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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von manu63:

Dumm gelaufen

Blackwood Caslte ist ein Thriller der Autorin Shannon Crowley und sie lässt wieder Inspector Dunn ermitteln. Der hochverschuldete Anwalt Andrew Collins wird zufällig in eine Entführung hineingezogen und er wittert eine Chance seine Schulden los zu werden, als er glaubt im Entführungsopfer die Bankierstochter zu erkennen die kürzlich entführt wurde und für deren Freilassung eine hohe Summe gefordert wird.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir weil er flüssig und ohne Schnörkel ist. Die Geschichte wird im Laufe des Lesens immer dynamischer und fast konnte mir Andrew leid tun weil so viel schief lief. Aber nur fast, er schlittert immer tiefer in die Geschichte bei der er bald die Führung verliert. Die Hauptcharaktere finde ich gut ausgearbeitet wobei die Nebenpersonen eher blass bleiben. Das Ende der Geschichte fand ich passend, auch wenn einige der Widrigkeiten die Andrew im Laufe der Geschichte passieren doch ein wenig konstruiert wirken. Wobei das wahre Leben oft die skurrilsten Szenarien entwirft die wenig glaubhaft wirken, daher darf ein Autor bei mir auch mal etwas dramatischer werden. Von mir kommt eine klare Leseempfehlung.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Wo ist Andrea?

Steirerquell von Claudia Rossbacher

In ihrem nunmehr achten Fall ermitteln Sandra Mohr und Sascha Bergmann im Fall der vermissten Andrea. Andrea ist Sandras Freundin und gilt als Frau, die wenig anbrennen lässt. Während sich Sandra und Sascha noch weitere Schritte überlegen, werden sie zu einem Brand mit Leiche just in jene Region der Steiermark gerufen, in der sich die Abgängige aufhalten wollte …

Meine Meinung:

Claudia Rossbacher ist es wieder perfekt gelungen, einen dramatischen und fesselnden Krimi zu schreiben.

Lange führt sie die Leser mit lauwarmen Fährten an der Nase herum. Sandra ist aufgrund ihres Naheverhältnisses zur Vermissten naturgemäß besonders engagiert. Die Grenze zwischen professioneller Distanz und Befangenheit ist eng gesteckt, doch siegt die Ermittlerin über die Freundschaft. Eine spannende Gratwanderung. Es dauert diesmal eine geraume Zeit bis der Leser den Täter ausfindig machen kann.

Die bewährten Dialoge zwischen dem aus Wien zugereisten Bergmann und der, aus der Krakau stammenden Steirerin, Sandra Mohr sind wieder herzerfrischend. Womanizer Bergmann kommt diesmal ins Grübeln, als er erfährt dass sein Ex-Frau ihren Chef heiraten will und der Sarah, ihre kleine Tochter, die zwar ein Kuckuckskind ist, an der Sascha aber sehr hängt, adoptieren will. Soviel Feingefühl und Empathie hat man ihm gar nicht zugetraut. Die alte Weisheit „harte Schale, weicher Kern“ scheint sich hier wieder einmal zu bestätigen.

Ein wahrlich diabolischer Cliffhanger offenbart sich, als Sascha von der Existenz eines weiteren Kindes, einem volljährigen Sohn erfährt.
Das macht Lust auf Fall Nummer 9, der hoffentlich nicht lange auf sich warten lässt.

Fazit:

Wieder ein fesselnder Krimi, der sich in einer Nacht lesen lässt. Gerne gebe ich 5 Sterne.

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Rezensionen von begine:

Manipulation

#egoland von Michael Nast

#egoland ist ein interessanter Roman von Michael Nast. Er fängt mit dem Selbstmord des Schriftstellers Andreas Landwehr an. Seine Eltern bitten seinen Freund Michael Nast, Andreas letztes Manuskript fertig zu stellen.
Sie waren zwar befreundet, aber auch Konkurrenten. Er bemerkt, das Andreas Roman auf wahre Begebenheiten beruht.

Michael lernt Andreas Ansichten erst bei dieser Arbeit erst so richtig kennen.

In diesem Roman spielen viele Personen mit, ich kann leider mit keinem warm werden. Dafür ist mir die Szene wohl etwas fremd. Mit der Zeit war es dann ganz interessant.
Der Handlungsort ist Berlin, mit den Mitwirkenden Andreas, Christoph und noch ein paar mehr.
Andreas denkt, man muss Grenzen überschreiten, um etwas Bedeutendes zu schaffen.
Was wäre wenn er Christoph beeinflussen kann und darüber schreibt. Wenn Figuren wirklich leiden interessiert das den Leser. Nach einer Schreibblockade bekommt Andreas dadurch neuen Antrieb und schreibt es auf.
Michael kniet sich so in Andreas Geschichte, das er sich fühlt wie ein Doppelgänger Andreas. Der ist dann immer wieder für eine Überraschung gut.
Das soll eine wahre Begebenheit sein, ob es stimmt weiß ich nicht. Vielleicht ist das ist ja das Besondere an dieser Geschichte.
Der Roman des Autors Michael Nast bringt eine interessante Art zu Tage.
Der Schreibstil des Autors ist locker und spritzig.

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Rezensionen von B?cher1990:

Rezension

Das Tiroler Vier-Jahreszeiten-Wanderbuch. 102 Wandertipps für Frühling, Sommer, Herbst und Winter von Hubert Gogl

„Das Tiroler vier Jahreszeiten Wanderbuch“ von Hubert Gogl erschien 2018 im Tyrolia Verlag und bietet auf seinen 235 Seiten insgesamt 102 Wandertipps aus allen Tiroler Bezirken. Jede Wanderung wird auf zwei Seiten ausführlich erklärt und es finden sich zB. Informationen zu Anfahrt, Schwierigkeitsgrad, Dauer, Höhenmeter und Einkehrmöglichkeiten.

Farbfotos und eine Karte mit eingezeichneter Wanderroute geben dem Leser zusätzlich das Geführ gut informiert in die Wanderung zu starten. Empfehlenswert für all jene, die zu jeder Jahreszeit die Wanderlust überkommt.

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Rezensionen von spozal89:

Nicht so gut wie erwartet

Nichts ist gut. Ohne dich. von Lea Coplin

Klappentext:
Sechs Jahre lang haben sich Jana und Leander nicht gesehen. Als Kinder waren sie unzertrennlich – bis zu diesem einen, verhängnisvollen Abend im August, als Janas Bruder Tim bei einem Autounfall ums Leben kam. Leander fuhr den Wagen. Und verschwand danach aus Janas Leben. Kein Wort haben sie seitdem gewechselt, wissen nichts mehr voneinander.

Und jetzt steht er plötzlich vor ihr. Mit seinen hellblauen Augen. Und die Anziehungskraft ist so viel größer als Jana wahrhaben will. Sechs Jahre hat sie versucht, ihn zu hassen. Und nun ist er da, aus einem wirklich guten Grund: Er ist hier, damit sie ihn rettet. Nur weiß er das selbst noch nicht.

Das Cover des Buches fand ich unglaublich schön, weshalb ich auf die Geschichte aufmerksam wurde. Der Klappentext versprach dann auch noch eine gefühlvolle und berührende Geschichte, sodass ich mich gleich daran machte es zu lesen.

Leider hat mich die Gescchichte um Jana und Leander nicht wirklich mitgenommen. Ich fand die Handlung ein wenig langatmig und ziemlich im Kreise drehend. Ich konnte nicht ganz nachvollziehen, wieso sich beide immer wieder von einander entfernten und wieso sie sich nicht wirklich endlich mal aussprechen. Das war mir alles leider ein wenig zu kindisch und wenig realistisch. Auch der Hintergrund der beiden, der Tod des Bruders bzw. besten Freundes, war mir mit zu wenig Tiefgang erzählt und da hätte ich mir viel mehr Infos dazu gewünscht.

Schön fand ich das die Kapitel immer abwechselnd aus Janas und Leanders Perspektive geschrieben waren. Durch die flüssige Erzählweise und die doch recht kurzen Kapitel kam man recht flott durch das Buch.

Dennoch hat es mich gut unterhalten und ich würde jetzt nicht sagen das die Story gänzlich schlecht ist. Nur leider hätte ich mir wie gesagt mehr Emotionen gewünscht und ich habe schon viele bessere Jugenbücher gelesen. Daher vergebe ich drei Sterne.

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Rezensionen von spozal89:

Ein spannender Jugendthriller

Fanatisch von Schröder Patricia

„Stelle dich niemals gegen den göttlichen Willen! Es könnten furchtbare Dinge geschehen.“

Mit dieser Nachricht beginnt für Nara ein Albtraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Wer hat ihr den handgeschriebenen Zettel zugesteckt und bedrängt sie mit weiteren SMS? Warum ist plötzlich der Hund ihres kleinen Bruders spurlos verschwunden? Als die 17-jährige ihren Verfolger auf die Spur kommen will, findet sie sich kurze Zeit später in einem Verlies wieder: gefesselt, ohne Licht, die Einsamkeit nur unterbrochen von merkwürdigen Ritualen.

Sechs Tage dauert ihre Tortur, dann ist sie frei. Ebenfalls die 5 weiteren Mädchen, die mit ihr in Gefangenschaft waren. Doch der Täter hat sie weiterhin in der Hand: Ein Wort zu ihrer Familie und ihrem kleinen Bruder werden schreckliche Dinge zustoßen! Nara ist verzweifelt. Was will der Entführer nur von ihr und den anderen Geiseln? Gegen welche göttlichen Gesetze soll sie verstoßen haben? Mit der Zeit wird ihr klar, dass sie eine besondere Rolle im Plan ihres Peinigers spielt und nur sie das angekündigte große Unheil abwenden kann.

Mein erstes Buch von Patricia Schröder und mein erster Jugendthriller den ich bisher gelesen habe. Eigentlich reizen mich Thriller nicht, aber der Klappentext des Buches gefiel mir so gut, dass ich es gewagt habe, das Buch zu lesen.

Mir hat die Geschichte gut gefallen und ich fand die Handlung doch recht spannend, auch wenn ich persönlich recht bald eine Ahnung hatte, wer hinter dem ganzen fanatischen Ritualen steckt. Nara mochte ich gerne aber teilweise habe ich ihr handeln nicht ganz verstanden. Manchmal waren mir die Erklärungen ein wenig zu langatmig und viele Gedanken haben sich öfters wiederholt und für mich waren es am Ende dann noch zu wenige Infos über die Gedanken bzw. Taten der Fanatiker. Trotzdem wurde ich gut vom Buch unterhalten, daher vergebe ich vier Sterne.

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Rezensionen von Pink Anemone:

Ein packender Thriller der nichts für schwache Nerven ist und man auch in die kranke Gedankenwelt des Täters blickt. Ein wahrer Pageturner!

Die perfekte Gefährtin von Fields Helen

WIE WEIT WIRD ER GEHEN, UM DIE PERFEKTE FRAU ZU FINDEN? ... In der Nähe von Edinburgh werden in einer abgebrannten Waldhütte die Überreste einer Frauenleiche gefunden. Nur wenige Gewebespuren führen zu dem Schluss, dass es sich bei der Toten um die vor Tagen verschwundene Anwältin Elaine Buxton handelt.

Detective Luc Callanach, der gerade erst seinen Dienst bei der Police Scotland angetreten hat, leitet die Ermittlungen. Doch er ahnt nicht, dass die echte Elaine Buxton noch lebt und in einem Keller gefangen gehalten wird ― von einem Mann, der nur einen Wunsch hat: die Frau zu finden, die er in seine perfekte Gefährtin verwandeln kann. Wird Callanach das Rätsel lösen, bevor der Täter die Geduld mit seinem Opfer verliert? ... (Klappentext)

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"Mit beinahe väterlicher Fürsorge legte er den Körper ab und breitete die Glieder aus, damit die Luft frei um die Haut zirkulieren konnte." (S. 7 - Anfang)

Der erste Satz und schon ist man mitten drin im Thriller. Hier wird nicht lange rumgefackelt und ab diesem Zeitpunkt kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Da wäre ein schottischer Franzose der in Edinburgh einen Neuanfang wagt und es dort nicht nur aufgrund seines Akzents schwer hat, sondern auch wegen seines Aussehens. Er könnte nämlich durchaus als "Unterwäschemodel" (Buchzitat) durchgehen.
Wenn er dann auch noch so ein eitler und/oder aalglatter Fatzke gewesen wäre, dem immerzu die Sonne aus dem Arsch scheint, hätte ich wohl genau an dieser Stelle das Buch zugeklappt. Doch DI Luc Callanach ist alles andere als eitel oder aalglatt und die Sonne scheint ihm so viel aus dem Arsch, wie es die Sonne in den schottischen Highlands im Herbst zu tun pflegt. Er ist nämlich keineswegs auf den Mund gefallen, etwas griesgrämig und direkt. Blöd kommen braucht ihm auch keiner und schnell wird dem Leser klar, dass hier ein kompetenter Ermittler am Start ist. Immerhin ehemaliger Interpol-Agent und mit allen Wassern gewaschen. Außerdem wird sein tolles Aussehen kein weiteres Mal mehr erwähnt, was meine kleine Befürchtung war.
Weshalb er seinen Job aufgab, um zur schottischen Polizei zu gehen und regelrecht aus Frankreich geflüchtet ist, bleibt lange sein Geheimnis, über das er nicht reden möchte. Sicher ist, dass er daran ordentlich zu knabbern hat.
Kaum hat er seinen Dienst angetreten wird eine bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche gefunden. Die wenigen Hinweise, welche sichergestellt werden konnten, weisen auf die vermisste Anwältin Elaine Buxton hin. Doch irgendwas kommt DI Callanach suspekt vor und sein Bauchgefühl sagt ihm, dass daran etwas nicht stimmt.

Hier eröffnen sich dem Leser zwei Handlungsstränge in denen man zum Einen DI Collanach begleitet.
Im zweiten Handlungsstrang taucht man in die kranke Gedankenwelt des Täters Dr. Reginald King ein. Ein Komplexhaufen mit verschrobener Wahrnehmung und der gerne Gott spielt. Er möchte sich eine perfekte Gefährtin kreieren, die ihm ebenbürtig ist. Natürlich muss diese schon vorher intelligent sein und eine starke Persönlichkeit besitzen. Für den Vorgang setzt er grausame Foltermethoden als Erziehungsmaßnahme ein, um sie zu biegen und zu brechen, bis sie so ist, wie sie in seinen Vorstellungen sein soll. Dafür sind jedoch auch Opfer notwendig.

"Mit der Ausnahme des schreienden, wimmernden, sabbernden, plärrenden Haufens lebendigen Fleisches war alles um ihn herum verblasst. Kein peripheres Sehen hätte ihn ablenken können, und er hatte außer ihren animalischen Schreien nichts mehr gehört. Das waren die intensivsten, konzentriertesten Sinneseindrücke, die er je erlebt hatte." (S. 33)

In diesem Thriller ist dem Leser von Anfang an klar wer der Täter ist, doch das nimmt dem keineswegs die Spannung. Im Gegenteil, denn das Interessante und vor allem das Spannende ist hier die Ermittlungsarbeit. Die Autorin überlässt hier nichts dem Zufall, wie es in so manch anderen Thrillern und Krimis nur allzu häufig vorkommt.

Auch die Charaktere sind gut gezeichnet und authentisch. DI Collanach hat zwar durchaus ein mehr oder weniger privates Problem, doch das führt bei ihm weder zu dem mittlerweile thrillerüblichen Alkoholismus, noch steht dieses Problem im Vordergrund. Hier wird also keineswegs über Seiten hinweg rumgejammert. Für mich ist das ein großer Pluspunkt.

Der Schreibstil ist bildhaft und erzeugt wahres Kopfkino.
Der Plot ist außergewöhnlich, durchwegs spannend und enthält mehrere überraschende Wendungen.
Obwohl es bezüglich des Täters keine Überraschung geben kann, enthält dieser Thriller einen spannenden Showdown, der einem mitfiebern lässt.

Fazit:
Hier hält man wirklich einen wahren Pageturner in der Hand und ich habe diesen Thriller in kürzester Zeit verschlungen.
Nun hoffe ich, dass auch die weiteren Teile dieser Reihe nicht allzu lange nach der englischen Erstveröffentlichung, auf sich warten lassen.
By the way - dieser Thriller ist angeblich ab 16 Jahren, also ein Jugendthriller, was ich aufgrund der bildhaften Beschreibung von so mancher Gewalttat eher bezweifle.

© Pink Anemone

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Rezensionen von lucky-i@web.de:

Hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt

DUMPLIN' von Julie Murphy

Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, da es recht vielversprechend klang. Am Ende war ich jedoch enttäuscht von "Dumplin'" und meine Erwartungen wurde leider nicht erfüllt.


Dumplin' handelt von der 16-Jährigen Willowdean aus Texas. Sie bezeichnet sich selbst als 'fett' und ihre Mutter nennt sie auf Grund ihres Übergewichts liebevoll Dumplin', Knödel.

Will hat kein großes Problem mit ihrem Gewicht, doch andere wie ihre Mutter würden es lieber sehen, wenn sie abnehmen würde. Laut ihre Mutter könnte sie sonst nie glücklich werden, doch Will denkt ganz anders. Schließlich hat sie ihre beste Freundin El und auch der süße Bo von der Arbeit scheint Interesse an ihr gefunden zu haben. Um es ihrer Mutter - und allen anderen - zu beweisen, meldet sich Will spontan zum Miss Teen Blue Bonnet Schönheitswettbewerb ihrer Stadt an, der ihre Mutter vorsitzt. Jetzt bleibt ihr eigentlich auch nichts anderes mehr übrig, als den Wettbewerb durchzuziehen. Hätte sie sich bloß nicht mit El gestritten und wäre zu einer Art Vorbild für eine Gruppe Mädchen an ihrer Schule geworden - und wäre mit Bo noch alles wie früher...

Anfang hat mir die Geschichte noch gut gefallen und Will war mir als Protagonistin durchaus sympathisch. SIe hat sich nicht alls gefallen lassen und wirkte sehr selbstbewusst, wie sie mit ihrem Badeanzug im Schwimmbad stand und mit Bo auf der Arbeit flirtet. Dann jedoch wurde sie mir immer unsympathischer. Sie wirkt stellenweise sehr egoistisch und provoziert einen Streit mit ihrer besten Freundin. Auch ihrem neuen Freundeskreis, bestehend aus den Mädchen, denen sie durch ihre Teilnahme am Wettbewerb zum Vorbild wird, schließt sie sich anfangs nur widerwillig an. Gegenüber einigen der Mädchen verhält sie sich zudem nicht nur ignorant, sondern bringt ihnen auch die gleiche, voreingenommene Haltung gegenüber, sie sie an anderen stört. Dafür wird sie für mich nicht nur problematisch, sondern auch oberflächlich. Anfangs konnte ich noch verstehen, warum Bo und Mitch Will so sehr mögen, ab der Mitte konnte ich dies dann jedoch nicht mehr verstehen. Nicht, weil es unglaubwürdig ist, dass ein als überdurchschnittlich attraktiv beschrieber, schlanker Junge sich für die übergewichtige Will interessiert, sondern weil ich ihren Charakter nicht mag. Allgemein wirkt nicht nur sie sondern vieles in der Geschichte sehr oberflächlich, nicht zuletzt das Konzept des Schönheitswettbewerbs. Ich glaube, Will hat sich im Unterbewusstsein auch viel durch ihre Mutte beeinflussen lassen und die Mutter-Tochter Beziehung hat einen wichtigen Bestandteil der Geschichte ausgemacht. Es war schön zu sehen, wie sie sich doch langsam angenähert haben und hoffentlich den Tod von Tante Lucy verarbeiten könne. Ein weiterer Lichtblicke sind für mich Charaktere wie Millie, Hannah und Amanda, die sich nichts sagen lassen, einfach ihr Ding durchziehen und dabei auch noch freundlich und hilfsbereit sind. Obwohl auch sie nicht gerade das Mädchen verkörpern, das andere Leute bei einem Schönheitswettbewerb sehen, gehen sie die neue Aufgabe offen und selbstbewusst an (hier versteckt Murphy auch noch recht offen eine Sozialkritik an den in den USA nach wie vor sehr beliebten Schönheitswettbewerben).

Obwohl ich Murphys Schreibstil mag, der sich sehr flüssig liest und das Buch auf Grund seiner recht kurzen Kapitel gut strukturiert ist, hat sie mich ab der Mitte durch den Plot verloren. Die Story finde ich nach wie vor interessant, jedoch konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Teilweise sehr stigmatisiert und klischeehaft, zudem vorhersehbar. Trotz guter Herangehensweise und wahrscheinlich nobler Intention ist mir Will als Protagonistin zu problematisch, weswegen ich das Buch nicht ausdrücklich empfehlen würde. Ihre Einstellungen zu anderen Personen, die ebenfalls nicht dem Idealbild des Mädchens entsprechen, das man als Teilnehmerin eines Schönheitswettbewerbs sieht, hat mich mehr als einmal geärgert. Das Ende war dann doch wieder recht nett und realistisch und auch während des Lesens habe ich mich unterhalten gefühlt. Ich finde es toll, dass Will so offen mit ihrem Körper umgeht und Murphy sie als Protagonistin ausgesucht hat. Auch, dass sie sich letzten Endes doch treu bleibt und ein wenig umgänglicher wird, war eine nette Veränderung. Jedoch würde ich behaupten, dass sie, um ihrer Intention gerecht zu werden, Will in eine andere Richtung hätte konzipieren sollen.

Ich gebe Dumplin' noch 3/5 Sternen und freu mich auf das Sequel, das mit Millie meine Lieblingsfigur aus dem Buch zur Protagonistin macht.

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Rezensionen von Lotta:

Grandiose Fortsetzung mit unerwarteten Wendungen

Scythe - Der Zorn der Gerechten von Neal Shusterman

!Achtung, es handelt sich hierbei um den zweiten Teil von Scythe!
Die Einstellung gegenüber der Nachlese scheint das Scythetum zu spalten. Diese Auswirkungen sind Citra und Rowan bewusst. Nur Citra hat die Ausbildung bestanden und erregt mit ihrer Methode des Nachlesens für Aufsehen, während Rowan als Scythe Lucifer gegen die Scythe arbeitet.

..

Die Leseprobe reicht vollkommen aus, um wieder vollständig in einer Möglichen Version der Zukunft einzutauchen. Neal Shusterman schafft es innerhalb weniger Sätze den Leser in seinen Bann zu ziehen und das Buch nicht mehr weglegen zu lassen.
Dabei wechseln die Perspektiven fröhlich hin und her. Zudem gibt - anders als noch in Band 1 - der Thunderhead meist an Kapitelenden Einblicke in sein Sein als KI. Gerade diese kurzen Abschnitte sorgen für unterschiedliche Meinungen, ich fand sie hoch interessant und mit sehr viel Feingefühl geschrieben.
Einige Dialoge und Reaktionen lassen den Leser selbst in den ernsthaftesten Szenen schmunzeln oder spiegeln die eigenen Emotionen nur zu gut wieder.

Die Charaktere machen wie schon im ersten Band eine unglaubliche Entwicklung durch, die man nicht immer glauben möchte...
Kurze vorhersehbare Momente, werden abgelöst von absolut unerwarteten Wendungen, die definitiv nicht immer erwünscht sind.

Insgesamt eine absolut grandiose Fortsetzung mit viel Spannung in einer sehr gut ausgearbeiteten dystopischen Welt. So bewerte ich dieses Leseerlebnis mit 5 von 5 Sternen und weiß nicht, wie ich die Zeit mit anderen Büchern füllen soll, bis 2019 endlich der nächste Teil erscheint...

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Rezensionen von robert.wentz@gmx.at:

Nur scheinbar ein sachliches, tatsächlich aber ein sehr polemisches Buch

Scythe - Der Zorn der Gerechten von Neal Shusterman

Bei der Lektüre des Buches hatte ich - je länger, je mehr - das Gefühl, dass der Autor von einer zunächst durchaus sachlichen Analyse dessen, was unter Armut jeweils verstanden werden kann, zu einem immer stärker polemisch gearteten Stil übergeht. Seine Polemik richtet sich im Grunde gegen jede Maßnahme, die die Armut nicht nach kapitalistischer Marktlogik bekämpfen will.

Pauschalisierend und seiner Marktdiktion folgend bezeichnet der Autor diese Ansätze denn auch mit "Wohlfahrtsindustrie" o. ä.
Man kann sich durchaus die Frage stellen, was dieses Buch tatsächlich Neues bringt, einmal abgesehen von diversem aktuellen statistischen Zahlenmaterial. Aber zu den bereits bestehenden Definitionen, was unter Armut jeweils verstanden werden kann, fügt der Autor keine Neue hinzu - im Gegenteil: er beschränkt sich überwiegend auf die monetäre Sichtweise von Armut. Zur Frage, wie Armut möglichst vermieden werden kann, vertraut der Autor - wie schon Adam Smith - auf die unsichtbare Hand des Marktes. Nur Maßnahmen, die marktkonform sind, seien zur Reduzierung von Armut geeignet.

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