Kunden em pfehlungen
Rezensionen von heinoko:
Mehr Bescheidenheit wäre angebracht
Das Lexikon der Geistesblitze von Johannes Thiele
Dieses Lexikon hat mich über Wochen beschäftigt. Es ist ja nicht „einfach so“ zu lesen. Es kommt mit dem Anspruch daher, mir mehr Schlagfertigkeit zu ermöglichen, mich auf dem Parkett des Small Talk fit zu machen. Frech will es sein, dieses Lexikon, und geistreich, eine Alternative zu herkömmlichen langweiligen Zitatenwälzern.
Es kommt also sozusagen als Kraftprotz daher, als muskelspielender Angeber. Es verspricht Großes in der Verlagsankündigung…
Und weil ich auch großen Sprüchemachern eine Chance geben möchte, nahm ich das Buch immer und immer wieder in die Hand, blätterte herum, las hier, las dort, lächelte ab und zu, dachte ein paar Minuten nach, gähnte hin und wieder, legte es wieder zur Seite, holte es später wieder hervor. So ging es über Wochen. Und was soll ich sagen: Ich bin nicht schlagfertiger geworden. Ich bin nach wie vor untauglich für Small talk. Weder Lachsalven noch Aha-Erlebnisse rissen mich aus meinem Gleichmut, mit dem ich wochenlang in kleinen Etappen durch das Buch gewandert bin.
Schön aufgemacht ist es zweifelsfrei, dieses Lexikon. Der dunkelrote Leinenrücken, die ansprechende Typographie, das glatt-edle Papier, die im Buch immer wieder auftauchenden im alten Stil gezeichneten „Handreichungen“ – all das ist liebevoll und ansprechend komponiert. Warum sich dennoch die Komposition nicht zu einer Sinfonie zusammenfügt, höchstens vielleicht gerade mal zu einer kleinen Etüde, einer Fingerübung also, das mag an der Auswahl der Zitate liegen. Sie sind alphabetisch nach Schlagwörtern sortiert. Von „Abend“ über „Fortschritt“ und „Miststück“ bis „Zweifel“ sammeln sich Aussprüche, die teils abgedroschen und trivial sind, teils überraschend, mitunter vertraut-humorvoll, mal mit Augenzwinkern zitiert, mal geistreich. All das durchaus, aber eines sind sie garantiert nicht, nämlich das, was der Verlag behauptet: „… an Witz nicht zu überbieten“. Ein bisschen mehr Bescheidenheit würde dem Buch gut tun.
Rezensionen von thora01:
Wundervoller Roman
Irish Feelings - Als ich dich traf von Emma Wagner
Meine Meinung:
Wundervoller und sehr spannender Liebesroman. Ich wurde sofort nach Irland gezogen und habe mich in die Insel verliebt. Die Autorin nahm mich sofort mit und ich bin sofort ganz in die Geschichte eingetaucht. Die Protagonisten gefallen mir sehr gut. Ganz besonders mag ich das geheimnisvolle und unberechenbare der beiden Protas.
Ich mag die Art von Liz sehr. Sie wird unterschätzt und ist zu Beginn sehr zurückhaltend. Bei den kleinen oder größeren Missgeschicken von Liz musste ich lachen. Ganz besonders hat mir gefallen wie sie die Typen aus dem Dorf einmal richtig vorgeführt hat. Aiden war für mich ein etwas widersprüchlicher Charakter. Teilweise sehr ablehnend und dann wieder sehr zugehend. Die Geschichte gefällt mir sehr gut ganz besonders wie Emma Wagner die Vergangeheit von Liz in die Geschichte integriert hat. Auch die Vergangenheit von Aiden konnte mich sehr berühren. Der Abschluss war ganz großes Kino. Ich liebe das Happy End für Liz und Aiden. Ganz besonders hat mich der Nebencharakter Sean am Schluss überzeugt.
Mein Fazit:
Wundervolle sehr berührende Liebesgeschichte mit einem Hauch von Humor. Ich wurde direkt hineingezogen und musste das Buch in einer Nacht durchlesen. Ich kann das Buch jedem Leser von seriösen Liebesgeschichten empfehlen. Die Story ist eher ruhig jedoch sehr tiefgründig.
Rezensionen von begine:
Spannender Roman
Der Hunger der Lebenden von Beate Sauer
Von Beate Sauer habe ich schon einiges gern gelesen. Der Roma „Der Hunger der Lebenden“ ist der zweite Fall mit der Polizeiassistentin der weiblichen Kriminalpolizei Friederike Matthée. Ich habe den ersten Fall nicht gelesen, aber das stört nicht, man kommt problemlos in die Geschichte hinein.
Der Krieg ist noch nicht lange vorbei und er wirkt grausam nach.
Es ist im heissen Juni 1947 als eine Frau bestialisch ermordet wird. Als Mörderin wird eine Obdachlose Frau mit einer kriminellen Vergangenheit aus der Kriegszeit verhaftet. Friederike hat Zweifel. Dann wird sie von Richard Davies von der Royal Miliräry Police noch zu einem anderen Fall angefordert. Friederikes Einsatz fordert viel Kraft, aber sie lässt nicht locker.
In diesem Krimi wird die Nachkriegszeit wunderbar authentisch beschrieben. Die große Hungersnot der Bevölkerung ist real mitzuerleben. Friederike und ihre Mutter leben in einer Nissenhütte, in einem Schrebergarten. In Trümmergrundstücken hausen Kinder, die ihre Eltern verloren haben.
Dann kommen noch ein fürchterlicher Verdacht.
Die Autorin bringt uns zum Nachdenken und miträtseln, sie macht es uns nicht einfach. Ich erfuhr von viele Tatsachen, die ich so noch nicht gelesen hatte. Der Krimi war spannend und hat mich ungemein gefesselt.
Rezensionen von LEXI:
Auf das Herz kommt es an
Das Mädchen mit dem Schmetterling von Kristin Hannah
Als im kleinen Städtchen Rain Valley nahe des Olympic National Forest, am Rande des Regenwaldes, plötzlich ein verwahrlostes kleines Mädchen auftaucht, sucht die örtliche Polizei nach einer Vermisstenmeldung oder Hinweisen auf eine Entführung. Doch das traurige, zerbrechliche Mädchen spricht nicht, und es scheint auch von niemandem vermisst zu werden.
Sie kam eines Tages auf der Suche nach etwas Essbarem aus den unberührten, unerforschten Wäldern. Aufgrund ihres wilden und zutiefst rätselhaften Verhaltens wird eine Spezialistin hinzugezogen. Julia Cates ist Kinderpsychologin und ihre besondere Gabe, mit traumatisierten Kindern umzugehen, macht sie zur idealen Therapeutin für das „Wolfsmädchen“, wie die kleine Unbekannte bald genannt wird. Julia macht es sich zu ihrer ganz persönlichen Aufgabe, diesem Kind zu helfen. Durch ihre hartnäckigen und liebevollen Bemühungen sowie ihre fachliche Eignung verzeichnet sie bald auch erste Erfolge. Doch kurz nachdem Julia zur temporären Pflegemutter für ihren Schützling bestimmt wird, taucht plötzlich der leibliche Vater auf, der das Kind zurückfordert. Sowohl für das kleine Mädchen, als auch für Julie und alle Menschen in Rain Valley, denen dieses Schicksal nahe geht, bricht eine Welt zusammen.
Kristin Hannahs Geschichte eines Wolfskindes, das inmitten eines hunderttausende Hektar großen und unerforschten Waldgebiets festgehalten wurde, hat mich regelrecht gefesselt. Durch die Protagonistin Julia erfährt man fachliche Hintergründe über diese „wilden Kinder“, sie thematisiert jedoch auch andere mögliche Ursachen wie beispielsweise Autismus für das seltsame Verhalten dieses Kindes. Darüber hinaus erzählt die Autorin die Geschichte zweier Schwestern, die sich nach dem Tod der Eltern ein wenig entfremdeten, sich jedoch trotz äußerlicher Unterschiede gar nicht so unähnlich sind. Julia Cates und Ellen Barton erhalten durch ihre Bemühungen um das Wolfsmädchen eine neue Chance, ihre geschwisterliche Beziehung aufzufrischen.
Die handelnden Personen dieses Buches empfand ich als ausgezeichnet charakterisiert. Julia Cates wird als intelligente Frau dargestellt, der durch ihre Hochsensibilität ein ganz besonderer Zugang und eine hervorragende Eignung für ihren Beruf gegeben ist. Sie leidet an einem beruflichen Rückschlag und hat zudem eine zerbrochene Beziehung zu bewältigen. Ihre Schwester Ellen ist eine umwerfend schöne und extrovertierte Persönlichkeit. Sie sorgt als Polizeichefin für Recht und Ordnung in Rain Valley. Das Auftauchen des Wolfsmädchens stellt sie vor die bislang größter Herausforderung ihres beruflichen Lebens. Ellen stehen in Cal Wallace, Penelope Nutter und Earl Huff drei äußerst sympathische Kollegen zur Seite. Der seit sechs Jahren in Rain Valley niedergelassene Arzt Dr. Max Cerrasin ist ein gutaussehender Einzelgänger, der ebenfalls mit einem traumatischen Ereignis aus seiner Vergangenheit zu kämpfen hat. Kristin Hannahs authentische Charakterzeichnung erzeugte sogar entgegen der gegen ihn sprechenden Fakten Verständnis für die Forderungen des leiblichen Vaters. Die Autorin versteht es, die Beweggründe und Emotionen ihrer Figuren auf beeindruckende Art und Weise darzustellen. Der kleinen Protagonistin, die von ihren Betreuern schließlich Alice genannt wird, flog mein Herz vom ersten Moment an zu. Ich habe dieses kleine, hilflose Wesen mit ihren vielen körperlichen und emotionalen Narben auf der Stelle ins Herz geschlossen.
Die Ungewissheit über die Herkunft, den bisherigen Aufenthaltsort und die Identität jener Person, die das Kind irgendwo in den Tiefen der Wälder festgehalten hat, erzeugte einen durchgehenden Spannungsbogen im Buch. Die Kombination mit dem wunderschönen Schreibstil, der Kristin Hannah zu eigen ist, machte diesen Roman zu einem wahren Pageturner.
Fazit: „Das Mädchen mit dem Schmetterling“ war eine tief berührende Lektüre, die mir ausgezeichnet gefallen hat. Die Tatsache, dass dieses Buch bereits vor einigen Jahren unter einem anderen Titel erschienen ist, hat mich persönlich nicht gestört, da ich „Wohin das Herz uns trägt“ nicht gelesen habe.
Ich kann dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen!
Rezensionen von LEXI:
Das Kastanienmädchen aus den Bergen
Die Tochter der Toskana von Karin Seemayer
„Ich werde das alles nie wiedersehen. Ich werde niemals mehr die Nebel am Monte Ventasso aufsteigen sehen, von denen die Alten sagen, dass in ihnen die Feen tanzten.“
Antonella Battistoni stammt aus dem kleinen Dorf Cerreto in den Apuanischen Alpen. Die hübsche Schäferstochter soll in Kürze Paolo, den wohlhabenden Sohn des örtlichen Müllers heiraten.
Als dieser jedoch seinen wahren Charakter offenbart, bleibt dem Mädchen angesichts der Unnachgiebigkeit ihres Vaters nur noch der Weg in die Flucht. An der Seite eines gutaussehenden Fremden, den sie im Wald getroffen hat, macht sie sich auf den Weg nach Genua, um ihre Tante Einede aufzusuchen und eine Anstellung zu finden. Auf dem langen und beschwerlichen Weg in die Freiheit, der von Aufregung und Abenteuern geprägt ist, behandelt Marco Michele di Raimandi sie stets wie ein Gentleman. Er ist höflich, zuvorkommend, und möchte seine Begleiterin wohlbehalten zu ihrer Tante nach Genua bringen. Dass die beiden jungen Menschen sich ineinander verlieben, war weder vorhersehbar, noch passt es in deren Lebenspläne. Marcos Vergangenheit stellt zudem ein unüberwindliches Hindernis für ihre Liebe dar, und nach der Enthüllung seiner wahren Identität scheint eine gemeinsame Zukunft ausgeschlossen…
Karin Seemayer beschreibt in eindrucksvollen Worten und sehr einnehmendem Schreibstil das Leben des Bauernmädchens Antonella in dem kleinen Dorf in den Bergen. Die Situation der Menschen, ihr Lebensalltag, ihre Hoffnungen, Wünsche und Träume werden ausgezeichnet vermittelt. Die Autorin erzählt vom Streben ihrer jungen Protagonistin nach Bildung, dem großen Wunsch, lesen und schreiben zu lernen. Antonella darf auch ihre Leidenschaft für das Kochen nicht ausleben. Sowohl die Berufswahl, als auch die Wahl des zukünftigen Ehemannes werden durch den Vater getroffen. Die Charakterisierung der handelnden Figuren war ausgezeichnet – man konnte sich in die Personen hineinversetzen, deren Überlegungen und Handlungen wirkten höchst authentisch. Durch den männlichen Protagonisten Marco wurde dem Leser ein Einblick in die Welt des Adels gewährt. Karin Seemayer schildert das Leben in der sogenannten besseren Gesellschaft und erwähnt auch die Verpflichtungen und Zwänge, denen die Söhne und Töchter aus gutem Hause unterworfen waren. Ebenso wie Antonella hatte auch Marco sich sein Leben anders vorgestellt, und auch ihm wurden Unverständnis und Unnachgiebigkeit entgegengebracht. Auf dem langen Weg nach Genua kreuzten interessante und liebenswerte Nebendarsteller den Weg der beiden Flüchtenden. Karin Seemayer widmete sich jeder Person mit großer Aufmerksamkeit und bereicherte die Geschichte durch lebendig wirkende und sehr überzeugende Figuren.
Die historischen Fakten waren vortrefflich recherchiert und mit der Handlung verwoben. Die Autorin skizziert die politische Situation und gibt einen kleinen Einblick in die Carbonari als bedeutendste der Geheimbünde in den italienischen Staaten des 19. Jahrhunderts. Sie thematisiert auch die von Guiseppe Mazzini gegründete Vereinigung namens „Giovine Italia“ und den Kampf für ein freies Italien, für Gerechtigkeit, ein leichteres Leben für die Bauern, niedrige Steuern und Handel. Die gesamte Geschichte beinhaltet nicht zuletzt dadurch einen konstanten Spannungsbogen, der am Ende des Buches schließlich in ein atemberaubendes Finale mündet. Antonella und Marco müssen viel Mut und Einfallsreichtum aufwenden, um alle Hindernisse zu überwinden.
Da mir nicht nur die beiden Protagonisten, sondern auch die meisten Nebenfiguren ans Herz gewachsen sind, würde ich mich über ein Wiedersehen im nächsten Band unglaublich freuen. Zu gerne möchte ich erfahren, wie es den Mitgliedern der Familien Battistoni und di Raimandi nach dem Verschwinden ihrer Kinder ergangen ist und ein wenig mehr über Antonellas bester Freundin Francesca, den hünenhaften Seemann Guiseppe Garibaldi oder Marcos besten Freundes Fabrizzio Barrati lesen. Es wäre auch interessant zu erfahren, was mit Einede Morelli geschehen ist, jener Tante, die bereits im Alter von sechzehn Jahren ihr Dorf verlassen hat, um als Köchin in Genua zu arbeiten. Und ich würde in Karin Seemayers nächstem Buch auch gerne wieder die kleine Hütte des Köhlers Nunzio und seiner liebenswerten Frau Valeria in Ghiare sowie die mütterliche und liebenswerte Aminta besuchen.
Fazit: „Die Tochter der Toskana“ ist ein beeindruckender und atmosphärischer Roman, der mir nicht zuletzt durch den wunderschönen Schreibstil der Autorin und deren authentisch gezeichneter Figuren großes Lesevergnügen bereitet hat. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen und ich empfehle es nur allzu gerne weiter.
Rezensionen von LEXI:
„Ist dir je in den Sinn gekommen, dass du zu so viel mehr geschaffen wurdest?“
Weil du siehst, wie schön ich bin von Rachel Hauck
Als Maggie Boyd in den Ruhestand tritt, verkauft die alte Dame ihren Schönheitssalon an die erfolgreiche Stylistin Ginger Winters, die nach zwölf Jahren wieder in ihr Heimatstädtchen Rosebud zurückgekehrt ist. Gingers Talent, durch ihre Arbeit die Schönheit von Frauen zutage zu bringen, ist bereits legendär.
Sie avancierte zur persönlichen Stylistin einer berühmten Persönlichkeit, mit der sie durch die Welt reiste. Nun möchte Ginger jedoch auf eigenen Beinen stehen und renoviert mit großem Einsatz Maggies ehemaligen Salon, als unvermittelt ihre Jugendliebe Tom Wells auftaucht. Er brach Ginger vor zwölf Jahren das Herz und kam nun ebenfalls zurück nach Rosebud, um als Pastor eine Gemeinde zu gründen. Die ehemalige Anziehungskraft zwischen Ginger und Tom ist durch die jahrelange Trennung zwar nicht erloschen, doch Ginger kann weder an Toms Zuneigung, noch an ihren eigenen Wert glauben. Seit einem fürchterlichen Brand in ihrer Kindheit ist ihr Körper durch schwere Brandwunden entstellt und Ginger spricht sich selbst das Recht auf Glück und Liebe ab. Ob Toms beharrliche Zuneigung und sein sanfter Versuch, sie von Jesu Liebe zu all seinen Kindern zu überzeugen Erfolg haben wird?
Rachel Hauck hat mit diesem kleinformatigen dünnen Büchlein eine bezaubernde Liebesgeschichte geschrieben, die an die bekannten Märchen vom hässlichen Entlein und Aschenbrödel erinnern. Sie legt das Hauptaugenmerk auf die Wertigkeit der inneren Schönheit eines Menschen und gibt dem Glauben großzügigen Raum in ihrer Geschichte. Die handelnden Figuren wurden allesamt sympathisch und authentisch dargestellt, wobei der Fokus jedoch auf den beiden Protagonisten liegt. Aufgrund der geringen Seitenanzahl wird den Nebenfiguren eher weniger Aufmerksamkeit zuteil, ihre sorgfältige Charakterzeichnung ließ sie aber dennoch glaubwürdig erscheinen. Sehr gerne hätte ich mehr über Toms Großvater „Pop“ erfahren, dessen Weisheit und Seelenruhe Tom stets Trost in im Leben gab. Auch die ewige Optimistin Ruby-Jane war eine vielversprechende Figur, von der ich ebenfalls gerne mehr gelesen hätte. Als Gingers beste Freundin kennt sie deren Sorgen und Emotionen nur allzu genau und steht ihr nicht nur als Angestellte, sondern auch als Mut Macherin und Trösterin zur Seite. Sie scheut sich zu alledem nicht, sensible Themen anzusprechen und Ginger ins Gewissen zu reden. Einzig die abrupte Veränderung der Einstellung und des Verhaltens einiger Mitglieder der Hochzeitsgesellschaft sowie das etwas überhastete Ende konnten mich nicht vollends überzeugen.
Anhand des Klappentextes und des aussagekräftigen Coverfotos wird der Verlauf dieser Geschichte bereits im Vorfeld angedeutet, und dadurch birgt das Buch keine allzu großen Überraschungen. Mir hat sehr gut gefallen, dass Rachel Hauck trotz der Kürze in diesem Roman viele wichtige Botschaften transportiert und allen voran die Gewissheit vermittelt, dass wir geliebte Kinder Gottes sind, er seine Hand schützend über uns hält und uns führt, auch wenn wir dies in Momenten des Schmerzes und des Leids nicht immer erkennen mögen. Der einnehmende und flüssige Schreibstil der Autorin und die an einigen Stellen perfekt platzierte Situationskomik machten diese Lektüre darüber hinaus zu einem reinen Vergnügen.
Fazit: In ihrer Neuerscheinung „Weil du siehst, wie schön ich bin“ vereint Rachel Hauck eine romantische Liebesgeschichte zum Träumen, die Bewältigung eines tragischen Kindheitstraumas, das für Tiefgang sorgt, sowie den Weg zum Glauben an Jesus und ist daher trotz der geringen Seitenanzahl ein Garant für sehr gute und tiefgründige Unterhaltung.
Rezensionen von Petra Sch.:
ein tolle Tier-Freundschaft und aufregende Rettungsaktion
CanGu und die wilden Bienen von Audrey Harings
Kurz zum Inhalt:
Die Tigerkatze Simba ist die Anführerin der Ratten - und alle sind in Gefahr! Denn die Stadtverwaltung will Gift in die Kanalisation leiten, um die Rattenplage in den Griff zu bekommen.
Zum Glück kommen die beiden Hunde Gucci und Streuner gerade wieder auf Urlaub zu ihren Katzenfreunden Canelo und Topo.
Das CanGu Team hat somit alle Pfoten voll zu tun, denn Simba und die Ratten müssen natürlich gerettet werden, wobei alle in Gefahr kommen!
Meine Meinung:
"CanGu und die wilden Bienen" ist der 3. Teil der Reihe um Canelo und Gucci. Die Geschichte ist in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alle wichtigen Infos aus den Vorgänger-Bänden sind geschickt in der Geschichte verwebt.
Die Schreibeweise ist eher einfach gehalten, mit sehr viel direkter Rede, und ist für Kinder leicht verständlich. Die Handlung lässt sich gut verfolgen, und detailreiche schwarz-weiß Illustrationen untermalen das Gelesene. Es gibt natürlich ein Happy End.
Die Geschichte ist sowohl witzig (das Eichhörnchen Hopsi beschießt die vier Freunde wieder mit Tannenzapfen) als auch spannend (die Rettung von Simba und den Ratten sowie der Showdown mit dem bösen Pärchen.). Man erfährt auch viel über Simbas Vergangenheit.
Und der süße Saphir ist natürlich auch wieder mit von der Partie!
In dieser lehrreichen Geschichte erfahren die Kids viel über Freundschaft, Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Tierhaltung sowie Tierrettung.
Meiner Tochter hat das Buch sehr gut gefallen und sie hat mit den Tieren mitgefiebert.
Leider haben die Bienen nur einen kurzen Auftritt - aufgrund des Titels hätte ich mir gewünscht, mehr von den Bienen zu lesen.
Fazit:
"CanGu und die wilden Bienen" ist eine wundervolle Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Tierschutz; mit vielen schönen schwarz-weiß Illustrationen.
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
Originieller Einstieg, gelungener Serienauftakt
Bad Bachelor von Stefanie London
„Bad Bachelor“ ist der Serienauftakt der Reihe von Stefanie London, die ausschließlich aus E-Book in der deutschsprachigen Übersetzung erscheinen werden. Derzeit sind drei Bände erschienen, der Folgeband „Bad Boss“ wird ab April 2019 erhältlich sein.
Worum geht es?
Darcy, die vor einem Jahr verlassen wurde, wird von ihren Freundinnen auf eine Single-Männer-Bewertungsapp aufmerksam gemacht.
Zum Spaß sieht sie sich diverse Profile an – so auch jene, vom attraktiven PR-Manager Reed, mit dem sie für die Bücherei, in der sie arbeitet, eine Spendengala organisieren soll. Laut App handelt es sich hier um einen herzlosen Playboy, der die Frauen nach Strich und Faden manipuliert, um sie ins Bett zu bekommen. Trotzdem geht er ihr nicht mehr aus dem Kopf.
Meine Meinung
Mit Darcy und ihren Freundinnen sind ungewöhnliche Frauen in der Hauptrolle. Darcy als Gothic-Bibliothekarin gefällt mir sehr gut, ich glaube, so einen Charakter hatte ich noch nie als weibliche Hauptperson. Sie hadert mit dem Schicksal, da ihr Freund sie mit dem Trauzeugen betrogen hat, ihre Mutter möchte sie endlich unter der Haube sehen und auch ihre Freundinnen reden ihr zu, endlich wieder auszugehen. Auf der einen Seite ist sie sehr schlagfertig, auf der anderen Seite jedoch sehr verletzlich.
Reed McMahon ist einer der Top-PR-Agenten. Egal, was seine Klienten auf dem Kerbholz haben, Reed rückt das öffentliche Bild wieder gerade. Doch die schlechten Bewertungen auf der immer populärer werdenden App haben berufliche Konsequenzen, denn niemand will einen PR-Berater, der sein eigenes Image nicht voll und ganz im Griff hat.
Der Schreibstil selbst passt gut zu einem erotischen Roman, die Sprache ist sehr bildlich und bei den Dialogen müsste ich öfters Schmunzeln. Auch der Einstieg in die Geschichte ist herrlich unkonventionell, so dass ich sofort mit voller Konzentration die ersten Seiten gelesen habe und dabei in der Handlung versunken bin. Ich konnte das Buch dann auch nicht mehr aus der Hand legen und habe in einem Rutsch durchgelesen.
Die Entwicklung der beiden Protagonisten zu beobachten hat mir viel Freude gemacht und auch die heißen Szenen kamen nicht zu kurz. Einige Wendungen waren für mich überraschend, manche Dinge jedoch auch herrlich vorhersehbar, so dass ich beim Lesen voll und ganz auf meine Kosten gekommen bin.
Nachdem es sich um einen Roman aus dem erotischen Bereich handelt, finde ich es in Ordnung, dass die juristische Seite der App nicht überstrapaziert wurde, denn ihren Zweck als Aufhänger der Serie erfüllt sie voll und ganz.
Fazit: Ich freue mich schon darauf, wenn die anderen Romane erschienen und möchte auch den Rest der Serie unbedingt lesen.
Rezensionen von thora01:
Wundervoller Roman im Herzen Irlands
Winterreise von Tanja Bern
Inhalt/Klappentext:
Sínead sitzt in Galway plötzlich auf der Straße, als sie ihre Verlobung mit dem Manager Thomas Dillon löst. Niemand, auch sie selbst nicht, versteht wirklich, warum sie in der Beziehung so unglücklich war. Sie muss wieder bei ihrer chaotischen Familie einziehen und wird abrupt mit ihrem alten Leben konfrontiert.
Ihr bester Freund Ethan ist da ein Lichtblick in all den Veränderungen und sie willigt spontan ein, ihn auf eine abenteuerliche Reise zu begleiten, die beide durch halb Irland führt. Langsam findet Sínead wieder zu sich selbst und erkennt den wahren Grund für das Ende ihrer Beziehung mit Thomas.
(Quelle: Edel Elements)
Meine Meinung:
Wundervoller Roman in mitten Irlands. Ich wurde sofort von der Geschichte in den Bann gezogen. Ganz besonders gekonnt in Szene gesetzt wurde von Tanja Bern die Reise. Ich konnte mir durch die sehr detailierten Beschreibungen sofort ein Bild von dem Handlungsumfeld machen. Die Protas haben mir sofort sehr gut gefallen. Sie sind sympathisch und haben ihre ganz besonderen Eigenheiten. Sinead finde ich einfach Klasse sie wirkt zu Beginn ein wenig unruhig und nicht ganz glücklich. Ethan hat mich sofort von sich überzeugt. Er ist sehr bodenständig und ein Ruhepol. Sehr gut finde ich wie er Sinead nach der Trennung zu einer ganz besonderen Reise motiviert. Die persönlichen Entwicklungen von Sinead während der Reise sind wundervoll beschrieben. Ganz besonders gefällt mir das die Beiden endlich auf der Gefühlsebene sich näher kommen. Auch die Nebenprotas machen die Geschichte zu etwas ganz besonderem. Sie zeigen dem Leser das facettenreiche Leben in Irland. Der Abschluss ist richtig fies. Er lässt mich sehr unzufrieden zurück. Ich möchte sofort wissen wie es nach diesem sehr gemeinen Cliffhänger weiter geht.
Mein Fazit:
Toller Liebesroman. Die Beschreibung von Irland macht direkt Lust nach Galway zu reisen und die Abenteuertour mitzumachen. Der Cliffhänger ist sehr fies gestaltet und macht richtig Lust auf mehr.
Rezensionen von C. P.:
Unterhaltsamer Steampunk-Krimi mit pfiffiger Ermittlerin
Winterreise von Tanja Bern
Elijah Fuchs ist wahrhaftig kein Klischee-Pfarrer. Als er aus der Metropole Berlyn zu seiner Schwester Harriet ins Bergbaustädtchen Bonpoint zieht fällt er den Bewohnern dort buchstäblich auf wie ein bunter Hund. So auch Thea Elster, die bei Harriets neuestem Mordfall schnell zur Hauptverdächtigen der Polizistin wird: Das Opfer wurde mit einem Federkiel in der Brust und mit Tinte übergossen aufgefunden und hat zu Lebzeiten nicht nur Thea das Leben schwer gemacht.
Die meisten sind sogar regelrecht froh über seinen Tod und nicht wenige hätten ein Motiv. Doch Thea ist nicht auf den Kopf gefallen und versucht auf eigene Faust, den Mörder zu finden. Und Harriet hat die Idee, dass ihr Bruder sich ein wenig an den Recherchen beteiligen könnte...
Das Buch entdeckte ich zufällig auf einer Buchmesse, die Ähnlichkeit zu einem Fall von Sherlock Holmes (A Study in Scarlet) zog mich magisch an. Der Hinweis, dass es sich um einen Steampunk-Krimi handelt, erweckte meine Neugier. Ich kaufte das Buch - und wurde nicht enttäuscht. Dieser Krimi lebt von starken Frauen - Elijah Fuchs übernimmt im Privatschnüffler-Duo entsprechend den Part des im Krieg verwundeten Dr. Watson. Im Vergleich zu Sherlock Holmes ist Thea allerdings zum Glück deutlich sympathischer. Der Krimi spielt in einer fiktiven Vergangenheit, in welcher Autos noch eine neue Erfindung sind, Steampunk-Elemente jedoch bereits zum Alltag gehören. So glänzt der Roman nicht nur mit einem verzwickten Mordfall, sondern auch mit ein paar dezent platzierten ausgefallenen Erfindungen, pfiffigen Ermittlerinnen und einer angenehmen Portion Humor, welche sich zuweilen hinter augenzwinkernden Andeutungen versteckt. Dadurch liest sich das Buch hervorragend unterhaltsam. Im Gegensatz zum Original war der Täter allerdings diesmal leider nicht der Kutscher.










