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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von begine:

Miss Daisy in ihrem Element

Miss Daisy und der Mord unter dem Mistelzweig von Carola Dunn

Die Autorin Carola Dunn hat schon einige historische Krimis mit Miss Daisy geschrieben.
„Miss Daisy und der Mord unter dem Mispelzweig“ ist der 11. Teil, für mich ist es das erste Buch von ihr.
Der Roman wurde von Eva Riekert übersetzt.
Mich erinnert es an Romane von Anne Perry, die ich fast alle verschlungen habe.

Jetzt hat mich Carola Dunn in ihren Fängen.

Miss Daisy hat inzwischen den Alec Fletcher von Scotland Yard geheiratet umd eine Stieftochter bekommen. Sie verbringen die Weihnachtstage mit Verwandten in Cornwall, in einem großen Anwesen.
Es macht Spaß die Familie und die Bewohner des Anwesens zu beobachten. Dann gibt es eine Leiche und Daisy ist in ihrem Element.

Die Autorin hat einen guten Schreibstil. Die Geschichte hat Witz. Ein Roman mit traumhaften Szenen und charismatischen Mitwirkenden.
Eine gute kurzweilige Unterhaltung.

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Rezensionen von LadyIceTea:

Mein Jahreshighlight!

Miss Daisy und der Mord unter dem Mistelzweig von Carola Dunn

Seit Jahren hatte Emma keinen Kontakt mehr zu ihrer Tante Milly. Jetzt ist Milly tot und hinterlässt ihrer einzigen Nichte nicht nur eine Menge Geld, sondern auch ihre Farm am Fuße der Black Mountains an der Grenze zu Wales. Allerdings darf Emma ihr Erbe erst antreten, nachdem sie ein Jahr zur Probe auf der Farm gelebt hat.

Ihr Job in London erfüllt sie nicht wirklich, und in letzter Zeit hat sie mehr und mehr das Gefühl ihr Freund wird niemals diese eine Frage stellen. Also wagt Emma das Abenteuer und haucht der alten Farm neues Leben ein. Unterstützung erhält sie dabei nicht nur von den Nachbarn und dem gutaussehenden Tierarzt Ben, sondern auch dem smarten Polizisten Jack. Bald schon sprühen die Funken zwischen den beiden. Doch Jack hütet ein Geheimnis, dass sie beide in größte Gefahr bringen könnte.

Für mich ist das der erste Roman der Autorin Alexandra Zöbeli und ich bin wirklich begeistert. „Der Himmel über den Black Mountains“ hat mich sehr überrascht und mir wäre es lieber gewesen, wenn das Buch nie geendet hätte.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und lässt sich locker lesen, ohne dabei zu einfach zu sein. Klare Worte verschmelzen mit spielerischen Beschreibungen und schaffen mit der Rosebud Farm einen Ort, an dem die meisten Leser wohl gerne zuhause wären.
Im ganzen Buch gibt es immer wieder detailreiche Schilderungen, die grade so viel hergeben, dass die eigene Fantasie beflügelt wird. Gleichzeitig schafft die Autorin es, dass man sich nach wenigen Seiten schon wohl und geborgen fühlt und merkt, dass dies ein Buch zum Zurücklehnen und Entspannen ist.
Die Figuren passen perfekt in die Szenerie. Emma ist keine von den nur perfekten Protagonisten. Sie zweifelt, ist unsicher und teils auch sehr temperamentvoll. Aber vor allem ist sie herzensgut, liebevoll und engagiert. Mir hat es sehr gut gefallen, wie sie sich auf der Farm eingelebt und nach und nach eine Geschäftsidee entwickelt hat. Sie ist dabei wunderbar auf die Dorfleute eingegangen und hat sich trotzdem nicht von ihren Ansichten abbringen lassen. Besonders ihr Umgang mit den Tieren ist klasse und hat dem Buch noch so viel mehr Wärme verliehen.
Jack und Ben sind zwei sehr unterschiedliche Figuren und trotzdem waren sie für mich mit ein Highlight. Beide haben die Geschichte zu dem gemacht, was sie ist und grade ihre Unterschiede waren immer wieder die Kirsche auf dem Eisbecher.
Auch bei den anderen Dorfbewohnern könnte ich ins Schwärmen geraten, da jeder von ihnen auf seine eigene Art herzensgut ist und sich ganz natürlich in die Geschichte einbringt. Dieses Dorfleben mitzuverfolgen und die Gemeinschaft zu erleben, war mir eine große Freude.
Und auch wenn es so klingt, ist in diesem Buch nicht alles eitel Sonnenschein. Auch die Bewohner der Black Mountains haben mit ihren Problemen und ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Hier hat mir besonders gefallen, dass diese Themen nicht die Grundstimmung des Buchs verändert haben. Sie waren ein Teil davon und waren auch wichtig für die Geschichte aber sie haben nicht dominiert und wurden trotzdem nicht auf die leichte Schulter genommen.
Alles in allem kann ich von diesem Buch nur schwärmen. Eine klare Empfehlung an alle, die gerne Bücher mit Herz lesen. Mit mir hat die Autorin auf jeden Fall eine begeisterte Leserin gewonnen.

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Rezensionen von Streiflicht:

Ein guter Anstoß

Miss Daisy und der Mord unter dem Mistelzweig von Carola Dunn

Dieses Buch ist meiner Meinung nach ein guter Anstoß in die richtige Richtung, wenn man das Gefühl hat, das eigene Leben wäre nur noch wie ein Hamsterrad. Ständig auf der Stelle treten, sich immer bemühen und dennoch nicht weiterkommen, hasten und eilen und doch niemals ankommen....
Man merkt, dass Autor ganz genau weiß, wovon er spricht bzw.

schreibt. Er selbst hat sich ebenfalls im Hamsterrad befunden und dann den Ausstieg vor mehr als zehn Jahren geschafft. Nun möchte er mit Hilfe von Bücher und Songs die Welt ein bisschen besser machen.
Sehr gut gefallen hat mir die sehr anschauliche Geschichte eines jungen Mannes am Anfang. Und auch die Zusammenfassungen in einem Satz bzw. Schlagworten. Wer sein Leben verändern will, findet hier sicherlich gute Denkanstöße. Der Satz „...zufrieden ist nicht automatisch glücklich. Und erfolgreich ist ebenfalls nicht automatisch glücklich.“ hat mich sehr nachdenklich gemacht. Er ist meiner Meinung nach sehr wahr und durchaus bedenkenswert. Der Autor plädiert für ein glückliches Leben, in dem man seiner eigenen inneren Stimme folgt – statt der fremden Stimmen aus Familie, Freunden, Medien, Gesellschaft und Politik. Denn nur man selbst weiß, wer man ist und was man wirklich will. Diese Fragen kann sonst niemand auf dieser Welt beantworten. Gleichzeitig betont der Autor auch, dass es nie zu spät ist, sich diesen Fragen zu stellen und die Chance auf das eigene Glück umzusetzen. Man sollte das aber besser früher als später machen, denn niemand lebt ewig. Daher sind lieben, lachen und leben das Wichtigste und das, was am Ende wirklich zählt.
Ein interessantes Büchlein, das nachdenklich macht, aufwühlt und hilft, klarer zu sehen.

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Rezensionen von Streiflicht:

Eine wunderbare humorvolle Parodie

Ein besoffener Bär im Bergwerkswald von Nuottimäki Petteri

Nachdem ich die Kurzbeschreibung zu diesem Buch gelesen hatte, wollte ich es unbedingt ganz lesen, so neugierig war ich darauf. Und nun hatte ich es endlich in den Händen und habe auch gleich losgelegt. Schon schnell war ich mitten drin in der Geschichte und wollte immer nur noch weiterlesen. Man merkt ganz deutlich, dass der Autor Petteri Nuottimäki gut schreiben kann und einen wunderbaren Humor hat.

Ich habe mehrfach wirklich gelacht und auch immer wieder geschmunzelt, weil es einfach so lustig und skurril ist. Nuottimäki hält unserer modernen Gesellschaft einen Spiegel vor und zeigt, wie absurd unser Leben durch die modernen Medien oft geworden ist. Ein kleiner, unscharfer Film wird im Internet zum Renner und sorgt auf wundersame Weise für einen Hype. Die ganze Angelegenheit verselbständigt sich und wird zur Lawine. Wen sie alles mit sich reißt oder sogar begräbt, zeigt sich erst nach und nach.
Ich fand die Figuren so herrlich beschrieben. Etwas überspitzt vielleicht, aber nie völlig unrealistisch. Im Gegenteil hat man das Gefühl, dass man den ein oder anderen auch aus seinem persönlichen Umfeld kennen könnte. Ich jedenfalls habe mich mit diesem Buch königlich amüsiert und hoffe, dass der Autor uns bald wieder mit einem neuen Werk begeistern kann. Wieder mal ein skandinavischer Roman, den ich sehr mochte! Die Werke der nordischen Autoren sind einfach immer wieder lesenswert!

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Rezensionen von Simone Fladausch:

In sich rund und spannend

Wut kommt selten allein von Neubauer Ralph

"Wut kommt selten allein" ist der siebte Südtirolkrimi aus der Feder von Ralph Neubauer - kann aber ohne Probleme auch unabhängig gelesen werden.

Zu Beginn werden zwei konkrete Fälle parallel geschildert, unter der Fragestellung "Unfall oder Mord?", dazu gibt es noch kleinere Anzeigen, die gerade verfolgt werden.

Als dann der dritte Tod (oder Mord???) dazu kommt, wird es so richtig spannend!
Und ich muss sagen.....mein Verdacht hat sich nicht bestätigt. Es darf mitgefiebert werden!

Neben den Ermittlungen und auch dem Privatleben der Kommissare erfährt man viel über das Leben und die Kultur in Tirol und Umgebung.....das macht Lust, selbst einmal dorthin zu reisen! Auch das Theaterspiel und seine Facetten wird thematisiert.

Alles in allem ein in sich runder, spannender und fesselnder Kriminalroman!

Der Schreibstil ist einfach gehalten, was ein flüssiges Lesen ermöglicht. So kann man sich gut auf den Inhalt konzentrieren.
Ab und an werden Begriffe der italienischen Polizei verwendet, diese werden ganz hinten im Buch unter "Erläuterungen" erklärt, was sehr hilfreich ist.
Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich am Anfang, dass die Gedanken der Protagonisten mit Anführungszeichen gekennzeichnet sind, genauso wie eine wörtliche Rede. Durch den Zusatz "dachte" oder "sagte" kann man es dann zwar zuordnen, aber ich musste dann immer kurz umdenken.

Ich kann das Buch jedem Krimifan ans Herz legen und werde auf jeden Fall noch mehr von Ralph Neubauer lesen.

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Rezensionen von Streiflicht:

Eine Mutter kämpft

Wendemanöver von Franziska Krafft

Bei Franziska Krafft ist der Name Programm. Sie hat Kraft. Und Mut. Und ist engagiert und tut alles für ihre Kinder. Als ihr Sohn Jonas immer weiter abrutscht und in einer Abwärtsspirale gefangen ist, setzt sie Himmel und Hölle in Bewegung, um ihm helfen zu können. Sie möchte ihn im Sommer mit auf ihr Segelboot nehmen und Familienzeit verbringen – fernab der Gefahren und Versuchungen der Großstadt, der Drogen und falscher Freunde.

Der Weg dorthin ist steinig, auch weil sich weder das Jugendamt, noch ihr Mann wirklich um den Jungen kümmern. Umso mehr bemüht sich die Mutter und am Ende klappt es dann in letzter Minute doch noch.
Das Buch hat mir gut gefallen, weil es so geschrieben ist, also würde einfach jemand seinen Freunden oder Bekannten von den Geschehnissen erzählen. Man merkt, wie sehr sich Franziska für ihre Kinder reinhängt und wie wichtig ihr diese sind. Sie hat ihren eigenen Kopf und macht das, was sie für richtig und für ihre Kinder für wichtig und gut hält. Besonders gut gefallen hat mir, dass Franziska nie aufgibt. Sie zieht aus allem etwas Positives und schöpft Kraft aus Kleinigkeiten. Wirklich beeindruckend und faszinierend. Ein wirkliches Vorbild.
Schön fand ich auch den Wechsel in der Erzählung zwischen der Gegenwart auf dem Schiff und der Vergangenheit bis zur Reise. Das war sehr gelungen und hat das Lesen immer in einem guten Fluss gehalten.
Ich wünsche Franziska und ihren Jungs alles Gute und hoffe, dass sie auf Kurs bleiben!

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Rezensionen von Streiflicht:

Spannend und historisch interessant

Aberglaube und Geschäfte von Susanne Gantert

Dieses Buch hat mir von der Beschreibung her sofort gefallen und es hat auch nicht zuviel versprochen. Es ist spannend bis zum Ende und historisch sehr interessant. Man merkt, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat und auch die Sprache an die damaligen Gepflogenheiten angepasst hat. Das hat mir sehr gut gefallen.

Insgesamt ist der Schreibstil sehr bildhaft und beschreibend, sodass man immer gut nachvollziehen kann, was gerade passiert. Eine Karte der Gegend, in der das Buch spielt, hilft dem Leser auch gut weiter. Sowas mag ich immer sehr, es macht das Lesen für mich interessanter und das Geschehen authentischer.
Bei „Aberglaube und Geschäfte“ handelt es sich um den dritten und abschließenden Teil einer Reihe. Man konnte das Buch aber sehr gut lesen, ohne – wie ich – die Vorgänger zu kennen. Ich habe alles sehr gut verstanden und konnte auch alles nachvollziehen. Schöner wäre es natürlich gewesen, wenn man die beiden ersten Bände zuerst gelesen hätte. Dann hätte man die Entwicklung der Figuren und auch die Verwicklungen besser mitverfolgen können.
So oder so hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen. Die Kombination aus historischen Roman und Krimi ist hier sehr gut gelungen und bringt Lesespaß! Die historischen Details sind interessant und kurzweilig gestaltet, sodass man etwas lernt, ohne es zu merken. Das finde ich immer super. Da ich Historisches sehr mag, aber auch unheimlich gerne Spannendes lese, war dies für mich die perfekte Kombi.

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Rezensionen von Streiflicht:

Spannend und mit wunderbarem Münchener Flair

Das Ludwig Thoma Komplott von Sabine Vöhringer

Ein wunderbares Buch, das mir als Exilbayerin wirklich sehr gut gefallen hat. Wenn man die Orte und Örtlichkeiten kennt, an denen ein Buch spielt, macht das ja immer ganz besonders viel Spaß! Und so ist es auch hier bei diesem Buch, das mitten in der Münchener Innen- und Altstadt spielt. Bei den lebhaften und detailreichen Beschreibungen der Autorin habe ich die Straßen, Häuser, Denkmäler, .

.. direkt vor Augen und kann mich herrlich wegträumen.
Gleichzeitig ist das Buch richtig spannend und es geht auch gleich am Anfang recht schnell in die Vollen. Schnell gibt es den ersten Mord und viele, viele Verdächtige. Und was es mit dem geheimnisvollen Manuskript auf sich hat, möchte man als Leser auch zu gerne wissen. Darin soll sich ein Geheimnis offenbaren. Aber leider ist das Manuskript nicht greifbar....
Spannung pur also. Gemischt mit Lokalkolorit, das das wunderbare München so anschaulich und reizvoll macht. Gleichzeitig erfährt man eines über die private Geschichte der Hauptfigur Tom, der lange Zeit nicht in München gelebt hat. Dass das ganze Geschehen mit seiner Geschichte und Figur verknüpft ist und es auch verschiedene, wunderbar mit einander verflochtene Erzählstränge gibt, macht das Buch noch spannender und interessanter.
In letzter Zeit lese ich immer lieber Regionalkrimis. Dieser hier ist ein ganz besonderes Schmankerl, das zeigt, dass die Autorin gut recherchiert, wunderbar schreibt und ein besonderes Gefühl für Situationen, Emotionen und Personen hat.
Schon beim Lesen der ersten Seiten war mir klar, dass ich Teil 1 dieser Reihe unbedingt haben muss. Hoffentlich gibt es bald einen weiteren Teil, den ich sehr gespannt und voller Neugier erwarte.

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Rezensionen von Streiflicht:

Spannend und gruslig

Die Blutfinca von Jorge de La Piscina

Dieses Buch ist nicht nur spannend und unterhaltsam, sondern auch sehr gruslig. Immer wenn der Geist des Aztekenprinzes auftaucht, sterben Menschen. Und das auf extrem grausame Art. Dabei wollte der frühere BKAler Marc Renner einfach nur seinen Ruhestand genießen. Sein Plan war es, hier auf Mallorca eine kleine Pension mit Restaurant zu betreiben und das Leben zu genießen.

Aber dann taucht der Geist auf und in seinem Gefolge die erste Leiche...
Dieses Buch des mir bisher unbekannten Autors Jorge de la Piscina hat mir gut gefallen. Es ist spannend, hat ein bisschen Liebe und Übersinnliches mit an Bord und auch einen gewissen Gruselfaktor. Es bietet rasante Szene genauso wie Landschaftsbeschreibungen (diese hätten für mich gerne etwas ausführlicher sein dürfen), detailreiche Schilderungen von Personen und Geschehnissen. Nach und nach entblättert sich der Kern des Geheimnisses um die Blutfinca und der Fall wird gelöst.
Gut gefallen hat mir auch die Zusammenarbeit von Renner mit seinen heimischen Kollegen vor Ort in Mallorca. Schön beschrieben sind die vielen Kleinigkeiten, die das Leben bunt machen und den Roman authentisch machen, wie zum Beispiel die Unpünktlichkeit der Handwerker, an die sich der Deutsche erst gewöhnen muss.
Ich fand es schön, wie sich die Geschichte nach und nach entwickelt hat und wie Renner Anschluss findet, wie eine kleine Gruppe von Freunden entsteht. Man darf neugierig sein, wie es weiter geht, da nicht alle Fragen beantwortet wurden, der Epilog Böses verheißt und der Autor sagt, dass bald der zweite Teil erscheinen wird. Ich bin gespannt!

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Rezensionen von KimVi:

Fesselnde Einblicke in die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche

Bösland von Aichner Bernhard

Im Alter von dreizehn Jahren hat Ben seine Mutter und den ganzen Ort geschockt, denn er hat sein Freundin, die Apothekertochter, auf dem Dachboden brutal erschlagen. Niemand weiß, warum das geschehen ist, denn Ben äußert sich nicht zur Tat. Seine Mutter wünscht sich, dass der Einzelgänger Ben, der, außer zum Arztsohn Felix Kux, kaum Kontakte hat, nie geboren wäre.

Zu stark sind ihre Scham- und Schuldgefühle. Ben verbringt lange Zeit in Haft. Außerdem wird er jahrelang in einer psychiatrischen Klinik behandelt und später in einer betreuten Wohngruppe darauf vorbereitet, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Das scheint auch gut zu funktionieren, denn Ben lebt zwanzig Jahre ein ruhiges und eher langweiliges Leben. Bis er bei seiner Arbeit im Fotolabor auf eine Aufnahme seines ehemals besten Freundes Felix Kux stößt. Dieser Anblick wühlt ihn auf. Seine Therapeutin rät ihm, sich endlich der Vergangenheit zu stellen. Sie ahnt nicht, was damit ausgelöst wird.....

Bernhard Aichners Stil, die Geschichte von "Bösland" zu erzählen, ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Es gibt recht kurze Kapitel, in denen man abwechselnd dem Erzähler oder Dialogen folgt. Am Anfang beobachtet man alles eher distanziert, da man das Gelesene, und dabei insbesondere den Hauptprotagonisten Ben, nur schwer einschätzen kann. Was ist damals wirklich passiert? Kann man Ben trauen? Durch diese Fragen gerät man schnell in den Sog der Handlung und taucht, gemeinsam mit Ben, ins "Bösland" und die dramatische Vergangenheit ein.

Man bekommt dabei einen Einblick in die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche. Bernhard Aichner gelingt es hervorragend, den Leser, ohne allzu großes Blutvergießen, bei der Stange zu halten, sodass man regelrecht durch das Buch fliegt und kaum glauben kann, was nach all den Jahren offenbart wird. Die Geschichte ist sehr gut konstruiert und muss genauso erzählt werden, damit sie ihre volle Wirkung erzielt, die den Leser ungläubig staunend und geradezu fassungslos fesselt. Die Spannung ist durchgehend spürbar und sorgt dafür, dass man sich erst vom Gelesenen lösen kann, wenn man am Ende angekommen ist.

Obwohl ich zunächst kleine Schwierigkeiten hatte, den Einstieg in die Handlung zu finden, konnte ich das Buch nach kurzer Zeit kaum noch aus der Hand legen. Der hervorragend konstruierte Plot, der seine Spannung schnell entwickelt, und die Einblicke in die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche, haben mich regelrecht gefesselt. Deshalb vergebe ich auf meiner persönlichen Bewertungsskala auch vier von fünf Sternchen und eine klare Leseempfehlung.

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