Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lotta:
Spannender Thriller mit vielen Wendungen
Frankie ist Super Chief Detective bei der Dubliner Polizei. Gerade erst kann sie nach einer versuchten, aber gescheiterten Rettung wieder zum Dienst erscheinen. Schon gibt es die erste Leiche, Eleanor Costello hat sich erhängt. Doch war es überhaupt Selbstmord?
Ungewohnt für einen Thriller ist die Perspektive, so liest man aus der Ich-Sicht von Frankie und erlebt ihre Probleme nach ihrer Verletzung, Gedanken, die nach und nach versuchen das Puzzle rund um diesen Fall zu lösen und Gefühle sehr intensiv.
Überraschend gut hat mir auch das Verhältnis von ihr zu ihren Untergebenen und ihrem Boss gefallen. So scheint sie Respekt zu vermitteln, aber gleichzeitig wollen alle ihr zu arbeiten und helfen. Der Boss, Clancy, wirkt auch eher wie ein gute Freund, denn die Fallbesprechungen finden fast ausschließlich in einem Pub statt.
Das so skizzierte Arbeitsklima wirkt sehr angenehm, ist vielleicht an einigen Stellen etwas zu gut.
Zudem findet sich viel Ironie in den Dialogen, besonders auffallend in den spannungsgeladenen Szenen zum Ende hin, wenn es einem schon unter den Fingerspitzen juckt, wer denn nun der Täter ist...
Die Suche nach eben diesem Täter gestaltet sich für Frankie schwieriger als gedacht und so dauern die Ermittlungen mehrere Monate. Das die Zeit zwischen den Kapiteln nur so verrinnt, ist teilweise etwas eigenartig, da nicht wirklich etwas neues herausgefunden wird.
Dennoch ist es stehts spannend und auch überraschend, wer sich so alles als Verdächtiger auftut.
Insgesamt ein spannender Thriller mit vielen Wendungen, gerade was die Hintergründe betrifft. Doch hier möchte ich nichts vorweg nehmen. So bewerte ich mit 4 von 5 Sternen einen Thriller, der mir einige unterhaltsame Lesestunden beschert hat und phasenweise nicht aus der Hand zu legen war.
Rezensionen von Gaby 2707:
Mia Kaminski - die etwas andere Ermittlerin
Der letzte Gast von Kornbichler Sabine
Maria-Antonia "Mia" Kaminski, 34, verdient sich in München als Dogwalkerin ihren Lebensunterhalt. Berna Kiening, 69, eine ihrer Kundinnen mit Pudel Coco beabsichtigt wegen ihrer unheilbaren Nervenkrankheit in 14 Tagen in der Schweiz ihrem Leben ein Ende setzen zu lassen. Ihre Schwester, ihre beiden Neffen und ihre Nichte versuchen alles um ihr diese Idee auszureden.
Wollen sie evtl. sogar entmündigen lassen. Die kommenden 2 Wochen will Berna nun noch nutzen um sich von Freunden zu verabschieden und noch einmal die Stellen aufsuchen, die ihr besonders am Herzen liegen. Doch dann ist Berna tot, stranguliert, und das kurz nachdem sie sich an der Haustür, wie Mia es scheint, endgültig von ihr verabschiedet hat. Mia stellt die letzten Worte von Berna an sich infrage und versucht auf eigene Faust den Mörder ausfindig zu machen. Hat der machtbesessene und skrupellose Neffe Nikolai Nawrath etwas mit dem Tod der alten Dame zutun? Oder liegt es an dem Testament, das zur Unterschrift beim Notar bereit liegt? Die Beweislage scheint eindeutig, aber Mia bekommt immer mehr Zweifel und merkt bei ihren "Schnüffeleien" nicht, wie sie sich selbst immer wieder in Gefahr bringt.
Der Kriminalfall, den mir Mia aus ihrer Sicht in allen Einzelheiten schildert, scheint eindeutig. Der Beschuldigte hat ein Motiv, die Indizien sind eindeutig, aber sie hat ihre Zweifel. Und die begleiten sie und mich durch einige Wendungen bis zur endgültigen Auflösung. Spannungsgeladen ab der ersten Seite, unterbrochen durch die Schilderungen der Hunde, die Mia betreut und von denen einer eine ganz besondere Rolle hier spielt, düse ich nur so durch die Seiten. Ich bin mit Mia ohne es zu wissen immer mal wieder ganz nahe am Mörder dran. Was mich zum Schluss sogar etwas erschreckt hat. Hier am Ende löst sich alles sehr real auf und ich bin froh, dass nicht mehr passiert ist. .
Ich finde es toll mit Mia mal einer ganz anderen Art von Ermittlern zu begegnen. Sie reagiert oft so ganz anders als ich es z.B. von den beiden Kriminalermittlern, die hier auch tätig sind, gewohnt bin. Was aber auch dafür sorgt, dass ich oft denke: So doch nicht Mädel. Aber sie macht ihre Sache im Großen und Ganzen sehr gut. Ich habe sie mit ihrer aufrichtigen, gradlienigen und herzlichen Art sofort ins Herz geschlossen. Genau so wie Greta, eine Dame, die mit ihrer Tochter in der Wohnung über ihr wohnt. Warum, das werdet ihr beim Lesen sehr schnell heraus bekommen. Und natürich die Hunde, mit denen ich durch den Englischen Garten und am Eisbach entlang streife und die den Kriminalfall etwas auflockern.
Auch die anderen Protagonisten kann ich mir gut vorstellen und meine Sympathien bzw. Antipathien, die es auch gibt, sind schnell verteilt.
Die bildhaften Beschreibungen, die immer wieder vorkommen, tragen dazu bei, dass mein Kopfkino ständig routiert.
Das die Geschichte in München spielt hat mich von daher fasziniert, dass ich alle Wege, die Mia mit ihren Hunden oder mit Greta geht, im Geiste mit gehen kann. Denn hier kenne ich mich aus. Da macht mir das Lesen noch einen Tick mehr Spaß. Und als Nicht-Münchner bekommt man den Beschreibungen z.B. vom Odeonsplatz oder dem Hofgarten bestimmt Lust, sich das auch mal anzuschauen.
Was meinen Augen aufgefallen ist, ist die vergleichsweise große Schrift, die sie als sehr angenehm empfunden haben.
Zum Schluss noch ein Zitat, das mir sehr gut gefallen hat: „Das Leben meisterst du nur, wenn du schwimmst, nicht, wenn du alles nur vom Beckenrand aus beobachtest.“
Spannende Unterhaltung, ein Kriminalfall bei dem ich mittendrin bin und miträtseln kann und ein Schreibstil, der mich an die Seiten fesselt – das alles hat dieser wieder sehr gute Kornbichler-Krimi.
Rezensionen von rewareni:
Der Tote am Teich
Anthropogen von Wolfgang Glagla
Kommissar Tackert und seine Kollegen bekommen es mit einem besonderen Fall zu tun. Am Ufer des Döhrener Teichs wird ein erschlagener Mann gefunden. Nicht weit entfernt hat man ein Kleinkalibergewehr entdeckt, das wie sich später herausstellt aus dem Schützenverein gestohlen wurde. Der Tote Arne Bloch, ist aber nicht an seiner Schädelverletzung gestorben, sondern er ist auch noch erwürgt worden.
Bei Tacker´s Recherchen am Teich lernt er den sympathischen Obdachlosen , genannt ,,der Franzose´´, kennen, der interessante Hinweise zu dem Fall liefern kann. Auch die Betreiber eines geplanten Windpark´s geraten immer wieder in´s Visier der Ermittlungen. Dass auch noch ein Vogelkundler wichtige Entdeckungen macht, die für den Fall von Bedeutung sind, hätte keiner vermutet. Ein weiterer Mord, der besonders Tackert zu Herzen geht, wirft neue Fragen für das gesamte Team auf. Es gibt viele Spuren, die sich langsam, aber sicher zusammenfügen müssen, damit die Morde aufgeklärt werden können.
,, Anthropogen´´ ist bereits der vierte Hannover-Krimi aus der Richard Tackert Reihe, den man ohne Vorkenntnisse problemlos lesen kann.
Der Autor Wolfgang Glagla wartet in dem Roman mit spannenden, humorvollen und unerwarteten Szenen auf. Er hat einen flüssigen Schreibstil und seine Geschichte wird ohne unnötigen Umschreibungen erzählt. Selbst witzige und slapstickartige Handlungen passen irgendwie dazu und sind eine nette Abwechslung. Der Kommissar kommt sehr sympathisch rüber und er ist kein Übermensch, sondern zeigt Gefühle und Schwächen, die ihn liebenswürdig machen. Die weiteren Kollegen passen ebenfalls gut zusammen und bilden ein homogenes Team. Auch wenn ich offene Enden nicht so ganz mag, ist es in diesem Fall passend, weil es zeigt, dass auch in Wirklichkeit gewisse Personen oder Firmen nicht immer belangt werden können und manche Dinge nie aufgeklärt werden können.
Ein gut geschriebener Roman mit Lokalkolorit, Spannung, unerwarteten Wendungen und mit raten bis zum Schluss, wo man einfach nicht drauf kommt wie die Fälle zusammenhängen.
Rezensionen von BarbaraM:
Storm – ein spannendes, fantasievolles und sehr unterhaltsames Abenteuer wartet auf euch!!!
Storm oder die Erfindung des Fußballs von Birck Jan
Wer hat denn eigentlich das Fußballspiel erfunden? Wenn ihr das endlich erfahren wollt, dann liegt ihr mit der spannenden und lustigen Geschichte um den Jungen namens Storm richtig - so besagt es jedenfalls die Legende ;-). Storm hat genug von seinem tristen Alltag, flüchtet aus seiner Klosterschule und möchte ein mächtiger Krieger werden.
Allerdings fällt er einer wilden Wikingerbande in die Hände und landet gemeinsam mit seinem vierbeinigen Freund Luzifer letzten Endes als „Sklave“ bei der Frau von einem der Wikingeroberbosse. Storm hat nun jeden Tag viele Pflichten zu erledigen, lernt aber auch einen sprechenden Tanzbären kennen und macht ganz nebenbei eine bahnbrechende Erfindung.
Mit seinem Buch „Storm oder Die Erfindung des Fußballs“ ist Jan Birck ein witziges, spannendes und absolut lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Carlsen Verlag erschienen ist und in der gebundenen Ausgabe 155 Seiten umfasst.
Die Geschichte ist in einer kindgerechten, ganz alltäglichen Sprache geschrieben. Ein Element, das eine direkte Nähe zum Leser erzeugt.
Passend zur Geschichte sind viele schöne und witzige Zeichnungen vom Autor selbst zu finden, welche das Abenteuer wunderbar und mit vielen schönen Details unterstreichen.
Fazit: Wir sprechen eine absolute Kaufempfehlung aus, für Jungen und Mädchen ab 7 Jahren, die ein spannendes und lustiges Abenteuer erleben wollen – und hierfür kann man Fußball mögen, muss man aber nicht.
Wir haben selten eine Geschichte gelesen, die so abenteuerlustig und witzig ist. Meine beiden Kinder haben dieses Buch „verschlungen“ und dabei so oft gelacht und geschmunzelt – ich als mitlesende Mama auch.
Schade, dass es schon vorbei ist... – aber wir fiebern schon Band 2 entgegen - der kommt nämlich bald – juchhuuu!
Rezensionen von christina.hirschberger@gmail.com:
Wieso nicht mal wieder die rosarote Brille aufsetzen?
Hector und die Kunst der Zuversicht von Lelord François
> Handlung
Auch bei unserem Lieblingspsychiater Hector läuft nicht immer alles rund. So mancher Patient bereitet ihm Kopfzerbrechen und als seine Frau durchblicken lässt, dass die Zukunft ihrer Ehe nicht mehr ganz so rosig aussieht, braucht Hector einen grundlegenden Tapetenwechsel. Bei der vom Liebeskummer geplagten Journalistin Géraldine läuft es momentan auch nicht so gut und so brechen die beiden zu einer Reise auf, um Hectors Freunde in aller Welt zu besuchen und um Rat zu fragen.
> Charaktere
Zu Beginn des Buches hat es sich so angefühlt, wie wenn man auf einen alten Bekannten trifft, den man sehr schätzt, aber nicht genug Zeit mit ihm verbringt: Hector. Sofort hat mich Lelord wieder mit seinem unverwechselbaren Schreibstil verzaubert
> Leseerfahrung
Lelord verzaubert mich bei jedem Band aufs Neue mit seinem unverwechselbaren Schreibstil. Seine unaufgeregte Schreibweise ist gut zu verstehen und lässt den Leser doch so manches Mal innehalten und über das gerade Gelesene nachdenken.
Die Hector-Bücher lese ich beim ersten Lesen oft relativ schnell durch und lege sie mir dann auf den Nachttisch, sodass ich immer bei Bedarf einen Blick hineinwerfen kann.
Hector formuliert in diesem Band rosa Brillen für viele mögliche Situationen. Man kann also sagen, dass Zuversicht oft mit dem Blickwinkel, aus dem man auf die Dinge schaut, zu tun hat. Das erinnert natürlich auch an die Glücks-Lektion Nr. 20 aus dem ersten Band: „Glück ist eine Sichtweise auf die Dinge.“
> Lieblingszitat
Rosa Brille Nr. 2: Blicken Sie auf Ihre Erfolge und Ihre Qualitäten, ohne sie wie mit einem umgedrehten Fernglas klein zu machen.
> Fazit
Ein wunderbar poetisches Buch, das ich allen Hector-Fans genauso ans Herz lege, wie den Leuten, die noch nicht in den Genuss eines Buches von Francois Lelord gekommen sind.
> Eckdaten
Titel: Hector und die Kunst der Zuversicht
Autor: Francois Lelord
Verlag: Piper
Seiten: 240
ISBN: 978-3492056281
Preis: 21,60 € (A)
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Jacob, 12 Jahre aus Rankweil,
Ich, Jean und die Nacht meines Lebens von Katcher Brian
In dem Buch geht es um den 18 Jahre alten Deacon Locke, welcher in der Abschlussklasse der Highschool ist. Somit findet bald der Abschlussball statt. Jedoch fällt es Deacon sehr schwer, Mädchen anzusprechen. Das einzige Mädchen, das er gut kannte, wurde schon gefragt, ob es zum Ball gehen möchte.
Deswegen lädt Deacon seine Oma Jean ein, mit ihm zum Abschlussball zu gehen. Als sie in der Schule war, hatte sie ihren eigenen Ball verpasst. Ihr Ballpartner musste zu dieser Zeit in den Krieg. Seine Oma freute sich über die Einladung und willigte ein.
Deacon und Jean nehmen Tanzunterricht in einem Sportzentrum, das sich lustigerweise YMCA nennt. Dort verliebt sich Deacon in seine Tanzlehrerin Soraya. Gerade als er sie fragen will, ob sie mit ihm zum Abschlussball geht, wird sie von jemand anderem gefragt. Jedoch schließen Deacon und Soraya Freundschaft miteinander. Am letzten Schultag erlebt Deacon eine große Überraschung.
Mir hat das Buch gut gefallen. Jedoch ist das Buch eher für meine Altersklasse und ältere geeignet als für jüngere. Besonders berührt hat mich das besondere Verhältnis von Deacon zu seiner Oma und dass er sie gefragt, ob sie mit ihm auf den Abschlussball geht. Ganz besonders hat mir die große Überraschung am Ende gefallen, aber über die kann ich leider nicht mehr verraten.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Marie und Rabea, 9 Jahre aus Innsbruck,
Der zauberhafte Eisladen - Vanille, Erdbeer und Magie von Heike Eva Schmidt
Marie:
In diesem Buch geht es um Elli, die was Besonderes kann. Es geht auch um Ellis Eltern, ihren großen Bruder Tom und ihren kleinen Bruder Lenni. Auch die 3 Haushühner – zumindest eines davon – spielen eine wichtige Rolle. Elli und ihre Familie sind umgezogen, und nun ist sie ganz alleine ohne ihre ganzen Freundinnen.
Plötzlich steht Leonardo, Ellis Großvater, vor der Tür. Leonardo hat einen Eisladen mit ganz besonderen Geschmackssorten. Das Eis ist magisch, man wird fröhlich oder traurig vom Eis. Für die Herstellung des Eis' hat Leonardo ein geheimes Labor in seinem Gartenhaus.
Elli ist Leonardos größter Fan, möchte auch magische Eisherstellerin werden.
Lustig war, als Elli ein „QuatschmitSauce“-Eis hergestellt hat, da wird man gleich ganz lustig beim Schlecken.
Ich würde das lustige Buch auf jeden Fall weiterempfehlen – auch wenn es eine nicht so große Schrift und wenig Bilder hat, Kinder mit 9 Jahren sind schon eine Weile beschäftigt.
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Rabea:
In diesem Buch geht es um Elli Sonntag. Elli ist mit ihrer Familie umgezogen in dieselbe Stadt, in der ihr Großvater lebt. Gleich kommt er Elli und ihre Familie besuchen und bringt allen Eis mit - Ellis Großvater besitzt nämlich einen Eisladen. Elli muss auch auf eine neue Schule gehen. Die Kinder sind alle nett und sie findet schnell Freunde. Gemeinsam mit ihnen geht sie nach der Schule in Großvaters Eisladen.
Eines Tages sieht Elli ein streitendes Ehepaar. Das Eis, das Elli gerade isst, schmeckt plötzlich gar nicht gut – nach vergammelter Mandarine! Als die Streitenden nicht mehr zu sehen sind, schmeckt das Eis auf einmal wieder gut. Etwas Magisches passiert!
Das Buch ist sehr lustig, und für Kinder ab 9 Jahren gut zu lesen, auch wenn es eine Weile dauert.
Rezensionen von Fcb.schuster@t-online.de:
Schöne "Beste-Freundinnen-Geschichte"
Zurück auf Gestern von Lankers Katrin
"Zurück auf Gestern" ist die Geschichte von Claire und Lulu. Sie sind wirklich allerbeste Freundinnen. Und das ist gut so, denn dadurch können sie das Erbe von Claire - den Zeitumkehrer - richtig gut nutzen. Die Möglichkeit die Zeit zurückdrehen zu können ermöglicht es den beiden ein paar Dinge ungeschehen zu machen und nochmal neu in die jeweiligen Situationen zu kommen.
Aber nicht immer läuft dabei alles wie geplant.
Schön geschriebenes Jugendbuch über die Freundschaft der beiden, die ganz schön in Gefahr kommt. Über ihre Familien, Schule, die erste Liebe und dann fast noch eine Kriminalgeschichte.
Schön zu lesen. Manchmal ein paar kleine Glaubwürdigkeitslücken, die aber nicht zu sehr stören. Die teilnehmenden Personen sind so gut und nett beschrieben, dass man das gern verzeiht.
Rezensionen von Cyrana:
Tolles Setting, schlechte Umsetzung
Children of Blood and Bone - Goldener Zorn von Tomi Adeyemi
Zélie lebt mit ihrem Vater und ihrem Bruder Tzain in einem Dorf am Meer. Seit vor vielen Jahren in einer einzigen Nacht alle Magischen getötet wurden und die Magie aus der Welt verschwand, werden alle diejenigen, die vorher Magie gehabt hätten, schlecht behandelt und müssen mehr Steuern zahlen als anderen.
Diese "Maden" erkennen alle sofort an ihren weißen Haaren. Auch Zélies Mutter wurde bei dem Massaker getötet und seitdem ist ihr Vater nicht mehr derselbe. Schuld an diesem Elend hat der König. Und gerade die Tochter des Königs, Amaris, spielt bald eine Rolle im Leben von Zélie, die sich auf die Suche macht, um die Magie zurück zu holen.
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch; eine Jugend-Fantasy-Reihe, die in einer Welt spielt, die in ihren Elementen an Afrika erinnert. Sei es nun die Beschreibung der Personen, aber auch der Tiere, der Landschaft und auch die beschriebene Magie und ihre Beschwörung. Ein sehr spannendes Setting und auf jeden Fall mal etwas Neues, das aus der Menge heraussticht.
Allerdings wurde ich dann leider enttäuscht, da hier so viel Potential verschenkt wurde. Die Charaktere bleiben zu flach und Probleme werden leider allzu rasch und einfach "aus der Welt geschaffen". Lediglich die Szene des größten Kampfes hat mich überzeugen können mit ihren tollen Beschreibungen. Überhaupt fand ich die Idee hinter der Geschichte und die Beschreibungen gar nicht mal schlecht, nur leider wurde viel zu wenig daraus gemacht. Aber da es sich um ein Debut handelt, bin ich gespannt, was die Autorin bis zum nächsten Teil lernen wird und wie es weitergehen wird. Potential gibt es definitiv. (2,5 Sterne)
Rezensionen von Caroline :
Auch für Schottland Fans - ein wundervoller Sommerroman
Sommer in St. Ives von Anne Sanders
Sechs Wochen Urlaub in Cornwall klingen himmlisch. Gemeinsam mit ihren Eltern, ihrer Großmutter und ihren zwei Geschwistern Lynda und Lucas verspricht sich Lola Sommer, Sonne, Strand und Meer.
In St. Ives angekommen, beginnt die Zeit verheißungsvoll. Ihre Unterkunft ist mondän und das Haus thront über dem Städtchen mit einem majestätischen Ausblick auf das Meer.
Die Idylle scheint perfekt. Die Blase der Gemütlichkeit platzt, als Großmutter Elvira verkündet sich verlobt zu haben und die Hochzeit in vier Wochen stattfinden soll. Nach einem knappen Jahr Trauerzeit! Sam heißt der Glückliche und sie kennen einander seit knapp sechs Jahrzehnten. Die Reaktionen fallen unterschiedlich aus. Vor allem Samantha kämpft mit der Entscheidung ihrer Mutter. Sie glaubt, dass damit das Ansehen ihres Vater zerstört wird.
Lola wird kurzzeitig zu Elviras Vertrauter, denn sie vermag es zwischen den Parteien zu vermitteln. Lola gewinnt kleine Einblicke in die Vergangenheit ihrer Großmutter, die ihr nicht immer gefallen. Dennoch hilft sie tatkräftig mit, die Hochzeit zu einem unvergesslichen Ereignis zu machen. Nicht uneigennützig, da sie dabei Chase Bellamy trifft. Gegen seinen Charme scheint sie machtlos zu sein.
Die Stimmung in der Familie kippt zusehens, denn alle hängen ihren Gedanken und Spekulationen nach, ohne Antworten darauf zu bekommen. Elviras Hochzeitstraum scheint zum Scheitern verurteilt, die Streitigkeiten in der Familie eskalieren.
Wie hat es mir gefallen?
Anne Sanders Schreibstil bewunderte ich bereits bei "Mein Herz ist eine Insel". In diesem Buch gefiel mir auch die weibliche Hauptfigur Lola (Isla dagegen gewann ich erst am Ende lieb).
Als bekennender Schottland Fan verirre ich mich selten nach England! Dieser Trip hat sich auf jeden Fall gelohnt, die Autorin macht mir damit so richtig Lust nach Cornwall, im besonderen nach St. Ives zu fahren.
Dieses Küstenstädtchen mit den bunten Häusern, den Sandstränden, wie sie sonst nur in der Karibik zu finden sind, scheint für einen Urlaub besonders geeignet zu sein. Ich denke, ich brauche keinen Stadtplan mehr, denn ich habe das Gefühl mich durch die Beschreibungen in St. Ives aus zu kennen. Wie im Buch erwähnt, verbrachte schon Virginia Woolf hier ihre Ferien und verarbeitete dabei den Leuchtturm in einem ihrer Romane. Ihr seht also: Lesen bildet!
Im Focus steht, neben der wunderbaren Landschaft, die Familie rund um Großmutter Elvira. Ihrem Leben ist ein wichtiger Teil der Geschichte gewidmet. In ihren Kapitel erzählt sie von ihrem außergewöhnlichen Sommer in St. Ives als sie 15 Jahre alt war und ihrer unendlichen Trauer um ihren Vater. Sie berichtet von dem Drama rund um ihre Mutter und wie sie ihr Studium beginnt. Eine junge Frau, die Träume und Ziele in ihrem Leben hat.
Das Hauptaugenmerk liegt in der Gegenwart bei Lola und dem Durcheinander wegen der Hochzeit. Sie versucht zwischen ihrer Mutter und ihrer Großmutter zu vermitteln. Beide beharren auf ihren Standpunkten ohne Zugeständnisse machen zu wollen. Abseits des Trubels verbringt sie viel Zeit mit Chase. Die zarten Bande, die sie miteinander verbinden, blühen langsam auf und Lola vertraut ihm manche ihrer Geheimnisse an. Sie befürchtet für Chase nur ein Urlaubsflirt zu sein, aber entscheidet sich den Moment zu genießen ohne an das kommende Ende zu denken.
Erwähnen möchte ich die tollen Nebenfiguren, allen voran Lucas Lolas kleinem Bruder. Ein Teenager mit morbidem Humor, jungenhaftem Charme und immer den passenden Spruch auf den Lippen.
Elviras Verlobter Sam, wenn auch schon über 70 mochte ich auf Anhieb. In den Rückblicken erhaschen wir Einblicke in sein Leben und seine Vergangenheit. Wir erahnen, warum Elvira so schnell Nägel mit Köpfen machen will.
Mein Fazit:
Ein wundervoller Roman, er beginnt locker und leicht, wie die Sonnenstrahlen an einem frühen Morgen. Die Geschichte entwickelt sich weiter, bringt schwerere Themen auf, die dunklen Wolken gleichen, die ein Gewitter mit sich bringt. Dieses Buch war witzig, traurig, bewegend und hoffnungsvoll, ein rundum gelungener Sommerroman.
www.mariessalondulivre.at










