Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lagoona:
Es kommt immer anders, als man denkt
Iron Flowers Die Rebellinnen 25.04.2018. Hardback. von Banghart Tracy
Zwei Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.
Zwei Zukunftsträume, die nicht weiter auseinander liegen könnten.
Zwei Welten, in denen alles komplett anders läuft.
Nomi und Serina haben beide ihre ganz eigene Vorstellung vom Leben.
Nomi ist ein wenig frech und will die Welt erobern.
Sie möchte frei sein und ihr Leben leben. Sie liebt es Bücher zu lesen,
obwohl ein striktes Leseverbot für Frauen besteht.
Serina ist brav und kennt ihre Aufgaben. Etwas Verbotenes tun würde ihr nie in den Sinn kommen.
Sie träumt davon am Palast des Thronfolgers als Grace auserwählt zu werden.
Eine ehrenvolle Aufgabe, die zwar große Treue vorraussetzt, aber ihr auch ein wunderbares
Leben in Wohlstand garantieren würde. Zumindest denkt sie das und richtet ihr ganzes Leben darauf aus endlich erwählt zu werden.
Nomi möchte sie gerne als Dienerin mit in den Palast nehmen, damit sie immer zusammen sein können.
Aber wie sagt man so schön, manchmal kommt es eben ganz anders als man denkt.
Durch einen winzig kleinen Fehler befinden sich die Schwestern plötzlich in einer sehr brenzlichen Situation
und sind von nun an jede auf sich alleine gestellt.
Mein Fazit:
Iron Flowers hat sich sehr gut und leicht lesen lassen.
Mir hat es gefallen, dass die einzelnen Kapitel aus den verschiedenen Sichtweisen der Schwestern geschrieben sind.
Anfangs war mir Nomi wesentlich sympathischer als Serina, was sich im Laufe des Buches dann aber ein wenig geändert hat.
An manchen Stellen hätte ich mir vielleicht ein bisschen weniger Naivität für beide gewünscht, im Großen und Ganzen mochte ich sie aber beide ganz gern.
Ich gebe 4 gute Sternchen und bin dann mal auf den zweiten Teil gespannt, der leider noch ein Weilchen auf sich warten lässt.
Rezensionen von Schmiesen:
Rebellion geht anders
Iron Flowers Die Rebellinnen 25.04.2018. Hardback. von Banghart Tracy
"In Viridia wurden Frauen unterdrückt, weil die Männer Angst vor ihnen hatten."
Die Schwestern Nomi und Serina wachsen in einer Welt auf, in der Frauen alles untersagt ist: Lesen, Schreiben, Verkaufen, Tauchen. Ihre Aussichten bestehen darin, Dienerin, Ehefrau oder Grace am Königshof zu werden.
Auf Letzteres arbeitet Serina hin, und siehe da: Sie wird als Anwärterin für die Region Lanos an den Hof geschickt, zusammen mit Nomi als Zofe. Doch dann kommt alles ganz anders, und die Schwestern werden getrennt. Der Kampf beginnt.
Dieses Buch lässt mich mit einer gähnenden inneren Leere zurück. Es hat Folgendes in mir ausgelöst: Nichts. Weder emotional, noch rational konnte ich "Iron Flowers" irgendetwas entnehmen. Doch es war kein per se schlechtes Buch. Es bewegt sich für mich in einem unteren Mittelfeld, das eigentlich kaum erwähnenswert ist. Der Schreibstil ist solide, nicht zu repetitiv, nicht zu gekünstelt, aber auch nicht gerade anspruchsvoll. Die Geschichte geht voran, die Charaktere entwickeln sich, aber immer alles in einem vorher festgesteckten Rahmen - und da beginnt meine Kritik.
"Iron Flowers" ist so ein Buch, das sich selbst beschränkt. Zwar handeln die Charaktere häufig entgegen den Erwartungen, doch genau dadurch wird dieses konträre Handeln extrem vorhersehbar. Immer gibt es zwei Möglichkeiten, wie die Protagonistinnen handeln könnten, und sie entscheiden sich in den meisten Fällen für die rebellische Variante. Das lässt wenig Spielraum für Überraschungen. Es ist, als hätte die Autorin vor dem Schreiben genau festgelegt, bis wohin die Geschichte laufen kann, nur den Sprung darüber hinaus hat sie nicht gewagt. So ist es mir nie gelungen, in diese Geschichte einzutauchen und in der Welt aufzugehen, wie ich es von guten Jugend- und Fantasybüchern erwarte. Ich war mir immer vollständig bewusst, dass ich lese. Und ja, das ging zwar flott, aber nicht, weil es so spannend gewesen wäre, sondern weil es einfach seichtes Geplänkel ist.
Soweit, so gut. Dann haben wir da ja noch das grundlegende Thema: Feminismus. Oder so. Das Ganze beschränkt sich auf die Wiederholung immer gleicher Floskeln: Frauen dürfen dies nicht, Frauen dürfen das nicht, für den Harem der Könige sind sie gut, Schönheit, Grazie, Anmut, aber eigentlich wollen sie Freiheit. Okay. Nomi vertritt diese Ideal von Anfang an, Serina wächst in sie hinein. Oder soll ich sagen: wird hineinkatapultiert, denn ihre Entwicklung ist in etwa von Rebellinnenstatus 0 auf Rebellinnenstatus 100. Am Ende ist sie so hart, dass sie mit Schussverletzung und gebrochener Rippe Leichen einen Berg hochträgt. Hust. Stringenz ist nicht die Stärke der Autorin. Einem fesselnden, ansonsten großartigen Buch würde ich solche Logikfehler verzeihen, aber bei Büchern wie "Iron Flowers" verschlechtert das meine Meinung nur noch mehr.
"Iron Flowers" bleibt weit hinter seinen Möglichkeiten zurück und strotzt nur so vor altbekannten Elementen aus Selection und den Tributen von Panem. Für die gesamte Handlung vergebe ich 2 Sterne, nur das unvorhergesehene Ende entlockt mir noch ein zusätzliches halbes Sternchen. Wer gerne in Fantasywelten versinkt, dem sei dieses Buch nicht empfohlen.
Rezensionen von gerkenfranziska@gmail.com:
Kein schlechtes Buch - aber auch kein gutes.
Iron Flowers Die Rebellinnen 25.04.2018. Hardback. von Banghart Tracy
Meine Meinung:
Die Geschichte fängt schnell – vielleicht schon zu schnell – an. Die wichtigsten Informationen werden kurz abgehandelt. Große Beschreibungen zur Welt und zu der Umgebung sucht man vergebens.
Dafür bekommt man zwei Protagonistinnen, die durchaus interessant wirken in ihrer Verschiedenheit.
Dass die Story abwechselnd aus Sicht der einen Schwester und dann wieder der anderen erzählt wird, unterstützt diesen spannenden Kontrast. Leider bleibt dieser positive Eindruck der beiden Mädchen aber nicht lange bestehen. Mit dem Verlauf der Geschichte entwickeln sich zwar beide weiter, allerdings teilweise wenig nachvollziehbar, zu schnell oder in eine enttäuschende Richtung.
Auch die Nebencharaktere konnten nicht glänzen, bleiben sie doch alle zu blass und oberflächlich. Selbst bei den Bösewichten wurde viel Potential verschenkt.
Es gibt durchaus immer wieder Szenen, in denen wir es z.B. mit Gewalt, brutalen Kämpfen und Intrigen zu tun bekommen. Diese konnten mich aber nicht mitreißen, weil mir die Charaktere einfach nicht wichtig genug waren, oder weil die Geschehnisse immer wieder so vorhersehbar waren, dass keine rechte Spannung aufkommen wollte.
Jetzt habe ich ganz viel kritisiert, dabei würde ich das Buch nichtmal als schlecht bezeichnen. Die Idee zur Geschichte mit der feministischen Thematik gefällt mir sehr und der Schreibstil ist wirklich angenehm und sorgt für ein entspanntes und flottes Lesen. Gerade deshalb ärgere ich mich wohl so über die Kritikpunkte – weil ich mir wünschen würde, das Buch zu mögen. Die Geschichte hat so viel Potential, das in meinen Augen verschenkt wurde.
Fazit: Kein schlechtes Buch – aber auch kein wirklich gutes.
Rezensionen von Gaby 2707:
Ein Leben fast wie im Paradies
Die Inselgärtnerin von Sylvia Lott
„Wer Anderen eine Blume sät, blüt selber auf“
Bei Sonja Janssen, 38, läuft gerade alles schief. Ihr Mann Michael hat sich in eine Jüngere verliebt und ist ausgezogen. Aus der Gärtnerei in der sie mit Liebe arbeitet und gerade versucht eine neue Rhododendronzüchtung aufzubauen, flattert ihr die Kündigung ins Haus.
Da scheint es ja gar nicht so schlecht zu sein, dass ihr von ihrer Tante aus Florida ein kleines Häuschen am Strand vererbt wird. Kurzerhand macht sich Sonja von Bad Zwischenahn nach Dolphin Island am Golf von Mexico in Florida auf die Reise. Hier trifft sie nicht nur auf ihr Häuschen im Paradies, sondern auch auf zwei Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Findet Sonja hier ihr Glück, das ihr in Deutschland nicht gegönnt ist?
Sonja verliebt sich, genau wie ich beim Lesen, sofort in diese atemberaubende Landschaft mit ihrer vielfältigen Flora und Fauna. Gleich tun sich bei ihr Visionen auf von Dünengärten bzw. Gärten nur mit Pflanzen aus der Region. Und wer ist hier besser geeignet einen eigenen Gartenbaubetrieb aufzubauen als sie. Doch nicht nur die behördliche Messlatte hängt sehr hoch. Es gibt auch Menschen, die absolut nicht wollen, dass Sunny, wie sie sich hier in Florida nennt, seßhaft wird. Kann sie sich dagegen zur Wehr setzen?
Allein bei den vielen bild- und wortgewaltigen Beschreibungen der Landschaft am Golf von Mexico, den Dünen, den Pflanzen und vor allem den Delfinen, die dort ihre Runden ziehen, bekomme ich sofort Fernweh. Die Menschen, die Sunny hier begegnen sind so herzlich und wohlwollend, nehmen sie gleich in ihre kleine Gemeinschaft auf und helfen, wo sie können. Sunny findet Freunde, die sie nicht mehr gehen lassen wollen. Hier wäre ich gerne mittendrin.
Genauso wie ich gerne bei den Übungsabenden im Kulturzentrum dabei wäre, wo ich beim Lesen den Rhytmus im Blut der Sänger und Sängerinnen spüren kann und anfange selbst mitzuwippen zum Sound der 50er Jahre.
Das Rezept der Key Lime Pie am Schluss des Buches werde ich bestimmt mal ausprobieren.
Als sie sich näher mit dem Nachlass ihrer Tante Sandy beschäftigt, findet sie Briefe und weitere Unterlagen, aus denen sie endlich erfährt, warum ihre Tante hier so zurückgezogen für die deutsche Verwandschaft gelebt hat.
Aber es ist nicht nur eine Liebesgeschichte, die Sylvia Lott hier erzählt. Darin gekonnt eingebettet erfahre ich Vieles über den allgemeinen Klimawandel, der auch den Sunshine State nicht verschont; Naturkatastrophen, wie einen Hurrikan, der die Insel heimsucht; über Delfine, die in Aquaparks trainiert, dessiert und gehalten werden und über Ernest Hemingway, den wohl bekanntesten amerikanischen Schriftsteller des letzten Jahrhunderts. Beim LookaLike-Contest in Key West fiebere ich mit Sunny und ihrer Freundin Stormy um den Sieg von Sam, einer der beiden neuen Männer in Sunnys Leben.
Wer wie Sunny einmal eine Auszeit braucht, in amerikanisches Lebensgefühl eintauchen oder nur schnell mal ein paar Stunden abschalten möchte, der ist bei diesem Buch genau richtig. Sommerfeeling, Liebesgeflüster, aber auch ernstere Themen garantiert.
Ich hätte gerne möglichst schnell mehr davon.
Rezensionen von rewareni:
Gin trinken ist auch nicht immer die Lösung
Die Inselgärtnerin von Sylvia Lott
Bis auf die Studentin Susanne, sind die Mitglieder der Verbrecherorganisation bereits alle im vorgeschrittenen Alter. Der selbsternannte Professor Hasso von Lohbergen hat mit Otto, dem Geldschrankknacker, Hans- Dieter, dem Waffennarr und Jürgen, der ebenfalls eine kriminelle Vergangenheit hat, eine Killerorganisation gegründet.
Gerne sitzt man am Abend bei einem Glas Gin beisammen und denkt an die gute alte Zeit, wo Banküberfälle und Auftragsmorde noch gewinnbringend waren.
Da viele ihrer kriminellen Aktionen nicht immer von Erfolg gekrönt sind, muss ein neuer Plan her. Da erinnert sich der Professor an den geheimnisvollen ,,King of Crime´´, der angeblich einen totsicheren Plan für ein großartiges Verbrechen hat. Das einzige Problem besteht nur darin, dass er irgendwo in einem Altersheim lebt. Also beginnt eine lange Suche, wo das kriminelle Quartett noch einige Banken ausrauben wird und noch so manche Leiche mehr oder weniger erfolgreich verschwinden lässt.
Dass der berüchtigte King of Crime, aber schlussendlich doch nicht der Hauptgewinn sein wird, damit hätte wohl niemand gedacht.
Der Autor Jürgen Ehlers hat mit dem Roman ,,Abmurksen und Gin trinken´´ eine humorvolle und aberwitzige Geschichte rund um vier ,,Möchtegern´´ Ganoven geschrieben.
Einen wirklichen roten Faden, der sich durch das Buch zieht, findet man nicht unbedingt und bis man endlich auf den langersehnten,, King of Crime´´ trifft, ist das Buch schon fast zu Ende.
Eine richtige durchgehende Handlung sucht man auch vergeblich, denn es werden im Grunde verschiedene Kurzgeschichten aneinander gereiht.
Was man aber bekommt ist ein flüssiger und humorvoller Schreibstil, wo man die Geschichte von dem Protagonisten ,,Jürgen Ehlers´´ selbst erzählt bekommt. Es gibt viele Szenen die so abgefahren und witzig beschrieben werden, dass man einfach nur den Kopf schütteln kann und man diese Slapstick artigen Bilder, nicht mehr aus den Kopf bekommt. Originelle Geschichten wie ein schokoladengefüllter Osterhase, der als Geld und Schmuck Versteck herhalten muss oder wie man eine Bank mit einer Schubkarre ausrauben kann, lassen schon erahnen, in welche Richtung Humor der Roman geht.
Eingefügt in die Geschichte sind auch drei ,,Märchen´´ die im Grunde kaum etwas mit der Handlung zu tun haben. Sie sind eher gedankliche Einwürfe des Autors die sich hauptsächlich damit beschäftigen, wie die Presse ihre Meldungen an die Menschen weitergibt und wie nahe oder fern sie dabei an der Wahrheit liegen und ob der Leser bereit ist alles was er liest ohne Hinterfragen zu glauben. Dass der Autor aber sehr wohl auch mit ernste Gedanken in dem Buch aufwarten kann zeigt dieser schöne Satz: Wer will die Wahrheit wissen, wenn doch die Lüge so perfekt ist?
Es ist ein Roman mit einem teilweise sehr schrägen Humor, wo man sich einfach darauf einlassen muss.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Schatten der Vergangenheit
In einem anderen Licht von Burseg Katrin
Journalistin Miriam Raven recherchiert für die bevorstehende Verleihung des “Preises für Zivilcourage”, der von der Sartorius-Stiftung ausgelobt wurde.
Während sie sich mit dem Leben der Stifterin beschäftigt, erhält sie mehrere anonyme Briefe, in denen sie aufgefordert wird, Dorothea Sartorius nach “Marguerite” zu fragen.
Miriam entdeckt, dass Dorothea in ihrer Jugend Mitglied einer Splittergruppe der RAF war, die Peter Sartorius entführen und damit inhaftierte Mitglieder der Baader-Meinhof-Bande freipressen sollte. Dass es anders kam, und sich die potentielle Täterin in ihr Opfer verlieben würde, wurde einfach totgeschwiegen.
Diese “andere Licht” stürzt Miriam in einen tiefen Gewissenskonflikt. Und sie hat niemanden, mit dem sie sich austauschen kann, ist doch ihr Ehemann Gregor bei einer Reportage einem Querschläger zum Opfer gefallen.
Was wird Miriam nun tun? Wird sie Dorothea bloßstellen oder weiter schweigen?
Meine Meinung:
Normalerweise bin ich nicht so ein großer Fan von sogenannten “Frauenromanen”, doch dieser hat mich so gefesselt, dass ich ihn in einer Nacht durchgelesen habe.
Die Autorin spinnt eine tolle mehrschichtige Geschichte rund um die Journalistin Miriam, die obwohl der sinnlose Tod ihres Mannes schon zwei Jahre her ist, nach wie vor in tiefer Trauer gefangen ist. Denn sie hat nicht nur Gregor sondern auch das ungeborene Geschwisterchen für ihren Sohn Max verloren.
Ein zweiter, dramatischer Erzählstrang ist Dortheas Biographie. Heute schwerreiche Erbin und Mäzenin, war sie ein ihrer Jugend ein typisches Kind der 1968er. Einem kurzen Beziehung mit Brian Jones von den Rolling Stones, soll ihr Sohn entsprungen sein, den sie zur Adoption freigegeben hat.
Die Hinwendung zu den RAF-Terroristen ist zwar frei erfunden, doch gibt dies die Situation in den 1970er wieder. Ich kann mich noch gut erinnern, dass auf jedem Postamt, jeder Wachstube oder in den Gemeindeämtern die Steckbriefe der Baader-Meinhof-Bande ausgehängt waren. In Wien gab es 1977 einen echten Entführungsfall: Der Textilindustrielle Walter Palmers wurde von drei Studenten entführt und gegen Zahlung eines hohen Lösegelds nach Tagen wieder freigelassen. Das Geld diente zur Finanzierung des linken Terrors und ist nie wieder aufgetaucht.
Die Erkenntnisse, die Miriam aus Interviews mit Dorothea und der letzten anderen Überlebenden gewinnt, lässt sie an ihrem Beruf zweifeln. Schweigen oder Aufdecken? Zivilcourage zeigen?
In der Gestalt von Miriam wird der Konflikt, den auch der eine oder andere Leser (wenn vielleicht auch nur im Kleinen) führen kann, gut herausgearbeitet und authentisch dargestellt.
Das einzige, das mir nicht ganz passend erscheint, ist die Sprache und der Umgang mit dem fünfjährigen Max. Bestimmt ist Max durch den Tod seines Vaters reifer als andere Kid in seinem Alter, doch sein Verhalten wirkt in wenig unnatürlich auf mich.
Dennoch finden die unterschiedlichen Handlungsstränge am Ende zu einer beinahe harmonischen Verknüpfung.
Bei der Gala zur Verleihung des Preises zur Zivilcourage sieht die versammelte Festgesellschaft die Mäzenin in “einem anderen Licht”.
Fazit:
Ein vielschichtiger Roman, der hochpolitisch ist. Man muss nur die Botschaft der Terroristen austauschen. Gerne gebe ich fünf Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Josef Lüthold:
Neuoffenbarungen sind nicht irrtumsfrei.
Von der Hölle bis zum Himmel. Die jenseitige Führung des Robert Blum von Jakob Lorber
Die Bücher von Jakob Lorber sind von sehr unterschiedlicher Qualität. Denn die Diktate an Lorber kamen meistens nicht direkt von Jesus Christus, sondern sie wurden vielfach von geschöpflichen Geistwesen übermittelt, wobei auch eigene Ansichten dieser Geister in die Diktate eingeflossen sind.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Josef LütholdRezensionen von Josef Lüthold:
Neuoffenbarungen sind nicht irrtumsfrei.
Von der Hölle bis zum Himmel. Die jenseitige Führung des Robert Blum von Jakob Lorber
Die Bücher von Jakob Lorber sind von sehr unterschiedlicher Qualität. Denn die Diktate an Lorber kamen meistens nicht direkt von Jesus Christus, sondern sie wurden vielfach von geschöpflichen Geistwesen übermittelt, wobei auch eigene Ansichten dieser Geister in die Diktate eingeflossen sind.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Josef LütholdRezensionen von Bellis-Perennis:
Einem dunklen Familiengeheimnis auf der Spur
Das Grab unter Zedern von Remy Eyssen
Im nunmehr vierten Band um Dr. Leon Ritter, Rechtsmediziner aus Deutschland, der seine zweite Heimat im beschaulichen Städtchen Le Lavandou im Süden Frankreichs gefunden hat, dreht sich alles um Paul Simon. Simon soll vor Jahren seine Tochter Amélie ermordet haben. Nun hat das Berufungsgericht das Urteil gegen ihn aufgehoben und Paul Simon kehrt nach Le Lavandou zurück.
Doch lange kann er sich seiner neuen Freiheit nicht erfreuen. Er wird von der selbsternannten Bürgerwehr attackiert. Dabei will er doch nur den wahren Täter finden. Der neue Ehemann seiner Ex-Frau, ein gescheiterter Immobilienspekulant, hätte ein Motiv, da Amélie Erbin eines großen Vermögens ist.
Dann wird am Strand eine männliche Leiche gefunden, die von Ritters Vorgesetzten als Unfall angesehen wird. Da Leon Ritter an dieser Theorie zweifelt, beginnt er auf eigene Faust zu recherchieren. Dies führt den leicht an Seekrankheit leidenden Rechtsmediziner auf die Insel Porquerolles, wo er auf einige recht interessante Persönlichkeiten trifft und eine weitreichende Entdeckung macht.
Zusammen mit seiner Lebensgefährtin, Capitaine Isabelle Morell stellvertretende Leiterin der Gendarmerie Nationale in Lavandou, ermittelt Leon Ritter mit teils unkonventionellen Methoden. Die Erfolge werden den beiden Recht geben, auch wenn das Chef Zerna nicht passt.
Meine Meinung:
Dem Autor ist wieder ein recht spannender Krimi gelungen.
Leon Ritter entwickelt sich. Er nimmt ein wenig von seiner Umgebung an. Diesmal darf er granteln und bietet vor allem Polizeichef Zerna mehrmals die Stirn, der ihm mit Dr. Bodin einen Konkurrenten vor die Nase setzt.
Remy Eyssen orientiert sich diesmal an zwei authentischen Kriminalfällen aus Österreich, die dem Fall eine recht dramatische Wendung geben. Allerdings, geht über den Querelen in der Dienststelle, ein wenig das Motiv des Täters unter.
Gut gefällt mir, dass Leon Ritter immer das Ohr an den Menschen hat. So spricht er immer wieder mit Außenseitern der Gesellschaft wie Pilar oder lässt sich von seinen Boule-Partnern die Familiengeschichten der Dorfbewohner erzählen.
Dass er einen Tag auf der Insel Porquerolles als „Insel-Doktor“ aushilft, öffnet ihm eine mögliche Perspektive, wenn ihm Dr. Bodin den Job in der Gerichtsmedizin wegschnappt (was ich allerdings weder hoffe noch glaube).
Fazit:
Die Auflösung des Falles, der ja eigentlich aus mehreren Komponenten besteht, wirkt auf mich diesmal ein wenig hastig. Ich habe den höchst subjektiven Eindruck, dass zum Schluss ein paar Seiten fehlen, weil der Fall so abrupt endet. Daher diesmal nur 4 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Wen die Götter vernichten wollen, machen sie zuerst wahnsinnig.
Der Selbstmord Europas von Douglas Murray
Dieses Buch ist akribisch recherchiert und betont sachlich. Es beschreibt die, im wahrsten Sinne des Wortes selbstmörderischen Folgen der islamischen Massenimmigration. Der Autor legt das Versagen der europäischen Regierungen und Medien in dieser Frage rücksichtslos offen.
In 17 Kapiteln listet der Autor die Tatsachen, Versäumnisse, Ursachen etc.
auf, die zur aktuellen Lage geführt haben.
Unter dem Deckmäntelchen der Nächstenliebe und der falschen Propaganda stürmten (und stürmen nach wie vor) hunderttausende, mehrheitlich junge schlecht oder gar nicht ausgebildete Männer Europa, um ihre vermeintlichen Rechte am Wohlstand geltend zu machen.
Was für Kriegsflüchtlinge aus Syrien gedacht war, ist leider völlig aus dem Ruder gelaufen. „Wir-schaffen-das“-Politik der deutschen Bundeskanzlerin und der unterschiedlichsten NGOs, die es penibel verhindern, dass Nicht-Asyl-Berechtigte wieder abgeschoben werden können haben dieses Desaster verursacht.
Die Probleme hier und jetzt sind: Kaum einer der jungen Männer ist für den Arbeitsmarkt wirklich zu gebrauchen, die meisten können weder lesen noch schreiben und haben sich vom “Goldenen Westen“ Wohnung, (arbeitsloses) Einkommen, Sozialleistungen und ein Auto erwartet, wozu sie nicht, aber auch gar nichts beigetragen haben. Nicht erhofft, sondern erwartet.
Aus diffusen Schuldgefühlen, die noch aus dem Dritten Reich stammen (Kap. 10 ab S. 171), hat es die deutsche Bundesregierung verabsäumt, hier rechtzeitig Maßnahmen zu setzen, der ungefilterten Massenzuwanderung Einhalt zu gebieten. Dies führt in weiten Teilen Europas dazu, dass, wie z. B. in Teilen von London, die eigenen Staatsbürger in der Minderheit sind.
"Hätte Enoch Powell jemand 1968 geraten, in seiner Rede die Vorhersage zu wagen, dass noch zu Lebzeiten seiner Zuhörer weiße Briten in ihrer Hauptstadt eine Minderheit sein würden, hätte er diesen Berater als Verrückten entlassen. Selbst sein berühmtester Prophet hat das Unheil, das die Migration über fast alle europäischen Länder bringen sollte, erheblich unterschätzt." (S.27)
Dieses Buch zeigt klar und deutlich, dass “multi-kulti” kläglich gescheitert ist. Denn wie kann es sein, dass nicht die Zuwanderer sich assimilieren müssen, sondern das Zusammenleben mit ihnen muss täglich neu "ausgehandelt" werden muss? Es müsse einen Prozess der gegenseitigen Anpassung geben (siehe S. 63).
Wenn ein Eurpäer in ein islamisches Land reist, so hat er die dortigen Gepflogenheiten wie Bekleidungsvorschriften, Umgang mit den Menschen etc. einzuhalten, widrigenfalls er mit Strafen zu rechnen hat. Für Muslime in Europa soll das umgekehrt nicht gelten? Keine Anpassung an die hierorts üblichen Umgangsformen? Männer die Frauen den Handschlag verweigern, die sich von Ärztinnen nicht behandeln lassen wollen? Junge Männer, die nicht verschleierte Frauen für sexuelles Freiwild halten, das man ungestraft vergewaltigen kann?
Ein wirklich krasses Beispiel von Täter/Opfer-Umkehr sit auf S. 213 zu lesen: Eine 24-jährige Deutsch-Türkin wird von drei Migranten vergewaltigt und entschuldigt sich in einem Brief an die Täter, dafür, dass sie das Verbrechen angezeigt hat. Der Schlusssatz in ihrem Brief “Danke dass es dich gibt – und schön, dass du da bist.” Was soll man zu so einer kranken Einstellung sagen? Die junge Frau ist Mitglied einer linkslinken Organisation.
Muslime lassen sich nicht einfach intgegrieren, weil – so führt der Autor aus – allein aufgrund ihrer nicht säkularer Religion, dies gar nicht können. Auf diese Idee kommen die europäischen Regierungen gar nicht erst.
Der schon erwähnte Enoch Powell hat in seiner als “Ströme aus Blut”-Rede (1968) u.a. den griechischen Philosophen Euripides zitiert, der heute aktueller den je ist: “Wen die Götter vernichten wollen, machen sie zuerst wahnsinnig.”
Denn wie anders soll erklärt werden, dass es nun zu diesen Zuständen gekommen ist? Dass die Wünsche, Sorgen und Ängste der eigenen Bevölkerung von den Regierungen nicht wahrgenommen werden?
Leider werden Menschen, die vor einer unkontrollierten Masseneinwanderung warnen, sofort ins rechte Eck gestellt. Noch werden die sogenannten Visegrad-Staaten dafür gescholten, keine Wirtschaftsflüchtlinge aufzunehmen.
Noch regieren einige westeuropäische Regierungschefs abgehoben, gegen die eigene Bevölkerung, doch der Zahltag bei der nächsten Wahl kommt bestimmt. Dann ist allerdings zu befürchten, dass die rechtsradikalen Populisten die Mehrheit stellen werden. Ob wir das wollen?
Fazit:
Ein bewegendes Buch, das sich kritisch mit der unkontrollierten muslimischen Massenimmigration nach Europa auseinandersetzt. Keine leichte Kost, dennoch gebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung.








