Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Pink Anemone:
Der 2. Teil der Graphic-Novel Reihe "Penny Dreadful" konnte mich sogar einen Ticken mehr begeistern - viel Action und überraschende Wendungen
The continuation of the Penny Dreadful story where the future of humanity is at stake! Mankind has been caught in the middle of a war, one which they have little chance of surviving. As the relics of an evil long since thought vanquished emerge from the darkness, the legacy of Vanessa Ives’ death is clear: A battle is coming, and the victor shall show no mercy.
With so much at stake, old grudges must be cast aside if humanity is to take a stand against the armies of evil mustering to destroy each other!...(Klappentext)
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"I am mother and father; your master made flesh.
My children, follow me and I will give you the world you all deserve."
Dies ist der 2. Teil der Graphic Novel-Reihe "Penny Dreadful", der Fortsetzung der TV-Serie im Graphic Novel-Format. Dieser schließt direkt an den 1. Teil an. Wer also weder die TV-Serie bis zum Ende gesehen hat, noch den 1. Teil de Graphic Novel-Reihe kennt, sollte nun aufhören zu lesen. Spoiler sind leider unvermeidbar.
Spoileranfang
Der 1. Teil endete mit einem Supergau - Luzifer hat sich aus der Unterwelt erhoben, indem er vom toten Körper Vanessa Ives Besitz ergriff, die Toten erheben sich, gewinnen an Macht und Sir Malcolm ist tot. Nur eine kleine Gruppe scheint sich der Macht des Bösen entgegenzustellen und versucht diese zu bekämpfen. Mr. Chandler, Lily und ihre Schwestern, Miss Hartdegen und nun auch Dr. Frankenstein. Für dieses schier unmögliche Unterfangen benötigen sie die Hilfe einer Kreatur derer sie niemals wieder begegnen wollten.
Spoilerende
In diesem Teil kreuzen weitere Bekannte aus der TV-Serie unseren Weg, welche wir im 1. Teil vermisst haben - Dorian Gray, Victor Frankenstein, Dr. Jekyll bzw. Mr. Hide und auch Renfield, welcher nun für die beiden Doktoren arbeitet.
Die wundervoll typisch düstere Atmosphäre durch Illustration und Farbgebung wird auch hier beibehalten. Wer bezüglich der Illustratoren mehr Information haben möchte, kann sich meine Rezension zum 1. Teil "Penny Dreadful - The Awaking" durchlesen.
Auch für schwarzen Humor wird hier wieder gesorgt, diesmal durch die mutige und unkonventionelle Thanatologin Miss Hartdegen.
Meines Erachtens geht es hier jedoch wesentlich spannender zur Sache als im 1. Teil. Dies liegt vor allem an den ein oder anderen Actionszenen, aber vor allem an einigen überraschenden Wendungen. Chris King schafft es hier den Leser mehrmals durch den Storyverlauf zu überraschen und natürlich endet die Geschichte wieder mit einem riesigen Cliffhanger.
Dieser Teil kommt somit der TV-Serie wesentlich näher und ich bin dieser Graphic Novel-Serie vollends verfallen.
"Ethan, there is a reason Satan has pursned the mother of evil for centuries.
In order to rule earth, he needs a child.
Now that Satan has taken the form of the mother of evil,
he will have the absility to give birth to the Anti-Christ."
Am Ende der Story gibt es wieder ein paar Illustrations- und Cover-Schmankerln.
Fazit:
Der 2. Teil der Graphic Novel-Serie "Penny Dreadful" konnte mich sogar einen Ticken mehr begeistern.
War ich beim 1. Teil hauptsächlich froh, dieser Reihe, wenn auch auf andere Art und Weise, wieder folgen zu können, so bin ich mit diesem Teil vollends in dieser Fortsetzung und somit der neuen Story angekommen. Spannender, fesselnder und auf jeden Fall actionreicher gestaltet sich dieser Teil. Hinzu kommen mehrere überraschende Wendungen, die man so nicht erwartet hätte.
Nun kann ich es nicht mehr erwarten den 3. Teil zu lesen, welcher im Herbst 2018 erscheint.
Rezensionen von dorli:
Das Jahrhundertversprechen
Das Jahrhundertversprechen von Richard Dübell
In seinem historischen Roman „Das Jahrhundertversprechen“ nimmt Richard Dübell den Leser mit in das Berlin der 1920er Jahre und präsentiert ein facettenreiches und vor allen Dingen sehr glaubwürdiges Bild der damaligen Zeit.
Inflation und Wirtschaftskrise machen der Bevölkerung in der Zwischenkriegszeit schwer zu schaffen.
Auch die von Briests können sich dem nicht entziehen, sie stehen kurz vor dem Bankrott. Das Gut wirft nicht genug ab und auch um Ottos und Hermines Detektivagentur steht es schlecht, es mangelt an Aufträgen.
Gekonnt verknüpft Richard Dübell wahre Begebenheiten aus der Zeit der Weimarer Republik mit fiktiven Geschehen und lässt seine Figuren – fiktive Akteure wie auch historische Persönlichkeiten – vor dem Auge des Lesers lebendig werden. Sehr anschaulich erzählt der Autor vom Alltag und den widrigen Lebensumständen, von der politischen Lage, dem technischen Fortschritt und dem kulturellen Leben. Alles, was die Menschen damals beschäftigt und bewegt hat, fließt in die Handlung ein. Man erlebt viele aufregende und einschneidende Momente sehr intensiv mit und kann sich daher bestens in die Zeit und die Situation der Menschen einfühlen.
Ich habe mit den Akteuren mitgefiebert, wenn es um die Erfüllung ihrer Wünsche und Träume ging. Habe ihre Sorgen geteilt und ihre Ängste gespürt. Ich habe mit Otto und Hermine um ihr Gut gekämpft, habe mich über hinterhältige Weggefährten aufgeregt und wurde von Max’ Leidenschaft für Automobile und den Motorsport und von Luisas Liebe zum Film mitgerissen.
Richard Dübell hat mich auch mit dem dritten Teil seiner Jahrhundertsaga begeistert. Diese Familiengeschichte ist eine ereignisreiche Zeitreise voller Abenteuer und Emotionen - es hat großen Spaß gemacht, die von Briests durch die Höhen und Tiefen ihrer Zeit zu begleiten.
Rezensionen von Gaby 2707:
Ein Leben zwischen München und Mallorca
Gruppentherapie von Friedrich Kalpenstein
Ben Valdern ist gerade mal 30 Jahre alt, als der bodenständige Architekt aus München-Schwabing sein Architekturbüro und damit seine Existenz in den Sand setzt. Sein guter Freund Sascha vermittelt ihm einen Auftrag nach Mallorca an den Ballermann. Hier verdient Ben ab jetzt im "UNIVERSUM" als Partysänger Benny Biber sein Geld.
Bis er eine neue Stelle als Architekt im Büro Zöllner & Zöllner angeboten bekommt und sich die Tochter des Inhabers auch noch in ihn verliebt. Ab jetzt steht Ben unter Stress mit 2 Jobs. Denn den Ballermann und die Liason mit der Barfrau Eva will er nicht aufgeben.
Für mich ist "Gruppentherapie" das erste Buch von Autor Friedrich Kalpenstein. Aber es wird definitiv nicht das letzte sein.
Ich bin von seinem Schreib- und Erzählstil begeistert. Spritzige Dialoge, Situationskomik vom Feinsten und eine Geschichte, die einfach perfekt passt. Die kulturellen Unterschiede in Bens Leben, einerseits seine Auftritte am Ballermann, andererseits sein Leben an Clarissas Seite in der Münchner High Society, werden sehr klar dargestellt.
Mit Ben "Benny Biber" Valdern hat der Autor einen sehr sympathischen Protagonisten kreiert, den ich mir mit seiner schwarzen Perücke und der riesen Sonnenbrille auf Malle auch im wahren Leben gut vorstellen kann. Genauso aber auch in Anzug mit Kravatte in seinem seriösen Beruf im Architekturbüro.
Bei seinem dauernden Hin und Her zwischen München und Malle, zwischen Clarissa und Eva, sind Schwierigkeiten ja eigentlich schon vorprogrammiert. Aber lange Zeit meistert er dieses Doppelleben mit Bravur. Er kann sowohl mit seinen zumeist angetrunkenen Fans im UNIVERSUM umgehen, aber macht sich auch sehr gut bei den Abendveranstaltungen seines Schwiegervaters in spe. Wobei mir Vater Frank Zöllner und Tochter Clarissa von Anfang an nicht sonderlich sympathisch waren. Ganz im Gegensatz zu Bens Freund Sascha, der Bens Musik und Texte für die Sause auf Malle schreibt, und Clarissas Schwester Tina, die in München einen Dritte Welt Laden führt. Auch die anderen Handelnden haben ihre Ecken, Kanten und Macken und sind sehr gut vorstellbar. Hier und da sehe ich mich mit den Ballermann-Fans vor der Bühne stehen, kann die Songs von der CD mitsingen und feiere einfach mit.
Was mir wie immer, wenn eine Geschichte in meinem Lebensmittelpunkt München angesiedelt ist, besonders gut gefällt, dass ich mit Ben vom Architekturbüro Zöllner in Schwabing über den Karlsplatz zur Sonnenstraße, wo Sascha sein Tonstudio hat und weiter zu seiner Wohnung in der Nymphenburger Straße ziehen kann und immer genau vor Augen habe, wo ich mich gerade befinde.
Witzige Situationskomik, spritzige Dialoge, eine amüsante Geschichte, Partyhits vom Ballermann und viele Klischees – so sehen die Zutaten für einen humorvollen Sommerroman aus. Meine Mundwinkel ziehen sich immer noch nach oben.
Rezensionen von Vicky:
Wo Rauch ist, da ist auch Feuer
The Ivy Years - Was wir verbergen von Sarina Bowen
Ich finde ‚The Ivy Years – Was wir verbergen‘ hat ein tolles Cover, es ist zwar recht einfach gestaltet aber dennoch ist es schön und auf jeden Fall ein Augenfang.
Der Roman ist der zweite Band der Reihe ‚The Ivy Years‘, er besteht aus insgesamt einundzwanzig Kapiteln welche sich auf zwei Teile und ‚Drei Monate später‘ aufteilen.
Unter 'Zu diesem Buch' kann man sich einen kurzen aber bereits recht guten Eindruck von der Geschichte von Sarina Bowen holen.
Jedes Kapitel hat einen Titel, das finde ich gut denn so wird mein Kopfkissen angeregt und ich überlege bereits immer am Anfang was hier passieren könnte und spinne mir Ideen zusammen.
Außerdem wird hier von bzw. durch verschiedene Personen erzählt, die Hauptfiguren Scarlett und Bridger wechseln sich ab. Das finde ich sehr gut, denn so bekommt man einen Einblick in beide und versteht sie und ihr Handeln dadurch viel besser. Außerdem finde ich es auch sehr erfrischend und abwechslungsrein mal die Sicht der Frau, mal die Sicht des Mannes zu lesen und dadurch mehr von den zweien zu erfahren.
Der Schreibstil von Sarina ist sehr angenehm, wodurch der Roman flüssig zu lesen ist, die Seiten fliegen nur so dahin. Allerdings war mir das bereits von ihrer ‚True North‘-Reihe bekannt und dadurch auch keine Überraschung für mich – ich hatte es sogar erwartet bzw. vorausgesetzt und wurde nicht enttäuscht!
Einziges was mich etwa enttäuscht hatte ist, dass wir die Figuren aus Teil eins so gut wie gar nicht zu Gesicht bekommen haben, das hätte ich mir gewünscht tut dem Buch insgesamt betrachtet allerdings keinen Abbruch. Ich finde es nur etwas Schade da es sich ja um eine Reihe handelt und ich bei solchen halt immer gerne von und über frühere Figuren lese!
Fazit: Absolut empfehlenswert! Ich werde die zukünftigen Bände dieser Reihe definitiv lesen und auch die Autorin selbst im Auge behalten und kann dieses Vorgehen auch jedem anderen nur wärmstens empfehlen!
Rezensionen von LEXI:
Ich wollte nie ein normales Leben, ich wollte ein Abenteuer.
Mit Sari auf Safari von Tabitha Bühne
„Ich werde heirate. Ich werde meinen Job kündigen. Und ich werde nach Indien ziehen. Möglicherweise war ich von allen guten Geistern verlassen. Aber ich freute mich auf eine spannende Zukunft.“
„Eine naturliebende, gerne alleine im Wald laufende blonde Frau mit heller Haut in einer völlig überfüllten und zugemüllten Großstadt mit extremen Smogwerten und ständigem Verkehrschaos.
Die totale Reizüberflutung.“
Das Leben der impulsiven und freiheitsliebenden Tabitha Bühne wird durch ihren Umzug nach Indien völlig auf den Kopf gestellt. Dieses Buch schildert in Tagebuchform die einzelnen Stationen ihrer abenteuerlichen Reise und liefert faszinierende und teilweise erschütternde Einblicke in das Alltagsleben in Indien.
Tabitha Bühne ist eine tief gläubige Frau aus einer christlichen Familie und wuchs im Sauerland auf. Die sportliche junge Frau mit dem langen blonden Haar und den blauen Augen arbeitete als Model, Filmemacherin, Ernährungsberaterin und Fitnessexpertin. Sie lernte Dr. Markus Spieker kennen und als die beiden sich verliebten und beschlossen, zu heiraten, ließ Tabitha sich auf das Abenteuer ihres Lebens ein: sie folgte dem Mann ihres Herzens für drei Jahre nach Indien, wo dieser als Fernsehkorrespondent tätig war.
Im vorliegenden Buch werden detaillierte Einblicke in das Alltagsleben in Indien gewährt, wobei die Autorin nicht nur die positiven Seiten und schönen Erlebnisse hervorhebt. Sie thematisiert vielmehr auch die Schattenseiten vom Leben in Dehli, einer Metropole, die zugleich auch als Hauptstadt der Vergewaltigungen und gefährlichste Stadt für Frauen und Kinder in ganz Indien bekannt ist. Tabitha Bühne erlebte die Realität der Slums, sah Leid und Elend, und wurde mit bettelnden Straßenkindern und Kinderarbeit konfrontiert. Der Aufenthalt in der lauten, chaotischen und geruchsintensiven Hauptstadt Indiens und die unglaublich hohen Smogwerte stellten einen starken Gegensatz zu ihrem bisherigen Leben dar. Auch die Ernährung, die hygienischen Bedingungen, die schlechte Behandlung von Frauen und der Glaube an die verschiedenen Gottheiten empfand sie zunächst als gewöhnungsbedürftig. Und dennoch wuchs Tabitha Bühne dieses Land ans Herz. Sie schrieb voller Begeisterung über die bunte Farbenpracht der herzlichen indischen Frauen, denen Schönheit, Schmuck und Kleider sehr wichtig sind. Sie genoss die entspannte und zufriedene Lebensart der indischen Bevölkerung und die lebensfrohen Menschen um sie herum.
Dieser persönliche Reisebericht ist in sehr einfachem Schreibstil und unter Einbeziehung der Alltagssprache verfasst. Die Geschichte von Tabitha Bühnes Aufenthalt in Indien wird als eine Aneinanderreihung verschiedener Erlebnisse und Erfahrungen erzählt. Zu meinem großen Bedauern tendieren immer mehr Autoren dazu, die Gegenwartsform für ihre Erzählungen zu wählen – was leider auch bei diesem Buch der Fall war. Ich persönlich mag diesen Erzählstil überhaupt nicht – und speziell bei einem Bericht, der einen Zeitraum in der Vergangenheit im Ausmaß von immerhin zwei Jahren umfasst, stört mich das Präsens als vorherrschende Erzählform massiv. Mir fehlte einfach die zeitliche Distanz und ich ertappte mich permanent dabei, diese von der Autorin gewählte Zeitform während der Lektüre laufend gedanklich zu korrigieren.
Fazit: Ich hatte mich bislang noch niemals näher mit Indien beschäftigt. Durch „Mit Sari auf Safari“ eröffneten sich mir interessante und informative Aspekte über das Leben in diesem Land. Das Buch gefiel mir inhaltlich zwar sehr gut, die Umsetzung hat jedoch aufgrund des Schreibstils und der gewählten Erzählform mein Lesevergnügen empfindlich getrübt.
Rezensionen von manu63:
Krankenhausleben
Die Charite von Tabitha Bühne
Die Charite Hoffnung und Schicksal ist ein Historischer Roman der Autorin Ulrike Schweikert. Die Autorin beleuchtet in ihrem Buch das Leben und Wirken im Berliner Krankenhaus Charite. Das Buch setzt ein im Jahr 1831, in dem die Cholera Berlin heimsuchte. Erzählt wird die Geschichte dreier unterschiedlicher Frauen, zum einem Martha Vogelsang, eigentlich Hebamme aber sie wechselt ins Totenhaus der Charite um ihrem Sohn ein besseres Leben ermöglichen zu können.
Zum zweiten ist dann die Geschichte rund um Gräfin Ludovica, die gefangen ist in einer Ehe mit einem Hypochonder und als drittes Elisabeth Bergmann, die nicht das Schicksal vieler Frauen ihrer Zeit teilen möchte, die an einem Ehemann gebunden sind, der seine Frau nicht gut behandelt.
Das Seelenleben der Protagonisten wird lebhaft geschildert und die Behandlungen der damaligen Zeit muten heute brutal und grausam an. Die Ärzte handelten nach bestem Wissen und Gewissen, aber nicht immer unbedingt zum Wohl ihrer Patienten. Die Krankenwärter und-wärterinnen werden in der Geschichte als brutal und nicht sonderlich mitfühlend beschrieben. Die Handlung selber wird lebhaft und ohne Schnörkel beschrieben und hielten mich im Bann der Geschichte. Die einzelnen Schicksale der Frauen werden zeitgemäß dargestellt und liefern ein gutes Bild der damaligen Zeit. Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und ich kann es trotz einiger unschöner Beschreibungen von Behandlungen als interessante Lektüre empfehlen.
Rezensionen von manu63:
Anrufe aus dem All
Miss Gladys und ihr Astronaut von Barnett David M.
Miss Gladys und ihr Astronaut ist ein Roman des Autors David Barnett. Er erzählt eine, in meinen Augen tiefgründige Geschichte, zwischen Menschen die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben. Thomas Major ist auf dem Flug Richtung Mars, wo er die Vorbereitungen treffen soll damit eine Marskolonie gegründet werden kann.
Miss Gladys ist eine über siebzig Jahre alte Großmutter die sich um ihre Enkel kümmern soll, während der Vater der Kinder im Gefängnis sitzt. Leider wird Miss Gladys immer vergesslicher und nun droht der kleinen Familie die Zwangsräumung ihres Heims. Nun kommt vielleicht Rettung in Gestalt von Thomas Major oder rettet Miss Gladys und ihre Familie eher Thomas Major?
Dem Autor gelingt eine Geschichte zu erzählen die erst humorig daher kommt und dann ernste Töne anschlägt ohne pathetisch zu werden. Die Probleme von Gladys, Ellie und James verbinden sich mit den Problemen die Thomas Major ein Leben lang mit sich herum getragen hat. Dabei ist der Schreibstil locker und gut lesbar, die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt und als Leserin konnte ich den Gedankengängen und Motiven der Protagonisten gut folgen. Die Dialoge sind interessant und vielseitig. Insgesamt eine Geschichte die mich gut unterhalten hat und die diverse Probleme gut angegangen ist. Das Ende gefiel mir sehr gut und bietet zuversichtliche Zukunftsaussichten für alle Beteiligten.
Rezensionen von jiskett:
Wieder ein guter Mopskrimi
Mopshöhle von Martina Richter
Nachdem Holmes in "Mopssturm" mit seinem bisher persönlichsten Fall und den daraus entstehenden dramatischen Konsequenzen für seine Familie konfrontiert wurde, behandelt "Mopshöhle" die Nachwirkungen dieser Ereignisse. Der Mops selbst hat mit einem Trauma zu kämpfen, was ihm in vielerlei Hinsicht das Leben erschwert, und das belastet natürlich auch alle um ihn herum.
Mir hat gefallen, dass die Autorin ausführlich darauf eingegangen ist, wie schwer es sein kann, nach solchen Erlebnissen zurück in die Normalität zu finden; es kam mir sehr realistisch vor und ich mochte, dass seine Besitzer und Freunde das Problem ernst genommen haben.
Watersons Idee, Holmes zu einem Beamtenaustausch in die Provence mitzunehmen, war definitiv gut und hat dafür gesorgt, dass einige bereits bekannte Charaktere wieder aufgetreten sind, beispielsweise eine Tochter des Protagonisten, die nun in Frankreich lebt. Allerdings ist der Aufenthalt dort für den Polizeimops keineswegs so entspannt und friedlich, wie alle gehofft haben dürften, da er schnell wieder in Ermittlungen involviert wird; diese haben eine gewisse Brisanz, weil der Täter immer zu einem gewissen Zeitpunkt zuschlägt und dieser Tag sich rasch nähert. Dadurch kommt gerade gegen Ende des Buches Spannung auf, aber der Fall war generell gut aufgebaut und interessant. Zwar hat er sich teilweise vorhersehbar entwickelt, doch andere Aspekte waren überraschend und es gibt überzeugende falsche Fährten. Die Auflösung fand ich stimmig, auch wenn ich gerne noch ein bisschen mehr über das Motiv des Täters erfahren hätte.
Besonders gefallen hat mir, dass Holmes zwar noch traumatisiert ist, er aber trotzdem zeigt, wieso er für die Polizei eine so unschätzbare Hilfe ist. Seine außergewöhnliche Intelligenz ist von großer Bedeutung, obwohl es wieder Skeptiker gibt, die erst davon überzeugt werden müssen, was zu einigen unterhaltsamen Szenen führt. Ich fand ebenfalls gut, dass die unterschiedlichen Familienmitglieder - Menschen und Tiere - wieder eine wichtige Rolle für die Geschichte gespielt haben und ihre Zusammenarbeit entscheidend war, um den Fall aufzuklären.
Der sechste Teil der Reihe bekommt von mir, wie die Vorgänger, 4 Sterne. Es ist ein fesselnder Krimi, der nicht nur einen interessanten Fall liefert, sondern auch sehr gut mit den Nachwirkungen der Ereignisse aus dem vorherigen Band umgeht und zugleich schöne Familienszenen und humorvolle Momenten enthält.
Rezensionen von Biest:
Medizin im Jahre 1831
Die Charite von Martina Richter
Sternstunden der Medizin
Die Charité – Geschichten von Leben und Tod, von Hoffnung und Schicksal im wohl bekanntesten Krankenhaus Deutschlands.
Inhalt:
Berlin, 1831. Seit Wochen geht die Angst um, die Cholera könne Deutschland erreichen – und als auf einem Spreekahn ein Schiffer unter grauenvollen Schmerzen stirbt, nimmt das Schicksal seinen Lauf.
In der Charité versuchen Professor Dieffenbach und seine Kollegen fieberhaft, Überträger und Heilmittel auszumachen: ein Wettlauf gegen die Zeit. Während die Ärzte um das Überleben von Tausenden kämpfen, führen drei Frauen ihren ganz persönlichen Kampf: Gräfin Ludovica, gefangen in der Ehe mit einem Hypochonder, findet Trost und Kraft in den Gesprächen mit Arzt Dieffenbach. Hebamme Martha versucht, ihrem Sohn eine bessere Zukunft zu bieten, und verdingt sich im Totenhaus der Charité. Die junge Pflegerin Elisabeth entdeckt die Liebe zur Medizin und - verbotenerweise - zu einem jungen Arzt.
Meine Meinung:
Dieses Werk der Autorin hat mich wirklich sehr beeindruckt. Man bekommt tiefe Einblicke in den Krankenhausalltag von damals. Die Geschichte beginnt 1831 in Berlin. Man beginnt zu lesen und fühlt sich sofort zurückversetzt in die damalige Zeit.
Bei den Zuständen, die damals herrschten, läuft es einem eiskalt den Rücken runter und man kann froh sein, dass sich die Medizin bis heute so gut entwickelt hat.
Die Recherchearbeiten zu diesem Buch waren sehr umfangreich und haben sich auf jeden Fall gelohnt. Man bekommt einiges an Fachwissen vermittelt, über die Methoden und Ansichten von damals.
Die Charaktere, bis auf einige wenige, gab es damals wirklich. Auch da hat die Autorin eine sehr gute Recherchearbeit abgeliefert und den Figuren erneut Leben eingehaucht. Sie waren toll dargestellt, sehr authentisch und menschlich. Man konnte sich gut in sie hineinversetzten, vor allen Dingen in Elisabeth. Man merkt, was die Arbeit einem damals abverlangt hat, man spürt die Ängste der Menschen vor den vielen tödlichen Krankheiten, aber auch die Hoffnung alles gut zu überstehen und seine Ziele zu erreichen wird sehr gut transportiert.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er war flüssig und ließ sich für einen historischen Roman mit so vielen Fakten wirklich wunderbar lesen.
Auch das Cover gefällt mir gut. Eine Wärterin in Arbeitskleidung mit einer Rose in der Hand. Die Farben harmonieren sehr gut miteinander. Mich erinnert dieses Cover sehr an "Revolution im Herzen" welches mir auch schon sehr gut gefallen hat.
Fazit:
Ein perfekt recherchierter historischer Roman über die Charité, deren Ärzte und Wärterinnen. Die Methoden, Forschungen und Ansichten von damals werden sehr gut dargestellt. Ein Lesemuss für alle Fans historischer Romane.
Rezensionen von christina.hirschberger@gmail.com:
Gemeinsam Achtsamkeit üben
Mindful@work von Ralf Braun
> Hintergrund
Momentan gibt es einen regelrechten Hype um das Thema Achtsamkeit. Diese Tatsache ist zum einen natürlich zu begrüßen, da sich mehr Menschen mit diesem Begriff auseinandersetzen, zum anderen führen solche Trends aber auch dazu, dass der Kommerz in den Mittelpunkt rückt und nur noch Profite erwirtschaftet werden sollen.
Mit einem durchaus kritischen Blick habe ich mich nun diesem Buch gewidmet und war von meiner Erfahrung überrascht.
> Aufbau und Inhalt
Zu Beginn des Buches erläutert der Autor, was sein Werk von den vielen weiteren Publikationen zum Thema Achtsamkeit besonders macht, nämlich dass sich die Anleitungen auf berufliche Teams anwenden lassen. Er gibt weiterhin Hinweise, wie die optimale Arbeitsweise mit diesem Buch aussehen kann.
Weiterhin führt er den Leser an das Thema Achtsamkeit heran, er zeigt auf, was man unter diesem Begriff versteht und welche Erfolge erwartet werden können.
Sehr gut gefällt mir, dass man Übungen auch mit einer CD machen kann. So konzentriert man sich vollkommen auf die Ausführung der Übung und wird nicht durch Lesen oder Umblättern abgelenkt.
Die Übungen können leicht und ohne größeren Aufwand in vielen Situationen umgesetzt werden. Der Autor gibt hilfreiche Hinweise, wie sich die kleinen Einheiten im Arbeitsalltag integrieren lassen.
Dass man alle Übungen auch gemeinsam im Team machen kann, finde ich sehr interessant und würde das gerne an meinem Arbeitsplatz ausprobieren. Da muss man sich aber natürlich bewusst sein, dass das Thema Achtsamkeit nicht bei jedem Teammitglied gleichermaßen Interesse hervorruft.
> Fazit
Ein Buch, das aufzeigt, wie simpel man kurze Achtsamkeitsübungen im Arbeitsalltag integrieren kann. Das besondere hierbei ist, dass alle Übungen auch im Team ausgeführt werden können.
> Eckdaten
Titel: Mindful@work: Anleitungen für einen achtsamen Arbeitsalltag
Autor: Ralf Braun
Verlag: Clett-Kotta
ISBN: 9783608962369









