Kunden em pfehlungen
Rezensionen von niknak:
In Guernsey auf der Suche zwischen Gegenwart und Vergangenheit
Das Liliencottage von Ricarda Martin
Inhalt:
Nachdem sich Sharon von ihrem langjährigen Freund Ben getrennt hat und auch ihre Modelkarriere am Ende zu sein scheint, braucht sie eine Auszeit. Dafür fährt sie auf die Kanalinsel Guernsey zu ihrer Ersatzgroßmutter Theodora, die ihr schon seit sie sechs war, immer eine Stütze und gute Freundin war.
Dort kann sich Sharon auf die Suche nach dem Sinn des Lebens und ihre weiteren Pläne machen.
Doch dann begegnet sie Alec ihrem Jugendfreund und ist sich über ihre Gefühle nicht ganz im Klaren. Doch auch der Banker Raoul interessiert sich für sie.
Zusätzlich wird Theodora krank und beginnt Sharon langsam von ihrer Zeit während des zweiten Weltkrieges zu erzählen. Nach und nach kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht, die Sharon sehr aufwühlen.
Wird es ihr gelingen Theodoras größten Wunsch zu erfüllen?
Mein Kommentar:
Dieser Roman von Ricarda Martin hat mich bereits von der ersten Seite an gefangen genommen. Sie hat einen locker leichten Schreibstil, sodass man das Buch gar nicht mehr weglegen will. Ich war so fasziniert von der Geschichte der beiden Frauen, dass ich immer wissen wollte, wie es weitergeht und was als nächstes passiert. So war das Buch relativ schnell gelesen.
Die Autorin hat es geschafft mich zu packen und bis zum Schluss nicht mehr loszulassen.
Das Buch ist in zwei Erzählstränge aufgeteilt, die langsam ineinander überfließen und sich perfekt ergänzen. So wird einerseits die Geschichte rund um Sharon in der Gegenwart erzählt und was sie alles erlebt. Wie sie sich auf die Suche nach dem Sinn im Leben macht. Dabei nimmt die Autorin kein Blatt vor den Mund und erzählt auch ganz offen über die Schattenseiten vom Modelleben. So erfährt der Leser alles über ihr Leben und auch ihre Vergangenheit auf der Insel Guernsey. Man erkennt ihre Zweifel, ihre Ängste aber auch ihren Mut darüber den Weg weiter zu gehen. Sharon ist eine starke Frau, die zwar zu Beginn zwischen drei Männern steht, sich aber langsam auf den Weg macht herauszufinden, wer der Richtige für sie ist.
Auf der anderen Seite wird die Geschichte rund um Theodora erzählt vor allem wie sie als Kind die Zeit des zweiten Weltkrieges miterlebt und was ihr dabei so alles widerfahren ist. Als Leser leidet man richtig mit ihr mit. Sie ist eine extrem starke Frau, die niemals aufgibt, egal wie schwer das Leben ihr mitspielt. Dabei hat sie keine einfache Kindheit und war sicher oft knapp davor aufzugeben. Dennoch hat sie immer einen Weg gefunden weiterzumachen. Dies kann uns auch auffordern immer nach vorne zu schauen und den Mut nicht zu verlieren.
Beide Frauen sind wirklich starke Persönlichkeiten und waren mir von Anfang an sympathisch. Ich habe beide gleich ins Herz geschlossen und mit ihnen mitgefiebert.
Durch den Wechsel der Erzählstränge lernte man beide sehr gut kennen und erfuhr auch noch sehr interessante Details über die Geschichte der Insel und wie es damals im zweiten Weltkrieg zuging. Das fand ich sehr interessant zu lesen und war meiner Meinung informativ und unterhaltsam aufgebaut. Die Geschichte war sehr gekonnt in Theodoras Vergangenheit eingebaut.
Aber auch die anderen Protagonisten waren sehr gut ausgearbeitet. Alec zum Beispiel war zu Beginn sehr verschlossen Sharon gegenüber. Trotzdem half er ihr bei der Suche nach Theodoras Vergangenheit. es dauerte sehr lange bis man hinter sein großes Geheimnis kam, um ihn besser zu verstehen. So blieb er immer ein wenig geheimnisvoll. Dies hat aber sicher auch einen Teil zur Spannung beigetragen.
Bei den anderen Charakteren erging es mir ähnlich. Man lernte sie nach und nach besser kennen, um sie zu verstehen.
Die Insel war sehr schön und detailliert beschrieben und man konnte sich ein gutes Bild von ihr machen. Dies hat die Autorin gekonnt in Sharons Spaziergänge eingebaut, sodass es auch noch spannend beschrieben war.
Mein Fazit:
Ein wirklich tolles und abwechslungsreiches Buch über eine Liebesgeschichte, die nicht ganz einfach verläuft. Dabei erfährt der Leser viel über zwei starke Frauen und die Geschichte der Kanalinsel Guernsey zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Ich kann es jedem nur empfehlen.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Studieren in Australien
Im Land der Kangaroos von Miriam Traut
Inhalt:
Miriam Traut packt nach einem Jahr Au-Pair in Amerika wieder das Fernweh. Deshalb beschließt sie an einem Berufscollege in Brisbane zu studieren. In diesem Buch berichtet sie von den sieben Monaten die sie in Australien verbrachte und was sie dort so alles erlebte.
Mein Kommentar:
Ich kenne ja bereits das Vorgängerbuch "Kulturschock! Au-Pair USA", in dem sie von ihrer Au-Pair Zeit in den USA berichtet.
Daher kann ich sagen, dass man dieses Buch nicht zwingend gelesen haben muss, um ihr neues Buch zu verstehen. Obwohl es sicher von Vorteil ist, da sie immer wieder auch Rückblicke wagt, bzw. von Erfahrungen und Freunden von damals berichtet.
Sie hat einen lockeren und flüssigen Schreibstil und das Buch liest sich trotz der kleinen Schrift sehr schnell. Man ist einfach an die Geschichte gefesselt und erlebt alles mit ihr mit.
Sie erzählt ihre Erlebnisse anhand von Tagebucheinträgen, sodass man immer weiß wieviel Zeit inzwischen vergangen ist, was ich sehr gelungen fand. Außerdem enthält das Buch auch Blogeinträge welche sie in dieser Zeit an ihre Freunde und Familie verschickt.
Sie hat ihre Eindrücke so gestaltet, dass ich nicht das Gefühl hatte, dass jemand einfach so etwas erzählt, sondern als ob eine gute Freundin mir von ihren Erlebnissen berichtet. Man hatte das Gefühl Miriam gut zu kennen.
Man erlebt als Leser ihre Eindrücke und Erfahrungen hautnah mit und kann auch mit ihr mitfühlen. Leider war für mich die Eingewöhnungsphase in Australien fast zu kurz gekommen, da ich mir vorstellen könnte, dass es gerade zu Beginn recht schwierig war, mit den verschiedenen Kulturen und Angewohnheiten. Doch nach der ersten Zeit wurden viele wichtige Ereignisse sehr ausführlich eschrieben, sodass ich mir ein richtig gutes Bild machen konnte. So fand ich es zum Beispiel sehr interessant zu erfahren, wie Weihnachten in Australien gefeiert wird, was sie sehr schön und anschaulich beschrieben hat. Auch dass ihr manche Dinge vom traditionellen deutschen Weihnachtsfest fehlten, kam sehr gut rüber.
Auch ihre Erlebnisse und die Orte, die sie besichtigte wurden sehr schön beschrieben. Ich konnte sie mir immer richtig gut vorstellen und hatte beinahe das Gefühl selbst dabei zu sein. Auf alle Fälle ist mein Fernweh geweckt und ich möchte einige dieser Orte und Landschaften gerne selbst einmal kennen lernen.
Besonders amüsant fand ich teilweise ihre Beschreibungen darüber, wie sie und die Australier die heimische Tierwelt erlebten. Jeder hat eine ganz andere Einstellung dazu. Dies führte bei mir zu recht lustigen Szenen, wenn ich mir manches so bildlich vorstellte.
Auch das Ende hat mir diesmal besser gefallen, als beim ersten Teil, da das Buch in sich abgeschlossen wirkt. Man hätte zum Schluss zwar noch ein paar Dinge (wie die Heimkehr) genauer beschreiben können, aber so bleibt auch noch Spiel für einen dritten Band übrig. Ich hoffe, dass sie noch eine Fortsetzung schreibt, ob sie nun Flugbegleiterin wird und wie es ihr dabei ergeht.
Am Ende des Buches hat sie noch ein Sprachtipps zum Australischen Slang eingebaut, welche sehr interessant zum Lesen waren. Die privaten Bilder von ihr im Anhang fand ich sehr interessant und so konnte ich mir gewisse Orte noch besser vorstellen. Ich denke nur, dass sie bei einem E-Book womöglich nicht so zur Geltung kommen könnten, aber bei meinem Printexemplar fand ich sie sehr schön. Es gab dem Buch somit noch einen gelungenen und runden Abschluss.
Mein Fazit:
Ein wirklich tolles und unterhaltsames Buch, welches die Erlebnisse von Miriam in ihrer Zeit in Australien sehr gut beschreibt und das Fernweh des Lesers nach diesem Land weckt.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Seelenverwandt ein Leben lang
Im Land der Kangaroos von Miriam Traut
Inhalt:
Liz Parker lebt ihr Leben mit einer großen Schuld. Diese versucht sie mit Alkohol, beziehungsweise mit Whisky zu ertränken. Josh fühlt sich genauso schuldig wie Liz, versucht aber alles, damit es ihr besser geht. Er ist ihr Rückhalt, der immer für sie da ist und sie auffängt. Doch wie lange kann dieses Konzept gut gehen, ohne dass einer der beiden daran kaputt geht?
Mein Kommentar:
Dies ist mein erstes Buch der Autorin.
Ihr Schreibstil ist sehr dramatisch, real, ehrlich, gefühlsvoll und fesselnd. Ich habe mich am Anfang etwas schwer getan, in das Buch zu finden. Vor allem mit Liz wurde ich am Anfang nicht warm. Dies ändert sich jedoch im Laufe der Handlung und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Leider habe ich das Buch viel zu schnell durchgelesen. :)
Das Buch ist abwechselnd aus den Sichten von Liz und Josh geschrieben. Dadurch lernt man die beiden Protagonisten sehr viel besser kennen und versteht viele ihrer Handlungen besser.
Der Hauptstrang der Geschichte spielt in der Gegenwart. Es kommen jedoch auch immer wieder Szenen und Rückblenden aus der Vergangenheit vor. Dadurch kann man die Gefühle der Hauptpersonen besser verstehen und man erfährt auch sehr viel mehr über die Geschehnisse der Vergangenheit. Man erkennt sofort, wenn eine vergangene Szene kommt, da diese kursiv geschrieben ist.
Liz Parker ist eine Alkoholiker, die sich die Schuld am Tod ihres Bruders gibt. Auf die genauen Todesumstände möchte ich nicht eingehen, da ich sonst dem Buch zu viel vorweg nehmen würde. Sie hat sich scheinbar selbst aufgegeben. Liz lebt bei ihrem besten Freund und Seelenverwandten Josh, dem besten Freund ihres verstorbenen Bruders und ihre große Liebe.
Josh Davis trägt genau die gleiche Schuld mit sich, wie Liz. Nur kann er besser damit umgehen. Er hat sein Leben sehr viel besser im Griff, obwohl er von Schuldgefühlen zerfressen wird. Auch er gibt sich die Schuld daran, dass Presley Parker, Liz' Bruder, gestorben ist. Josh unterstützt Liz sehr und passt immer auf sie auf. Er ist ihr Rückhalt, ihr Anker, der sie immer auffängt und für sie da ist.
Der Roman ist sehr emotional geschrieben. Ich habe mit den Protagonisten mitgelitten und mitgefiebert. Die Autorin übermittelte die Schuldgefühle sehr gut. Auch Liz Verzweiflung, ihre Aussichtslosigkeit und ihre Sucht kommen bei mir als Leser sehr real und ausdrucksstark an, wodurch die Gefühle noch glaubhafter wirkten. Ich hatte oft das Gefühl wirklich in der Geschichte zu sein.
Das Buch ist ein sehr schwermütiger Roman, vor allem durch die enormen Schuldgefühle von Liz und Josh an Presleys Tod, aber auch durch Liz Alkoholsucht. Dadurch ist das Buch nicht nur ein 0815 - Roman. Die Autorin beweist sehr viel Feingefühl bei diesem tragischen Thema.
Nach dem letzten Kapitel gibt es eine Überschrift mit dem Titel "Anmerkungen zum Buch". Darin hat die Autorin noch einmal auf das Thema Alkohol aufmerksam und wie sorglos dieser im alltäglichen Leben integriert wird. Aber auch auf die Gefahren von Alkohol(sucht) geht die Autorin ein und wie wichtig es ist sich frühzeitig Hilfe zu suchen. Dies fand ich einen passenden Abschluss für die Geschichte und hat mich nochmal ein bisschen zum Nachdenken angeregt, denn es stimmt. Alkohol ist aus unserem Alltag eigentlich nicht wegzudenken. Wir finden ihn überall, auch wenn es uns banal erscheint.
Mein Fazit:
Ich habe das Buch sehr genossen. Es war sehr emotional zum Lesen und durch die ernsten Themen kein Buch das man so schnell wieder vergisst. Ich freue mich darauf, mehr von der Autorin zu lesen.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von heinoko:
Schnurrende Diva
Kluge Gedanken für Frauen, die Katzen lieben von
Geschenkbücher für Katzenliebhaber gibt es reichlich auf dem Markt. Hier eine Lücke zu finden, eine Nische für das Besondere, ist schwierig, aber dem Insel Verlag ist dies, wie ich meine, mit dem vorliegenden Büchlein hervorragend gelungen.
Allein schon die Gestaltung des Taschenbuchs ist besonders.
Jede Seite, wirklich jede Seite, ist farblich oder im Layout unterschiedlich gestaltet. So gibt es fliederfarbene oder graue oder ockerfarbene Seiten, mit nostalgisch wirkendem feinem Muster versehen, wie englisches Geschenkpapier wirkend. Auf diesen Seiten entdeckt man Sätze wie „Die Idee der Ruhe findet sich in einer sitzenden Katze“. Zwischengesetzt finden wir Schwarz-Weiß-Fotos von ungewöhnlicher Art, denn sie sind allesamt einer früheren Zeit entnommen, unverkitscht, und doch oder gerade deshalb anrührend. So manches Foto scheint der Filmwelt entsprungen, als es noch wahre Diven gab. Die Diva Katze und die Diva Frau, in perfekter Filmpose auf dem Foto eingefangen. Passend dazu von Robert Anson Heinlein: „Frauen und Katzen tun, was ihnen gefällt. Männer und Hunde … sollten sich daran gewöhnen.“ Bei jedem Durchblättern entdeckt man neue Details, ein unbekanntes Zitat. Selbst altbekannte Aussprüche wie „Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse“ bekommen durch die Buchgestaltung ihr besonderes Comeback.
Rundum also ein liebevoll, etwas nostalgisch gestaltetes Büchlein, eine gelungene Hommage an das kapriziöse Wesen Katze. Und das ideale Geschenk für alle, die genau das zu schätzen wissen: klugen Eigensinn.
Rezensionen von Gaby 2707:
Ein lesenswertes Debüt
Der rote Swimmingpool von Natalie Buchholz
Adam, ein junger Mann kurz vor der Vollhährigkeit, leistet Sozialstunden bei einer alten Dame ab. Ihn scheint ein Geheimnis anzuhaften. Hier lernt er ihre Enkelin Tina und deren fetten Kater Pecorino kennen. Seit seine Eltern sich getrennt haben und sich fast nicht um ihn, der ihre Hilfe und Unterstützung dringend brauchen würde, kümmern, lebt Adam allein in einem kleinen WG-Zimmer.
Seine Mutter ist zurück nach Frankreich gegangen. Sein Vater hat sehr schnell eine neue Familie, in die Adam nicht zu passen scheint, gefunden. Gut, dass er nun Tina hat.
Als erstes sind mir die liebevollen und sehr detailgetreuen Beschreibungen der Menschen in diesem Buch aufgefallen. Natalie Buchholz hat ihre Augen bei ihren wie Malerei anmutenden Skizzierungen überall. Vor allem Adam kann ich mir äußerlich, wie auch sein Innerstes, dass er für Tina Stück für Stück ganz langsam nach aussen dreht, sehr gut vorstellen.
Aber nicht nur die Äußerlichkeiten beschreibt die Autorin sehr genau und detailliert, sondern auch die Gefühle zwischen den einzelnen Protagonisten. Und genau das ist es, was mich an der Geschichte so fasziniert hat: dass ich die Gefühle und Emotionen jedes Einzelnen, ob ich sie nun gutheiße oder nicht, gut nachvollziehen und mich hineinfühlen kann.
Schon im Prolog erfahre ich wage, warum Adam seine Sozialstunden ableisten muss. Er hat das Haus seiner Eltern, in dem damals sein Vater mit der neuen Familie wohnte, abgefackelt. Wie es dazu kam, erfahre ich in einem Mix aus Gegenwarts- und Zukunftserzählung. Hier versteht es die Autorin geschickt Spannung zu erzeugen und ich wollte einfach immer nur weiter lesen.
Mich hat es fasziniert, wie sich die weibliche Autorin in den jungen männlichen Hauptdarsteller hineinversetzt hat, der nicht nur ohne den Zuspruch seiner Eltern auskommen muss; der seine ersten sexuellen Erfahrungen macht, mit Alkohol in Verbindung kommt und der seine ersten Parties feiert. Aus allem geht Adam zum Schluss sichtlich gereift und erwachsen geworden hervor.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Zeigt es doch, was Eltern anrichten können, wenn sie sich von ihren Kindern abwenden bzw. zuwenig mit ihnen reden. Und was eine einzige Lüge anrichten kann.
Ein spannendes, interessantes Debüt. Ich hoffe, bald mehr von Natalie Buchholz lesen zu dürfen.
Rezensionen von begine:
Apfelplantage
Weil es dir Glück bringt von Viola Shipman
Weil es dir Glück bringt ist ein flüssig zu lesender Roman von Viola Shipman
Das Zitat Liebe ist, wenn es nach Kuchen duftet, ist ein Leitsatz des Romans. Das Besondere ist, das es immer wieder Rezepte gibt. Da genießt und schmeckt man beim Lesen die leckeren Kuchen auf der Zunge.
Der Roman spielt in der Nähe des Lake Michigan.
Samanthas Urgroßeltern sind mit einer Obstplantage angefangen und die Urgroßmutter kreierte leckere Kuchenrezepte, die von Generation zu Generation weiter gegeben und gebacken wurden. Der Obsthof feiert 100jöhriges Jubiläum und die Großmutter wird 75 Jahre alt.
Man erfährt vom Kampf der Generationen. Es gibt die Rezeptsammlung, die auch die Familiengeschichte erzählt.
Sam hatte in New York ihren Job als Konditorin gekündigt und kommt zum Hof zurück um ihren weiteren Weg zu überdenken. Von einigen schweren Entscheidungen der Familienangehörigen erfährt Sam erst jetzt, die ihr helfen sollen. Besonders gefällt mir Sams Großmutter Willo, durch sie erfährt man die Familiengeschichte und die Geschichte geht weiter.
Das Verhältnis zwischen Angelo und Sam macht Spaß.
Die Autorin lässt uns die Emotionen der Figuren und ihr hin und her mit erleben. Sie lässt uns an guten Dialoge teilhaben. Für Leser, mit Freude an Rezepten, besonders geeignet. Dieser Frauen und Liebesroman ist gut unterhaltend.
Rezensionen von jiskett:
Eine Liebesgeschichte mit komplexen Charakteren
Vicious Love von L. J. Shen
Es ist mir schwer gefallen, "Vicious Love" zu bewerten. Dies lag vor allem an Vicious, dem Protagonisten. Er ist ein sehr komplexer Charakter, der zweifellos seine guten Seiten hat, aber insgesamt egoistisch, oft fast schon grausam und alles andere als ein sympathischer Zeitgenosse ist. Mir hat gefallen, dass dies nicht beschönigt wurde und er selbst offen zugibt, nicht umgänglich oder freundlich zu sein.
Er hat den Drang, andere zu verletzen, zu zerstören, doch zugleich gibt es Momente, in denen er zeigt, dass er neben Hass und Wut noch andere Emotionen empfinden kann und ihm nicht alles gleichgültig ist.
All diese Aspekte machen ihn zu einem interessanten Charakter, aber mir ist es deshalb sehr schwer gefallen, ihn sympathisch zu finden, obwohl ich auch nicht sagen kann, dass ich ihn gehasst habe oder wollte, dass er am Ende unglücklich ist. Es gab allerdings einige Szenen, in denen ich ihn in Gedanken beschimpft habe, vor allem, was seinen Umgang mit Emilia betrifft. Gleichzeitig hat die Autorin jedoch gezeigt, dass er ihr gegenüber auf seine Art sanft und verletzlich sein kann, und diesen Gegensatz fand ich faszinierend. Zwar ist sein Verhalten immer noch nicht zu entschuldigen, doch da er selbst nicht versucht, sich zu rechtfertigen oder so zu tun, als wäre er jemand anderes, konnte ich damit umgehen.
Die Liebesgeschichte selbst fand ich überzeugend. Mir hat gefallen, dass Emilia sich zwar sehr zu Vicious hingezogen fühlte und er oft seinen Willen bekam, sie aber nicht immer klein beigegeben hat und keineswegs eine passive Person war, die sich alles hat bieten lassen. Sie ist selbst charakterstark und die beiden ergänzen sich in vielen Aspekten gut. Natürlich knistert es gewaltig und die Chemie zwischen ihnen stimmt von Anfang an, doch Shen hat auch die komplizierten, widersprüchlichen Gefühle, die beide haben, sehr gut und echt dargestellt, sodass die ganze Bandbreite von Hass zu Liebe glaubwürdig war. Der Leser selbst ist ebenfalls hin und her gerissen zwischen dem Wunsch, dass die beiden einander endlich näher kommen, und der Wut auf das immer mal wieder unglaubliche Verhalten des Protagonisten, sodass man nachvollziehen kann, was in Emilia vor sich geht und wieso sie manchmal unverständlich agiert.
Ich hatte wie bereits erwähnt ein paar Probleme damit, wie Vicious handelte und mit den Menschen umging, die ihm nahe standen, doch trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen. Die Figuren waren vielschichtig und ihre Beziehung zueinander komplex, was mir gefallen hat, und ich fand gut, dass die Geschichte selbst deutlich macht, dass das Verhalten des Protagonisten nicht gerechtfertigt ist. Deshalb habe ich letztlich 4 Sterne vergeben.
Rezensionen von KimVi:
Spannender Thriller
Rache und roter Schnee von Elias Haller
Noch immer sitzt Kriminalhauptkommissar Erik Donner auf seinem beruflichen Abstellgleis, der "Erstkontaktstelle", fest. Fliegen und Bürger, die ihm noch gehöriger auf die Nerven gehen, als die erstgenannten, machen ihm den täglichen Dienst zur Qual. Erik Donner möchte unbedingt wieder zur Mordkommission, um nicht vor lauter Langeweile und Frust zu sterben.
Doch auf sein Versetzungsgesuch reagiert seine Vorgesetzte anders, als Donner gehofft hatte. Denn sie teilt ihn zur Bewachung des Weihnachtsmarktes ein. Unfassbar gedemütigt, tritt Donner dort, mit seinem unvergleichlichen Charme, den Dienst an. Doch der Job entpuppt sich interessanter als gedacht, denn ausgerechnet auf dem Weihnachtsmarkt, stellt ein Unbekannter einen Sack ab, in dem der Weihnachtsmann eine grauenvoll zugerichtete Leiche entdeckt. Und das ist nur der Anfang einer schrecklichen Serie......
"Rache und roter Schnee" ist nach " Tod und tiefer Fall" bereits der zweite Band um den degradierten Kriminalhauptkommissar Erik Donner. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, können sie allerdings unabhängig voneinander gelesen werden. Man kann den aktuellen Ermittlungen auch dann problemlos folgen, wenn man den ersten Teil noch nicht gelesen hat. Wer allerdings an der Vorgeschichte von Erik Donner und der beruflichen und privaten Weiterentwicklung aller Hauptcharaktere interessiert ist, sollte die Bände in der richtigen Reihenfolge lesen. Für den aktuellen Fall sind diese Kenntnisse allerdings nicht notwendig.
Der Einstieg in diesen Thriller gelingt mühelos, denn Elias Haller versteht es wieder hervorragend, sofort das Interesse an der Handlung zu wecken. Das Geschehen wird aus wechselnden Perspektiven betrachtet. Ein Handlungsstrang blickt dabei auf Ereignisse zurück, die vor 31 Jahren geschahen. Man ist sich sicher, dass die Vergangenheit etwas mit den aktuellen Morden zu tun haben muss. Allerdings kann man zunächst nicht überblicken, wo die Verbindung liegt. Man tappt also, genau wie Donner und die Ermittler der Mordkommission, lange Zeit im Dunkeln. Auch wenn man meint, dass man den Täter bereits ausgemacht hat, kann der Autor noch mit einer überraschenden Wendung punkten. Die Handlung ist temporeich, durchgehend spannend und gipfelt in einem actionreichen Finale. Das alles führt dazu, dass man den Thriller, einmal angefangen, kaum noch aus der Hand legen mag.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und sich deshalb ganz auf die spannende Handlung einlassen. Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen dieses Thrillers allerdings nicht sein, da die Szenen, in denen der Killer sich mit seinen Opfern befasst, so beschrieben sind, dass sofort das Kopfkino anspringt. Die Protagonisten wirken ebenfalls sehr lebendig. Donner hat noch nichts von seiner launischen Art eingebüßt und tritt dadurch wieder in einige Fettnäpfchen. Durch seine ganz spezielle Art und die Tatsache, dass er auch mal selbst über sich lachen kann, wird die Handlung aufgelockert, da man gelegentlich unverhofft schmunzeln muss.
Ich habe bereits den ersten Band dieser Reihe mit großer Begeisterung gelesen und wurde auch von diesem Folgeband nicht enttäuscht. Trotz seiner launischen Art, ist mir Donner mittlerweile ans Herz gewachsen und es macht mir einfach Spaß, seine Ermittlungen zu verfolgen. Einmal angefangen, habe ich auch diesen Folgeband wieder beinahe in einem Rutsch verschlungen, da ich früh in den Sog der Handlung geriet und das Buch deshalb nicht mehr aus der Hand legen mochte. Der große Showdown am Ende wirkte auf mich zwar etwas übertrieben, aber dennoch habe ich mich beim Lesen einfach großartig unterhalten. Deshalb vergebe ich wieder begeisterte fünf Bewertungssterne und eine klare Leseempfehlung für Thrillerfans.
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
Beginn der Frauenbewegung
Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe von Corina Bomann
„Die Frauen vom Löwenhof – Agnetas Erbe“ ist der erste Band einer Trilogie von Corina Bomann. Die beiden Folgebände erscheinen innerhalb des nächsten Jahres, die Titel lauten „Marthildas Geheimnis“ und „Solveigs Versprechen“. Es ist das zweite Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe, daher lag die Latte für dieses Buch sehr hoch.
Über 700 Seiten bzw. 900 Minuten beim Hörbuch sind ganz schön viel, daher rate ich, vor dem Kauf unbedingt in die Hör- oder Leseprobe reinzuschauen, ob Schreibstil bzw. Sprechweise auch über so weite Strecken gefallen können. Wer die Erzählweise der Autorin bereits kennt, kann sich das getrost sparen – das Buch ist wieder sehr gefühlvoll und plastisch geschrieben, das Kopfkino ist bei mir schon auf den ersten Seiten angesprungen.
Der Titel des Buches nimmt schon einen Teil der Handlung vorweg – denn bei „Agnetas Erbe“ ist klar, dass sich Agneta als Erbin des Löwenhofes wiederfindet. Ich habe sehr mit ihrem Vater und ganz besonders mit ihrem Bruder mitgefiebert und mitgelitten, der Bruder war meine Lieblingsfigur im Buch, denn seine Herzlichkeit war für mich spürbar.
Agneta ist Studentin der Kunst im Stockholm, verliebt in einen anderen Studenten und muss plötzlich in ihre Heimat zurückkehren. Die Rückkehr bedeutet für sie, dass sie ihren Traum, Künstlerin zu werden, zum Wohl des Löwenhofes aufgeben muss. Für sie ist es besonders schwer, da sie kein konventionelles Leben als Ehefrau und Mutter fristen möchte. Sie glaubt daran, dass auch Frauen einen Platz in der Gesellschaft haben sollten, der zu dieser Zeit nur Männern vorbehalten war. Es war der Beginn der Frauenbewegung, Frauen wurden erstmals zu Universitäten zugelassen und begannen, dort Karriere zu machen. Agneta möchte sich nicht angepasst verhalten, sondern für ihre Träume kämpfen, doch als ihr Traum zerplatzt sieht sie, wie wenig Rückendeckung einer Frau bleibt, wenn sie nicht mit den Konventionen der Gesellschaft geht und wie wenig die Lippenbekenntnisse von Menschen in guten Zeiten in der Not wert sein können. Diese Naivität passt zum geringen Lebensalter der Protagonistin, die auch mit dem goldenen Löffel im Mund groß wurde und nie körperlich arbeiten oder um ihr finanzielles Auskommen sorgen musste.
Das Leben am Hof ist mit Agnetas verhassten Mutter, der schönen und strengen Stella verbunden, die ständig ungebeten mit Ratschlägen auf der Matte steht, verbunden. Stella hat bestimmte Vorstellungen, wie sich eine Frau in der Gesellschaft zu verhalten hat und kritisiert Agnetas Verhalten permanent und fordert mehr Haltung und würdevolleres Auftreten von ihrer Tochter, Konflikte stehen auf der Tagesordnung.
Die Geschichte erlaubt tiefe Einblicke in die damalige Zeit, besonders, wie es vielen Frauen damals ergangen ist. Die Handlung beginnt 1913 und reicht bis etwa zur Mitte des ersten Weltkrieges. Obwohl sich die Handlung in Schweden abspielt, bekommt man schon viel vom Krieg mit, da sich die Auswirkungen teilweise auch bis nach Schweden ziehen.
Interessant ist für mich auch, welche unterschiedlichen soziale Schichten die Frauenbewegung damals angezogen hat, und wie kollektiv die Probleme von Frauen zur damaligen Zeit waren und was sich seither alles getan hat.
Da ich von der Handlung nicht viel vorweg nehmen möchte, lobe ich an dieser Stelle den logischen und schlüssigen Aufbau. Ich konnte die Welt stets durch Agnetas Augen und mir ihren Gefühlen wahrnehmen und mich auch immer besser in andere Personen, wie zum Beispiel Agnetas Mutter, hineinversetzen. Ich bin schon gespannt darauf, wie die Geschichte in den weiteren Bänden fortgesetzt wird, denn im aktuellen Band sind für mich noch einige Fragen offen geblieben.
Fazit: Ein gut konstruierter historischer Roman zum Beginn der Frauenbewegung
Rezensionen von buchina:
Guter Thriller, bis auf das Ende
CD Zu nah von Kieman Olivia
Detective Frankie, noch gezeichnet von ihrem letzten Fall, wird zu einem Selbstmord gerufen, der sich als komplizierter Mordfall entpuppt. Als es dann noch Parallelen zu einem anderen Mordopfer gibt, rennt ihr langsam die Zeit davon. Denn wann schlägt der Mörder wieder zu.
Dies ist der erste Roman um die irische Ermittlerin Frankie, auch wenn ich vor allem zu Beginn immer das Gefühl hatte, es gibt schon vorhergehende Bände, da immer wieder Bezug auf vergangene Ereignisse genommen wird.
Dieses wird zwar versucht in den aktuellen Fall einzubauen, aber dennoch blieb bei mir das Gefühl, mir fehlt ein bestimmtes Vorwissen. Es gibt dann schnell ein paar Verdächtige und als Leser wird man dazu eingeladen, mitzurätseln. Immer wieder wurde ich von der Autorin an der Nase herum geführt. Bis es dann für mich zum völlig überraschenden Ende kommt. An sich mag ich Überraschungen, aber diese war mir zu groß. Ich hatte das Gefühl mir fehlt etwas Entscheidendes. Das kann aber auch an der Hörbuchfassung liegen, die leider gekürzt war.
Insgesamt hat mich das Hörbuch gut unterhalten, was auch an der angenehmen Sprecherin lag, die vor allem die Protagonistin gut betonte. Leider fehlte mir aber oft der rote Faden, die Geschichte hatte für mich nicht immer nachvollziehbare Sprünge. Ich kann nicht sagen, ob das an der Kürzung liegt oder ob auch der Originalroman die gleichen Sprünge verzeichnet. Wirklich schade, denn der Fall ist interessant und die Frage nach Opfer und Täter nicht immer eindeutig. Da ich ein großer Irlandfan bin, hätte ich mich auch über eine größere Einbeziehung des Handlungsortes gefreut, aber der spielt im Thriller kaum eine Rolle und ist damit völlig austauschbar.
Da ich mich trotz der genannten Kritikpunkte gut unterhalten fühlte, hoffe ich, dass Detective Frankie bald wieder ermittelt.










