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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von ikatzhorse2005:

Hitze, Wein, Liebe,...Ermittlungen der besonderen Art

Château Mort von Oetker Alexander

Chateau Mort ein Aquitaine-Krimi aus der Feder von Alexander Oetker, ein MP3 Hörbuch, wunderbar gelesen von Frank Arnold, erschienen im Audiobuch Verlag, sorgen mit dieser ungekürzten Lesung für 8 Stunden Hörgenuss.
Ohne Vorkenntnisse des Bestsellers "Retour", das ersten Luc-Verlain-Buch von Alexander Oetker, habe ich mich auf diesen neuen Fall eingelassen.

Der Schauplatz, Medoc in Frankreich , Weinanbaugebiet und Reben, soweit das Auge reicht. Am Ende des Sommers, diese Hitzewelle im Aquitaine, die alles in Schach hält. Und doch starten tausende kurios verkleidete Läufer zu einem berühmten Marathon, dem Marathon du Medoc mitten durch den Wein und die Gärten der opulentesten Anwesen und Chateaus. Nach einem Abendessen für alle Teilnehmer und geladenen Gäste, welches Lucs bester Freund Richard ausrichtet, starten die Läufer am darauffolgenden Tag. Für einen von ihnen ist es der Lauf in den Tod! Kommissar Luc Verlain, ermittelt in einem raffinierten Kriminalfall und schaut dabei hinter die Kulissen der nobelsten Weinschlösser. Verstrickte Machenschaften, bröckelnde Fassaden, Statussymbole, Habgier, Geldsorgen, Fremdgehen, Selbstbestätigung und Existenzängste, was bewegt den Mörder zu solch einer Tat?
Luc, der das gute Getränk und auch die Vorzüge der Frauen zu schätzen weiß, kommt dem Täter zusammen mit Anouk, seiner Partnerin auf die Spur. Auch privat verfolgen die beiden gemeinsame Interessen.
Neben der eigentlichen Handlung kommen die kulinarischen Geheimnisse und Hintergrundinfos des Lebenselexiers Wein nicht zu kurz. Eine Hommage an den Genuss! Dabei hatten manche Stellen ihre Längen.
Der Sprecher, Frank Arnold überzeugt durch ein angenehmes Sprachtempo, eine spannende Erzählstimme und die vielschichtigen Interpretationen der Protagonisten. Die Stimmungslagen aller Beteiligten können somit in ihren Facetten vom Hörer erfasst werden.
Fazit: Ein Hörerlebniss mit einer ausgeklügelten Handlung, angenehmen Protagonisten, kulinarischen Ausschweifungen, ein Labyrinth der Beziehungen und ein Hoch auf den französischen Wein. Wer Krimis mag, sollte sie diesen Luc nicht entgehen lassen!

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Rezensionen von ikatzhorse2005:

Schweizer Krimi mit Lokalkolorit

Der Fluch von Aarau von Ina Haller

Der Fluch von Aarau ist der 6. Kriminalfall aus der Feder von Ina Haller erschienen im fabelhaften Emons Verlag.
Andrina Kaufmann, Angestellte eines renommierten Verlags in der Schweiz, wird bewusstlos neben einer Leiche gefunden. Selbstzweifel, Vorwürfe und unbeantwortete Frage nach dieser einen Lücke in ihrem Leben, plagen sie nach ihrem erlittenen Gedächtnisverlust.

Ich muss zugeben, diese Fragen waren mir an manchen Stellen zu viel. Ihre letzte Erinnerung gilt ihrer Schwester Seraina, mit der sie sich auf der Terrasse unterhalten hat. Das Auftreten von Seraina und diese Figur an sich empfand ich als nervig und wenig produktiv. Die Erklärung zu ihrem Verhalten wird im Buch erläutert, die Art und Weise dieser Protagonistin hat mich nicht überzeugen können und mir überhaupt nicht gefallen. Die Stellen, an denen Seraina auftauchte, habe ich wirklich ungern gelesen.
Andrina als Hauptprotagonistin war mir sympatisch, nur ihre naiven Alleingänge konnte ich nicht nachvollziehen. Als sie tätlich angegriffen wird und tatsächlich verletzt ist, nimmt sie weder ärztliche Hilfe, noch Unterstützung seitens der Polizei in Anspruch. Allein auf Enrico, den Bruder ihres pausierenden Freundes Feller lässt sie sich ein und vertraut sich ihm an.
Je weiter die Handlung fortschreitet, desto mehr nimmt diese Kriminalgeschichte an Fahrt auf und endet in einem finalen Showdown. Neben dieser, spielen die privaten Beziehungen von Andrina eine wichtige Rolle. Man fühlt mit ihr mit und hofft auf die richtige Entscheidung. Da ich leider die Vorgänger-Bände nicht gelesen habe, war das Handeln von Andrinas Ex-Verlobten und ermittelnden Beamten Marco Feller und die daraus resultierenden Beziehungsschwierigkeiten nicht immer schlüssig. Die Autorin hat dies in Rückblicken, nachvollziehbar geschildert. Doch bei manchen Gegebenheiten wünscht man sich einfach die ganze Geschichte im Hinterkopf parat zu haben. Des Weiteren liest sich das Buch sehr flott weg, dank des angenehmen Schreibstils.
Fazit: Ein guter Krimi, mit unvorhersehbarer Handlung und teils überzeugenden Protagonisten. Lesenswert!

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Rezensionen von KimVi:

Interessanter Spreewald-Krimi

Spreewaldrache von Christiane Dieckerhoff

Ein junger Mann wird brutal zusammengeschlagen. Er kann sich nicht erinnern, was genau passiert ist. Klaudia Wagner, die mit ihrem Team die Ermittlungen aufnimmt, hat das Gefühl, dass der junge Mann ihr etwas verschweigt. Wenig später wird ein toter Obdachloser gefunden. Im Laufe der Ermittlungen erfährt Klaudia Wagner von einer alten Fehde, die vor vielen Jahren bereits ein Opfer gefordert hat.

...

"Spreewaldrache" ist nach "Spreewaldgrab" und "Spreewaldtod" bereits der dritte Fall für die Kommissarin Klaudia Wagner. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ermittlungen auch dann problemlos folgen, wenn man noch keinen Band der Reihe gelesen hat. Um die privaten und beruflichen Hintergründe der Kommissarin besser zuordnen zu können, empfiehlt es sich allerdings, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die vorgesehene Reihenfolge einzuhalten.

Der Einstieg in diesen Krimi gelingt durch einen interessanten Prolog, bei dem man ein tragisches Ereignis in der Vergangenheit beobachtet, mühelos. Denn man möchte unbedingt erfahren, wie sich die Vergangenheit mit dem aktuellen Geschehen verbindet. Der Prolog macht neugierig, verrät auch nicht zu viel, sodass man lange Zeit im Dunkeln tappt, was damals wirklich passiert ist.

Es gelingt der Autorin auch bei diesem Fall wieder hervorragend, das besondere Flair des Spreewalds zu beschreiben und in die Handlung einfließen zu lassen. Man hat die Handlungsorte sofort vor Augen und kann deshalb mühelos in die Ermittlungen eintauchen. Die Charaktere wirken ebenfalls sehr authentisch. Man trifft sowohl auf alte Bekannte aus den vorherigen Bänden, als auch auf neue Gesichter. Die Mischung ist sehr gelungen. In diesem Teil der Reihe nehmen die privaten Nebenhandlungen auch nicht allzu viel Raum ein. Die Probleme der Kommissarin werden zwar kurz angeschnitten, drängen sich hier jedoch nicht in den Vordergrund, sodass Leser, die noch keinen Band der Reihe kennen, dem Ganzen mühelos folgen können. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und angenehm lesbar.

Der aktuelle Fall liefert zwar keine Hochspannung, ist aber durchgehend interessant und nicht so leicht durchschauen. Man kann eigene Ermittlungen anstellen und über den weiteren Verlauf spekulieren. Man sollte allerdings konzentriert den verwandtschaftlichen Beziehungen der Protagonisten folgen, um den Überblick zu behalten. Denn das ist dieses Mal nicht ganz so einfach.

Ich habe bisher alle Bände dieser Reihe gelesen und mich auch dieses Mal sehr gut unterhalten. Der Fall wirkte auf mich durchgehend interessant. Die privaten Nebenhandlungen hielten sich bei diesem Teil der Reihe in Grenzen. Dennoch konnte man Klaudia Wagners Weiterentwicklung beobachten. Ich gestehe allerdings, dass ich manchmal Schwierigkeiten hatte, die verwandtschaftlichen Beziehungen der Protagonisten richtig zuzuordnen und deshalb gelegentlich etwas auf dem Schlauch stand und das nochmal nachvollziehen musste. Dennoch hat mir der erneute Besuch im Spreewald sehr gut gefallen, sodass das Buch auf meiner persönlichen Bewertungsskala vier von fünf möglichen Sternchen bekommt.

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Rezensionen von heinoko:

Lesen Sie dieses Buch!

Ein Held dunkler Zeit von Christian Hardinghaus


Als ich las, dass der Autor des vorliegenden Buches Historiker ist, machte sich in mir die Befürchtung breit, dass das Buch mühsam zu lesen sein würde, vielleicht trocken oder belehrend geschrieben. Dass ich jedoch tatsächlich einen mitreißenden, emotional aufwühlenden, spannend-lebendig geschriebenen Roman lesen durfte, war eine wunderbare Überraschung!
Es wird eine tatsächlich geschehene Geschichte in die Romanwelt versetzt, mit allen Zutaten versehen, die einen guten Roman ausmachen, und zusätzlich mit vorsichtiger Fantasie und gnadenloser, präzise recherchierter Zeitgeschichte unterlegt.

Dass diese Kombination so genial gelungen ist, lässt für mich das Buch zu einem der herausragenden Leseerlebnisse werden.
Der Augenarzt Wilhelm Möckel erzählt selbst, wie er die Halbjüdin Annemarie kennen und lieben lernt und sich schließlich freiwillig zum Dienst in der Wehrmacht meldet, da er hofft, durch Erringen besonderer Verdienste zu ermöglichen, dass Annemarie als deutschblütig anerkannt wird und ihr und den Kindern Max und Martin somit alle bislang verweigerten Rechte zugestanden werden. In den geschilderten Kriegsjahren an der Front erweist sich Wilhelm als ein geradezu wagemutiger Mensch, der sich mit großem Können und unermüdlichem Einsatz um die Verletzten kümmert. Erzählt werden diese Jahre an der Front von Friedrich Tönnies, dem jungen Sanitätsgehilfen, der sich freiwillig als Bursche Wilhelm unterstellen lässt und zu seinem treuen Freund wird.
Das Buch hält für den Leser eine Achterbahn der Gefühle bereit. Wir sind angerührt von der Liebesgeschichte zwischen Annemarie und Wilhelm. Wir erschauern, wie zunehmende Judenfeindlichkeit langjährige Freundschaften zerreißt und Spitzeltum um sich greift. Wir sind gelähmt vor Entsetzen über das Menschenschlachten an der Front. Wir sind dankbar, wenn sich mitten im Kugelhagel etwas Menschlichkeit findet. Und weinen über den ertrinkenden Hund Norka. Christian Hardinghaus schreibt klar, schnörkellos, ohne jegliches Pathos, und genau damit packt er den Leser, zieht ihn ins Buch, ins Geschehen, in ein Stück Zeitgeschichte und lässt ihn bis zum Schluss und darüber hinaus nicht mehr los.
Viel gäbe es noch über das Buch zu erzählen. Aber ich kürze ab mit dem Satz, den ich nur ganz selten schreibe: Auch wenn Sie dieses Jahr nur ein einziges Buch lesen wollen - lesen Sie dieses Buch!

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Rezensionen von Gaby 2707:

Mord ist keine Kamelle

Spreewaldrache von Christiane Dieckerhoff

Teambildende Maßnahmen können schon was Schönes sein, wenn man nicht gerade mit seinen Kollegen zum Wursten eingeteilt wird. Kaum hat sich KOM Klaudia Wagner gewünscht doch eher ermitteln zu dürfen, als zu wursten, da werden sie und ihre Kollegen zu einer Datsche gerufen. Dort finden sie einen jungen Mann, der zusammengeschlagen wurde.

Auf einer angrenzenden Wiese findet gerade ein Techno-Festival statt. Besteht hier eine Verbindung? Der junge Mann überlebt schwer verletzt und kann sich an nichts erinnern. Oder will er nicht?
Ein paar Tage später wird in einer anderen Datsche ganz in der Nähe ein toter Obdachloser gefunden.
KOM Klaudia Wagner und ihre Kollegen ermitteln fieberhaft und Klaudia stößt auf einen Streit zwischen zwei Kahnführer-Familien, der schon seit vielen Jahren schwelt.

Dies ist schon der 3. Fall für die Kripo Lübben, bei dem ich Klaudia und ihren Kollegen Frank, Thang, Wiebke, Demel und natürlich PH bei der Ermittlung über die Schulter schauen darf. Es ist immer wieder schön, alte Bekannte zu treffen, wie den alten Kahnführer Schiebschick, der in seinem hohen Alter immer noch die Fließe entlang stakt. Ich finde es toll, dass ich mir auch diesmal die handelnden Personen sehr gut vorstellen kann und ihnen sehr nahe bin. Die persönlichen Probleme der Kommissare treten hier in den Hintergrund bzw. werden nur kurz angerissen, was mir persönlich sehr gut gefällt. Ich mag es zwar, wenn ich die Personen auch im Privaten kennenlerne, doch es darf nicht überhand nehmen.
Die 77 teils kurzen Kapitel lassen sich leicht und flüssig lesen und das Flair des Spreewaldes mit seinen Fließen, Datschen und auch den Menschen ist sehr gut eingefangen und wiedergegeben. Ich habe mich dort auch diesmal wieder richtig wohl gefühlt.
Die Spannung kommt mir in diesem Fall etwas zu kurz. Sie flackert zwar schon im Prolog, der im Jahr 1993 spielt, auf, kann sich aber dann nicht steigern bzw. halten. Vielleicht liegt es an den dauernden Erzählsprüngen, an den vielen Frauen, die hier mitspielen, Jana, Marianne, Mandy - oft nur als "sie" bezeichnet, wobei ich Mühe hatte, zu erruieren, wer nun wer ist. Oder an Verwicklungen, die sich zwar aufklären, mich aber leider diesmal nicht ganz überzeugt haben.
Im Laufe der Geschichte verstehe ich immer besser, was wirklich 1993 geschehen ist. Und es wird hier sehr gut dargestellt, dass Polizeiarbeit nicht immer die komplette Aufklärung beinhaltet, sondern dass es immer wieder vorkommt, dass man den Beschuldigten nicht alles nachweisen kann.
Wieder ein Krimi aus dem Spreewald, der mich sehr gut unterhalten hat und der diesmal von mir mit 4 von 5 Sternen bedacht wird.

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Rezensionen von markus.neuner:

Pflichtlektüre im Physikunterricht

Spreewaldrache von Christiane Dieckerhoff

Der weltbekannte Physiker Albert Einstein und sein langjähriger Mitarbeiter am Institute of Advanced Study, Princeton, New Jersey, USA, Leopold Infeld haben gemeinsam 1938 eines der populärsten wissenschaftlichen Bücher der Neuzeit geschrieben.

Einstein umfasst in seinem Buch den Werdegang der Physik in seiner Geschichte und beschreibt in verständlicher Art seine Arbeit.

Mit diesem Buch gehen sie den Dingen auf den Grund und begeben sich auf eine Reise durch die fantastische Welt der Physik von einem der bekanntesten Physiker der Welt erzählt. Schritt für Schritt werden die einzelnen Themen immer wieder anhand von Beispielen erklärt so das sie auch für den Laien verständlich sind. Es gibt einen Grund dafür warum die Dinge so sind wie sie sind und Einstein liefert die logische Erklärung dafür.

Tauchen sie ein in eine Welt voller Geheimnisse die mehr als fesselt. Die Physik ist eine Welt die zum Staunen anregt und uns bewegt. Die Leser werden zum Denken angeregt. Erleben sie mit den Worten Einsteins die genaue Aufteilung der physikalischen Vorgänge und lassen sie sich mitreißen von einem Buch das keine Fragen offen lässt.

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Rezensionen von markus.neuner:

Dieses Buch eröffnet einem Welten....

Einstein in 30 Sekunden von Brian Clegg

Der weltbekannte Science-Autor Brian Clegg beschreibt in seinem neuen Buch den Physiker Albert Einstein und seine Arbeit. Ein Kapitel behandelt eine Seite mit einem Thema und das in nur 30 Sekunden auf den Punkt gebracht. Clegg beschreibt den Weg der Arbeit Einsteins, wie ihn die Welt sah und wie er sie durch seine bahnbrechende Relativitätstheorie beeinflusste.

Von einem Studenten dem an Anfang niemand ernstnahm wurde eine der populärsten Wissenschaftler unserer Zeit. Seine Formel E=mc² veränderte unser Weltbild und prägt die Wissenschaft bis heute.

Tauchen sie mit diesem Buch in ein tiefes Geheimnis ein und lernen sie in nur 30 Sekunden pro Seite den Physiker Albert Einstein und seine Arbeit kennen und die Menschen die ihn auf seinem Weg begleitet haben.

Dieses Buch ist ein absolutes Muss für Schüler und Schulen. Es sollte im Unterricht zur Pflichtlektüre werden. Danke.

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Rezensionen von Caroline :

Corey sucht einen Neuanfang

The Ivy Years - Bevor wir fallen von Sarina Bowen

So hat sich Corey ihre Collegezeit nicht vorgestellt: ihm Rollstuhl und ständig darauf achtend, dass die Eingänge barrierefrei und ohne Stufen sind. Nach einem Unfall beim Eishockey kann sie kaum mehr laufen. Trotz dieser Behinderung lässt sie sich nicht abhalten, ihr Studium zu beginnen. Als sie ihre Mitbewohnerin Dana kennenlernt, erkennt sie sofort, dass sie sich gut vertragen werden.

Im gegenüberliegenden, ebenfalls barrierefreien Zimmer stellt sich gleich Adam Hartley vor. Ein komplizierter Beinbruch fesselt ihn für etliche Monate an Krücken. Das gemeinsame Schicksal bringt sie einander näher. Adam, ebenfalls Sportler muss eine Auszeit nehmen und sich mit völlig neuen Problemen herumschlagen.
Corey erkennt recht schnell, dass Adam ihr sehr nahe kommt. Sie weiß jedoch, dass er eine wunderschöne Freundin hat, die ein Auslandssemester in Paris verbringt und dieses bald zu Ende geht. Dann werden die amüsanten Stunden immer seltener werden. Dieses Schicksal scheint unvermeidlich zu sein.

Wie hat es mir gefallen?

Nachdem mir die „True North“ Reihe von Sarina Bowen schon sehr gut gefallen hat und ich die Inhaltsangabe und Leseprobe begeistert gelesen habe, musste ich mir das Buch unbedingt sofort besorgen. Gesagt – getan!

Da meine Mama seit 18 Jahren im Rollstuhl sitzt, hat mich dieses spezielle Thema natürlich besonders interessiert. Wenn man selbst betroffen ist bzw. jemand im nahen Umfeld, dann weiß man über die Probleme, die sich auf Grund der Situation ergeben, genau Bescheid.
Corey muss genau dieses Schicksal erleiden. Sie sitzt seit knapp einem Jahr im Rollstuhl. Um vielleicht irgendwann wieder einmal auf eigenen Beinen stehen zu können, muss sie unzählige Therapiestunden auf sich nehmen. Daher mag ich sie ungemein. Sie stellt sich ihrem neuen Leben. Sie will kein Mitleid. Sie möchte „normal“ behandelt werden.
Als sie Adam kennen lernt, gehen sie gemeinsam auf Entdeckungsreise. Sie suchen Wege, um ohne Treppen in den Speisesaal zu gelangen und wandeln auf neuen Pfaden. Sie perfektionieren ihre Fähigkeiten bei Videospielen und verbringen unglaublich viel Zeit miteinander.
Adams Zeit als „Behinderter“ ist beschränkt. Er weiß das genauso wie Corey und deshalb ist sie auch davon überzeugt, dass ihre Beziehung nur von kurzer Dauer ist. Denn sobald Adam wieder gesund ist und seine Freundin aus Frankreich zurück ist, wird ihre neue Freundschaft auf eine harte Probe gestellt werden. Die große Frage warum Adam mit Stacia zusammen ist, stellen sich wahrscheinlich alle Leser. Sie wird beantwortet, das sei hiermit versichert.

Die Nebenfiguren Dana, Bridger und die anderen Freunde Adams peppten die Geschichte zusätzlich auf.

Das Buch ist vielleicht nicht das Beste in dem Genre aber ich fand es gelungen. Das Drama rund um Corey und Adam hält sich in Grenzen. Beide haben ihr Päckchen zu tragen, aber sie verzweifeln nicht daran, sondern arbeiten daran und wachsen.
Ich muss zugeben, ich freue mich bereits auf den 2. Teil, der Ende Juni erscheinen wird. Die Autorin nimmt heuer auch an der Loveletter Convention in Berlin teil.

www.mariessalondulivre.at

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Rezensionen von rewa:

Beängstigende Wahrheiten

Der Lügenpresser von Livia Klingl

Der 62 jährige Journalist und Historiker, Dr. Karl Schmied, kann im Grunde zufrieden sein mit seinem Leben. Aus einfachen Verhältnissen hochgearbeitet, jahrelang in seinem geliebten Außenressort tätig und neuerdings verliebt in die um einige Jahre jüngere Sonja, die aus Moldawien stammt. Und so beginnt er sich zu erinnern, wie es früher war, als sich Kinder noch an Kleinigkeiten erfreuen konnten, wo alles einfach noch ruhiger und kostbarer war.

Und nun beschäftigen ihn Gedanken, die ihm Angst machen. Wie wird es mit den vielen Flüchtlingen weitergehen, die unser Land überschwemmen? Und wie kann es sein, dass plötzlich Schwule heiraten dürfen? Es gibt viele Themen über die sich Karl tagtäglich aufregt und ungläubig nur den Kopf schütteln kann. Dass die Zukunft nicht rosig aussehen wird, ist ihm auch bewusst. Denn eine politische Mitte gibt es nicht mehr und auch die Technisierung, die bereits in Form von Robotern Einzug hält und viele Menschen arbeitslos macht, ist nicht mehr aufzuhalten. Das Wichtigste aber für ihn ist, dass er seine Arbeit und Sonja liebt. Doch, dass seine ,,heile´´ Welt bald einstürzen wird, ahnt Karl noch nicht.
Die Autorin, Livia Klingl, die als Kriegsberichterstatterin und Leiterin des Außenpolitik-Ressorts tätig war, hat als erfahrene Journalistin ihren ersten Roman ,, Der Lügenpresser´´ geschrieben. Wenn man dieses Buch gelesen hat, wird sich sicher das Weltbild ein wenig verändert haben. Livia Klingl hat mit ihrem Protagonisten, Dr. Karl Schmied, eine Figur erschaffen, die sehr an den berühmten ,,Herrn Karl´´ mit Helmut Qualtinger erinnert. Er raunzt, er schwadroniert, im Grunde ist er ein Gutmensch, dem aber viele Dinge gegen den Strich gehen und der seine heile Welt immer mehr in Gefahr sieht.
Der Leser begleitet Karl Schmied in 5 Kapiteln, in denen er seine Monologe hält. Es mag vielleicht für so manchen zu Beginn langweilig erscheinen, aber ich kann versichern, dass man sehr schnell in einen Strudel hineingezogen wird, aus dem man nicht mehr so schnell heraus kommt. Es ist erstaunlich, dass es tatsächlich so viele Themen gibt, die die Menschen nicht nur in Wien/ Österreich, sondern auch in anderen Ländern beschäftigt. Die Autorin provoziert ständig mit ihren teils amüsanten, aber auch sehr heftigen Aussagen, wo einem sprichwörtlich die Luft weg bleibt.
Seite 145: Die Flüchtlingsfrage, und keiner kann mir einreden, dass die nicht noch viel größer werden wird, ist so ein Problem. Alle herein lassen geht nicht. Auch wenn man weiß, dass da Babys im Meer ersaufen und ihre Mütter noch dazu. Alle ertrinken lassen geht auch nicht.
Egal über welches Thema Karl Schmied ,,philosophiert´´ man findet immer wieder Gedanken, die einem schon selbst gekommen sind, wo man Menschen auf den Straßen heftig diskutieren hört und vor allem Geschichten, mit denen uns die ,,Brüllboulevard´´ täglich überschüttet. Die Autorin hat dabei auch sehr aktuelle Geschehnisse in ihrem Buch verarbeitet, was die ganze Authentizität der Geschichten noch verstärkt.
Livia Klingl lässt keine Reizthemen wie Politik, Flüchtlingswelle oder Ausländerkriminalität aus. Aber auch die altbekannten Vorurteile über Schwule oder tätowierte Menschen werden ihrem Protagonisten mit abwerteten oder zynischen Worten in den Mund gelegt.
Wer zart besaitet ist, für den ist das Buch sicher eine schwere Kost. Aber wer es schafft, diesen Roman zu lesen, dem werden sicher die Augen, die vielleicht schon manchmal ein wenig zu sehr geschlossen sind, wieder zu öffnen.
Seite 21: Aber der Onliner ist eben ein Trottel! Trottel sagt man ja auch nicht mehr, das heißt jetzt Person mit Teilleistungsschwäche. Oder mit ohne Intelligenzhintergrund. Und die, die nichts verstehen, die sind jetzt die bildungsfreie Schicht.

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Rezensionen von BarbaraM:

Höllisch garantiert: Lachmuskelkater

Luzifer junior (Band 3) - Einmal Hölle und zurück von Jochen Till

Der oberste Boss der Hölle und Vater von Luzifer Junior ist doch tatsächlich verschwunden und nicht mehr auffindbar! Da bleibt Luzie (= Luzifer junior) nichts anderes übrig, als selbst in Aktion zu treten und die aktuelle Lage zu überprüfen, aber nicht alleine! Er nimmt seine drei menschlichen Freunde Gustav, Aaron und Lilly und natürlich den Spiondämon Auribus mit und sie machen sich auf die Reise in die Unterwelt.

Mit seinem dritten Band „Luzifer junior – Einmal Hölle und zurück“ ist Jochen Till ein weiteres unglaublich rasantes, spannendes und lachmuskelkatergarantiertes Abenteuer gelungen, das im Loewe Verlag erschienen ist und ca. 200 Seiten umfasst. Das Buch ist in großer Schrift zu lesen und in 13 Kapitel eingeteilt. 
Passend zu dem lustiges Schreibstil von Jochen Till wird die Geschichte von vielen Zeichnungen von Raymund Frey begleitet, die Groß und Klein immer wieder ein Grinsen über das Gesicht huschen lassen.

Die Geschichte um Luzifer junior weist unglaublich viele skurrile und humorvolle Ideen auf. So begegnen einem jede Menge Dämonen und sogar ein echter Yeti, bei dem Rätsel gelöst werden müssen. Absolut bemerkenswert sind die vielen Details, die in dem Buch stecken und die das Herzblut aufzeigen, mit dem das Abenteuer verfasst wurde. Wir haben uns bei den Zaubersprüchen teilweise nicht mehr eingekriegt vor Lachen!


Fazit: Wir sprechen eine absolute Kaufempfehlung aus, für Jungen und Mädchen ab 9 Jahren, die ein spannendes und lustiges Abenteuer in der Hölle erleben wollen (also nichts für schwache Nerven!!!). Ein teuflisches Feuerwerk voller höllischer Ideen!

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