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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Claudia R.:

tolle Grundidee

Born of Salt and Storm von Sophia Reynard

Klappentext / Inhalt:

In einer Welt, in der das Meer alles nimmt und die Gezeiten das Leben beherrschen, gilt ein ungeschriebenes Gesetz: Berühre niemals, was der Sturm an Land bringt.
Als die junge Speerfischerin Tavi verschollen geglaubtes Seeglas findet, bricht sie dieses Tabu und entfesselt eine Magie, die besser in den Tiefen des Meeres geblieben wäre.

So lenkt sie unweigerlich die Aufmerksamkeit des fanatischen Salzordens und
der Bestien des Sturmmahrs auf sich. Ausgerechnet Eero – eine dieser gefürchteten Kreaturen, halb Mensch, halb Mer – entpuppt sich als ihr einziger Ausweg.
Zwischen Misstrauen und wachsender Anziehung geraten Tavi und Eero in den Sog einer uralten
Legende, die ihre gespaltene Welt endgültig ins Chaos stürzt. Doch Tavi verfolgt ihre eigenen Pläne und muss sich entscheiden: Folgt sie dem Ruf ihrer Vergangenheit oder dem ihres Herzens?
Der Auftakt einer epischen Romantasy-Reihe voller bittersüßer Spannung und gnadenloser Wendungen.

Cover:

Das Cover finde ich wunderschön und bringt die Elemente der See und der Tiefe sehr gut hervor. Muscheln, Perlen, Seeglas und weitere Elemente und Verzweigungen der See sind hier erkennbar, sowie ein Schiff in einer Phiole und darauf die tosende See. Das Element Wasser wird hier sehr toll dargestellt und umgesetzt und auch farblich wird das Ganze sehr schön erfasst. Vom Optischen fand ich das Cover sehr ansprechend und vielversprechend.

Meinung:

Das Cover und der Klappentext hatten mein Interesse geweckt, jedoch fand ich den Einstieg recht fordernd und nicht locker, wie von vielen Büchern gewohnt. Der Schreibstil ist anfangs recht anspruchsvoll und man muss sich erst so ein wenig hineinfinden. Auch zieht es sich zu Beginn recht lang. Besonders das letzte Drittel nimmt extrem an Fahrt und Stärke zu und kann dann nochmal mehr überzeugen. Die Geschichte und die Idee dahinter finde ich ganz gut und auch atmosphärisch hat es einiges zu bieten, jedoch hat es für mich auch einige Schwächen, wie die Länge und Tiefe, denn in die Charaktere fand ich leider auch nur recht schwer und im Verlauf mehr und mehr hinein.

Inhaltlich möchte ich hier nicht weiter ins Detail gehen und halte mich mit weiteren Angaben dazu zurück.

Der Schreibstil ist anfangs recht fordernd und nicht ganz so locker und einfach, wie von vielen Büchern gewohnt. Man kommt etwas schwerer als sonst hinein. Zudem machen es einem einige Längen nicht gerade leichter. Es nimmt jedoch mehr und mehr an Fahrt auf und besonders im letzten Drittel kann es dann nochmal überzeugen.

Die Charaktere sind vielschichtig, aber leider nicht so richtig nahbar. Ich fand mich leider nicht so ganz in diese hinein und auch hier fehlte es mir etwas an Tiefe.

Die einzelnen Kapitel sind recht lang und umfangreich. Die Anfänge sind gut erkennbar und die Überschriften passend, ohne zu viel vorweg zu nehmen. Das Glossar ist recht umfangreich und hilfreich und auch die Karte zu beginn hat mir gut gefallen. Gliederung und Gestaltung sind gut gemacht.

Die Grundidee finde ich sehr gut und auch das Setting und die Atmosphäre ist toll beschrieben und gut ausgearbeitet. Es hat viel Potenzial und ein guter Grundstein wurde hier gelegt, jedoch muss man anfangs etwas Geduld mitbringen. Bin gespannt, wie sich das Ganze weiterentwickelt.

Fazit:

Tolle Grundidee und zudem sehr atmosphärisch umgesetzt, jedoch mit einigen Längen und kleineren Schwächen.

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Rezensionen von Lesender:

Herzklopfen auf dem Campingplatz

Der kleine Campingplatz in den Dünen: Ein Stellplatz fürs Glück von Barbara Erlenkamp

Mit diesem Roman geht es an die Ostsee, auf den Campingplatz “Dünenblick”.Klingt nach Meeresrauschen, Sommerfeeling und viel Idylle drumherum…

Annika ist dort gelandet und sucht einen Job in der Tourismusbranche. Da kommt das Erbe von Campingplatzbesitzer Lars Harmsen gerade richtig. Er hat den Campingplatz an seine Stammtischfreunde vererbt und sie soll die ganze Anlage managen.

Es macht Spaß und ist auch interessant, sie dabei zu begleiten und mitzuerleben, wie sie allem neuen Schwung verleiht und sich der Aufgabe stellt.

Probleme sind zum Lösen da und Schmetterlinge im Bauch sind auch nicht zu verachten!

Neben ihren Freunden und den unterschiedlchen Campern gibt es auch einen Neffen, bei dem man sich nicht sicher sein kann, welche Absichten hinter seinem plötzlichen Auftauchen stecken.

Unterhaltsam, aufregend, romantisch und humorvoll! Das perfekte Buch fpr den Sommerurlaub oder verregnete Tage zuhause.

Ich habe schon andere Bücher des Autorenduos gelesen und mag ihre Geschichten. Sie sind immer eine Mischung aus Wohlfühlroman und Neuanfang mit Romantik.

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Rezensionen von Claudia R.:

magische Unterhaltung

Das Internat für magische Talente. Unruhestifter willkommen! (Band 1) von Nicki Pau Preto

Klappentext / Inhalt:

Ein Zauberinternat der besonderen Art
Da sie versehentlich einen Klassenraum in Brand gesteckt hat, fliegt die zwölfjährige Vin von der Schule – mal wieder. Nach mehreren Schulverweisen gibt es für sie nur noch eine Hoffnung: das Internat für magische Talente, das all jene jungen Zauberschüler aufnimmt, die als Unruhestifter angesehen werden und durch das Raster gewöhnlicher Schulen fallen.

Hier trifft Vin zum ersten Mal auf andere Schüler, denen es ähnlich geht wie ihr, und schließt echte Freundschaften. Sie verbringt ihre Zeit damit, die eigenen magischen Kräfte besser kennenzulernen und den Schulalltag zu meistern, und kommt dabei auch dunklen Geheimnissen aus der Vergangenheit auf die Spur. Derweil macht sich eine Gruppe abtrünniger Zauberer bereit, das Internat anzugreifen. Was Vin nicht weiß: Sie spielt in ihrem finsteren Plan eine entscheidende Rolle …

Cover:

Das Cover zeigt einige der Charaktere und bringt auch den Internat bzw. Schulcharakter des Ganzen sehr gut herüber. Eine bunte Gruppe an Jugendlichen ist hier erkennbar und jeder hat so seinen eigenen Stil. Auch die verschiedenen Elemente sind hier sehr gut herausgearbeitet und erkennbar. Farblich und optisch ist das Ganze sehr gut umgesetzt.

Meinung:

Magie, Spannung und Unterhaltung sind hier an der Tagesordnung. Von hat immer wieder versucht ihre Magie unter Kontrolle zubekommen, aber vergeblich. Das Internat Last Hope ist ihre letzte Option und Hoffnung, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber auch dort scheint einiges nicht mit rechten Dingen zu zugehen und in Gefahr zu schweben.

Doch zu viel möchte ich hier an dieser Stelle noch nicht verraten. Daher halte ich mich mit weiteren Informationen und Details dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Schnell findet man sich in Charaktere und Situationen hinein. Ein wundervolles Internatsabenteuer voller Magie und Spannung und zugleich ein gelungener Auftakt. Die Charaktere sind toll gezeichnet und besonders Vin wirkt sehr authentisch und nahbar. Man kann sich gut in sie hineindenken und erlebt die Geschichte an ihrer Seite mit.

Die Kapitel haben eine gute und angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Kleinere Längen sind hierbei jedoch nicht weiter störend und auch die Spannung nimmt immer wieder an Fahrt auf. Das Ganze ist sehr schön und unterhaltsam umgesetzt.

Ein tolles Fantasybuch für Leser ab 10 Jahren und für Jungen und Mädchen gleichermaßen geeignet.

Die Kapitelanfänge sind gut erkennbar und die Überschriften sind passend gewählt, ohne zu viel dabei zu verraten. Gliederung und Gestaltung haben mir sehr gut gefallen. Allen in allem recht rund und als Auftakt gut gelungen.

Fazit:

Magie, Spannung und Unterhaltung sind hier an der Tagesordnung.

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Rezensionen von Claudia R.:

hexenstarkes Abenteuer

Henriette Huckepack - Hokus Pokus Fidibus, was ist da im Museum los? von Andrea Lienesch

Klappentext / Inhalt:

Hilfe, Großtante Martha ist plötzlich versteinert!
Junghexe Henriette Huckepack freut sich auf einen spannenden Tag im Museum. Doch als Großtante Martha dort eine geheimnisvolle Steintafel entdeckt und die Inschrift laut vorliest, passiert etwas Ungeheuerliches: ZACK! steht Martha als steinerne Statue da! Bei dem Versuch, sie zu retten, befreit Henriette aber versehentlich Barbara Ranunkel, die seit 500 Jahren versteinert war.

Was für ein Durcheinander! Doch Henriette wäre nicht Henriette, wenn sie das Problem nicht mit einer cleveren Mischung aus Köpfchen, Technik und einer Prise Hokuspokus lösen könnte ...
- Perfekt für geübte Erstleser*innen: kurze Kapitel, große Erstleseschrift
- Lustige, einfach lesbare Geschichte für die zweite und dritte Klasse mit vielen farbenfrohen Bildern von Sabine Sauter
- Eine sympathische Junghexe, die lieber ihren Werkzeugkasten benutzt als Zaubersprüche
- Extra Bastelanleitung : Henriettes magisches Periskop zum Selberbauen
- Mit allen Bänden Lesepunkte bei Antolin sammeln

Cover:

Das Cover ist sehr liebevoll und farbenfroh umgesetzt und man erkennt hier zwei junge Hexen und ein verblüfft dreinschauende Hexenstatue, sowie Dinosaurier, Rüstungen und ein Sarkophag im Hintergrund. Man befindet sich hier in einem Museum und Magie scheint hier im Spiel zu sein. Optisch und farblich ist das Ganze sehr schön umgesetzt und es verspricht auf jeden Fall gute Unterhaltung und macht neugierig auf das Buch.

Meinung:

Es handelt sich hierbei bereits um den fünften Band der Reihe. Die Bücher können aber sehr gut unabhängig gelesen werden, da jedes Buch ein eigenes selbstständiges Abenteuer beinhaltet. So kann man diese also sich gut getrennt lesen. Mir war die Reihe aber bereits gut bekannt und ich habe mich daher schon wieder sehr auf Henriette Huckepack gefreut und war sehr gespannt, was diesmal passiert und was sie wieder alles erlebt.

Manchmal sollte man besser vorsichtig sein und als ihre Tante im Museum beim Lesen einer Inschrift plötzlich versteinert wird, ist es an Henriette ihr zu helfen. Ob sie es schafft und was sie alles erlebt, sei hier noch nicht verraten.

Wer mehr erfahren möchte, nimmt am Besten das Buch selbst in die Hand. Weitere inhaltlich Details werden hier nicht verraten, mit Informationen dazu halte ich mich zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und locker. Es lässt sich sehr gut und kurzweilig lesen. Die Schriftgrösse ist gut und passend für die Zielgruppe gewählt. Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme und gute Länge. Die Anfänge sind gut erkennbar und die Überschriften passend gewählt, ohne zu viel dabei zu verraten.

Die bunten Illustrationen runden das Ganze sehr schön ab. Die Bilder geben das Gelesene sehr gut wieder und lockern zudem gut das Schriftbild auf. Die Geschichte wird locker und humorvoll erzählt und man kann sich zudem alles sehr gut vorstellen. Die Geschichte ist verständlich und bildlich gut umgesetzt.

Gliederung und Gestaltung haben mir sehr gut gefallen.

Die Geschichte steckt voller Spannung, Humor und guter Unterhaltung. Die Charaktere sind liebeswert und in die kleine Henriette kann man sich gut hineinversetzen und hineindenken.

Eine tolle und unterhaltsame Geschichte, die sehr viel Freude macht.

Fazit:

Hexenstarkes Abenteuer mit Spannung, Humor und Unterhaltung.

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Rezensionen von Gundi57:

Sommerfeeling

Wiedersehen mit mir selbst zwischen Pasta und Limoncello von Melanie Pignitter

In dem Buch geht es um Lena , eine starke Frau und immer zuverlässig.
Eines Tages wird ihr alles zuviel und sie muss in ihrem Leben etwas ändern.
Deshalb lässt sie sich von ihrer Freundin überreden mit deren altem Bulli mit Namen Berta nach Italien zu reisen.
Ihre Tochter lässt sie schweren Herzens bei ihrem Ex - Mann.

Alles läuft soweit ganz gut bis Berta komische Geräusche macht und eine Werkstatt braucht.
So landet sie in einem verschlafenen italienischem Dorf und muss sich ein Zimmer suchen.
Das Ersatzteil wird einige Tage dauern bis es ankommen wird und so muss sie sich leider die Zeit dort vertreiben.
Es wird aber nicht langweilig weil sie deutsche Mädels trifft mit denen sie sich anfreundet.
Den besitzer von der Werkstatt findet sie auch ganz okay und die Pensionswirtin ist bald ihre Freundin.
Ein Buch mit Herz und zum abschalten geeignet.

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Rezensionen von Philiene :

Sehr schönes Kinderbuch

Mein Schulstart. Countdown zur Einschulung mit Pippi Langstrumpf von Astrid Lindgren

Ein tolles Buch für die letzten Tage vor dem Schulstart.
Das Buch ist angelehnt an ein Adventskalenderbuch, allerdings ist es nur in zehn Teile aufgeteilt. Zum jedem Teil gehört eine Geschichte aus den Pippi Langstrumpf Büchern, diese sind übrigens überarbeitet und der heutigen Zeit angepasst worden.

Dazu gibt es Rezepte und Basteltipps.

Ich finde das Buch eine sehr schöne Idee um die letzten Tage vor dem Schulstart etwas zu verkürzen. Pippis Abenteuer passen zum Schlstart und die einzelnen Kapitel haben eine schöne Länge. Dazu kommen bunte Illustrationen die zum Entdecken einladen und natürlich die vielen Anregungen zum Backen oder Basteln.

Ein sehr schönes Buch das Spaß macht.

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Rezensionen von nil_liest:

Wenn Wurzeln wandern – und dennoch bleiben

Ein Ort, der bleibt von Sandra Lüpkes

E s beginnt nicht mit einem Ort, sondern mit einem Verlust: Münster, 1933. Eine Tür schließt sich, weil ein Name plötzlich nicht mehr dazugehört. Und während Alfred Heilbronn seine Professur verliert, beginnt etwas, das sich erst viel später als Anfang begreifen lässt.
Sandra Lüpkes erzählt in Ein Ort, der bleibt keine klassische Exilgeschichte – sie pflanzt sie.

Und wie jede Pflanze wächst auch diese Geschichte nicht geradlinig, sondern verzweigt sich, schlägt unerwartete Richtungen ein, treibt neu aus. Zwischen Münster und Istanbul, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen drei Frauen, die auf ganz unterschiedliche Weise versuchen, sich selbst zu verorten.
Magda trägt Samen im Gepäck – nicht nur botanische, sondern auch Erinnerungen, Hoffnungen, vielleicht sogar ein Stück Trotz. Ihre Reise nach Istanbul fühlt sich nicht wie ein Neuanfang an, sondern wie ein vorsichtiges Weiteratmen. Und doch entsteht am Bosporus etwas, das größer ist als Exil: ein Ort, an dem Wissen, Sehnsucht und Überleben ineinander verwurzeln.
Besonders leuchtet für mich Mehpare. Inmitten von Pflanzen, die katalogisiert, benannt und verstanden werden, bleibt ausgerechnet das eigene Innenleben ein Rätsel. Ihre Geschichte hat eine leise Wucht – sie erzählt von Verlust, von Unsichtbarkeit, aber auch von dem Moment, in dem man gezwungen ist, sich selbst zu begegnen. Es ist diese feine psychologische Tiefe, die Lüpkes Figuren nicht nur lebendig, sondern spürbar macht.
Und dann ist da Imke, Jahrzehnte später – eine Frau, die glaubt, einen Ort analysieren zu können, ohne zu ahnen, dass dieser Ort längst begonnen hat, sie zu verändern. Hier zeigt sich die große Stärke des Romans: Zeit ist kein linearer Verlauf, sondern ein Geflecht. Entscheidungen, die einst aus Not getroffen wurden, wirken nach – in Landschaften, in Biografien, in Fragen, die nie ganz verschwinden.
Was mich besonders fasziniert hat, ist die Verbindung von Botanik und Biografie. Pflanzen werden hier nicht zur Kulisse, sondern zur Sprache: für Migration, Anpassung, Widerstand. Was bedeutet es, Wurzeln zu schlagen – wenn der Boden fremd ist? Und ist Heimat ein Ort oder ein Prozess?
Dabei schwingt stets eine leise historische Erkenntnis mit, die mich wirklich überrascht hat: die Rolle der Türkei als Zufluchtsort für verfolgte Wissenschaftler:innen. Lüpkes gelingt es, dieses Kapitel nicht trocken zu erzählen, sondern es mit Leben zu füllen – mit Gerüchen, Stimmen, Beziehungen. Istanbul wird dabei mehr als nur Schauplatz: eine vibrierende, widersprüchliche, zutiefst menschliche Stadt.
Dieser Roman ist kein reines Wohlfühlbuch – und genau das macht ihn so besonders. Er fordert, berührt und bleibt. Wie ein Garten, den man einmal betreten hat und dessen Wege man im Kopf weitergeht.
Oder anders gesagt: Ein Ort, der bleibt ist kein Ort. Es ist ein Gefühl, das Wurzeln schlägt, lange nachdem man die letzte Seite gelesen hat!

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Rezensionen von Schlafmurmel:

Zwischen Wahrheit und Wahnsinn – ein Thriller, der unter die Haut geht!

Sandra Lang: Bestien von Roman Just

Schon beim ersten Blick auf das Cover war ich gefesselt: Diese intensiven, fast durchdringenden blauen Augen erzeugen sofort eine unheimliche Atmosphäre und machen neugierig auf die Geschichte dahinter.
Was als klassischer Gelsenthriller beschrieben wird, entpuppt sich schnell als deutlich mehr – für mich ist es ein packender Mystery-Thriller mit einer düsteren, teilweise beklemmenden Stimmung.

Im Mittelpunkt steht Sandra Lang, die an ihrem 24. Geburtstag eine schockierende Nachricht erhält: Ihre Eltern sind tot. Doch statt Trauer bleibt vor allem eines – ein Leben voller Fragen und ein Berg Schulden.
Schon in ihrer Kindheit wurde sie von ihren Eltern als „anders“ abgestempelt. Ihre außergewöhnliche Intelligenz wurde nicht gefördert, sondern als Problem gesehen. Erst später zeigt sich, warum: Sandra besitzt eine besondere Gabe – sie kann Gedanken lesen und noch einiges mehr. Doch was zunächst faszinierend klingt, entwickelt sich schnell zu einer belastenden Fähigkeit, denn nicht alle Gedanken, die sie hört, sind harmlos.
Als sie finanziell am Abgrund steht, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung und bietet ihre Hilfe dem BND an. Von da an nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf. Sandra wird in einen gefährlichen Auftrag verwickelt: Sie soll helfen, eine Person aufzuspüren, die dem Staat schaden könnte.
Die Spur führt sie zurück nach Gelsenkirchen – und damit direkt in ihre eigene Vergangenheit. Doch je tiefer sie gräbt, desto mehr Ungereimtheiten, Geheimnisse und erschreckende Wahrheiten kommen ans Licht. Was ist damals wirklich passiert? Wem kann sie noch trauen? Und wie weit kann sie ihre Gabe einsetzen, ohne selbst daran zu zerbrechen?
Besonders gegen Ende spitzt sich die Handlung noch einmal deutlich zu und sorgt für echte Spannung. Viele Fragen bleiben bewusst offen, was die Neugier auf die Fortsetzung nur noch steigert.
Mich hat das Buch definitiv gepackt – und ich bin jetzt schon gespannt, wie es in Band 2 weitergeht!

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Rezensionen von nil_liest:

Zwischen Businessplan und Barfußpfad

Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo

Einatmen Ausatmen von Maxim Leo beginnt wie eine bissige Abrechnung mit unserer Selbstoptimierungs-Gesellschaft – und endet ganz woanders: leiser, nachdenklicher, fast versöhnlich.
Im Zentrum steht Marlene Buchholz, eine Frau, die alles erreicht hat – außer Nähe zu anderen Menschen. Ihre Beförderung hängt ausgerechnet davon ab, ob sie lernt, empathischer zu sein.

Also landet sie in einem Achtsamkeitsseminar, das sie selbst eher als „Umerziehungslager“ betrachtet. Dort trifft sie auf Alex Grow, einen Coach, der anderen Orientierung geben soll – während ihm selbst gerade alles entgleitet.
Was folgt, ist weniger ein klassischer Plot als ein Aufeinandertreffen zweier Lebensentwürfe: Kontrolle versus Kontrollverlust, Karriere versus Sinnsuche.
Leo schreibt leicht, fast spielerisch – und genau darin liegt seine Stärke. Die Sprache ist zugänglich, temporeich und durchzogen von einem feinen, oft selbstironischen Humor. Genau wie in seinen anderen Romanen. Die Dialoge sitzen, wirken lebendig und tragen viel zur Dynamik zwischen den Figuren bei. Gleichzeitig schafft er es, unter dieser Oberfläche immer wieder ernstere Themen anklingen zu lassen, ohne dass der Roman je schwer wird.
Auffällig ist der Perspektivwechsel zwischen Marlene und Alex. Dadurch entsteht eine schöne Doppelbewegung: Während Marlene langsam lernt, sich selbst zu hinterfragen, kämpft Alex damit, überhaupt noch Halt zu finden. Diese Spiegelung macht den Roman interessant – auch wenn beide Figuren an manchen Stellen etwas klischeehaft wirken. Doch gerade durch ihre Brüche und Unsicherheiten gewinnen sie schnell an Sympathie.
Inhaltlich balanciert der Roman geschickt zwischen Satire und Ernst. Anfangs hatte ich das Gefühl, hier wird der ganze Coaching- und Achtsamkeitsboom ordentlich aufs Korn genommen – und ja, diese Spitzen gibt es auch. Aber im Laufe der Geschichte verschiebt sich der Ton. Die ironische Distanz wird zugunsten einer ehrlicheren Auseinandersetzung mit Themen wie Selbstbild, Erwartungen und Lebensentwürfen aufgegeben. Das wird nicht jede*r mögen, ich fand es aber durchaus spannend.
Besonders gelungen sind die Momente, in denen Marlene aus ihrer gewohnten Welt herausgerissen wird – sei es durch Naturerfahrungen, Begegnungen oder Übungen wie die Familienaufstellung. Hier zeigt sich, dass hinter der kühlen Fassade mehr steckt, als sie selbst lange wahrhaben wollte. Ihr Wandel geht stellenweise schnell – vielleicht sogar etwas zu schnell – wirkt aber emotional nachvollziehbar.
Nebenfiguren und kleinere Episoden lockern die Handlung auf, auch wenn sie nicht immer zwingend notwendig erscheinen. Dafür bringen sie Wärme und Farbe in die Geschichte. Und ganz nebenbei stellt der Roman Fragen, die hängen bleiben:
Was, wenn Erfolg nicht erfüllt? Was, wenn wir uns selbst auf dem Weg dorthin verloren haben?
Fazit: Ein unterhaltsamer, klug erzählter Roman, der mit Humor beginnt und mit Herz endet. Vielleicht nicht in jeder Hinsicht originell, aber mit einem feinen Gespür für die Widersprüche unserer Zeit. Eine Geschichte, die leicht daherkommt – und trotzdem dazu einlädt, das eigene Leben kurz anzuhalten und zu fragen: Bin ich eigentlich noch auf meinem Weg?

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Rezensionen von Ameland:

Einfach mal raus und entspannen

52 kleine & große Eskapaden in Deutschland - Für die Seele von Cornelia Jeske; Elke Weiler; Sylvia Pollex; Stefanie Sohr; Andrea Lammert; Alexandra Schlüter; Ann Baer; Aylin Krieger; Sybille Baecker; Oliver Gerhard; Katrin Jäger; Marion Hahnfeldt; Rebecca Schirge; Jutta M. Ingala; Inka Chall; Laura Schneider; Silke Kuri; Jana Zieseniß; Julia Patzenhauer; Magda Lehnert; Sandra Kathe; Alexandra Lattek; Jessica Niedergesäß; Loni Liebermann; Barbara Riedel; Christine Röhling; Michelle Fiedler; Sonja Anwar; Thomas Diehl; Nina Loos; Sarah Uhrig; Verena Mog; Melanie Wolfmeier; Nadine Ormo; Sinja Stiefel; Elisabeth Wein; Yvonne Weik; Barbara Kettl-Römer; Saskia Niedermeier; Sonja Hoffmann; Siiri Klose

Seit mein Mann und ich im (Un)Ruhestand sind, gönnen wir uns immer mal wieder kleine oder größere Auszeiten, aber möglichst abseits vom Trubel. Inspirationen erhoffte ich mir von diesem Reiseführer von DUMONT. Ich wurde nicht enttäuscht, sondern ganz im Gegenteil! Ich fand nach den Regionen Norden, Mitte und Süden aufgeteilt 52 Vorschläge für Ausflüge und Miniurlaube.

Egal ob zu Fuß, per Rad oder mit dem Boot alle Orte versprechen eine besondere Auszeit, Erholung und Lebensfreude. Mal etwas Neues entdecken oder ausprobieren oder auch einfach nur entspannen in der Natur oder beim Yoga, alles ist möglich.

Jedem Vorschlag wurden vier informative Seiten gewidmet. Die Routenbeschreibung, die auch auf einem Kartenausschnitt eingezeichnet ist, beinhaltet neben Aussichtspunkten, Sehenswürdigkeiten auch Einkehrmöglichkeiten. Anhand der schönen Fotos konnte ich mich direkt von der landschaftlichen Schönheit, interessanten Bauwerken oder kulinarischen Köstlichkeiten überzeugen.

Gefallen hat mir auch das Fazit zu jedem Ausflug und der Infokasten zum Schluss. Neben der Anfahrt erfährt man wann die beste Reisezeit ist und die Länge der Touren, deren GPX -Daten übrigens kostenlos bei DUMONT zum Download zur Verfügung stehen. Ebenso gibt es Vorschläge wo man abends sein müdes, aber bestimmt glückliches Haupt betten kann. Und die Übernachtungsvorschläge sind teilweise ziemlich cool, Beispiele gefällig? Schlafen im Heu, im Baumhotel, in einem Hängezelt, im Turmzimmer eines mittelalterlichen Turms oder in einem umgebauten Schäferwagen.

Auch wenn ich einige der aufgeführten Orte bereits kenne, habe ich doch viele neue Reiseziele für uns entdeckt und wer sagt, dass wir nur ein oder zwei Tage dort verbringen dürfen? Genau, niemand und bei einer längeren Anreise lohnt sich das ja auch nicht. Wer auf der Suche nach Auszeiten für die Seele ist, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.

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