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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von LEXI:

Jesus, der Mann, der in kein Schema passt

Faszination Jesus von Werner Roland; Baltes Guido

Im vorliegenden Buch, bei dem es sich um eine leicht überarbeitete und aktualisierte Version aus dem Jahr 2005 handelt, versuchen die beiden Autoren, den Vorurteilen und dem Halbwissen über Jesus entgegenzutreten. Der Hauptteil wurde von Dr. Roland Werner verfasst und beschäftigt sich mit der Frage danach, wer Jesus ist und was er mit uns zu tun hat.

Der knapp über siebzig Seiten zählende Anhang wiederum stammt von Dr. Guido Baltes und behandelt Themen von theoretischem Interesse. Aufgrund der kleinen, eng beschriebenen Seiten und der großen Menge an theoretischem Inhalt stellte das Buch keine einfache Lektüre dar. Es ist den Autoren hervorragend gelungen, das Wissen über Jesus zusammenzutragen und sie bieten ihren Lesern eine unglaubliche Vielfalt an Informationen und Sichtweisen – dieses Buch zeugt von akribischer Recherche und höchst umfangreichem Hintergrundwissen. So geht Dr. Roland Werner beispielsweise auf die verschiedenen Jesusbilder ein, nimmt die Berichte römischer Geschichtsschreiber unter die Lupe, beleuchtet die Darstellung Jesu in den Evangelien, beschäftigt sich mit Aspekten seiner Lehre, seines Wirkens, seines Lebens und Sterbens. Er geht auf die Gleichnisse, die Wunder und Heilungen ein, schreibt über die Bedeutung des Fischsymbols ICHTHYS (Jesous Christos THeou Yios Soter) und über die grausamste Hinrichtungsart der Antike: das Kreuz und die Kreuzigung als Methode, wie man einen Menschen so brutal und langsam wie möglich zu Tode foltern kann.

„Wenn wir die Faszination, die vom Leben Jesu ausgeht, richtig verstehen wollen, kommen wir nicht an seinem Tod am Kreuz vorbei.“

„Die Menschwerdung Gottes, die Inkarnation, ist die Grundlage für Kreuz und Auferstehung.“

Im von Dr. Guido Baltes verfassten Anhang schreibt der Autor über die Quellen, die uns von Jesus berichten, die Überlieferungen, beginnend mit jenen durch Jesu Jünger nach seinem Tod. Dr. Baltes schließt auch die Geschichte des Saulus aus Tarsus mit ein, der als Sonderbevollmächtigter des Hohen Rates für die Verfolgung der christlichen Gemeinden unterwegs war und während dieser religionspolizeilichen Mission eine Begegnung mit dem auferstandenen Jesus hatte. Eine Begegnung, die sein Leben komplett verändert hat. Besonders die Informationen zu den Verfassern der Evangelien aus alten, historischen Quellen sowie den Evangelien selbst, die Handschriftenfunde, apokryphe Evangelien und dem lange währenden Kampf um die Schriftrollen aus Qumran als sensationellsten Fund antiker Handschriften alter Zeiten fand ich in hohem Maße interessant. Den Abschluss dieses informativen Anhangs bilden Aussagen außerbiblischer/nichtchristlicher Quellen und Hinweise auf Jesus, dem Tag seiner Kreuzigung, die Ereignisse am Pfingstfest 30n. Chr. Und das frühe Christentum.

Fazit: Obgleich die Lektüre „Faszination Jesus“ eine gewissen Aufwand an Zeit und hohe Konzentration erforderte, lieferte sie mir eine höchst anregende und äußerst informative Zusammenfassung der bekannten Fakten zu Jesus. Ich kann dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Rezensionen von dorli:

Tidetod

Tidetod von Gerd Kramer

Husum. Ein Serientäter treibt in der nordfriesischen Küstenstadt sein Unwesen. Ein Mörder, der einerseits keine Skrupel kennt und nicht davor zurückschreckt, seinen Opfern ein qualvolles Ende zu bescheren, andererseits aber immer darauf bedacht ist, jedem Einzelnen eine Chance zu bieten, dem Tod durch mutiges Handeln zu entgehen.

Die Kommissare Flottmann und Hilgersen stehen vor einem Rätsel. Sie haben es mit einem äußerst raffinierten Täter zu tun, dessen Vorgehen ausgeklügelt und bis in kleinste Detail durchgeplant ist. Er hinterlässt keine Spuren. Eine Verbindung zwischen den Leidtragenden scheint es nicht zu geben und auch ein Motiv nicht erkennbar…

„Tidetod“ ist bereits der zweite Fall für den aus dem Rheinland stammenden Hauptkommissar Waldemar Flottmann und dem Husumer Urgestein Kommissar Gustav Hilgersen, der Krimi ist aber auch ohne Kenntnis des vorherigen Bandes bestens verständlich.

Gerd Kramer versteht es ganz ausgezeichnet, die Spannung schon nach wenigen Seiten auf ein hohes Level zu katapultieren. Der Krimi wird fesselnd erzählt und entwickelt rasch einen Sog, dem man sich als Leser nicht entziehen kann.

Unterschiedliche Perspektiven geben dem Leser die Möglichkeit, das Geschehen umfassend zu verfolgen. Man lernt den Mörder kennen und erfährt, wie er tickt und was ihn antreibt; man ist dabei, wenn die Opfer in einer fast ausweglosen Situation um ihr Leben kämpfen und man erlebt natürlich auch die Ermittlungen der Kommissare hautnah mit. Wieder mit von der Partie ist auch Leon Gerber, dessen besondere Gabe – ein hochsensibles Gehör – auch in diesem Krimi wieder zum Einsatz kommt.

Der Kriminalfall ist verzwickt und hält sowohl für Flottmann und Hilgersen wie auch für den Leser einige Überraschungen bereit. Ich konnte durchweg prima mit den beiden mitgrübeln und miträtseln und habe bis zum Ende nicht geahnt, wer hier seine kriminellen Finger im Spiel hat.

Neben der sehr spannenden Krimihandlung trägt auch das humorvolle Miteinander der Kommissare zur Unterhaltung bei. In den Dialogen zwischen Flottmann und Hilgersen wird gefrotzelt und gestichelt - es ist einfach herrlich, den beiden zuzuhören.

„Tidetod“ hat mir sehr gut gefallen. Eine tolle Mischung aus hochgradiger Spannung und einem großartigen norddeutschen Humor. Absolute Leseempfehlung!

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Rezensionen von KimVi:

Interessante Fortsetzung der Reihe, doch leider sehr vorhersehbar

Er will dein Herz von Carver Tania

Gemma Adderley hat genug vom Leben an der Seite ihres gewalttätigen Ehemannes. Sie entschließt sich, gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter, in einem Frauenhaus Zuflucht zu suchen. Doch Gemma und ihre Tochter kommen nie dort an. Das Team von DI Phil Brennan wird kurze Zeit später zu einer Frauenleiche gerufen.

Die Frau wurde vor ihrem Tod offensichtlich schwer misshandelt. Außerdem fehlt das Herz der Leiche. Marina Esposito wird zur Befragung eines kleinen Mädchens, das allein und völlig verstört aufgefunden wurde, hinzugezogen. Obwohl Marina Esposito, nach den dramatischen Ereignissen des letzten gemeinsamen Falles, auf Abstand zu Phil Brennan geht, scheinen sie bei diesem Fall gemeinsam arbeiten zu müssen, um den Täter zur Strecke zu bringen....

Nach "Entrissen", "Der Stalker", "Stirb mein Prinz", "Jäger", "Morgen früh, wenn du willst" und "Du sollst nicht leben", ist dieser Band bereits der siebte Fall für Phil Brennan und Marina Esposito. Da die Handlungen in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ermittlungen aber auch problemlos folgen, wenn man noch keinen Teil der Reihe gelesen hat. Wenn man aber an der beruflichen und privaten Weiterentwicklung der Charaktere interessiert ist, empfiehlt sich, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der Reihenfolge.

Der Einstieg in den neuen Fall verläuft gewohnt spannend. Man ist sofort mitten im Geschehen und möchte unbedingt erfahren, wer der Täter ist. Es gibt wechselnden Perspektiven, bei denen man nicht nur die Ermittlungen betrachtet, sondern auch dem Täter über die Schulter schaut. Die Spannung wird bereits früh geweckt, kann aber leider nicht durchgehend gehalten werden. Das liegt sicher auch mit daran, dass Phil Brennan bei diesem Fall nicht gerade in Hochform ist, da ihm die Trennung von Marina stark zusetzt. Das lässt zwar die Charaktere lebendiger wirken, da damit auch das spektakuläre Ende des vorherigen Falls ein wenig weitergeführt wird und zeigt, wie Phil und Marina mit der allgegenwärtigen Bedrohung umgehen, doch die aktuellen Ermittlungen wirken längst nicht so spannend, wie die, der vorherigen Bände.

Erfahrene Thriller-Leser dürften außerdem schnell einen Verdächtigen ausmachen. Es gibt zwar noch einige Spuren, die es zu verfolgen gilt, doch überraschende Wendungen sucht man leider vergeblich. Der Fall wirkt bedauerlicherweise sehr vorhersehbar und wenig spannend. Die Handlung ist zwar durchgehend interessant, da man als Fan der Reihe natürlich auch die Entwicklung im Privatleben von Phil und Marina verfolgt, doch beeindruckende Wendungen, die für Spannung bei den aktuellen Ermittlungen sorgen könnten, gibt es kaum. Durch den flüssigen Schreibstil lässt sich das Buch zwar gut lesen, doch insgesamt gesehen, lässt sich dieser Band wohl eher bei den schwächeren Teilen der Reihe einordnen.

Ich habe bisher alle Bände der Serie mit großer Begeisterung gelesen. Der Anfang des aktuellen Falls konnte mich deshalb auch sofort wieder in den Bann der Ereignisse ziehen, doch die aufgebaute Spannung flachte für mich viel zu schnell ab und der Täter ließ sich, für meinen Geschmack, auch zu früh erahnen. Ich hatte auf eine spannende Wendung gehofft, doch in dieser Hinsicht wurde ich leider enttäuscht. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb nur drei von fünf Sternchen. Trotzdem werde ich der Reihe die Treue halten, da ich gerne erfahren möchte, wie es mit Phil und Marina weitergeht.

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Rezensionen von Gluecksklee:

Wahnsinnig spannend

Blutrausch - Er muss töten von Chris Carter

Wieder einmal nimmt uns der Autor mit seinem bekannten Ermittlerduo Hunter und Garcia mit zu einer nervenaufreibenden Ermittlung. Wenn die UV-Einheit ins Spiel kommt, dann weiß man, dass die Fälle, die auf die beiden Detectives zukommen, in der Regel grausam und brutal sind.

Zum einen schaffte es Chris Carter auch mit diesem Band wieder, dass ich bis zum Ende mitgefiebert habe.

Nach und nach kommen die Ermittler hinter die Denke des Serienkillers, dem sie dieses Mal auf den Fersen sind. Allerdings hat mich der Autor dieses Mal auch ein oder zwei Mal mit einer überraschenden Wendung total aus den Socken gehauen. Nach dem Ende von „Blutrausch – Er muss töten“, bin ich unglaublich gespannt auf die Ereignisse, die der nächste Band mit sich bringen wird.

Ich bin ein bekennender Fan der Reihe um die beiden Ermittler des LAPD und habe mich besonders darüber gefreut, dass Hunter in diesem Band wenigstens auch mal ein bisschen persönliches Glück erfahren hat.

Spannend bis zur letzten Seite und ein absoluter Pageturner! Volle fünf Sterne von mir für diesen Thriller und eine dicke Leseempfehlung!

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Rezensionen von Pink Anemone:

Wenn auch unvollendet, so ist dieser Roman ein wahres Klassiker-Schmankerl - amüsant, spannend und inklusive zwei Novellen von Salice-Contessa und E.T.A Hoffmann.

Der Roman des Freiherrn von Vieren von Chamisso Adelbert von; Fouqué Friedrich de la Motte; Hoffmann E.T.A.; Salice-Contessa Karl Wilhelm

Vier Romantiker planen, gemeinsam einen Roman zu schreiben: Hoffmann, Chamisso, Salice-Contessa, Fouqué. Eine Handlungsskizze ist schnell entworfen, ein Anfang schnell geschrieben, aus dem sich alles Weitere – wie man annimmt: zwingend – ergeben wird. Doch dann erschlägt der zweite Autor die wichtigste Figur des ersten, der dritte Autor schickt die Nebenfiguren nach Polen und der vierte lässt vollkommen unmotiviert eine wahnsinnige Hexe mit einem weissagenden Raben auftreten.

Ein heilloses literarisches Durcheinander, genial verplant, hochamüsant!...(Klappentext)

♜♜♜♜♜

"Es war im Juni im Jahre Eintausendachthundertundzwölf, sonntags gegen Abend,
als Georg Haberland, der Maler,
auf seiner Reise nach Italien müde und durstig vor dem Wirtshause zum Goldenen Bock anlangte."
(S. 7 -Anfang)

Dieser Roman ist ein wahres Schmankerl unter den Klassikern. Hier haben sich nämlich gleich vier namhafte Schriftsteller ans Werk gemacht: Adelbert von Chamisso ("Peter Schlemihls wundersame Geschichte"), Friedrich de la Motte Fouqué ("Undine"), Karl Wilhelm Salice-Contessa ("Meister Dietrich") und E.T.A Hoffmann ("Die Elixiere des Teufels"). Gemeinsam gehörten sie den, von E.T.A Hoffmann gegründeten, literarischen Freundeskreis "Serapionsbrüder" an. 1815 beschlossen sie gemeinsam einen Roman zu schreiben. Jeder von ihnen sollte ein paar Kapitel schreiben und so die Handlung vorantreiben.
Die Herren gerieten sich jedoch in die Haare, da jeder seine eigene Vorstellung vom Handlungsverlauf hatte. Dies lässt zumindest der Kommentar von Hoffmann vermuten, welcher dies auf "Eigensinn der Beteiligten" zurückführte.
Hier lesen wir nun das, durch Markus Bernauer (Berliner Literaturwissenschaftler), editierte unvollendete Werk.

"Der Roman des Freiherrn von Vieren" ist eine Mischung aus einem typischen Roman aus der Zeit der Romantik und eines beginnenden Krimis - beginnend aufgrund dessen, da dieses experimentelle Werk eben nie vollendet wurde.

Der Maler Georg Haberland ist auf der Suche nach der Liebe, nach seiner idealen Weggefährtin, die er auch schnell in Natalie findet. Doch ständig wird er mit einem Doppelgänger verwechselt und es ist nicht nur einer, sondern es sind derlei gleich zwei, die ihm bis aufs Haar gleichen und sogar die selbe Handschrift wie er führten. Natalie hatte auch noch mit einem der beiden schlechte Erfahrungen und ist deshalb in tiefer Trauer. Georg kann diese Verwechslung zudem nicht aufklären, da sein Pass und andere Dokumente auf unerklärliche Weise verschwunden sind und außerdem scheinen auch beide Doppelgänger ein Auge auf Natalie geworfen zu haben.
Dann geschieht auch noch ein Mord. Ein Motiv scheint nur einer der Doppelgänger gehabt zu haben, beschuldigt wird jedoch Georg.
Anfangs ist Georg über diese ständigen Verwechslungen überrascht, im weiteren Verlauf beginnt er jedoch an seiner eigenen Identität zu zweifeln. Ist dies gar eine Verschwörung, welche bis zum Fürstenhof reicht, oder ist er dabei seinen Verstand zu verlieren?

"George andererseits schwankte schwindelnd am Rande des Wahnsinns, dessen er gezüchtigt war.
Er wusste bald nicht mehr, ob er der Maler George Haberland,
der wahnsinnig gewordene verbrecherische Prinz aus dem Trauerspiel, von den Furien verfolgt,
oder Deodatus Schwendy sei."
(S. 29)

Die alte Schreibweise wurde größtenteils beibehalten und nur sehr behutsam modernisiert. Daher kommen einem des Öfteren fremd klingende Wörter unter. Doch genau diese Schreibweise und der detailreiche Erzählstil faszinieren mich an Literatur-Klassikern. Dies intensiviert bei mir die Bilder im Kopf, welche durch die Geschichte entstehen und lässt mich vollends in die damalige Zeit eintauchen.

Man merkt schon an den verschiedenen Kapitel die Unterschiede der jeweiligen Schriftsteller und deren unterschiedlicher Vorstellungen wie sich der Roman entwickeln soll. Während Salice-Contessa eher ein Familiendrama heraufbeschwören möchte, ist Fouqué wohl der Meinung gewesen, zwei Doppelgänger wären genug und schickt daher einen von ihnen mit einer Schauspieltruppe nach Polen. Chamisso hingegen wollte wohl Blut sehen und lässt eine Schlüsselfigur ermorden und E.T.A. Hoffmann, welcher sein Kapitel dann völlig zurückgezogen hat, will auch noch Übernatürliches einbringen. Kein Wunder kamen die vier Herren auf keinen grünen Zweig und sich schließlich in die Wolle, sodass der Roman nie vollendet wurde.

Leider, denn ich habe mich wirklich köstlich amüsiert und es war überaus spannend dieser Story zu folgen, da man nie wusste was einem im nächsten Kapitel erwartet und wohin das Ganze führen wird. Überraschende Wendungen wohin man nur blickt und welche die Neugierde des Lesers schüren.
Diese vier literarischen Zechbrüder hätten sich ruhig etwas zusammenreißen und jeder etwas weniger stur sein können, dann wäre dieser Roman eine wahre literarische Augenweide geworden.

Doch der Leser muss nicht verzagen, denn Salice-Contessa und E.T.A. Hoffmann haben daraus ihre eigenen Werke geschneidert und genau diese beiden sind ebenfalls in diesem Buch vorhanden.

Ein kleiner Lese-Tipp meinerseits: Das 5. Kapitel des experimentellen Romans wurde von E.T.A. Hoffmann zurückgezogen und ist daher im Roman selbst nicht vorhanden. Daraus kreierte er den Anfang seiner Novelle "Die Doppeltgänger". Daher einfach nach dem 4. Kapitel, das 1. Kapitel von Hoffmanns Novelle lesen und danach mit dem 6. Kapitel fortfahren.
Das Bild der Mutter

"Von dem alten Diener, der ihm beim Abendessen aufwartete,
erfuhr er indes ungefragt, dass die Kranke ohne Zweifel einen Knaben gemeint habe,
der einst bei Tagesanbruch auf der Türschwelle des Schlosses gefunden,
mit den Kindern des Hauses auferzogen worden und endlich in einem Alter von 6 Jahren auf eine unbegreifliche Weise plötzlich verschwunden sei,
und den die Gräfin sehr geliebt habe."
(S. 71 - Das Bild der Mutter)

Dies ist das von Salice-Contessa von vornherein geplante Familiendrama. Hier kommt zwar kein Doppelgänger vor, jedoch beinhaltet es düstere Geheimnisse, überaus witzige Passagen und auch dem Protagonisten Georg Haberland und so mancher Nebenfigur ist er dabei treu geblieben.
Der Doppeltgänger

In Hoffmanns Werk gibt es ebenfalls ein Familiendrama, jedoch mit Doppelgänger. Hier wird entführt, geschossen, gelogen und gestorben und der Humor kommt hierbei ebenso wenig zu kurz.
Auch er lässt die Protagonisten und einige Nebenfiguren aus dem ursprünglichen Roman auftreten. Bei E.T.A. Hoffmann erhält man aber auch Einblicke in die Sicht beider Doppelgänger und es kommt immerzu zu überraschenden Wendungen.

"Er eilte zurück zum Wagen, aber erstarrt vor Entsetzen blieb er eingewurzelt stehen,
als er eine männliche Figur erblickte, die mit seiner Stimme sprach:
>>Die Gefahr ist vorüber!<<, und dann einstieg.
Nachstürzen wollte Deodatus dem schnell fortrollenden Wagen,
als ihn ein Schuss aus dem Gebüsch zu Boden warf."
(S. 136 - Die Doppeltgänger)

Dieses Buch enthält einige Abbildungen und im Anschluß an diese drei Novellen sind auch noch Anmerkungen bezüglich der Kapitelaufteilung, sowie zu den darin vorkommenden Fremdwörter.
Das Nachwort sollte man sich ebenfalls unbedingt zu Gemüte führen. Hier erhält man Einblick in die Entstehung der unvollendeten Novelle, des engen Freundschaftsbundes "Serapions Brüder" und auch in die einzelnen Werke von Salice-Contessa und E.T.A. Hoffmann, welche aus dem Romanprojekt entstanden.

Fazit:
Wenn auch unvollendet ist dies ein wahres Schmankerl unter den vielen Literatur-Klassikern. Es ist spannend und mit äußerst vielen überraschenden Wendungen. Da auch die beiden Novellen von Salice-Contessa und E.T.A. Hoffmann vorhanden sind, hat man zumindest zwei mögliche Enden. Ich habe mich bei allen drei Novellen köstlich amüsiert und daher ist dies definitiv ein Highlight unter meinen diesjährigen Klassikern.

© Pink Anemone

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Rezensionen von yellowdog:

Langer Nachtflug

Eine dieser Nächte von Christina Viragh

Dieser Roman „Eine dieser Nächte“ umfasst einen 12stündigen Nachtflug von Bali nach Zürich, auf dem viel erzählt wird.
Insbesondere von dem Amerikaner Bill, der nicht gerade sympathisch ist. Seinen Erzählungen können sich die mitfliegenden nicht entziehen, dem Leser geht es ebenso. Jetzt hängt es vom Leser ab, ob er den Geschichten letztlich gerne folgt oder ob einen das Geschwätz in Überlänge unendlich langweilt.

Mr hat es nicht besonders gefallen, aber einige literarische Qualitäten muss man zugestehen und das ganze hat eine Form.
Es ist gut gemacht, wie die Schriftstellerin Emma, anscheinend ein alter Ego der Autorin Christina Viragh, das gehörte reflektiert und wie die Gedankenflüsse transportiert werden. Weitere mitfliegende sind Michael und Stefan sowie Walter. Leider empfinde ich die meisten der Figuren als überwiegend profillos.
Eine diese Nächte ist im Schweizer Dörlemann-Verlag erschienen und ist mit 480 Seiten ein mächtiges Werk.

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Rezensionen von jiskett:

An sich schöne Liebesgeschichte mit zu viel Drama

Just two hearts von Iris Fox

Es fällt mir schwer, "Just two hearts - Ole & Leon" zu bewerten. Ich war sehr gespannt darauf, die Geschichte der beiden zu lesen, da ich sie im ersten Band sympathisch fand, und die Autorin hat hier auch gezeigt, dass sie gut zusammen passen. Es gibt süße Momente zwischen ihnen, die Probleme, die sie lösen müssen, passen an sich sehr gut zu ihrer Situation und ihre Beziehung hat sich glaubwürdig entwickelt.

Dennoch ist es mir nicht leicht gefallen, richtig mit den beiden mitzufiebern, selbst in den letzten Kapiteln, als es einiges an Drama gab und beide leiden mussten. Dies lag unter anderem daran, dass ich Schwierigkeiten damit hatte, mich in Leon hineinversetzen. Seine Sichtweise war gut dargestellt, doch es gab ein paar Momente, in denen ich ihn überhaupt nicht verstehen konnte und seine 'Stimme' kam mir nicht durchgängig authentisch vor, auch wenn ich leider nicht genau beschreiben kann, woran das lag. Es war trotzdem leicht, mit ihm zu fühlen, da die Erfahrungen mit seinem Exfreund ihn sehr geprägt haben und dies sein Handeln verständlicherweise immer noch beeinflusst hat; ebenso war er mir nach wie vor sympathisch und seine Freundschaft zu Lea (der Protagonistin des ersten Bandes) sowie seine aufkeimende Romanze mit Ole haben mir gefallen.

Ole selbst war ebenfalls gut ausgearbeitet und er hatte, wie Leon, seine Stärken und Schwächen. Ich mochte sehr, wie er damit umgegangen ist, dass er sich plötzlich - zum ersten Mal - zu einem Mann hingezogen gefühlt hat, da er zwar unsicher war, den für ihn neuen Gefühlen aber nicht ausgewichen ist. Diese Reaktion passte zu seiner vorherigen Charakterisierung und es ergab sich dadurch eine interessante Dynamik zwischen den Protagonisten. Ihre Annäherung wurde schön dargestellt und ich mochte, wie sie damit umgegangen sind und dass sie (weitgehend) miteinander kommuniziert haben. Die Geschichte war zwar ein bisschen kitschig, doch das hat mich nicht gestört.

Da die beiden recht früh eine Beziehung beginnen, war mir klar, dass sich ihnen noch Hindernisse in den Weg stellen würden, da das Buch sonst vorbei gewesen wäre. Tatsächlich passiert noch so einiges und ich muss leider sagen, dass das Drama für mich ein wenig konstruiert wirkte, obwohl die Probleme sich aus der Handlung ergeben haben; durch die Vorgeschichte und die Ansichten der Figuren waren ihre Reaktionen stimmig und es war weitgehend nachvollziehbar, wieso sie so handelten, aber diese Entwicklungen haben mir trotzdem nicht richtig zugesagt und ich fand sie teilweise unnötig, vor allem, wenn man bedenkt, wie sich am Ende alles aufgelöst hat. Die Konflikte an sich waren realistisch, doch der Umgang damit beziehungsweise die Umsetzung konnten mich nicht überzeugen; die Darstellung kam mir irgendwie überspitzt vor, weshalb es mir wie bereits erwähnt schwer gefallen ist, mit den Charakteren zu fühlen.

Bei der Bewertung schwanke ich zwischen 3 und 3,5 Sternen. Die erste Hälfte des Buches fand ich, von kleineren Kritikpunkten abgesehen, schön und die Entwicklung der Liebesgeschichte hat mir sehr gefallen; die zweite Hälfte fand ich dagegen ein wenig frustrierend und obwohl die Probleme der Charaktere theoretisch gut zu ihrer Situation gepasst haben und hier viel Potential für emotionale Momente bestand, konnte mich die Umsetzung nicht wirklich bewegen oder fesseln.

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Rezensionen von jiskett:

Eine schöne, emotionale Liebesgeschichte

Just one dance - Lea & Aidan von Iris Fox

"Just one dance - Lea & Aidan" erzählt eine schöne, emotionale Liebesgeschichte, deren Protagonisten in vielerlei Hinsicht sehr verschieden sind. Aidan hat bisher ein recht behütetes Leben geführt (was aber nicht bedeutet, dass er wunschlos glücklich ist), während Lea mit einem alkoholabhängigen Vater umgehen muss und in sehr bescheidenen Verhältnissen haust.

Dadurch haben sie auch unterschiedliche Sichtweisen und es war interessant, das Buch aus der Perspektive beider zu lesen, vor allem, da man so das Aufkeimen ihrer Gefühle füreinander besser verfolgen und auch verstehen konnte, was passiert ist, wenn einer von ihnen einen Fehler machte oder für den anderen unverständlich handelte. Ich fand besonders gut, dass beide eine ganz eigene 'Stimme' haben, die zu ihrem jeweiligen Charakter gepasst hat.

Schon bei ihrem ersten richtigen Zusammentreffen ist offensichtlich, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen, doch es gibt einige Aspekte, die eine Beziehung zwischen ihnen erschweren und sie stehen sich auch oft selbst im Weg; gerade Aidan trifft einige ein wenig fragwürdige Entscheidungen. Das fand ich aufgrund seines Hintergrunds und seiner Persönlichkeit realistisch, aber mir hat sehr gut gefallen, dass Lea sich nicht alles hat bieten lassen und es Konsequenzen hatte, wenn er sie (und sei es unbeabsichtigt) verletzt hat. Das hat auch gezeigt, wie sehr sie sich im Laufe der Handlung weiterentwickelt hat, da sie zu Beginn eher zurückhaltend und schüchtern aufgetreten ist; der Wandel wurde realistisch geschildert und mir hat gefallen, dass sich dies in allen Aspekten ihres Lebens widerspiegelte. Obwohl Aidan sich nicht immer perfekt verhält, fand ich ihn ebenfalls sympathisch und auch er verändert sich nach und nach. Hier wurde sehr deutlich, dass sie sich gegenseitig beeinflusst haben; sie ergänzen sich, harmonieren gut und unterstützen einander und diese emotionale Nähe wurde, ebenso wie das Knistern zwischen ihnen, toll dargestellt.

Es gibt ein paar Klischees, doch diese wurden gut umgesetzt und haben mich nicht gestört. Die Handlung konnte mich von Anfang an fesseln und die Liebesgeschichte war überzeugend und zugleich bewegend; es war leicht, mit den Charakteren zu fühlen und auf ein glückliches Ende für sie zu hoffen. Besonders schön fand ich jedoch, dass das Tanzen - Leas Traum - eine große Rolle spielte und es auch dazu benutzt wurde, um die Handlung voranzutreiben.​

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Rezensionen von LEXI:

Ein weiblicher Robin Hood im Dornbecker Wald

Just one dance - Lea & Aidan von Iris Fox

In der Markgrafschaft Dornbeck kommt es im Jahre 1363 zu einer Neubesetzung der Stelle des Försters durch Matthis Weidmann. Sein erster und wichtigster Auftrag ist es, den dreisten Wilderer ausfindig zu machen, der den Hirschbestand des Markgrafen Reinhart, Fürst von Dornbeck, radikal dezimiert. Matthis betrachtet diese Aufgabe als seine oberste Pflicht und setzt alle Hebel in Bewegung, um dem Wilddieb auf die Schliche zu kommen.

Dass es sich bei diesem vermeintlichen Unhold in Wirklichkeit um eine anmutige und wunderschöne junge Frau mit goldenem Haar und hellblauen Augen handelt, die sich auf den ersten Blick in den attraktiven Förster verliebt, erschwert die ganze Angelegenheit. Fronika lebt in der permanenten Angst vor Entdeckung und befürchtet zudem, jenen Mann zu verlieren, der ihr Herz höherschlagen lässt. Doch den beiden Liebenden steht nicht nur Fronikas dunkles Geheimnis im Weg. Auch ihr Onkel Rutger betreibt als Fronikas Vormund Heiratspläne und hat den Sohn eines einflussreichen und vermögenden Mannes ins Auge gefasst. Fronika schwankt zwischen Pflichterfüllung und dem Wunsch, dem Ruf ihres Herzens zu folgen.

Melanie Dickerson erzählt die Geschichte zweier junger Menschen, die nach einer tragischen Kindheit durch glückliche Umstände Geborgenheit und Wärme erfahren durften. In Matthis und Fronika präsentiert sie ihren Lesern zwei Protagonisten, die viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Abgesehen von ihrer Herkunft und ihrem Bestreben, arme Waisenkinder zu unterstützen, verbindet sie auch ihr tiefer Glaube. Obgleich die Autorin sich sehr stark auf ihre beiden Hauptfiguren konzentriert, gelang es ihr nicht, mich durch deren Charakterzeichnung für sie zu erwärmen. Einige der Nebenfiguren empfand ich sogar als äußerst schwach dargestellt. Den handelnden Personen fehlte es für meinen Geschmack an Überzeugungskraft – sie wirkten blass und wenig glaubwürdig, einige Handlungen und Charakterzüge sogar etwas übertrieben dargestellt.

Die Handlung war sehr vorhersehbar, entbehrte dadurch jeglicher Spannung und barg kaum Überraschungen. Die Protagonistin Fronika überlegt im Grunde knapp dreihundert Seiten lang, was der Markgraf ihr antun wird, wie er mit ihr verfahren bzw. sie bestrafen wird, wenn ihre Wilderei bekannt wird. Die tatsächliche Reaktion des beeindruckenden und furchteinflößenden mächtigen Mannes, der den Ruf eines erbitterten Kämpfers genießt, empfand ich als völlig an den Haaren herbeigezogen.

Ich war zudem vom schlichten Schreibstil enttäuscht, der an manchen Stellen an einen Schulaufsatz erinnert. Zitat aus dem Buch: „Meine beiden Kinder waren krank. Das ist auch der Grund, weshalb ich hierhergekommen bin. Aber jetzt geht es ihnen besser“, berichtete Anna. „Es tut mir so leid, dass sie krank waren! Aber ich bin froh, dass es ihnen wieder besser geht.“

Ein großer Pluspunkt dieses Buches ist die optisch anziehende Covergestaltung – es zeigt eine junge Frau in Jagdausrüstung unterwegs in einem Waldgebiet. Die kleinen Blütenornamente innerhalb der Kapitel kennzeichnen den Wechsel zwischen den handelnden Personen und Schauplätzen – ein liebevolles Detail, das zur Übersichtlichkeit und Orientierung beiträgt. Den englischen Originaltitel „The Huntress of Thornbeck Forest“ empfand ich jedoch erheblich besser, passender und aussagekräftiger, da im Inhalt des vorliegenden Buches permanent von der Markgrafschaft Dornbeck und der Jagdtätigkeit der Protagonistin im Dornbecker Wald die Rede ist.

Fazit: „Mit Herz und Bogen“ ist eine sehr leichte, lockere Lektüre mit durchschnittlichem Unterhaltungswert, ein „Märchen für Erwachsene“, das ein wenig unausgegoren auf mich wirkte und es letztendlich inhaltlich sowie aufgrund des Schreibstils nicht wirklich schaffte, mich zu überzeugen.

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Rezensionen von Buechertraeumerin:

Ein Kochbuch, dass sich wirklich lohnt!

Die neue gute Küche 400 Rezepte für moderne und traditionelle Gerichte von Plachutta Ewald; Wagner Christoph

Im Kochbuch "Die neue gute Küche" befinden sich 400 Rezepte, die in

- Kalte Gerichte
- Warme Gerichte
- Süße Gerichte
- Vorratskammer

eingeteilt sind.
Hinten im Buch befindet sich außerdem ein sehr ausführlicher Teil mit vielen nützlichen Tipps, welche die Zubereitung der Rezepte erleichtern.

Die Überpunkte sind außerdem noch mal untergliedert und bieten somit eine bessere Übersicht.

Der Rezeptaufbau ist einfach und somit sehr übersichtlich. Unter den Rezepten befinden sich meistens noch kleinere Tipps zu Variationsmöglichkeiten oder Beilagentipps.

Außerdem findet man auch unter einigen Rezepten Wissenswertes über beispielsweise die Herkunft des Rezeptes.

Das Kochbuch bildet die Fortsetzung von "Die gute Küche" weshalb sich im Buch eher moderne, traditionelle oder Rezepte aus anderen Ländern befinden.

Sehr nützlich finde ich auch die bebilderten Schritt-für-Schritt Anleitungen für ungewöhnlichere Arbeitsschritte, wie Lammrücken füllen, Ravioli füllen oder ein Parfait herstellen.

Schön sind auch, die wenigen Farbbilder im Buch. Davon hätten es gerne noch mehr sein dürfen, da man dann genauere Vorstellungen vom Rezept bekommen kann.

Die Rezeptauswahl im Buch ist wirklich riesig. Von Sushi über Risotto bis hin zu Soufflés ist wirklich alles dabei!

Fazit: Ein Kochbuch, dass sich wirklich lohnt! Tolle Rezepte, große Auswahl und variierender Schwierigkeitsgrad - hier findet wirklich jeder etwas für seine Bedürfnisse!

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