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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gaby 2707:

Tiefgründig und trotzdem unterhaltsam

Florentine Bergmann ist 31, als sie mit Julian Lewandowski, 39, den Mann ihres Lebens kennenlernt. Immer wieder sprechen sie über Familienplanung. Julian will Kinder, Flo lebt für ihre Arbeit und will Karriere machen. Als Julian dann auch noch ihr Haus, von dem sie gemeinsam geträumt haben, und das nun zum Verkauf steht, für sie reservieren lässt und auch die Finanzierung schon angeleiert hat, gibt ein Wort das andere und die Liebe wird auf eine harte Probe gestellt.

Als Flo dann auch noch einen Brief ihres Gynäkologen mit einer niederschmetternden Nachricht bekommt, ist ein Ticket nach Gran Canaria in ein Luxushotel schnell gebucht um den Sorgen und Nöten zu entfliehen...


Die Geschichte wird von Florentine und Julian aus jeweils eigener Sicht erzählt. So bin ich immer in den Gedanken der Beiden dabei, so noch viel näher am Geschehen, lerne sie besser kennen und verstehen. Wobei mir Julian in seinen Ansichten immer einen Tick besser gefallen hat wie Florentine. Sie hört mir zu wenig zu, weicht nicht von ihrem eigenwilligen Bild einer Mutter ab. So, wie sie sich am Beginn der Geschichte selbst sieht: charmant und schlagfertig, aber auch verstockt, einsilbig und wunderlich.

Dabei legt die Autorin einen leichten, flüssigen Schreibstil an den Tag, der die Seiten nur so durch die Finger rauschen lässt. Für mich hat den Reiz an diesem Buch der Mix aus ernsten Themen und Humor ausgemacht. Die Lebenssituation der Beiden finde ich sehr gut beschrieben. Es gibt einige Wendepunkte, die das Lesen nie langweilig oder langatmig werden lassen.

Ich habe mit gelacht, mit gefiebert, mit gelitten und manchmal gedacht, hört euch doch mal zu, redet doch mal Klartext miteinander anstatt immer aneinander vorbei.

Eine tiefgründige, und trotzdem amüsante und unterhaltsame Liebesgeschichte zweier Menschen, die dann doch zu einer gemeinsamen Einsicht kommen.

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Rezensionen von BarbaraM:

Ein unglaublich berührender, wunderschöner und mitreißender Roman

Alles Glück eines Lebens von Lauren Grodstein

„Alles Glück eines Lebens“ von Lauren Grodstein ist 2018 im Aufbau Verlag in Deutschland herausgebracht worden. Es erschien 2017 im Original unter dem Titel „Our Short History“ bei Algonquin Books, New York. Der Roman umfasst in der Taschenbuchausgabe 388 Seiten.

Karen ist eine beruflich erfolgreiche Frau und gleichzeitig alleinerziehende Mutter.

Sie liebt ihren Sohn Jacob über alles, doch eines Tages erfährt sie, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist. In Form eines Briefes erzählt Karen ihre Geschichte ihrem Sohn Jacob und erklärt ihm dabei auch, warum er seinen leiblichen Vater bislang nicht kennen lernen durfte.
Seinem Vater zu begegnen ist allerdings Jacobs sehnlichster Wunsch. Karen steht vor einer sehr schwierigen Entscheidung: wird sie Jacobs Wunsch erfüllen und seinen Vater in ihrer beider Leben lassen?

Lauren Grodstein gelingt es in ihrem Roman den Leser durch ihren flüssigen und ruhigen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Durch die Erzählung aus der Ich-Perspektive spannt sich sofort eine Beziehung zwischen dem Leser und der Protagonistin Karen. Man fühlt ab der ersten Seite sowohl was die Höhen als auch die Tiefen anbelangt mit und kann sich völlig in die Person hineinversetzen und deren Gefühle und Gedanken nachvollziehen und teilen.

Fazit: Ein wunderschöner, authentischer, feinfühliger und sehr lesenswerter Roman, der nicht nur an der Oberfläche bleibt, sondern sich tiefgründig mit dem Thema Krankheit, Abschied und Mutterliebe auseinandersetzt.
Es war ein sehr emotionales Erlebnis, dieses Buch zu lesen und in die Welt von Karen und ihrem Sohn Jacob einzutauchen. Es hat mich berührt, aber auch bedrückt (was mich vom Lesen jedoch keine Sekunde abhielt).

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Rezensionen von kkarin:

Wo geliebt wird, ist alles möglich ...

Mein lieber schwuler Pinguin (Kurzgeschichte, Humor) von Block Jürgen

Zum Inhalt:
Da es sich um eine Kurzgeschichte von 18 Seiten handelt, möchte ich nicht spoilern. So viel sei verraten (weil es ja auch der Titel/das Cover macht): Es geht um schwule Pinguine unter der Regenbogenfahne in einem Zoo und die Liebe.

Meine Meinung:
Dem Autor Jürgen Block gelingt es auf unterhaltsame Weise, seine Leserschaft binnen kürzester Zeit und häufig in Dialogform in eine gänzlich andere Welt zu führen, um dort die Liebe samt deren Tücken kennenzulernen.

Als "Bonus-Track" fungieren die vorab präsentierten "Merkmale einer Kurzgeschichte" seitens des dp DIGITAL PUBLISHERS Verlags, die einem das Kennenlernen und Reinfinden in das Genre "Kurzgeschichte" erleichtern.

Fazit: Für alle, die sich daran erfreuen können, wenn sich zwei Liebende finden und füreinander (und den Nachwuchs) da sind!

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Rezensionen von Cyrana:

Spannend

Hasenjagd von Kepler Lars

Ein Mitglied der schwedischen Regierung wurde bestialisch ermordet; der Mörder hat jedoch die Prostituierte, die Zeugin des Mordes war, am Leben gelassen und sich mit dem Töten lange Zeit gelassen. Doch die Beschreibungen der Frau helfen dem Staatsschutz, der ermitteln soll, auch nicht weiter.
Der Premierminister überzeugt bald Joona Linna, sich an den Ermittlungen aus dem Gefängnis heraus zu ermitteln, in dem er seit einiger Zeit seine Strafe absitzt.

Und später auf einem Freigang. Dies ist schon der 6. Band der Reihe und er konnte mich sehr überzeugen, auch ohne die Vorgänger bisher gelesen zu haben. Schon bald geschieht ein weiterer Mord und wieder wird dem Opfer ein schauriges Kinderlied vorgespielt.
Lange tappt der Leser im Dunkeln hinsichtlich der Motive und der Person des Täters, doch als dieser bekannt wird, erscheint alles logisch. Brutale Morde, vielschichtige Verwicklungen und so manch ein Nebenschauplatz haben die Geschichte für mich interessanter und spannender gestaltet. Am Ende wird alles sehr schlüssig aufgeklärt und alle Fäden miteinander verknüpft. Lars Kepler hat es geschafft, mir spannende Unterhaltung zu bieten und für mich kam trotz der Länge des Buches keine Langeweile auf.

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Rezensionen von kkarin:

Ein Knaller: knallharte Ermittler jagen Durchgeknallten

Hasenjagd von Lars Kepler

Zum Inhalt:
Schwedens Staatsschutz befindet sich nach der blutigen Hinrichtung eines ranghohen Politikers in höchster Alarmbereitschaft. Nachdem ein terroristisches Motiv nicht ausgeschlossen werden kann und der Premierminister eventuell auch im Fadenkreuz der/des Täter/s steht, werden neben klassischen auch unkonventionelle Ermittlungswege unter höchster Geheimhaltungsstufe beschritten: der inhaftierte Ex-Ermittler Joona Linna soll helfen.

Ihm zur Seite steht die knallharte Staatsschutzmitarbeiterin Saga Bauer.
Schnell wird beiden klar, dass der Staatsschutz sein eigenes Süppchen kocht. Doch Joona Linna und Saga Bauer wollen bloß weitere Tote verhindern (was sich jedoch leider nicht vermeiden lässt). Sukzessive wird den Ermittlern klar, dass ein Kinderlied über „ten rabbits …“ der Schlüssel zum Täter sein kann.

Meine Meinung:
Joona Linna ermittelt in Hasenjagd“ zwar bereits zum 6. Mal, ich habe aber sowohl ihn als auch das Autorenduo Lars Kepler erst mit diesem Band kennengelernt.

Bereits der Einstieg war knallhart und hat sofort einen Sog entwickelt. Über lange Strecken vermögen es Lars Kepler auch, diese Spannung mit brutalen Hinrichtungen, gefährlichen Gefängniskämpfen oder stark sexualisierten Szenen aufrechtzuhalten. Zwischendurch – als ob sie der Leserschaft Zeit zum Verschnaufen geben wollen – ebbt diese Spannung immer wieder ab und wird durch wiederholte Schilderungen ein und derselben Szene aus unterschiedlichen Blickwinkeln (des Opfers, des Täters, Joonas, Sagas, des Staatsschutzes, des Forensikers, des Pathologen, …) schier in die Länge gezogen.

Generell scheint das Buch von Widersprüchen und Gegensätzen zu leben. Liegt das daran, dass ein Mann-Frau-Duo „Hasenjagd“ geschrieben hat oder war es gar deren unterschwelliges Ziel, diese intra- und interpersonellen Spannungen darzustellen, um ihre Leserschaft permanent zu fordern, wem sie ihre Sympathie/Antipathie zuerkennen?
Zum Beispiel das erste Opfer: wie kann ein solches Ekelpaket ein derart hohes politisches Amt ausüben? Oder Joona: Darf ein inhaftierter Ex-Ermittler „einfach so“ aus dem Gefängnis zu Ermittlungszwecken geholt werden? Auch die Beschreibung der Hauptprotagonisten wie zB die der taffen Saga, die einem feuchten Männertraum entstiegen scheint und im Gegensatz dazu Joona mit seinen zaghaften Annäherungsversuchen seiner Schulliebe gegenüber ....

Die Liste ließe sich unendlich lange fortsetzen (um nicht zu spoilern, wird darauf verzichtet), da Lars Kepler viele verschiedene, anfänglich unzusammenhängend erscheinende Personen und spannende Handlungsstränge anbieten, diese beim finalen Showdown aber schlüssig zu verknüpfen verstehen.

Fazit:
Knallharter Thriller, der meine Schmerzgrenze des Erträglichen verschoben hat. Trotz einiger Längen werde ich Joona Linna und Saga Bauer weiterverfolgen bzw. mir ihre vorhergehenden Fälle „reinziehen“. Um Joona und Saga „noch besser erfassen zu können“ hätte ich dies vielleicht schon zuvor tun sollen. Trotzdem: Der 6. Fall bekommt eine klare Empfehlung für LeserInnen mit starken Nerven!

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Rezensionen von Sorko:

Eine bemerkenswerte Persönlichkeit

Hemingway und ich von McLain Paula

In einer kleinen Bar in Florida beginnt die Beziehung zwischen Ernest Hemingway und Martha Gellhorn. Er ist ihr Idol, doch bisher kannte sie ihn noch nicht persönlich. Das ändert sich jetzt. Hemingway ist schon ein bekannter Schriftsteller, Martha hat immerhin auch schon einen Roman veröffentlicht, der zweite soll bald folgen.

Sie sieht gut aus, und sie gefällt dem bereits zum zweiten Mal verheirateten Mann. Nicht nur das Schreiben verbindet sie, sondern auch ihre Liebe zu Spanien. Dort kämpfen die Truppen von General Franco gegen die amtierende Regierung. Hemingway möchte helfen, Spanien vor der Eroberung zu bewahren, und Martha begeistert sich schnell für seine Idee. Sie wollen Geld sammeln für Krankenwagen, und sie beschließen mit einigen Freunden, nach Spanien zu reisen und von dort zu berichten.
Was auf den ersten Blick so aussieht, wie der Beginn einer großen Liebe, ist in Wahrheit der Beginn einer ziemlich problematischen Beziehung. Hemingway scheint Martha wirklich zu lieben, er möchte sie möglichst immer bei sich haben. Martha ist wie ihr Idol ein selbstständiger Geist, sie scheint ihn zwar auch zu lieben, aber sie möchte sich nicht einengen lassen. Sie möchte mit ihren eigenen Werken überzeugen und anerkannt werden, nicht als Frau an der Seite des großen Mannes. Beide wollen die öffentliche Anerkennung, beide wollen ihre Vorhaben durchziehen, ihre Reisen unternehmen, ihre Bücher schreiben. Vielleicht sind sie sich beide zu ähnlich gewesen, als dass daraus eine harmonische Beziehung hätte entstehen können. Sie haben es versucht, und sie sind am Ende gescheitert.

Da beide Figuren öffentliche Personen sind, dürfte ihre Geschichte vielen Lesern schon bekannt sein. Paula McLain beschreibt diese Beziehung aus ihrer Sicht. Sie hat sehr sorgfältig recherchiert, trotzdem darf man natürlich nicht vergessen, dass es sich hier um einen Roman handelt. Einen sehr guten Roman, wie ich finde, aber die Gefühle der Protagonisten sind eben nicht die wahren Gefühle der realen Personen. Fakten und Fiktion hat die Autorin dennoch sehr gut verbunden, sie weist auf die Problematik auch selbst in ihren Anmerkungen hin, was ich wichtig und gut finde.
In einer Zeit, als die Rolle der Frau noch hauptsächlich auf Haushalt und Kinder beschränkt war, war Martha Gellhorn eine Ausnahmeerscheinung. Sie wollte stets auf eigenen Füßen stehen, sie wusste, dass dies sehr schwer sein würde, doch sie war bereit, Risiken einzugehen. Große Risiken, die Mut erforderten und ihr viel abverlangten. Auf ihren Reisen und in den Kriegsgebieten dieser Welt war sie oft die einzige Frau unter Männern. Sie setzte sich durch und sie bewies, dass Frauen so viel mehr können, als nur am Herd zu stehen und Kinder zu hüten. Als Schriftstellerin kam sie nicht an das großartige Werk von Hemingway heran. Aber als Persönlichkeit war sie ihm mindestens ebenbürtig. Das Verdienst von Paula McLain ist es, an diese großartige Frau erinnert zu haben.

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Rezensionen von zenzi:

Nanos -die neue Gefahr der Zukunft?

Nanos - Sie bestimmen, was du denkst von Leibig Timo

Nanos, die das menschliche Gehirn verändern, die Gefühle ausschalten, manipulieren und einfach über die Nahrungskette verbreitet werden - eine furchtbare Vorstellung. Aber Manipulationen mit Worten in eine bestimmte Richtung wird ja auch schon heute sehr erfolgreich von der Politikern betrieben.
Gleich zu Beginn des Buches wird man Zeuge einer furchtbaren Aktion 2021, sodass man gleich weiterblättert und im Jahr 2028 angelangt.

Die Szene im Wald hat mir gut gefallen, sie wurde sehr plastisch, dramatisch, aber doch auch menschlich geschildert. Der Söldner Malek wird von den Rebellen gefangen genommen und der Leser erfährt einiges über die Reaktionen der Nanos in der Gesellschaft. Man lernt Malek besser kennen, seine unkonventiellen Ideen bei der Entführung, beim dramatischen Anfriff in Berlin, aber auch seine Ehrlichkeit, Sorge und Treue.
Die Probleme mit den Nanos in der Bevölkerung lernt man in der Familie von Maria kennen. Maria ist intolerant "free", das heißt, sie durchschaut die Manipulation durch die Nanos. Damit hat sie aber mit vielen Problemen zu kämpfen und sie muss ihre andere Denkweise erfolgreich verstecken. So ergeben sich viele spannende, gefährliche Szenen und der Thriller lässt sich gut und rasch lesen. Es ist gut, dass immer wieder rein menschliche Szenen geschichildert werden. z.B. die Fürsorge der Mutter für ihre Tochter, die sich in den Malek verliebt - so hat auch der Leser Zeit zum Durchatmen.

Das Buch hat mir gut gefallen, ich habe einige spannnende Lesestunden, die aber auch nachdenklich gemacht haben, damit verbracht.

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Rezensionen von LEXI:

Mein Mädchen. Mi leona. Mi amor.

Nanos - Sie bestimmen, was du denkst von Leibig Timo

Für Cruz Huntley geriet seine ganze Welt aus den Fugen, als „mi leona“, seine geliebte Löwin Zoe Collins, plötzlich aus seinem Leben verschwand und nichts als Enttäuschung und Leere zurückließ. Die knapp Neunzehnjährige hatte sich gegen den attraktiven Puertoricaner und ein Leben in ihrem kleinen Heimatstädchen Coppers Creek entschieden, um ihren Mädchentraum zur Realität werden zu lassen.

Dank ihrer umwerfenden Stimme machte sie mit ihrem neuen Freund Kyle Jimmerson Karriere in Nashville. Erst der Tod ihrer über alles geliebten Großmutter brachte sie nach einigen Jahren wieder zurück zu ihrer Familie, wo eine ziemlich große Überraschung auf sie wartete: Granny Nel hatte Zoe über alles geliebt und wusste von deren Leidenschaft für die Obstwiesen ihrer Familie. Und so beschloss die alte Dame, ihrer Enkelin die Pfirsichplantage und das dazu gehörende Bauernhaus zu vermachen. Doch Zoe ist nicht mehr die selbstbewusste, kämpferische Löwin, als die sie Coppers Creek damals verlassen hatte. Durch ihre unheilvolle Beziehung zum arroganten Bandleader Kyle ist Zoe nur noch ein Schatten ihrer selbst. Doch zurück im Schoß ihrer Familie nimmt sie ihren gesamten Mut zusammen und beschließt, die Pfirsichfarm ihrer Familie am Leben zu erhalten. Zoe tritt ihr Erbe an und möchte nach langer Zeit endlich wieder unabhängig sein, mutig und kämpferisch – genauso, wie ihre Großmutter es war. Die Begegnung mit Cruz, der großen Liebe ihres Lebens, hat an dieser Entscheidung ebenfalls einen nicht unbeträchtlichen Anteil. Wird Zoe es tatsächlich schaffen, sich von dem zerstörerischen Einfluss Kyles zu lösen und sich endlich ihrer Vergangenheit stellen?

Denise Hunter erzählt in diesem Roman die Geschichte einer verlorenen Tochter, die falschen Idealen nachläuft, sich jedoch rechtzeitig besinnt und in den Schoß ihrer liebenden Familie zurückkehren möchte. Die Autorin hat dieses Thema aufgegriffen und zu einer wunderschönen, mit vielen Emotionen behafteten Geschichte verarbeitet. Vergangenheitsbewältigung, Schmerz, Angst, Sehnsucht, Wut, Trauer, Reue und Versöhnung spielen eine große Rolle, und auch der christliche Glaube hat einen gewissen Stellenwert darin. Die Handlung findet in zwei Erzählsträngen statt. Während in der Gegenwart die Nachricht vom Tod ihrer geliebten Großmutter die Rückkehr in ihre Heimat einleitet, taucht der Leser in einem zweiten Erzählstrang in die Vergangenheit ein, wo Denise Hunter sich mit dem Leben und der Liebesgeschichte von Zoe und Cruez befasst, die vor einigen Jahren ein abruptes Ende fand. Durch Zoes Lebensgefährten Kyle wird eine gewisse Spannung in die Geschichte eingebracht, die sich gegen Ende des Buches erhöht und in ein turbulentes Finale mündet.

Die handelnden Personen waren aus meiner Sicht sehr überzeugend dargestellt, wobei ich besonders die Charakterisierung und persönliche Entwicklung der beiden Protagonisten als gelungen empfand. Die Autorin verwendet keine verschwenderische Fülle an Nebenfiguren, wartet jedoch auch hier mit äußerst sympathischen Figuren auf. Durch viele Rückblicke wurde zudem auch die Person der verstorbenen Großmutter Nellie Russell ein klein wenig vorgestellt - sie nahm schließlich den Platz meiner liebsten Nebenfigur ein. Ihre behütende, stärkende Liebe zu Zoe und ihrem Bruder Brady, der ausgeprägte Gerechtigkeitssinn und die Tatsache, dass sie trotz der vereinnahmenden Arbeit auf der Pfirsichplantage immer Zeit und ein offenes Ohr für die Kinder hatte, brachten ihr von meiner Seite unglaublich hohe Sympathiewerte ein. Als Antagonisten dieses Buches darf ich zum einen den bösartigen und manipulativen Rockstar nennen, den ich am liebsten persönlich aus den Seiten dieses Buches katapultiert hätte, und zum anderen Zoes kalten und kontrollierenden Vater, der seiner Tochter lebenslänglich das Gefühl gab, nicht zu genügen.

Nach der Lektüre von inzwischen bereits zehn Romanen dieser Autorin darf ich mich vermutlich bereits zu ihren Stammlesern zählen. Ich schätze sowohl den einnehmenden Schreibstil, als auch die in sich schlüssige Handlung und die stets liebevoll gezeichneten Figuren von Denise Hunters Büchern. Ein weiterer Pluspunkt in ihren Geschichten ist das Augenmerk auf den christlichen Glauben, der auch in diesem Roman dezent eingebracht wurde.

Fazit: „Der Duft von Pfirsichen“ hat mich in das ländliche Coppers Creek in Georgia entführt, mir die wunderschönen Obstwiesen bildhaft vor Augen geführt, und mich den betörenden Duft saftiger reifer Pfirsiche beinahe schmecken lassen. Ich habe diese Lektüre in vollen Zügen genossen und kann die wunderschöne Geschichte einer verlorenen Tochter, die ihren Weg nach Hause findet, aus vollem Herzen weiterempfehlen.

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Rezensionen von LEXI:

Es geht nicht darum, WO man sich befindet, sondern mit wem man zusammen ist

Das Leuchten unserer Träume von Dani Atkins

„Sie haben heute Nacht eine großartige Tat vollbracht, aber das bedeutet nicht, dass Sie von nun an auf mich aufpassen müssen.“(Sophie)

„Und was, wenn doch?“ (Ben)

Benjamin Stevens wird Zeuge eines Brandes und hilft der im Flammeninferno eingeschlossenen Sophie Winter, aus ihrer Wohnung zu entkommen.

Der sympathische und attraktive Mann mit dem schwarzen Haar und den karamellbraunen Augen rettet der jungen Frau damit aber in mehr als nur einer Hinsicht das Leben. Sophie ist seit dem tragischen Unfalltod ihres geliebten großen Bruders vor mehr als sechzehn Jahren immer noch traumatisiert. Ihre panische Angst, erneut einen geliebten Menschen zu verlieren, hindert sie bereits ihr halbes Leben daran, jemanden an sich herankommen zu lassen. Sophie ist ängstlich und pessimistisch, lebt ein zurückgezogenes Leben und geht einer freiberuflichen Tätigkeit als Übersetzerin nach. In nur einer einzigen Nacht wird das Leben der jungen Frau jedoch völlig auf den Kopf gestellt, und Ben rettet sie in Folge mehrfach vor kleineren und größeren Katastrophen. Dem ehemals erfolgreichen Geschäftsmann ist die ganz besondere Gabe zu eigen, andere Menschen in seinen Bann zu ziehen. Er ist charismatisch, besonnen, und besitzt eine beruhigende Ausstrahlung. Es gelingt ihm in behutsamen Schritten, Sophies Mauern einzureißen, die sie im Laufe der Jahre um sich herum aufgerichtet hat. Doch dann entdeckt Sophie etwas aus Bens Vergangenheit und stellt alles in Frage, was sie zu diesem Zeitpunkt bereits mit Ben verbindet. Wird sie es schaffen, ihrem besten Freund und über alles geliebten Lebensmenschen zu vergeben?

Dani Atkins erzählt in diesem höchst emotionalen Roman die Lebensgeschichte einer jungen Frau, die am schrecklichen Tod eines nahen Angehörigen beinahe zerbrochen ist. Trauer- und Vergangenheitsbewältigung und der Verlust geliebter Menschen sind das zentrale Thema dieses Buches, das in einem sehr einnehmenden und berührenden Schreibstil verfasst wurde. In einfühlsamen Worten rollt die Autorin nach und nach die Vergangenheit auf, erzählt die Geschichte der Familie Winter und beschreibt den Umgang der einzelnen Familienmitglieder mit dem Verlust des geliebten Sohnes und Bruders. Die bildhaften Beschreibungen und der behutsame Umgang der Autorin mit dieser Thematik haben mich unzählige Male zu Tränen gerührt. Dani Atkins besitzt die Gabe, ihre Leser ganz tief in eine Geschichte einzubeziehen. Ihre handelnden Figuren wurden hervorragend charakterisiert und weisen hohe Authentizität auf. Die Autorin erlaubt tiefe Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt ihrer beiden Protagonisten, denen sie interessante und glaubwürdige Nebenfiguren zur Seite stellt. Meine ganz besondere Sympathie galt Bens Freundeskreis, allen voran dem extravaganten und farbenfrohen Wirbelwind Carla und dem alten Mann namens Henry, der sich mit einem ganz besonderen Wunsch an Ben und Sophie wendet. Durch Sophies Freundin Julia und Bens achtzigjährige Freundin Alice wird zwischendurch ein wenig Humor in die Geschichte eingebracht. Erfrischende Dialoge und grandiose Situationskomik sorgten dafür, die ernste Thematik dieses Buches aufzulockern. Darüber hinaus erlag ich auch dem Charme des tierischen Protagonisten Fred, Sophies rauchgrauem Kater, der mein Herz im Sturm erobert hat. Und obgleich dieser Roman durch die bereits aus dem Klappentext bekannten Fakten keinen hohen Spannungsfaktor aufweist, ist es der Autorin zudem auch noch gelungen, mich mit einigen unerwarteten Inhalten zu überraschen.

Fazit: „Das Leuchten unserer Träume“ war ein sehr emotionales Buch, das mir ausgezeichnet gefallen und mich an vielen Passagen zu Tränen gerührt hat. Es stellt aus meiner Sicht das bislang beste Werk aus der Feder Dani Atkins dar und ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Rezensionen von heinoko:

Magisch, verzaubernd und klug

Unendlich mal unendlich mal mehr von Ovedie Volden Ingrid

Was für ein unglaublich intensiver, ungewöhnlicher Debütroman. Er hat mich regelrecht verzaubert, in seinen Bann geschlagen und begeistert!
Die zwölfjährige Petra hat sich ihr Leben gut zurecht gelegt. Solange Zahlen, ihre große Liebe, aufgehen, d. h. sich teilen lassen, ohne dass sie zerstört werden, ist der Tag in Ordnung.

Nicht in Ordnung ist alles, was nicht aufgeht oder nicht zu kontrollieren ist, wie z. B. Primzahlen oder Wasser, dieses unberechenbare Element. Petra ist ein ungewöhnliches Mädchen. Sie unterliegt vielen Zwängen, um ihr Leben im Griff zu halten. So müssen Schuhe immer genau parallel nebeneinander stehen, ohne sich zu berühren. Oder es muss für alles eine gerade Zahl an Wiederholungen geben. Die Mutter Malin ist alleinerziehend und muss sehr viel arbeiten, dadurch hat sie wenig Zugang zur Innenwelt von Petra. Petra wiederum besitzt eine feine Beobachtungsgabe für andere Menschen, bewertet sie dabei aber nicht, nimmt sie einfach wie sie sind. Wenn zum Beispiel Chris, ihrem treuen Freund, als Stotterer die Wörter im Hals stecken bleiben, dann wirft er stattdessen mit Radiergummis oder randaliert. Petra versteht ihn und mag seine Augen, die besser sprechen als sein Mund. Oder an Freundin Melika, aus Afghanistan geflüchtet, von der Klasse abgelehnt, liebt sie ihr Lachen. Der Schulpsychologe bemüht sich, Petra’s Zwänge, ihr magisches Denken, aufzulösen. Aber erst Thomas, der sich so selbstverständlich im Wasser bewegt, schafft den Zugang zur inneren Angstwelt von Petra und damit die Chance zur Wandlung.
So vieles kann man in diesem Buch finden: Toleranz, Sensibilität, Freundschaft, Angst, Verletzung, Verhaltensauffälligkeiten, Zwänge, Liebe, Verantwortung. Wichtige Themen, die ganz locker in die Geschichte eingebunden sind, ohne Drama, und doch sehr, sehr wirkungsvoll. Und diese nachhaltige Wirkung beruht auf dem außerordentlich feinfühligen Schreibstil der Autorin, auf die reduzierte und dadurch unglaublich intensive Erzählweise. Das Buch verzaubert, es ist magisch, es enthält nichts als magische Formeln des Lebens. Die Wörter, die knappen Sätze – alles ist magisch kraftvoll, bezaubernd, verzaubernd und dabei klug wie eine unauslotbare Primzahl.

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