Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Fesselnd bis zur letzten Seite
Der Bulle auf St. Pauli von Ben Westphal
Dieser 6. Krimi rund um den pensionierten Polizisten Gerhard „Gerd“ Sehling ist eine gelungene Fortsetzung der bisherigen Reihe.
Obwohl Gerd nun als True-Crime-Tourguide durch St. Pauli tourt, ist er mit jeder Faser Polizist geblieben. Er geht mit wachsamen Blicken durch sein Hamburg, weshalb es nicht ausbleibt, dass er immer wieder über Drogenhändler und Zuhälter stolpert.
Nun, er hat ja Jahrzehnte im Milieu Dienst getan und den Blick für sein früheres Klientel behalten. Wie sagt man so schön? Einmal Bulle, immer Bulle! Das trifft auf Gerd zu 100 Prozent zu, auch wenn er sich bei seinen früheren Kollegen nicht immer beliebt macht.
Diesmal fällt ihm ein Kleinkrimineller buchstäblich vor die Füße. Der Mann entkommt, den Rucksack voller Drogen kann Gerd sicherstellen. Immerhin verständigt er seine Kollegen von der Drogenfahndung. Allerdings ändert er kurzfristig seine Tour, um dem Flüchtigen nachzustellen. Mit einem Touristen aus Bayern hat er einen kongenialen „Komplizen“.
Meine Meinung:
Nachdem ich vor wenigen Wochen selbst in Hamburg war, habe ich sofort die Schauplätze wie Landungsbrücken, Baumwall, Dietmar-Koel-Straße oder Reeperbahn vor Augen. Selbst den Borstelmannsweg kenne ich, da ich schon zwei Mal in dem dortigen Apart-Hotel gewohnt habe.
Ben Westphal ist das Pseudonym eines erfahrenen Drogenfahnders, weshalb die sowohl die Story als auch die Dialoge (z.B. Funkverkehr) authentisch dargestellt werden. Die realistische Beschreibung der Polizeiarbeit und der kriminellen Strukturen lässt den Leser direkt dabei sein. Der Spannungsbogen ist sehr hoch.
Schmunzeln muss ich immer wieder über Gerd und sein Frau Dörte, die sich voller Liebe kabbeln. Ich kann sie sehr gut verstehen, wenn sie vor Angst um Gerd, einen rauen Ton anschlägt. Gerd als True-Crime-Tourguide ist eine echte Wucht. Vor allem dann, wenn er seine Touristen heimlich dafür einspannt, Verdächtige zu beobachten, wie auf der Fahrt mit dem Bügeleisen der Linie 61.
Ben Westphal gelingt zudem außerordentlich gut, die Seite Hamburgs abseits von Elbphilharmonie und Alsterkolonnaden darzustellen.
Ich freue mich schon auf einen weiteren Band. Zuvor muss ich noch die ersten Bände lesen.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Krimi wieder 5 Sterne und eine Leseempfehlung, die für die ganze Reihe gilt.
Rezensionen von yellowdog:
Onesto
Meine Berge bist du von Francesco Vidotto
Der italienische Schriftsteller Francesco Vidotto hat für seinen Roman eine Erzählform gefunden, die daraus besteht, dass aus Briefen und Fotos eines alten Mannes einer Lebensgeschichte gefolgt wird.
Da sind die Brüder Onesto und Santos und die Liebe zu Celeste.
Der Autor hat einen weichen Erzählton, nicht immer ohne Kitsch.
Zu oft gibt es Wiederholungen. De Erzähler wirkt naiv. Manches wirkt verklärt. Vielleicht war es deswegen nicht so ganz mein Buch.
Rezensionen von Shilo:
Onestos Geschichte
Meine Berge bist du von Francesco Vidotto
Zwischen Bergen, Einsamkeit und alten Erinnerungen zeigt sich ein Leben, das von Liebe, Verzicht und stiller Sehnsucht geprägt ist.
Im Mittelpunkt steht ein Mann, der zurückgezogen in den Bergen lebt und kaum mehr besitzt als einige Briefe. In ihnen wird Stück für Stück eine Geschichte sichtbar, die weit in die Vergangenheit reicht und von zwei Brüdern erzählt, die eng miteinander verbunden sind.
Nach und nach merkt man, wie ein Mensch alles verändert. Zwischen den Brüdern steht etwas im Raum, das nicht ausgesprochen wird.
Die Briefe geben der Geschichte eine besondere Form. Sie lassen die Vergangenheit langsam entstehen und machen die Gedanken und Entscheidungen nachvollziehbar. Dabei entsteht eine ruhige, oft nachdenkliche Stimmung, die zu den Bergen und der Einsamkeit passt.
Man spürt beim Lesen immer wieder, wie viel unausgesprochen bleibt. Es geht nicht um große Szenen, sondern um leise Entscheidungen, die ein ganzes Leben prägen können.
Die Geschichte bleibt ruhig, aber sie wirkt lange nach. Vor allem die Verbindung von Liebe und Verzicht zieht sich durch alles hindurch und gibt dem Ganzen eine besondere Tiefe.
Alles in allem ist es ein Buch, das sehr berührt. Die Figuren bleiben lange im Kopf, und die Berge werden fast zu einem eigenen Teil der Geschichte. Eine klare Leseempfehlung für alle, die Geschichten über Liebe, Familie und stille Gefühle mögen.
5 Sterne.
Rezensionen von Kwinsu:
Grüße des Zeitgeists
Hellere Tage von Ulrich Woelk
Ruth ist Universitätsprofessorin für Philosophie und ihr Leben gerät ins Wanken, als aufgedeckt wird, dass sie als junge Frau und Umweltaktivistin an einem Anschlag an einem Strommasten beteiligt war. Sie ist Mitte fünfzig, hat sich vor einiger Zeit von ihrem Mann getrennt, nachdem dieser eine Affäre mit einer wesentlich jüngeren Frau begann und ist jetzt offen für neue Abenteuer, auch wenn sie ihrem Ex immer noch gram ist.
Auch ihr Verhältnis zu ihrer Ziehtochter Jenny ist mittlerweile distanziert, aber Ruth arbeitet daran, dies wieder zu ändern. Als ihr Vater dann noch stirbt und sie sein gut gehütetes Geheimnis entdeckt, stellt sie all ihre Beziehungen in Frage - und philosophiert darüber.
Ulrich Woelk setzt mit "Hellere Tage" seinen Erfolgsroman "Mittsommertage" fort. Ich kannte den 1. Teil nicht, kam größtenteils aber gut mit der Geschichte mit. Der Schreibstil des Autors ist eingänglich und ich habe das Buch recht gern gelesen, nachhallen tut es bei mir aber überhaupt nicht mehr. Daweil greift der Autor allerhand wichtige und gegenwärtige Themen auf: wie geht es einer Frau in der Wissenschaft, wie ist es kinderlos zu sein und doch ein Ziehkind zu haben, mit dem man sich verbunden fühlt, wie geht eine Frau mittleren Alters mit ihren Bedürfnissen um, wie soll sich Frau ihrem Ex-Partner gegenüber verhalten, der sich entschloss, sich in eine Jüngere zu verlieben, was bedeutet Besitz, wie lässt man einen Elternteil, der sein Leben honorig gelebt hat, gehen, wie geht man mit der Homosexualität von nahen Angehörigen um, wie handhabt man unerwartete Situationen, wie geht man mit jemanden um, der einem unbekannt vertraut ist und bei dem man feststellen muss, dass er politisch zum Extremen tendiert, man selbst auch durchaus die Einstellungen nachvollziehen kann, und so weiter uns so fort.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sich Ruth einfach so treiben lässt, ihre Entscheidungen, die sie trifft, sind oft intuitiv, nicht immer nachvollziehbar, sie ist neugierig, das muss man ihr zugute halten. Genauso kann man den Groll ihrem Ex-Partner gegenüber verstehen, dass sie ihn einfach nicht so davon kommen lassen will, auch weil er sie unter Druck setzt und ihr Schuldgefühle einreden mag, die sie einfach nicht haben muss. Die Beziehung zu ihrer Ziehtochter Jenny ist angespannt, hier wäre es vermutlich sinnvoll, den Erstroman zu kennen. Jenny hatte eine toxische Beziehung, wir erfahren, dass ihr Partner als Student von Ruth eine gewisse Obsession ihr gegenüber entwickelt hat und es kann gemutmaßt werden, dass er Jenny dazu missbraucht, um Ruth näher zu kommen. Er erniedrigt Jenny und sie lässt es sich gefallen, denkt sogar in die Richtung, sich ihm völlig zu unterwerfen, ihm Untertanin zu sein, was durchaus abstoßend anmutet. In die Tiefe gehen diese Gedanken Jennys aber nicht, vermutlich wäre versteht man diese Figur besser, wenn man "Mittsommertage" gelesen hat.
Der Roman reißt so viel Themen an, ohne in die Tiefe zu gehen, dass man die Protagonistin Ruth gar nicht so genau kennenlernen kann. Sie ist wenig fassbar, doch irgendwie selbst bestimmt, manchmal emotional, manchmal abgeklärt, manchmal naiv und manchmal stur, aber für mich überhaupt nicht greifbar. Schade, dass sich der Autor nicht dazu entschlossen hat, entweder ein umfangreicheres Buch zu schreiben, in dem man seinen Haupt- und Nebenfiguren näher kommt oder sich auf einige wenige Aspekte zu beschränken. So bleibt Ruth, Jenny und all die anderen blass, nicht immer nachvollziehbar und vergisst sie folglich auch wieder schnell.
Mein Fazit: "Hellere Tage" ist ein Roman der mit viel Zeitgeist grüßt, der aber aufgrund der Vielfalt der angeschnittenen Themen den Figuren zu wenig Entwicklung und Tiefgang ermöglicht. Er ist zwar gut zu lesen, hallt aber leider nicht nach.
Rezensionen von Kwinsu:
So viel mehr!
Sie wollen uns erzählen von Birgit Birnbacher
Ann war immer ein wildes Kind, das war für ihre Familie zwar anstrengend, aber man hat sie trotzdem so genommen. Anders ist es nun für ihren neunjährigen Sohn Oz, der so gar nicht in diese genormte Welt passen will. Als durch seine vermeintliche Unaufmerksamkeit ein Hase zu Tode kommt, bricht für ihn die Welt zusammen.
Und scheinbar tut das die Welt im Gesamten, denn nicht nur verschwindet seine Großmutter, auch die Welt selbst scheint durch ein Jahrhundertunwetter darnieder zu gehen.
Bachmann-Preisträgerin Birgit Birnbacher liefert mit "Sie wollen uns erzählen" (der Titel ist dem gleichnamigen Song von Tocotronic aus dem Jahr 1997 entlehnt) erneut einen literarisch herausragenden Roman. Birnbachers Sprache ist eine Wucht, aus mehreren Gründen: ihr Erzähltempo gleicht sich dem Thema an - sei es ADHS, Demenz, Muttergefühle, komplizierte Familienverhältnisse oder die unabsichtliche Tötung eines Hasen. Der österreichische Lokalkolorit, der so speziell ist, aber so echt, so authentisch. Überhaupt ist alles so authentisch und glaubhaft erzählt, das man den Eindruck gewinnt, die Schreibende selbst erzähle ihre eigene Geschichte. Die Autorin hat die Gabe, Menschen in ihren Feinheiten zu beobachten und sie so erzählen zu lassen, als wären sie das Natürlichste der Welt, sie haben Ecken und Kanten, sind klug oder naiv, patriarchal oder konservativ, gebildet oder ungebildet, glauben an die Welt oder an Geschwurble, sind jähzornig oder hyperinteressiert. Das "oder" muss zwangsläufig immer durch ein "und" ergänzt werden. Ich hatte - wie bei allen Büchern der Autorin - das Gefühl, dass die Autorin genauso schreibt, wie sie denkt - und das ist äußerst klug, ohne zu werten, sie zeigt alle Facetten, die wir Menschen so mitbringen.
Dass Oz und vermutlich auch seine Mutter Ann ADHS hat, wird in den meistens Rezensionen als auch in den Buchbesprechungen der Medien als zentraler Aspekt des Buches hervorgehoben, für mich persönlich ist er es aber nicht. Denn es geht um so viel mehr: es geht darum, in einer Welt klarzukommen, die sich rasant weiterentwickelt und doch immer ein wenig stillsteht; um die Mutterrolle, die Frau liebt aber gleichzeitig hasst; um eine Ungeduld, die das heutige Leben so mit sich bringt, die aber das Zusammenleben nicht einfach macht; um Verantwortung der Familie gegenüber, was immer das auch heißen mag; um das Lieben und das Entlieben, sei es dem Partner, der Mutter oder Geschwistern gegenüber; das Unbeschwerte der Kindheit, das nicht sein darf, weil es nicht ins System passt; das Passen-müssen, aber nicht Passen-wollen; der Klimakatastrophe, die auch vor den Alpen nicht halt macht; dem Vergessen mitsamt dem Rückbesinnen auf Vergangenes; den Glauben, den wir nicht wirklich glauben können; schlicht: es geht ums Menschlich-Sein.
Schließlich ist das Ganze auch noch kombiniert mit Bildern, die die Autorin erzeugt, die sich ins Hirn einbrennen und nicht mehr gehen werden. Über die aktuelle Gesellschaft, wie sie ist und bald schon wieder nicht mehr sein wir, was eventuell sogar tröstlich ist. Zusammenfassend kann man mit Tocotronics Worten sagen:
Sie wollen uns erzählen
Sie hätten eine Seele
Sie wollen uns glauben machen
Es gäbe was zu lachen
Sie wollen ganz bestimmt
Daß wir glücklich sind und
Unsere Leidenschaft
Ist ihnen rätselhaft
Sie wollen uns erzählen
Wir sollen uns nicht mehr quälen
Und sie sind schon zufrieden
Wenn wir die Kurve kriegen
Denn für unser Selbstmitleid
Haben sie keine Zeit.
(Tocotronic, Sie wollen uns erzählen, 1997)
Rezensionen von literaturfreundin:
Drei Frauen, viele Geschichten
Ein Ort, der bleibt von Sandra Lüpkes
Ein Ort der bleibt - ein schönes Buch, das ich gern empfehle.
Drei Frauen, Magda, Mehpare und Imke.
Mehpare, die in der jungen türkischen Republik schon als Schülerin für die Botanik brennt.
Dr. Magda mit ihrem Mann Prof. Alfred Heilbronn aus Münster. Alfred Heilbronn verliert seine Professorentätigkeit aufgrund jüdischer Abstammung und erhält das lebensrettende Exil in der Türkei.
Und die listenschreibende Stadtplanerin Imke, die in der heutigen Zeit beruflich nach Istanbul reist.
Was diese drei Frauen verbindet: der botanische Garten von Istanbul.
Sandra Lüpkes erzählt gekonnt, lebendig, humor- und verständnisvoll die Schicksale und Geschichten rund um die drei Frauen und die Menschen, mit denen diese arbeiten und leben.
Ich bin sehr begeistert von diesem Buch. Am Ende findet sich ein kurzes Nachwort der Autorin, wie der Roman entstanden ist und eine Liste der historischen Personen.
Fazit: sehr lesenswert!
Rezensionen von Tara:
gemischte Gefühle
Half His Age von Jennette McCurdy
Das Cover ist schon sehr gewagt und provokant und macht neugierig. Es passt perfekt zum Inhalt des Buches. In dem Buch geht es um die minderjährige Protagonistin Waldo, die eher einsam ist und in ihren jungen Jahren schon ein sehr exzessives Leben führt und eine Affäre mit ihrem 40-jährigen Lehrer beginnt.
Ich wusste bis zum Schluss nicht was ich von der Protagonistin halten sollte. Ich konnte mich so gar nicht in die Gefühle von Waldo hineinversetzen und musste öfters man den Kopf schütteln oder das Buch zuklappen, weil es mir zu anstrengend wurde. Zumindest konnte Waldo ihr eigenes Verhalten reflektieren, was mir gut gefallen hat. Die Beziehung der beiden war auch ziemlich schwer zu lesen und glich eher einem Unfall bei dem man teilweise nicht wegsehen bzw. In dem Fall aufhören konnte zu lesen. Vor allem die Sexszenen waren schwer erträglich zu lesen, weshalb ich die meisten übersprungen habe.
Auch der Schreibstil ist sehr unverblümt und direkt, was man mögen muss bzw. worauf man sich einlassen muss. Es passt aber sehr gut zur Geschichte.
Insgesamt habe ich eher gemischte Gefühle über das Buch, denke aber auch dass das die Intention dahinter war.
Rezensionen von Tara:
super
Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 81 - Der Kran von Andrea Erne
Wir sind große Fans von den Wieso?Weshalb?Warum?Bücher und meine Nichte hat sich total gefreut, da sie ein riesiger Baustellen-Fan ist. Was passt dann nicht besser als ein Sachbuch über Kräne. Hier werden die wichtigsten Fragen zum Kran verständlich und kindgerecht erklärt. Besonders gut haben uns die Illustrationen gefallen, da man jede Menge entdecken kann.
Auch nach mehrmaligen Anschauen einer Seite, findet man trotzdem immer noch weitere Details, die man davor übersehen hat. Auch die Klappen, unter denen sich weitere Illustrationen befinden, haben uns total gut gefallen, da sie Spaß bereiten und dazu anregen können, dass die Kinder erstmal überlegen, was sich drunter verbergen könnte. Auch das Suchspiel am Ende, wo die Leser die unterschiedlichen Kräne der richtigen Last zuordnen müssen, hat uns gefallen und war auch nicht zu schwer.
Alles in allem eine echte Empfehlung für alle Kids, die Baustellen lieben.
Rezensionen von M:
Mein Highlight in diesem Jahr
Pina fällt aus von Vera Zischke
Die alleinerziehende Pina kümmert sich aufopferungsvoll und ganz allein um ihren etwas anderen Sohn Leo bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie auf der Straße zusammen bricht und damit das passiert, was der Titel sagt, Pina fällt aus. Die Autorin hat das Leben und die Schwierigkeiten von Pina und Leo sehr gut beschrieben, man kann sich gut vorstellen, wie das Leben der beiden abläuft und wie wichtig die kleinen Rituale für Leo sind.
Auch die anderen Personen der Geschichte, die im Haus Leben, ihre eigenen Probleme haben,sich aber in der Notsituation zusammen raufen, sind gut vorstellbar und die Autorin hat da ganz unterschiedliche Charaktere erschaffen. Trotz der nicht leichten Geschichte wird auch an vielen Stellen leicht und humorvoll erzählt. Ich bin nur so durch das Buch geflogen und am Ende etwas traurig, dass ich nicht erleben kann, wie es mit den einzelnen Personen weiter geht. Wer gerne lachen und weinen möchte und eine Geschichte mit Tiefgang und zum nachdenken mag, dem kann ich Pina fällt aus nur empfehlen.
Rezensionen von C. P.:
Der spannendste und gefährlichste Schreibworkshop ever
Missing Page - Tödliche Worte von Katie Kento
Wart ihr schonmal auf einem Schreibworkshop? Also für mich war das mein erster Workshop dieser Art, den ich mit Toni besucht habe. Gemeinsam mit fünf weiteren jungen Schreibtalenten will die 17-jährige vom Bestsellerautor R. E. Giffard lernen, ihre Autorenskills zu verfeinern. Dafür sind alle extra auf das abgelegene schottische Anwesen des alten Kauzes gereist.
Okay, vielleicht hat Toni das ein oder andere Geheimnis im Gepäck, welches sie uns zunächst nicht verraten will. Mit dem plötzlichen Mord hat sie aber nichts zu tun, oder? ODER?!
Mit Toni als Ich-Erzählerin erlebt man gemeinsam, wie sich der ursprüngliche Workshop in ein Live-Cluedo-Spiel verwandelt. Die Anzahl der Tatverdächtigen bleibt mit den Workshop-Teilnehmenden und dem wenigen Personal überschaubar, ein mögliches Motiv könnte nach einigem Recherchieren jede Person haben. Selbst Toni wird verdächtigt, aus gewissen Gründen. Und trotzdem muss hier mindestens eine Person falsch spielen.
Der Jugenthriller entwickelt sich schnell zu einem kniffligen Fall, in welchem der Täter sich unentdeckt inmitten der Gruppe befindet. Mehrere Wendungen, Entdeckungen und Erkenntnisse sorgen für abwechslungsreiche Spannung und von Tag zu Tag steigt die Gefahr für Toni, vielleicht das nächste Opfer zu werden. An ihrer Seite ermittelt George, ein weiterer Teilnehmer, doch kann sie ihm wirklich vertrauen?
Schon das Setting ist schräg, das alte Anwesen hätte als Kulisse für einen Horrorfilm herhalten können. Dank einer Skizze von Toni findet man sich beim Lesen im Anwesen recht gut zurecht. Weitere Notizen von Toni sowie Schreibübungen der Gruppe sind ebenfalls abgedruckt, ob hilfreich oder nicht gilt herauszufinden. Die Charaktere sind ziemlich verschieden, insbesondere die sechs Workshop-Teilnehmenden konnte ich schnell unterscheiden, während das Personal erst etwas später in den Fokus rückte.
Mich konnte der Jugendhriller auf voller Länge überzeugen. Der Fall ist knifflig, emotional mitreißend und bietet einiges an Überraschungen.











