooshügel zu wachsen. Henrikes Freund Henne - der Dachdecker von Beruf ist - hat einen leichten Dachschaden, bezeichnet das als „Henrikes Dachgarten“, denn es wuchs nicht nur dieser eine Mooshügel.
Nach einiger Zeit wuchsen aus dem Hügelchen zwei Birken, und es kamen immer wieder neue Pflanzen hervor, und so bauten Henne und Henrike daraus einen Dachgarten.
Es gibt sogar eine alte Küche.
Im Hintergrund aber ist Frau Hux drauf und dran, alles kaputt zu machen, beinahe gelingt es ihr, aber wo soviel Kraft dahinter steckt, scheint sie machtlos zu sein, oder etwa doch nicht?
Das Buch war so toll unter anderem, weil Frau Hux in Reimen gesprochen hat, auch wollte sie immer alles sauber und gepflegt haben, so war ihr der Dachgarten ein Dorn im Auge und sie wollte ihn einfach nur weghaben.
Frau Hux hieß ursprünglich Frau Hex, aber es gab die Möglichkeit, im Rathaus einen Buchstaben auszutauschen, somit hieß sie ab da Frau Hux.
Auch Henne war ein lustiger Zeitgenosse, er hatte immer einen lockeren Spruch drauf…
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Fabian, 8 Jahre aus Wattens,
Der verrückte Erfinderschuppen - Der Limonaden-Sprudler von Lena Hach
Das Buch hat mir sehr gut gefallen!
Die drei Freunde Tilda, Walter und Fredi wollten etwas erfinden. Walter hatte die Idee - er hat immer die Superideen oder die Kackideen.
Walter hatte die Idee, einen Limonadensprudler zu erfinden, da sie immer nur Wasser von den Eltern zu trinken bekommen. Die drei Freunde haben den alten Hühnerstall als Erfinderschuppen verwendet.
Der Limonadensprudler war eine Superidee.
Sie mussten sich aber in Acht nehmen vor den Brüdern der Dicke und der Dünne, die zwei beobachteten die Kinder ganz genau, was sie machen. Der erste Versuch von dem Limonadensprudler ging voll in die Hose, bei dem Versuch würde das Dach vom Hühnerstall in die Luft gehoben und der Dicke und der Dünne haben das gesehen und die Freunde gewarnt, wenn so was nochmal passiert, dann melden sie das der Polizei.
Nach mehreren Versuchen gelang der Limonadensprudler. Sie haben eine Sternform gefunden und haben den Sprudler als Stern getarnt, damit keiner weiss, was das ist.
Nach gelungenem Tests haben sie den Zitronensprudler auch als Himbeer- und Waltgeistsprudler entwickelt. Da hatten sie die beste Idee überhaupt, damit jedes Kind was davon hat. Sie gingen ins Schwimmbad und haben die Sprudler in das Becken reingeschmissen, und die Kinder liebten den Sprudler.
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Paul, 10 Jahre aus Schwaz:
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Es war nämlich lustig und spannend zugleich.
Es geht um Tilda, Walter und Fred. Walter hatte eine Superidee:“Wir könnten Erfinder werden“. Walter hatte eigentlich immer Kackideen, aber dieses mal nicht. Er sagte, wir könnten eine Limonade machen in einer Tablette.
Seine Erfindungen können aber manchmal auch obergefährlich werden. Bei den Versuchen ist nämlich zuerst das Dach vom Schuppen in die Luft geflogen, dann haben der Dünne und der Dicke von der Sache Wind gekriegt. Die drei stecken sozusagen bis zum Hals im gequirlten Mist.
Zum Schluss aber schafften sie doch noch ein Meisterwerk und zwar den: Limonaden-Sprudler!
Rezensionen von Krimine:
Ein Roman mit viel Herz, der sich wunderbar liest und voller Hoffnung und Mut machender Gefühle steckt.
Für immer ist die längste Zeit von Abby Fabiaschi
Nach einem Sturz vom Dach der Bibliothek ist Maddy tot und lässt ihren Mann Brady und die gemeinsame Tochter Eve mit argen Zweifeln und von einer tiefen Trauer gezeichnet allein zurück. Denn keiner von beiden hat in letzter Zeit geahnt, dass es ihr nicht gut geht oder dass irgendetwas nicht stimmt.
Von Schuldgefühlen geplagt, versuchen sie mit dem Unvermeidlichen umzugehen und merken recht schnell, dass das gar nicht so einfach ist. Doch zum Glück sieht Maddy von oben zu und tut alles dafür, um ihnen auf ihrem Weg in ein neues Glück behilflich zu sein.
"Für immer ist die längste Zeit" ist ein emotional berührender Roman, der von einem schweren Verlust erzählt und von Menschen, die darum kämpfen, in ihrer Trauer nicht unterzugehen. Da ist zum einen Brady, der mehr für seinen Job, als für seine Familie gelebt hat und nach dem Tod seiner Frau merkt, dass dies ein Fehler war. Zum anderen lernt der Leser Maddys wundervolle Tochter Eve kennen, die ihre Mutter schmerzlich vermisst und von Gefühlen übermannt gleichzeitig traurig und wütend ist. Und dann gibt es da noch Maddy selbst, die aus einer imaginären Zwischenwelt heraus agiert und sich mit guter Absicht in die Gedankenwelt der von ihr zurückgelassenen Menschen einmischt.
Angenehm flüssig und in einem leicht zu lesenden Schreibstil erzählt, erlebt der Leser wie das Leben von Brady und Eve nach dem Tod von Maddy verläuft, wie sie versuchen, miteinander klarzukommen, obwohl sie beide völlig überfordert sind und wie es ihnen gelingt, trotz einiger Rückschläge wieder Hoffnung zu schöpfen. Eine Entwicklung, die authentisch und glaubwürdig geschildert wird und in der einige interessante Nebenfiguren eine große Rolle spielen. Nur die Einflussnahme aus dem Jenseits passt nicht so gut hinein, verleiht dem Ganzen aber einen auflockernden Nebeneffekt. Wer das mag, wird Freude an Maddys Manipulationsversuchen haben. Der Roman selber aber hätte aufgrund seiner starken Figuren eine solche Komponente nicht gebraucht.
Fazit:
Ein Roman mit viel Herz, der sich wunderbar liest und voller Hoffnung und Mut machender Gefühle steckt.
Rezensionen von cosmea:
Ein Serienkiller als Jazzliebhaber?
Höllenjazz in New Orleans von Celestin Ray
“Höllenjazz in New Orleans“ (Original: “The Axeman´ s Jazz“) von Ray Celestin ist der Auftakt einer vierteiligen Krimiserie. Er basiert zum Teil auf tatsächlichen Ereignissen und enthält real existierende Personen, z.B. Louis Armstrong und andere bekannte Jazzmusiker. Von 1918-1919 ermordete ein unbekannter Serienkiller eine Reihe von italienischen Ladenbesitzern.
Es waren blutige Axtmorde, und der Killer hinterließ jedes Mal einige Tarotkarten am Tatort oder sogar in den Wunden der Opfer. Dann kündigt er in einem Brief an die Lokalzeitung weitere Morde an und fordert die Menschen auf, an einem bestimmten Tag um 0.15 Jazz in ihren Häusern erklingen zu lassen, andernfalls würden sie die nächsten Opfer sein. In New Orleans breitet sich Panik aus. Die Polizei tappt im Dunkeln.
Detective Lieutenant Michael Talbot arbeitet hart an dem Fall, kann aber bisher keine Ergebnisse vorweisen. Er hat sowieso einen schweren Stand, seit er seinen früheren Mentor Luca d´Andrea wegen Korruption angezeigt hat. Außerdem verbreitet sich in der extrem rassistischen Stadt das Gerücht, dass er mit einer Farbigen zusammenlebt.
In diesem zwar sehr umfangreichen, aber außerordentlich spannenden Krimi gibt es nicht einen, sondern drei Ermittler. Außer dem Polizisten Talbot versucht auch Luca d´Andrea nach seiner Entlassung aus 6jähriger Haft im Auftrag der Mafia den Mörder zu identifizieren, der es durch die Wahl seiner Opfer offensichtlich darauf anlegt, die Mafia zu diskreditieren. Luca hat als Vollwaise frühzeitig den Schutz seiner Landsleute gesucht und kann sich auch jetzt nicht aus den Fängen des Matranga-Clans befreien. Die 19jährige Ida Davis, Angestellte der Pinkerton Detetektivagentur, ermittelt zusammen mit ihrem Freund Louis Armstrong. Sie ist die langweilige Büroarbeit leid und hat Hinweise, dass ihr Chef John Lefebvre irgendwie in die Sache verwickelt ist. Alle drei Ermittler haben Informanten und gehen wichtigen Spuren nach. Alle drei geraten in Lebensgefahr wie auch einige andere, die dem Axeman zu nahe kommen. Jeder von ihnen bekommt einen Zipfel der Wahrheit zu packen, aber nur der Leser weiß am Ende, was genau passiert ist und warum.
Der Krimi besticht jedoch nicht nur durch seine raffinierte Struktur, sondern auch durch seine Themenvielfalt. Der Autor zeichnet mit viel Lokalkolorit und Detailgenauigkeit das Bild einer chaotischen, aber auch sehr lebendigen Stadt, wo Rassentrennung, das unselige Wirken der mächtigen Mafia-Clans, Korruption bis in die Spitzen der Politik und Gewalt das Leben bestimmen, das zusätzlich immer wieder durch schwere Stürme und Überschwemmungen bedroht wird. Der Roman ist für einen Krimi überdurchschnittlich gehaltvoll und dennoch sehr lesbar und sprachlich überzeugend. Mir hat der Roman hervorragend gefallen.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Anna, 12 Jahre aus Gries,
Penelop und der funkenrote Zauber von Zinck Valija
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen.
In dem Buch ging es um ein kleines Mädchen namens Penelop. Es wohnte zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Oma in einem Haus. Penelop hatte graue Haare, genauso wie ihre Oma. Daran hatte sie sich aber schon längst gewöhnt und auch daran, dass sie alles vorherhören konnte.
Auch an ihrem Geburtstag regnete es immer. Ob das wohl daran lag, dass ihr Vater weg war? Das einzige was sie von ihm hatte, war eine Katze und ein altes leeres Buch. Eines Tages beschloss Penelop, ihren Vater zu suchen und die ganzen Geheimnisse zu lüften.
Und ob sie ihren Vater findet und warum er weggegangen ist, könnt ihr selber herausfinden… Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen!
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Lea, 10 Jahre aus Wattens:
Man kann sich in die Geschichte gut hineinversetzen. Für mich persönlich ist es unlogisch, dass ein Mädchen graue Haare hat (es wird im Buch aufgeklärt). Es war sehr spannend, sehr gut verständlich und ich wollte unbedingt erfahren, wie das Buch ausgeht. Ich hätte mir das Buch selber nicht ausgesucht, da mich das Cover nicht anspricht. Der Inhalt war einfach Spitze!
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Sarah, 10 Jahre aus Innsbruck:
Dieses Buch war der Hammer!
Ich wurde nervös, als Penelop in einem fremden Garten ging und ihren Vater rettete.
Penelop tat auch recht verbotene Dinge, wie zB in Schwarzpfuhl hat sie alle Briefkästen zugeklebt! Selbst die Haare hat sie sich braun gefärbt!
Die Leute, welche ihren Vater gefangen gehalten haben, haben Penelops Mutter Lügen gesendet! Und selbst Sand haben sie ihr in einem grauen Briefumschlag gesendet!
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Hannah, 12 Jahre aus Oberperfuss:
Penelop ist ein ganz normales Mädchen. Naja, ein fast normales Mädchen. Sie hat das graue Haar einer Oma und immer an ihrem Geburtstag regnet es. Doch seltsamer Weise wird Penelop von diesem Regen nicht nass. Sie kann Stunden im Freien verbringen und kein Tropfen ist auf ihr. Aber das war noch nicht alles, denn Penelop kann "vor hören." Das bedeutet, dass sie schon vorher weiß, wer wann was sagen wird. Das ist manchmal ein Vorteil, aber manchmal auch nicht.
Eines Tages wacht Penelop auf und ihre grauen Haare sind plötzlich feuerrot! Noch am selben Tag erfährt sie, dass ihr tot geglaubten Vater noch lebt. Sie macht sich heimlich auf den Weg, ihren Vater zu finden, aber da weiß sie noch nicht, dass es sehr viel schwerer wird, als sie dachte...
Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen, es ist sehr lustig und spannend. Ich empfehle es gerne weiter!
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Tobias, 14 Jahre aus Birgitz,
Ein Ort wie dieser von Murail Marie-Aude
In diesem Buch geht es um die junge Frau Cecilie, die seit ihrer Kindheit davon träumt, Grundschullehrerin zu werden, und diesen Traum jetzt wahr macht. Doch aller Anfang ist schwer, und sie entspricht nicht nur den Ansprüchen der Eltern nicht, sie ist mit ihren Kindern auch überfordert. Doch die Grundschule steht kurz vor dem Zusammenbruch, und sie darf nicht nur an sich denken…
Wer die Baoulés sind, und wie Cecilie die Schule zu retten versucht… Lest selbst!
Mir hat das Buch sehr gefallen, genauso wie die anderen Bücher von der Autorin, weil man immer mindestens eine Rolle findet, mit der man sich selber identifizieren kann.
Außerdem ist das Buch spannend geschrieben und leicht zu verstehen; ich würde es an alle Leser über 12 Jahren empfehlen, da die Geschichte zwar nicht schwierig, die Moral aber trotzdem wichtig zu verstehen ist.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
EIne Hommage an die LIebe
Ein Held dunkler Zeit von Christian Hardinghaus
Historiker Christian Hardinghaus entführt seine Leser in eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte: In die Zeit des Nationalsozialismus.
Inhalt:
Als der Augenarzt Wilhelm Möckel 1932 die Medizinstudentin Annemarie kennenlernt, weiß er sofort, dass sie die Frau fürs Leben ist, aber er ahnt noch nicht, wie sehr diese Redewendung der Wahrheit entsprechen wird.
Annemarie hat nämlich, ohne dies bisher zu wissen, eine jüdische Mutter. Nach der Machtübernahme Hitlers und des Inkrafttretens der Nürnberger Rassegesetze gilt Annemarie als „Mischling ersten Grades“ und wird sukzessive vom sozialen Leben ausgeschlossen.
Freunde wenden sich ab, Wilhelms gutgehende Praxis wird von einem Tag auf den anderen gemieden und muss geschlossen werden. Um seine Familie, er ist inzwischen stolzer Vater zweier Söhne, zu schützen, fasst Wilhelm, nach Beratung mit seinem Zwillingsbruder Karl, der seit Langem als Jurist für die NSDAP arbeitet, einen folgenschweren Entschluss: Er meldet sich freiwillig als Mediziner zur Wehrmacht. Es gibt nämlich die Möglichkeit, als deutschblütig anerkannt zu werden, wenn ein Familienmitglied das „Eiserne Kreuz I. Klasse“ wegen besonderer Leistungen erhält. Ein Gnadenakt, der nur vom Reichskanzler höchspersönlich gewährt werden kann.
Dieses Ziel vor Augen zieht Wilhelm Möckel als Arzt mit der 16. Panzer-Aufklärungsdivision 1941 in die Südukraine. Immmer an seiner Seite: Der junge Sanitätsgehilfe Friedrich Tönnies.
Meine Meinung:
In diesem historischen Roman, der nach der wahren Geschichte des Helmut Machemer, geschrieben wurde, zeigt sich das wahre Gesicht des Krieges. Junge Männer werden auf beiden Seiten der Front(en) verheizt. Ein Menschenleben zählt nichts. Die Menschen werden zu Nummern degradiert, sowohl als Soldaten als auch als Insassen der Konzentrationslager.
In eindringlichen Worten, aber nicht Effekt haschend und weit abseits von heroisiernden „Landser-Geschichten“ á la Konsalik schildert der Autor das Leben an der Front. Besonders interessant ist die Erzählperspektive: Der nunmehr 95-jährige, ehemalige Sanitätsgehilfe Friedrich, schreibt die Lebensgeschichte „seines“ Arztes in der Ich-Form nieder. Auslöser ist ein Halbwüchsiger, der mit seinem Modellpanzer des Typs T34 (jenem sowjetischen Panzer, der im Krieg zum Einsatz kam) im Garten der Seniorenresidenz herumfährt und bei Friedrich einen Flashback verursacht.
Die Leser finden sich inmitten von Kugelhagel, Granatsplittern und sterbenden Männern wieder. Man kann förmlich das Rasseln der Panzerketten hören, den Brandgeruch, den Gestank der Latrinen und der Verwundeten wahrnehmen. Man kann die Verzweiflung und die Angst der Soldaten spüren. Es werden nur wenige an Körper und Seele unverletzt zurückkehren. An einigen Stellen schleicht sich auch ein wenig Menschlichkeit in der Unmenschlichkeit ein. So hilft Wilhelm verwundeten und im Stich gelassenen russischen Soldaten. Er fühlt sich an den Hippokratischen Eid gebunden. Er operiert, amputiert und verbindet die fremden Männer. Da kann auch die plötzlich auftauchende Gruppe von SS-Schergen wenig ausrichten. Geistegegenwärtig und auch gewitzt, schützt Wilhelm eine Seuche vor und rettet die Verwundeten vor der Ermordung.
Ein zweiter Erzählstrang ist der Blick auf die Heimat. Hier wird – in der dritten Person von den Repressalien, denen Annemarie und ihre Familie ausgesetzt ist, berichtet. Von Seite zu Seite steigert sich die Angst, ebenso wie ihre Mutter in ein KZ deportiert zu werden. Eindrucksvoll ist die zunehmende Beklemmung, die Furcht von irgendeinem missgünstigen Nachbarn denunziert zu werden geschildert. Die bedrückende Stimmung in einem Land leben zu müssen, lähmt beinahe den gesamten Alltag. Der völlige Irrsinn des Rassenwahns zeigt sich als Annemarie von Wecker, einem Nazi der ersten Stunde, sexuell bedrängt wird: Eine Ehe mit einer Jüdin/Juden einzugehen ist Rassenschande, sich an einer Jüdin zu vergreifen, ist ok. Hier greift Karl helfend ein. Ich denke, dies ist auch der Punkt, an dem er erkennt, mit welchem System er sich da eingelassen hat.
Christian Hardinghaus ist es gelungen die Gräuel des Krieges so darzustellen, dass die Leser zwar eine Ahnung davon bekommen, aber nicht durch allzu blutrünstige Details verschreckt werden.
Einige, für das Verständnis der Handlung, notwendige militärische Begriffe sind unaufgregt in die Geschichte eingeflochten. Die Interessierten unte uns Lesern können den einen oder anderen Fachbegriff dann noch nachlesen.
Charaktere:
Hauptperson ist natürlich Wilhelm, der aus Liebe zu seiner Frau, dieses Wagnis auf sich nimmt. Er unterzieht sich diesem Himmelfahrtskommando, immer das Ziel vor Augen, seine Familie zu retten.
Friedrich Tönnies ist die zweite, sehr sympathische Figur, die mit „seinem Arzt“, wie er Wilhelm respektvoll nennt, in die Hölle folgt, obwohl er mehrmals die Möglichkeit hat, in eine andere Einheit versetzt zu werden. Auch wenn die beiden durch Alter und Rang getrennt scheinen, sind sie einander freundschaftlich verbunden. Ja, diese Freundschaft geht soweit, dass Friedrich einen ehemaligen Freund Wilhelms brutal zusammenschlägt, als sich der über die Soldaten der Wehrmacht lustig macht und sich im Selbtmitleid suhlt, obwohl er im heimatlichen Osnabrück, die Front nur vom Hörensagen kennt.
Die verschiedenen Charakterzüge von Vorgesetzten – von wohlwollend bis menschenverachtend – sind gut herausgearbeitet.
Karl, Wilhelms Bruder, zu Beginn ein ordentlicher Parteisoldat, macht eine erstaunliche Entwickung durch, die vermutlich nicht einmal er selbst vorhergesehen hat. Er zieht Fäden, um Annemarie und Wilhelm zu helfen, kann aber nicht allzu zu offensichtlich auftreten, da Denunziatnen überall sind.
Annemarie ist zu bewundern, wie sie mit dem Druck, Wilhelm an der Front und die ständige Bedrohung durch ihre Herkunft umgeht. Selbst der Umzug nach Augsburg hilft wenig, das die Bürokratie, für die die Deutschen bekannt bzw. bertüchtigt ist, ihr vorauseilt.
Nachvollzihebar ist ihr Verhalten als sie als deutschblütig anerkannt, sich von ihrer ehemaligen Freundin, die nun wieder angekrochen kommt, distanziert.
Fazit:
Ein erschütternder Roman abseits jeder Heldenstilisierung, der auf der wahren Lebensgeschichte des Helmut Machemers beruht. Dazu gibt es auch noch das Sachbuch „Wofür es lohnte, das Leben zu wagen“, das Christian Hardinghaus gemeinsam mit Helmut Machmers Sohn Hans geschrieben hat.
Ich gebe diesem aufwühlenden Roman fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung.
Rezensionen von Vicky:
Säe Liebe, und du wirst Liebe ernten
Ein Held dunkler Zeit von Christian Hardinghaus
Das Cover ist wie immer toll gestaltet, es gefällt mir und passt außerdem auch gut in die Optik der anderen Bände dieser Reihe.
'Die Erlösung' ist bereits der zwölfte Band der Buchserie 'Die Chroniken der Seelenwächter' von Nicole Böhm – ich kann es nach wie vor nicht fassen dass wir die Seelenwächter bereits über so viele Teile begleiten durften - unglaublich! Unter 'Was bisher geschah' gibt es wie immer eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse wodurch man sich einfach und schnell wieder in die Geschichte rund um die Seelenwächter, Jess und Jaydee einfindet - das finde ich sehr gut und vor allem hilfreich wenn man einige Zeit nichts mit der Welt der Seelenwächter zu tun hatte!
Dieser Teil umfasst fünfzig Kapiteln, dies sind einige mehr als sonst da diese hier die Staffel eins abschließt.
Die einzelnen Kapitel sind aus Sicht von verschiedenen Personen geschrieben. Hauptsächlich berichten Jaydee und Jess aber zwischendurch reihen sich auch immer wieder Kapitel von und mit anderen Personen in das Buch ein. Die Kapitel fliegen nur so dahin, die Geschichte ist sehr spannend. Ehe man sich’s versieht hat man bereits wieder das Ende des Bandes erreicht und lässt einen sofort den nächsten herbeisehnen.
Zum 'Bonusmaterial': Die Bilder der Charaktere, es werden am Ende zwei 'neue' besprochen, sind gut gelungen, diese gefallen mir wieder sehr und sind außerdem interessant :-) Durch die 'Besprechung' erfährt man immer wieder noch mehr Details über die jeweiligen Figuren, welche in der Geschichte so nicht vorkommen.
Fazit: ACHTUNG - Nicole Böhm erzeugt mit ihren Seelenwächtern absolute Suchtgefahr!










